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DE4313168A1 - Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy's - Google Patents

Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy's

Info

Publication number
DE4313168A1
DE4313168A1 DE19934313168 DE4313168A DE4313168A1 DE 4313168 A1 DE4313168 A1 DE 4313168A1 DE 19934313168 DE19934313168 DE 19934313168 DE 4313168 A DE4313168 A DE 4313168A DE 4313168 A1 DE4313168 A1 DE 4313168A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
caddy
electromagnet
transport system
elastically deformable
iron core
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19934313168
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Irmen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
Original Assignee
W Schlafhorst AG and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by W Schlafhorst AG and Co filed Critical W Schlafhorst AG and Co
Priority to DE19934313168 priority Critical patent/DE4313168A1/de
Publication of DE4313168A1 publication Critical patent/DE4313168A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H9/00Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine
    • D01H9/18Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine for supplying bobbins, cores, receptacles, or completed packages to, or transporting from, paying-out or take-up stations ; Arrangements to prevent unwinding of roving from roving bobbins
    • D01H9/187Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine for supplying bobbins, cores, receptacles, or completed packages to, or transporting from, paying-out or take-up stations ; Arrangements to prevent unwinding of roving from roving bobbins on individual supports, e.g. pallets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Replacing, Conveying, And Pick-Finding For Filamentary Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Transportsystem für eine automatische Textilmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
Durch die DE 40 11 797 A1 ist ein gattungsgemäßes Transportsystem für eine automatische Textilmaschine bekannt. In diesem Transportsystem werden Caddy′s gesteuert entlang vorgegebener Transportwege geführt. Die Caddy′s weisen Grundplatten und Aufsteckdorne auf, auf die Spulen beziehungsweise Spulenhülsen aufsteckbar sind.
Da bei bis dahin bekannten Transportsystemen, insbesondere in Bereichen von Richtungsänderungen der Caddy′s, in die Transportbahnen eingreifende Teile von Weichen oder Stoppern vorgesehen waren, wodurch Schleppfäden erfaßt werden konnten, wurde beim gattungsgemäßen Transportsystem Abhilfe geschaffen. So wurden Elektromagnete zum gesteuerten Einwirken ihrer Magnetfelder auf die hierfür zumindest teilweise im Bereich der Grundplatten aus ferromagnetischem Material bestehenden Caddy′s eingesetzt. Diese am Rande der Transportbahnen angeordneten Elektromagnete wiesen die Nachteile des bis dahin bekannten Standes der Technik nicht auf. Elektromagnete besitzen jedoch die Eigenschaft, nach ihrem Abschalten einen verbliebenen Restmagnetismus erst allmählich abzubauen. Damit verbunden ist eine verzögerte Freigabe des jeweils vom Elektromagneten angezogenen Caddy′s.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein gattungsgemäßes Transportsystem so weiterzuentwickeln, daß ein zügiger Caddytransport gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Das sich bei eingeschaltetem Elektromagneten elastisch verformende Element besitzt in verformtem Zustand eine potentielle Energie, die beim Abschalten des Elektromagneten in kinetische Energie umgesetzt wird und den zuvor angezogenen Caddy vom Elektromagneten abstößt. Dabei ist zu beachten, daß einerseits das elastisch verformbare Element leicht genug verformbar sein muß um ein Anziehen des Caddy′s aufgrund der bei eingeschaltetem Elektromagneten erzeugten Magnetkraft zu gestatten. Andererseits muß die aufgrund der Elastizität beim Anziehen des Caddy′s gespeicherte potentielle Energie groß genug sein, um die Magnetkraft zu überwinden, die nach Abschalten des Elektromagneten aufgrund des Restmagnetismus verbleibt.
Auf diese Weise wird sofort nach Abschalten des Elektromagneten die potentielle Energie frei, wodurch ebenso sofort der Caddy abgestoßen wird. Damit ergibt sich eine Beschleunigung des Caddy-Transportes im Transportsystem insgesamt. Außerdem können aufwendigere Maßnahmen vermieden werden, um nach Abschalten des Elektromagneten den Caddy von diesem zu lösen. Derartige Maßnahmen würden zum Beispiel darin bestehen, den Elektromagneten kurzzeitig nach seinem Abschalten kurzzeitig umzupolen und durch Strom- und damit Magnetflußrichtungsänderung ein Abstoßen zu bewirken.
Demgegenüber stellt die Anordnung des elastisch verformbaren Elementes eine sehr einfache Lösung dar.
Die Erfindung ist durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 6 vorteilhaft weitergebildet.
Wenn das elastisch verformbare Element selbst aus ferromagnetischem Material besteht, ist dieses durch seine Verbindung mit einem Eisenkern des Elektromagneten Bestandteil desselben. Dadurch wird die magnetische Wirkung des Elektromagneten auf den anzuziehenden Caddy verstärkt. Dennoch ist die Magnetkraft nach dem Abschalten des Elektromagneten aufgrund des Restmagnetismus in diesem elastisch verformbaren Element so gering, daß die freigesetzte kinetische Energie den Caddy nahezu ungehindert abstößt.
Bei Verwendung eines geschlitzten Federringes oder eines O-Ringes ist die abstoßende Kraft in jeder radialen Richtung eines runden Elektromagneten gleich groß. Durch die Schlitze wird die Steifigkeit des Federringes so herabgesetzt, daß er beim Anziehen des Caddy′s verformt werden kann.
Auch mit einer flachen Zunge kann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verformungswiderstand und speicherbarer potentieller Energie erzielt werden. Zusätzlich kann bei in Transportrichtung der Caddy′s zunehmender Öffnung des zwischen Zunge und Elektromagneten ausgebildeten Spaltes eine zusätzliche Transportrichtungskomponente in Richtung zum Zungenende erzielt werden. Dabei rollt der Caddy etwas auf der Zunge ab. Daraus ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit, gegebenenfalls durch mehrmaliges Ein- und Ausschalten des Elektromagneten sogar ohne weitere Transportmittel den Caddy in der vorgesehenen Transportrichtung weiterzutransportieren.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung von Caddy und erfindungsgemäß ausgebildetem Elektromagneten,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Variante gegenüber Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Transportabschnitt für Caddy′s mit erfindungsgemäß ausgestatteten Elektromagneten nach der in Fig. 1 dargestellten Variante,
Fig. 4 eine Draufsicht wie in Fig. 3, jedoch mit zeitversetztem Bewegungsablauf der Caddy′s,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Transportabschnitt mit einer Stopp- beziehungsweise Vereinzelungseinrichtung und erfindungsgemäß nach der in Fig. 2 dargestellten Variante ausgestattetem Elektromagneten,
Fig. 6 eine Draufsicht wie in Fig. 5, jedoch mit einem zeitversetzten Bewegungsablauf der Caddy′s,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung von Caddy und erfindungsgemäß ausgebildetem Elektromagneten mit einer gegenüber Fig. 1 veränderten Anbringung des elastischen Elementes am Eisenkern des Elektromagneten,
Fig. 7a einen Horizontalschnitt durch den Eisenkern in Höhe des elastischen Elementes und
Fig. 8 eine weitere Variante der Ausbildung und Anbringung des elastischen Elementes als Perspektivdarstellung.
Bei der perspektivischen Darstellung in Fig. 1 stehen sich ein an einem Eisenkern 8 eines Elektromagneten 6 angebrachtes elastisch verformbares Element in Form einer Zunge 9 und ein Eisenring 4 der Grundplatte 3 eines Caddy′s 1 gegenüber. Durch einen Doppelpfeil soll zum Ausdruck gebracht werden, daß der Caddy 1 vom Eisenkern 8 des Elektromagneten 6 angezogen oder von der federnden Zunge 9 abgestoßen werden kann.
Der Elektromagnet 6 besitzt eine Spule 7, die auch eine Anordnung von mehreren Spulen übereinander verkörpern kann, denen der Eisenkern 8 gemeinsam ist. Die Zunge 9 ist mit einer sich radial zur Längsachse des Eisenkernes 8 erstreckenden Lasche 9′ mittels einer Schraube 10 am Eisenkern 8 verdrehsicher befestigt. Dazu kann auch in diesem Bereich der Eisenkern 8 abgeplattet sein, wodurch die verdrehsichere Halterung unterstützt wird. Ebenso ist es je nach Einsatzzweck denkbar, den Elektromagneten 6, insbesondere aber auch dessen Eisenkern 8 in einer anderen als der runden Form zur Realisierung vorliegender Erfindung auszubilden. Die spezifische Formgebung wird in jedem Falle nach Zweckmäßigkeitsgründen ausgewählt werden.
Die Grundplatte 3 des Caddy′s 1 besteht beispielhaft im wesentlichen aus dem umlaufenden Eisenring 4 und sich radial zu einem Sockelteil 2 erstreckenden speichenartigen Streben 3′. Die Grundplatte kann jedoch auch aus einem geschlossenen Profil bestehen. Der Eisenring kann auch bei der dargestellten Ausbildung der Grundplatte 3 nur ein außenliegender Teil eines mit den Speichen 3′ verbundenen Umfangsringes sein. Aus dem Sockel 2 des Caddy′s 1 ragt ein Aufsteckdorn 5, auf den Spulen beziehungsweise Spulenhülsen, die innerhalb des erfindungsgemäßen Transportsystemes transportiert werden sollen, aufgesteckt werden können.
Die Ausildung des Caddy′s 1 bei der in Fig. 2 dargestellten weiteren Variante der Erfindung entspricht der in Fig. 1. Ebenso ist der Elektromagnet 6′ im wesentlichen so ausgebildet wie der Elektromagnet 6. Ein Eisenkern 8′ ragt aus einer Spule 7′. Bei diesem Beispiel ist jedoch auf den aus der Spule 7′ herausragenden Teil des Eisenkernes 8′ ein Federring 11 aufgesteckt, der hier das elastisch verformbare Element verkörpert. Dieser Federring 11 besitzt einen zylindrischen Teil 11′, der den Federring 11 auf dem Eisenkern 8′ fixiert. Weiterer, darüberliegender Bestandteil des Federringers 11 ist ein konischer Teil 11′′, der durch Schlitze 12 unterbrochen ist. Der Eisenkern 8′ ist zur Verdeutlichung der Ausbildung insbesondere des konischen Teiles 11′′ des Federringers 11 geschnitten, das heißt, nicht in seiner vollen Länge dargestellt. Er erstreckt sich normalerweise ebenfalls mindestens analog zum ersten Beispiel bis zur Oberkante des Federringes 11. Das ist erforderlich, um die volle Magnetkraft des Elektromagneten 6′ in Höhe des Eisenringes 4 des Caddy′s 1 wirksam werden zu lassen. In dieser Ebene stehen sich, entsprechend wieder durch Doppelpfeil dargestellt, zeitversetzt eine abstoßende, durch die Elastizität des Federringes 11 bewirkte Kraft, und eine anziehende, durch den mit dem Eisenkern 8′ bewirkten Magnetfluß vorhandene magnetische Kraft gegenüber.
In den nachfolgenden Figuren soll beispielhaft verdeutlicht werden, wie die beiden in den Fig. 1 und 2 dargestellten Varianten in Transportstrecken der Caddy′s 1 bei der Ausbildung des erfindungsgemäßen Transportsystemes berücksichtigt sind. In Fig. 3 ist eine Abzweigung innerhalb eines Transportsystemes für die Caddy′s 1 dargestellt. Die auf dem Transportband 13 durch Reibschluß in Pfeilrichtung transportierten Caddy′s 1 werden durch Führungskanten 14 und 17 am Umfang ihrer Grundplatten 3 im wesentlichen seitlich zu ihrer Transportrichtung geführt. Deckplatten 15 und 16 sind in einem Abstand über dem Transportband 13 angeordnet, der größer ist als die Dicke der Grundplatten 3. Dadurch kann hauptsächlich ein Kippen der mit Spulen oder Spulenhülsen bestückten Caddy′s 1 vermieden werden. Der entsprechend große Abstand verhindert darüber hinaus ein Verklemmen der Caddy′s 1.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Abzweigung kann beispielsweise am Ende eines Hülsenrückführbandes einer Spulmaschine angeordnet sein, an der überprüft wird, ob auf den Hülsen noch Fadenreste vorhanden sind. Hierzu ist ein Restfadendetektor 23 vorhanden, der über eine nicht dargestellte zentrale Steuereinheit das Ein- beziehungsweise Ausschalten des direkt an der Abzweigung angeordneten Elektromagneten 6 bewirkt. So werden beispielsweise Hülsen mit Fadenrest durch diesen Elektromagneten 6 vom Transportband 13 auf das Transportband 18 umgelenkt, von wo sie einer Hülsenputzeinrichtung oder einer gesonderten Vorbereitungseinrichtung und dann dem Kopszuführweg der Spulmaschine wieder zugeleitet werden. Einzelheiten dieser Wegführung sind zum Beispiel aus der DE 39 19 542 A1 bekannt, weshalb an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen zu werden braucht.
Da der Restfadendetektor 23 zum Auffinden von Fadenresten, die an unterschiedlichen Stellen auf der Hülsenoberfläche angeordnet sein können, üblicherweise entlang der Hülse verfahren wird, ist es hierfür erforderlich, den die zu überprüfende Hülse tragenden Caddy 1 neben dem Restfadendetektor 23 zu stoppen. Aus diesem Grunde ist stromauf zu dem unmittelbar an der Abzweigung angeordneten Elektromagneten 6 ein weiterer Elektromagnet 6 angeordnet. Dieser weitere Elektromagnet 6 arbeitet mit einem Näherungssensor 23′ zusammen, der zum Beispiel aufgrund der umlaufenden Eisenringe 4 an den Grundplatten 3 der Caddy′s 1 auf induktiver Basis arbeiten kann.
Erreicht ein Caddy 1 mit seinem Eisenring 4 diesen Näherungssensor 23′ wird der stromaufliegende Elektromagnet 6 eingeschaltet, das heißt, dessen Spule 7 bestromt. Dadurch wird der vom Näherungssensor 23′ erkannte Caddy 1 vom Eisenkern 8 dieses Elektromagneten 6 angezogen. Er gelangt dann in die in Fig. 3 dargestellte Stellung des auf dem Transportband 13 in Transportrichtung vordersten Caddy′s 1. Beim Anziehen dieses Caddy′s 1 durch den Eisenkern 8 des Elektromagneten 6 wird eine Zunge 21, wie aus Fig. 3 ersichtlich, aufgrund ihrer Elastizität verformt. Diese Zunge 21 ist über eine Lasche 21′ mittels einer Schraube 10 auf dem Eisenkern 8 des Elektromagneten 6 befestigt. Die Lasche 21′ ist gegenüber der Darstellung der Lasche 9 in Fig. 1 etwas verlängert, wodurch in diesem Bereich zunächst der Abstand der Lasche 21 vom Eisenkern 8 gegenüber Fig. 1 etwas vergrößert ist. Dadurch verringert sich geringfügig die erforderliche Krümmung der Lasche 21 beim Kontakt mit dem Eisenring 4 eines Caddy′s 1. Um bei der durch die Verlängerung der Lasche 21′ größeren Hebelwirkung zu begegnen, kann, wie in Fig. 3 dargestellt, zusätzlich am Eisenkern 8 ein Anschlagstift 22 angeordnet sein.
Der ankommende Caddy 1, der vom Eisenkern 8 angezogen wurde, rollt etwas auf der Lasche 21 in Richtung zu deren freien Ende 21′′ ab. Dieses Abrollen wird im wesentlichen durch das weiterlaufende Transportband 13 hervorgerufen.
Sobald der Restfadendetektor 23 die vom Caddy 1 transportierte Textilspulenhülse nach Fadenresten abgetastet hat, wird die Stromversorgung der Spule 7 des stromauf angeordneten Elektromagneten 6 unterbrochen. Damit reduziert sich die Anziehungskraft des Eisenkernes 8 auf den Eisenring 4 des Caddy′s 1 bis auf einen aufgrund des Restmagnetismus verbleibenden Wert. Diese Anziehungskraft ist geringer als die Federkraft der Zunge 21, wodurch dieser Caddy 1 vom Elektromagneten 6, wie aus Fig. 4 ersichtlich, abgestoßen wird. Dieses Abstoßen erfolgt ohne Verzögerung, da der Restmagnetismus hierauf ohne nennenswerten Einfluß ist.
Hat der Restfadendetektor 23 Restfäden auf der Hülse erkannt, schaltet er, wie bereits dargelegt, den direkt an der Abzweigung liegenden Elektromagneten 6 ein, wodurch der Caddy 1 von diesem angezogen wird, auf dem Eisenkern 8 beziehungsweise der Zunge 9 abrollt und vom Transportband 18 übernommen wird, wie das in Fig. 3 sichtbar ist.
Wenn der auf das Transportband 18 umgelenkte Caddy 1 den zuletzt genannten Elektromagneten 6 passiert hat, kann dieser wieder abgeschaltet werden, da dann der Weitertransport auf dem Transportband 18 unter Führung durch eine Führungskante 19 und eine gegenüberliegende, nicht dargestellte Führungskante für die Grundplatte 3 des Caddy′s 1 erfolgt. Außerdem wird auch hier der nach dem Abschalten des Elektromagneten 6 verbleibende Restmagnetismus nicht mehr so wirksam, daß der Caddy zurückgehalten wird. Vielmehr wird durch die Zunge 9, wie das in Fig. 4 sichtbar ist, das Abstoßen des Caddy′s 1 vom Elektromagneten 6 weitestgehend in Transportrichtung bewirkt.
Wie des weiteren aus Fig. 4 ersichtlich ist, erfolgt zum gleichen Zeitpunkt bereits wieder das Abstoßen des nächstfolgenden Caddy′s 1 vom stromaufliegenden Elektromagneten 6. Für den Fall, daß der Restfadendetektor 23 erneut Restfäden auf der Hülse erkannt hat, muß der an der Abzweigung liegende Elektromagnet 6 wieder bestromt werden. Dafür ist es wichtig, daß der zuvor umgelenkte Caddy 1 diesen Elektromagneten bereits verlassen hat, um nicht erneut angezogen zu werden.
Bei der im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 dargestellten Variante eines erfindungsgemäß eingesetzten elastisch verformbaren Elementes stößt dieses nach Abschalten des jeweiligen Elektromagneten den zuvor angezogenen Caddy nicht nur radial ab, sondern mit einer zusätzlichen Richtungskomponente in der vorgesehenen Transportrichtung. Im Grunde ist es deshalb auch möglich, durch mehrmaliges Ein- und Ausschalten des Elektromagneten, auch ohne Unterstützung durch hier vorgesehene Transportbänder, den Caddy in einer gewünschten Transportrichtung weiterzubewegen.
Bei der Variante der Erfindung gemäß Fig. 5 und 6 ist ein Transportabschnitt für Caddy′s dargestellt, an dem diese kurzzeitig gestoppt und vereinzelt freigegeben werden sollen. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, wenn an einer nachgeordneten Behandlungseinrichtung der Staudruck aufgestauter Caddy′s stören würde.
Die Caddy′s 1 werden mittels Reibschluß von einem Transportband 25 transportiert. Ihre seitliche Führung erhalten sie durch Führungskanten 27, 28 und 32, die am Umfang der Grundplatten 3 der Caddy′s 1 angreifen. Deckplatten 26 und 29 verhindern auch hier das Kippen der Caddy′s. Ein Näherungssensor 30 ermittelt die Ankunft eines Caddy′s und löst damit das Einschalten des Elektromagneten 6′ aus. Dadurch wird der Caddy 1 mit seinem Eisenring 4 vom Eisenkern 8′ der Spulen 7′ angezogen. Durch die Magnetkraft wird die Elastizitätskraft des in seinem oberen Bereich mit Schlitzen 12 versehenen Federringes 11 überwunden, wie das in Fig. 5 bei dem gestoppten Caddy 1 zu sehen ist. Ein Anschlag 31 unterstützt während der Zeit, während der der Caddy 1 nicht weitertransportiert werden soll, den Elektromagneten 6′, indem er für den Caddy eine zusätzliche Anlage bildet.
Um die Mitnahmekraft des Transportbandes 25 während des Stoppens eines Caddy′s herabzusetzen, ist die Anordnung der Stoppeinrichtung in Verbindung mit Formgebung und Anordnung der Führungskanten 27 und 28 so getroffen, daß dieser Caddy nur etwa zur Hälfte auf dem Transportband 25 aufliegt. Darüber hinaus wird insbesondere vom Führungsprofil 27 auch noch ein Großteil des Stauschubes stromauf aufgestauter Caddy′s 1 aufgenommen.
Nach Unterbrechung der Stromzufuhr zur Spule 7′′ zum Beispiel nach vorgegebenem Zeitabstand, entspannt sich der Federring 11 in seinem oberen konischen Teil 11′′ und stößt den zuvor gestoppten Caddy 1 in Weitertransportrichtung entgegen der verbliebenen Magnetkraft aufgrund von Restmagnetismus ab. Dieser Caddy 1 rollt dann über den Anschlag 31 und die Führungskante 32 vollständig zurück auf das Transportband 25.
Obwohl es im Rahmen der Erfindung möglich ist, ein elastisch verformbares Element aus beliebigem elastischen Material einzusetzen, ist es vorteilhaft, ferromagnetisches Material einzusetzen. Dadurch wird der Magnetfluß besser übertragen und die wirksame Anziehungskraft des jeweiligen Elektromagneten weniger herabgesetzt.
In den Fig. 7 und 8 sind weitere Varianten der Ausbildung und Anbringung eines elastischen Elementes am Eisenkern eines Elektromagneten dargestellt, die an den in den Fig. 3 bis 6 dargestellten Transportabschnitten in analoger Weise angeordnet sein könnten.
Die in den Fig. 7 und 7a dargestellte Variante unterscheidet sich im wesentlichen von der in Fig. 1 dargestellten Variante lediglich durch die Anbringung eines Federbleches 33 am Eisenkern 37. Der Elektromagnet trägt hierbei das Bezugszeichen 35, während die Spule, in die der Eisenkern 37 eingesetzt ist, das Bezugszeichen 36 trägt.
Das Federblech 33 weist analog dem Federblech 9 ein freies Ende 33′′ auf. Statt der Lasche 9′ ist hier lediglich ein abgewinkelter Abschnitt 33′ des Federbleches 33 vorgesehen, der in eine der radial angeordneten keilförmigen Ausnehmungen 34 im Eisenkern 37 einsetzbar ist. Die keilförmige Ausbildung der Ausnehmungen 34 gestattet ein ausreichendes Klemmen dieses abgewinkelten Abschnittes 33′, so daß auf zusätzliche Befestigungsmaßnahmen verzichtet werden kann. Die radiale Anordnung mehrerer Ausnehmungen 34 läßt eine Anbringung des Federbleches 33 in verschiedenen Winkelstellungen zu, wodurch eine bessere Anpassung an den jeweiligen Einsatzfall gegeben ist, auch wenn die Winkelstellung der Anbringung des Elektromagneten 35 selbst im Transportsystem festgelegt ist.
Die in Fig. 8 dargestellte Variante verkörpert eine sehr einfache Lösung. So wird in eine umlaufende Nut 40 im Eisenkern 38 des Elektromagneten 35′ ein O-Ring 39 eingesetzt, der üblicherweise aus Gummi besteht. Durch die Härte des Gummis und auch die Querschnittsform des O-Ringes 39 läßt sich die Elastizitätskraft desselben in der erfindungsgemäßen Weise einstellen. Auch wenn der O-Ring aus nichtmetallischem, das heißt, nichtferromagnetischem Material besteht, wird der Caddy ausreichend vom Eisenkern 38 des Elektromagneten 35 angezogen. Ober- und/oder unterhalb des O-Ringes 39 kommt dabei der Eisenring 4 zur Anlage am Eisenkern 38, wenn der Elektromagnet 35′ eingeschaltet ist. Nach dem Abschalten des Elektromagneten 35′ ist auch hier die gespeicherte Elastizitätskraft des O-Ringes 39 groß genug, um den Eisenring 4 vom Eisenkern 38 so weit abzustoßen, daß der verbliebene Restmagnetismus den Caddy 1 nicht mehr beeinflussen kann.

Claims (6)

1. Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy′s (1), die Grundplatten (3) und Aufsteckdorne (5) aufweisen, auf die Spulen beziehungsweise Spulenhülsen aufsteckbar sind, entlang vorgegebener Transportwege, an denen Elektromagnete (6, 6′) zum gesteuerten Einwirken ihrer Magnetfelder auf die hierfür zumindest teilweise im Bereich der Grundplatten aus ferromagnetischem Material bestehenden Caddy′s angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete (6, 6′; 35; 35′) in der Höhe der Grundplatten (3) der herantransportierten Caddy′s (1) an ihrem den Caddy′s zugewandten Teil ein bei eingeschaltetem Elektromagneten durch den angezogenen Caddy elastisch verformbares Element (9; 11; 20; 33; 39) aufweisen.
2. Transportsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastisch verformbare Element (9; 11; 21; 33) aus ferromagnetischem Material besteht.
3. Transportsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei rundem Elektromagneten (6; 6′) das elastisch verformbare Element ein einseitig im wesentlichen axial geschlitzter Federring (11) mit einer im Bereich der auf den Umfang verteilten Schlitze (12) nach deren freien Ende hin zunehmenden konischen Erweiterung (11′′) ist.
4. Transportsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastisch verformbare Element ein O-Ring (39) ist, der in eine umlaufende Nut (40) des Eisenkernes (38) des Elektromagneten (35) eingesetzt ist.
5. Transportsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastisch verformbare Element eine einseitig am Umfang des jeweiligen Elektromagneten (6; 6′; 35) befestigte flache Zunge (9; 21; 33) mit einem gegenüber dem Umfang eines Eisenkernes (8; 37) des runden Elektromagneten größeren Krümmungsradius ist.
6. Transportsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (9; 21; 33) so befestigt ist, daß ihr Abstand zum Umfang des jeweiligen Elektromagneten in Transportrichtung der Caddy′s zunehmend ist.
DE19934313168 1993-04-22 1993-04-22 Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy's Withdrawn DE4313168A1 (de)

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