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DE432502C - Verfahren zur Herstellung von Kunstzahnformlingen aus keramischer Masse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstzahnformlingen aus keramischer Masse

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Publication number
DE432502C
DE432502C DEC35523D DEC0035523D DE432502C DE 432502 C DE432502 C DE 432502C DE C35523 D DEC35523 D DE C35523D DE C0035523 D DEC0035523 D DE C0035523D DE 432502 C DE432502 C DE 432502C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mass
tooth
ceramic
metal
die
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC35523D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEORG CASPARI DR
Original Assignee
GEORG CASPARI DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEORG CASPARI DR filed Critical GEORG CASPARI DR
Priority to DEC35523D priority Critical patent/DE432502C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE432502C publication Critical patent/DE432502C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/08Artificial teeth; Making same
    • A61C13/081Making teeth by casting or moulding

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstzahnformlingen aus keramischer masse. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunstzahnforinlingen aus keramischer Masse für den Selbstbrand unter Verwendung von Preßmatrizen, welche mit dem Modellzahn entsprechenden Ausnehmungen versehen sind. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der Modellzahn in einer inehrteiligen=Form aus erliärtbarer plastischer Masse abgeformt und die so gewonnene Form unmittelbar als Preßmatrize für die Formung der keramischen Zahnmasse verwendet wird. Der so hergestellte Formling wird dann gebrannt, worauf die Preßform zerstört werden kann. Bei Ausführung dieses Verfahrens verwendet man vorzugsweise eine mehrteilige Preßform für die keramische Masse und versieht diese Preßform mit einer ihre Bruchfestigkeit erhöhenden 'Metallverstärkung, die zweckmäßig aus mehreren sich ergänzenden druckaufnehmenden Matrizenhülsen aus Metall besteht, welche die Preßinatrizenteile aus der erhärteten, aber wenig biegungsfesten plastischen Masse zu umschließen vermögen.
  • Bei Ausführung des Verfahrens wird zunächst ein dem jeweiligen Fall angepaßter Modellzahn unter Berücksichtigung der Schwindung der keramischen Masse- beim Brennen hergestellt. Hierzu kann ein Gipsmodell, ein nach dem Munde des Patienten ausgesuchter Zahn oder irgendein Modell aus Wachs oder einem sonstigen geeigneten Material verwendet werden. Die Art der Zurichtung des Modells und der Stoff, aus welchem das Modell hergestellt wird, sind für die Erfindung gleichgültig. Zur Herstellung der eigentlichen Kunstzahnform wird dann zunächst die eine Formschale oder Matrizenhülse mit einer plastischen, langsam erhärtenden Masse angefüllt und in diese der Modellzahn so eingedrückt, daß der eingedrückte Teil ohne Beschädigung der Masse herausgenommen und der freiliegende Modellzahnteil gleichfalls abgeformt werden kann. Man läßt dann die Masse erhärten, füllt hierauf die andere Hälfte der Matrizenhülse mit von neuem angerührter plastischer Masse aus und bringt sie so auf den anderen Teil, daß sich nunmehr auch die obere, bisher freiliegende Modellzahnhälfte abformt. Wenn auch die zweite Formhälfte erstarrt ist, wird die Form auseinandergenommen, der Modellzahn entfernt und das allenfalls an der Form haftengebliebene Wachs ausgebrüht. Ist das Ganze wieder trocken, so werden um das so entstandene Zahnnegativ herum Abzugsrinnen für die keramische Masse eingeschnitten, und es wird die Form gegebenenfalls durch einen geeigneten Überzug, z. B. einen dünnen Schellacküberzug, gehärtet und geglättet. Es empfiehlt sich, die beiden Formhälften während des Erhärtens des Oberteiles durch eine Schraubzwinge fest aufeinanderzupressen. Hierdurch werden alle Feinheiten des Modellzahnes sauber ausgebildet, und die Dichtigkeit des Massengefüges wird gesteigert, was mit einer Steigerung der Festigkeitseigenschaften der Form gleichbedeutend ist.
  • Einige beispielsweise Ausführungsformen von zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Apparaturen sind auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigen Abb. i und z die schaubildlichen Darstellungen der Ober- und Unterform für die gleichzeitige Herstellung mehrerer Kunstzähne mit ebenflächiger Hinterseite.
  • Abb.3 zeigt einen Querschnitt durch Abb. i und 2, Abb. .I eine Seitenansicht der geschlossenen Preßform, Abb.5 einen mittleren Schnitt nach der Linie V-V der Abb. 6 durch eine Form zur Herstellung eines einzelnen Kunstzahnes von allseits gewölbter Außenform, Abb. 6 einen Grundriß des Formunterteils gemäß Abb. 5.
  • Die in Abb. I bis .l. dargestellte Preßform dient der Herstellung einer Mehrzahl von Zähnen mit ebenflächiger Rückseite. Sie besteht aus zwei sich zur Preßmatrize ergänzenden Formteilen i und 2. Der Formteil i besitzt eine schalenförmige Matrizenhülse 3 aus Metall, z. B. Blech, und auf der einen Seite einen höheren Rand .4, der ini tiels einer Abschrägung 5 in die Seitenränder 6 übergeht. Der Teile besitzt gleichfalls Schalenform, so daß sich beim Aufeinandersetzen der Teile i und 2 eine Gesamtform oder Matrize von wesentlich rechteckigem Urnriß ergibt, deren Ränder sich berühren.
  • Bei Herstellung eines Zahnes wird zunächst der Formteil i mit einer plastischen, sich langsam erhärtenden Masse ausgestrichen, so daß diese bündig mit den Schalenkanten abschneidet. Sofern man einen Zahn mit geradflächiger Hinterseite formen will, läßt man die Masse zunächst erhärten und stellt den Modellzahn in den Winkel zwischen die Kanten 5 und 6. Man bildet in der Oberfläche der Masse ferner Paßlöcher 7 aus, nach welchen sich späterhin in der Masse des Teiles 2 Paßwarzen 8 bilden. Die Schale des Teiles 2 wird dann gleichfalls mit neu angemachter Masse ausgestrichen, auf die Matrize i aufgesetzt und vorzugsweise durch eine Schraubzwinge 9 das Ganze zusammengedrückt. Nach dem Erstarren auch der den Teil 2 bildenden Nasse nimmt man die Form auseinander, entfernt den '.%l odellzahn und kann dann die Form ohne weiteres für die Formung des entsprechenden Kunstzahnes verwenden, nachdem man sie gegebenenfalls mit einem Schellacküberzug versehen hat. An die Formhöhlung werden dann Nuten io angeschnitten, welche das Ausweichen der Masse bei der Formung ermöglichen.
  • Es versteht sich, daß auf gleiche Weise verfahren wird, wenn im Sinne der Abb. i unter Verwendung mehrerer '2Nl.odellzähne eine Form für die gleichzeitige Anfertigung mehrerer Kunstzähne geschaffen werden soll. Die in Abb. i bis 4. dargestellte Preßform eignet sich besonders zur Herstellung hinten ebenflächiger Zähne, indem die Kanten 5 und 6 derart zueinander im Winkel stehen, wie dies bei derartigen Kunstzahnformen üblich ist.
  • Die Abb.5 und 6 veranschaulichen eine Preßform, welche an beiden gegenüberliegenden Seiten schräg abfallende Außenkanten besitzt. -Mittels einer derartigen Form kann man gegebenenfalls beiderseits Formen für hinten ebenflächige Zähne herstellen. Will man eine Form für einen allseits mit unebenem Umriß ausgebildeten Modellzahn herstellen, so wird dieser zunächst mit seiner einen Hälfte in die plastische Masse eingebettet, worauf dann die mit Masse ausgestrichene Oberform ausgesetzt wird.
  • Nach Fertigstellung der Form wird in diese eine geeignete keramische .Mischung eingebracht und die Formhälften aufeinandergedrückt, um die Masse in die den Formhöhlungen entsprechende Form zu bringen. Dabei entweicht die überschüssige -Masse durch die Kanäle io nach außen. Es empfiehlt sich, auch hierbei einen mechanischen Druck auszuüben, wozu die gleiche Schraubenzwinge 9 verwendet «-erden kann. Die Forinung wird namentlich dann erleichtert, wenn man den von der Schraube ausgeübten Druck abwechselnd verstärkt und vermindert, also gewissermaßen würgend zur Einwirkung gelangen läßt. Infolge der 1Ietallummantelungen der Preßform, die sich bei der Formung gegeneinander abstützen, wird ein Bruch der plastischen -lasse vermieden, die an sich zwar eine erhebliche Druckfestigkeit besitzt, aber nur eine geringe Bruch- und Biegtingsfähigkeit besitzt. Damit die plastische Mass nach dein Erhärten nicht aus den Formschalen herausfällt, empfiehlt es sich, deren Böden mit versenkten Löchern i i zu versehen (Abb. 3 und S).
  • Da die meisten erhärtbaren plastischen Massen ein ziemlich erhebliches Maß von Feuerbeständigkeit besitzen und trotz der genügenden Dichtigkeit ihres Gefüges recht porös sind, kann man den Formling aus kerainischer -lasse noch innerhalb der Preßform aus erliärtbarer plastischer :Masse durch kurzes Erhitzen so vortrocknen, daß er bequem aus der Form genommen werden kann, ohne zu zerbrechen, und ohne daß er durch das Vortrocknen blasig wird. Der Dampf des zum Anmachen der keramischen -Masse verwandten Wassers vermag durch die Poren der Formmasse, durch die eingeschnittene:i Materialausweichrinnen, durch die Randfugen bequem zu entweichen. Dieses Entweichen wird auch nicht durch die LTniniantelung finit einem undurchlässigen -Metall beeinträchtigt, weil diese durch die versenkten Löcher i i zum Festhalten der Form durchbrochen ist.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, Matrizen für die Kunstzahnherstellung in der Weise herzustellen, claß man durch Eindrücken eines -Modellzahnes aus verhältnismäßig hartem Metall in Formen von verhältnismäßig weichem -Metall sogenannte Originalmatrizen herstellte, mit Hilfe dieser eine Modellplatte sich bildete und von dieser -Modellplatte dann die Arbeitsmatrizen galvatioplastisch abnahm. Jenem bekannten Verfahren gegenüber, das für den Betrieb des Zahnarztes oder Zahntechnikers aus nahehegenden Gründen nicht in Frage kommt, besteht nach dem oben Gesagten der wesentliche Fortschritt der Erfindung darin, daß weder der Modellzahn noch die Form aus -Metall gearbeitet wird, daB die finit der Anfertigung eines Modellzahnes aus hartem Metall verbundenen Kosten vermieden «-erden, daß die Anfertigung einer Modellplatte und die ganze galvanoplastische Abnahmearbeit und Nacharbeit erspart wird, und daß die gesamte Apparatur für die Ausbildung der Preßform und des Zahnrohlings aus keramischer -Masse die denkbar einfachste Form annimmt.

Claims (1)

  1. PATENT-AK SPRÜ CHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kunstzahnformlingen aus keramischer Masse für den Selbstbrand einzelner Kunstzähne unter Verwendung von Preßmatrizen, welche mit dem Modellzahn entsprechenden Ausnehmungen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Modellzahn in einer mehrteiligen Form aus erhärtbarer plastischer Masse abgeformt und die so gewonnene Form unmittelbar als Preßmatrize für die Formung der keramischen Zahnmasse verwendet wird. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die aus erhärteter plastischer Masse bestehende mehrteilige Preßform für die keramische Masse mit einer deren Bruchfestigkeit erhöhenden etallverstärkung versehen ist, die zweck-2 mäßig aus mehreren sich ergänzenden druckaufnehmenden Matrizenhülsen aus Metall besteht, welche die Preßmatrizenteile aus erhärteter plastischer Masse zu umschließen vermögen. 3. Preßforni nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daB die 1fatrizenliülsen Metallschalen mit schräg abgesetzten Rändern ,sind. .I. Preßforin nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizenschalen, vorzugsweise am Boden, mit unterschnittenen Löchern zur Sicherung der Verbindung von Schale und Matrizenmasse versehen sind. 5. Preßforrn nach Anspruch :2, dadurch gekennzeichnet, <Maß sie mit geeigneten, aus der lMatrizenmasse ausgearbeiteten Führungsmitteln versehen ist.
DEC35523D 1924-10-15 1924-10-15 Verfahren zur Herstellung von Kunstzahnformlingen aus keramischer Masse Expired DE432502C (de)

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DE432502C true DE432502C (de) 1926-08-06

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