DE4324109A1 - Gewindeprüfvorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gewindeprüfvorrichtung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Prüfung von
Innengewinden nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 13.
Gewindeprüfvorrichtungen der hier in Rede stehenden Art werden
insbesondere im Bereich der industriellen Massenfertigung zur
Ermittlung und Aussonderung von auch bei präziser Fertigung
nie vollständig zu vermeidenden Ausschußteilen verwendet. Zu
prüfende Teile in der Bedeutung der vorliegenden Erfindung
sind beispielsweise alle Arten von genormten Gewindemuttern
und Sondermuttern.
Die bekannten automatischen Gewindeprüfvorrichtungen weisen
einen sehr komplexen Aufbau auf und sind folglich sehr teuer
und störanfällig.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ge
windeprüfvorrichtung zu schaffen, die bei einfachem Aufbau
eine schnelle und zuverlässige Ermittlung und Aussonderung von
Ausschußteilen mit Gewindefehlern ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Gewindeprüfvorrichtung nach der
Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Die Vorrichtung zur Prüfung des Innengewindes eines Teils,
insbesondere einer Gewindemutter, gemäß der vorliegenden Er
findung weist zunächst eine Vorrichtung zur Zuführung der zu
prüfenden Teile in die eigentliche Prüfvorrichtung selbst auf.
In der Prüfposition wird das zu prüfende Teil in einer Auf
nahme im wesentlichen während des gesamten Prüfvorgangs
fixiert.
Weiter weist die Vorrichtung gemäß der Erfindung ein Prüfwerk
zeug zur Prüfung des Gewindes sowie eine Auswurfvorrichtung
zum Abtransport der geprüften Teile unter gleichzeitiger Aus
sortierung der als fehlerhaft erkannten Teile auf. Mit anderen
Worten, die Auswurfvorrichtung trennt die Gutteile vom Aus
schuß, beispielsweise dadurch, daß die Gutteile und die Aus
schußteile in verschiedene nachgeschaltete Sammelbehälter ab
gegeben werden.
Zur eigentlichen Prüfung der Innengewindeteile weist die Prüf
vorrichtung eine antreibbare Schraubvorrichtung auf, mittels
der das Prüfwerkzeug bzw. die Gewindeprüflehre in Form eines
Prüfdorns mit einem dem zu prüfenden Innengewinde im wesent
lichen komplementären Außengewinde in das zu prüfende Teil
einschraubbar ist.
Eine erste Meßvorrichtung ermittelt die Einschraubtiefe des
Prüfdorns in das Teil. Dabei kann in prinzipiell beliebiger
Weise die Einschraubtiefe kontinuierlich, beispielsweise durch
entsprechende für sich bekannte elektronische oder optische
Sensoren ermittelt werden. Vorzugsweise jedoch wird aus Grün
den einer einfachen und damit störungsunanfälligen und zuver
lässigen Ermittlung gemäß der Erfindung die für ein Gutteil
vorgegebene Einschraubtiefe als diskreter Wert erfaßt. Mit
anderen Worten, es wird zunächst lediglich überprüft, ob die
vorgegebene Einschraubtiefe, die primär von der Geometrie,
genauer der Innengewindelänge des zu prüfenden Teils abhängt,
während des Prüfvorgangs erreicht wird.
In einer Auswerte- und und Steuereinheit zur Steuerung der
Auswurfvorrichtung, d. h. Auswurf als Gutteil in einen Sammel
behälter oder als Ausschußteil in einen Abfallbehälter, wird
ermittelt, ob die vorgegebene Einschraubtiefe innerhalb einer
ebenfalls vorgegebenen Prüfzeit erreicht wird. Dabei hängt die
Prüfzeit zum einen wiederum von der Geometrie des zu prüfenden
Teils und zum anderen von der Einschraubgeschwindigkeit des
Prüfdorns und damit von der Drehzahl der Schraubvorrichtung
ab. Dies bedeutet mit anderen Worten, daß ein Teil ausschließ
lich dann als Gutteil klassifiziert wird, wenn die vorgegebene
Einschraubtiefe innerhalb eines vorgegebenen Prüfzeitinter
valls erreicht wird.
Nach Ablauf der Prüfzeit wird die Drehrichtung der Schraubvor
richtung umgekehrt und der Prüfdorn herausgeschraubt; wurde
von der Meßvorrichtung kein Erreichen der Einschraubtiefe si
gnalisiert, wird das Teil als Ausschuß klassifiziert und aus
gesondert.
Die Schraubvorrichtung zum Einschrauben des Prüfdorns kann in
prinzipiell beliebiger Weise ein modifizierter antreibbarer
Schrauber sein. Vorzugsweise wird jedoch ein fluidisch, insbe
sondere pneumatisch, oder elektrisch antreibbarer Schrauber
verwendet. Der Schrauber ist zur Ermöglichung der Vorschub
bewegung beim Einschrauben vorzugsweise an einer Linearführung
eines Gestells beweglich geführt. Der Antrieb dieser Linear
führung kann dabei in grundsätzlich beliebiger Weise elektro
motorisch oder fluidmotorisch erfolgen.
Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Er
findung ist der Prüfdorn im Schrauber zumindest axial federnd
gelagert. Dies verhindert zum einen ein zu hartes Ansetzen des
Prüfdorns am zu prüfenden Gewinde und damit insbesondere eine
Zerstörung des Prüfdorns und zum anderen wird erst durch diese
axialelastische Lagerung, die das Einschrauben "von Hand"
nachbildet, eine zuverlässige Findung des ersten Gewindegangs
ermöglicht.
Um eine Zerstörung des Prüfdorns beim Eindrehen in ein zu en
ges oder schadhaft verengtes Gewinde zu verhindern, ist gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen,
daß der Schrauber eine nach Überschreiten eines vorbestimmten
Grenzdrehmomentes auslösende Rutschkupplung aufweist. Dieses
Grenzdrehmoment kann dabei beispielsweise direkt durch ent
sprechende Sensoren ermittelt oder aber insbesondere bei einem
elektrischen Schrauber aus dem Anstieg der Leistungsaufnahme
bestimmt werden.
Die Auswurfvorrichtung für die Gut- und Ausschußteile aus der
Aufnahme nach Abschluß des Prüfvorgangs besteht gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung aus einem fluidisch, insbe
sondere pneumatisch, oder elektrisch antreibbaren linearen
Drei-Stufen-Schieber. Die beiden axialen Endpositionen ent
sprechen dabei der Gut- bzw. Ausschußstellung, während die de
finierte Mittelstellung der Prüfposition der Teile entspricht.
Vorzugsweise ist der Drei-Stufen-Schieber durch zwei unabhän
gig druckfluidbeaufschlagbare Pneumatikzylinder betätigbar,
die einander gegenüberliegend an beiden Seiten des Schiebers
im wesentlichen fluchtend angeordnet sind. Dabei wird die
Prüfstellung des Schiebers und damit des zu prüfenden Teils
dann erreicht, wenn der erste Zylinder ausgefahren und der
zweite Zylinder eingefahren ist. Eine erste axiale Endstellung
des Schiebers, beispielsweise die Gut-Position wird erreicht,
wenn beide Zylinder ausgefahren sind; in der Ausschußstellung
sind folglich dann beide Zylinder eingefahren.
Die Meßvorrichtung zur Ermittlung der Einschraubtiefe kann
prinzipiell beliebige berührungslose oder abtastende Sensoren,
beispielsweise induktive Sensoren, aufweisen. Vorzugsweise je
doch besteht die erste Meßvorrichtung im wesentlichen aus ei
ner Lichtschranke, die an einem gabelförmigen Träger angeord
net ist, der den Prüfdorn und/oder den Schrauber quer zur
Schraubachse übergreift. Mit anderen Worten, der Prüfdorn be
ziehungsweise der Schrauber sind in der Gabelöffnung im we
sentlichen orthogonal zur Gabelebene ausgerichtet und ver
schiebbar angeordnet.
Die Lichtschranke wird bei diesem Ausführungsbeispiel bei Er
reichen einer bestimmten Einschraubtiefe des Prüfdorns durch
einen entsprechenden Ansatz oder eine entsprechende Ausnehmung
des Prüfdorns oder des Schraubers ausgelöst. Mit anderen Wor
ten, die Lichtschranke ist entweder ständig geschlossen und
wird erst bei Erreichen der Einschraubtiefe durch beispiels
weise einen Vorsprung des Prüfdorns oder des Schrauberkopfes
unterbrochen oder aber die Lichtschranke ist ständig bei
spielsweise durch den Prüfdorn unterbrochen und wird bei Er
reichen der Einschraubtiefe durch eine entsprechende linear
lichtdurchlässige Ausnehmung im Prüfdorn geschlossen.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
eine zweite Meßvorrichtung zur Detektion des Betriebszustands,
insbesondere einer Beschädigung, des Prüfdorns vortgesehen.
Diese zweite Meßvorrichtung weist im wesentlichen den gleichen
Aufbau wie die erste Meßvorrichtung auf und besteht aus einer
Lichtschranke, die ebenfalls an einem gabelförmigem Träger an
geordnet ist. Der gabelförmige Träger umgreift den Prüfdorn
quer zur Schraubachse insbesondere im Bereich seines Gewinde
abschnitts, da dieser Abschnitt besonders gefährdet gegen Aus-
oder Abbrechen ist.
Die Lichtachsen der ersten Meßvorrichtung und der zweiten Meß
vorrichtung sind vorzugsweise zueinander axial und/oder wink
lig versetzt, insbesondere senkrecht zueinander verlaufend an
geordnet.
Um insbesondere eine Verschmutzung der Lichtschranke und damit
einen Funktionsausfall der zweiten Meßvorrichtung frühzeitig
zu erkennen, ist der Träger der zweiten Meßvorrichtung vor
zugsweise zum Selbsttest aus einer ersten Stellung, in der der
Prüfdorn überwacht wird, reversibel, insbesondere getaktet, in
eine zweite Stellung verschiebbar ist, in der die Licht
schranke unabhängig vom Betriebszustand und der Stellung des
Prüfdorns auslöst. Eine Verschmutzung der Lichtschranke wird
dabei zuverlässig erkannt. Die Taktung erfolgt vorzugsweise
synchron zum Prüftakt für die Gewindeteile.
Die Zuführung der zu prüfenden Teile beispielsweise aus einem
Vorratsbehälter erfolgt in an sich bekannter Weise über min
destens einem Vibrationsförderer, der gleichzeitig die Prüf
linge der Prüfvorrichtung zuführt und über entsprechende Vor
richtungen und Führungen die richtige Orientierung der zu
prüfende Teile sicherstellt.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind zwei Vibrati
onsförderer vorgesehen, nämlich ein Vibrations-Linear-För
derer zur unmittelbaren Zuführung der zu prüfenden Teile zur
Aufnahme und einVibrations-Wendel-Förderer, der die zu prü
fenden Teile aus einem Vorratsbehälter oder Vorratsmagazin
entnimmt, ausrichtet und an den Linear-Förderer weitergibt.
Das Verfahren zur Prüfung des Innengewindes eines Teils, ins
besondere einer Gewindemutter, gemäß der vorliegenden Erfin
dung weist folgende Verfahrensschritte auf:
- - Zuführen des zu prüfenden Teils in eine Aufnahme, in der das im wesentlichen starr fixiert wird;
- - Einschrauben eines der Form des zu prüfenden Gewindes im wesentlichen komplementären Prüfdorns in das zu prüfende Teil;
- - Ermittlung der Einschraubtiefe des Prüfdorns während ei ner bestimmten Prüfzeit;
- - Ausschrauben des Prüfdorns nach Erreichen der Prüfzeit; und
- - Auswerfen des geprüften Teils in Abhängigkeit von der er reichten Einschraubtiefe als Gut- oder Ausschußteil.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der lediglich ein Aus
führungsbeispiel zeigenden Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigt:
Fig. 1 in seitlicher Ansicht in schematischer Darstel
lung ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfin
dung;
Fig. 2 ebenfalls in schematischer Darstellung in An
sicht von oben das Ausführungsbeispiel nach Fig.
1, jedoch ohne Schraubereinheit; und
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung einen Prüfdorn gemäß
der vorliegenden Erfindung mit erster Meßvor
richtung und Schrauberkopf.
Die in der Fig. 1 dargestellte Prüfvorrichtung weist einen ge
stellartigen Unterbau 1 auf, der auf seiner Oberseite eine
ständerartige Führungssäule 2 trägt. An dieser Führungssäule 2
ist über nicht dargestellte Linearführungen ein Pneumatik
schrauber 3 in Vertikalrichtung verschieb- bzw. verfahrbar an
geordnet. Auch diese Verfahrbewegung erfolgt pneumatisch.
An seinem unteren zum Unterbau 1 weisenden Ende weist der
Schrauber 3 einen Schrauberkopf 4 zur drehmomentübertragenden
Aufnahme eines Prüfdorns 5 auf. Der Prüfdorn 5 ist in nicht
dargestellter Weise axialelastisch mit dem Schrauberkopf 4
verbunden.
Über die Führungssäule 2 ist ein Tisch 6 fest, jedoch in sei
ner Vertikalposition einstellbar mit dem Unterbau 1 verbunden.
Der Tisch 6 weist eine Aufnahme 7 zur sicheren Fixierung eines
nicht dargestellten zu prüfenden Teils während der Gewinde
prüfung auf.
Im Tisch 6 ist, wie in der Darstellung nach Fig. 1 lediglich
schematisch angedeutet, eine Auswurfvorrichtung in Form eines
linearen Drei-Stufenschiebers 8 angeordnet. Diese Auswurfvor
richtung 8 weist zwei ebenfalls lediglich schematisch darge
stellt Pneumatikzylinder 9 und 10 auf, die zum einen die dar
gestellte Prüfposition des Schiebers und zum anderen zwei am
Tisch jeweils im wesentlichen axial außen angeordnete Endpo
sitionen des Schiebers ermöglichen. Die axial linke Position
entspricht dabei der Gut-Position, während die axial rechte
Stellung die Ausschußposition markiert. In diesen Stellungen
werden die jeweiligen Gut- bzw. Ausschußteile in nicht darge
stellte Auffangbehälter ausgeworfen.
Der Transport der zu prüfenden Teile erfolgt durch einer Vi
brations-Linear-Förderer, der in der Darstellung der Fig. 1
senkrecht zur Zeichenebene hinter dem Tisch 6 verläuft.
In der Fig. 2 ist die Prüfvorrichtung nach Fig. 1, jedoch ohne
Schrauber in Ansicht von oben gezeigt. Der Linear-Vibrations-
Förderer 11 transportiert die lediglich schematisch angedeute
ten zu prüfenden Teile kontinuierlich zur Aufnahme 7 des Ti
sches 6, in der die Prüflinge fixiert werden.
Oberhalb des Tisches 6 ist eine erste Meßvorrichtung 12, be
stehend aus einem gabelförmigem Träger 13 und einer lediglich
schematisch angedeuteten Lichtschranke 14, angeordnet. Diese
wird von dem in der Fig. 2 nicht dargestellten Prüfdorn 5, der
senkrecht zur Zeichenebene verläuft, durchgriffen. Wie insbe
sondere der Darstellung nach Fig. 3 zu entnehmen ist, ist da
bei der Träger 13 bzw. die Lichtschranke 14 so angeordnet, daß
bei Beginn und während des Prüfvorganges der Lichtstrahl der
Schranke 14 nicht unterbrochen und die Schranke somit ge
schlossen ist. Erst wenn nach Erreichen der jeweiligen defi
nierten Einschraubtiefe T die unter Kante des Schrauberkopfes
4 in den Lichtstrahl der Schranke 14 gelangt, wird diese un
terbrochen und das Signal "Gewinde gut" gegeben, wird die Ein
schraubtiefe während der vorgegebenen Prüfzeit nicht erreicht,
erfolgt keine Unterbrechung der Lichtschranke (Ausschuß). Zur
Einstellung und Justierung auf unterschiedliche zu prüfende
Teile ist der Träger 13 der Lichtschranke 14 in der Höhe ein
stellbar (Pfeil E).
Wie der Darstellung nach Fig. 2 weiter zu entnehmen ist, weist
die Prüfvorrichtung eine zweite Meßvorrichtung 15 mit einem
gabelförmigem Träger 16 und einer zweiten Lichtschranke 17
auf. Die zweite Meßvorrichtung ist axial oberhalb, bezogen auf
die Zeichenebene, und um 90° gegenüber der ersten Meßvorrich
tung 12 versetzt angeordnet. Dabei ist die Lichtschranke 17
mittig auf den Prüfdorn 5 ausgerichtet, so daß die Licht
schranke 17 im Normalzustand durch den Prüfdorn 5 unterbrochen
ist. Erst wenn beispielsweise der Prüfdorn 5 abgebrochen ist,
erfolgt ein Schließen der Lichtschranke 17 und damit eine De
tektion des Fehlers.
Die zweite Meßvorrichtung 15 ist auf einer Linearführung 18
über einen weiteren Pneumatikzylinder 19 verschieblich ange
ordnet. Um eine möglich Verschmutzung der Lichtschranke 17 und
damit eine Störung der Detektion eines Prüfdornschadens zu er
kennen wird der Träger 16 auf der Linearführung aus seiner Ar
beitsposition vom Prüfdorn 5 weg bei jedem Prüftakt verfahren
und so ein beabsichtigtes "Fehlersignal" ausgelöst. Wenn die
ses nicht gemeldet wird liegt eine Funktionsstörung der Licht
schranke vor.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Prüfung des Innengewindes eines Teils,
insbesondere einer Gewindemutter, mit einer Vorrichtung
zur Zuführung des zu prüfenden Teils zu einer Aufnahme,
in der das Teil während des Prüfvorgangs fixiert wird,
einem Prüfwerkzeug zur Prüfung des Gewindes und einer
Auswurfvorrichtung zum Abtransport der geprüften Teile
unter gleichzeitiger Aussortierung der als fehlerhaft
erkannten Teile,
gekennzeichnet durch
eine antreibbare Schraubvorrichtung, mittels der das
Prüfwerkzeug in Form eines Prüfdorns mit einem dem zu
prüfenden Innengewinde im wesentlichen komplementären
Außengewinde in das zu prüfende Teil einschraubbar ist,
eine erste Meßvorrichtung zur Ermittlung der Einschraub
tiefe des Prüfdorns in das Teil und eine Auswerte- und
Steuereinheit zur Steuerung der Auswurfvorrichtung in
Abhängigkeit der durch die erste Meßvorrichtung während
einer definierten Prüfzeit ermittelten Einschraubtiefe.
2. Gewindeprüfvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubvorrichtung ein fluidisch, insbesondere
pneumatisch, oder elektrisch antreibbarer Schrauber ist.
3. Gewindeprüfvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Prüfdorn im Schrauber zumindest axial federnd
gelagert ist.
4. Gewindeprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schrauber eine nach Überschreiten eines
vorbestimmten Grenzdrehmomentes auslösende Rutschkupplung
aufweist.
5. Gewindeprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswurfvorrichtung aus einem fluidisch,
insbesondere pneumatisch, oder elektrisch antreibbaren
linearen Drei-Stufen-Schieber besteht, dessen beide
axiale Endpositionen der Gut- bzw. Ausschußstellung
entsprechen, während die definierte Mittelstellung der
Prüfposition des Teils entspricht.
6. Gewindeprüfvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drei-Stufen-Schieber durch zwei unabhängig
druckfluidbeaufschlagbare Pneumatikzylinder betätigbar
ist, die einander gegenüberliegend an beiden Seiten des
Schiebers im wesentlichen fluchtend angeordnet sind.
7. Gewindeprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Meßvorrichtung im wesentlichen aus einer
Lichtschranke besteht, die an einem gabelförmigen Träger
angeordnet ist, der den Prüfdorn und/oder den Schrauber
quer zur Schraubachse übergreift, wobei die Lichtschranke
bei Erreichen einer bestimmten Einschraubtiefe des
Prüfdorns durch einen entsprechenden Ansatz oder eine
entsprechende Ausnehmung des Prüfdorns oder des
Schraubers ausgelöst wird.
8. Gewindeprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch
eine zweite Meßvorrichtung zur Detektion des
Betriebszustands, insbesondere einer Beschädigung, des
Prüfdorns.
9. Gewindeprüfvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Meßvorrichtung im wesentlichen aus einer
Lichtschranke besteht, die an einem gabelförmigem Träger
angeordnet ist, der den Prüfdorn insbesondere im Bereich
seines Gewindeabschnitts quer zur Schraubachse über
greift, wobei die Lichtachsen der ersten Meßvorrichtung
und der zweiten Meßvorrichtung zueinander axial und/oder
winklig versetzt, insbesondere senkrecht zueinander
verlaufen.
10. Gewindeprüfvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger der zweiten Meßvorrichtung zum Selbsttest
aus einer ersten Stellung, in der der Prüfdorn überwacht
wird, reversibel, insbesondere getaktet, in eine zweite
Stellung verschiebbar ist, in der die Lichtschranke
unabhängig vom Betriebszustand und der Stellung des
Prüfdorns aus löst.
11. Gewindeprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung zur Zuführung der zu prüfenden Teile
aus mindestens einem Vibrationsförderer besteht.
12. Gewindeprüfvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vibrationsförderer zur unmittelbaren Zuführung
der zu prüfenden Teile zur Aufnahme ein Vibrations-
Linear-Förderer ist, der über einen Vibrations-Wendel-
Förderer Teile aus einem Vorratsbehälter oder
Vorratsmagazin erhält.
13. Verfahren zur Prüfung des Innengewindes eines Teils, ins
besondere einer Gewindemutter,
gekennzeichnet durch
folgende Verfahrensschritte:
- - Zuführen des Teils in eine Aufnahme, in der das zu prüfende Teil im wesentlichen starr fixiert wird;
- - Einschrauben eines der Form des zu prüfenden Gewindes im wesentlichen komplementären Prüfdorns in das zu prüfende Teil;
- - Ermittlung der Einschraubtiefe des Prüfdorns während einer bestimmten Prüfzeit;
- - Ausschrauben des Prüfdorns nach Erreichen der Prüfzeit; und
- - Auswerfen des geprüften Teils in Abhängigkeit von der erreichten Einschraubtiefe als Gut- oder Ausschußteil.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4324109A DE4324109B4 (de) | 1993-07-19 | 1993-07-19 | Gewindeprüfvorrichtung |
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Publications (2)
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| DE4324109A1 true DE4324109A1 (de) | 1995-01-26 |
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| DE4324109A Expired - Fee Related DE4324109B4 (de) | 1993-07-19 | 1993-07-19 | Gewindeprüfvorrichtung |
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