DE4316292A1 - Elektrischer Stellantrieb - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Stell
antrieb mit kollektorlosem Gleichstrommotor nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
In verfahrenstechnischen Anlagen werden Stellglieder, wie
Ventile, Klappen, Schieber, zum Beeinflussen von leitungs
gebundenen Massen- und Energieströmen eingesetzt, die von
elektrischen Stellantrieben betätigt werden. Diese sind
in der Lage, auf Stellbefehle ein Stellglied selbständig
zu verfahren und bei Erreichen der Vorgabe des Stell
befehls den Antriebsmotor abzuschalten. Solche Vorgaben
können Positionen sein, im einfachsten Falle die beiden
Positionen "Auf" und "Zu". Eine weitere Vorgabe kann die
Stellgeschwindigkeit sein. Während Regelantriebe Bestand
teil eines geschlossenen Regelkreises sind und zur konti
nuierlichen Veränderung einer Regelgröße dienen, sind
Steuerantriebe Übertragungsglieder in einem offenen Kreis.
Derartige Stellantriebe sind aus der AUMA-Produkt-
Beschreibung DO 23.01.001D/1.92 "Elektrische Schwenk
antriebe AS 3-AS 50, ASR 3-ASR 50" bekannt. Als Motor
wird bei diesen Stellantrieben ein kollektorloser Gleich
strommotor verwendet, dessen Rotor aus dauermagnetischem
Material und dessen Stator aus Weicheisen besteht. Zur
Erkennung der Rotorlage werden drei eingebaute Hall-
Sensoren verwendet, deren Ausgangssignale auf 3-Phasen-
Halbleiterbrücken zur Erzeugung eines Drehfeldes in der
Statorwicklung geführt sind. Der Motor kann sowohl mit
Wechsel- als auch mit Gleichstrom betrieben werden. Durch
eine geeignete konstruktive Auslegung wird erreicht, daß
Permanentmagnet-Rotor und Weicheisen-Stator im stromlosen
Ruhezustand ein Haltemoment erzeugen. Vorteilhaft macht
dieses Haltemoment die Verwendung eines selbsthemmenden
Getriebes oder einer mechanischen Feststellbremse über
flüssig. Andererseits ist dieses magnetische Halte- oder
auch Rastmoment der Grund dafür, daß der kollektorlose
Gleichstrommotor lediglich eine Drehzahlregelung im
Bereich 1 : 22 ermöglicht und die Drehzahl im Gleich
strombetrieb nicht beliebig klein gemacht werden kann.
Die Stellzeit für eine Schwenkbewegung von 90° ist bei
diesen Stellantrieben daher von 4 Sekunden stufenlos bis
90 Sekunden einstellbar. Längere Stellzeiten sind nicht
möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektri
schen Stellantrieb zu schaffen, dessen Stellzeit beliebig
veränderbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist der neue elektrische
Stellantrieb der eingangs genannten Art die im kennzeich
nenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale auf. In den
Unteransprüchen 2 bis 8 sind vorteilhafte Weiterbildungen
des erfindungsgemäßen Stellantriebs angegeben.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß der elektrische Stell
antrieb problemlos ab niedrigsten Drehzahlen arbeitet.
Dabei wird der Vorteil eines guten elektrischen Wirkungs
grades beibehalten, da aufgrund des hohen Rastmomentes im
stromlosen Zustand zwischen der Ausführung der Schritte
keine elektrische Energie verbraucht werden muß. Insbeson
dere wenn der schrittweise Betrieb mit dem Normalbetrieb
des kollektorlosen Gleichstrommotors kombiniert wird, ist
der erfindungsgemäße elektrische Antrieb universell und
wirtschaftlich einsetzbar. Die Betriebsart als Gleich
strommotor ergibt den besten Wirkungsgrad und die besten
Regeleigenschaften bis zu einer minimalen Drehzahl, der
schrittweise Betrieb erlaubt einen sicheren Betrieb mit
Einzelschritten im unteren Drehzahlbereich mit eindeutigem
Verhalten des Motors auch bei Laständerungen. Auch nied
rigste Drehzahlen werden durch die Drehzahlvorgabe mit
einem Taktgeber bzw. Mikroprozessor exakt eingehalten.
Durch eine geeignete Form des Statorstroms, z. B. in Form
einer Rampe, wird ein weicher Einzelschrittbetrieb er
reicht. Gleichzeitig paßt sich der Motorstrom bei Rampen
form den Lastverhältnissen automatisch an. Nach Erreichen
des vorgegebenen Soll-Schrittes kann der Motorstrom ab
geschaltet werden, so daß der Motor ohne externe Energie
zufuhr abgebremst wird. Auf diese Weise kann auch beim
Schubbetrieb eine stabile Drehzahl bewirkt werden. Das
Umschalten von schrittweisem Betrieb auf Normalbetrieb des
kollektorlosen Gleichstrommotors kann in Abhängigkeit der
Drehzahlvorgabe automatisch erfolgen.
Anhand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt ist, werden im folgenden die
Erfindung sowie Ausgestaltungen und Vorteile näher er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines elektrischen Stell
antriebs,
Fig. 2 einen Stellantrieb mit Betriebsartenumschaltung,
Fig. 3 den Verlauf des Rastmomentes und der Sensor
signale,
Fig. 4 den Verlauf des Taktsignals, des Statorstroms und
des Signals zur Kurzschlußsteuerung und
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Steuereinrichtung.
Ein elektrischer Stellantrieb besteht nach Fig. 1 aus
einer Steuerelektronik 1, einer Treiber-/Endstufe 2 und
einem Motor 3. Die Position des Rotors wird im Motor 3
mit einer Einrichtung zur Lageerkennung 4 erfaßt. Diese
gibt ein mit drei Bit codiertes Lagesignal 5 an die
Steuerelektronik 1 ab. Der Motor 3 ist ein kollektorloser
Gleichstrommotor mit magnetischer Rast, die durch ent
sprechende Konstruktion seines Permanentmagnet-Rotors mit
sechs Polpaaren und seines Weicheisen-Stators erzeugt
wird. Als Einrichtung zur Lageerkennung 4 werden drei
Hall-Sensoren verwendet, deren Signale beim Gleichstrom
betrieb zur Kommutierung und Drehzahlerfassung dienen. Sie
liefern einen 3-Bit-Code, der die aktuelle Position des
Rotors mit der Auflösung einer Raststelle wiedergibt. Wei
tere Eingangssignale der Steuerelektronik 1 sind ein Ein
schaltsignal 6, ein Signal zur Kennzeichnung der Lauf
richtung 7, ein Signal 8 zur Vorgabe des maximalen Wick
lungsstroms und ein Signal 9 zur Vorgabe der Motordreh
zahl. Die Steuerelektronik 1 erzeugt sechs Steuersignale
10 für die Treiber-/Endstufe 2, durch welche die Motor
drehzahl, die Begrenzung des Motorstromes, die Motor
drehrichtung und ein Bremssignal bestimmt werden. In der
Treiber-/Endstufe 2 werden daraus drei Motorsignale 11 für
eine 3-Phasen-Wicklung im Stator des Motors 3 gebildet.
Netzteile zur Erzeugung der Betriebsspannungen für die
Steuerelektronik 1 und die Treiber-/Endstufe 2 sind in
Fig. 1 der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt. Die
Steuerelektronik 1 kann durch einen Aufbau mit diskreten
Bauelementen, vorteilhaft aber auch mit einem Mikroprozes
sor, realisiert werden, der mit einem geeigneten Steuer
programm programmiert ist.
In dem Blockschaltbild nach Fig. 2 ist insbesondere die
Umschaltung der Betriebsart von normalem auf schrittweisen
Betrieb sichtbar. Teile, die schon in Fig. 1 dargestellt
wurden, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Eine
Drehzahlregelung erfolgt im Normalbetrieb mit einem Pl-
Regler 12, dem das Signal 9 zur Vorgabe der Soll-Drehzahl
und ein mit einem Tacho-Tiefpaß 13 erzeugtes, der Ist-
Drehzahl entsprechendes Signal 14 zugeführt werden. Das
Signal 14 wird mit dem Tacho-Tiefpaß 13 aus dem Lage
signal 5 gewonnen. Aus dem Lagesignal 5 wird bei jeder
Änderung des 3-Bit-Codes der Hall-Sensoren ein Impuls
konstanter Breite und Höhe erzeugt. Die Frequenz dieser
Impulse ist drehzahlproportional. Durch Mittelwertbildung
mit Hilfe eines Tiefpasses wird eine analoge Tacho-Span
nung erzeugt, die der Drehzahl entspricht. Ein Ausgangs
signal 16 des Pl-Reglers 12 ist auf eine Einrichtung 17
zur Umsetzung der Regelabweichung in ein pulsweiten
moduliertes Signal 10 geführt, das die Dauer der Wick
lungsbestromung des Motors 3 bestimmt, ein Ausgangssignal
15 dient zum Bremsen durch Kurzschließen der Statorwick
lungen. Gleichzeitig wird der Wicklungsstrom mit einer
Strombegrenzungsschaltung 18 überwacht. Auf die Einrich
tung 17 zur Pulsweitenmodulation ist ebenfalls das Lage
signal 5 geführt, damit die 3-Phasen-Brücke zur Motor
ansteuerung phasenrichtig betrieben wird.
Das Lagesignal 5, das von drei Hall-Sensoren erzeugt wird,
besteht aus den drei in Fig. 3 über einem Winkelbereich
von 30° aufgetragenen Einzelsignalen S1, S2 und S3. Der
Motor 3 ist wegen seiner konstruktiven Auslegung mit
einem Rastmoment behaftet, dessen Verlauf ebenfalls in
dem Diagramm in Fig. 3 dargestellt ist. Dieser ist etwa
sinusförmig mit einem maximalen Rastmoment M von 300 mNm
und einer Periode von 10° (bezogen auf eine Rotor
umdrehung), die der Schrittweite x der Rastschritte ent
spricht. Bei den Nulldurchgängen der Kurve wechseln sich
Orte mit stabiler Ruhelage S und Orte mit labiler Ruhe
lage L im unbelasteten Zustand des Motors ab. Dieses
Rastmoment bewirkt beim Normalbetrieb des bürstenlosen
Gleichstrommotors zwei störende Effekte: Zum einen ist der
mittleren Winkelgeschwindigkeit eine näherungsweise sinus
förmige Schwankung der Momentangeschwindigkeit überlagert
und zum anderen bleibt der Motor beim Erniedrigen der
Drehzahl bei dem vorgegebenen Lastträgheitsmoment bei
einer Grenzdrehzahl von etwa 80 UPM (Umdrehungen pro
Minute) stehen und läuft erst wieder bei einer Anlauf
drehzahl von etwa 300 UPM an. Die Amplitude der Drehzahl
schwankungen aufgrund des Rastmoments verringert sich bei
höheren Drehzahlen und ist umgekehrt proportional der
mittleren Drehzahl sowie dem Trägheitsmoment, bezogen auf
die Rotorachse. Eine Möglichkeit zur Absenkung der Grenz
drehzahl wäre daher eine Erhöhung des Rotorträgheits
momentes; nachteilig wäre dabei aber die große Zeit
konstante der Regelstrecke durch das Rotorträgheitsmoment.
Die Grenzdrehzahl ist beim Verringern der Drehzahl genau
dann erreicht, wenn die Momentangeschwindigkeit gerade
Null wird, d. h., wenn die Amplitude der sinusförmigen
Schwankung gerade die Höhe der mittleren Winkelgeschwin
digkeit erreicht. Da die Grenzdrehzahl des Normalbetriebs
lastabhängig ist, wird die Drehzahl der Umschaltung auf
schrittweisen Betrieb in ausreichendem Abstand zur unteren
Grenzdrehzahl auf 250 UPM festgesetzt.
Zur Umschaltung der Betriebsarten sind in Fig. 2 dar
gestellte Schalter 19, 20 und 21 vorgesehen, die im
Normalbetrieb auf der Stellung E liegen und im schritt
weisen Betrieb die Stellung F einnehmen. Die Steuerung der
Schalter 19, 20 und 21 erfolgt durch eine in Fig. 2 nicht
gezeigte Drehzahlüberwachungseinrichtung. Der Statorstrom
des Motors 3 wird in der Stellung F durch eine Einrichtung
22 derart gesteuert, daß der Stator schrittweise von einer
Raststelle zur nächsten bewegt wird. Die zeitliche
Schrittfolge wird durch einen Taktgeber 23 bestimmt. Der
Motorstrom paßt sich durch die Rampenform den Lastverhält
nissen automatisch an, so daß ein problemloses Anlauf
verhalten im Drehzahlbereich von 0 bis ca. 800 UPM er
reicht wird. Die Rampenform wird von der Einrichtung 22
auf einem Signal 24 ausgegeben. Nach Erreichen eines vor
gegebenen Soll-Schrittes wird der Motorstrom abgeschaltet
und mit einem Signal 25 auf Bremsen ohne externe Energie
zufuhr umgeschaltet. Damit wird auch eine stabile Drehzahl
bei Schubbetrieb erreicht. Das Umschalten von Schritt
auf Normalbetrieb bei Überschreiten einer Drehzahl von
250 UPM erfolgt durch Betätigen der Schalter 19, 20 und 21
automatisch. Im Unterschied zum Normalbetrieb wird im
schrittweisen Betrieb das Lagesignal 5 nicht unmittelbar
auf die Einrichtung 17 geführt, sondern zunächst auf die
Einrichtung 22.
Die genauere Funktion der Einrichtung 22 wird an dem
Blockschaltbild nach Fig. 5 näher erläutert. Wie im
Normalbetrieb ergibt sich die Vorgabe des Lagesignals 5
für die in Fig. 2 gezeigte Einrichtung 17 aus dem durch
die Einrichtung zur Lageerkennung 4 ermittelten Zustand
der drei Hall-Sensoren (Ist-Zustand) mit dem Unterschied,
daß hier der Zeitpunkt der Übernahme des Istwerts als
neuer Vorgabewert (aktueller Istwert wird zu neuem Soll
wert) von der Drehzahlvorgabe durch den Taktgeber 23
bestimmt wird. Dazu werden der Istwert und der Stand
eines mit dem Taktsignal 27 betriebenen Modulo-6-Zählers
40 auf eine Vergleichslogik 26 geführt. Deren Ausgangs
signal 41 wird, von der Flanke eines Taktsignals 27 ge
steuert, in ein Register 28 übernommen und ergibt so den
neuen Sollwert 29. Dadurch wird erreicht, daß immer eine
korrekte Motoransteuerung auch beim Einschalten, bei Last
änderungen oder beim Anlauf erfolgt. Der Istwert ist der
von den drei Hall-Sensoren der Einrichtung 4 abgegebene
Code der Signale S1, S2 und S3 (siehe Fig. 3), welcher
der momentanen Motorlage entspricht. Der Sollwert 29 ist
der für den nächsten Motorschritt (Rastschritt) erforder
liche Code. Dieser wird je nach Drehrichtung durch einen
Inverter 30 invertiert oder unverändert ausgegeben. Im
schrittweisen Betrieb läuft der Motor immer innerhalb
des erlaubten Drehzahlbereiches (0 bis 250 UPM) ohne zu
pendeln eindeutig und sofort an, die Drehzahl kann sogar
bis ca. 800 UPM erhöht werden.
In Fig. 4 ist der zeitliche Verlauf der Signale 24, 25
und 27 aus den Fig. 2 und 5 dargestellt. Der Motorstrom
wird nach Auftreten einer Taktflanke 31 des Taktsignals 27
mit dem Signal 24 rampenförmig erhöht, bis Rast- und Last
moment überwunden werden können und der neue Ist-Zustand
durch die Drehbewegung des Rotors erreicht ist. Dieser
Zeitpunkt wird durch eine positive Flanke 32 des Signals
25 markiert, welches durch einen in Fig. 5 gezeigten
Komparator 33 erzeugt und auf einen Rampengenerator 34
geführt wird. Dann wird der Motor ohne externe Energie
zufuhr durch Kurzschließen der Motorwicklung bis zur näch
sten Sollwert-Vorgabe bei der negativen Flanke 35 des
Signals 25 in Fig. 4 abgebremst. Dadurch wird die Ein
haltung der vorgegebenen Drehzahl im Schubbetrieb erheb
lich verbessert. Durch diese Motorstromregelung wird ein
sanfter Schritt erreicht. Dies ist besonders bei Einzel
schrittsteuerung von Vorteil. Es fließt nur so viel Motor
strom, wie für die Drehbewegung unbedingt notwendig ist.
Dies bewirkt eine Vergrößerung des Wirkungsgrades und
dadurch eine Verringerung der Erwärmung des Motors.
Eine Verbesserung der Einrichtung 22 besteht darin, daß
der aktuelle Istwert mit der Vorgabe des schrittweise
erzeugten Sollwerts verglichen wird. Wenn der vorgegebene
Schritt richtig ausgeführt worden ist, sind beide iden
tisch. Je nach Drehzahl und Lastzustand können jedoch noch
zwei andere unerwünschte Betriebsfälle auftreten, deren
negative Auswirkungen durch die folgende Verbesserung
vermieden werden. Werden nach Vorgabe eines Schrittes
mehrere Schritte ausgeführt, so war die Rampenform zu
steil und muß so weit abgesenkt werden, bis der Schritt
richtig erfolgt. Wird dagegen kein Schritt ausgeführt, so
war die Rampenform zu flach und der Motorstrom für die
anstehende Last nicht ausreichend. Die Rampenform muß
steiler eingestellt werden. Im Blockschaltbild nach
Fig. 5 wird diese durch Vorgabe eines Offsets mit einem
Signal 36 sowie der Steilheit mit einem Signal 37 fest
gelegt. Die Vergleichslogik 26 erkennt diese unerwünschten
Betriebszustände und gibt über ein Register 38 Signale 39
für den Betriebszustand aus, die einer nicht dargestellten
Anzeige zugeführt sind.
Bei einer Realisierung mit einem Mikroprozessor kann der
Betriebszustand zur automatischen Korrektur der Rampenform
verwendet werden. Bei höheren Drehzahlen über etwa 100 UPM
kann es vorkommen, daß der Motor bei plötzlichen Lastände
rungen nicht der Schrittvorgabe folgen kann. Der Motor
fällt dann außer Tritt. In diesem Fall muß die Rampenform
ebenfalls entsprechend den Lastverhältnissen verändert
werden. Gleichzeitig wird, gesteuert durch die Vergleichs
logik, die Vorgabe neuer Schritte so lange angehalten, bis
der Motor die verlorenen Schritte aufgeholt hat, damit er
zur Soll-Drehzahl hochläuft und sich wieder mit der Soll-
Vorgabe synchronisiert. Wenn der Motor außer Tritt gefal
len ist, wird dies ebenfalls als Betriebszustand ange
zeigt.
Claims (9)
1. Elektrischer Stellantrieb
- - mit einem kollektorlosen Gleichstrommotor (3), der einen Stator und einen Permanentmagnet-Rotor aufweist, die derart magnetisch zusammenwirken, daß ein hohes Rast moment im Stillstand erzeugt wird, und der mit einer Einrichtung zur Lageerkennung (4) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß eine Einrichtung (22) zur Steuerung des Stator stromes vorhanden ist, die mit der Einrichtung (4) zur Lagererkennung verbunden ist und den Statorstrom derart steuert, daß der Stator schrittweise bewegt wird, wobei die Schrittweite dem Abstand (x) zwischen zwei Raststellen entspricht, und
- - daß ein Taktgeber (23) vorhanden ist, welcher mit der Einrichtung (22) zur Steuerung des Statorstromes ver bunden ist und die Schrittfrequenz entsprechend einer vorgebbaren Drehzahl bestimmt.
2. Elektrischer Stellantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die
Steuereinrichtung (22) Mittel (34) aufweist, um den
Statorstrom so lange zu erhöhen, bis die Ausführung eines
Schrittes durch die Einrichtung (4) zur Lagererkennung
gemeldet wird.
3. Elektrischer Stellantrieb nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß der
Statorstrom rampenförmig erhöht wird.
4. Elektrischer Stellantrieb nach Anspruch 3, da
durch gekennzeichnet, daß die
Rampenform des Statorstroms bezüglich ihres Anfangswerts
und ihrer Steilheit einstellbar ist.
5. Elektrischer Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel vorhanden sind, um die Statorwicklung kurz
zuschließen.
6. Elektrischer Stellantrieb nach Anspruch 5, da
durch gekennzeichnet, daß die
Steuereinrichtung (22) nach dem Verlassen einer Raststelle
bis zur Vorgabe des nächsten Schrittes ein Signal (25) zum
Kurzschließen der Statorwicklung aktiviert.
7. Elektrischer Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (22) zwischen zwei Betriebsarten
umschaltbar ist, so daß
- - in niederen Drehzahlen der kollektorlose Gleichstrom motor (3) schrittweise, durch den Taktgeber (23) ge steuert, und
- - in höheren Drehzahlen mit einem durch eine 3-Phasen- Brücke phasenrichtig erzeugten Drehfeld betrieben wird.
8. Elektrischer Stellantrieb nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (22) einen Mikroprozessor ent
hält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4316292A DE4316292A1 (de) | 1993-05-14 | 1993-05-14 | Elektrischer Stellantrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4316292A DE4316292A1 (de) | 1993-05-14 | 1993-05-14 | Elektrischer Stellantrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4316292A1 true DE4316292A1 (de) | 1994-11-17 |
Family
ID=6488173
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4316292A Withdrawn DE4316292A1 (de) | 1993-05-14 | 1993-05-14 | Elektrischer Stellantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4316292A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE19747169A1 (de) * | 1997-10-24 | 1999-05-06 | Bosch Gmbh Robert | Regelverfahren zur Drehlagenhaltung eines Elektromotors |
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-
1993
- 1993-05-14 DE DE4316292A patent/DE4316292A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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