DE4315730A1 - Verbindungsvorrichtung für Schaltanlagen oder dergleichen, insbesondere im Mittelspannungsbereich - Google Patents
Verbindungsvorrichtung für Schaltanlagen oder dergleichen, insbesondere im MittelspannungsbereichInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbindungsvorrichtung
für eine Schaltanlage oder dergleichen, insbesondere im
Mittelspannungsbereich, nach dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1.
Mittelspannungsschaltanlagen sind häufig in gasdichten Ge
häusen untergebracht, die mit Schwefelhexafluorid (SF6)
gefüllt sind. Durchführungen durch die Gehäusewand müssen
daher nicht nur elektrisch isoliert, sondern auch gasdicht
sein.
Häufig besteht das Problem, mehrere derartiger Schaltan
lagen untereinander zu verbinden. Aus der EP 0 109 891 ist
bekanntgeworden, die kastenartigen Gehäuse der Schaltan
lagen im Abstand zueinander anzuordnen und in ausgerich
teten Öffnungen der Gehäusewand doppelkonische Isolatoren
einzusetzen, durch die ein innerer heiter herausgeführt
ist. Am einen Ende des Leiters sitzt eine Steckfassung und
am anderen Ende ein Stecker. Die außen liegenden konischen
Abschnitte der Isolierkörper und die Steckverbindung sind
von einer zylindrischen isolierenden Umhüllung umgeben,
die innen an die konischen Abschnitte und an die Verbin
dung angepaßt ist. Die Umhüllung ist mit einer Schicht aus
leitendem oder halbleitendem Material umgeben. Eine ähn
liche Vorrichtung beschreibt die FR 2 625 025. Aus der DE
29 10 349 ist eine gasisolierte Mittelspannungsschaltan
lage bekanntgeworden, bei der eine Kabelsteckvorrichtung
einen hohlen konischen Körper aufweist, der an der Wandung
der Schaltanlage angebracht ist mit nach außen sich erwei
ternder Öffnung. Die mit dem Leiter im Inneren des Gehäu
ses verbundene Steckfassung sitzt im Inneren des konischen
Bauteils. Ein Kabelstecker hat am vorderen Ende einen
Steckerabschnitt und wird mit Hilfe eines Flansches an dem
konischen Bauteil verschraubt. Diese Verbindungsvorrich
tung dient nicht zur unmittelbaren Verbindung von zwei
Schaltanlagen miteinander.
Aus Platzgründen ist häufig erwünscht, die Gehäuse von
Schaltanlagen unmittelbar aneinanderzustellen und eine
entsprechende Verbindungsvorrichtung in die Gehäuse zu
integrieren. Aus der EP 0 520 933 ist bekanntgeworden, in
den Gehäusen konische Bauteile anzuordnen und mit Öffnun
gen im Gehäuse auszurichten. Die konischen Bauteile nehmen
einen doppelkonischen Körper auf, der eine geeignete Steck
verbindung umgibt. Bei der FR 23 28 314 sind die ausge
richteten Leiter der Schaltanlagen durch ein Klemmelement
unmittelbar miteinander verbunden, das von einer isolie
renden Manschette umgeben ist, die ihrerseits mit einer
die Leiter umgebenden Isolierung in Eingriff ist.
Aus der DE 40 01 192 ist bekannt, die Gehäuse von Schalt
anlagen und die Verbindungsvorrichtungen dafür modular
aufzubauen. Die Außengehäuse werden mechanisch miteinander
verbunden und die elektrischen Verbindungen werden durch
Doppelsteckelemente realisiert, die in fluchtende Hohlkon
taktaufnahmen aneinandergrenzender Bausteine eingreifen.
Nähere Einzelheiten werden in dieser Schrift nicht offen
bart.
Alle beschriebenen Verbindungsvorrichtungen benutzen
starre Bauteile aus Porzellan oder Gießharz. Bei der Mon
tage kommt es jedoch häufig zu mehr oder weniger großen
Fehlausrichtungen, was die Herstellung einer Verbindung
erheblich erschwert. Daher ist zum Beispiel aus der DE
14 90 552 bereits bekanntgeworden, in der sich bildenden
Fuge aneinandergrenzender Gehäuseteile ein elastomeres
Material anzuordnen. Eine ähnliche Lösung findet sich in
der DE 11 75 331, die eine lösbare Verbindung beschreibt,
in der an den Verbindungsstellen vorgefertigte Isolier
stoffkörper in die Gießharzisolierung eingefügt und/oder
eingegossen sind, die an den Stoßstellen aus elastischem
oder plastisch verformbarem Isolierstoff gebildete Kon
taktflächen aufweisen. Die beschriebenen, Toleranzen aus
gleichenden Konstruktionen sind jedoch nicht ohne weiteres
für die miteinander mechanisch und elektrisch zu verbin
denden Schaltanlagen geeignet.
Aus der EP 0 148 394 ist schließlich bekanntgeworden, Ge
häuse von Schaltanlagen unmittelbar aneinandergrenzend
anzuordnen und die Leiter über T-förmige Verbindungsstücke
herauszuführen. Der Längssteg der T-förmigen Verbindungs
körper ist nach unten in die Gehäuse hineingeführt, wäh
rend die Querstege der Verbindungskörper benachbarter
Gehäuse zueinander ausgerichtet sind. Der Leiter ist aus
den Gehäusen über den Längssteg in den Quersteg hinein
geführt und elektrisch verbunden mit einem zwischen den T-
förmigen Verbindungsstücken angeordneten Kabel verbunden.
Mit dieser Verbindungskonstruktion lassen sich Toleranzen
ohne weiteres kompensieren. Sie ist jedoch relativ auf
wendig in der Herstellung und in der Montage. Außerdem
kann sie nicht bei aneinander angrenzenden Gehäusen in
diese integriert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindungs
vorrichtung für in gasdichten Gehäusen angeordnete Schalt
anlagen oder dergleichen, insbesondere im Mittelspannungs
bereich, zu schaffen, die aus einfachen Teilen aufgebaut
und einfach zu fertigen ist und die auch einen unerwünsch
ten Versatz zwischen den Schaltanlagen ausgleichen kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
Wie bei der Verbindungsvorrichtung nach der weiter oben
erläuterten EP 0 520 933 ist ein hohles innen und ggf. auch
außen konisches Bauteil, das an beiden Enden offen ist, an
der Innenseite der Gehäusewand so befestigt, daß der mit
der Gehäuseöffnung ausgerichtete konische Hohlraum sich
zur Gehäuseöffnung erweitert. Es ist ferner ein den Leiter
abschnitt umgebender Mantel vorgesehen, der konische Ab
schnitte aufweist und in den konischen Hohlraum eingesetzt
wird. Erfindungswesentlich ist indessen, daß sowohl das
konische Bauteil als auch die Ummantelung aus einem flexi
blen Material besteht, beispielsweise einem Thermoplast
oder einem Elastomer. Als Material kann beispielsweise ein
Flüssigsilikongummi dienen.
Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung ermöglicht
durch die Verformungsfähigkeit der Bauteile, unvermeid
liche Fehlausrichtungen von zu verbindenden Schaltanlagen
gehäusen zu kompensieren. Außerdem bildet das Material der
Bauteile eine wirksame Dichtung, so daß spezielle Dich
tungsanordnungen zur Erzielung der erforderlichen Gasdich
tigkeit entfallen können.
Das konische Bauteil ist nach einer Ausgestaltung der Er
findung vorzugsweise mit Hilfe eines Flansches an der
Innenseite der Gehäusewand befestigt, beispielsweise mit
Hilfe von Schrauben. Der Flansch besteht dabei vorzugs
weise aus elektrisch leitendem oder halbleitendem Material,
um eine feldsteuernde Wirkung im Bereich der Gehäuseöff
nung zu gewährleisten. Zu diesem Zweck kann die Grenz
schicht zwischen dem Flanschabschnitt aus halbleitendem
Material und dem konischen Bauteil ein geeignetes Hoch
spannungsprofil, beispielsweise ein π-Borda-Profil aufwei
sen. Vorzugsweise ist der Flansch einteilig mit dem koni
schen Bauteil geformt. Dies betrifft auch den Abschnitt
aus halbleitendem Material.
Das den Leiter der Verbindungsvorrichtung umgebende Mate
rial ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung um den
Leiter herumgespritzt mit Hilfe geeigneter Verfahren. Aus
Gründen der Feldsteuerung ist zwischen der Ummantelung und
dem Leiter eine zweite Schicht angeordnet, die aus halb
leitendem Material besteht. Vorzugsweise werden beide
Schichten im Spritzgußverfahren aufgebracht. Es ist auch
denkbar, andere bekannte Formpreßverfahren anzuwenden.
Um die Flexibilität der erfindungsgemäßen Verbindungsvor
richtung zu verbessern, kann nach einer weiteren Ausgestal
tung der Erfindung der Leiter ebenfalls flexibel sein. Er
kann beispielsweise als sogenannter Litzenleiter gefertigt
werden.
Zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen dem
Leiter im Inneren des Gehäuses der Schaltanlagen und dem
Leiter der Verbindungsvorrichtung wird vorzugsweise ein
Klemmverbindungselement verwendet. Das Klemmverbindungs
element kann nach einer Ausgestaltung der Erfindung am
freien Ende als Steckerabschnitt ausgebildet sein, wobei
dann das Ende des Leiters der Schaltanlage als Steckfas
sung geformt ist. Alternativ kann das Klemmverbindungs
element am freien Ende als Lasche geformt sein, vorzugs
weise mit einer Durchbohrung, um mit dem Ende des Leiters
der Schaltanlage verschraubt zu werden. Lasche oder
Steckerabschnitt des Leiters der Verbindungsvorrichtung
befinden sich entweder innerhalb der Öffnung am freien
Ende des konischen Bauteils oder stehen über diese über.
Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung ist insbeson
dere für Schaltanlagen geeignet, deren Gehäuse unmittelbar
gegeneinander gestellt sind. Die Gehäuse können mit Hilfe
von Schrauben aneinander befestigt werden, wobei nach
einer Ausgestaltung der Erfindung die Schrauben sich durch
die Flanschen der konischen Bauteile erstrecken. Dadurch
wird eine ausreichende Abdichtung erzielt.
Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung ist jedoch
auch für beabstandet angeordnete Schaltanlagengehäuse ge
eignet. In diesem Zusammenhang sieht eine Ausgestaltung
der Erfindung vor, daß der zwischen den Gehäusen liegende
Abschnitt der Ummantelung rohrförmig ist, wobei der rohr
förmige Abschnitt von einer Schicht aus halbleitendem Ma
terial umgeben ist. Diese kann nach einer Ausgestaltung
der Erfindung mit einem Wulst oder dergleichen an ihrem
Ende versehen sein, die in Anlage mit dem Gehäuse der
Schaltanlage oder dem halbleitenden Abschnitt der Flan
schen der konischen Bauteile in Berührung steht, um die
feldsteuernde Schicht auf Erdpotential zu bringen. Für den
grundsätzlichen Aufbau der erfindungsgemäßen Verbindungs
vorrichtung ist es gleich, ob die Achsen der Öffnungen der
Schaltanlagengehäuse zueinander ausgerichtet, im rechten
Winkel zueinander stehen oder parallel beabstandet sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an
hand von Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Verbindungsvorrich
tung nach der Erfindung in einer ersten Ausführungs
form.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch ein konisches Bauteil der
Verbindungsvorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des konischen Bauteils
nach Fig. 2 in Richtung Pfeil 3.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch Leiter und Ummantelung
der Verbindungsvorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 5 zeigt gegenüber Fig. 4 eine abgewandelte Ausfüh
rungsform des Leiters.
Fig. 6 zeigt eine weitere gegenüber Fig. 4 abgewandelte
Ausführungsform des Leiters.
Fig. 7 zeigt eine erste Phase des Zusammenbaus der Ver
bindungsvorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 8 zeigt im Schnitt eine zweite Ausführungsform der
Verbindungsvorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 9 zeigt im Schnitt eine dritte Ausführungsform der
Verbindungsvorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 10 zeigt im Schnitt eine vierte Ausführungsform der
Verbindungsvorrichtung nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist ein erstes Gehäuse 10 und ein zweites Ge
häuse 12 angedeutet, welche beide eine Schaltanlage ent
halten (nicht gezeigt). Die Gehäuse sind zum Beispiel ku
bisch oder quaderförmig und mit einer Deckenwand 14 bzw.
16 versehen. Wie in Fig. 1 zu erkennen, sind die Gehäuse
10, 12 seitlich eng nebeneinandergestellt. Dadurch sind
eine Öffnung 18 in der seitlichen Gehäusewand 20 und eine
Öffnung 22 in der Gehäusewand 24 zueinander ausgerichtet.
Ein konisches Bauteil 26 weist einen Flansch 28 auf, der
gegen die Innenseite der Wand 24 anliegt. Das konische
Bauteil 26 hat einen konischen Hohlraum 30, der sich zur
Öffnung 22 erweitert. Der Außendurchmesser des konischen
Bauteils 26 vergrößert sich ebenfalls in Richtung Öffnung
22. Analog ist im Gehäuse 10 ein konisches Bauteil 32 vor
gesehen mit einem Flansch 34, der an der Wand 20 von innen
anliegt. Der konische Hohlraum des Bauteils 32 ist mit 36
bezeichnet. Die konischen Bauteile 26, 32 sind am freien
Ende mit einer Durchgangsöffnung 38 bzw. 40 versehen, in
die hinein ein Leiter 42 bzw. 44 der nicht gezeigten
Schaltanlage hineingeführt ist.
In den Fig. 2 und 3 ist das konische Bauteil 26 allein
herausgestellt. Man erkennt, daß der Flansch 28 einen se
paraten Abschnitt 46 aufweist, der aus halbleitendem Mate
rial besteht. Das Bauteil 26, insbesondere der konische
Teil ist aus einem elastischen Material geformt, beispiels
weise einem Thermoplast oder einem Elastomer. Hierfür kann
zum Beispiel Flüssig-Silikon-Gummi verwendet werden. Der
halbleitende Abschnitt 46, der zum Beispiel in einem π-
Borda-Profil in den Flansch 28 übergeht, kann beispiels
weise aus bei hoher Temperatur vulkanisiertem Vinyl-Methyl-
Silikon bestehen oder ebenfalls aus einem Flüssig-Silikon-
Gummi. Alternativ kann auch ein Polyethylen oder ein Ethy
len-Propylen-Dien-Mischpolymerisat (EPDM) verwendet wer
den, indem ein fein verteiltes Wirkmaterial vorhanden ist
zur Erhöhung der relativen Dielektrizitätskonstanten. Das
Wirkmaterial sind stark strukturierte staubfeine Teilchen
eines schwachleitenden elektrisch polarisationsfähigen
Materials in einem Massengehalt von bis zu etwa 350 g pro
kg Ausgangsmaterial. Das Wirkmaterial ist vorzugsweise Ruß.
Der Flansch weist acht in gleichem Umfang beabstandete
Öffnungen 48 auf. Vier Öffnungen 48 nehmen eine Schraube
50 auf, deren Kopf 52 in der Wand 24 versenkt ist. Mit
Hilfe einer Mutter 54 wird der Flansch von innen gegen die
Wand 28 angezogen und an dieser wirksam befestigt. Die Wand
24 liegt auf Erdpotential und damit auch der halbleitende
Abschnitt 46, der aufgrund seiner Beschaffenheit feld
steuernde Wirkung hat. Die anderen Löcher 48 nehmen einen
Schraubenbolzen 56 auf, der sich durch die Flansche 28, 34
beider Bauteile 26, 32 hindurcherstreckt (Fig. 1) und auf
dem eine Mutter 58 sitzt, um beide Flanschen 28, 34 gegen
die zugehörigen Wände 20, 24 anzuziehen und gleichzeitig
die Wände 20, 22 fest miteinander zu verbinden.
In Fig. 4 ist ein Leiter 60 gezeigt, beispielsweise von
kreisförmigem Querschnitt. Er kann litzenartig gefertigt
und auf andere Weise elastisch sein. Auf die Enden sind
Klemmverbindungselemente 62, 64 angeordnet mit einem buch
senartigen Abschnitt 66 bzw. 68, der auf die Enden des
Leiters 60 aufgepreßt ist. Das andere Ende der Klemmele
mente 62, 64 wird von einem Steckerabschnitt 70 bzw. 72
gebildet.
Der Leiter 60 ist von einer leitenden oder halbleitenden
Schicht 74 umgeben. Das Material der Schicht 74 kann aus
dem gleichen Material wie der Flanschabschnitt 46 (Fig. 2)
bestehen. Er wird vorzugsweise im Spritzverfahren auf den
Leiter 60 und den Buchsenabschnitt 66, 68 aufgebracht. Um
die Schicht 74 ist eine Schicht 76 aus isolierendem Mate
rial angeordnet, die vorzugsweise im Spritzgußverfahren
aufgeformt wird und die zwei konische Abschnitte 78, 80
aufweist, die entgegengesetzt gerichtet sind. Das Material
der Ummantelung 76 ist elastisch und besteht zum Beispiel
aus einem Elastomer oder einem Thermoplast, vorzugsweise
einem Flüssig-Silikon-Gummi. Die Abmessungen der konischen
Abschnitte 78, 80 sind derart, daß sie passend in die
Hohlräume 30, 36 der konischen Bauteile 26, 32 eingesetzt
werden können (Fig. 1 und Fig. 7). In Fig. 7 ist zu er
kennen, daß bei der Herstellung einer Verbindung gemäß
Fig. 1 zunächst ein konisches Bauteil 32 am Ende des Ge
häuses 10 in der beschriebenen Art und Weise angebracht
wird, wobei es auf den Leiter 44 aufgeschoben ist. An
schließend wird die in Fig. 4 dargestellte Einheit in den
konischen Hohlraum 36 eingefügt, wobei der Steckerab
schnitt 70 in den Fassungsabschnitt 82 des Leiters 44 ein
gesteckt wird. Die feldsteuernde halbleitende Schicht 74
legt sich dabei gegen die Stirnseite des Leiters 44 an. In
dem anderen Gehäuse 12 (in Fig. 7 nicht gezeigt) wird in
ähnlicher Weise das konische Bauteil 26 angebracht. An
schließend wird das Gehäuse 12 gegen das Gehäuse 10 heran
geführt, so daß der konische Abschnitt 80 mit dem Leiter
abschnitt und dem Klemmelement 44 in das konische Bauteil
26 eingeführt werden kann. Mögliche Fehlausrichtungen der
Gehäuse 10, 12 zueinander aufgrund unterschiedlicher Ab
messungen oder sonstiger Umstände können ohne weiteres
durch die Elastizität der konischen Bauteile 26, 32 und
der Ummantelung 76 oder auch des Leiters 60 kompensiert
werden.
In den Fig. 5 und 6 sind unterschiedliche Ausführungs
formen für den Leiter der Verbindungsvorrichtung nach Fig.
1 dargestellt. In Fig. 5 bis 6 sind mit Fig. 4 gleiche
Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, denen ein a oder
b hinzugefügt ist. Man erkennt, daß der Leiter 60a aus der
Ummantelung 76a herausgeführt ist und Steckerabschnitte
84, 86 aufweist, die in ähnlicher Weise wie die Stecker
abschnitte 70, 72 mit einem Fassungsabschnitt der Leiter
in den Schaltanlagen zusammenwirken können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist der Leiter 60b an
den Enden als Lasche 88, 96 herausgeführt mit einem Quer
loch 90, 98 zur Herstellung eines geeigneten Kontakts mit
dem Leiter der Schaltanlage.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 7 werden
die Gehäuse von Schaltanlagen oder dergleichen unmittelbar
gegeneinander gestellt. Bei den Ausführungsformen nach den
Fig. 8 bis 10 sind die Gehäuse anders angeordnet. Bei
der Beschreibung dieser Ausführungsformen werden Teile,
die weitgehend denen nach Fig. 1 gleichen, mit gleichen
Bezugszeichen versehen, denen ein oder mehrere Beistriche
hinzugefügt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind
die Gehäuse 10′, 12′ im Abstand zueinander angeordnet bzw.
ihre Seitenwände 20′, 24′ haben einen Abstand zueinander.
Die konischen Bauteile 32′, 26′ sind in gleicher Weise an
der Innenwand 20′ bzw. 24′ angebracht, wie dies in Verbin
dung mit Fig. 1 beschrieben worden ist. Der Leiter 60′ ist
entsprechend länger auszuführen und damit auch seine Um
mantelung 76′, die in dem Zwischenraum zwischen den Gehäu
sen 10′, 12′ eine rohrförmige Gestalt hat. Der Abschnitt
100 ist von einem halbleitenden Überzug 102 umgeben, der
aus gleichem oder ähnlichem Material besteht wie die
Schicht 74′ um den Leiter 60′. An den Enden hat der Über
zug 102 einen Wulst 104, 106, der gegen die Flansche 34′,
28′ anliegt, d. h. gegen seinen halbleitenden Abschnitt,
wodurch der Überzug 102 auf Erdpotential liegt. Da wie bei
der Ausführungsform nach Fig. 1 die Bauteile der Verbin
dungsvorrichtung aus elastischem Material sind, können
Fehlausrichtungen der Gehäuse 10′, 12′ ohne weiteres kom
pensiert werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 ist der Leiter 44′′
des Gehäuses 10′′ vertikal geführt, und das Gehäuse 12′′
ist höher als als Gehäuse 10′′, wobei der Leiter 42′′
horizontal geführt ist. Es ist daher erforderlich, den Lei
ter 60′′ der Verbindungsvorrichtung um 90° zu biegen. Dies
gilt auch für die Ummantelung 100′′, die wie bei der Aus
führungsform nach Fig. 8 ebenfalls rohrartig geformt ist.
Der Aufbau des Abschnitts 100′′ und die Anbringung der ko
nischen Bauteile 26′′ und 32′′ gleicht wiederum der nach
Fig. 1 bzw. Fig. 8, so daß darauf nicht im einzelnen mehr
eingegangen werden muß.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 sind die Gehäuse
10′′′ und 12′′′ zwar ebenso aneinandergestellt wie bei der
Ausführungsform nach Fig. 1, die Leiter 42′′′ und 44′′′
sind hingegen vertikal geführt, so daß eine Verbindung
außerhalb der Gehäuse 10′′′, 12′′′ stattfindet und der
Leiter 60′′′ der Verbindungsvorrichtung zweimal um 90°
gekrümmt werden muß. Außerhalb der Gehäuse 10′′′, 12′′′
ist daher ein U-förmiges Bauteil zu erkennen, das aus dem
Leiter 60′′′, der halbleitenden Schicht 74′′′, der Umman
telung 76′′′ und dem halbleitenden Überzug 102′′′ besteht,
wobei dieser Aufbau wiederum rohrförmig ist. Die übrigen
Merkmale gleichen wiederum denen der Ausführungsform nach
den Fig. 1, 8 und 9, so daß darauf nicht mehr im ein
zelnen eingegangen werden muß.
In den Fig. 8 bis 10 ist der halbleitende Flanschab
schnitt 46′, 46′′, 46′′ weiter nach unten gezogen als z. B.
der Abschnitt 46 in Fig. 2, damit ein Kontakt mit den Wül
sten 104, 106, 104′′, 106′′ und 104′′′, 106′′′ hergestellt
werden kann. Es ist auch denkbar, die Wülste radial größer
zu machen, so daß sie z. B. bis an das Blech der Gehäuse
reichen.
Insgesamt ist zu erkennen, daß bei allen Ausführungsformen
die Verbindungsvorrichtung in sich flexibel ist und daher
Toleranzen ausgleichen kann. Sie ist darüber hinaus aus
einfachen Teilen aufgebaut, leicht zu fertigen und zu mon
tieren. Sie besteht aus drei Einheiten, nämlich jeweils
zwei im Gehäuse anzuordnenden konischen Bauteilen und der
aus Leiter und Ummantelung bestehenden vorgefertigten Ein
heit, die mit den konischen Hohlräumen der konischen Bau
teile zusammenwirkt. Da die Teile der erfindungsgemäßen
Verbindungsvorrichtung aus elastischem Material bestehen,
sind sie zugleich geeignet, die Öffnungen, über die sie
mit den Gehäusen zusammenwirkt, gasdicht abzuschließen.
Claims (19)
1. Verbindungsvorrichtung für in gasdichten Gehäusen ange
ordnete Schaltanlagen oder dergleichen, insbesondere im
Mittelspannungsbereich, wobei die Gehäuse Öffnungen
aufweisen, durch die ein gegenüber dem Gehäuse elek
trisch isolierter Leiter herausgeführt ist, gekenn
zeichnet durch folgende Merkmale
- a) hohle, innen konische, an beiden Enden offene Bautei le (26, 32, 26′, 32′, 26′′, 32′′, 26′′′, 32′′′) aus flexiblem isolierendem Material sind an der Innen seite der Gehäusewand (20, 24, 20′, 24′, 20′′, 24′′, 20′′′, 24′′′) so befestigt, daß der mit der Gehäuse öffnung (18, 22) ausgerichtete konische Hohlraum (30, 36) sich zur Gehäuseöffnung erweitert;
- b) ein Leiterabschnitt (60, 60′, 60′′, 60′′′) ist von einer Ummantelung (76, 76′, 76′′, 76′′) aus einem flexiblen isolierenden Material umgeben, die an der Außenseite zwei entgegengesetzt gerichtete konische Abschnitte (78, 80; 78a, 80a; 78b, 80b) aufweist, die in den konischen Hohlraum (30, 36) der konischen Bauteile von zu verbindenden Schaltanlagen einsetz bar sind und
- c) der Leiterabschnitt (60, 60′, 60′′, 60′′′) ist an den Enden mit Hilfe von Verbindungsmitteln (62, 64; 84, 86; 92, 88) über die am freien Ende des koni schen Bauteils liegende Öffnung (38, 40) mit den Leitern (42, 44; 42′, 44′; 42′′, 44′′; 42′′′, 44′′′) im jeweiligen Gehäuse verbunden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das konische Bauteil (26, 32, 26′, 32′, 26′′, 32′′, 26′′′, 32′′′)
an dem der Gehäusewand zugekehrten Ende
einen vorzugsweise umlaufenden Flansch (28, 34, 28′, 34′, 28′′, 34′′, 28′′′, 34′′′)
aufweist zur Befestigung
an der Gehäusewand.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flansch (28, 34) zumindest teilweise aus elek
trisch leitendem oder halbleitendem Material (46) be
steht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flansch (28, 34, 28′, 34′, 28′′, 34′′, 28′′′, 34′′′)
einteilig mit dem konischen Bauteil (26, 32, 26′, 32′, 26′′, 32′′, 26′′′, 32′′′)
im Spritzgußver
fahren geformt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Grenzschicht zwischen dem Flanschabschnitt
aus halbleitendem Material und dem konischen Bauteil
ein geeignetes Hochspannungsprofil aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Leiter (60, 60′, 60′′, 60′′′)
und der Ummantelung (76, 76′, 76′′, 76′′′) eine
Schicht (74, 74′, 74′′, 74′′′) aus halbleitendem Mate
rial angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ummantelung (76, 76′, 76′′, 76′′′)
und die leitende oder halbleitende Schicht (74, 74′,
74′′, 74′′′) durch Spritzgießen an den Leiter (60, 60′, 60′′, 60′′′)
angeformt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leiter (60, 60′, 60′′, 60′′′)
ebenfalls flexibel ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß auf die Enden des Leiters (60, 60b)
ein Klemmverbindungselement (62, 64, 92) aufge
bracht ist zwecks Verbindung mit dem Leiter in der
Schaltanlage.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmverbindungselement (62, 64) am freien
Ende einen Steckerabschnitt (70, 72) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmverbindungselement (92) am freien Ende
eine Lasche (96), vorzugsweise mit einer Querbohrung (98),
aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steckerabschnitt (70, 72) oder die
Lasche (96) in die Öffnung (38, 40) des konischen Bau
teils (26, 32) hineinsteht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steckerabschnitt oder die Lasche
über die Öffnung aus dem konischen Bauteil heraussteht.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leiter einen über die Ummante
lung überstehenden Verbindungsabschnitt aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der außerhalb der Gehäuse (10′, 12′, 10′′, 12′′, 10′′′, 12′′′)
liegende Abschnitt (100,
100′′, 100′′′) rohrförmig ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der außerhalb der Gehäuse liegende
Abschnitt (100, 100′′, 100′′′) der Ummantelung von
einer Schicht (102, 102′, 103′) aus elektrisch halb
leitendem oder leitendem Material umgeben ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht (102, 102′, 103′) an den Enden mit der
zugekehrten Gehäusewand oder dem halbleitenden Ab
schnitt des konischen Bauteils in Kontakt steht.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die leitende oder halbleitende Schicht (102, 102′′, 102′′′)
an den Enden mit einem Wulst (104, 106, 104′′, 106′′, 104′′′, 106′′′)
verbunden ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß aneinander angrenzende Gehäuse (10, 12)
über Schrauben (56) verbunden sind, die durch
den Flansch (28, 34) der konischen Bauteile (26, 32)
hindurchgeführt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934315730 DE4315730A1 (de) | 1993-05-11 | 1993-05-11 | Verbindungsvorrichtung für Schaltanlagen oder dergleichen, insbesondere im Mittelspannungsbereich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934315730 DE4315730A1 (de) | 1993-05-11 | 1993-05-11 | Verbindungsvorrichtung für Schaltanlagen oder dergleichen, insbesondere im Mittelspannungsbereich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4315730A1 true DE4315730A1 (de) | 1994-11-17 |
Family
ID=6487827
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934315730 Ceased DE4315730A1 (de) | 1993-05-11 | 1993-05-11 | Verbindungsvorrichtung für Schaltanlagen oder dergleichen, insbesondere im Mittelspannungsbereich |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4315730A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1993
- 1993-05-11 DE DE19934315730 patent/DE4315730A1/de not_active Ceased
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