DE4323014A1 - Aktive Empfangsantenne mit aktivem und passivem Signalweg - Google Patents
Aktive Empfangsantenne mit aktivem und passivem SignalwegInfo
- Publication number
- DE4323014A1 DE4323014A1 DE19934323014 DE4323014A DE4323014A1 DE 4323014 A1 DE4323014 A1 DE 4323014A1 DE 19934323014 DE19934323014 DE 19934323014 DE 4323014 A DE4323014 A DE 4323014A DE 4323014 A1 DE4323014 A1 DE 4323014A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- active
- receiving antenna
- electronic
- antenna
- active receiving
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims abstract 2
- 230000009466 transformation Effects 0.000 claims description 10
- 230000003321 amplification Effects 0.000 claims description 5
- 238000003199 nucleic acid amplification method Methods 0.000 claims description 5
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 2
- 238000013016 damping Methods 0.000 claims description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 abstract 2
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 8
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 3
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 3
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 3
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 3
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 230000008859 change Effects 0.000 description 2
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 2
- 230000000670 limiting effect Effects 0.000 description 2
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 2
- 230000004044 response Effects 0.000 description 2
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000005684 electric field Effects 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 230000005669 field effect Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 238000000691 measurement method Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000005457 optimization Methods 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 238000007650 screen-printing Methods 0.000 description 1
- 230000019491 signal transduction Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K17/00—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
- H03K17/51—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used
- H03K17/74—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used by the use, as active elements, of diodes
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
- H01Q23/00—Antennas with active circuits or circuit elements integrated within them or attached to them
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03G—CONTROL OF AMPLIFICATION
- H03G3/00—Gain control in amplifiers or frequency changers
- H03G3/20—Automatic control
- H03G3/30—Automatic control in amplifiers having semiconductor devices
- H03G3/3005—Automatic control in amplifiers having semiconductor devices in amplifiers suitable for low-frequencies, e.g. audio amplifiers
- H03G3/3026—Automatic control in amplifiers having semiconductor devices in amplifiers suitable for low-frequencies, e.g. audio amplifiers the gain being discontinuously variable, e.g. controlled by switching
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Input Circuits Of Receivers And Coupling Of Receivers And Audio Equipment (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine aktive Empfangsantenne nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige aktive Empfangsantenne kann z. B. vorteilhaft eingesetzt werden zum Emp
fang von terrestrisch abgestrahlten Rundfunksignalen im VHF- und UHF-Frequenzbereich
in Fahrzeugen oder auf Schiffen.
Bei derartigen Empfangsantennen kann es durch die hohen elektrischen Feldstärken in
Sendernähe, z. B. auch durch bordeigene Sender, durch Intermodulations- und Begren
zungseffekte im elektronischen Verstärker der aktiven Empfangsantenne zu starken
Empfangsstörungen kommen, da dieser im Hinblick auf hohe Empfindlichkeit und im Hin
blick auf die breitbandige Einhaltung der elektrischen Eigenschaften dimensioniert ist. Die
dabei angewandte Technik ist in der Regell sehr aufwendig, wobei der Aufwand mit wach
sender Intermodulationsfestigkeitsanforderung stark zunimmt. Bei aktiven Empfangsanten
nen, die zur Feststellung der Signalpegel eine Gleichrichterschaltung mit Regelschaltung
verwenden, können jedoch kostengünstigere Verstärker eingesetzt werden, da sie in der
Lage sind, bei Überschreiten eines vorgegebenen Empfangspegels die innere Verstärkung
der aktiven Empfangsantenne abzusenken, um auf diese Weise Empfangsstörungen durch
Intermodulations- und Begrenzungseffekte zu vermeiden.
Derartige aktive Empfangsantennen sind bekannt aus der deutschen Patentschrift DE 28 08 745 C2.
Die dort beschriebene aktive Empfangsantenne reduziert das Auftreten von Kreuz
modulation bei Annäherung eines Kraftfahrzeugs an Sendestationen mit hoher Sendeleistung
dadurch, daß die Ausgangsspannung der Verstärkerschaltung an den Eingang einer Gleich
richterschaltung gelegt ist, deren gleichgerichtete Ausgangsspannung über eine oberhalb ei
nes bestimmten Pegels stromleitende Z-Diode einem die Verstärkung der Verstärkerschal
tung beeinflussenden Organ, z. B. einem Dual-Gate-MOSFET, zugeführt ist. Dadurch soll
erreicht werden, daß bei kleineren Störsignalen der Empfang unbeeinflußt bleibt.
Eine derartige Schaltung nach Fig. 1 der genannten Patenterteilungsschrift weist jedoch den
Nachteil auf, daß auch bei Absenkung der inneren Verstärkung das Empfangssignal über die
nichtlineare Übertragungsstrecke des Verstärkers der aktiven Empfangsantenne, im Beispiel
der Fig. 2 des Dual-Gate-MOSFETs geleitet wird. Dadurch werden die Empfangsstörungen
lediglich zu etwas höheren Empfangsspannungen hin verschoben, aber nicht grundsätzlich
vermieden. Zudem treten die Empfangsstörungen bei noch höheren HF-Pegeln dann umso
stärker in Erscheinung, weil der Begrenzungseinsatz im Verstärker schlagartig erfolgt.
Bei Abstimmung der Empfangsanlage auf ein schwaches Empfangssignal wird bei Gegen
wart starker Hochfrequenzpegel unerwünschter Sender, deren Signale ebenfalls am Anten
nenausgang auftreten, die Verstärkung und damit die Rauschempfindlichkeit zur Vermei
dung von Signalverzerrungen stark abgesenkt. Zwangsweise wird das unerwünschte Signal
durch die Verstärkungsabsenkung ebenfalls stark unterdrückt.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb bei einer aktiven Empfangsantenne nach dem Ober
begriff des Anspruchs 1 in Empfangsgebieten mit nicht zu großen Empfangspegeln best
mögliches Signal-/Rauschverhältnis zu erhalten und in Empfangsgebieten, in denen sehr
große HF-Pegel auftreten, mit möglichst geringen technischen Mitteln kostengünstig den
Empfang von schwachen Pegeln möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen aktiven Empfangsantenne durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß beim Empfang
nicht zu großer HF-Signale der Signal-/Störabstand durch den elektronischen Verstärker
deutlich gegenüber einer passiven Empfangsantenne verbessert ist, wobei die Optimierung
der Rauschempfindlichkeit des elektronischen Verstärkers für den Kleinsignalbereich erfol
gen kann und nicht unter dem die Empfindlichkeit beeinträchtigenden Gesichtspunkt der
Großsignalfestigkeit dimensioniert werden muß. Die im Verstärker eingebrachte Gegen
kopplung kann also hinreichend klein gestaltet werden, so daß durch sie kein Verlust an
Rauschempfindlichkeit erfolgt. Bei Auftreten sehr großer HF-Empfangssignalpegel, welche
im elektronischen Verstärker Intermodulationsstörungen hervorrufen würden, wird der
elektronische Verstärker erfindungsgemäß über elektronischen Schalter abgetrennt.
Bei Gegenwart sehr großer HF-Signalpegel gelangen die HF-Signale erfindungsgemäß über
ein passives Netzwerk zum Empfänger, wodurch Begrenzungs- und Intermodulations
störungen durch den elektronischen Verstärker vermieden werden. Die dadurch bedingte
Reduktion der inneren Verstärkung kann relativ klein gehalten werden und liegt vorteilhaft
bei ca. 10 bis 15 dB. Die Geringfügigkeit der Absenkung der Ausgangspegel der aktiven
Empfangsantenne bei abgeschaltetem elektronischem Verstärker hat zum Ziel, das Emp
fangsverhalten der Empfangsantenne möglichst wenig zu vermindern und dies insbesondere
im Hinblick auf schwache zu empfangende Signale.
Heutzutage eingesetzte Rundfunkempfänger für Kraftfahrzeuge sind z. B. nach wie vor für
den Empfang mit passiven Stabantennen ausgelegt. Insbesondere ist die Regelcharakteristik,
mittels der Empfangsstörungen durch große HF-Pegel am Empfängereingang abgeregelt
werden, auf gutes Empfangsverhalten mit Stabantennen optimiert. Es ist deshalb von weite
rem Vorteil, daß durch die geringe Reduktion der inneren Verstärkung der aktiven Emp
fangsantenne nur wenig in diese optimierte Regelcharakteristik des Empfängers eingegriffen
wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß bei großen HF-Pegeln die Empfangseigen
schaften des Gesamtsystems, bestehend aus aktiver Empfangsantenne und Empfänger,
denen mit einer passiven Empfangsantenne, z. B. einer Stabantenne, mindestens ent
sprechen.
Der Erläuterung der Erfindung dient die nachfolgende Beschreibung mehrerer
Ausführungsformen der Erfindung an Hand der Fig. 1 bis 3:
Es zeigen:
Fig. 1: Erfindungsgemäße aktive Empfangsantenne mit elektronischem Verstärker, wobei
der aktive Signalweg durch elektronische Schalter bei Überschreiten eines vorgegebenen
HF-Pegels aufgetrennt wird und das Empfangssignal dann über ein passives Netzwerk zum
Empfänger gelangt;
Fig. 2: Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen aktiven Empfangsantenne;
Fig. 3: Erfindungsgemäße aktive Empfangsantenne nach Fig. 1, jedoch mit
Transformationsnetzwerken vor und hinter dem elektronischen Verstärker.
Das Blockschaltdiagramm der Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße aktive Empfangsantenne 1
mit einem Antennenelement 8. Dieses Antennenelement 8 kann z. B. eine Antennenstruktur
sein, deren Antennenleiter in die Scheibe eines Kraftfahrzeugs eingelegt oder durch Sieb
druck auf die Scheibe aufgebracht wird. Die Antennenstruktur wird dabei für den Betriebs
frequenzbereich mittels statistischer Meßmethoden so festgelegt, daß sich eine optimale Er
regung in diesem Bereich einstellt. Als Antennenelement kann aber auch die mit gleichen
Meßmethoden optimierte Heizstruktur in der Heck- oder Frontscheibe eines Kraftfahrzeugs
dienen. Solche Antennenelemente sind unter fahrzeugspezifischen Gesichtspunkten im Ver
gleich zu Stabantennen besonders günstig, da sie vor Vandalismus geschützt sind und kei
nerlei störende Fahrtwindgeräusche verursachen. Des weiteren beeinträchtigen solche na
hezu unsichtbaren Antennenelemente die äußere Erscheinungsform eines Kraftfahrzeugs
nicht. Es zeigt sich, daß solche Antennenstrukturen in den Kraftfahrzeugscheiben bezüglich
der Erregung nahezu gleich der Erregung von konventionellen, passiven Stabantennen sind.
Um in Schwachsignalgebieten bessere oder zumindest gleichwertige Empfangseigenschaften
mit aktiven Scheibenantennen gegenüber herkömmlichen Stabantennen zu erreichen, muß
ein elektronischer Verstärker 2 eingesetzt werden. In diesem Betriebszustand ist es erfor
derlich, daß die im aktiven Antennenteil 7 enthaltenen elektronischen Schalter 15 geschlos
sen sind und somit hochfrequenzmäßig niederohmig den Ausgang 4 des passiven
Antennenelements 12 mit dem Eingang 9 des elektronischen Verstärkers 2 bzw. den Aus
gang 10 des elektronischen Verstärkers mit dem Eingang 5 der weiterführenden Antennen
schaltung 13 verbinden. Dieser Betriebszustand wird im folgenden als aktiver Signalweg be
zeichnet.
Dabei wird die an den Antennenklemmen 19, 11 zu messende Antennenimpedanz mittels
eines verlustarmen Transformationsnetzwerkes 14 in die optimale Quellimpedanz des nach
folgenden elektronischen Verstärkers zur Erzielung des optimalen Signal-Rauschverhältnis
ses transformiert. Somit wird in Empfangsgebieten mit nicht allzu großen HF-Pegeln über
diesen aktiven Signalweg eine deutlich hörbare Empfindlichkeitssteigerung erreicht.
Eine hinsichtlich der Empfindlichkeit optimierte aktive Empfangsantenne weist in Gebieten
mit großen HF-Pegeln, z. B. in Sendernähe, Einschränkungen bezüglich Intermodulations-
und Kreuzmodulationsfestigkeit auf. Erfahrungsgemäß reduzieren Maßnahmen zur Li
nearitätssteigerung im elektronischen Verstärker die Empfindlichkeit.
Zur Vermeidung solcher Empfangsstörungen wird daher bei erfindungsgemäßen aktiven
Empfangsantennen vorteilhaft am Ausgang 4 des passiven Antennenteils 12 der HF-Pegel
hochfrequenzmäßig hochohmig abgegriffen und einer Gleichrichterschaltung mit Regelver
stärker 3 zugeführt (siehe dazu Fig. 2). Bei Überschreiten eines HF-Pegels, der einem
Vergleichssignal im Regelverstärker entspricht, werden die im aktiven Antennenteil 7
enthaltenen elektronischen Schalter 15 derart angesteuert, daß sie dann eine für die
Hochfrequenz hochohmige Impedanz aufweisen. Dadurch wird der aktive Signalweg über
den elektronischen Verstärker 2 eingangs- oder/und ausgangsseitig unterbrochen und der
elektronische Verstärker kann demzufolge keine Empfangsstörungen mehr hervorrufen.
Das Empfangssignal wird dann über ein passives Netzwerk 6, das den passiven Signalweg
bildet, dem Empfänger zugeführt. Das passive Netzwerk 6 überbrückt dabei mindestens den
aktiven Antennenteil 7. Dieses Netzwerk ist derart ausgelegt, daß es eine Signalbedämpfung
zwischen 5 und 15 dB, vorzugsweise um ca. 10 dB, in Bezug auf das Ausgangssignal mit
aktivem Signalweg bewirkt. Die Signalbedämpfung sollte nicht zu groß gewählt werden, da
in Großsignalgebieten bei zu großer Signalbedämpfung sehr stark in das Regelverhalten des
nachfolgenden Empfängers eingegriffen würde. Des weiteren hätte ein zu große Signalbe
dämpfung zur Folge, daß in Großsignalgebieten der Empfang schwacher Sender unnötig
stark beeinträchtigt würde bzw. unmöglich würde.
Eine besonders vorteilhafte und mit äußerst geringem Aufwand durchführbare Ausgestal
tung des passiven Netzwerks 6 erfolgt durch die Verwendung eines Serienkondensators. Die
so durch Fehlanpassung bewirkte Signaldämpfung im passiven Signalweg wirkt ausgangs
seitig impedanzverändernd im Vergleich zum Betrieb im aktiven Signalweg. Diese Ände
rung der Ausgangsimpedanz der aktiven Empfangsantenne kann gegebenenfalls durch einen
Bedämpfungswiderstand reduziert werden.
Bei einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung der aktiven Empfangsantenne kann dieses An
passungsproblem durch die weiterführende Antennenschaltung 13 vorteilhaft gelöst werden.
Enthält die weiterführende Antennenschaltung 13 einen weiteren elektronischen Verstärker,
der z. B. in Kollektorschaltung betrieben wird, dann bekommt der Empfänger unabhängig
vom gewählten Signalweg immer dieselbe Impedanz angeboten. Die Dimensionierung die
ser Verstärkerschaltung wird im Hinblick auf gute Linearitätseigenschaften optimiert. Die
Empfindlichkeit der aktiven Empfangsantenne wird bei Benutzung des aktiven Signalwegs
durch diese weiterführende, aktiv ausgeführte Antennenschaltung 13 nicht wesentlich beein
flußt, da der Rauschbeitrag der weiterführenden Antennenschaltung 13 reduziert um die
Leistungsverstärkung des elektronischen Verstärkers 2 in die Gesamtrauschzahl eingeht.
Enthält der elektronische Verstärker 2 keinen reellen Lastwiderstand, z. B. zur Erzielung ei
nes guten VSWR-Verhältnisses am Ausgang der aktiven Empfangsantenne, so kann die
weiterführende Antennenschaltung 13 in Form eines passiven Transformationsnetzwerks
diese Anpassungsaufgabe für den aktiven Signalweg übernehmen.
Der elektronische Verstärker 2 wird vorzugsweise mittels Bipolartransistoren oder
Feldeffekttransistoren realisiert. Je nachdem, welche Transistorgrundschaltung zur Erzie
lung der erforderlichen Leistungsverstärkung eingesetzt wird, kann im Interesse eines redu
zierten Bauteileaufwands ein elektronischer Schalter nach Fig. 1 im aktiven Antennenteil 7
entfallen.
Wird beispielsweise erfindungsgemäß eine Emitter- oder Basisschaltung im elektronischen
Verstärker 2 verwendet, wobei das HF-Signal ausgangsseitig an der hochohmigen
Kollektorelektrode abgegriffen wird, so wird vorteilhaft der aktive Signalweg nur durch
einen am Eingang des elektronischen Verstärkers 2 befindlichen elektronischen Schalter 15
aufgetrennt. Über den passiven Signalweg gelangen dann in diesem Fall die großen HF-
Pegel an das Ausgangstor des elektronischen Verstärkers 2, bewirken jedoch nur geringe
Verzerrungsströme an dem hochfrequenzmäßig hochohmigen Ausgangstor des
elektronischen Verstärkers 2.
Verwendet man hingegen erfindungsgemäß eine Kollektorschaltung (Impedanzwandler), so
kann in diesem Betriebsfall bei großen HF-Signalen der aktive Signalweg durch einen am
Ausgang des elektronischen Verstärkers 2 vorhandenen elektronischen Schalter 15
aufgetrennt werden. Die dadurch bewirkte hochfrequenzmäßige hochohmige Gegenkopplung
des elektronischen Verstärkers 2 hat zur Folge, daß dessen Linearitätseigenschaften
gesteigert werden, so daß er auch bei großen HF-Signalpegeln keinen nennenswerten
Verzerrungsbeitrag liefert, obwohl er eingangsseitig angesteuert wird.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen aktiven Empfangsantenne.
Der elektronische Verstärker 2 ist hierbei durch einen Impedanzwandler realisiert. Um In
termodulationsverzerrungen des Impedanzwandlers vollständig auszuschließen, ist dem Im
pedanzwandler eingangs- und ausgangsseitig ein elektronischer Schalter 15 in Form einer
Diode angeschaltet. Beim Empfang nicht allzu großer HF-Signale sind die Dioden leitend,
so daß die empfangenen Signale über den Impedanzwandler leistungsverstärkt zum Ausgang
gelangen. Beim Empfang sehr großer HF-Signale werden die Dioden stromlos geschaltet,
so daß der aktive Signalweg aufgetrennt wird und das Empfangssignal über den passiven
Signalweg zum Ausgang der aktiven Antenne geführt ist.
Im Zusammenhang mit der Verwendung eines Impedanzwandlers als elektronischem Ver
stärker 2 wird besonders deutlich, daß Instabilitätsprobleme in der aktiven Empfangsantenne
vorteilhaft dadurch vermieden werden, daß das passive Netzwerk Punkte verbindet, die na
hezu gleiche Wechselspannung führen.
Erfindungswesentlich ist die Verwendung eines elektronischen Schalters 15 z. B. in Form
einer Diode. Mechanische Schalter, z. B. in Form eines Relais, würden nämlich durch ab
ruptes An- und Abschalten zu einer deutlich hörbaren Empfangsstörung führen. Mittels
elektronischer Schalter kann dieser Schaltvorgang jedoch kontinuierlich erfolgen, so daß
Knackstörungen vermieden werden. Vorzugsweise werden PIN-Dioden eingesetzt, da sie
ein besonders günstiges Sperr-Durchlaßverhalten aufweisen.
Reicht die Sperrdämpfung einer einzelnen PIN-Diode nicht aus, so kann durch Hinzufügen
einer weiteren PIN-Diode, z. B. in Form eines T-Halbglieds geschaltet, die Sperrdämpfung
weiter verbessert werden, allerdings ist der damit verbundene Ansteuerungsaufwand für
mehrere PIN-Dioden größer.
In Fig. 3 ist dem elektronischen Verstärker 2 ein verlustarmes Transformationsnetzwerk 17
nachgeschaltet. Ein solches verlustarmes Transformationsnetzwerk kann z. B. bei Verwen
dung einer Kollektorschaltung im elektronischen Verstärker 2 ein Transformator zur Si
gnalanhebung sein. Bei Verwendung einer Emitter- oder Basisschaltung kann das dem
elektronischen Verstärker nachgeschaltete Transformationsnetzwerk 17 die
Ausgangsanpassung im aktiven Signalweg bewirken.
Manchmal kann es zweckmäßig sein, das passive Transformationsnetzwerk zur Erzielung
günstiger Rauscheigenschaften in zwei Teilnetzwerke 16 und 18 (Fig. 3) aufzuteilen, damit
mit passivem Signalweg die Ausgangsimpedanz der aktiven Empfangsantenne und der Fre
quenzgang der Signalbedämpfung bei fehlender weiterführender Antennenschaltung 13 gün
stigere Werte annimmt.
Bei der Dimensionierung der Gleichrichterschaltung mit Regelverstärker 3 ist darauf zu
achten, daß durch sie das Verzerrverhalten der aktiven Empfangsantenne nicht beeinflußt
wird. In Fig. 2 ist beispielhaft eine Gleichrichterschaltung mit Regelverstärker gezeigt. Ein
voreingestellter Gleichspannunswert am Regelverstärker gibt die Ansprechschwelle für den
HF-Pegel vor, bei dessen Überschreitung die Umschaltung vom aktiven auf den passiven
Signalweg erfolgt.
Der Regelverstärker arbeitet dabei nahezu als Zweipunktregler, so daß der Übergang vom
aktiven zum passiven Signalweg zwar zur Vermeidung der Knackstörungen kontinuierlich
erfolgt, jedoch durch die Stromänderung durch die PIN-Dioden bedingte Intermodu
lationsverzerrungen klein gehalten werden.
Die Ankopplung der Gleichrichterschaltung mit Regelverstärker kann dabei wahlweise am
Ausgang der aktiven Empfangsantenne, vorzugsweise am Eingang 5 der weiterführenden
Antennenschaltung 13 oder am Ausgang 4 des passiven Antennenteils 12 erfolgen. In der
Regel ist jedoch der Anschluß an den Ausgang 4 des passiven Antennenteils 12 vorzuzie
hen, da dann die Schwankung des HF-Pegels durch Umschaltung zwischen aktivem und
passivem Signalweg keinen großen Einfluß auf die Gleichrichterschaltung mit Regel
verstärker hat.
Claims (14)
1. Aktive Empfangsantenne (1), die zur Feststellung der Signalpegel eine Gleichrichter
schaltung mit Regelverstärker (3) enthält und bei Überschreiten eines vorgegebenen Emp
fangspegels die innere Verstärkung der aktiven Empfangsantenne absenkt,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein aktiver Antennenteil (7) vorhanden ist, der einen elektronischen Verstärker (2) enthält,
welcher an seinem Eingang oder an seinem Ausgang oder an seinem Eingang und Ausgang
einen bzw. mehrere elektronische Schalter(15) aufweist, eine weiterführende Antennen
schaltung (13) vorhanden ist, die dem aktiven Antennenteil (7) nachgeschaltet ist, ein passi
ver Antennenteil (12) vorhanden ist, der dem aktiven Antennenteil (7) vorgeschaltet ist, ein
passives, signalbedämpfendes Netzwerk (6) vorhanden ist, das mindestens den aktiven An
tennenteil (7) überbrückt, und die Absenkung der inneren Verstärkung der aktiven
Empfangsantenne dadurch erfolgt, daß der Signalweg über den elektronischen Verstärker
(2) an seinem Eingang, oder an seinem Ausgang oder an seinem Eingang und Ausgang
durch die elektronischen Schalter (15) aufgetrennt sind.
2. Aktive Empfangsantenne nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der oder die elektronischen Schalter (15) durch PIN-Dioden realisiert sind.
3. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannungsverstärkung des elektronischen Verstärkers (2) nicht mehr als 6 dB beträgt.
4. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der elektronische Verstärker (2) durch einen elektronischen Impedanzwandler gebildet ist.
5. Aktive Empfangsantenne nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der elektronische Impedanzwandler durch eine Emitter- oder Source-Folgerschaltung gebil
det ist.
6. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
im aktiven Antennenteil (7) vor bzw. nach dem elektronischen Verstärker (2) verlustarme
Transformationsnetzwerke vorhanden sind.
7. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die weiterführende Antennenschaltung (13) weitere elektronische Verstärker enthält.
8. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die weiterführende Antennenschaltung (13) ein Impedanztransformationsnetzwerk enthält.
9. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
das passive Netzwerk (6) eine Signalbedämpfung um nicht mehr als 10 dB bewirkt.
10. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Signalbedämpfung im passiven Netzwerk (6) durch einen Serienkondensator bewirkt
wird.
11. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
der passive Antennenteil (12) nur durch das Empfangsantennenelement (8) gebildet ist.
12. Aktive Empfangsantenne nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
der passive Antennenteil (12) zusätzlich ein verlustarmes Impedanztransformationsnetzwerk
enthält.
13. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleichrichterschaltung mit Regelverstärker (3) an den Ausgang (4) des passiven Anten
nenteils (12) oder an den Eingang (5) der weiterführenden Antennenschaltung (13) schwach
angekoppelt ist.
14. Aktive Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleichrichterschaltung mit Regelverstärker (3) einen Komparator enthält, der bei Über
schreiten der gleichgerichteten HF-Spannung über einen vorgegebenen Sollwert ein Aus
gangssignal erzeugt, das bei den als elektronische Schalter wirkenden Dioden eine hoch
ohmige Serienimpedanz erzeugt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934323014 DE4323014A1 (de) | 1993-07-09 | 1993-07-09 | Aktive Empfangsantenne mit aktivem und passivem Signalweg |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934323014 DE4323014A1 (de) | 1993-07-09 | 1993-07-09 | Aktive Empfangsantenne mit aktivem und passivem Signalweg |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4323014A1 true DE4323014A1 (de) | 1995-01-12 |
Family
ID=6492422
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934323014 Ceased DE4323014A1 (de) | 1993-07-09 | 1993-07-09 | Aktive Empfangsantenne mit aktivem und passivem Signalweg |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4323014A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2176428C2 (ru) * | 1999-04-16 | 2001-11-27 | Общество с ограниченной ответственностью инженерно-коммерческая фирма "ТРИОЛ" | Активная приемная антенна |
| DE10248698A1 (de) * | 2002-10-18 | 2004-04-29 | Hirschmann Electronics Gmbh & Co. Kg | Vorrichtung zur Anpassung eines Pegels zwischen einem Eingang und einem Ausgang |
| US6888508B2 (en) | 2002-10-01 | 2005-05-03 | Fuba Automotive Gmbh & Co. Kg | Active broad-band reception antenna with reception level regulation |
| DE102004026195A1 (de) * | 2004-05-28 | 2005-12-22 | Wilhelm Sihn Jr. Gmbh & Co. Kg | Vorrichtung und Verfahren zur Verstärkung eines Antennensignals |
| AT519684A1 (de) * | 2017-03-09 | 2018-09-15 | Seibersdorf Labor Gmbh | Antennenverstärkeranordnung |
-
1993
- 1993-07-09 DE DE19934323014 patent/DE4323014A1/de not_active Ceased
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2176428C2 (ru) * | 1999-04-16 | 2001-11-27 | Общество с ограниченной ответственностью инженерно-коммерческая фирма "ТРИОЛ" | Активная приемная антенна |
| US6888508B2 (en) | 2002-10-01 | 2005-05-03 | Fuba Automotive Gmbh & Co. Kg | Active broad-band reception antenna with reception level regulation |
| EP1406349A3 (de) * | 2002-10-01 | 2006-03-29 | FUBA Automotive GmbH & Co. KG | Aktive Breitband-Empfangsantenne mit Empfangspegel-Regelung |
| CN100440619C (zh) * | 2002-10-01 | 2008-12-03 | 福霸自动化两合公司 | 带有接收电平调节的有源宽带接收天线 |
| DE10248698A1 (de) * | 2002-10-18 | 2004-04-29 | Hirschmann Electronics Gmbh & Co. Kg | Vorrichtung zur Anpassung eines Pegels zwischen einem Eingang und einem Ausgang |
| DE102004026195A1 (de) * | 2004-05-28 | 2005-12-22 | Wilhelm Sihn Jr. Gmbh & Co. Kg | Vorrichtung und Verfahren zur Verstärkung eines Antennensignals |
| AT519684A1 (de) * | 2017-03-09 | 2018-09-15 | Seibersdorf Labor Gmbh | Antennenverstärkeranordnung |
| AT519684B1 (de) * | 2017-03-09 | 2020-01-15 | Seibersdorf Labor Gmbh | Antennenverstärkeranordnung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19610760A1 (de) | Sende-Empfangs-Umschalter mit Halbleitern | |
| EP0578324B1 (de) | Funkgerät mit einer Antennenumschaltvorrichtung | |
| DE10245813A1 (de) | Aktive Breitbandempfangsantenne mit Empfangspegelregelung | |
| DE102013207898A1 (de) | Kompensation einer Signal-Dämpfung bei der Übertragung von Sendesignalen eines Mobilfunkgeräts | |
| DE10114769A1 (de) | Aktive Breitbandempfangsantenne | |
| DE3447282C2 (de) | ||
| DE69317325T2 (de) | Schaltbare Hochleistungsinduktivität und Antennenanpassgerät mit einer solchen Induktivität | |
| DE4323014A1 (de) | Aktive Empfangsantenne mit aktivem und passivem Signalweg | |
| DE2166898A1 (de) | Unipol-empfangsantenne mit verstaerker fuer zwei frequenzbereiche | |
| DE10214724A1 (de) | Frequenzwandelschaltung | |
| DE60004518T2 (de) | Mos-verstärker mit variabler verstärkung | |
| EP0042853B1 (de) | Abstimmbare empfängereingangsschaltung | |
| DE2554829C3 (de) | Aktive Empfangsantenne mit einer gegenkoppelnden Impedanz | |
| DE102004004609A1 (de) | Verstärker mit fester Eingangsimpedanz, betrieben in verschiedenen Verstärkungsmodi | |
| DE2701412C2 (de) | Empfangsanlage mit aktiver Antenne | |
| DE1591420C3 (de) | Dämpfungsregler für elektrische Schwingungen | |
| DE3209345A1 (de) | Aktive rahmenantenne mit transformatorischer ankupplung | |
| EP1859510A1 (de) | Aktives empfangsantennensystem | |
| DE2260072C3 (de) | Schaltungsanordnung zur Abschwächung des Antennensignals | |
| DE60038587T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum empfang von rf signalen in einem zweiband mobiltelefon | |
| DE3938510A1 (de) | Antennen-zusatzverstaerkerschaltung | |
| DE2558834C2 (de) | Aktive Unipol-Empfangsantenne | |
| DE4303072A1 (de) | Mehrbereichsantenne mit aktivem Übertragungsweg bei tiefen Frequenzen | |
| DE4244352C2 (de) | Schaltungsanordnung zur Gleichstromspeisung einer Antennenverstärkerschaltung | |
| DE2554828A1 (de) | Aktive autoantenne mit gegengekoppeltem verstaerker |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8131 | Rejection |