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DE4311269B4 - Anordnung zur Verwendung in einem Elektromagneten - Google Patents

Anordnung zur Verwendung in einem Elektromagneten Download PDF

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DE4311269B4
DE4311269B4 DE4311269A DE4311269A DE4311269B4 DE 4311269 B4 DE4311269 B4 DE 4311269B4 DE 4311269 A DE4311269 A DE 4311269A DE 4311269 A DE4311269 A DE 4311269A DE 4311269 B4 DE4311269 B4 DE 4311269B4
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Abstract

Anordnung zur Verwendung in einem Elektromagneten (110) mit einer erregbare Spule (118), wobei die Anordnung folgendes aufweist:
ein hohles Elektromagnetankerrohr, das in der Lage ist, in der Spule (118) aufgenommen zu werden, wobei das Ankerrohr darinnen eine Ankerkammer (156) besitzt;
ein stationäres Polstück (153), das ein erstes Ende der Ankerkammer (156) definiert;
einen Endstopfen (190), der ein zweites Ende der Ankerkammer (156) definiert; und
ein Ankerglied mit einer Zumeßöffnung (136) oder Drossel und einer Längsbohrung (134), die strömungsmittelmäßig verbunden sind und in der Lage sind, einen nichtlaminaren Strömungsmittelfluß durch den Anker (126) vorzusehen, wobei die Zumessöffnung (136) oder Drossel zwischen entgegengesetzten Enden der Längsbohrung (134) angeordnet ist, wobei die Längsbohrung (134) an ihren entgegengesetzten Enden einen Durchmesser besitzt, der mindestens dreimal größer ist als der Durchmesser der Zumeßöffnung (136) oder Drossel und wobei das Ankerglied in der Ankerkammer (156) positioniert ist zur Gleitbewegung bezüglich des...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf Elektromagneten und insbesondere auf Elektromagnete des proportionalen Typs.
  • Proportionalelektromagnete sind in der Technik gut bekannt, um eine Kraft-gegen-Hub-Kurve vorzusehen, die es ermöglicht, daß die Ausgangskraft des Elektromagneten proportional ist zu dem elektrischen Strom, der an die Spule angelegt wird, und die unabhängig ist von der Position des Ankers über den Arbeitsbereich des Hubs hinweg. Diese Proportionalität der Ausgangskraft ermöglicht einem solchen Elektromagneten entweder voll oder teilweise eine Last zu betreiben, und zwar durch selektives Anlegen entweder des vollen elektrischen Stroms oder eines Teils davon an die Elektromagnetspule, wodurch eine selektive Ausgangskraft geliefert wird.
  • Die US-Patente Nr. 4 539 542 und 4 604 600, nachfolgend als '542 bzw. '600 bezeichnet, zeigen typische Bauarten bekannter Proportionalelektromagnetventile. Die Elektromagnetbauart aus '542 ist im allgemeinen in 1 dargestellt und da die Bauart der '600 im wesentlichen die gleiche ist, wurde diese nicht dargestellt. Der Elektromagnet 10 verwendet eine sogenannte dreiteilige Rohranordnung. Genauer gesagt umfaßt der Elektromagnet 10 ein hohles Führungsrohr 12, das ein Ende besitzt, das mit einer Preßpassung oder in einer anderen Weise dauerhaft an einem stationären oder festen magnetischen Polstück 14 befestigt ist, das aus einem ferromagnetischen Material hergestellt ist. Obwohl dies nicht explizit in '542 oder '600 beschrieben ist, besitzen bekannte Elektromagnete dieser Bauart auch eine Endkappe oder Abdeckung 16, die dauerhaft an dem anderen Ende des Führungsrohrs 12 angebracht ist. Die zusammengesetzte dreistückige Rohranordnung ist in einer Elektromagnetspule (nicht gezeigt) aufgenommen und angebracht. Das Führungsrohr 12 definiert eine Ankerkammer 20, die in der Lage ist, einen Anker 22 oder Kern, der aus einem ferromagnetischen Material hergestellt ist, aufzunehmen. Der Anker 22 bewegt sich längs in der Ankerkammer 20, und zwar zu einer Position ansprechend auf die Größe eines magnetischen Flußpfades, der durch die Elektromagnetspule hergestellt wird.
  • Das Führungsrohr 12 ist in '542 und '600 so beschrieben, daß es vorzugsweise ein einstückiges Metallrohr ist, das aus einem magnetischen rostfreien Stahlmaterial hergestellt ist. Das Führungsrohr 12 umfaßt zwei magnetische Endabschnitte 24, 26 und einen nichtmagnetischen Mittelabschnitt 28. Der nichtmagnetische Abschnitt 28 erstreckt linear zusammen mit dem Arbeitsspalt des Ankers 22. Obwohl weder '542 noch 600' beschreiben, wie ein einzelnes Führungsrohr dieser Bauart erhalten wird, umfassen bekannte Herstellungsvorgänge die Wärmebehandlung des Führungsrohrs 12, um die gewünschten magnetischen Eigenschaften zu erreichen. Der Wärmebehandlungsvorgang kann jedoch das Führungsohr 12 verformen, wodurch es schwierig ist, die Konstruktionstoleranzen und Rohrkonzentrizität beizubehalten. Darüber hinaus kann die lokalisierte Wärmebehandlung keinen bestimmten oder scharfen Übergang zwischen den magnetischen und nichtmagnetischen Regionen vorsehen.
  • Die Beschreibungen der '542 und '600 sagen auch, daß das Führungsrohr 12 durch Hartlöten oder Zusammenschweißen eines mehrere Abschnitte aufweisenden Rohrs mit mindestens einem nichtmagnetischen Abschnitt hergestellt werden kann anstelle des einstückigen Rohrs. Eine solche mehrere Abschnitte aufweisende Bauart ist jedoch nicht wünschenswert infolge der zusätzlichen Herstellungsschwierigkeiten, die mit einer solchen Bauart zusammenhängen. Genauer gesagt hat die mehrere Stücke aufweisende, mehrere Metalle aufweisende Bauart eine übermäßige Summierung von Toleranzen in der Länge des Rohrs zur Folge. Zusätzlich macht es eine solche Konstruktion oder Bauweise schwierig, die Konzentrizität des Rohrs 12 bei zubehalten. Darüber hinaus kann der Schweiß- oder Hartlötvorgang eine Schrumpfung und Verwinden oder Deformieren induzieren, was es schwierig macht, die Konstruktionstoleranzen und die Konzentrizität beizubehalten.
  • Unabhängig davon, welche Rohrkonstruktionverwendet wird, leidet die Rohrkonstruktion der '542 und '600 an zusätzlichen Problemen. Da die Polstücke 14 und die Endkappe 16 dauerhaft an dem Rohr 10 befestigt sind, ist es unmöglich, das Rohr auf Verunreinigungen, wie zum Beispiel Metallspäne, hin zu überprüfen, nachdem der Elektromagnet 10 zusammengesetzt ist. Zusätzlich sieht die Rohrkonstruktion gemäß '542 nur einen minimalen Widerstand gegen Seitenbelastungen, Vibrationen und Schock oder Schläge vor. Dies ist besonders ein Problem bei Anwendungen wie zum Beispiel Baufahrzeugen, wo die Elektromagnete oft extremen Bedingungen ausgesetzt sind. Zum Beispiel kommt es vor, daß das Rohr 12 durch äußere Kräfte gebrochen oder gebogen wird, wie zum Beispiel solche, die ausgeübt werden, wenn ein Bediener aus Versehen auf den Elektromagnet 10 tritt.
  • Das US-Patent 5 050 840, nachfolgend als '840 bezeichnet, erkennt und bespricht einige Probleme, die mit '542 und '600 zusammenhängen. Die Elektromagnetkonstruktion gemäß '840 ist im allgemeinen in der 2 dargestellt. Insbesondere sieht '840 eine abnehmbare Endkappe 16 vor, die es möglich macht, den Anker 22 zur Wartung oder Reparatur herauszunehmen in dem Fall, daß der Elektromagnet 10 ausfällt. Zusätzlich sieht '840 eine Einstellschraube 30 vor, die verwendet werden kann, um die Position des Ankers 22 innerhalb des Rohrs einzustellen, wodurch es ermöglicht wird, eine Summierung von Toleranzen in der Länge des Rohrs 12 zu kompensieren.
  • Die Einstellschraube 30 stellt jedoch zusätzliche Probleme dar, da es möglich ist, daß sich die Schraube 30 während des Betriebs des Elektromagneten 10 löst. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Elektromagnet 10 an Baufahrzeugen verwendet wird, wo extreme Vibrationen und Schläge auftreten. Wenn sich die Einstellschraube 30 löst, ist es möglich, daß ein unerwünschtes Strömungsmittellecken auftritt. Wenn sich die Einstellschraube löst, kann sich die Hublänge des Elektromagnets zusätzlich verlängern oder verkürzen und die Leistung des Elektromagnets wird in einer unberechenbaren Art und Weise beeinflußt. Darüber hinaus verwendet '840 eine Rohrkonstruktion, die im wesentlichen keine Seitenbelastungen aushält, und löst nicht die Herstellungsprobleme, die mit '542 und '600 zusammenhängen.
  • Die '840 zeigt außerdem zusätzliche Probleme, die mit bekannten Elektromagneten zusammenhängen. Insbesondere, wenn die Elektromagnete bei der Betätigung von Hydraulikventilen verwendet werden, ist es notwendig, einen Strömungsmitteldurchlaß 32 in dem Anker 22 vorzusehen. Die '840 und andere bekannte Elektromagnete verwenden einen Öldurchlaß, der aus einer einzelnen Längsbohrung in dem Anker 22 besteht. Dieser Strömungsmitteldurchlaß 32 ermöglicht, daß Strömungsmittel durch den Anker 22 strömt, wenn sich der Anker 22 innerhalb der Ankerkammer 20 bewegt. Strömungsmitteldurchlässe dieser Bauart haben jedoch eine Ankerdämpfung zur Folge, die extrem sensibel ist auf Veränderungen in der Strömungsmittelviskosität infolge von Veränderungen in der Temperatur, wodurch es schwierig wird, ein Steuersystem zu entwerfen, das den Elektromagneten 10 über einen weiten Temperaturbereich genau steuert.
  • DE 1 896 602 U offenbart einen Elektromagneten mit gegenüber einem Spulenraum abgedichteten Ankerraum, in welchem der Anker in einem Ölbad arbeitet, wobei der Magnet zur vollkommenen Abdichtung des Ankerraums an der Drucksstange abgedichtet ist, wobei der geschlossene Ankerraum eine Ölfüllung besitzt, und wobei axiale Verbindungskanäle vorgesehen sind, um bei der Bewegung des Ankers mindestens einen Teil der Ölfüllung von dem der einen Ankerstirnseite benachbarten Ankerraum zum gegenüberliegenden Ankerraum strömen zu lassen. Dabei kann der Anker am Umfang vorgesehene Axialnuten aufweisen. Alternativ dazu kann der Anker mindestens eine Axialbohrung mit einem Rückschlagventil darin besitzen. Insbesondere kann die Axialbohrung einen Abschnitt vergrößerten Durchmessers aufweisen, wobei am Übergang zu der Bohrung geringeren Durchmessers ein Ventilsitz gebildet ist.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eines oder mehrere der oben genannten Probleme zu beseitigen und einen optimierten Proportionalelektromagneten vorzusehen, bei dem die Einflüsse der Ölviskosität auf die Bewegung des Ankers minimiert sind.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst anhand einer Anordnung zur Verwendung in einem Elektromagneten mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • In der Zeichnung zeigen:
  • 1 und 2 Querschnittsansichten von typischen Proportionalelektromagnetventilen des Standes der Technik;
  • 3 und 4 Querschnittsansichten eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
  • 5 und 6 Querschnittsansichten der vorliegenden Erfindung, die ein zweites Ausführungsbeispiel des bevorzugten Strömungsmitteldurchlasse verwenden; und
  • 7, 8 und 9 Querschnittsansichten, die die Herstellungsschritte eines Elektromagnetrohrs gemäß der vorliegenden Erfindung darstellen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung zur Verwendung in einem Elektromagneten mit einer erregbaren Spule vorgesehen. Die Vorrichtung umfaßt ein hohles Elektromagnetankerrohr, das in der Lage ist, in der Spule aufgenommen zu werden. Eine Ankerkammer ist in dem Ankerrohr angeordnet. Ein stationäres Polstückglied definiert ein erstes Ende der Ankerkammer und ein Endstopfen definiert ein zweites Ende der Ankerkammer. Die Anordnung umfaßt weiterhin ein Ankerglied mit einem Strömungsmitteldurchlaß, der in der Lage ist, einen nichtlaminaren Störmungsmittelfluß vorzusehen. Das Ankerglied ist in der Ankerkammer positioniert, und zwar zur axialen Gleitbewegung bezüglich des Polstücks und definiert einen Arbeitsspalt mit Bezug auf das Polstück.
  • Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung ein ferromagnetisches Hauptkörperglied, das in der Lage ist, in der Spule aufgenommen zu werden. Eine Ankerkammer mit einem festen Durchmesser ist in dem Hauptkörperglied angeordnet. Eine radial nach außen zeigende Verjüngung ist in der Außenoberfläche des Hauptkörperglieds gebildet. Die Verjüngung erstreckt sich zwischen der Ankerkammer und der Außenoberfläche des Hauptkörperglieds. Ein stationäres Polstück definiert ein erstes Ende der Ankerkammer und ein Endstopfen definiert ein zweites Ende der Ankerkammer. Ein Ankerglied ist in der Ankerkammer positioniert, und zwar zur axialen Gleitbewegung bezüglich des Polstücks und definiert einen Arbeitsspalt bezüglich des Polstücks. Eine nichtferromagnetische Hülse ist an dem Hauptkörperglied positioniert und fest mit diesem verbunden. Die Hülse erstreckt sich linear zusammen mit der nach außen zeigenden Verjüngung und mindestens einem Teil des Arbeitsspalts, und zwar in genügender Weise, um ausgewählten magnetischen Kraft zu ermöglichen, auf das Ankerglied ausgeübt zu werden. Eine Verbindung der Hülse und der nach außen zeigenden Verjüngung definieren einen Luftspalt, der sich von der nach außen zeigenden Verjüngung zu einer internen radialen Oberfläche des zweiten Körperteils erstreckt. Das stationäre Polstück und das Hauptkörperglied sind aus einem einzelnen Stück ferromag netischen Materials hergestellt und die Ankerkammer wird nach dem Befestigen der Hülse an dem Hauptkörperglied gebildet.
  • Das bevorzugte Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist in den 3 und 4 dargestellt. Die Konstruktion oder Bauweise der vorliegenden Erfindung ist leicht anpaßbar auf Proportionalelektromagnete, wie zum Beispiel solche, die zur Betätigung von Hydraulikventilen verwendet werden. Weiterhin ist diese Erfindung leicht anpaßbar an Gegentakt- oder Druck-Zug (push pull)-Elektromagnete.
  • Die 3 und 4 stellen einen Elektromagneten 110 dar, der folgendes umfaßt: eine abnehmbare Spuleneinheit A, eine Ankeranordnung B und eine Rohranordnung C. In 3 ist eine bekannte Hydraulikventilanordnung D in Verbindung mit dem Elektromagnet 110 dargestellt, um das Verständnis der vorliegenden Erfindung zu unterstützen. Die hydraulische Ventilanordnung D stellt eine typische Anwendung für den Elektromagneten 110 dar. Die Ventilanordnung D bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung und sollte nicht als eine Einschränkung des Umfangs der Erfindung angesehen werden.
  • Die abnehmbare Spuleneinheit A besitzt eine in der Technik herkömmliche Bauweise und zahlreiche im Handel erhältliche Spulen können verwendet werden, um die Funktion der Spuleneinheit A zu übernehmen. Die Spuleneinheit A umfaßt ein Außengehäuse 112, das aus ferromagnetischem Material hergestellt ist. Erste und zweite Endscheiben 114a, 114b sind aus ferromagnetischem Material hergestellt und sind durch Preßpassung in das Gehäuse 112 eingesetzt. Die erste Endscheibe 114a ist mit einem O-Ring 116 zur Verhinderung einer Drehung vorgesehen. Der O-Ring ist in der Lage, zum Beispiel reibungsmäßig mit einem Ventilgehäuse in Eingriff zu kommen, wodurch die Drehung der Spuleneinheit A verhindert wird. Das äußere Gehäuse 112 und die Endscheiben 114a, 114b umgeben eine elektrische Windung oder Spule 118, die auf einen Spulenkern 120 gewickelt ist. Ein elektrischer Leiter 122 ist vorgesehen zum Liefern elektrischer Leistung an die Spule 118 zum Erregen der Spule 118.
  • Die Ankeranordnung B umfaßt einen Anker 126 und einen Druckstift 128. Der Anker 126 ist aus einem ferromagnetischen Material gedreht oder gearbeitet, wie zum Beispiel resulfurisiertem oder verbleitem, geringen Kohlenstoffgehalt aufweisendem, leicht bearbeitbarem Stahl. Der Anker 126 kann aus zahlreichen anderen ferromagnetischen Materialien hergestellt sein, wie zum Beispiel Siliziumeisenstahl. Der Druckstift 128 ist aus einem nicht-ferromagnetischen Material gedreht oder gearbeitet, wie zum Beispiel austenitischem rostfreiem Stahl. Der Druckstift 128 ist dauerhaft an dem Anker 126 zur Bewegung mit dem Anker befestigt. Vorzugsweise wird dies erreicht durch Vorsehen einer Mittelbohrung in dem Anker 126 und einer Druckpassung des Druckstifts 128 in der Mittelbohrung.
  • Die Ankeranordnung B ist so aufgebaut, daß sie die Gesamtmasse des Ankers 126 minimiert, wodurch das Ansprechverhalten des Elektromagnets 110 verbessert wird. In einem vorliegenden Ausführungsbeispiel besitzt der Anker 126 eine Länge von ungefähr 29 mm und einen konstanten Außendurchmesser von ungefähr 22 mm; die exakten Ausmaße des Ankers variieren jedoch abhängig von der Anwendung und der erwünschten Leistungscharakteristiken. Es sei bemerkt, daß die Länge nicht die vom Anker 126 erhältliche Kraft beeinflußt. Die Elektromagnetkraft ist eine Funktion der Reluktanz (magnetischer Widerstand) und der magnetomotorischen Kraft oder magnetischen Spannung (mmf) des Elektromagneten. Die mmf eines Elektromagneten wird gesteuert durch die besondere Spule, die in dem Elektromagneten verwendet wird. Darüber hinaus wird die Reluktanz weder von den Massen- noch Längenverhältnissen der Polstücke des Ankers 126 beeinflußt. Dies liegt daran, daß für eine gegebene Baugröße oder Rohrlänge die gesamte Reluktanz einen konstanten Wert besitzt. Daher hat eine Verringerung der Ankerlänge eine Vergrößerung der Polstücklänge zur Folge und die gesamte Pfadreluktanz ist unverändert. Durch Verwendung eines relativ kurzen Ankers 126 kann die Ankermasse reduziert und das Ansprechverhalten des Elektromagnets 110 verbessert werden. Die Verwendung eines kurzen Ankers 126 besitzt den weiteren Vorteil, daß ermöglicht wird, daß eine kräftigere Rohranordnung C gebaut werden kann, wie unten noch beschrieben wird.
  • Der Anker 126 umfaßt ein Ankerlager (nicht gezeigt), das in einer maschinell erstellten Nut (nicht gezeigt) in dem Anker 126 gehalten wird, und besitzt einen etwas größeren Durchmesser als die Außenoberfläche des Ankers. Vorzugsweise ist das Lager entweder aus Bronze oder Teflon hergestellt. Alternativ könnte das Lager in der Form eines speziellen Ankerüberzugs oder einer Plattierung vorliegen, wie zum Beispiel eines Nickelelektrolyseüberzugs.
  • Der Anker 126 umfaßt einen Strömungsmitteldurchlaß 132, der so aufgebaut ist, daß er die Einflüsse der Ölviskosität auf die Bewegung des Ankers minimiert. Genauer gesagt haben frühere Elektromagnete typischerweise einen einzelnen Längsströmungsmitteldurchlaß, wie in 2 dargestellt, verwendet. Der Strömungsmitteldurchlaß muß einen kleinen Durchmesser besitzen, da größere Durchmesser keine ausreichende Dämpfung vorsehen würden, insbesondere wenn sich die Temperatur erhöht und somit die Viskosität verringert wird. Solche Strömungsmitteldurchlässe bewirken jedoch, daß sich die Elektromagnetdämpfung stark verändert, und zwar ansprechend auf Veränderungen in der Strömungsmittelviskosität, wenn sich die Temperatur ändert. Genauer gesagt hat ein Strömungsmitteldurchlaß der in 2 gezeigten Bauart eine Laminarströmung zur Folge. Der Dämpfungskoeffizient eines solches Strömungsmitteldurchlasses kann durch die folgende Gleichung dargestellt werden:
    Figure 00100001
    wobei B den Dämpfungskoeffizienten der inneren Reibung durch den Durchlaß darstellt, D den Durchmesser des Ankers darstellt, μ die dynamische Strömungsmittelviskosität des Strömungsmittels darstellt, l die Länge des Ankers darstellt und d den Durchmesser des Strömungsmitteldurchlasses darstellt. Aus dieser Gleichung wird deutlich, daß sich die Dämpfung als eine Funktion der dynamischen Strömungsmittelviskosität μ verändert. Dies macht es sehr schwierig, ein gutes Ansprechen des Elektromagneten über einen großen Bereich von Betriebstemperaturen beizubehalten.
  • Die vorliegende Erfindung verwendet einen Strömungsmitteldurchlaß 132, der in der Lage ist, eine nicht-laminare Strömung vorzusehen. Der Strömungsmitteldurchlaß 132 umfaßt eine Längsbohrung 134 mit vergrößertem Durchmesser und eine Zumeßöffnung oder Drossel. Die Zumeßöffnung 136 ist vorzugsweise entweder eine kurze Rohrzumeßöffnung oder eine scharfkantige Drossel. In 3 ist der Strömungsmitteldurchlaß 132 dargestellt, und zwar bestehend aus ersten und zweiten Längsbohrungen 134a, b und einer Zumeßöffnung 136, die strömungsmittelmäßig die ersten und zweiten Längsbohrungen 134a, b verbindet. Die Zumeßöffnung 136 ist so dargestellt, daß sie im wesentlichen in der Mitte des Ankers 126 liegt; es ist jedoch klar, daß die genaue Lage der Zumeßöffnung 136 in der vorliegenden Erfindung unwichtig ist. Darüber hinaus könnte der Anker 126 mehr als einen dieser Strömungsmitteldurchlässe 132 umfassen.
  • Die Dämpfung für die Längsbohrungen 134a, b mit vergrößertem Durchmesser wird noch immer durch die obige Gleichung dargestellt. Da der Zumeßöffnungsdurchmesser jedoch wesentlich kleiner ist als der Durchmesser der Längsbohrungen 134 wird die Dämpfung des Ankers 126 durch die Dämpfung über die Zumeßöffnung 136 hinweg gesteuert. Der Dämpfungskoeffizient der Zumeßöffnung 136 kann durch die folgende Gleichung dargestellt werden:
    Figure 00110001
    wobei C einen Dämpfungskoeffizienten der zweiten Ordnung der Zumeßöffnung darstellt, ρ die Strömungsmitteldichte darstellt, und Cd ein empirischer Wert ist, der den Strömumgs- oder Flußkoeffizienten für die Zumeßöffnung 136 darstellt. Die Zumeßöffnung 136 sieht eine nicht-laminare Strömung vor und dies hat eine Strömungsmitteldämpfung zur Folge, die relativ unsensibel auf die kinematische Strömungsmittelviskosität reagiert. Dies kann aus der Tatsache gesehen werden, daß die dynamische Strömungsmittelviskosität μ in der obigen Gleichung nicht auftritt. Da der Durchmesser der Zumeßöffnung 136 wesentlich kleiner ist als der Duchmesser der Längsbohrungen 134a, b wird die Dämpfung des Ankers 126 durch die Dämpfung durch die Zumeßöffnung 136 gesteuert. Der Durchmesser der Längsbohrungen 134 ist vorzugsweise zwischen 3- bis 4-mal größer als der Durchmeser der Zumeßöffnung 136; die exakten Ausmaße, die benötigt werden, um eine nicht-laminare Strömung über die Zumeßöffnung 136 und die gewünschte Dämpfung zu erhalten, muß jedoch durch Laborversuche festgestellt werden. In einem Anker mit einem Durchmesser von ungefähr 22 mm besitzen die Längsbohrungen 134a, b vorzugsweise Durchmesser von 5 bis 7 mm und die Zumeßöffnung 136 besitzt einen Durchmesser von 1,5 bis 2 mm. Ein Strömungsmitteldurchlaß dieser Bauart besitzt den Vorteil, eine Dämpfung des An kers vorzusehen, die relativ unsensibel auf Veränderungen in der Temperatur und der Strömungsmittelviskosität reagiert, da die Dämpfung des Ankers durch die Dämpfung über die Zumeßöffnung 136 hinweg gesteuert wird und die Zumeßöffnung 136 eine nicht-laminare Strömung vorsieht.
  • Der Strömungsmitteldurchlaß 132 der vorliegenden Erfindung kann zahlreiche andere Formen besitzen. Das grundlegende Erfordernis liegt darin, daß die Dämpfung des Ankers durch eine Zumeßöffnung 136 oder einen anderen Durchlaß gesteuert wird, der eine nicht-laminare Strömung vorsieht.
  • Ein alternatives Ausführungsbeispiel des Strömungsmitteldurchlasses 132 ist in den 5 und 6 dargestellt. Gemäß den 5 und 6 umfaßt der Strömungsmitteldurchlaß 132 eine Gegenbohrung 138, und zwar an dem Ende des Ankers 126, das dem Druckstift 128 entgegengesetzt liegt. Der Strömungsmitteldurchlaß 132 umfaßt weiterhin eine Querbohrung 140. Eine Zumeßöffnung 136 ist vorgesehen zum strömungsmittelmäßigen Verbinden der Gegenbohrung 138 und der Querbohrung 140. Mindestens eine Längsbohrung 134 schneidet die Querbohrung 140 von dem Druckstiftende des Ankers 126 her. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind zwei Längsbohrungen 134a, b vorgesehen. Die Längsbohrungen 134a, b besitzen einen wesentlich größeren Durchmesser als die Zumeßöffnung 136. Vorzugsweise sind die Durchmesser dieselben wie oben in Verbindung mit den 3 und 4 gezeigt. Ein Strömungsmitteldurchlaß dieser Bauart hat ungefähr einen 2-4%igen Verlust der erhältlichen Kraft zur Folge; die resultierende Unsensibilität auf die Viskosität wiegt jedoch schwerer als der Kraftverlust.
  • Die Rohranordnung C wird nun beschrieben. Um die Verständlichkeit der Figuren der Zeichnung zu erhalten, wurden die Bezugszeichen, die bei einem Beschreiben der Rohranordnung C verwendet wurden, in 4 gezeigt. Anfänglich erinnert die Rohranordnung C an bekannte Rohran ordnungen. Die Art und Weise, in der jedoch die vorliegende Anordnung C hergestellt und aufgebaut ist, sieht zahlreiche Vorteile gegenüber bekannten Rohranordnungen vor, was durch Lesen der folgenden Beschreibung verdeutlicht wird.
  • Die Rohranordnung C umfaßt ein Hauptkörperglied 150, das aus einem ferromagnetischen Material hergestellt ist. Zahlreiche Materialien sind geeignet zum Formen des Hauptkörperglieds 150, wie zum Beispiel Siliziumeisenstahl oder resulfurisierter oder verbleiter, geringen Kohlenstoffgehalt aufweisender, leicht bearbeitbarer Stahl. In der Endzusammensetzung, wie in den 3 und 4 gezeigt, umfaßt das Hauptkörperglied 150 einen ersten Körperteil 152, der ein stationäres Polstück 153 bildet und ein zweites Körperteil 154. Wie unten noch beschrieben wird, ist das gesamte Hauptkörperglied 150 jedoch aus einem einzelnen Stück ferromagnetischen Block- oder Stabmaterials gedreht oder maschinell hergestellt, wodurch die Konzentrizitätsprobleme, die mit bekannten Elektromagnetrohranordnungen zusammenhängen, vermieden werden. Das Polstück 153 definiert ein erstes Ende einer Ankerkammer 156. Die Ankerkammer 156 besitzt einen konstanten Durchmesser und ist in der Lage, den Anker 126 aufzunehmen. Da ein relativ kurzer Anker 156 verwendet wird, bietet die Rohranordnung C im Vergleich zu bekannten Elektromagneten einen erhöhten Widerstand gegen seitliche Belastungen. Genauer gesagt ist die Rohranordnung C an der Ankerkammer 156 strukturell am schwächsten, da die Rohrwände in diesem Bereich am dünnsten sind. Die Länge des Ankers 126 ist der bestimmende Faktor für die Länge der Ankerkammer 156. Daher wird, wenn die Länge des Ankers 126 minimiert wird, eine festere Rohranordnung C erreicht.
  • Das Hauptkörperglied 150 umfaßt weiterhin eine Stiftbohrung 158, die konzentrisch zu der Ankerkammer 156 ist und die in der Lage ist, den Druckstift 128 aufzunehmen. Ein Lagersitz 159 wird maschinell in die Stiftbohrung 158 gearbeitet, und zwar in der Nähe des ersten Endes des Hauptkörperglieds 150. Ein Stiftlager 160 ist in dem Lagersitz 159 angeordnet. Vorzugweise ist das Lager 160 ein Bronzelager oder ein ölimprägniertes gesintertes Lager. Ein nicht-ferromagnetischer Ankeranschlag 161, wie zum Beispiel eine Messingunterlegscheibe, ist in der Ankerkammer 156 angeordnet, und zwar zwischen dem Anker 126 und dem Polstück 153.
  • Das Hauptkörperglied 150 umfaßt einen Stiftversetzungsströmungsmitteldurchlaß 164 zum Ermöglichen, daß Strömungsmittel zwischen der Stiftbohrung 158 und der Ventilanordnung D fließt, wenn sich der Anker 126 bewegt. Ein erstes Endteil 170 des Hauptkörperglieds 150 endet in einem Ventileingriffsteil 172, der vorzugsweise die Form eines Nippels aufweist. Das Ventileingriffsteil 172 umfaßt auf seiner Außenoberfläche ein Gewinde 174 zum Eingriff mit einem Innengewinde 175 in der Ventilanordnung D, wodurch ermöglicht wird, daß die Rohranordnung C in die Ventilanordnung D geschraubt wird. Alternativ könnte das Ventileingriffsteil 172 eine glatte äußere Oberfläche umfassen und eine Bolzenbefestigung (nicht gezeigt), wie zum Beispiel eine Vierbolzenbefestigung, könnte verwendet werden zum Befestigen des Elektromagneten 110 an der Ventilanordnung D, so wie es in der Technik bekannt ist. Schlüsselabflachungen 178 werden maschinell in das Hauptkörperglied 150 gearbeitet, und zwar in der Nähe des ersten Endteils 170. Die Schlüsselabflachungen 178 sind vorgesehen, so daß ein Schlüssel verwendet werden kann, um die Rohranordnung C in die Ventilanordnung D zu schrauben, und zwar mit einem ausreichenden Drehmoment, um ein Strömungsmittellecken zu verhindern.
  • Die Rohranordnung C umfaßt auch eine nicht-ferromagnetische Hülse 180, die vorzugsweise aus rostfreiem Stahl hergestellt ist. Die Hülse 180 kann auf ein zweites Endteil 182 des Hauptkörperglieds 150 geschoben werden. Genauer gesagt umfaßt das Hauptkörperglied 150 einen Teil 184 mit reduziertem Durchmesser, der einen Außendurchmesser besitzt, der im wesentlichen der gleiche ist wie der Innendurchmesser der Hülse 180. Das Hauptkörperglied 150 umfaßt auch einen Teil 186 mit vergrößertem Durchmesser, der vorzugsweise einen Außendurchmesser besitzt, der im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser der Hülse 180 ist. Der Übergang der Teile 184, 186 mit reduziertem und vergrößertem Durchmesser bildet einen maschinell hergestellten Anschlag 188, der verwendet werden kann, um die Hülse 180 auf dem Hauptkörperglied 150 zu positionieren, und zwar während des Zusammensetzens, wie unten noch beschrieben wird.
  • Die Rohranordnung C umfaßt einen abnehmbaren Endstopfen 190, der aus einem nicht-ferromagnetischen Material, wie zum Beispiel rostfreiem Stahl, hergestellt ist. Der Endstopfen 190 definiert ein zweites Ende der Ankerkammer 156. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel besitzt der Endstopfen 190 die Form eines im Handel erhältlichen rostfreien Stahlstopfens. Der Endstopfen 190 kann schraubgewindemäßig mit dem zweiten Endteil 182 in Eingriff kommen, wodurch die Ankerkammer 156 abgedichtet wird. Eine Abdichtunterlegscheibe 191 ist zwischen dem Endstopfen 190 und dem Hauptkörperglied 150 angeordnet, um das Lecken eines Strömungsmittels zu verhindern. Alternativ könnte eine Endkappe anstatt des Endstopfens 190 verwendet werden.
  • Der Anker 126 ist in der Lage, längs in der Ankerkammer 156 zu gleiten, und zwar zwischen dem Endstopfen 190 und dem Ankeranschlag 161. Die Länge, in der sich der Anker 126 bewegt, wird als der Arbeitsspalt oder -raum des Ankers bezeichnet. Der Arbeitsraum ist der Abstand zwischen dem Anker 126 und dem Ankeranschlag 161, wenn sich der Anker 126 in der Ruheposition (das heißt wenn der Anker am weitesten von dem Polstück 153 entfernt ist) befindet. In den 3 und 4 ist der Anker 126 ungefähr in der Mitte seines Arbeitsraums gezeigt. Daher kann der Arbeitsraum in den 3 und 4 durch die Summe der Abstände zwischen den Linien a und b und den Linien c und d dargestellt werden. Die Position des Ankers 126 innerhalb der Kammer 156 wird gesteuert durch die Größe eines magnetischen Flußpfades, der durch die Spule 118 vorgesehen wird, sowie jeder Widerstandskraft, die auf den Druckstift 128 ausgeübt wird.
  • Ein Teil der Hülse umgibt einen Luftspalt 192. Genauer gesagt umfaßt das Polstück 152 eine radial nach außen zeigende Verjüngung 193, die ringförmig ist und konzentrisch zu der Mittelachse der Ankerkammer 156 liegt. Die Verjüngung 193 ist außerhalb der Ankerkammer 156 und umgibt einen Teil davon. Die zusammengesetzte Anordnung des Hauptkörpers 150 und der Hülse 180 bildet den Luftspalt 192. Die ferromagnetische Hülse 180 und der Luftspalt 192 erstrecken sich je koaxial von einer radialen Innenoberfläche 194 des zweiten Körperteils 154, und zwar zu dem Schnittpunkt der Verjüngung 193 und der Hülse 180. In den 3 und 4 ist ein nicht-ferromagnetisches Hartlötmaterial 195 in einem Teil des Luftspalts 193 gezeigt. Dieses Hartlötmaterial 195 bleibt nach dem Herstellungsvorgang zurück, wie unten noch beschrieben wird. Da das Hartlötmaterial 195 nicht ferromagnetisch ist, besitzt es den gleichen Effekt auf den magnetischen Fluß, wie es der Luftspalt 192 tut. Der Luftspalt 192 ist im wesentlichen länger als der Arbeitsraum des Ankers 126. Vorzugsweise ist der Luftspalt 192 zwischen zwei- und dreimal länger als der Arbeitsraum des Ankers 126. Das Hauptkonstruktionskriterium für den Luftspalt 192 ist, daß er lang genug ist, um ein Kurzschließen zwischen dem stationären Polstück 153 und dem zweiten Körperteil 154 zu verhindern.
  • Der Elektromagnet 110 umfaßt weiterhin Verbindungsmittel 196 zum Befestigen der Spuleneinheit A an der Rohranordnung C. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfassen die Verbindungsmittel 196 einen Schnappring 197, eine Unterlegscheibe 198 und eine Wellenfeder 199. Der Schnappring 197 ist in der Lage, in eine Gegennut 200 (siehe 9) der Außenoberfläche der Rohranordnung zu passen, wodurch die Spuleneinheit A an der Rohranordnung C gesichert wird. Die Verbindungsmittel 196 können zahlreiche Formen annehmen, wie zum Beispiel mit Gewinde versehene Befestiger.
  • Die Ventilanordnung D, wie in der 3 gezeigt, umfaßt einen Strömungsmitteldurchlaß 201 (der auch als ein Öldurchlaß bezeichnet wird), einen Anschluß 202, einen Schieber 204 und eine Schieberrückholfeder 206. Der Schieber 204 kann in seitlicher Richtung gemäß 3 frei bewegt werden, und die Bewegung des Schiebers 204 bewirkt, daß das Ventil geöffnet oder geschlossen wird, oder bewirkt, daß sich der Grad der Öffnung des Ventils vergrößert oder verringert. Die Rückholfeder 206 legt eine Rückholkraft auf den Schieber 204 an, und zwar über einen Federsitz 208. Ein Federsitz 208 ist sowohl auf den rechten als auch auf der linken Seite (nur die rechte Seite der Feder ist gezeigt) des Schiebers 204 vorgesehen, um den Schieber 204 normalerweise in eine neutrale Position vorzuspannen, und zwar in der Abwesenheit der Kraft von dem Elektromagneten 110.
  • Gemäß den 7, 8 und 9 werden nun die Schritte zur Herstellung einer Rohranordnung C gemäß der Erfindung beschrieben. Anfänglich geht die Rohranordnung C von einem Vollstück eines ferromagnetischen zylindrischen Stangenmaterials aus. 7 stellt die Rohranordnung C nach einer ersten Phase des bevorzugten Herstellungsvorgang dar. In der ersten Phase wird der Stangenstahl auf einer Drehmaschine, zum Beispiel einer automatischen Drehbank pla ziert. In dieser Phase wird die Außenoberfläche des Hauptkörperglieds 150 maschinell bearbeitet, um die Schlüsselabflachungen 178, den Ventileingiffsteil 172, den Teil 184 mit reduziertem Durchmesser, die nach außen zeigende Verjüngung 193 und den Luftspalt 192 zu bilden. Zusätzlich werden während der ersten Phase die Stiftbohrung 158, der Lagersitz 159 und der Stiftversetzungsströmungsdurchlaß 164 maschinell in das Hauptkörperglied 150 gearbeitet, und zwar unter Verwendung von Bohrvorgängen.
  • 8 stellt die Rohranordnung C nach einer zweiten Phase des bevorzugten Herstellungsvorgangs dar. In der zweiten Phase wird die nicht-ferromagnetische Hülse 180 auf den Teil 184 mit reduziertem Durchmesser des Hauptkörperglieds 150 gebracht. Das Plazieren der Hülse 180 auf dem Hauptkörperglied 150 kann durch den maschinell bearbeiteten Anschlag 188 gesteuert werden. Das Hauptkriterium ist es, daß die Hülse 180 den gesamten Luftspalt 192 abdeckt. Vor dem Plazieren der Hülse 180 auf dem Hauptkörperglied 150 wird eine Lage eines Hartlötmaterials 195, wie zum Beispiel eine Hartlötpaste, auf den Teil 184 mit reduziertem Durchmesser aufgebracht, wo die Hülse 180 den Teil 184 mit reduziertem Durchmesser überlappt. Die Hülse 180 wird dann auf dem Hauptkörperglied 150 positioniert, und die zusammengesetzte Anordnung wird durch Ofenhartlöten zusammengefügt. Alternativ könnten die Hülse 180 und das Hauptkörperglied 150 unter Verwendung von Laserschweißen oder Elektronenstrahlschweißen zusammengefügt werden, wie es in der Technik bekannt ist.
  • 9 stellt die Rohranordnung C nach einer dritten Phase des bevorzugten Herstellungsvorgangs dar. In der dritten Phase wird die Ankerkammer 156 maschinell in das Hauptkörperglied 150 gearbeitet oder gefräst. Vor dem maschinellen Bearbeiten oder Fräsen der Ankerkammer 156 ist das Hauptkörperglied 150 aus einem einzigen Stück eines ferromagnetischen Stangenstahls aufgebaut. Nach dem maschinellen Bearbeiten der Ankerkammer 126 wird das Hauptkörperglied 150 in die ersten und zweiten Körperteile 152, 154 aufgeteilt, wobei die zwei Teile durch die nicht-ferromagnetische Hülse 180 verbunden werden. Während dieser dritten Phase wird auch das zweite Endteil 182 maschinell bearbeitet oder gefräst, und zwar zur Aufnahme des abnehmbaren Endstopfens 190. Nach dem dritten maschinellen Arbeitsvorgang und nachfolgendem Reinigen ist die Rohranordnung C fertig, um in der fertiggestellten Elektromagnetanordnung verwendet zu werden.
  • Ein Elektromagnet gemäß der vorliegenden Bauart besitzt zahlreiche kommerzielle Anwendungen. Eine bevorzugte Anwendung ist jedoch die Steuerung von Hydraulikventilen, wie zum Beispiel Geräteventilen an Bau- oder Arbeitsfahrzeugen. Die Verwendung der vorliegenden Elektromagnetanordnung 10 in Verbindung mit der Ventilanordnung D wird nun beschrieben. Der Elektromagnet 110 wird von seinem Zulieferer in einem solchen Zustand (in 3 gezeigt, und zwar ohne die Ventilanordnung D) versandt, so daß er aus einer abnehmbaren Spuleneinheit A, einer Ankeranordnung B und einer Rohranordnung C besteht.
  • Der Käufer des Elektromagneten 110 verbindet den Elektromagneten 110 mit der Ventilanordnung D, und zwar in der folgenden Art und Weise. Zuerst wird die Rohranordnung C in das Gegengewinde in der Ventilanordnung D geschraubt. Ein Schlüssel kann verwendet werden, um die Rohranordnung C in die Ventilanordnung D zu schrauben, und zwar mit einem ausreichenden Drehmoment, um ein Strömungsmittellecken zu verhindern. Als nächstes wird die Spulenaneinheit A auf die Rohranordnung C geschoben. Die Wellenfeder 199 und die Unterlegscheibe 198 werden dann auf der Rohranordnung C positioniert. Zuletzt wird der Schnappring 197 in die entsprechende Nut 200 positioniert, wodurch die Spuleneinheit A an der Rohranordnung C gesichert wird. Der elektrische Verbinder wird dann mit Steuermitteln (nicht gezeigt) verbunden, die den Strom, der an die Spule 118 angelegt wird, regelt, um die Posi tion des Ankers 126 innerhalb der Ankerkammer 156 zu steuern.
  • Wenn der Elektromagnet 110 ausfällt, ist die vorliegende Bauart vorteilhaft, da die abnehmbare Spuleneinheit A leicht ersetzt werden kann, ohne Abnehmen der Rohranordnung C von der Ventilanordnung D. Dies bietet den zusätzlichen Vorteil, daß eine Verunreinigung des hydraulischen Strömungsmittels verhindert wird, wenn die Spuleneinheit A ersetzt werden muß.
  • Der vorliegende Elektromagnet verwendet einen Endstopfen 190, der zahlreiche Vorteile vorsieht. Der Endstopfen 190 kann leicht abgenommen werden, um Strömungsmittelverunreinigungen oder Beschädigungen des Ankers 126 zu überprüfen. Der Endstopfen 190 ermöglicht auch, daß der Anker 126 eingesetzt werden kann, nachdem alle Hartlöt-, Schweiß-, Fräs- und/oder Reinigungsvorgänge vollendet sind. Bei Elektromagneten, die keine abnehmbare Endkappe vorsehen, ist es möglich, daß das Teflonlager während des Schweißvorgangs beschädigt wird. Zusätzlich ermöglicht die Verwendung eines abnehmbaren Endstopfens 190, daß eine einzelne Elektromagnetbauart für mehrere unterschiedliche Anwendungen verwendet werden kann. Genauer gesagt, könnten unterschiedliche Endstopfen 190 entwickelt werden, um unterschiedliche Funktionen durchzuführen. Zum Beispiel könnte ein Endstopfen 190 mit einem manuellen Vorrangigkeits- oder Übersteuerungsmechanismus (nicht gezeigt) versehen sein zum manuellen Steuern der Ankerposition in dem Fall, daß die Spule 118 ausfällt. Bei einigen Anwendungen könnte es notwendig sein, das Ventil zu entleeren, nachdem der Elektromagnet 110 mit der Ventilanordnung verbunden ist. Bei solchen Anwendungen könnte der Endstopfen 190 mit einem Entleerungsmechanismus (nicht gezeigt) ausgerüstet sein.
  • Der vorliegende Elektromagnet verwendet eine Rohranordnung C, die viele Probleme, die mit bekannten Elektromagneten zusammenhängen, beseitigt. Genauer gesagt werden die Konzentrizitätsprobleme, die mit bekannten dreistückigen Rohranordnung zusammenhängen, beseitigt, da das Hauptkörperglied 150 von einem einzigen Stück eines Stangenmaterials ausgeht. Darüber hinaus werden die Probleme infolge der Summierung der Längstoleranzen minimiert durch die vorliegende Bauart. Die einzigen Längstoleranzen, die die Rohranordnung C in der vorliegenden Bauart beeinflussen, liegen in der Länge der Ankerkammer 156, der Länge des Ankers 126 und der Länge des Endstopfens 190. Dementgegen besaßen bekannte Elektromagnete, die die dreistückigen Rohranordnungen verwendeten, zusätzliche Toleranzen in der Länge des Polstücks und des Führungsrohrs. Darüber hinaus besaßen bekannte Führungsrohre, die unter Verwendung mehrerer Metalle aufgebaut waren, zusätzlich Toleranzen, wo die individuellen Abschnitte zusammengefügt waren. Durch Beseitigen der meisten Summierungen der Toleranzen, die mit bekannten Rohranordnungen zusammenhingen, beseitigt die vorliegende Bauart die Notwendigkeit einer Einstellschraube, wodurch die Probleme, die mit Einstellschrauben zusammenhängen, beseitigt werden.

Claims (5)

  1. Anordnung zur Verwendung in einem Elektromagneten (110) mit einer erregbare Spule (118), wobei die Anordnung folgendes aufweist: ein hohles Elektromagnetankerrohr, das in der Lage ist, in der Spule (118) aufgenommen zu werden, wobei das Ankerrohr darinnen eine Ankerkammer (156) besitzt; ein stationäres Polstück (153), das ein erstes Ende der Ankerkammer (156) definiert; einen Endstopfen (190), der ein zweites Ende der Ankerkammer (156) definiert; und ein Ankerglied mit einer Zumeßöffnung (136) oder Drossel und einer Längsbohrung (134), die strömungsmittelmäßig verbunden sind und in der Lage sind, einen nichtlaminaren Strömungsmittelfluß durch den Anker (126) vorzusehen, wobei die Zumessöffnung (136) oder Drossel zwischen entgegengesetzten Enden der Längsbohrung (134) angeordnet ist, wobei die Längsbohrung (134) an ihren entgegengesetzten Enden einen Durchmesser besitzt, der mindestens dreimal größer ist als der Durchmesser der Zumeßöffnung (136) oder Drossel und wobei das Ankerglied in der Ankerkammer (156) positioniert ist zur Gleitbewegung bezüglich des Polstücks (153) und einen Arbeitsspalt bezüglich des Polstücks (153) definiert.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, wobei der Endstopfen abnehmbar ist.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, die ferner folgendes aufweist: ein ferromagnetisches Hauptkörperglied (150), das in der Lage ist, in der Spule (118) aufgenommen zu werden, wobei das Hauptkörperglied (150) erste und zweite Körperteile (152, 154) umfaßt und eine Ankerkammer (156) mit einem konstanten Durchmesser darinnen angeordnet besitzt; eine radial nach außen zeigende Verjüngung (193), die in der Außenoberfläche des Hauptkörperglieds (150) gebildet ist, wobei sich die Verjüngung (193) zwischen der Ankerkammer (156) und der Außenoberfläche des Hauptkörperglieds (150) erstreckt; wobei das stationäre Polstück (153) in dem ersten Hauptkörperteil (152) angeordnet ist; wobei der Endstopfen (190) in dem zweiten Hauptkörperteil (154) angeordnet ist; eine nichtferromagnetische zylindrische Hülse (180), die an dem Hauptkörperglied (150) positioniert und mit diesem fest verbunden ist, wobei sich die Hülse (180) linear zusammen mit der nach außen zeigenden Verjüngung (193) und zumindest einem Teil des Arbeitsspalts erstreckt, der ausreicht, um zu ermöglichen, daß ausgewählte Magnetkräfte auf das Ankerglied ausgeübt zu werden, wobei eine Verbindung oder ein Übergang der Hülse (180) und der nach außen zeigenden Verjüngung (193) einen Luftspalt (192) definieren, der sich von der nach außen zeigenden Verjüngung (193) zu einer inneren radialen Oberfläche (194) des zweiten Hauptkörperteils (154) erstreckt; und wobei das stationäre Polstück (153), das Hauptkörperglied (150) und die ersten und zweiten Körperteile (152, 154) aus einem einzigen Stück eines ferromagnetischen Materials hergestellt sind und die Ankerkammer (156) nach dem Befestigen der Hülse (180) auf dem Hauptkörperglied (150) gebildet wird.
  4. Anordnung nach Anspruch 3, wobei das Ankerglied einen Strömungsmitteldurchlaß (132) umfaßt, der in der Lage ist, einen nichtlaminaren Strömungsmittelfluß vorzusehen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, wobei der erste Körperteil (152) weiterhin einen Ventileingriffsteil (172) umfaßt.
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