DE432030C - Maschine zum Guillochieren hohler oder gewoelbter Flaechen aller Art - Google Patents
Maschine zum Guillochieren hohler oder gewoelbter Flaechen aller ArtInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B3/00—Artist's machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two- dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B2700/00—Machines, apparatus, tools or accessories for artistic work
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Description
- lWaschine zum Guillochieren hohler oder gewölbter Flächen aller Art. Die Erfindung betrifft eine Maschine, durch flie ein selbsttätiges Guillochiereii aller hohlen oder gewölbten, auch kugelförmigen Flächen von Gegenständen jeder Art aus Metall, Elfenbein, Kunsthorn, L'elluloid ti. dgl. in den verschiedensten Verzierungen ermöglicht wird.
- Beim nach bekanntem Verfahren ausgeführten Guillochieren eines beispielsweise vasenähnlichen Körpers mit abwechselnd hohler und gewölbter Oberfläche, deren Mantellinie Kurven mit mehreren Wendepunkten besitzeli, geht lediglich die Schaltung des Schneidstahls längs des Werkstückes selbsttätig vor sich. Die Einstellung des Stahles senkrecht zur Arbeitsfläche und damit senkrecht zur Mantellinie, also zu einer Kurve mit mehreren Wendepunkten, geschieht bisher nur von der Hand eines aufmerksam beobachtenden, zuverlässigen Facharbeiters dadurch, daß derselbe den Support fortlaufend in die richtige Stellung einschwenkt. Beim Guillochieren von Körpern einfachster Form mit geraden oder schwach hohlen oder schwach gewölbten :Mantellinien ohne Wendepunkte ist nach dem bekannten Verfahren zwar auch eine selbsttätige Schwenkung des Supports, aber nur in sehr kleinen Grenzen und in fortlaufend gleichem Sinn in technisch unvollkommener Weise mittels Schnurzeugs möglich.
- Durch die neue Guillochiermaschine wird nun erreicht, daß der Schneidstahl Oberflächen jeder Art, auch kugelige und wellige, in der für beste Guillochiertechnik erforderlichen Weise selbsttätig mit jeder gewünschten Verzierung versieht, ein Fortschritt, der es ermöglicht, das Verfahren gleichzeitig an mehreren Arbeitsstücken durch eine angelernte Arbeitskraft durchführen zu lassen, wodurch die Menge der Erzeugung vergrößert und die Herstellung verbilligt wird.
- Die Zeichnung stellt in einem Ausführungsbeispiel schematisch dar, wie die einzelnen Bewegungen selbsttätig hervorgerufen werden können. In Abb. i wird ein Teil der Anordnung im Aufriß, in Abb.2 die ganze Anordnung zwecks guter Übersicht in einem Grundriß sehr ausgebreitet und in Abb. 3 ein der Grundrißanordnung entsprechender Seitenriß im Mittelschnitt gezeigt.
- Der (-las Werkstück i bearbeitende Guillochierstahl 2 führt eine aus drei Komponenten zusammengesetzte Bewegung aus. Um Flächen aller Art bearbeiten zu können, muß der Stahl 2 am Werkstück i entlang und quer zu demselben bewegt, außerdem stets senkrecht zur Arbeitsfläche eingestellt werden, cl. h. er muß eine in weiten Grenzen mögliche Längs-, Ouer- und Drehschaltung erfahren. Dem Sinn der neuen Erfindung gemäß gehen diese drei Schaltungen selbsttätig vor sich. Der Stahlhalter 3 ist auf dem Längsschlitten 4 querverschiebbar angeordnet. Diese -Möglich-]zeit der Querverschiebung dient dazu, den Stahl i stets mittels der zwischen dem Stahlhalter 3 und dem Bügel 5 eingespannten Blattfeder 6 gegen das Werkstück i zu führen. Der Antrieb der Schaltungen erfolgt von der Guillochierspindel7 aus durch die Wechselräder 8, 8, 8 auf die in den unter der Tischplatte 9 befestigten Böcken io und i i gelagerte Welle 12, von dieser mittels des Kegelräderpaares 13 auf die über der Tischplatte 9 befindliche Nutenscheibe 14 und mittels eines weiteren Kegelräderpaares 15 auf die unter der Tischplatte 9 in den Böcken 16 und 17 gelagerte Nutenwelle 1B. Die Böcke 16 und 17 sind auf der Unterseite des auf der Platte i9 zwischen den Führungsschienen 2o laufenden Querschlittens 21 angeschraubt (Abb. 3). Da sie die Bewegungen des Querschlittens 21 mitmachen, sind sowohl in der Tischplatte 9 wie auch in der auf der Tischplatte 9 liegenden Platte 19 längliche Durchlässe 22, 22 vorgesehen. Die Drehbewegung der Nutenwelle 18 wird nun einesteils durch das Kegelräderpaar 23 auf die Nutenscheibe 24 und andernteils durch das Kegelräderpaar 25 auf die senkrecht auf dem Tisch stehende Schnecke 26 übertragen. Das mit der Schnecke 26 käminende Schneckenrad 27 sitzt auf der in den Böckchen 28, 28 am Supportunterteil 29 gelagerten Welle 30, von der durch die Stirnräder 31, 31 die Übertragung der Drehbewegung auf die den Längsschlitten 4. mittels Mutter 32 schaltende Schraubenspindel 33 erfolgt. Die Querschaltung des Querschlittens 2i und damit auch der Nutenscheibe 24 und des ganzen Supports wird dadurch hervorgerufen, daß der auf der Tischplatte 9 einesteils schwenkbar gelagerte, andernteils mit dem Zapfen 34 in der Nut der Nutenscheibe 14. laufende einarmige Hebel 35 den Querschlitten 2i an dem in das Hebellangloch 36 hineinragenden, in den Querschlitten 2,1 eingeschraubten Bolzen 37 entsprechend der in der Nutenscheibe 14 befindlichen Nut verstellt. Das auf der Nutenwelle 18 sitzende, in dem an der Tischplatte 9 festgeschraubten Lagerbock 38 gelagerte Kegelrad des Kegelräderpaares 15 macht die Querbewegungen der in den Böcken 16 und i7 gelagerten Nutenwelle 18 nicht mit, sondern überträgt nur mittels Feder und Nut die Drehbewegung der Welle 12 auf die Nutenwelle 18.
- Die Einstellung des Stahles 2 senkrecht zur Arbeitsfläche geschieht durch Drehung des ganzen Supports, dessen Unterteil 29 auf der um den Halslagerkörper 39 des Lagerbocks 17 schwenkbar angeordneten Drehplatte 4.o befestigt ist. Mittels des einesteils auf der. Drehplatte 4.o festgeschraubten, andernteils mit dein Zapfen 4.1 in der Nut der Nutenscheibe 24. laufenden gekröpften Armes 422 wird der Support entsprechend der in der Nutenscheibe 24 befindlichen Nut geschwenkt.
- Eine andere Anfangswinkellage des Schneidstahles als die zur Werkstückachse senkrechte l:a-iii erfor.,-le-liclie#ifalls u. a. (l4(11ircli erreicht werden, daß der gekröpfte Arm 42 verstell- oder versetzbar. auf der Drehplatte 40 angebracht ist. Schwenkungen des Supports bis zu den größten erforderlichen Winkelgr5ßen ki3iiiie-i beispielsweise dadurch hervorgerufen werden, daß statt des Armes .4.2 ein zweiarmiger, auf dem Querschlitten 21 drehbar gelagerter Hebel angeordnet wird, der einesteils mit Zapfen in die Nut der Nutenscheibe 24 greift, andernteils mit Zahnsegment versehen ist, das mit einem um den Halslagerkörper 39 drehbaren, fest mit der Drehplatte 40 verbundenen Triebling kämmt. Auch ist eine Durchbildung möglich, bei welcher die Tätigkeit der Nutenscheiben 14. und 24 jederzeit von Nutenwalzen oder Daumenscheiben übernommen werden kann, ferner der Hebel 35 und der Arm .42 unter der Tischplatte 9 angeordnet sind.
- Beim Guillochieren von Körpern einfacherer Form, z. B. von walzen- oder kegelförmigen Werkstücken, kann die Dreh- oder Querschaltung oder beide durch Abnahme der Nutenscheiben 14 oder 24 o. dgl. außer Betrieb gesetzt «-erden. Die Drehplatte 40 ist dann unbeweglich auf dem Querschlitten 21 und der Querschlitten 21 auf der Platte 19 festzustellen.
- Um die Maschine für verschiedene Oberflächenformen anwenden zu können, ist ein Satz paarweise zusammengehöriger Nutenscheiben 1-. und 2:a. mit sämtlichen den zu guillochierenden Oberflächen entsprechenden Nutenformen vorhanden, von dem jeweils ein Paar aufgesetzt wird.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Maschine zum Guillochieren hohler oder gewölbter Flächen aller Art, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstahl in der für das Guillochieren erforderlichen Weise selbsttätig an der beliebig geform-,e i Oberfläche des Werkstückes entlanggeführt und stets senkrecht zu derselben eingestellt wird, indem der den Schneidstahl (2) tragende Support (3) vermittels eines mit Zapfen (41) in der 'Nut einer durch Wechselräder (8, 8, 8) und Zwischenwellen (12, 18) von der Hauptantriebswelle (7) angetriebenen Nutenscheibe oder Nutenwalze (2-1) laufenden Armes (d.2) um eine senkrechte Achse geschwenkt, vermittels eines mit Zapfen (34) in der Nut einer durch die Wechselräder (8, 8, 8) und Zwischenwelle (12) angetriebenen Nutenscheibe oder Walze (14) laufenden, an dem Tisch (9) drehbar gelagerten Hebels (35) zur Werkstückachse querverschoben und der den Schneidstahlsupport (3) trage-ide Längsschlitten (4.) durch die vermittels einer in der Supportschwingachse gelagerten und infolgedessen die Schwenkung des Supportunterteiles (29) zulassenden Schnecke (26) und Zwischengetriebe (27, 30, 31) angetriebene Förderspindel (33) längsverschoben wird, wobei der Support (3, 4., 29) und die die Schwenkungen hervorrufende Nutenscheibe (2d.) gemeinsam auf einem Querschlitten (21) gelagert und ferner der Schneidstahl (2) durch eine auf den qu;rverschiebbaren Stahlhalter (3) wirkende Blattfeder (6) gegen das Werkstück (1) gedrückt wird.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfangswinkellage des Schneidstalils (2) beliebig veränderlich gewählt werden kann, indem der den Support schwenkende Arm (d.2) verstell- oder versetzbar auf der Supportdrehplatte (4o) angebracht ist.
- 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkungen des Supports und damit des Schneidstahles (2) bis zu den größten erforderlichen Winkelgrößen selbsttätig hervorgerufen werden können, indem ein zweiarmiger, auf dem Querschlitten (21) drehbar gelagerter Hebel angeordnet ist, der einesteils mit einem Führungszapfen in die Nut der Nutenscheibe (2d.) greift, andernteils mit einem Zahnsegment versehen ist, das mit einem um den Halslagerkörper (39) der Supportschwingachse drehbaren, fest mit der den Support tragenden Drehplatte (4o) verbundenen Triebling kämmt.
Applications Claiming Priority (1)
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