DE4313168A1 - Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy's - Google Patents
Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy'sInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Transportsystem für eine
automatische Textilmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffes
des Anspruches 1.
Durch die DE 40 11 797 A1 ist ein gattungsgemäßes
Transportsystem für eine automatische Textilmaschine bekannt.
In diesem Transportsystem werden Caddy′s gesteuert entlang
vorgegebener Transportwege geführt. Die Caddy′s weisen
Grundplatten und Aufsteckdorne auf, auf die Spulen
beziehungsweise Spulenhülsen aufsteckbar sind.
Da bei bis dahin bekannten Transportsystemen, insbesondere in
Bereichen von Richtungsänderungen der Caddy′s, in die
Transportbahnen eingreifende Teile von Weichen oder Stoppern
vorgesehen waren, wodurch Schleppfäden erfaßt werden konnten,
wurde beim gattungsgemäßen Transportsystem Abhilfe geschaffen.
So wurden Elektromagnete zum gesteuerten Einwirken ihrer
Magnetfelder auf die hierfür zumindest teilweise im Bereich der
Grundplatten aus ferromagnetischem Material bestehenden Caddy′s
eingesetzt. Diese am Rande der Transportbahnen angeordneten
Elektromagnete wiesen die Nachteile des bis dahin bekannten
Standes der Technik nicht auf. Elektromagnete besitzen jedoch
die Eigenschaft, nach ihrem Abschalten einen verbliebenen
Restmagnetismus erst allmählich abzubauen. Damit verbunden ist
eine verzögerte Freigabe des jeweils vom Elektromagneten
angezogenen Caddy′s.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein gattungsgemäßes
Transportsystem so weiterzuentwickeln, daß ein zügiger
Caddytransport gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Das sich bei eingeschaltetem Elektromagneten elastisch
verformende Element besitzt in verformtem Zustand eine
potentielle Energie, die beim Abschalten des Elektromagneten in
kinetische Energie umgesetzt wird und den zuvor angezogenen
Caddy vom Elektromagneten abstößt. Dabei ist zu beachten, daß
einerseits das elastisch verformbare Element leicht genug
verformbar sein muß um ein Anziehen des Caddy′s aufgrund der
bei eingeschaltetem Elektromagneten erzeugten Magnetkraft zu
gestatten. Andererseits muß die aufgrund der Elastizität beim
Anziehen des Caddy′s gespeicherte potentielle Energie groß
genug sein, um die Magnetkraft zu überwinden, die nach
Abschalten des Elektromagneten aufgrund des Restmagnetismus
verbleibt.
Auf diese Weise wird sofort nach Abschalten des Elektromagneten
die potentielle Energie frei, wodurch ebenso sofort der Caddy
abgestoßen wird. Damit ergibt sich eine Beschleunigung des
Caddy-Transportes im Transportsystem insgesamt. Außerdem können
aufwendigere Maßnahmen vermieden werden, um nach Abschalten des
Elektromagneten den Caddy von diesem zu lösen. Derartige
Maßnahmen würden zum Beispiel darin bestehen, den
Elektromagneten kurzzeitig nach seinem Abschalten kurzzeitig
umzupolen und durch Strom- und damit
Magnetflußrichtungsänderung ein Abstoßen zu bewirken.
Demgegenüber stellt die Anordnung des elastisch verformbaren
Elementes eine sehr einfache Lösung dar.
Die Erfindung ist durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 6
vorteilhaft weitergebildet.
Wenn das elastisch verformbare Element selbst aus
ferromagnetischem Material besteht, ist dieses durch seine
Verbindung mit einem Eisenkern des Elektromagneten Bestandteil
desselben. Dadurch wird die magnetische Wirkung des
Elektromagneten auf den anzuziehenden Caddy verstärkt. Dennoch
ist die Magnetkraft nach dem Abschalten des Elektromagneten
aufgrund des Restmagnetismus in diesem elastisch verformbaren
Element so gering, daß die freigesetzte kinetische Energie den
Caddy nahezu ungehindert abstößt.
Bei Verwendung eines geschlitzten Federringes oder eines
O-Ringes ist die abstoßende Kraft in jeder radialen Richtung
eines runden Elektromagneten gleich groß. Durch die Schlitze
wird die Steifigkeit des Federringes so herabgesetzt, daß er
beim Anziehen des Caddy′s verformt werden kann.
Auch mit einer flachen Zunge kann ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen Verformungswiderstand und speicherbarer potentieller
Energie erzielt werden. Zusätzlich kann bei in
Transportrichtung der Caddy′s zunehmender Öffnung des zwischen
Zunge und Elektromagneten ausgebildeten Spaltes eine
zusätzliche Transportrichtungskomponente in Richtung zum
Zungenende erzielt werden. Dabei rollt der Caddy etwas auf der
Zunge ab. Daraus ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit,
gegebenenfalls durch mehrmaliges Ein- und Ausschalten des
Elektromagneten sogar ohne weitere Transportmittel den Caddy in
der vorgesehenen Transportrichtung weiterzutransportieren.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung von Caddy und
erfindungsgemäß ausgebildetem Elektromagneten,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Variante
gegenüber Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Transportabschnitt für
Caddy′s mit erfindungsgemäß ausgestatteten
Elektromagneten nach der in Fig. 1 dargestellten
Variante,
Fig. 4 eine Draufsicht wie in Fig. 3, jedoch mit
zeitversetztem Bewegungsablauf der Caddy′s,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Transportabschnitt mit einer
Stopp- beziehungsweise Vereinzelungseinrichtung und
erfindungsgemäß nach der in Fig. 2 dargestellten
Variante ausgestattetem Elektromagneten,
Fig. 6 eine Draufsicht wie in Fig. 5, jedoch mit einem
zeitversetzten Bewegungsablauf der Caddy′s,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung von Caddy und
erfindungsgemäß ausgebildetem Elektromagneten mit einer
gegenüber Fig. 1 veränderten Anbringung des elastischen
Elementes am Eisenkern des Elektromagneten,
Fig. 7a einen Horizontalschnitt durch den Eisenkern in Höhe des
elastischen Elementes und
Fig. 8 eine weitere Variante der Ausbildung und Anbringung des
elastischen Elementes als Perspektivdarstellung.
Bei der perspektivischen Darstellung in Fig. 1 stehen sich ein
an einem Eisenkern 8 eines Elektromagneten 6 angebrachtes
elastisch verformbares Element in Form einer Zunge 9 und ein
Eisenring 4 der Grundplatte 3 eines Caddy′s 1 gegenüber. Durch
einen Doppelpfeil soll zum Ausdruck gebracht werden, daß der
Caddy 1 vom Eisenkern 8 des Elektromagneten 6 angezogen oder
von der federnden Zunge 9 abgestoßen werden kann.
Der Elektromagnet 6 besitzt eine Spule 7, die auch eine
Anordnung von mehreren Spulen übereinander verkörpern kann,
denen der Eisenkern 8 gemeinsam ist. Die Zunge 9 ist mit einer
sich radial zur Längsachse des Eisenkernes 8 erstreckenden
Lasche 9′ mittels einer Schraube 10 am Eisenkern 8
verdrehsicher befestigt. Dazu kann auch in diesem Bereich der
Eisenkern 8 abgeplattet sein, wodurch die verdrehsichere
Halterung unterstützt wird. Ebenso ist es je nach Einsatzzweck
denkbar, den Elektromagneten 6, insbesondere aber auch dessen
Eisenkern 8 in einer anderen als der runden Form zur
Realisierung vorliegender Erfindung auszubilden. Die
spezifische Formgebung wird in jedem Falle nach
Zweckmäßigkeitsgründen ausgewählt werden.
Die Grundplatte 3 des Caddy′s 1 besteht beispielhaft im
wesentlichen aus dem umlaufenden Eisenring 4 und sich radial zu
einem Sockelteil 2 erstreckenden speichenartigen Streben 3′.
Die Grundplatte kann jedoch auch aus einem geschlossenen Profil
bestehen. Der Eisenring kann auch bei der dargestellten
Ausbildung der Grundplatte 3 nur ein außenliegender Teil eines
mit den Speichen 3′ verbundenen Umfangsringes sein. Aus dem
Sockel 2 des Caddy′s 1 ragt ein Aufsteckdorn 5, auf den Spulen
beziehungsweise Spulenhülsen, die innerhalb des
erfindungsgemäßen Transportsystemes transportiert werden
sollen, aufgesteckt werden können.
Die Ausildung des Caddy′s 1 bei der in Fig. 2 dargestellten
weiteren Variante der Erfindung entspricht der in Fig. 1.
Ebenso ist der Elektromagnet 6′ im wesentlichen so ausgebildet
wie der Elektromagnet 6. Ein Eisenkern 8′ ragt aus einer Spule
7′. Bei diesem Beispiel ist jedoch auf den aus der Spule 7′
herausragenden Teil des Eisenkernes 8′ ein Federring 11
aufgesteckt, der hier das elastisch verformbare Element
verkörpert. Dieser Federring 11 besitzt einen zylindrischen
Teil 11′, der den Federring 11 auf dem Eisenkern 8′ fixiert.
Weiterer, darüberliegender Bestandteil des Federringers 11 ist
ein konischer Teil 11′′, der durch Schlitze 12 unterbrochen
ist. Der Eisenkern 8′ ist zur Verdeutlichung der Ausbildung
insbesondere des konischen Teiles 11′′ des Federringers 11
geschnitten, das heißt, nicht in seiner vollen Länge
dargestellt. Er erstreckt sich normalerweise ebenfalls
mindestens analog zum ersten Beispiel bis zur Oberkante des
Federringes 11. Das ist erforderlich, um die volle Magnetkraft
des Elektromagneten 6′ in Höhe des Eisenringes 4 des Caddy′s 1
wirksam werden zu lassen. In dieser Ebene stehen sich,
entsprechend wieder durch Doppelpfeil dargestellt, zeitversetzt
eine abstoßende, durch die Elastizität des Federringes 11
bewirkte Kraft, und eine anziehende, durch den mit dem
Eisenkern 8′ bewirkten Magnetfluß vorhandene magnetische Kraft
gegenüber.
In den nachfolgenden Figuren soll beispielhaft verdeutlicht
werden, wie die beiden in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Varianten in Transportstrecken der Caddy′s 1 bei der Ausbildung
des erfindungsgemäßen Transportsystemes berücksichtigt sind. In
Fig. 3 ist eine Abzweigung innerhalb eines Transportsystemes
für die Caddy′s 1 dargestellt. Die auf dem Transportband 13
durch Reibschluß in Pfeilrichtung transportierten Caddy′s 1
werden durch Führungskanten 14 und 17 am Umfang ihrer
Grundplatten 3 im wesentlichen seitlich zu ihrer
Transportrichtung geführt. Deckplatten 15 und 16 sind in einem
Abstand über dem Transportband 13 angeordnet, der größer ist
als die Dicke der Grundplatten 3. Dadurch kann hauptsächlich
ein Kippen der mit Spulen oder Spulenhülsen bestückten Caddy′s
1 vermieden werden. Der entsprechend große Abstand verhindert
darüber hinaus ein Verklemmen der Caddy′s 1.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Abzweigung kann
beispielsweise am Ende eines Hülsenrückführbandes einer
Spulmaschine angeordnet sein, an der überprüft wird, ob auf den
Hülsen noch Fadenreste vorhanden sind. Hierzu ist ein
Restfadendetektor 23 vorhanden, der über eine nicht
dargestellte zentrale Steuereinheit das Ein- beziehungsweise
Ausschalten des direkt an der Abzweigung angeordneten
Elektromagneten 6 bewirkt. So werden beispielsweise Hülsen mit
Fadenrest durch diesen Elektromagneten 6 vom Transportband 13
auf das Transportband 18 umgelenkt, von wo sie einer
Hülsenputzeinrichtung oder einer gesonderten
Vorbereitungseinrichtung und dann dem Kopszuführweg der
Spulmaschine wieder zugeleitet werden. Einzelheiten dieser
Wegführung sind zum Beispiel aus der DE 39 19 542 A1 bekannt,
weshalb an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen zu
werden braucht.
Da der Restfadendetektor 23 zum Auffinden von Fadenresten, die
an unterschiedlichen Stellen auf der Hülsenoberfläche
angeordnet sein können, üblicherweise entlang der Hülse
verfahren wird, ist es hierfür erforderlich, den die zu
überprüfende Hülse tragenden Caddy 1 neben dem Restfadendetektor
23 zu stoppen. Aus diesem Grunde ist stromauf zu dem
unmittelbar an der Abzweigung angeordneten Elektromagneten 6
ein weiterer Elektromagnet 6 angeordnet. Dieser weitere
Elektromagnet 6 arbeitet mit einem Näherungssensor 23′
zusammen, der zum Beispiel aufgrund der umlaufenden Eisenringe
4 an den Grundplatten 3 der Caddy′s 1 auf induktiver Basis
arbeiten kann.
Erreicht ein Caddy 1 mit seinem Eisenring 4 diesen
Näherungssensor 23′ wird der stromaufliegende Elektromagnet 6
eingeschaltet, das heißt, dessen Spule 7 bestromt. Dadurch wird
der vom Näherungssensor 23′ erkannte Caddy 1 vom Eisenkern 8
dieses Elektromagneten 6 angezogen. Er gelangt dann in die in
Fig. 3 dargestellte Stellung des auf dem Transportband 13 in
Transportrichtung vordersten Caddy′s 1. Beim Anziehen dieses
Caddy′s 1 durch den Eisenkern 8 des Elektromagneten 6 wird eine
Zunge 21, wie aus Fig. 3 ersichtlich, aufgrund ihrer
Elastizität verformt. Diese Zunge 21 ist über eine Lasche 21′
mittels einer Schraube 10 auf dem Eisenkern 8 des
Elektromagneten 6 befestigt. Die Lasche 21′ ist gegenüber der
Darstellung der Lasche 9 in Fig. 1 etwas verlängert, wodurch in
diesem Bereich zunächst der Abstand der Lasche 21 vom Eisenkern
8 gegenüber Fig. 1 etwas vergrößert ist. Dadurch verringert
sich geringfügig die erforderliche Krümmung der Lasche 21 beim
Kontakt mit dem Eisenring 4 eines Caddy′s 1. Um bei der durch
die Verlängerung der Lasche 21′ größeren Hebelwirkung zu
begegnen, kann, wie in Fig. 3 dargestellt, zusätzlich am
Eisenkern 8 ein Anschlagstift 22 angeordnet sein.
Der ankommende Caddy 1, der vom Eisenkern 8 angezogen wurde,
rollt etwas auf der Lasche 21 in Richtung zu deren freien Ende
21′′ ab. Dieses Abrollen wird im wesentlichen durch das
weiterlaufende Transportband 13 hervorgerufen.
Sobald der Restfadendetektor 23 die vom Caddy 1 transportierte
Textilspulenhülse nach Fadenresten abgetastet hat, wird die
Stromversorgung der Spule 7 des stromauf angeordneten
Elektromagneten 6 unterbrochen. Damit reduziert sich die
Anziehungskraft des Eisenkernes 8 auf den Eisenring 4 des
Caddy′s 1 bis auf einen aufgrund des Restmagnetismus
verbleibenden Wert. Diese Anziehungskraft ist geringer als die
Federkraft der Zunge 21, wodurch dieser Caddy 1 vom
Elektromagneten 6, wie aus Fig. 4 ersichtlich, abgestoßen wird.
Dieses Abstoßen erfolgt ohne Verzögerung, da der
Restmagnetismus hierauf ohne nennenswerten Einfluß ist.
Hat der Restfadendetektor 23 Restfäden auf der Hülse erkannt,
schaltet er, wie bereits dargelegt, den direkt an der
Abzweigung liegenden Elektromagneten 6 ein, wodurch der Caddy 1
von diesem angezogen wird, auf dem Eisenkern 8 beziehungsweise
der Zunge 9 abrollt und vom Transportband 18 übernommen wird,
wie das in Fig. 3 sichtbar ist.
Wenn der auf das Transportband 18 umgelenkte Caddy 1 den
zuletzt genannten Elektromagneten 6 passiert hat, kann dieser
wieder abgeschaltet werden, da dann der Weitertransport auf dem
Transportband 18 unter Führung durch eine Führungskante 19 und
eine gegenüberliegende, nicht dargestellte Führungskante für
die Grundplatte 3 des Caddy′s 1 erfolgt. Außerdem wird auch
hier der nach dem Abschalten des Elektromagneten 6 verbleibende
Restmagnetismus nicht mehr so wirksam, daß der Caddy
zurückgehalten wird. Vielmehr wird durch die Zunge 9, wie das
in Fig. 4 sichtbar ist, das Abstoßen des Caddy′s 1 vom
Elektromagneten 6 weitestgehend in Transportrichtung bewirkt.
Wie des weiteren aus Fig. 4 ersichtlich ist, erfolgt zum
gleichen Zeitpunkt bereits wieder das Abstoßen des
nächstfolgenden Caddy′s 1 vom stromaufliegenden Elektromagneten
6. Für den Fall, daß der Restfadendetektor 23 erneut Restfäden
auf der Hülse erkannt hat, muß der an der Abzweigung liegende
Elektromagnet 6 wieder bestromt werden. Dafür ist es wichtig,
daß der zuvor umgelenkte Caddy 1 diesen Elektromagneten bereits
verlassen hat, um nicht erneut angezogen zu werden.
Bei der im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 dargestellten
Variante eines erfindungsgemäß eingesetzten elastisch
verformbaren Elementes stößt dieses nach Abschalten des
jeweiligen Elektromagneten den zuvor angezogenen Caddy nicht
nur radial ab, sondern mit einer zusätzlichen
Richtungskomponente in der vorgesehenen Transportrichtung. Im
Grunde ist es deshalb auch möglich, durch mehrmaliges Ein- und
Ausschalten des Elektromagneten, auch ohne Unterstützung durch
hier vorgesehene Transportbänder, den Caddy in einer
gewünschten Transportrichtung weiterzubewegen.
Bei der Variante der Erfindung gemäß Fig. 5 und 6 ist ein
Transportabschnitt für Caddy′s dargestellt, an dem diese
kurzzeitig gestoppt und vereinzelt freigegeben werden sollen.
Dies kann beispielsweise erforderlich sein, wenn an einer
nachgeordneten Behandlungseinrichtung der Staudruck
aufgestauter Caddy′s stören würde.
Die Caddy′s 1 werden mittels Reibschluß von einem Transportband
25 transportiert. Ihre seitliche Führung erhalten sie durch
Führungskanten 27, 28 und 32, die am Umfang der Grundplatten 3
der Caddy′s 1 angreifen. Deckplatten 26 und 29 verhindern auch
hier das Kippen der Caddy′s. Ein Näherungssensor 30 ermittelt
die Ankunft eines Caddy′s und löst damit das Einschalten des
Elektromagneten 6′ aus. Dadurch wird der Caddy 1 mit seinem
Eisenring 4 vom Eisenkern 8′ der Spulen 7′ angezogen. Durch die
Magnetkraft wird die Elastizitätskraft des in seinem oberen
Bereich mit Schlitzen 12 versehenen Federringes 11 überwunden,
wie das in Fig. 5 bei dem gestoppten Caddy 1 zu sehen ist. Ein
Anschlag 31 unterstützt während der Zeit, während der der Caddy
1 nicht weitertransportiert werden soll, den Elektromagneten
6′, indem er für den Caddy eine zusätzliche Anlage bildet.
Um die Mitnahmekraft des Transportbandes 25 während des
Stoppens eines Caddy′s herabzusetzen, ist die Anordnung der
Stoppeinrichtung in Verbindung mit Formgebung und Anordnung der
Führungskanten 27 und 28 so getroffen, daß dieser Caddy nur
etwa zur Hälfte auf dem Transportband 25 aufliegt. Darüber
hinaus wird insbesondere vom Führungsprofil 27 auch noch ein
Großteil des Stauschubes stromauf aufgestauter Caddy′s 1
aufgenommen.
Nach Unterbrechung der Stromzufuhr zur Spule 7′′ zum Beispiel
nach vorgegebenem Zeitabstand, entspannt sich der Federring 11
in seinem oberen konischen Teil 11′′ und stößt den zuvor
gestoppten Caddy 1 in Weitertransportrichtung entgegen der
verbliebenen Magnetkraft aufgrund von Restmagnetismus ab.
Dieser Caddy 1 rollt dann über den Anschlag 31 und die
Führungskante 32 vollständig zurück auf das Transportband 25.
Obwohl es im Rahmen der Erfindung möglich ist, ein elastisch
verformbares Element aus beliebigem elastischen Material
einzusetzen, ist es vorteilhaft, ferromagnetisches Material
einzusetzen. Dadurch wird der Magnetfluß besser übertragen und
die wirksame Anziehungskraft des jeweiligen Elektromagneten
weniger herabgesetzt.
In den Fig. 7 und 8 sind weitere Varianten der Ausbildung
und Anbringung eines elastischen Elementes am Eisenkern eines
Elektromagneten dargestellt, die an den in den Fig. 3 bis 6
dargestellten Transportabschnitten in analoger Weise angeordnet
sein könnten.
Die in den Fig. 7 und 7a dargestellte Variante unterscheidet
sich im wesentlichen von der in Fig. 1 dargestellten Variante
lediglich durch die Anbringung eines Federbleches 33 am
Eisenkern 37. Der Elektromagnet trägt hierbei das Bezugszeichen
35, während die Spule, in die der Eisenkern 37 eingesetzt ist,
das Bezugszeichen 36 trägt.
Das Federblech 33 weist analog dem Federblech 9 ein freies Ende
33′′ auf. Statt der Lasche 9′ ist hier lediglich ein
abgewinkelter Abschnitt 33′ des Federbleches 33 vorgesehen, der
in eine der radial angeordneten keilförmigen Ausnehmungen 34 im
Eisenkern 37 einsetzbar ist. Die keilförmige Ausbildung der
Ausnehmungen 34 gestattet ein ausreichendes Klemmen dieses
abgewinkelten Abschnittes 33′, so daß auf zusätzliche
Befestigungsmaßnahmen verzichtet werden kann. Die radiale
Anordnung mehrerer Ausnehmungen 34 läßt eine Anbringung des
Federbleches 33 in verschiedenen Winkelstellungen zu, wodurch
eine bessere Anpassung an den jeweiligen Einsatzfall gegeben
ist, auch wenn die Winkelstellung der Anbringung des
Elektromagneten 35 selbst im Transportsystem festgelegt ist.
Die in Fig. 8 dargestellte Variante verkörpert eine sehr
einfache Lösung. So wird in eine umlaufende Nut 40 im Eisenkern
38 des Elektromagneten 35′ ein O-Ring 39 eingesetzt, der
üblicherweise aus Gummi besteht. Durch die Härte des Gummis und
auch die Querschnittsform des O-Ringes 39 läßt sich die
Elastizitätskraft desselben in der erfindungsgemäßen Weise
einstellen. Auch wenn der O-Ring aus nichtmetallischem, das
heißt, nichtferromagnetischem Material besteht, wird der Caddy
ausreichend vom Eisenkern 38 des Elektromagneten 35 angezogen.
Ober- und/oder unterhalb des O-Ringes 39 kommt dabei der
Eisenring 4 zur Anlage am Eisenkern 38, wenn der Elektromagnet
35′ eingeschaltet ist. Nach dem Abschalten des Elektromagneten
35′ ist auch hier die gespeicherte Elastizitätskraft des
O-Ringes 39 groß genug, um den Eisenring 4 vom Eisenkern 38
so weit abzustoßen, daß der verbliebene Restmagnetismus den
Caddy 1 nicht mehr beeinflussen kann.
Claims (6)
1. Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum
gesteuerten Führen von Caddy′s (1), die Grundplatten (3)
und Aufsteckdorne (5) aufweisen, auf die Spulen
beziehungsweise Spulenhülsen aufsteckbar sind, entlang
vorgegebener Transportwege, an denen Elektromagnete (6, 6′)
zum gesteuerten Einwirken ihrer Magnetfelder auf die
hierfür zumindest teilweise im Bereich der Grundplatten aus
ferromagnetischem Material bestehenden Caddy′s angeordnet
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektromagnete (6, 6′; 35; 35′) in der Höhe der
Grundplatten (3) der herantransportierten Caddy′s (1) an
ihrem den Caddy′s zugewandten Teil ein bei eingeschaltetem
Elektromagneten durch den angezogenen Caddy elastisch
verformbares Element (9; 11; 20; 33; 39) aufweisen.
2. Transportsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastisch verformbare Element (9; 11; 21; 33) aus
ferromagnetischem Material besteht.
3. Transportsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß bei rundem Elektromagneten (6; 6′) das
elastisch verformbare Element ein einseitig im wesentlichen
axial geschlitzter Federring (11) mit einer im Bereich der
auf den Umfang verteilten Schlitze (12) nach deren freien
Ende hin zunehmenden konischen Erweiterung (11′′) ist.
4. Transportsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastisch verformbare Element ein O-Ring (39) ist,
der in eine umlaufende Nut (40) des Eisenkernes (38) des
Elektromagneten (35) eingesetzt ist.
5. Transportsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das elastisch verformbare Element eine
einseitig am Umfang des jeweiligen Elektromagneten (6; 6′;
35) befestigte flache Zunge (9; 21; 33) mit einem gegenüber
dem Umfang eines Eisenkernes (8; 37) des runden
Elektromagneten größeren Krümmungsradius ist.
6. Transportsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zunge (9; 21; 33) so befestigt ist, daß ihr Abstand
zum Umfang des jeweiligen Elektromagneten in
Transportrichtung der Caddy′s zunehmend ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934313168 DE4313168A1 (de) | 1993-04-22 | 1993-04-22 | Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy's |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934313168 DE4313168A1 (de) | 1993-04-22 | 1993-04-22 | Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy's |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4313168A1 true DE4313168A1 (de) | 1994-10-27 |
Family
ID=6486103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934313168 Withdrawn DE4313168A1 (de) | 1993-04-22 | 1993-04-22 | Transportsystem für eine automatische Textilmaschine zum gesteuerten Führen von Caddy's |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4313168A1 (de) |
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- 1993-04-22 DE DE19934313168 patent/DE4313168A1/de not_active Withdrawn
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