DE4319750A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von Schaltausgängen sowie deren Verwendung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von Schaltausgängen sowie deren VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Funktionsüberwachung von Schaltausgängen sowie deren Verwen
dung.
Schaltausgänge dienen in der Industrie- und Anlagentechnik
häufig zur Signalisierung bzw. Steuerung sicherheitsrelevanter
Zustände. Die Schaltausgänge müssen daher im Falle von
Fehlfunktionen in geeigneter Weise ausfallsicher ausgeführt
werden, um zuverlässig eine Überschreitung eines bestimmten
Gefährdungspotentials zu vermeiden. Dies bedeutet einerseits,
daß in zuverlässiger Weise jeder Bauteiledefekt innerhalb des
Schaltausganges detektierbar sein muß, sowie zum anderen, daß im
Falle eines Ausfalles der im Schaltausgang vorgesehenen
Schalteinrichtungen dieser noch dauerhaft in den sicheren Zu
stand übergehen muß. Bei einer üblicherweise angewendeten Ru
hestromsicherheitsschaltung entspricht dies einem hochohmigen
Zustand.
Bekannte Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsüberwachung
von Schaltausgängen sehen die Verwendung von vier zwangsge
führten Sicherheitsrelais in einer Brückenschaltung innerhalb
des Schaltausganges vor. Diese Sicherheitsrelais zeichnen sich
dadurch aus, daß die Überwachung des korrekten Zustandes ihrer
Arbeitskontakte mittels der sich gleichartig verhaltenden
Kontrollkontakte erfolgen kann. Die vier Sicherheitsrelais sind
dabei so verschaltet, daß sie bezüglich ihrer externen Relais
anschlüsse in zwei Paaren in Reihe geschaltet sind und parallel
zum jeweils anderen Paar der Sicherheitsrelais liegen. Die
beiden Paare werden zur Funktionsüberwachung so aufeinanderfol
gend umgeschaltet, daß der vor Beginn des Selbsttests vorlie
gende Verbindungszustand auch während der Phase der Funktions
überwachung erhalten bleibt. Nachteilig hierbei sind jedoch die
hohen Kosten der Sicherheitsrelais, deren großer Platzbedarf
auf der Leiterplatte sowie deren vergleichsweise hohe Lei
stungsaufnahme. Darüber hinaus war es bisher nicht möglich
elektronische Halbleiterschalter als Schalteinrichtungen in
diesen Brückenschaltungen einzusetzen, da die hierbei erforder
liche Zwangsführung physikalisch nicht realisierbar ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von Schalt
ausgängen mit einer Schalteinrichtungen aufweisenden Brücken
schaltung anzugeben, die die obigen Nachteile vermeidet und es
erlaubt, elektromechanische Standardrelais sowie elektronische
Halbleiterschaltelemente in der Schaltausgangsstufe einzu
setzen. Darüber hinaus soll eine Verwendung dieses Verfahrens
bzw. dieser Vorrichtung angegeben werden.
Diese Aufgabe wird für das Verfahren durch die Merkmale des
Anspruchs 1 und für die Vorrichtung durch die Merkmale des
Anspruchs 7 gelöst. Eine Verwendung dieses Verfahrens bzw.
dieser Vorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 14.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteran
sprüche.
Das Verfahren zur Funktionsüberwachung eines eine Brücken
schaltung mit Schalteinrichtungen aufweisenden Schaltausganges
besteht demnach in folgenden Schritten:
- - Ansteuern der Schalteinrichtungen in einer vorgegebenen Schaltfolge nach Maßgabe von Steuersignalen einer Steu ereinrichtung,
- - Bestimmen der Querimpedanzen der Brückenschaltung während der Schaltfolge und
- - Detektieren eines Fehlers, falls die bestimmten Querimpe danzen der Brückenschaltung von vorgegebenen Sollimpedanzen abweichen.
Das Verfahren besteht demzufolge im wesentlichen darin, daß die
Querimpedanz einer aus den zu überwachenden Kontakten des
Schaltausganges bestehenden Brückenschaltung gemessen wird,
während die Kontakte eine bestimmte von der Steuereinrichtung
veranlaßte Schaltsequenz durchführen. Hierdurch kann eine di
rekte Überwachung der Kontakte der Schaltstufe erfolgen, was
einen Zwangsführungsmechanismus, wie er bisher notwendig war,
entbehrlich macht.
Zweckmäßigerweise wird die Schaltfolge zum Ansteuern der vier
Schalteinrichtungen von der Steuereinrichtung in der Weise
gewählt, daß der vor der Funktionsüberwachung vorliegende
Verbindungszustand des Schaltausganges während der Funktions
überwachung erhalten bleibt. Dadurch wird gewährleistet, daß
die Funktion der in der Brückenschaltung vorgesehenen vier
Schalteinrichtungen sowie deren Setz- und Rücksetzbarkeit
überprüft werden kann, ohne daß der durch die Schaltein
richtungen hergestellte augenblickliche Schaltzustand der An
schlüsse des Schaltausgangs nach außen hin beeinflußt wird.
Dazu ist erforderlich, für einen aktiven und einen inaktiven
Verbindungszustand des Schaltausganges (d. h. die Anschlüsse des
Schaltausganges sind durchgeschaltet oder offen) von der
Steuereinrichtung jeweils Steuersignale für unterschiedliche
Schaltfolgen zu generieren.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß
beim Detektieren eines Fehlers, also im Falle, daß die beim
erfindungsgemäßen Verfahren bestimmten Querimpedanzen der
Brückenschaltung von vorgegebenen Sollimpedanzen abweichen,
Steuersignale von der Steuereinrichtung generiert werden, um
die Schalteinrichtungen der Brückenschaltung jeweils abzu
schalten. Hierdurch wird erreicht, daß die Schaltstufe dauer
haft in den sicheren Betriebszustand übergeht, d. h. ausge
schaltet wird.
In einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens ist vorgesehen, daß zur Bestimmung der Querimpedanz der
Brückenschaltung dieser über eine Potentialtrennstufe ein Wech
selsignal zugeführt wird und daß an einer Impedanzmeßeinrichtung
festgestellt wird, ob ihr Ausgang offen oder kurzge
schlossen ist. Abhängig hiervon wird der Steuereinrichtung dann
ein Signal als Maß für die Querimpedanz der Brückenschaltung
zugeführt. Hierfür ist eine die Potentialtrennstufe enthaltende
Einrichtung zum Erzeugen eines an die Eingangsklemmen der
Brückenschaltung anzulegenden Testsignales sowie zum Erfassen
der Querimpedanz der Brückenschaltung vorgesehen, wobei diese
Einrichtung sowohl mit der Steuereinrichtung als auch mit den
Eingangsklemmen der Brückenschaltung verbunden ist.
Vorzugsweise ist diese Einrichtung eine induktive Übertra
gereinrichtung, beispielsweise ein Transformator, der ein
gangsseitig mit einer Oszillatoreinrichtung in Verbindung steht
und ausgangsseitig an die Eingangsklemmen der Brückenschaltung
angeschlossen ist. Die Oszillatoreinrichtung ist mit der
Steuereinrichtung verbunden.
Eine derartige Ausbildung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
hat den Vorteil, daß das Wechselsignal (z. B. in der Größen
ordnung von 20 KHz) potentialfrei über den Transformator an den
Eingangsklemmen der Brückenschaltung eingespeist wird. Je nach
Schaltzustand der Kontakte der vier Schalteinrichtungen der
Brückenschaltung ist der Transformator sekundärseitig offen
oder kurzgeschlossen. Im Falle eines Kurzschlusses trans
formiert sich dieser auf die Primärseite des Transformators und
belastet die Oszillatoreinrichtung entsprechend. Die Os
zillatoreinrichtung ist an die Steuereinrichtung über eine
Verbindungsleitung angeschlossen und so ausgebildet, daß auf
dieser Verbindungsleitung ein Signal, beispielsweise ein bi
näres Signal erzeugt wird, dessen Zustand abhängig von der
Belastung der Oszillatoreinrichtung ist und daher indirekt ein
Maß für die Querimpedanz und damit den Schaltzustand der
Schaltkontakte der Schalteinrichtungen der Brückenschaltung
darstellt. Dieses Signal wird in der Steuereinrichtung dazu
verwendet, die Schalteinrichtungen der Brückenschaltung in
geeigneter Weise anzusteuern.
Bevor die Schalteinrichtung eine Funktionsüberwachung des
Schaltausganges einleitet, wird zunächst festgestellt, ob der
Verbindungszustand des Schaltausganges offen oder geschlossen
ist. Hiervon abhängig erzeugt dann die Schalteinrichtung
Steuersignale zum Ansteuern der Steueranschlüsse der vier
Schalteinrichtungen und zwar derart, daß sich der zuvor
ermittelte Verbindungszustand des Schaltausganges während der
Funktionsüberwachung nicht ändert.
Während der Funktionsüberwachung werden dann die Schaltein
richtungen der Brückenschaltung in geeigneter Weise in einer
vorgegebenen Reihenfolge und Kombination ein- und ausgeschaltet
und dabei festgestellt, ob sich die an den Eingangsklemmen der
Brückenschaltung abgreifbaren Querimpedanzen für jeden Zustand
der Schaltfolge von vorgegebenen Sollimpedanzen unterscheiden.
Tritt irgendeine Abweichung von diesen Sollwerten auf, so
detektiert die Steuereinrichtung dies als Fehler und führt
durch Abschaltung vorzugsweise aller Schalteinrichtungen den
Schaltausgang dauerhaft in den sicheren Ausgangszustand.
Eine derartige erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt nicht nur
die vier Schalteinrichtungen der Brückenschaltung auf ihre
Funktionsfähigkeit hin zu überwachen, sondern auch die Über
wachung der zusätzlichen Schaltungskomponenten, wie beispiels
weise der Oszillatoreinrichtung und des Übertragers. Darüber
hinaus können wirksam die Eingangs- und Ausgangsanschlüsse der
Steuereinrichtung und möglicherweise vorhandene Treibereinrich
tungen für die Schalteinrichtungen, z. B. Relaistreiberstufen,
überwacht werden.
Die Potentialtrennung mittels einer Übertragereinrichtung bzw.
eines Transformators hat den Vorteil, daß jegliche Verkopplung
zwischen dem an den Anschlüssen des Schaltausgangs anliegenden
Stromkreis und dem Steuerstromkreis der den Schaltausgang
steuernden Einrichtung verhindert wird. Anstelle einer Poten
tialtrennstufe auf Basis eines Übertragers bzw. Transformators
kann beispielsweise auch eine Optokopplereinrichtung vorgesehen
werden.
Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor,
daß die Steuereinrichtung zum Ansteuern der vier Schalt
einrichtungen der Brückenschaltung redundant ausgebildet ist.
Hierfür können beispielsweise zwei identische Steuereinrich
tungen, im allgemeinen Mikroprozessorsysteme vorgesehen werden,
die parallel arbeiten und identische Hard- und Software
aufweisen. Darüber hinaus ist es möglich, daß diese beiden
Steuereinrichtungen sich gegenseitig überwachen und in vorbe
stimmten Zeitabständen Selbsttests durchführen. Ein derartiger
Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung hat den Vorteil, daß
er noch ausfallsicherer ist.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sieht vor, daß die Schalteinrichtungen der Brückenschaltung
kaskadiert ausgebildet sind. Eine derartige Kaskadierung der
Schalteinrichtung ist besonders dann vorteilhaft, wenn beson
ders hohe Sicherheitsbedingungen an den Schaltausgang gestellt
werden. Das Kaskadieren der Schalteinrichtung gestaltet den
Schaltausgang noch ausfallsicherer, da für eine Fehlfunktion
des Schaltausganges dann mindestens zwei oder je nach Kaskadie
rungsgrad mehr Schalteinrichtungen gleichzeitig ausfallen
müssen, um eine Fehlfunktion des Schaltausganges zu bewirken.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt sowohl den Einsatz von
elektromechanischen Standardrelais, also solchen Relais, die
nur einen Schaltkontakt aufweisen als auch den Einsatz von
Halbleiterschaltelementen z. B. Transistoren, Thyristoren oder
dergleichen. Damit zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrich
tung gegenüber bekannten Lösungen durch einen geringeren Platz
bedarf, eine geringere Leistungsaufnahme sowie niedrigere
Kosten aus.
Es hat sich herausgestellt, daß das erfindungsgemäße Verfahren
und die Vorrichtung allgemein in der Füllstandsmeßtechnik und
insbesondere bei der selbstüberwachenden Überfüllsicherung im
Flüssiggasbereich zum Einsatz geeignet ist, da dort besonders
hohe Sicherheitsforderungen zu erfüllen sind.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. Vorrichtung ist eine
vollständige Detektion aller möglichen Fehler einer Ausgangs
schaltstufe während deren Betriebes in jedem Schaltzustand
möglich. Darüber hinaus können alle in der Überwachungsein
richtung selbst auftretenden Fehlfunktionen sicher detektiert
werden.
Die Erfindung wird im folgenden in Zusammenhang mit 7 Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht eines Ausführungsbei
spieles einer Anordnung zur Funktionsüberwachung bei Füll
standsdetektoren,
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Fehlerüberwachung eines Schaltausganges,
Fig. 3 ein detailliertes Schaltbild eines ersten Ausführungs
beispieles der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 2 mit
elektromechanischen Relais als Schalteinrichtungen,
Fig. 4 ein detailliertes Schaltbild der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nach Fig. 2 mit MOS-Transistoren als Schaltein
richtungen sowie einer redundanten Steuereinrichtung zum An
steuern der MOS-Transistoren,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel einer kaskadierten Schaltein
richtung,
Fig. 6 eine erste von der Schalteinrichtung erzeugte Schalt
folge bei offenem Verbindungszustand des Schaltausganges mit
der sich dabei an den Eingangsklemmen der Brückenschaltung ein
stellenden Querimpedanz bzw. dem Querstrom bei korrekter Ar
beitsweise der Brückenschaltung, und
Fig. 7 eine zweite von der Schalteinrichtung erzeugte Schalt
folge bei geschlossenem Verbindungszustand des Schaltausganges
mit der sich dabei an den Eingangsklemmen der Brückenschaltung
einstellenden Querimpedanz bzw. dem Querstrom bei korrekter Ar
beitsweise der Brückenschaltung.
In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Füllstands
meßeinrichtung vorgesehen, in der das erfindungsgemäße Verfah
ren beispielsweise eingesetzt werden kann. Die Darstellung
zeigt schematisch eine Anordnung mit einem Auswertegerät X, das
über eine Zweidrahtleitung Y mit einem Sensor Z verbunden ist,
welcher einen auf ihn einwirkenden physikalischen Parameter P
auswertet. Der Sensor Z dient dabei zur Füllstandsmessung und
kann unterschiedliche Ausführung haben, beispielsweise als ka
pazitiver, konduktiver oder vibrometrischer Sensor oder in son
stiger beliebiger Weise ausgelegt sein. Der Sensor kann nicht
nur die eigentlichen Meßwerte in Form von Spannungs- oder
Stromsignalen, sondern auch Test- und Referenzwerte zur Funk
tionsüberprüfung abgeben.
In Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßes Blockschaltbild einer
Vorrichtung zur Funktionsüberwachung eines Schaltausganges, wie
er im Auswertegerät X von Fig. 1 enthalten sein kann,
dargestellt. Die Anordnung umfaßt einen Schaltausgang 1 mit
zwei Anschlüssen 2, 3, die an Ausgangsklemmen 4, 5 einer
Brückenschaltung 6 angeschlossen sind. Die Brückenschaltung 6
weist vier von einer Steuereinrichtung 7 ansteuerbare Schalt
einrichtungen A, B, C, D auf. Wie in Fig. 2 gezeigt, sind die
vier Schalteinrichtungen A, B, C, D identisch ausgestaltet. Die
Schalteinrichtungen A, B, C und D können von der Steuer
einrichtung 7 über Steuersignale auf Leitungen 20, 21, 22 und
23 in ihrem Schaltzustand gesteuert, also ein- oder ausge
schaltet werden. Die Schalteinrichtungen A und C sind wie die
Schalteinrichtungen B und D in Reihe geschaltet und liegen
jeweils parallel zu den Anschlüssen 2 und 3 des Schaltausganges
1. Der Verbindungspunkt der Schalteinrichtungen A und B ist
zugleich eine erste Ausgangsklemme 4 der Brückenschaltung 6,
während der Verbindungspunkt der Schalteinrichtungen C und D
die zweite Ausgangsklemme 5 der Brückenschaltung 6 bildet. Die
Brückenschaltung 6 besitzt darüber hinaus zwei Eingangsklemmen
10, 11, wobei die Eingangsklemme 10 mit einem Verbindungspunkt
der Schalteinrichtungen A und c und die zweite Eingangsklemme
11 der Brückenschaltung 6 mit einem Verbindungspunkt der
Schalteinrichtungen B und D in Verbindung steht.
Durch eine derartige Verschaltung der Brückenschaltung 6 ist es
möglich, die Funktion der vier Schalteinrichtungen A, B, C und
D sowie deren Setz- und Rücksetzbarkeit zu überprüfen, ohne daß
der durch die Schalteinrichtungen A, B, C und D hergestellte
augenblickliche Schaltzustand an den Anschlüssen 2, 3 des
Schaltausganges 1 nach außen hin beeinflußt wird. Wenn
beispielsweise der augenblickliche Schaltzustand der Brücken
schaltung 6 dem in Fig. 2 dargestellten entspricht, können
zunächst zum Zwecke der Funktionsüberwachung die Schaltfunk
tionen der Schalteinrichtung A und B durch entsprechende Änderung
der Steuersignale auf den Leitungen 20, 21 überprüft
werden. Anschließend werden die Schalteinrichtung A, B wieder
in den dargestellten Schaltzustand zurückgeschaltet, wonach
eine Überprüfung der Schalteinrichtungen C, D durch entspre
chende Umschaltung der diesen zugeführten Steuerbefehlen auf
den Leitungen 22, 23 stattfinden kann. Ebenso kann im umge
kehrten Schaltzustand der Brückenschaltung 6, also bei einer
permanent geforderten Verbindung der Anschlüsse 2, 3, die
Funktion der Schalteinrichtungen A, B, C und D geprüft werden.
Zu diesem Zweck werden zuerst die Schalteinrichtungen A, C
geöffnet, während die Schalteinrichtungen B, D die Verbindung
zwischen den Anschlüssen 2 und 3 aufrechterhalten. An
schließend, nachdem die Schalteinrichtungen A, C wieder ge
schlossen werden, werden die anderen beiden Schalteinrichtungen
B, D geöffnet. Auf diese Weise lassen sich auch in diesem
Schaltzustand der Anschlüsse 2, 3 alle vier Schalteinrichtungen
A, B, C, D auf ihre Funktionen überprüfen, ohne daß sich dies
auf den Schaltzustand des Schaltausgangs 1 auswirkt.
Um ein einwandfreies Funktionieren der Schalteinrichtungen A,
B, C und D detektieren zu können, weist die in Fig. 2 darge
stellte Schaltungsanordnung eine Einrichtung 8 zum Erzeugen
eines an die Eingangsklemmen 10, 11 der Brückenschaltung 6
anzulegenden Testsignales sowie zum Erfassen der Querimpedanz
der Brückenschaltung 6 an den Eingangsklemmen 10, 11 auf. Die
Einrichtung 8 ist dabei an die Steuereinrichtung 7 über eine
Verbindungsleitung 25 und an die Eingangsklemmen 10, 11 der
Brückenschaltung 6 angeschlossen.
Die Arbeitsweise der Schaltungsanordnung von Fig. 2 zur Funk
tionsüberwachung des Schaltausganges 1 weist folgende Schritte
auf:
- - Ansteuern der vier Schalteinrichtungen A, B, C, D in einer vorgegebenen Schaltfolge nach Maßgabe von Steuersignalen der Steuereinrichtung 7 auf den Leitungen 20, 21, 22 und 23,
- - Bestimmen der Querimpedanz der Brückenschaltung 6 an den Ein gangsklemmen 10, 11 während der Schaltfolge mittels der Impe danzmeßeinrichtung 8 und
- - Detektieren eines Fehlers in der Steuereinrichtung 7, falls die in der Impedanzmeßeinrichtung 8 bestimmten und von der Steuereinrichtung 7 erfaßten bzw. eingelesenen Querimpedanzen von vorgegebenen Sollimpedanzen abweichen.
Ein detektierter Fehler kann entweder von einer geeigneten Mel
devorrichtung akustisch und/oder optisch gemeldet oder aber
vorzugsweise dazu verwendet werden, über die Leitungen 20, 21,
22 und 23 die Schalteinrichtungen A, B, C und D auszuschalten
und damit die Brückenschaltung 6 in den sicheren Ausschaltzu
stand zu bringen.
In Fig. 3 ist ein detaillierteres Schaltbild eines ersten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Funktionsüberwachung eines eine Brückenschaltung 6 mit vier
Schalteinrichtungen A, B, C und D aufweisenden Schaltausganges
1 dargestellt. Als Schalteinrichtungen A, B, C und D sind in
Fig. 3 elektromechanische Standardrelais mit jeweils einem
Arbeitskontakt vorgesehen. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen die
bereits bekannten Teile. Die in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen 8
bezeichnete Einrichtung besteht in Fig. 3 aus einer induktiven
Übertragereinrichtung 13, beispielsweise einem Transformator,
die eingangsseitig mit einer Oszillatoreinrichtung 9 in
Verbindung steht und ausgangsseitig an die Eingangsklemmen 10,
11 der Brückenschaltung 6 angeschlossen ist. Darüber hinaus ist
die Oszillatoreinrichtung 9 über die Verbindungsleitung 25 an
die Steuereinrichtung 7 angeschlossen.
Die Arbeitsweise der in Fig. 3 gezeigten Schaltung ist fol
gende: Eine Unterbrechung des Stromflusses zwischen den An
schlüssen 2, 3 des Schaltausganges 1 wird als sicherer Zustand
definiert. Durch Schließen der Schalteinrichtungen A, C bzw. B,
D kann eine Verbindung zwischen den Anschlüssen 2 und 3 erzeugt
werden. Fällt eines dieser Relais aufgrund eines Defektes
beispielsweise aus, so kann mit dem in Serie dazu liegenden
Relais die Verbindung dennoch sicher unterbrochen werden. Durch
die Anordnung der beiden parallelen Schalteinrichtungen A, C
bzw. B, D ist es möglich, unabhängig vom Betriebszustand der
die Brückenschaltung 6 bildenden Ausgangsschaltstufe jedes
einzelne Relais in seinem Schaltzustand zu verändern, ohne daß
sich dies über die Anschlüsse 2, 3 nach außen hin bemerkbar
macht.
Die Überwachung der korrekten Funktion der die einzelnen
Schalteinrichtungen A, B, C, D bildenden Relais in Fig. 3 er
folgt durch Messung der an den Eingangsklemmen 10, 11 auftre
tenden Querimpedanz der Brückenschaltung 6. Zu diesem Zweck
wird in der Anordnung von Fig. 3 ein von der Oszillatoreinrich
tung 9 erzeugtes Testsignal, beispielsweise eine Wechselspan
nung in der Größenordnung von 20 KHz, primärseitig der Übertra
gereinrichtung 13 zugeführt. Sekundärseitig ist die Übertra
gereinrichtung 13 mit den Eingangsklemmen 10, 11 der
Brückenschaltung 6 in Verbindung. Daher wird das Testsignal,
hier die Wechselspannung, über die Übertragereinrichtung 13 an
den über die Eingangsklemmen 10, 11 der Brückenschaltung 6 ein
gespeist. Je nach Schaltzustand der Schalteinrichtungen A, B, C
und D ist die Übertragereinrichtung 15 sekundärseitig offen
oder kurzgeschlossen. Im Falle eines Kurzschlusses
transformiert sich dieser Kurzschluß auf die Primärseite der
Übertragereinrichtung 13 und belastet die Oszillatoreinrichtung
9 an ihrem Ausgang entsprechend. Die Oszillatoreinrichtung 13
ist dabei so ausgebildet, daß sie auf der Leitung 25 ein
Signal, vorzugsweise ein binäres Signal, erzeugt, dessen
Zustand abhängig von der Belastung der Oszillatoreinrichtung 9
ist und daher indirekt den Schaltzustand der
Schalteinrichtungen A, B, C und D repräsentiert. Dieses
vorzugsweise binäre Signal wird der Steuereinrichtung 7,
vorzugsweise einem Mikroprozessorsystem, zugeführt, das über
seine Ausgangsleitungen 20, 21, 22 und 23 dann die
Schalteinrichtungen A, B, C und D in noch im Zusammenhang mit
den Fig. 6 und 7 zu erläuternder Weise ansteuert.
In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfin
dungsgemäßen Anordnung zur Funktionsüberwachung eines eine
Brückenschaltung 6 mit vier Schalteinrichtungen A, B, C, D auf
weisenden Schaltausganges dargestellt. Im Unterschied zur Dar
stellung von Fig. 3 bestehen die vier Schalteinrichtungen A, B,
C und D jetzt aus Photo-MOS-Transistoren. Anstelle dieser
Photo-MOS-Transistoren können jedoch auch andere geeignete
Halbleiterschaltelemente mit galvanischer Trennung, wie Bipo
lartransistoren, Thyristoren oder dergleichen, eingesetzt wer
den. Die Einrichtung 8 weist darüber hinaus jetzt keine induk
tive Übertragereinrichtung, sondern eine Optokopplereinrichtung
14 auf, deren lichtemittierendes Element, z. B. eine Diode, in
Reihe mit einer Stromquelle 18 an die Eingangsklemmen 10, 11
der Brückenschaltung 6 angeschlossen ist. Sind die Eingangs
klemmen 10, 11 aufgrund einer bestimmten Stellung der Schalt
einrichtungen A, B, C, D kurzgeschlossen, so fließt der Strom
der Stromquelle 18 über das lichtemittierende Element der Opto
kopplereinrichtung 14 und steuert dadurch das darin enthaltene
Photoelement , z. B. einen Phototransistor, an. Dieses Photoele
ment überträgt seinen Schaltzustand, welcher repräsentativ für
die Querimpedanz der Brückenschaltung 6 ist, auf der Leitung 25
zur Steuereinrichtung 7.
In der Darstellung von Fig. 4 ist die Steuereinrichtung redun
dant aufgebaut, beispielsweise indem zwei parallel arbeitende
Mikroprozessoren 7A, 7B mit identischer Hard- und Software
vorgesehen sind. Durch diese Redundanz ergibt sich ein deutlich
erhöhter Sicherheitsfaktor. Dieser Sicherheitsfaktor läßt sich
darüber hinaus weiter steigern, indem sich die beiden Mikropro
zessoren 7A, 7B gegenseitig überwachen, so daß eine eventuelle
Fehlfunktion eines Mikroprozessors 7A bzw. 7B sofort durch den
anderen, noch intakten Mikroprozessor 7B bzw. 7A erfaßt werden
kann und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden
können. Die Mikroprozessoren 7A, 7B stehen hierfür über Verbin
dungsleitungen miteinander in Kontakt.
Eine weitere Erhöhung des Sicherheitsfaktors läßt sich dadurch
erreichen, daß die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung zur Feh
lerüberwachung eines Schaltausganges kaskadiert aufgebaut wird.
Ein Beispiel einer derartigen kaskadierten Vorrichtung zeigt
Fig. 5, wobei der Einfachheit halber auf eine Darstellung der
Steuereinrichtung und des Schaltausganges verzichtet wurde. Im
Gegensatz zur Vorrichtung in Fig. 2 weist die Brückenschaltung
jetzt insgesamt sechs von der Steuereinrichtung ansteuerbare
Schalteinrichtungen A, B, C, D, E und F auf, von denen die drei
Schalteinrichtungen A, C, E in Reihe geschaltet sind und zwi
schen den Anschlüssen des Schaltausganges liegen. Die drei
ebenfalls zueinander in Reihe geschalteten Schalteinrichtungen
B, D und F sind parallel zu den drei Schalteinrichtungen A, C,
E geschaltet und liegen damit ebenfalls zwischen den Anschlüs
sen des Schaltausganges. Darüber hinaus sind anstelle der in
Fig. 2 dargestellten einzigen Impedanzmeßeinrichtung 8 jetzt
zwei Impedanzmeßeinrichtungen 8a, 8b zum Erzeugen von Testsi
gnalen sowie zum Erfassen der Querimpedanzen der Brückenschal
tung vorgesehen. Die eine Impedanzmeßeinrichtung 8a ist hierfür
ausgangsseitig wie die Impedanzmeßeinrichtung 8 in Fig. 2 an die
Verbindungspunkte der Schalteinrichtungen A und C sowie B und D
angeschlossen. Die andere Impedanzmeßeinrichtung 8b ist dagegen
mit den Verbindungspunkten der Schalteinrichtungen C und E
sowie D und F verbunden. Desweiteren sind die Impe
danzmeßeinrichtungen 8a und 8b eingangsseitig mit der nicht
gezeigten Steuereinrichtung in Verbindung.
Eine derartige kaskadiert aufgebaute Vorrichtung zur Funktions
überwachung des Schaltausganges erlaubt ebenfalls eine Überprü
fung der Funktion der Schalteinrichtungen A, B, C, D, E und F,
ohne daß der durch die Schalteinrichtungen A, B, C, D, E und F
hergestellte augenblickliche Schaltzustand an den Anschlüssen
des Schaltausganges nach außen hin beeinflußt wird. Fallen auf
grund eines Defektes bei dieser Vorrichtung zwei in Serie ge
schaltete Schalteinrichtungen aus, so kann dennoch mit der in
Serie dazu liegenden dritten Schalteinrichtung die Verbindung
sicher unterbrochen werden. Die Überwachung der korrekten Funk
tion der Schalteinrichtungen A, B, C, D, E und F erfolgt durch
Messung der Querimpedanzen der Brückenschaltung mittels der Im
pedanzmeßeinrichtungen 8a, 8b. Obwohl in Fig. 5 die Kaska
dierung anhand von sechs Schalteinrichtungen A, B, C, D, E und
F sowie der zwei Einrichtungen 8a, 8b dargestellt ist, läßt
sich die Ausfallsicherheit noch weiter verbesseren, wenn der
Kaskadierungsgrad weiter erhöht wird. Hierfür können bei
spielsweise acht Schalteinrichtungen und drei Einrichtungen zum
Erfassen der Querimpedanzen verwendet werden.
In Fig. 6 ist die von der Steuereinrichtung 7 ausgegebene
Schaltfolge bei nicht aktiviertem Schaltausgang 1, d. h. die An
schlüsse 2, 3 sind in Fig. 2 offen, dargestellt. In der linken
Spalte ist angegeben, welche der Schalteinrichtungen A, B, C
und D gerade eingeschaltet ist, während in der rechten Spalte
angegeben ist, ob bei korrekter Funktion der Brückenschaltung 6
und damit der Schalteinrichtungen A, B, C und D ein Querstrom
zwischen den Eingangsklemmen 10, 11 der Brückenschaltung 6
fließt. Fließt ein Querstrom, so ist dies durch "1" angegeben,
fließt kein Querstrom, so ist dies durch eine "0" angegeben.
Das Fließen des Querstromes ist ein direktes Maß für die Quer
impedanz an den Eingangsklemmen 10, 11 der Brückenschaltung.
Fließt kein Querstrom, so ist die Querimpedanz ungleich 0, im
Fall von idealen Schalteinrichtungen unendlich groß, fließt
dagegen ein Querstrom, so ist die Querimpedanz im Fall von
idealen Schalteinrichtungen Null.
Wie die Aufstellung in Fig. 6 zeigt, wird zunächst keine der
Schalteinrichtungen A, B, C, D von der Steuereinrichtung 7
eingeschaltet. Bei korrekter Arbeitsweise der Brückenschaltung
6 fließt folglich kein Querstrom. Anschließend wird die
Schalteinrichtung A eingeschaltet und es fließt bei korrekter
Funktion der Brückenschaltung 6 ebenfalls kein Querstrom. Als
nächstes werden die Schalteinrichtungen A und B eingeschaltet.
Bei korrekter Arbeitsweise muß ein Querstrom fließen. Im
nächsten Schritt wird die Schalteinrichtung A ausgeschaltet, so
daß nur noch die Schalteinrichtung B von der Steuereinrichtung
7 eingeschaltet ist. Bei korrekter Arbeitsweise fließt kein
Querstrom. Als nächstes wird die Schalteinrichtung C, dann die
Schalteinrichtung C und D und schließlich nur die
Schalteinrichtung D eingeschaltet. Als Ergebnis ergibt sich,
das in Fig. 6 weiter angegebene Verhalten des Querstromes an
den Eingangsklemmen 10, 11 der Brückenschaltung 6. Nachdem die
Steuerschaltung 7 allein die Schalteinrichtung D angesteuert
hat, wird wieder zum Ausgangspunkt zurückgegangen, was in Fig.
6 durch den Pfeil angedeutet ist. Die Schaltfolge kann dann bei
Bedarf wiederholt werden.
Für den Fall, daß sich bei dieser Schaltfolge
-, A, A+B, B, C, C+D, D nicht der in der rechten Spalte von Fig. 6
dargestellte Verlauf des Querstromes ergibt, liegt eine Fehl
funktion vor. Die Steuereinrichtung 7 schaltet dann vorzugs
weise alle Schalteinrichtungen A, B, C, D aus, wodurch der
Schaltausgang 1 in den sicheren Betriebszustand geht.
In Fig. 7 ist die Schaltsequenz bei aktiviertem Schaltausgang
1, d. h. die Anschlüsse 2 und 3 in Fig. 2 sind geschlossen,
aufgeführt. Es ist deutlich zu erkennen, daß bei aktiviertem
Schaltausgang 1 eine andere Schaltfolge von der Steuerein
richtung 7 zu generieren ist, um eine zuverlässige Aussage über
die Funktion der ausgangsseitigen Brückenschaltung 6 der
Schaltstufe zu erhalten.
Es ist daher festzuhalten, daß - im Falle eines binären
Signales auf der Leitung 25 - beim Ablauf der in Fig. 6 bzw. 7
gezeigten jeweiligen Schaltfolge ein entsprechendes binäres
Signalmuster auf der Leitung 25 auftreten muß. Ist dieses von
dem in den rechten Spalten dargestellten Sollmuster und damit
von vorgegebenen Sollimpedanzen abweichend, so detektiert die
Steuereinrichtung 7 dies als Fehler und führt ein Abschalten
aller Schalteinrichtungen A, B, C und D durch, um den Schalt
ausgang dauerhaft in den sicheren Ausgangszustand zu bringen.
Obwohl im Zusammenhang mit den Fig. 6 und 7 von zwei konkret
angegebenen Schaltfolgen ausgegangen worden ist, können jedoch
auch andere Schaltfolgen von der Steuereinrichtung 7 zur
Funktionsüberwachung erzeugt werden. Voraussetzung ist
lediglich, daß anhand dieser Schaltfolge auf die Funktion der
einzelnen Schalteinrichtungen A, B, C, D Rückschlüsse zu ziehen
sind.
Bezugszeichenliste
1 = Schaltausgang
2, 3 = Anschlüsse des Schaltausganges
4, 5 = Ausgangsklemmen der Brückenschaltung
6 = Brückenschaltung
7, 7A, 7B = Steuereinrichtung
8; 8a, 8b = Impedanzmeßeinrichtung
9 = Oszillatoreinrichtung
10, 11 = Eingangsklemmen der Brückenschaltung
13 = Übertragereinrichtung
14 = Optokopplereinrichtung
18 = Stromquelle
20, 21, 22, 23 = Leitungen
25, 26 = Leitungen
A, B, C , D , E , F = Schalteinrichtungen
P = Parameter
X = Auswertgerät
Y = Zweidrahtleitung
Z = Sensor
2, 3 = Anschlüsse des Schaltausganges
4, 5 = Ausgangsklemmen der Brückenschaltung
6 = Brückenschaltung
7, 7A, 7B = Steuereinrichtung
8; 8a, 8b = Impedanzmeßeinrichtung
9 = Oszillatoreinrichtung
10, 11 = Eingangsklemmen der Brückenschaltung
13 = Übertragereinrichtung
14 = Optokopplereinrichtung
18 = Stromquelle
20, 21, 22, 23 = Leitungen
25, 26 = Leitungen
A, B, C , D , E , F = Schalteinrichtungen
P = Parameter
X = Auswertgerät
Y = Zweidrahtleitung
Z = Sensor
Claims (14)
1. Verfahren zur Funktionsüberwachung eines eine Brückenschal
tung (6) mit mindestens vier Schalteinrichtungen (A, B, C, D;
A, B, C, D, E, F) aufweisenden Schaltausganges (1), welches die
Schritte aufweist:
- - Ansteuern der mindestens vier Schalteinrichtungen (A, B, C, D; A, B, C, D, E, F) in einer vorgegebenen Schaltfolge nach Maßgabe von Steuersignalen einer Steuereinrichtung (7; 7A, 7B),
- - Bestimmen der Querimpedanzen der Brückenschaltung (6) während der Schaltfolge und
- - Detektieren eines Fehlers, falls die bestimmten Querimpedan zen von vorgegebenen Sollimpedanzen abweichen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuereinrichtung (7,; 7A, 7B) die mindestens vier
Schalteinrichtungen (A, B, C, D; A, B, C, D, E, F) so ansteuert, daß
der vor der Funktionsüberwachung vorliegende Verbindungszustand
des Schaltausganges (1) während der Funktionsüberwachung
erhalten bleibt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Steuereinrichtung (7; 7A, 7B) bei Detektion
eines Fehlers Steuersignale zum Ausschalten der vier Schaltein
richtungen (A, B, C, D; A, B, C, D, E, F) generiert.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß für einen aktiven und einen inaktiven Verbin
dungszustand des Schaltausganges (1) von der Steuereinrichtung
(7; 7A, 7B) jeweils Steuersignale für unterschiedliche Schalt
folgen generiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querimpendanz der Brückenschaltung (6) poten
tialfrei bestimmt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Bestimmung der Querimpendanz der Brücken
schaltung (6) dieser über eine Potentialtrennstufe (13) ein
Wechselsignal zugeführt wird, daß an der Potentialstrennstufe
(13) festgestellt wird, ob ihr Ausgang offen oder kurzgeschlos
sen ist und abhängig hiervon der Steuerschaltung (7; 7A, 7B)
ein Signal als Maß für die Querimpedanz der Brückenschaltung
(6) zugeführt wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen Schaltausgang (1)
mit zwei Anschlüssen (2, 3), die an Ausgangsklemmen (4, 5) einer
Brückenschaltung (6) mit mindestens vier von einer Steuerein
richtung (7; 7A, 7B) ansteuerbaren Schalteinrichtungen
(A, B, C, D; A, B, C, D, E, F) angeschlossen sind, und einer eine
Potentialstrennstufe (13, 14) aufweisenden Impedanzmeßeinrich
tung (8; 8a, 8b) zum Erzeugen eines an Eingangsklemmen (10, 11)
der Brückenschaltung (6) anzulegenden Testsignales sowie zum
Erfassen der Querimpedanz der Brückenschaltung (6), wobei die
Impedanzmeßeinrichtung (8; 8a, 8b) mit der Steuereinrichtung
(7; 7A, 7B) und den Eingangsklemmen (10, 11) der Brückenschal
tung (6) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Impedanzmeßeinrichtung (8; 8a, 8b) eine Oszillatoreinrichtung
(9) mit nachgeschalteter induktiver Übertragereinrichtung (13)
aufweist und die induktive Übertragereinrichtung (13) ausgangs
seitig an die Eingangsklemmen (10, 11) der Brückenschaltung (6)
angeschlossen und die Oszillatorschaltung (9) mit der Steuer
einrichtung (7; 7A, 7B) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Impedanzmeßeinrichtung (8; 8a, 8b) eine Optokopplereinrichtung
(14) als Potentialtrennstufe (13, 14) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (7; 7A, 7B) redundant
ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Vorrichtung kaskadiert ausgebildet ist,
indem mehr als vier Schalteinrichtungen (A, B, C, D, E, F) sowie
mindestens zwei Impedanzmeßeinrichtung (8a, 8b) vorgesehen
sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (A, B, C, D) elektrome
chanische Relais sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (A, B, C, D) Halbleiter
schalter, insbesondere Transistoren, Thyristoren oder derglei
chen, sind.
14. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6
oder der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13 in einer
Einrichtung zur Füllstandsmessung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934319750 DE4319750C2 (de) | 1993-06-15 | 1993-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von Schalteinrichtungen einer Brückenschaltung sowie deren Verwendung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934319750 DE4319750C2 (de) | 1993-06-15 | 1993-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von Schalteinrichtungen einer Brückenschaltung sowie deren Verwendung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4319750A1 true DE4319750A1 (de) | 1994-12-22 |
| DE4319750C2 DE4319750C2 (de) | 1997-01-23 |
Family
ID=6490356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934319750 Expired - Fee Related DE4319750C2 (de) | 1993-06-15 | 1993-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von Schalteinrichtungen einer Brückenschaltung sowie deren Verwendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4319750C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005017478A1 (de) | 2003-08-08 | 2005-02-24 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren zur überwachung einer messung auf basis eines resistiven sensors, überwachungseinrichtung und industriewaage |
| US11209789B2 (en) | 2016-02-16 | 2021-12-28 | Siemens Aktiengesellschaft | Safety switching device and safety-related device |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3737791C2 (de) * | 1987-09-25 | 1990-06-28 | Pepperl & Fuchs Gmbh & Co Kg, 6800 Mannheim, De | |
| DE3938742A1 (de) * | 1989-11-23 | 1991-05-29 | Gok Gmbh & Co Kg | Redundante ueberfuellsicherung |
| DE3732718C2 (de) * | 1987-09-29 | 1993-07-22 | Vdo Adolf Schindling Ag, 6000 Frankfurt, De | |
| DE4232720C1 (de) * | 1992-09-30 | 1994-03-10 | Vega Grieshaber Gmbh & Co | Anordnung zur Funktionsüberwachung und Meßwertauswertung von Füllstands-Sensoren, insbesondere Vibrations-Füllstands-Grenzschaltern |
-
1993
- 1993-06-15 DE DE19934319750 patent/DE4319750C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4232720C1 (de) * | 1992-09-30 | 1994-03-10 | Vega Grieshaber Gmbh & Co | Anordnung zur Funktionsüberwachung und Meßwertauswertung von Füllstands-Sensoren, insbesondere Vibrations-Füllstands-Grenzschaltern |
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| US11209789B2 (en) | 2016-02-16 | 2021-12-28 | Siemens Aktiengesellschaft | Safety switching device and safety-related device |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4319750C2 (de) | 1997-01-23 |
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