DE4320973C2 - Vorrichtung zur Beheizung von Räumen - Google Patents
Vorrichtung zur Beheizung von RäumenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beheizung von Räu
men durch Abstrahlung von Wärme, mit einer einen Heizkreislauf
bildenden, insbesondere an Decken oder Wänden angeordneten
Rohrleitung, einer Quelle zum Aufheizen eines strömungsfähigen
Heizmediums und ggf. einer Fördereinrichtung zur Zirkulation
des Heizmediums durch die Rohrleitung.
Vorrichtungen der in Rede stehenden Art zur Beheizung von Räu
men durch Abstrahlung von Wärme, insbesondere von der Decke,
sind seit Jahren aus der Praxis bekannt. Beispielhaft wird hier
auf die DE 25 19 091 C2 hingewiesen. Bei der bekannten Vorrich
tung sind innerhalb eines geschlossenen Rohrkreislaufes ein
Brenner und ein dem Brenner vor- oder nachgeschalteter Ventila
tor vorgesehen, der in Abhängigkeit von seiner Anordnung im Be
reich nach dem Brenner einen Unterdruck oder Überdruck erzeugt.
Durch Anordnung beider Aggregate in einem Rohr bzw. in einem
geschlossenen Kreis lauf wird das durch Zirkulation bereits ab
gekühlte Heizmedium zur Rezirkulation an dem Brenner vorbeige
führt. Das durch Zirkulation bereits abgekühlte Heizmedium
wärmt sich mit zunehmender Annäherung an den Brenner wieder auf
und passiert dann den Feuerungsbereich unter weiterer Aufnahme
von Wärme und unter Vermischung mit frisch erzeugtem Heizme
dium.
Bei der bekannten Vorrichtung ist wesentlich, daß das zur Wär
meabstrahlung erforderliche Heizmedium, nämlich das durch den
Brenner erzeugte Verbrennungsgas, durch den eigens dafür vorge
sehenen Brenner erzeugt wird. Zur Vermeidung jedweder Wärmever
luste ist der Brenner gemäß der DE 25 19 091 C2 direkt in die
Rohrleitung bzw. den Strömungspfad eingebaut. Nach dem bekann
ten Wärmetauscherprinzip wird die Temperaturabsenkung innerhalb
des Strömungspfades, d. h. innerhalb der Rohrleitung, durch Hin
zufügen von frischem Heizmedium, nämlich Abgas hoher Tempera
tur, ausgeglichen. Ein entsprechender Teil des durch Zirkula
tion abgekühlten Heizmediums wird zur Vermeidung von Überdruck
nach außen geleitet.
Auf der DD 2 60 565 A1 ist ein Kopplungsverfahren zur Ausnutzung
der Abwärme von Rauchgasen bekannt. Dabei wird sowohl unmittel
bar erzeugte Primärenergie als auch mittelbar aus dem Kopp
lungsverfahren gewonnene Wärmeenergie genutzt, wobei dabei die
Abwärme über einen mit Trübewasser beaufschlagten Wärmetauscher
in den Heizkreislauf eingespeist wird.
Auch die eingetragenen Unterlagen des deutschen Gebrauchsmu
sters DE 92 12 992 U1 zeigen bereits für sich eine Vorrichtung
zum Erwärmen und/oder Heizen eines Wärmeverbrauchers, wobei
hier als Wärmequelle der Verbrennungsmotor eines Kraftfahrzeu
ges dient. Sowohl die bei der Verbrennung entstehenden Abgase
als auch die Motorkühlflüssigkeit werden einzeln oder in Kombi
nation als Wärmetransportmedium eingesetzt. Die Motorkühlflüs
sigkeit ist dabei ein separates Medium mit Kühlfunktion. Das
Abgas aus dem Verbrennungsprozeß wird einem stationären oder
transportablen Pufferspeicher zugeführt, der wiederum einen
Wärmetauscher aufweist. Ein direktes Einspeisen des Abwärme
führenden Mediums bzw. Abgas es in eine Rohrleitung einer Behei
zungsvorrichtung ist hier nicht offenbart.
Gemäß voranstehend erörtertem Stand der Technik ist man bereits
seit langem bestrebt, Abwärme jedweder Art zumindest in gewis
sem Maße zu nutzen. Die Abwärmenutzung im Rahmen der bislang
bekannten Wärmerückgewinnungsanlagen unter Verwendung von Wär
metauschern ist jedoch insoweit problematisch, als der erfor
derliche Wärmetausch ganz erhebliche Energieverluste mit sich
bringt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zur Beheizung von Räumen der eingangs genannten Art derart aus
zugestalten und weiterzubilden, daß bei der Bereitstellung ei
nes strömungsfähigen Heizmediums keine oder nur ganz wenige
Schadstoffe verursacht werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Beheizung von Räumen löst
die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspru
ches 1. Danach ist die in Rede stehende Vorrichtung derart aus
gebildet, daß es sich bei dem Heizmedium um ein Abwärme führen
des Fluidum aus einem als Quelle dienenden, externen Prozeß
handelt, daß eine Verbindungsleitung zwischen der Quelle und
der Rohrleitung vorgesehen ist, über die das Abwärme führende
Heizmedium in die Rohrleitung einspeisbar ist und daß eine Aus
trittsleitung an die Rohrleitung angeschlossen ist, über die
überschüssiges Heizmedium abführbar ist.
Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, daß eine nach dem
Prinzip der Abstrahlung von Wärme arbeitende Vorrichtung zur
Beheizung von Räumen direkt mit einem Abwärme führenden Fluidum
betrieben werden kann, daß es nämlich nicht erforderlich ist,
das Heizmedium in einer eigens vorgesehenen Heizungsanlage
"herzustellen". Vielmehr läßt dich Abwärme führendes Fluidum
aus einem als Quelle dienenden, externen Prozeß verwenden, wel
ches direkt in die Rohrleitung eingespeist wird. In erfindungs
gemäßer Weise ist demnach erreicht worden, daß durch Kombina
tion eines beliebigen, Abwärme liefernden Prozesses mit der er
findungsgemäßen Vorrichtung nur einmal Schadstoffe entstehen
bzw. das die Abwärme führende Fluidum als Heizmedium zum Ein
speisen in die Rohrleitung über eine zwischen der Quelle und
der Rohrleitung vorgesehene Verbindungsleitung verwendet werden
kann, wobei eine Austrittsleitung an die Rohrleitung ange
schlossen ist, über die überschüssiges Heizmedium abführbar
ist. Das Heizmedium kann mehrfach in der Rohrleitung zirkulie
ren bzw. auch nach nur einmaliger Zirkulation und somit nach
direkter Wärmeabgabe über die Austrittsleitung entsorgt bzw.
über die Austrittsleitung einem nachgeschalteten weiteren Pro
zeß, einem Wärmetauscher oder dgl., zugeführt werden.
Erfindungsgemäß ist jedenfalls wesentlich, daß die Rohrleitung
der beanspruchten Vorrichtung über eine Verbindungsleitung di
rekt mit dem Abwärme führenden Fluidum bzw. Heizmedium be
schickt wird, daß also kein Wärmetauscher zur Trennung zweier
Kreisläufe zwischengeschaltet ist. Folglich läßt sich das Ab
wärme führende Fluidum auf direktem Wege - über eine Verbin
dungsleitung - der Rohrleitung zuführen, kann diese durchströ
men bzw. dort zirkulieren und von dort aus über eine Austritts
leitung beispielsweise dem üblichen Entsorgungspfad zugeführt
werden.
Bei dem der Rohrleitung zuzuführenden Heizmedium kann es sich
beispielsweise um eine Abwärme führende Flüssigkeit handeln.
Entsprechend könnte die Quelle für das strömungsfähige - flüs
sige - Heizmedium als Anlage für einen industriellen Prozeß
ausgeführt sein. So könnte es sich bei dem flüssigen Strömungs
medium beispielsweise um das erwärmte Abwasser aus einem bei
der Serienfertigung von Sinterteilen erforderlichen Tauchbecken
handeln. Ebenso könnte es sich bei der Quelle für strömungsfä
higes Heizmedium um eine Brauchwasseraufbereitungsanlage bzw.
um deren Rücklauf handeln, so daß das Restwärme in der Rück
laufleitung führende Wasser zum Durchströmen der Rohrleitung
genutzt werden kann, wobei die Rohrleitung gegenüber der Umge
bung bzw. Umgebungsluft einen Wärmetauscher darstellt.
Bei dem Heizmedium handelt es sich in ganz besonders vorteil
hafter Weise um ein Abwärme führendes Gas. Dieses Gas kann ein
Verbrennungsgas sein, welches direkt der Rohrleitung zugeführt
wird. Entsprechend könnte es sich bei der Quelle für das strö
mungsfähige - gasförmige - Heizmedium um einen Ofen bzw. eine
Verbrennungsanlage handeln. Dieses Heizmedium würde vor der ei
gentlichen Entsorgung in ganz besonders vorteilhafter Weise zum
direkten Wärmetausch zwischen Rohrleitung und Umgebung im Rah
men der beanspruchten Vorrichtung genutzt werden.
Um nun ungeachtet der Art des Heizmediums bzw. Fluidums eine
übermäßige Verschmutzung der Rohrleitung zu verhindern, könnte
der Rohrleitung eine Filtereinrichtung für das Fluidum vorge
schaltet sein. Im Falle eines gasförmigen Heizmediums könnten
hier ganz besonders aggressive Schadstoffe gebunden werden, so
daß eine Beschädigung der Rohrleitung zumindest weitgehend ver
mieden ist. Auf jeden Fall könnten Schwebeteilchen zurückgehal
ten werden, so daß eine Beschichtung der Rohrleitung von der
Innenseite her und somit eine Verschlechterung des Wärmedurch
gangs ausgeschlossen ist.
Nun könnte das aus einer externen Quelle direkt in die Rohrlei
tung eingeleitete Strömungsmedium Temperaturschwankungen unter
liegen bzw. aufgrund prozeßbedingter Parameter nicht immer hin
sichtlich der enthaltenden Abwärme zur Energieversorgung der
Rohrleitung ausreichen. Zur Gewährleistung einer konstanten und
reproduzierbar einstellbaren Heizleistung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist es nun von ganz besonderen Vorteil, wenn ein
zusätzlicher Brenner zum Erwärmen und/oder Bereitstellen zumin
dest eines Teils des Heizmediums vorgesehen ist. Lediglich für
den Fall, daß das Abwärme enthaltende Fluidum hinsichtlich sei
nes Energiegehalts nicht ausreicht, könnte ein eigens dafür
vorgesehener Brenner zugeschaltet werden, der das Abwärme ent
haltende Heizmedium durch Bereitstellen gewisser Mengen an Ver
brennungsgas auf die erforderliche Betriebstemperatur - direkt
durch Beimischung - erwärmt.
Der Brenner könnte außerhalb der Rohrleitung derart angeordnet
sein, daß die Flamme - unter Zuführung von Brennstoff und Sau
erstoff - in eine dem Brenner unmittelbar nachgeschaltete, in
nerhalb der Rohrleitung angeordnete Brennkammer eingespeist
wird. Die Brennkammer könnte entsprechend der Ausgestaltung der
Rohrleitung rohrförmig ausgebildet sein und einen kleineren
Durchmesser als die Rohrleitung aufweisen. Schließlich könnte
die Brennkammer eine Öffnung an der der Seite des Flammenein
tritts gegenüberliegenden Seite aufweisen, wobei diese Öffnung
wiederum eine durch das mit dem Brenner erzeugte Heizmedium um
strömbare Prellwand aufweisen könnte. Zum Zentrieren und Ab
stützen gegen die Innenwand der Rohrleitung könnte die Brenn
kammer weiterhin eine eigens dafür vorgesehene Zentriereinrich
tung aufweisen. Um schließlich den Wirkungsgrad eines innerhalb
der Brennkammer stattfindenden Wärmetauschs zu erhöhen, könnte
die Außenwandung der Brennkammer oberflächenvergrößernde Struk
turen, vorzugsweise in Form von Rippen oder Lamellen, aufwei
sen.
Hinsichtlich eines optimalen Betriebes der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Beheizung von Räumen ist es von ganz besonderem
Vorteil, wenn eine besondere Regelungseinrichtung zur optimalen
Versorgung der Rohrleitung mit Abwärme führendem Heizmedium
vorgesehen ist. Diese Regelungseinrichtung könnte eine Zeit
steuerung und - bei Vorhandensein absperrbarer Rohrleitungsab
schnitte oder Rohrleitungskreise - eine vorzugsweise tempera
turabhängige Strömungspfadsteuerung aufweisen. So könnte die
Regelungseinrichtung die Versorgung der Rohrleitung mit Abwärme
führendem Heizmedium takten bzw. Heizmedium pulsierend zufüh
ren. Entsprechend einer außerhalb der Rohrleitung innerhalb des
zu beheizenden Raumes stattfindenden Temperaturüberwachung
könnten einzelnen Rohrleitungsabschnitte bzw. Rohrleitungs
kreise geöffnet bzw. gesperrt werden, so daß insoweit mittels
Strömungspfadsteuerung eine homogene Beheizung des jeweiligen
Raumes stattfindet.
Schließlich könnten gleichzeitig mehrere Quellen wahlweise
und/oder ergänzend hinzuschaltbarer strömungsfähiger Heizmedien
vorgesehen sein. Die Regelungseinrichtung könnte dann die Ver
sorgung der Rohrleitung aus den unterschiedlichen Quellen nach
wahlweiser Vorgabe einer Präferenz oder unter dem Gesichtspunkt
einer vorgebbaren regelungstechnischen Optimierung vornehmen.
Erst nach Ausschöpfung sämtlicher Quellen bzw. sämtlicher zur
Verfügung stehender, Abwärme führender Heizmedien würde dann
der zusätzliche Brenner zur weiteren Temperaturerhöhung hin
zugeschaltet werden. Mit anderen Worten würde die Regelungsein
richtung den zusätzlichen Brenner erst dann aktivieren, wenn
das Abwärme führende Heizmedium bzw. die Abwärme führenden
Heizmedien eine vorgebbare Temperatur unterschreiten.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der
vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise aus zugestalten
und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentan
spruch 1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nach
folgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläu
terung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung an
hand der Zeichnung werden auch im allgemeinen bevorzugte Ausge
staltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der
Zeichnung zeigt die
einzige Figur in schematischer Darstellung, blockschaltbild
mäßig, ein Ausführungsbeispiel einer erfindungs
gemäßen Vorrichtung zum Beheizen von Räumen, wo
bei hier lediglich eine Quelle für Abwärme füh
rendes Heizmedium sowie ein ergänzender Brenner
vorgesehen sind.
Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung, block
schaltbildmäßig, eine Vorrichtung zur Beheizung von Räumen 1
durch Abstrahlung von Wärme, mit einer einen Heizkreislauf 2
bildenden, insbesondere an Decken oder Wänden angeordneten
Rohrleitung 3, einer Quelle 4 zum Aufheizen eines strömungsfä
higen Heizmediums und einer Fördereinrichtung 5 zur Zirkulation
des Heizmediums durch die Rohrleitung 3. Die Fördereinrichtung
5 ist als Gebläse ausgeführt.
In erfindungsgemäßer Weise handelt es sich bei dem Heizmedium
um ein Abwärme führendes Fluidum aus einem als Quelle 4 dienen
den externen Prozeß, wobei das Heizmedium über eine sich zwi
schen der Quelle 4 und der Rohrleitung 3 erstreckende Verbin
dungsleitung direkt in die Rohrleitung 3 einspeisbar ist. Ge
nauer gesagt handelt es sich hier bei dem Heizmedium um ein Ab
wärme führendes Gas bzw. Verbrennungsgas. Entsprechend ist die
Quelle 4 für das als Heizmedium dienende Gas als Verbrennungs
anlage 6 ausgeführt, die wiederum zu einer Industrieanlage ge
hört. Des weiteren ist eine Austrittsleitung an die Rohrleitung
3 angeschlossen, über die überschüssiges Heizmedium abführbar
ist.
An dieser Stelle sei nochmals ganz besonders hervorgehoben, daß
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Abwärme führendes Strö
mungsmedium bzw. Fluidum als Heizmedium genutzt wird, wobei die
einerseits in einem Abwärme verursachenden Prozeß und anderer
seits bei der originären Erzeugung von Heizwärme gleich zweimal
entstehenden Schadstoffe ganz erheblich verringert sind, da
diese nämlich nur noch im Rahmen des beispielsweise industriel
len Prozesses auftreten und die dabei entstehende Abwärme opti
mal genutzt wird.
Die einzige Figur läßt des weiteren erkennen, daß der Rohrlei
tung 3 eine Filtereinrichtung 7 nachgeschaltet ist. Diese dient
zum Abfangen grober Verunreinigungen, beispielsweise in dem Ab
wärme führenden Gas mitgerissener Schwebeteilchen.
Die einzige Figur zeigt weiter, daß zum Erwärmen und/oder Be
reitstellen zumindest eines Teils des Heizmediums ein zusätzli
cher Brenner 8 vorgesehen ist. Dieser Brenner 8 ist außerhalb
der Rohrleitung 3 angeordnet und speist seine Flamme in eine
dem Brenner 8 unmittelbar nachgeschaltete, innerhalb der Rohr
leitung 3 angeordnete Brennkammer, die in der hier gewählten
Darstellung jedoch nicht gezeigt ist. Hinsichtlich besonders
vorteilhafter Ausgestaltungen des Brenners bzw. der dem Brenner
nachgeschalteten Brennkammer wird auf den allgemeinen Teil der
Beschreibung verwiesen, zumal diese Ausgestaltungen der einzi
gen Figur nicht entnehmbar sind.
Schließlich ist eine Regelungseinrichtung 9 zur optimalen Ver
sorgung der Rohrleitung 3 mit Heizmedium vorgesehen. Diese Re
gelungseinrichtung 9 weist wiederum eine Zeitsteuerung und bei
Vorkehrung absperrbarer Rohrleitungsabschnitte oder Rohrlei
tungskreise eine beispielsweise temperaturabhängige Strömungs
pfadsteuerung auf. Sofern mehrere Quellen 4 wahlweise und/oder
ergänzend hinzuschaltbarer strömungsfähiger Heizmedien vorgese
hen sind, könnte die Regelungseinrichtung 9 die Versorgung der
Rohrleitung 3 aus den unterschiedlichen Quellen 4 nach wahlwei
ser Vorgabe einer Präferenz oder unter dem Gesichtspunkt einer
vorgebbaren regelungstechnischen Optimierung jedweder Art vor
nehmen. Eine entsprechende Prozeßsteuerung mittels eines elek
tronischen Prozessors könnte erfolgen.
Wesentlich ist jedenfalls, daß die Regelungseinrichtung 9 den
zusätzlichen Brenner 8 stets dann aktiviert, wenn das Abwärme
führende Heizmedium aus der Quelle 4 eine vorgegebene Tempera
tur unterschreitet, so daß dessen Heizleistung bzw. dessen Fä
higkeit zur Wärmeabgabe nicht mehr ausreicht.
Claims (18)
1. Vorrichtung zur Beheizung von Räumen (1) durch Abstrahlung
von Wärme, mit einer einen Heizkreislauf (2) bildenden, insbe
sondere an Decken oder Wänden angeordneten Rohrleitung (3), ei
ner Quelle (4) zum Aufheizen eines strömungsfähigen Heizmediums
und ggf. einer Fördereinrichtung (5) zur Zirkulation des Heiz
mediums durch die Rohrleitung (3),
dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei
dem Heizmedium um ein Abwärme führendes Fluidum aus einem als
Quelle (4) dienenden, externen Prozeß handelt, daß eine Verbin
dungsleitung zwischen der Quelle (4) und der Rohrleitung (3)
vorgesehen ist, über die das Abwärme führende Heizmedium in die
Rohrleitung (3) einspeisbar ist und daß eine Austrittsleitung
an die Rohrleitung (3) angeschlossen ist, über die überschüs
siges Heizmedium abführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei dem Heizmedium um eine Abwärme führende Flüssigkeit
handelt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei der Quelle (4) um eine Anlage für einen industriel
len Prozeß handelt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei der Quelle (4) um eine Brauchwasseraufbereitungsan
lage oder um deren Rücklauf handelt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei dem Heizmedium um ein Abwärme führende s Gas han
delt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei dem Heizmedium um ein Verbrennungsgas handelt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich
net, daß es sich bei der Quelle (4) um einen Ofen oder eine
Verbrennungsanlage (6) handelt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rohrleitung (3) eine Filtereinrichtung
(7) für das Fluidum vorgeschaltet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein zusätzlicher Brenner (8) zum Erwärmen und/
oder Bereitstellen zumindest eines Teils des Heizmediums vorge
sehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Brenner (8) außerhalb der Rohrleitung (3) angeordnet ist
und die Flamme in eine dem Brenner (8) unmittelbar nachgeschal
tete, innerhalb der Rohrleitung (3) angeordnete Brennkammer
einspeist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Brennkammer rohrförmig ausgebildet ist und einen kleineren
Durchmesser als die Rohrleitung (3) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Brennkammer eine Öffnung an der der Seite des
Flammeneintritts gegenüberliegenden Seite aufweist und daß die
Öffnung eine umströmbare Prallwand aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Brennkammer eine zum Zentrieren und Ab
stützen gegen die Innenwand der Rohrleitung (3) dienende
Zentriereinrichtung aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Außenwandung der Brennkammer oberflä
chenvergrößernde Strukturen in Form von Rippen oder Lamellen
aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Regelungseinrichtung (9) zur Versorgung
der Rohrleitung (3) mit Heizmedium vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelungseinrichtung (9) eine Zeitsteuerung und - bei Vor
handensein absperrbarer Rohrleitungsabschnitte oder Rohrlei
tungskreise - eine temperaturabhängige Strömungspfadsteuerung
aufweist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeich
net, daß mehrere Quellen (4) wahlweise und/oder ergänzend hin
zuschaltbar sind und daß die Regelungseinrichtung (9) die Ver
sorgung der Rohrleitung (3) aus den unterschiedlichen Quellen
(4) nach wahlweiser Vorgabe einer Präferenz oder unter dem Ge
sichtspunkt einer vorgebbaren, regelungstechnischen Optimierung
vornimmt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Regelungseinrichtung (9) den zusätzli
chen Brenner (8) dann aktiviert, wenn das Abwärme führende
Heizmedium eine vorgebbare Temperatur unterschreitet.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ETAPART GMBH, 72108 ROTTENBURG, DE |
|
| 8381 | Inventor (new situation) |
Free format text: LEHR, SIEGFRIED, 67069 LUDWIGSHAFEN, DE REICHENBACH, ALBERT, 58640 ISERLOHN, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |