DE4311099A1 - Zweiteilige Kolbenstangenführung - Google Patents
Zweiteilige KolbenstangenführungInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
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- F16F9/32—Details
- F16F9/36—Special sealings, including sealings or guides for piston-rods
- F16F9/362—Combination of sealing and guide arrangements for piston rods
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- Fluid-Damping Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Kolbenstangenführung gemäß dem
Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Aus der DE 36 13 154 ist ein Schwingungsdämpfer mit einer
zweiteiligen aus einem Stahlblechkörper geformten Kolben
stange bekannt. Stahlblechkolbenstangenführungen haben ge
genüber Sinterwerkstoffen grundsätzlich den bedeutenden
Vorteil, daß ihre Wandstärke und damit die Masse geringer
ausfällt. Dazu kommt noch ein beträchtlicher wirtschaft
licher Vorteil gegenüber einer Sinterausführung.
Bei dem genannten Schutzrecht liegen aber einige konstruk
tive Nachteile vor. Beispielsweise besteht die Führung
zwischen den beiden Kolbenstangenführungsteilen nur aus
einer kurzen Überdeckung beider Kolbenstangenführungsteile.
Des weiteren müssen die Biegeradien im Kontaktbereich der
beiden Führungsteile sehr klein und genau ausgeführt wer
den, da sich ansonsten die Kraftübertragungsfläche zwischen
den beiden Kolbenstangenführungsteilen oder aber die An
schlagfläche für den Ölabstreifring verringert. Hinzu
kommt, daß die Lage des Ölabstreifrings eher ungünstig ist.
Die Buchse der Kolbenstangenführung liegt jenseits des Öl
abstreifrings bezüglich des kolbenstangenseitigen Arbeits
raumes. Folglich kann die Buchse nicht mit einem Ölfilm
versorgt werden. Die Wirkung des Ölabstreifringes wird von
den Längentoleranzen der Kolbenstangenführungsteile und der
Buchse bestimmt. Entsprechende Schwankungen in seiner
Funktionstüchtigkeit in Abhängigkeit der Toleranzen sind
vorprogrammiert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es,
die genannten Nachteile bei einer Blechkolbenstangenführung
zu vermeiden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den
Patentanspruch 1 gelöst.
Durch diese vorteilhafte Anordnung der Berührflächen wird
vermieden, daß sich die Berührflächen über einen
verbindenden Kleinradius zu einer Gesamtkontur fügen. Die
Berührflächen sind immer kürzer oder gleich lang wie eine
der beiden parallelen Flächen der beiden Kolbenstangenfüh
rungsteile. Dadurch entstehen Freiflächen, die Raum für
größere leicht herstellbare Radien bieten. Der aufzuwen
dende Umformgrad kann gegenüber dem genannten Stand der
Technik deutlich reduziert werden.
Eine vorteilhafte Alternativausführungsform für eine zwei
geteilte Kolbenstangenführung zeichnet sich dadurch aus,
daß das zweite Kolbenstangenführungsteil als ein gleichmä
ßiger Hülsenkörper ausgebildet ist, der mit dem ersten
Kolbenstangenführungsteil eine Preßpassung eingeht, wobei
das erste Kolbenstangenführungsteil unmittelbar zwischen
dem Behälterrohr und dem Druckrohr verspannt ist. Das
zweite Kolbenstangenführungsteil wird nur radial belastet.
Das erste Kolbenstangenführungsteil besitzt folglich nur
eine Berührfläche zum zweiten Kolbenstangenführungsteil, so
daß sich die Gestaltungsfreiheit für das erste Kolbenstan
genführungsteil deutlich vergrößert und man auf
Kleinstradien verzichten kann. Desweiteren übernimmt das
zweite Kolbenstangenführungsteil eine Adapterfunktion, so
daß das erste Kolbenstangenführungsteil für verschiedene
Dämpferdurchmesser einsetzbar ist.
Des weiteren ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die
axiale Stirnfläche des ersten Kolbenstangenführungsteiles
von einer Kreisringfläche gebildet wird, die im Bereich
zwischen dem Behälterrohr und dem Druckrohr liegt. Mit
dieser Maßnahme wird eine vergleichsweise grobe Berührflä
che erreicht, wobei die radiale Ausdehnung eher gering ge
halten werden kann.
Für eine Anwendung der Kolbenstangenführung beim Schwin
gungsdämpfer mit einer Gasvorspannung weist vorteilhafter
weise das zweite Kolbenstangenführungsteil für ein Rück
schlagventil eine axiale Spannfläche zu dem der Kolben
stangenführung gerichteten Ende des Druckrohres auf.
Der Zulauf des Dämpfmittels zum Rückschlagventil erfolgt
über mindestens eine Abflußöffnung im zweiten Kolbenstan
genführungsteil, wobei die beiden Kolbenstangenführungs
teile einen Ringraum bilden.
Gemäß einem weiteren vorteilhaften Unteranspruch bestimmt
das erste Kolbenstangenführungsteil die Gesamtlänge der
Kolbenstangenführung. Darüber hinaus besitzt das erste
Kolbenstangenführungsteil eine größere Wandstärke als das
zweite. Mit dieser Maßnahme können die Biegeradien des
zweiten Kolbenstangenführungsteils kleiner ausgeführt wer
den bei verhältnismäßig gleichem Umformaufwand, so daß es
keine Probleme für die Anformung der Spannfläche am zweiten
Kolbenstangenführungsteil gibt.
Des weiteren ist vorgesehen, daß das untere Ende des ersten
Kolbenstangenführungsteils tiefer in das Druckrohr ragt als
das zweite Kolbenstangenführungsteil, wobei das untere Ende
eine Anschlagfläche für einen Druckanschlag darstellt. Mit
dieser Maßnahme werden vorteilhafterweise vor allem Druck
kräfte und nur geringe Biegekräfte in einen zur Anwendung
kommenden Zuganschlag eingeleitet.
Vorteilhafterweise besitzt das erste Kolbenstangenfüh
rungsteil eine Aufnahme für einen Winkelring in Wirkver
bindung mit dem Ölabstreifring so daß der Ölabstreifring
zwischen einer Anschlagfläche des Winkelrings und einer
Planfläche axial beweglich ist. Durch diese Anordnung ist
die axiale Beweglichkeit des Ölabstreifrings exakt defi
niert, zusätzlich wird die Lagerbuchse ständig mit Öl be
netzt.
Bei einer Kolbenstangenführung mit einem Hülsenkörper weist
das zweite Kolbenstangenführungsteil einen axial verlau
fenden Längsschlitz auf, der eine elastische Ausweitung der
Hülse ermöglicht. Die Preßpassung kann durch den Längs
schlitz etwas größer toleriert werden. Dadurch
ergibt sich ein nicht unerheblicher Kostenvorteil. Zur Si
cherheit, insbesondere bei großen Belastungen, kann zur
Unterstützung der Preßpassung vorgesehen sein, daß das
zweite Kolbenstangenführungsteil mit dem ersten Kolben
stangenführungsteil verstemmt ist.
Alternativ besteht die Möglichkeit, daß das zweite Kolben
stangenführungsteil zwischen zwei Halteflächen des ersten
Kolbenstangenführungsteils axial gesichert ist.
Das zweite Kolbenstangenführungsteil kann wahlweise aus
Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Wird beispielsweise
der Schwerpunkt bei der Kolbenstangenführung auf die Masse
gelegt, so wird man eine Kunststoffausführung bevorzugen.
Bei der Herstellung einer Kolbenstangenführung wird in ei
nem ersten Arbeitsschritt eine Ronde aus Blech gestanzt,
dann mittels Ziehvorrichtungen die gestufte Kolbenstangen
führungsgeometrie samt einem Boden erzeugt durch
Rückstauchen in beiden Längsrichtungen die Radien angeprägt
und in einem weiteren Arbeitsschritt die Rückflußöffnungen
eingelocht. Anschließend erfolgt das Formen und Beschneiden
des damit fertig bearbeiteten Flansches. Anschließend wird
der Boden ausgestanzt und die gesamte Kolbenstangenführung
kalibriert. Im letzten Arbeitsschritt erfolgt die Anprägung
der Anschlagfläche oder Anschlagflächen für die Lager
buchsen. Durch das gezielte Ausnutzen von Freiflächen kön
nen die Toleranzen beim Umformen relativ grob gehalten
werden. Insgesamt entsteht ein beträchtlicher Kostenvorteil
gegenüber einer vergleichbaren Sinterausführung. Zusätzlich
besitzt die Kolbenstangenführung eine geringere Masse durch
den Materialwegfall im Ringraumbereich.
Anhand der folgenden Figurenbeschreibung soll die Erfindung
näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 zweiteilige Kolbenstangenführung mit ge
stufter Geometrie,
Fig. 2 u. 3 Kolbenstangenführung mit einem gleichmä
ßigen Hülsenkörper als zweites
Kolbenstangenführungsteil,
Fig. 4 Fertigungsablauf eines ersten
Kolbenstangenführungsteils.
Die Fig. 1 beschränkt sich auf das
kolbenstangenaustrittseitige Ende eines Schwingungsdämp
fers 1. Innerhalb eines Behälterrohres 3 ist koaxial ein
Druck auf 5 angeordnet, das von einer zweiteiligen Kolben
stangenführung 7 positioniert wird. Innerhalb der Kolben
stangenführung 7 ist eine Lagerbuchse 9 eingepreßt, die
eine Kolbenstange 11 führt. Eine Kolbenstangendichtung 13
verschließt den Schwingungsdämpfer 1.
Die Kolbenstangenführung 7 besteht aus einem ersten und
einem zweiten Kolbenstangenführungsteil 7a, 7b. Sie sind
beide spanlos aus einem Stahlblechkörper geformt. Das erste
Kolbenstangenführungsteil besitzt einen Flansch 15, der
zusammen mit einer Dichtung 17 das Behälterrohr 3 gegenüber
der Atmosphäre abdichtet. Dem Flansch 15 schließt sich eine
waagerechte Auflagefläche 21 für die Kolbenstangendichtung
13 an. Mit dem Flansch 15 ist ein gestufter rohrförmiger
Abschnitt verbunden. In der ersten Stufe 23a sind Rück
flußöffnungen 25 eingebracht, die eine Verbindung zu einem
zwischen dem Behälterrohr 3 und dem Druckrohr 5 befind
lichen Ausgleichsraum 27 darstellen. Eine zweite Stufe 23b
nimmt einen Winkelring 29 auf, der durch die axial verlau
fende Umfangsfläche 31 zentriert und durch eine waagerechte
Stützfläche 33 gehalten wird. Zwischen dem Winkelring 29
und der Stützfläche 33 ist ein axial beweglicher Abstreif
ring angeordnet. Radial innen zur Stützfläche 33 ist eine
Anschlagfläche 37 für die Lagerbuchse 9 angeprägt. Diese
Anschlagfläche 37 wird einfacherweise durch eine Anzahl von
Anschlagflächen gebildet, die umfangsmäßig angeordnet sind.
Die Außenmantelfläche des ersten Kolbenstangenführungsteils
7a besitzt eine Anzahl von Führungsflächen 39 für das
zweite Kolbenstangenführungsteil 7b. Die erste radiale
Führungsfläche 39a liegt der Lagerbuchse 9 gegenüber. Das
zweite Kolbenstangenführungsteil 7b verfügt über eine der
ersten 7a parallel verlaufenden Fläche, die aber deutlich
kürzer ausgebildet ist. Die dadurch entstandene Berüh
rungsfläche 41a, deren Länge von dem zweiten Kolbenstan
genführungsteil 7b bestimmt wird, ist dadurch ebenfalls
kürzer als die erste Führungsfläche 39a des ersten Kolben
stangenführungsteils 7a. Dadurch entsteht ein Abstand zwi
schen den beiden Kolbenstangenführungsteilen, so daß ein
genügend großer Raum für Biegeradien an den beiden Kolben
stangenführungsteilen 7a, 7b zur Verfügung steht.
Das zweite Kolbenstangenführungsteil 7b besitzt ebenfalls
eine Stufung 43, die beabstandet der Kontur des ersten
Kolbenstangenführungsteils im wesentlichen angeglichen ist.
Das obere Ende der Stufung 43 besitzt eine zweite radiale
Berührungsfläche 41b zum ersten Kolbenstangenführungsteil
7a. Durch den relativ betrachtet großen Abstand zwischen
den beiden Führungsflächen 41a, 41b wird die Qualität der
Führung auf ein hohes Niveau gebracht. Die Stufung des
zweiten Kolbenstangenführungsteils 7b wird von einem
Flansch 45 abgeschlossen, der eine radial verlaufende Be
rührungsfläche 41c mit dem Flansch 15 des ersten Kolben
stangenführungsteils 7a besitzt. Das zweite Kolbenstangen
führungsteil 7b ist über die axial verlaufende Berührungs
fläche 41c und einer Spannfläche 47 innerhalb der Kolben
stangenführung axial fixiert. Zwischen der radial verlau
fenden Berührungsfläche 41c und der ersten axial verlau
fenden Berührungsfläche 41a bilden die beiden Kolbenstan
genführungsteile 7a, 7b einen Ringraum 49, der relativ
freie Gestaltungsmöglichkeiten der Biegeradien der beiden
Kolbenstangenführungsteile 7a, 7b erlaubt.
Zur Positionierung des Druckrohres verfügt das zweite Kol
benstangenführungsteil 7b am unteren Ende über
Positionierungsflächen 51, die mit dem Druckrohr 5 eine
Preßpassung eingeht. Zwischen der Spannfläche 47 und dem
oberen Ende des Druckrohres 5 ist im Falle einer Gasvor
spannung des Ausgleichsraums 27 ein dünner Winkelring ein
gelegt. Dieser bildet mit einem elastischen Schlauchelement
55 und Rückflußöffnungen im zweiten Kolbenstangenführungs
teil ein Rückschlagventil.
Die Materialstärke des zweiten Kolbenstangenführungsteils
7b ist geringer, so daß auch die Biegeradien kleiner aus
fallen können. Der Winkelring 53 überbrückt zudem den Ra
dius zwischen der Spannfläche 47 und der
Positionierungsfläche 51 und schafft einen Ausgleich, damit
die Anforderungen an die Qualität der
Positionierungsfläche 51 und der Spannfläche 47 hinsicht
lich der Winkelgenauigkeit geringer sein können.
Die gesamte Kolbenstangenführung 7 wird durch eine
Umbördelung 57 des Behälterrohres 3 über die Kolbenstan
gendichtung 13 zwischen der Auflagefläche 21 und der
Spannfläche 47 axial fixiert. Zur Fig. 1 ist noch anzumer
ken, daß das untere Ende des ersten Kolbenstangenführungs
teils 7a tiefer in den kolbenstangenseitigen Arbeitsraum
ragt als das zweite. Die Stirnfläche 59 bildet dabei eine
Anschlagfläche für einen möglichen Zuganschlag.
Die Betrachtung der Fig. 2 beschränkt sich vornehmlich auf
den unteren Bereich der beiden Kolbenstangenführungsteile
7a und 7b. Der obere Bereich des ersten Kolbenstangenfüh
rungsteils 7a entspricht der Ausführung nach Fig. 1.
Der untere Längenbereich des ersten Kolbenstangenführungs
teils 7a besitzt auf seinem Außendurchmesser zwei umlau
fende Halteflächen 61a/61b, zwischen denen das zweite Kol
benstangenführungsteil 7b angeordnet ist. Die axiale Aus
dehnung des zweiten Kolbenstangenführungsteils 7b ist kür
zer als der Abstand der beiden Halteflächen 61a, 61b, so
daß jeweils endseitig freie Flächen 63a-b für einen re
lativ groben Übergangsbereich zur Verfügung stehen.
Das zweite Kolbenstangenführungsteil 7b weist einen Längs
schlitz 65 auf, der eine elastische Ausweitung des Hülsen
körpers ermöglicht. Das erste Kolbenstangenführungsteil 7a
ist unmittelbar zwischen der waagerechten Auflagefläche 21
und der Spannfläche 47 zwischen dem Behälterrohr 3 und dem
Druckrohr 5 verspannt. Somit muß das zweite Kolbenstangen
führungsteil 7b nur radiale Führungskräfte aufnehmen bzw.
übertragen.
Diese Ausführungsvariante ist besonders dann interessant,
wenn man kein Rückschlagventil benötigt. Darüber hinaus
läßt sich durch die Auswahl des Außendurchmessers des
zweiten Kolbenstangenführungsteils 7b eine Stabilisierung
der Kolbenstangenführung 7 erreichen, wenn man über einen
weiten Durchmesserbereich des Druckrohres 5 ein identisches
erstes Kolbenstangenführungsteil 7a verwenden kann.
Die Variante nach Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der Fig. 2.
Die beiden Kolbenstangenführungsteile 7a und 7b sind durch
eine Preßfassung umfangsmäßig miteinander verbunden und
können zusätzlich am unteren Ende des zweiten Kolbenstan
genführungsteils 7b mit einander verstemmt sein. Auf die
untere Haltefläche 61b und somit auf eine zusätzliche Um
formung kann verzichtet werden. Das zweite Kolbenstangen
führungsteil 7b gestaltet sich durch den Wegfall des
Schlitzes noch einfacher. Die Gesamtlänge des zweiten Kol
benstangenführungsteils 7b ist wiederum kürzer als die
Führungsfläche 39 des ersten Kolbenstangenführungsteils 7a.
Dadurch entstehen ebenfalls freie Flächen 63a, 63b für ei
nen relativ großen Übergangsradius.
Durch das Teil 7b können zylindrische Unterschiede über
brückt werden, so daß das Kolbenstangenführungsteil eine
Adapterfunktion erfüllt.
Die Abfolge der Fig. 4 verdeutlichen das Herstellungsver
fahren für ein erstes Kolbenstangenführungsteil 7a. Auf
einer Ronde wird durch zwei Zugumformungen Stufen 1 und 2
der Flansch 15 und die Stufenkontur 23a, 23b hergestellt.
Nach den Arbeitsschritten drei und vier in Verbindung mit
einer Radienangleichung in den geschwärzten bzw. schraf
fierten Bereichen werden die Stufenkontur 23a, 23b mit ei
nem Boden 67 fertiggearbeitet. Die Radienangleichung er
folgt durch Rückstauchen in beide Axialrichtungen des
Blechkörpers. Nach den fünf Arbeitsstufen erfolgt im sech
sten Arbeitsgang das Lochen für die Rückflußöffnungen 25.
Im Arbeitsschritt sieben wird der Flansch 15 geplant, damit
eine Auflagefläche 21 für die Kolbenstangendichtung 13
(Fig. 1) vorliegt. Anschließend erfolgt im Arbeitsschritt
acht das Beschneiden des Flansches 13. In den beiden fol
genden Arbeitsgängen wird der Flansch 15 fertig bearbeitet,
d. h. umgeformt und geschnitten, so daß die axiale Füh
rungsfläche 19 entsteht. Danach wird der Boden 67 gelocht
und die Gesamtform kalibriert, d. h. das Fertiganrunden al
ler Radien sowie einer kleinen Phase am unteren Ende der
Kolbenstangenführung. Im letzten Arbeitsschritt werden die
Anschlagsflächen 37 für die Lagerbuchse 9 (Fig. 1) geprägt.
Die Fertigung des Kolbenstangenführungsteils 7a kann durch
Stufenwiege- bzw. Schneidwerkzeuge in hoher Geschwindigkeit
und Fertigungsgenauigkeit hergestellt werden. Es wird durch
den beschriebenen Fertigungsablauf ein erheblicher Kosten
vorteil erzielt.
Alle gezeigten Ausführungen können wahlweise mit oder ohne
Winkelring 29 und Ölabstreifring 35 zur Anwendung kommen.
Claims (14)
1. Kolbenstangenführung für einen Zweirohrschwingungsdämpfer,
der im wesentlichen aus einem Behälterrohr und einem Druck
rohr besteht, in dem eine Kolben-Kolbenstangeneinheit axial
beweglich angeordnet ist, umfassend ein erstes Kolbenstan
genführungsteil mit einer radialen Führungsfläche gegenüber
einem Behälterrohr des Schwingungsdämpfers, des weiteren
mindestens eine axialen Stirnfläche und eine radialen Füh
rungsfläche für ein zweites Kolbenstangenführungsteil, min
destens eine Rückflußöffnung zu einem zwischen dem Behälter-
und dem Druckrohr angeordneten Ausgleichsraum, des weiteren
eine eine axiale Anschlagfläche sowie eine radiale
Paßfläche für eine Lagerbuchse, des weiteren einen axial
beweglichen Ölabstreifring zwischen zwei Begrenzungsflächen,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Berührflächen bildenden
parallelen Flächen der beiden Kolbenstangenführungs
teile (7a; 7b) eine unterschiedliche axiale und/oder radiale
Ausdehnung aufweisen, so zwischen zwei benachbarten Berühr
flächen (z. B. 41b; 41a) mindestens eine Freifläche (63)
entsteht.
2. Kolbenstangenführung gemäß dem Oberbegriff von Patentan
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Kolben
stangenführungsteil (7b) als ein gleichmäßiger Hülsenkörper
ausgebildet ist, der mit dem ersten Kolbenstangenführungs
teil (7a) eine Preßpassung eingeht, wobei das
erste Kolbenstangenführungsteil (7a) unmittelbar zwischen
dem Behälterrohr (3) und dem Druckrohr (5) verspannt ist.
3. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, daß die axiale Stirn
fläche (41a) des ersten Kolbenstangenführungsteils (7a) von
einer Kreisringfläche gebildet wird, die im Bereich zwischen
dem Behälterrohr (3) und dem Druckrohr (5) liegt.
4. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) für ein
Rückschlagventil (53; 55) eine axiale Spannfläche (47) zu dem
der Kolbenstangenführung (7) gerichteten Ende des Druck
rohres (5) aufweist.
5. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Kolbenstangenteile (7a; 7b) eine Ring
raum (49) bilden, der über mindestens eine Rückflußöff
nung (25) mit dem Ausgleichsraum (27) verbunden ist.
6. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Kolbenstangenführungsteil (7a) die Ge
samtlänge der Kolbenstangenführung (7) bestimmt.
7. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Kolbenstangenführungsteil (7a) eine grö
ßere Wandstärke aufweist als das zweite (7b).
8. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das untere Ende des ersten Kolbenstangenführungs
teils (7a) tiefer in das Druckrohr (5) ragt als das zweite
Kolbenstangenführungsteil (7b), wobei das untere Ende eine
Anschlagfläche für einen Zuganschlag darstellt.
9. Kolbenstangenführung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Kolbenstangenführungsteil (7a)
eine Aufnahme (23b) für einen Winkelring (29) in Wirkver
bindung mit dem Ölabstreifring (35) besitzt, so daß der Öl
abstreifring (35) zwischen einer Anschlagfläche des Winkel
ringes (29) und einer Planfläche (33) des ersten Kolben
stangenführungsteils (7a) axial beweglich ist.
10. Kolbenstangenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) einen
axial verlaufenden Längsschlitz (65) aufweist, der eine
elastische Aufweitung der Hülse ermöglicht.
11. Kolbenstangenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) mit dem
ersten Kolbenstangenführungsteil (7a) verstemmt ist.
12. Kolbenstangenführung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) zwischen
zwei Halteflächen (61a; 61b) des ersten Kolbenstangenfüh
rungsteils (7a) axial gesichert ist.
13. Kolbenstangenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) wahlweise
aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein kann.
14. Verfahren zur Herstellung einer Kolbenstangenführung gemäß
dem Oberbegriff von Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich
net,
daß eine Ronde aus Blech gestanzt wird,
daß mittels Ziehvorrichtungen die gestufte Kolbenstangen führungsgeometrie (23a; 23b) samt einem Boden (67) erzeugt wird,
daß durch Rückstauchen in beiden Längsrichtungen die Radien angeprägt werden,
daß in einem weiteren Arbeitsschritt die Rückflußöffnun gen (25) eingelocht werden,
daß durch Formen und Beschneiden der Flansch (15) fertig bearbeitet wird,
daß der Boden (67) ausgestanzt wird,
daß die Kolbenstangenführung (7a) kalibriert wird,
daß im letzten Arbeitsschritt die Anschlagfläche(n) (37) für die Lagerbuchse (9) angeprägt wird/werden.
daß eine Ronde aus Blech gestanzt wird,
daß mittels Ziehvorrichtungen die gestufte Kolbenstangen führungsgeometrie (23a; 23b) samt einem Boden (67) erzeugt wird,
daß durch Rückstauchen in beiden Längsrichtungen die Radien angeprägt werden,
daß in einem weiteren Arbeitsschritt die Rückflußöffnun gen (25) eingelocht werden,
daß durch Formen und Beschneiden der Flansch (15) fertig bearbeitet wird,
daß der Boden (67) ausgestanzt wird,
daß die Kolbenstangenführung (7a) kalibriert wird,
daß im letzten Arbeitsschritt die Anschlagfläche(n) (37) für die Lagerbuchse (9) angeprägt wird/werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934311099 DE4311099A1 (de) | 1993-04-03 | 1993-04-03 | Zweiteilige Kolbenstangenführung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934311099 DE4311099A1 (de) | 1993-04-03 | 1993-04-03 | Zweiteilige Kolbenstangenführung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4311099A1 true DE4311099A1 (de) | 1994-10-06 |
Family
ID=6484745
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934311099 Withdrawn DE4311099A1 (de) | 1993-04-03 | 1993-04-03 | Zweiteilige Kolbenstangenführung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4311099A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19713784A1 (de) * | 1997-04-03 | 1998-06-25 | Mannesmann Sachs Ag | Mehrteilige Kolbenstangenführung |
| US6325187B1 (en) * | 1999-05-12 | 2001-12-04 | Tenneco Automotive Inc. | Dirt wiper system for suspension damper |
| DE102009011043A1 (de) * | 2009-02-28 | 2010-09-02 | Volkswagen Ag | Kolbenstangenführung eines Zweirohrdämpfers und Zweirohrdämpfer |
| CN107061593A (zh) * | 2017-04-13 | 2017-08-18 | 安徽奥泰粉末冶金有限公司 | 一种减震导向器 |
-
1993
- 1993-04-03 DE DE19934311099 patent/DE4311099A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19713784A1 (de) * | 1997-04-03 | 1998-06-25 | Mannesmann Sachs Ag | Mehrteilige Kolbenstangenführung |
| US6325187B1 (en) * | 1999-05-12 | 2001-12-04 | Tenneco Automotive Inc. | Dirt wiper system for suspension damper |
| DE102009011043A1 (de) * | 2009-02-28 | 2010-09-02 | Volkswagen Ag | Kolbenstangenführung eines Zweirohrdämpfers und Zweirohrdämpfer |
| CN107061593A (zh) * | 2017-04-13 | 2017-08-18 | 安徽奥泰粉末冶金有限公司 | 一种减震导向器 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN SACHS AG, 97422 SCHWEINFURT, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ZF SACHS AG, 97424 SCHWEINFURT, DE |
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| 8130 | Withdrawal |