DE4324512A1 - Berührungslos betätigbare Sanitäreinrichtung - Google Patents
Berührungslos betätigbare SanitäreinrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine berührungslos betätig
bare Sanitäreinrichtung mit zumindest einer Armatur, durch wel
che Wasser der Einrichtung zugeführt werden kann, und mit einer
Anordnung zur Steuerung der Arbeitsweise dieser Einrichtung.
Einrichtungen dieser Gattung sind bereits bekannt. In den meis
ten dieser Einrichtungen wird zumindest ein optischer Strahl
zur Detektion von Personen sowie zur berührungslosen Steuerung
der Sanitäreinrichtung verwendet. Der optische Strahl ist sehr
schmal und deswegen ist der räumliche Bereich eines solchen De
tektors, in dem er Personen bzw. deren Körperteile ermitteln
kann, sehr eng begrenzt. Hinzu kommen noch Probleme mit der
Änderung der Helligkeit in den Räumen der Sanitäreinrichtun
gen, allfällige Reflexionen usw. Außerdem gibt es Situationen,
in welche die optische Detektion einer Person kaum möglich ist.
Hier kann beispielsweise auf Wasserklosetts hingewiesen werden.
Es ist auch verbreitet, z. B. Ultraschall anstelle von Licht
strahl zu verwenden. Allen diesen bekannten Mitteln ist gemein
sam, daß sie zwar den Fluß von Wasser erlauben oder abbrechen
können, daß sie aber nicht in der Lage sind, die Menge von
durchfließendem Wasser zu ändern bzw. zu steuern.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, diese und noch wei
tere Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird bei der Einrichtung der eingangs genannten
Gattung erfindungsgemäß so gelöst, wie dies im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 definiert ist.
Nachstehend werden Ausführungsmöglichkeiten der vorliegenden
Einrichtung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch und in einer Seitenansicht eine erste Aus
führungsmöglichkeit der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 schematisch und in einer Seitenansicht eine zweite Aus
führungsmöglichkeit der vorliegenden Erfindung,
Fig. 3 perspektivisch eine Einrichtung, bei der der Bewegungs
melder im Sockel des Wasserauslaufes eingelassen ist,
Fig. 4 perspektivisch eine Einrichtung, welche mehr als einen
Bewegungsmelder aufweist,
Fig. 5 in einer Seitenansicht und teilweise in Längsschnitt
eine Einrichtung, welche der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung
sehr ähnelt und welche gegenüber dieser drei Bewegungsmelder
aufweist,
Fig. 6 in einer Frontansicht eine Einrichtung, welche ebenfalls
mehr als einen Bewegungsmelder aufweist, wobei der Körper des
Waschbeckens einen gebogenen Boden aufweist,
Fig. 7 und 8 in einer Seitenansicht bzw. in einer Frontansicht
eine Einrichtung mit mehreren Meldern, von welchen zwei an der
Wand angebracht sind,
Fig. 9 in einer Seitenansicht eine Einrichtung, bei der einer
der Bewegungsmelder im Boden jenes Raumes eingelassen ist, in
dem sich die Einrichtung befindet,
Fig. 10 und 11 die Anwendung der Bewegungsmelder in einer
Duschanlage,
Fig. 12 und 13 die Anwendung der Bewegungsmelder an einer
Toilette.
Fig. 1 zeigt schematisch und in einer Seitenansicht eine erste
Ausführungsmöglichkeit der vorliegenden Sanitäreinrichtung. Die
dargestellte Sanitäreinrichtung umfaßt ein Waschbecken 1 einer
an sich bekannten Art, welches an einer Wand 2 befestigt ist,
und zwar ebenfalls in einer an sich bekannten Art und Weise.
Diese sanitäre Einrichtung umfaßt ferner eine Armatur 5, näm
lich einen Wasserauslauf, welche bzw. welcher an eine Wasser
zuführleitung (nicht dargestellt) angeschlossen ist. Der Hahn 5
ist dem Waschbecken 1 derart zugeordnet, daß Wasser durch
diesen in das Waschbecken 1 gelangen kann. Das Waschbecken 1
ist über einen Abfluß 3 an eine Ablaufleitung angeschlossen,
welche in die Kanalisation führt.
Die vorliegende sanitäre Einrichtung umfaßt auch einen Radar-
Bewegungsmelder 10, welcher zur Steuerung der Arbeitsweise der
vorliegenden Einrichtung bestimmt ist. Dieser Radar-Bewegungs
melder 10 kann z. B. eines der Produkte der Firma Reglomat AG,
in St. Gallen/Schweiz sein. Ein solcher Bewegungsmelder weist
ein Mikrowellenmodul 11 sowie eine Antenne 12 auf. Das Modul 11
ist derart ausgeführt, daß es Radar- bzw. Mikrowellen erzeu
gen, aussenden und empfangen kann und daß es das danach emp
fangene Signal auch auswerten kann. Radar- bzw. Mikrowellen
sind elektromagnetische Schwingungen mit einer Frequenz, welche
größer ist als 1 GHz. Der Arbeitsweise der Radar-Bewegungsmel
der liegt der Dopplereffekt zugrunde. Ein absolut stillstehen
der Körper bewirkt keinen Dopplereffekt. Folglich werden nur
sich bewegende Objekte, d. h. Personen, Teile derselben, Gegen
stände usw. durch einen Radar-Bewegungsmelder erkannt. Das ge
nannte Prinzip bietet jedoch die Möglichkeit, auch die Ge
schwindigkeit des sich bewegenden Objektes zu ermitteln. Das
auf diesem Prinzip basierende Gerät kann somit auch ein dies
bezügliches Signal abgeben. Im vorliegenden Fall ermöglicht die
genannte Eigenschaft des Bewegungsmelders eine Dosierung des
aus dem Wasserauslauf 5 strömenden Wassers. Dies wird im nach
stehenden noch näher beschrieben werden.
Die durch das Mikrowellenmodul 11 erzeugten Wellen werden mit
Hilfe der Antenne 12 oder aber auch ohne diese Antenne gebün
delt, gelenkt und als ein Kegel 21 abgestrahlt. Die vom Objekt
reflektierten Wellen werden durch die Antenne 12 wieder empfan
gen und dem Mikrowellenmodul 11 zur Verarbeitung zugeführt. Die
durch das Mikrowellenmodul 11 verarbeiteten Signale werden über
eine Leitung 16 als ein Eingangssignal einer Anordnung 15 zuge
führt, welche aufgrund der empfangenen Signale die Arbeitsweise
weiterer Teile der vorliegenden Einrichtung, beispielsweise des
Wasserauslaufes 5, über eine Leitung 17 steuert. Der Wasseraus
lauf 5 weist ein Ventil 6 auf, welches derart ausgeführt ist,
daß es durch elektrische Signale betätigt werden kann. Die von
der Anordnung 15 fortführende Leitung 17 ist an dieses Ventil 6
angeschlossen.
Der Radar-Bewegungsmelder 10 ist an einer Stelle angeordnet, an
der dieser vor der Einwirkung von Wasser, insbesondere von Was
serspritzern, geschützt ist. Dieser Schutz des Bewegungsmelders
10 kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß er in
einer Wand eingelassen ist. Dies kann beispielsweise jene Wand
2 sein, an der das Waschbecken 1 befestigt ist. Zum genannten
Zweck kann eine Nische 13 in der Wand 2 ausgeführt sein. Die
Abmessungen des Innenraumes einer solchen Nische 13 sollen we
sentlich größer sein als die Abmessungen des Bewegungsmelders
10. Denn es soll möglich sein, den Bewegungsmelder 10 so zu
richten, daß der Mikrowellenstrahl bzw. Strahlenkegel 21 sich
in der zur Durchführung der gewünschten Funktion erforderlichen
Richtung fortpflanzen kann. Um dem Bewegungsmelder die erfor
derliche Richtung geben zu können, ist ein einstellbarer Stän
der 14 vorgesehen. Dieser ist in der Nische 13 aufgestellt und
hat einen Fuß, an dem ein Halter für den Bewegungsmelder 10
schwenkbar angebracht ist.
Der eigentliche Schutz des Bewegungsmelders 10 gegen Wasser
bzw. Wasserspritzer wird dadurch erreicht, daß dem Radar-Be
wegungsmelder 10 ein plattenähnliches Glied 9 vorgeschaltet
ist. Dieses Glied bzw. diese Abdeckung 9 ist aus einem Mate
rial, das für Mikrowellen durchlässig ist. Eines dieser Mate
rialien ist beispielsweise Keramik. Die Abdeckplatte 9 kann
daher eine keramische Fliese sein. Diese kann eine der Fliesen
sein, mit den die gesamte Wand 2 belegt ist, an der das Wasch
becken 1 befestigt ist. Da der Bewegungsmelder 10 in der Regel
kleiner ist als die Abmessungen einer gängigen Fliese, kann
eine einzige Fliese die Mündung der Nische 13 abdecken.
Das keramische Material der Abdeckung 9 ist normalerweise un
durchsichtig. Wenn in der Wand 2 ein Lichtkörper (nicht darge
stellt) eingelassen ist, dann muß die Abdeckung einer solchen
Nische 13 durchsichtig oder zumindest durchscheinend sein. Wenn
die Abdeckung 9 aus einem für die Mikrowellen durchlässigen Ma
terial ist, dann kann sich der Bewegungsmelder 10 zusammen mit
dem Beleuchtungskörper in einer solchen Nische befinden. Wenn
die Abdeckung 9 der Nische 13 aus Glas oder Kunststoff ist,
dann kann der Bewegungsmelder 10 in dieser Nische 13 ohne wei
teres untergebracht sein. Jedoch wie gesagt, kann das Material
der Abdeckung 9 auch undurchsichtig oder undurchscheinend sein.
Gemäß Fig. 1 befindet sich die Nische 13 zur Aufnahme des Be
wegungsmelders 10 oberhalb der Armatur 5. Der sich in dieser
Nische 13 befindliche Bewegungsmelder 10 muß so eingestellt
sein, daß sein Mikrowellenstrahl 21 in jenen Bereich gelangt,
wo sich die Hände oder ähnlich eines Benützers des Waschbeckens
1 bewegen werden. Der Strahl 21 ist in diesem Fall schräg ab
wärts gerichtet.
Der in Fig. 1 abgebildete Wasserauslauf 5 weist ein Gehäuse 25
auf, welches praktisch zylinderförmig ist. Es versteht sich,
daß der Wasserauslauf 5 auch eine andere Form haben kann.
Durch das Innere des Gehäuses 25 erstreckt sich ein Rohr 26.
Das außerhalb des Gehäuses 25 liegende Ende dieses Rohres 26
ist an die bereits erwähnte Wasserzuleitung angeschlossen. Das
andere Ende des Rohres 26 ist an eine Ausflußdüse 27 ange
schlossen. Die Form des aus der Ausflußdüse 27 austretenden
Wasserstrahles kann mit Hilfe einer an sich bekannten Vorrich
tung geändert werden, welche sich im Inneren der Düse 27 befin
det. Diese Vorrichtung weist einen Hebel 28 auf, welcher von
der Ausflußdüse 27 absteht und mit deren Hilfe man von Hand
die Form des Wasserstrahles ändern kann.
Der Ausflußdüse 27 ist im Rohr 26 das bereits genannte Ventil
6 vorgeschaltet. Dieses ist so ausgeführt, daß es nicht nur
den Durchfluß von Wasser durch den Wasserauslauf freigeben
oder sperren kann, sondern daß es auch die Menge des durch
fließenden Wassers bestimmen kann. Diese Art von fernbetätig
baren Ventilen ist bekannt. Die Regulierung der Durchflußmenge
basiert auf der bereits erwähnten Tatsache, daß der Bewegungs
melder 10 auch die Geschwindigkeit des angepeilten Objektes
feststellen kann. Je schneller man beispielsweise die Hände im
Waschbecken bewegt, beispielsweise reibt, um so mehr Wasser
wird aus dem Wasserausfluß 5 ausfließen. Das entsprechende
Signal wird im Wirkbereich 22 des Bewegungsmelders 10 gewonnen,
wobei dieser Wirkbereich 22 sich im vorliegenden Fall im Innen
raum des Waschbeckens 1 befindet.
Ein Abschnitt 30 des Rohres 26, welcher sich im Inneren des
Gehäuses 25 befindet, weist einen vergrößerten Durchmesser
auf. Im Inneren dieses erweiterten Rohrabschnittes 30 befindet
sich ein drehbar gelagerter, drehbarer Körper 31, welcher unter
der Einwirkung des an diesem vorbeiströmenden Wassers in Dre
hung versetzt werden kann. Dieser Körper 31 kann wie ein Turbi
nenrad ausgeführt sein und es ist mit einem Erzeuger elektri
scher Energie (nicht dargestellt) gekoppelt. Das Ausgangssignal
des elektrischen Generators wird in eine Leitung 32 gespeist,
welche zur Anordnung 15 führt.
Das durch das Turbinenrad 31 bzw. den Generator abgegebene Sig
nal kann beispielsweise so ausgenützt werden, daß die Leitung
32 an einen Energiespeicher angeschlossen ist. Dieser Energie
speicher (nicht dargestellt) kann eine Batterie oder ein Kon
densator sein. Diese Bestandteile können in der Anordnung 15
untergebracht sein. Die während des Durchflusses von Wasser
durch das Rohr 26 im Wasserauslauf 5 mit Hilfe des Turbinenra
des 31 gewonnene Energie wird über die Leitung 32 dem Energie
speicher zugeführt. Aus diesem Speicher können dann der Bewe
gungsmelder 10 sowie die Schaltungskreise in der Anordnung 15
mit Energie gespeist werden. Diese Art der Energieerzeugung
funktioniert bei allen hier offenbarten Wasseranwendungen. Die
gerade beschriebene Ausführung der vorliegenden Einrichtung
kann dann zweckmäßig eingesetzt werden, wenn es umständlich
oder sogar unmöglich ist, diese Einrichtung aus dem Netz mit
Energie zu speisen. Diese Unmöglichkeit ist oft auch mit Mangel
am Wasser gekoppelt, so daß durch die vorliegende Einrichtung
kostbares Wasser gespart werden kann.
Eine andere Möglichkeit für die Ausnützung des Ausgangssignals
aus der Turbine 31 bzw. aus dem an diese angeschlossenen elek
trischen Generator besteht darin, daß in der Anordnung 15 ein
Schaltungskreis vorhanden ist, welcher zur Überwachung des
Durchflusses von Wasser durch den Wasserauslauf 5 bestimmt und
ausgeführt ist. Das Ausgangssignal des Generators wird dieser
Schaltungsanordnung zugeführt. Durch diese Schaltungsanordnung
kann geprüft werden, ob das Ventil 6 im Wasserausfluß 5 un
dicht ist, oder/und es kann die Menge des durch den Wasseraus
fluß 5 strömenden Wassers gemessen werden. In dieser Schal
tungsanordnung wird somit die Höhe der Drehzahl des Drehkörpers
31 ausgewertet und der Ausgang dieser Auswertungsschaltung wird
zur Überwachung der Arbeitsweise in der Armatur 5 verwendet.
Die Anordnung 15 kann beispielsweise als eine Hausleitzentrale
ausgeführt sein, in welche auch andere Signale bzw. Daten ge
speist werden. Aufgrund dieser Signale kann die Hauszentrale,
unter Umständen sogar selbsttätig, entsprechende und erforder
liche Vorgänge einleiten und durchführen. Im vorliegenden Fall
wird sie beispielsweise eine Meldung abgeben, sobald der über
wachte Wasserausfluß 5 undicht wird.
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsmöglichkeit der vorliegen
den Einrichtung. Diese Ausführungsmöglichkeit unterscheidet
sich von der vorangehend beschriebenen Ausführungsmöglichkeit
im wesentlichen darin, daß der Bewegungsmelder 10 in der Ar
matur bzw. im Wasserauslauf 35 selbst untergebracht ist. Der
Bewegungsmelder 10 ist in Fig. 2 nur schematisch angedeutet.
Der Wasserauslauf 35 weist ein Gehäuse 36 auf. Die Abmessungen
dieses Gehäuses 36 sind derart gewählt, daß in diesem unter
anderem auch der Bewegungsmelder 10 Platz finden kann. Zur Auf
nahme des Bewegungsmelders 10 ist ein Hohlraum 37 im Material
des Gehäuses 36 ausgeführt. Die Form dieses Hohlraumes 37 ist
so gewählt, daß der durch den Bewegungsmelder 10 erzeugte
Strahlenkegel 21 die gewünschte Richtung aufweist. Im darge
stellten Fall befindet sich der Hohlraum 37 im oberen Bereich
des Gehäuses 36. In einem solchen Fall soll zumindest das Ge
häuse 36 aus einem Material angefertigt sein, welches für
Mikrowellen durchlässig ist.
Der Bewegungsmelder 10 ist über die bereits beschriebene Lei
tung 16 an die Steueranordnung 15 (Fig. 1) angeschlossen. Im
Gehäuse 36 ist ein Kanal 38 ausgebildet, durch welchen Wasser
bis in das Waschbecken 1 gelangen kann. Im Kanal 6 ist ein Ven
til 6 angeordnet, mit dessen Hilfe der Fluß von Wasser durch
den Wasserauslauf 35 gesteuert werden kann. Dieses Ventil 6 ist
über die Leitung 17 an einen der Ausgänge der Steueranordnung
15 angeschlossen. Der Kanal 38 weist den ebenfalls bereits be
schriebenen Abschnitt 30 mit erweitertem Querschnitt auf, in
dem sich das Schaufelrad 31 befindet. Der an dieses Schaufelrad
31 angeschlossene Generator elektrischer Energie ist über die
Leitung 32 an die Steueranordnung 15 angeschlossen.
Im Anfangsbereich des Kanals 38 schließt sich ein Rohrstück 39
an die betreffende Seitenwand des Gehäuses 36 an. Dieses Rohr
stück 39 ist mit einem Gewinde versehen, mit dessen Hilfe der
Wasserauslauf 35 an die Wasserzufuhrleitung 40 angeschlossen
ist. Von der gegenüberliegenden Seitenfläche des Gehäuses 36
und in der Verlängerung des Kanals 38 steht eine Tülle 41 vom
Gehäuse 36 ab, welche eine Fortsetzung des Kanals 38 darstellt.
Die Arbeitsweise dieser Ausführung der vorliegenden Einrichtung
gleicht im wesentlichen der Arbeitsweise der Einrichtung nach
Fig. 1.
Fig. 3 zeigt perspektivisch eine weitere Ausführungsmöglichkeit
der vorliegenden Einrichtung. In jenem Bereich des Waschbeckens
1, über welchem das Waschbecken 1 an eine Wand anschließbar
ist, ist eine Bank 42 ausgebildet, auf der normalerweise unter
anderem auch Seife abgelegt wird. Im mittleren Bereich dieser
Bank 42 ist ein Sockel 43 auf der Bank 42 angeordnet. In diesem
Sockel 43 ist der Wasserauslauf 5 drehbar eingelassen. Im Be
reich jener Wand des Sockels 43, welche dem Inneren des Wasch
beckens zugewandt ist, ist ein Hohlraum im Sockel 43 ausgebil
det, in dem der Bewegungsmelder 10 eingelassen ist. Die vorne
liegende Mündung dieses Hohlraumes kann mit dem bereits be
schriebenen plattenförmigen Glied abgeschlossen sein, damit der
Bewegungsmelder 10 gegen Wasser geschützt ist. Der Bewegungs
melder 10 ist im genannten Hohlraum so angeordnet, daß der
durch diesen erzeugte Strahlenkegel 22 in jenen Abschnitt des
Inneren des Waschbeckens 1 gerichtet ist, wo sich die Hände des
Benützers während der Benützung dieser Einrichtung normalerwei
se bewegen. Die Steuerung der Arbeitsweise des Wasserauslaufes
5 erfolgt in der bereits beschriebenen Weise.
In Fig. 4 ist eine weitere sanitäre Einrichtung perspektivisch
dargestellt. Das Waschbecken 1 samt dem Wasserauslauf 5 ist
praktisch gleich ausgebildet wie in Fig. 4. Im Sockel 43 ist in
diesem Fall kein Bewegungsmelder eingelassen. Dafür weist diese
Einrichtung drei Bewegungsmelder 10, 18 und 19 auf. Diese sind
an drei verschiedenen Orten der Einrichtung angeordnet. Die
Strahlenkegel 21, 33 und 34 dieser Bewegungsmelder 10, 18 und
19 sind in das Innere des Waschbeckens 1 gerichtet. Der erste
Bewegungsmelder 10 ist an der dem Wasserauslauf 5 gegenüberlie
genden Wand 51 des Waschbeckens 1 angeordnet. Je einer von den
restlichen Bewegungsmeldern 18 bzw. 19 ist an einer der Seiten
wände 52 bzw. 53 des Waschbeckens 1 angebracht. Falls das
Waschbecken 1 aus einem keramischen Material besteht und falls
dieses Becken 1 eine einfache Wand aufweist, so können die Be
wegungsmelder 10, 18 und 19 an der Außenseite des Beckenkör
pers angebracht sein. Die Bewegungsmelder 10, 18 und 19 sind
über separate Leitungen an die Steueranordnung 15 ange
schlossen.
Die Verwendung mehrerer Bewegungsmelder bietet die Möglichkeit,
die Einrichtung in Abhängigkeit von mehreren Parametern zu
steuern. Im gerade dargelegten Fall kann der Wasserausfluß 5
neben dem Ventil 6 auch eine Mischbatterie für kaltes und heißes
Wasser enthalten. Der erste Melder 10 ist für die Steuerung
der Größe des Flusses von Wasser durch den Hahn 5 zuständig
und er steuert daher über die Steueranordnung 15 das Ventil 6.
Dieses ist in der Tülle 41 des Wasserauslaufes 5 angeordnet
oder es ist dieser vorgeschaltet. Je einer der übrigen Bewe
gungsmelder 18 bzw. 19 steuert über die Steueranordnung 15 je
ein Ventil (nicht dargestellt), welche sich in den Zuleitungen
für heißes und kaltes Wasser befinden. Wenn das aus dem Aus
fluß 5 auslaufende Wasser kälter sein soll, dann bewegt man
die Hände beispielsweise nach links. Wenn das Wasser heißer
sein soll, dann verschiebt man die Hände nach rechts.
Falls der Beckenkörper doppelwandig ist, so können die Bewe
gungsmelder 10, 18 und 19 zwischen den Wänden des Beckenkörpers
angeordnet sein. Da es umständlich sein kann, den ersten Bewe
gungsmelder 10 so weit weg von der Hinterwand des Beckenkörpers
anzubringen, kann die Einrichtung gemäß Fig. 3 mit dem zweiten
und dritten Bewegungsmelder 18 und 19 versehen sein, welche im
Zusammenhang mit Fig. 4 dargelegt worden sind.
Fig. 5 zeigt in einer Seitenansicht und teilweise im Längs
schnitt eine Einrichtung, welche der in Fig. 1 gezeigten Ein
richtung sehr ähnelt. Der wesentliche Unterschied zwischen die
sen besteht darin, daß der Radar-Bewegungsmelder 10 bei der
Einrichtung gemäß Fig. 5 im Kopf des Wasserauslaufes 5 ange
ordnet ist. Der Wasserauslaufmelder 10 ist an der Unterseite
des Kopfes angeordnet, damit sich der Strahlenkegel 21 in jenen
Bereich leicht richten läßt, in dem sich die Hände des Benüt
zers normalerweise befinden.
Fig. 6 zeigt in einer Frontansicht eine Einrichtung, welche
ebenfalls mehr als einen Bewegungsmelder aufweist, wobei der
Körper des Waschbeckens 1 einen gebogenen Boden aufweist. Der
erste Bewegungsmelder 10 ist bei dieser Einrichtung an der Un
terseite des Kopfes des Wasserauslaufes 5 angeordnet, wie dies
in Fig. 5 gezeigt ist. Von den übrigen zwei Bewegungsmeldern 18
und 19 ist je einer links bzw. rechts vom Wasserabfluß 3 an
der Unterseite des Waschbeckens 1 angebracht. Dabei sind diese
Bewegungsmelder 18 und 19 so angeordnet, daß die Strahlenkegel
33 bzw. 34 derselben schräg in die Mitte aufwärts gerichtet
sind. Die Funktionsweise solcher Bewegungsmelder ist jedoch
praktisch gleich wie die der Melder in der Einrichtung gemäß
Fig. 4.
Fig. 7 und 8 zeigen eine weitere Einrichtung mit mehreren Be
wegungsmeldern. Der erste Bewegungsmelder 10 ist, ähnlich wie
bei der Einrichtung gemäß Fig. 5, am Kopf des Wasserauslaufes
5 angebracht und gegen unten hin gerichtet. Die übrigen zwei
Bewegungsmelder 18 und 19 sind an bzw. in der Wand 2 ange
bracht, an der das Waschbecken 1 befestigt ist. Das Anbringen
der übrigen zwei Melder 18 und 19 kann in der Weise erfolgen,
wie dies beim Melder 10 gemäß Fig. 1 der Fall ist.
Fig. 9 zeigt in einer Seitenansicht eine Einrichtung, bei der
der erste Bewegungsmelder 10 im Boden 53 jenes Raumes eingelas
sen ist, in dem sich die Einrichtung befindet,
Gemäß Fig. 10 und 11 ist die vorliegende Einrichtung als eine
Duschanlage ausgeführt. Fig. 10 zeigt diese Einrichtung in
einer Seitenansicht und Fig. 11 zeigt diese Einrichtung in
einer Frontansicht. An einer, der Wände 2 des Duschraumes ist
der Wasserauslauf 5 angebracht, welchem eine Mischvorrichtung
55 vorgeschaltet ist. Diese ist in der Wand 2 wasserdicht ein
gelassen und sie umfaßt die Steueranordnung 15 sowie eine
Mischbatterie für kaltes und heißes Wasser. Die Mischvorrich
tung ist auch mit von Hand betätigbaren Hähnen 56 ausgerüstet,
damit alternativ auch ein von Hand geleiteter Betrieb der Ein
richtung möglich ist. An die Steueranordnung sind Bewegungsmel
der in der bereits beschriebenen Weise angeschlossen. Der erste
Bewegungsmelder 10 ist dort im Boden 53 eingelassen, wo sich
die duschende Person normalerweise befindet und sein Strahlen
kegel 21 ist aufwärts gerichtet. Dieser Bewegungsmelder 10 öff
net und schließt den Wasserauslauf 5. Der zweite Bewegungsmel
der 18 befindet sich etwa in der Höhe der Schultern und sein
Strahlenkegel 33 ist praktisch senkrecht zur Wand 2 gerichtet.
Der dritte Bewegungsmelder 19 ist etwa in der Höhe der Ober
schenkel angeordnet und sein Strahlenkegel 34 ist schräg gegen
den Boden 53 hin gerichtet.
Fig. 12 und 13 zeigt die Anwendung der Bewegungsmelder an einer
Toilette. Gemäß Fig. 12, welche eine Toilettenvorrichtung in
einer Frontansicht zeigt, werden zwei Bewegungsmelder 18 und 19
verwendet, welche an der Toilettenschüssel 54 angebracht sind.
Diese sind an der Schüssel 54 praktisch in gleicher Weise ange
bracht, wie dies im Zusammenhang mit Fig. 6 dargelegt worden
ist.
Fig. 13 zeigt eine Toilettenvorrichtung in einer Seitenansicht.
In diesem Fall werden alle drei Bewegungsmelder 10, 18 und 19
verwendet. Der erste Bewegungsmelder 10 ist in der bereits be
schriebenen Weise in der Wand 2 eingelassen. Der zweite Bewe
gungsmelder 18 ist im hinteren Abschnitt der Schüssel 53 und
der dritte Bewegungsmelder 19 ist im vorderen Abschnitt der
Schüssel 53 angeordnet. Die Strahlenkegel 33 und 34 dieser zwei
zuletzt genannten Bewegungsmelder 18 und 19 liegen in der
Längsrichtung der Schüssel 53 und sie kreuzen sich zudem noch.
Die Radar-Bewegungsmelder sind auch an weiteren Arten von sani
tären Einrichtungen anbringbar. Fig. 14 zeigt die Anwendung
eines Bewegungsmelders 10 an einem Händetrockner 58. Der Bewe
gungsmelder 10 ist an der Unterseite des Gehäuses des Hände
trockners 58 angeordnet und er ist so eingestellt, daß sein
Strahlenkegel 21 in die Richtung weist, wo sich die Hände des
Benützers während des Betriebes des Trockners 58 normalerweise
bewegen.
Bei der Einrichtung gemäß Fig. 15 ist ein Bewegungsmelder 10
am Seifenspender 59 angebracht. Auch in diesem Fall ist der
Bewegungsmelder 10 an der Unterseite des Gehäuses des Seifen
spenders 59 angeordnet und er ist so eingestellt, daß sein
Strahlenkegel 21 in die Richtung weist, wo sich die Hände des
Benützers während des Betriebes des Seifenspenders 58 normaler
weise bewegen.
Gemäß Fig. 16 und 17 sind Bewegungsmelder an einem Handtuch
spender 60 angebracht. Fig. 16 zeigt den Spender 60 von Hand
tuch 61 in einer Frontansicht. Die Bewegungsmelder 18 und 19
sind links und rechts von der Handtuchbahn 61 im unteren Be
reich des Gehäuses des Spenders 60 angeordnet. Dabei sind die
Bewegungsmelder 18 und 19 so gerichtet, daß ihre Strahlenkegel
33 und 34 divergierend verlaufen. Fig. 17 zeigt den Handtuch-
Spender 60 in einer Seitenansicht. Neben den genannten Bewe
gungsmeldern 18 und 19 wird auch der erste Bewegungsmelder 10
verwendet, welcher im Boden 53 eingelassen ist, wie dies vor
stehend bereits beschrieben worden ist.
Claims (7)
1. Berührungslos betätigbare Sanitäreinrichtung mit zumindest
einer Armatur, durch welche Wasser der Einrichtung zugeführt
werden kann, und mit einer Anordnung zur Steuerung der Arbeits
weise dieser Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
richtung zumindest einen Radar-Bewegungsmelder aufweist, wel
cher zur Steuerung der Arbeitsweise der Einrichtung bestimmt
ist.
2. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Radar-Bewegungsmelder an einer Stelle angeordnet ist,
an der dieser vor Wassereinwirkung geschützt ist.
3. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Radar-Bewegungsmelder ein plattenähnliches Glied vor
geschaltet ist, welches diesen vor Wassereinwirkung schützt und
welches aus einem Material ist, das für Mikrowellen durchlässig
ist, wobei dieses Material undurchsichtig oder undurchscheinend
sein kann.
4. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest zwei Radar-Bewegungsmelder vorgesehen sind, daß
diese sich im Wirkbereich der Einrichtung befinden und daß
diese Melder zur Steuerung von mehr als einer Funktion der Ein
richtung bestimmt sind.
5. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich in der Armatur ein Drehkörper befindet, welcher durch
das durch die Armatur strömende Medium antreibbar ist, daß der
Drehkörper mit einem Erzeuger von elektrischer Energie gekop
pelt ist, und daß der Drehkörper vorteilhaft ein Turbinenrad
ist.
6. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang des Generators an eine Energiespeicherquelle
angeschlossen ist und daß die Steuerungsanordnung der Einrich
tung an diese Energiespeicherquelle angeschlossen ist.
7. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang des Generators an einer Schaltungsanordnung
angeschlossen ist, welche die Höhe der Drehzahl des Drehkörpers
und somit auch die Größe der Wasser-Durchflußmenge auswerten
kann, und daß der Ausgang dieser Auswertungsschaltung zur
Überwachung der Arbeitsweise der Armatur verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH233092A CH686146A5 (de) | 1992-07-22 | 1992-07-22 | Beruhrungslos betotigbare Hygieneeinrichtung. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4324512A1 true DE4324512A1 (de) | 1994-01-27 |
Family
ID=4231297
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934324512 Withdrawn DE4324512A1 (de) | 1992-07-22 | 1993-07-21 | Berührungslos betätigbare Sanitäreinrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH686146A5 (de) |
| DE (1) | DE4324512A1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH686146A5 (de) | 1996-01-15 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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