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DE4311099A1 - Zweiteilige Kolbenstangenführung - Google Patents

Zweiteilige Kolbenstangenführung

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Publication number
DE4311099A1
DE4311099A1 DE19934311099 DE4311099A DE4311099A1 DE 4311099 A1 DE4311099 A1 DE 4311099A1 DE 19934311099 DE19934311099 DE 19934311099 DE 4311099 A DE4311099 A DE 4311099A DE 4311099 A1 DE4311099 A1 DE 4311099A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston rod
rod guide
guide part
piston
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19934311099
Other languages
English (en)
Inventor
Guenther Handke
Heinz Emden
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
Fichtel and Sachs AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fichtel and Sachs AG filed Critical Fichtel and Sachs AG
Priority to DE19934311099 priority Critical patent/DE4311099A1/de
Publication of DE4311099A1 publication Critical patent/DE4311099A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F9/00Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
    • F16F9/32Details
    • F16F9/36Special sealings, including sealings or guides for piston-rods
    • F16F9/362Combination of sealing and guide arrangements for piston rods
    • F16F9/364Combination of sealing and guide arrangements for piston rods of multi-tube dampers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Kolbenstangenführung gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Aus der DE 36 13 154 ist ein Schwingungsdämpfer mit einer zweiteiligen aus einem Stahlblechkörper geformten Kolben­ stange bekannt. Stahlblechkolbenstangenführungen haben ge­ genüber Sinterwerkstoffen grundsätzlich den bedeutenden Vorteil, daß ihre Wandstärke und damit die Masse geringer ausfällt. Dazu kommt noch ein beträchtlicher wirtschaft­ licher Vorteil gegenüber einer Sinterausführung.
Bei dem genannten Schutzrecht liegen aber einige konstruk­ tive Nachteile vor. Beispielsweise besteht die Führung zwischen den beiden Kolbenstangenführungsteilen nur aus einer kurzen Überdeckung beider Kolbenstangenführungsteile. Des weiteren müssen die Biegeradien im Kontaktbereich der beiden Führungsteile sehr klein und genau ausgeführt wer­ den, da sich ansonsten die Kraftübertragungsfläche zwischen den beiden Kolbenstangenführungsteilen oder aber die An­ schlagfläche für den Ölabstreifring verringert. Hinzu kommt, daß die Lage des Ölabstreifrings eher ungünstig ist. Die Buchse der Kolbenstangenführung liegt jenseits des Öl­ abstreifrings bezüglich des kolbenstangenseitigen Arbeits­ raumes. Folglich kann die Buchse nicht mit einem Ölfilm versorgt werden. Die Wirkung des Ölabstreifringes wird von den Längentoleranzen der Kolbenstangenführungsteile und der Buchse bestimmt. Entsprechende Schwankungen in seiner Funktionstüchtigkeit in Abhängigkeit der Toleranzen sind vorprogrammiert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die genannten Nachteile bei einer Blechkolbenstangenführung zu vermeiden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Patentanspruch 1 gelöst.
Durch diese vorteilhafte Anordnung der Berührflächen wird vermieden, daß sich die Berührflächen über einen verbindenden Kleinradius zu einer Gesamtkontur fügen. Die Berührflächen sind immer kürzer oder gleich lang wie eine der beiden parallelen Flächen der beiden Kolbenstangenfüh­ rungsteile. Dadurch entstehen Freiflächen, die Raum für größere leicht herstellbare Radien bieten. Der aufzuwen­ dende Umformgrad kann gegenüber dem genannten Stand der Technik deutlich reduziert werden.
Eine vorteilhafte Alternativausführungsform für eine zwei­ geteilte Kolbenstangenführung zeichnet sich dadurch aus, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil als ein gleichmä­ ßiger Hülsenkörper ausgebildet ist, der mit dem ersten Kolbenstangenführungsteil eine Preßpassung eingeht, wobei das erste Kolbenstangenführungsteil unmittelbar zwischen dem Behälterrohr und dem Druckrohr verspannt ist. Das zweite Kolbenstangenführungsteil wird nur radial belastet. Das erste Kolbenstangenführungsteil besitzt folglich nur eine Berührfläche zum zweiten Kolbenstangenführungsteil, so daß sich die Gestaltungsfreiheit für das erste Kolbenstan­ genführungsteil deutlich vergrößert und man auf Kleinstradien verzichten kann. Desweiteren übernimmt das zweite Kolbenstangenführungsteil eine Adapterfunktion, so daß das erste Kolbenstangenführungsteil für verschiedene Dämpferdurchmesser einsetzbar ist.
Des weiteren ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die axiale Stirnfläche des ersten Kolbenstangenführungsteiles von einer Kreisringfläche gebildet wird, die im Bereich zwischen dem Behälterrohr und dem Druckrohr liegt. Mit dieser Maßnahme wird eine vergleichsweise grobe Berührflä­ che erreicht, wobei die radiale Ausdehnung eher gering ge­ halten werden kann.
Für eine Anwendung der Kolbenstangenführung beim Schwin­ gungsdämpfer mit einer Gasvorspannung weist vorteilhafter­ weise das zweite Kolbenstangenführungsteil für ein Rück­ schlagventil eine axiale Spannfläche zu dem der Kolben­ stangenführung gerichteten Ende des Druckrohres auf.
Der Zulauf des Dämpfmittels zum Rückschlagventil erfolgt über mindestens eine Abflußöffnung im zweiten Kolbenstan­ genführungsteil, wobei die beiden Kolbenstangenführungs­ teile einen Ringraum bilden.
Gemäß einem weiteren vorteilhaften Unteranspruch bestimmt das erste Kolbenstangenführungsteil die Gesamtlänge der Kolbenstangenführung. Darüber hinaus besitzt das erste Kolbenstangenführungsteil eine größere Wandstärke als das zweite. Mit dieser Maßnahme können die Biegeradien des zweiten Kolbenstangenführungsteils kleiner ausgeführt wer­ den bei verhältnismäßig gleichem Umformaufwand, so daß es keine Probleme für die Anformung der Spannfläche am zweiten Kolbenstangenführungsteil gibt.
Des weiteren ist vorgesehen, daß das untere Ende des ersten Kolbenstangenführungsteils tiefer in das Druckrohr ragt als das zweite Kolbenstangenführungsteil, wobei das untere Ende eine Anschlagfläche für einen Druckanschlag darstellt. Mit dieser Maßnahme werden vorteilhafterweise vor allem Druck­ kräfte und nur geringe Biegekräfte in einen zur Anwendung kommenden Zuganschlag eingeleitet.
Vorteilhafterweise besitzt das erste Kolbenstangenfüh­ rungsteil eine Aufnahme für einen Winkelring in Wirkver­ bindung mit dem Ölabstreifring so daß der Ölabstreifring zwischen einer Anschlagfläche des Winkelrings und einer Planfläche axial beweglich ist. Durch diese Anordnung ist die axiale Beweglichkeit des Ölabstreifrings exakt defi­ niert, zusätzlich wird die Lagerbuchse ständig mit Öl be­ netzt.
Bei einer Kolbenstangenführung mit einem Hülsenkörper weist das zweite Kolbenstangenführungsteil einen axial verlau­ fenden Längsschlitz auf, der eine elastische Ausweitung der Hülse ermöglicht. Die Preßpassung kann durch den Längs­ schlitz etwas größer toleriert werden. Dadurch ergibt sich ein nicht unerheblicher Kostenvorteil. Zur Si­ cherheit, insbesondere bei großen Belastungen, kann zur Unterstützung der Preßpassung vorgesehen sein, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil mit dem ersten Kolben­ stangenführungsteil verstemmt ist.
Alternativ besteht die Möglichkeit, daß das zweite Kolben­ stangenführungsteil zwischen zwei Halteflächen des ersten Kolbenstangenführungsteils axial gesichert ist.
Das zweite Kolbenstangenführungsteil kann wahlweise aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Wird beispielsweise der Schwerpunkt bei der Kolbenstangenführung auf die Masse gelegt, so wird man eine Kunststoffausführung bevorzugen.
Bei der Herstellung einer Kolbenstangenführung wird in ei­ nem ersten Arbeitsschritt eine Ronde aus Blech gestanzt, dann mittels Ziehvorrichtungen die gestufte Kolbenstangen­ führungsgeometrie samt einem Boden erzeugt durch Rückstauchen in beiden Längsrichtungen die Radien angeprägt und in einem weiteren Arbeitsschritt die Rückflußöffnungen eingelocht. Anschließend erfolgt das Formen und Beschneiden des damit fertig bearbeiteten Flansches. Anschließend wird der Boden ausgestanzt und die gesamte Kolbenstangenführung kalibriert. Im letzten Arbeitsschritt erfolgt die Anprägung der Anschlagfläche oder Anschlagflächen für die Lager­ buchsen. Durch das gezielte Ausnutzen von Freiflächen kön­ nen die Toleranzen beim Umformen relativ grob gehalten werden. Insgesamt entsteht ein beträchtlicher Kostenvorteil gegenüber einer vergleichbaren Sinterausführung. Zusätzlich besitzt die Kolbenstangenführung eine geringere Masse durch den Materialwegfall im Ringraumbereich.
Anhand der folgenden Figurenbeschreibung soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 zweiteilige Kolbenstangenführung mit ge­ stufter Geometrie,
Fig. 2 u. 3 Kolbenstangenführung mit einem gleichmä­ ßigen Hülsenkörper als zweites Kolbenstangenführungsteil,
Fig. 4 Fertigungsablauf eines ersten Kolbenstangenführungsteils.
Die Fig. 1 beschränkt sich auf das kolbenstangenaustrittseitige Ende eines Schwingungsdämp­ fers 1. Innerhalb eines Behälterrohres 3 ist koaxial ein Druck auf 5 angeordnet, das von einer zweiteiligen Kolben­ stangenführung 7 positioniert wird. Innerhalb der Kolben­ stangenführung 7 ist eine Lagerbuchse 9 eingepreßt, die eine Kolbenstange 11 führt. Eine Kolbenstangendichtung 13 verschließt den Schwingungsdämpfer 1.
Die Kolbenstangenführung 7 besteht aus einem ersten und einem zweiten Kolbenstangenführungsteil 7a, 7b. Sie sind beide spanlos aus einem Stahlblechkörper geformt. Das erste Kolbenstangenführungsteil besitzt einen Flansch 15, der zusammen mit einer Dichtung 17 das Behälterrohr 3 gegenüber der Atmosphäre abdichtet. Dem Flansch 15 schließt sich eine waagerechte Auflagefläche 21 für die Kolbenstangendichtung 13 an. Mit dem Flansch 15 ist ein gestufter rohrförmiger Abschnitt verbunden. In der ersten Stufe 23a sind Rück­ flußöffnungen 25 eingebracht, die eine Verbindung zu einem zwischen dem Behälterrohr 3 und dem Druckrohr 5 befind­ lichen Ausgleichsraum 27 darstellen. Eine zweite Stufe 23b nimmt einen Winkelring 29 auf, der durch die axial verlau­ fende Umfangsfläche 31 zentriert und durch eine waagerechte Stützfläche 33 gehalten wird. Zwischen dem Winkelring 29 und der Stützfläche 33 ist ein axial beweglicher Abstreif­ ring angeordnet. Radial innen zur Stützfläche 33 ist eine Anschlagfläche 37 für die Lagerbuchse 9 angeprägt. Diese Anschlagfläche 37 wird einfacherweise durch eine Anzahl von Anschlagflächen gebildet, die umfangsmäßig angeordnet sind.
Die Außenmantelfläche des ersten Kolbenstangenführungsteils 7a besitzt eine Anzahl von Führungsflächen 39 für das zweite Kolbenstangenführungsteil 7b. Die erste radiale Führungsfläche 39a liegt der Lagerbuchse 9 gegenüber. Das zweite Kolbenstangenführungsteil 7b verfügt über eine der ersten 7a parallel verlaufenden Fläche, die aber deutlich kürzer ausgebildet ist. Die dadurch entstandene Berüh­ rungsfläche 41a, deren Länge von dem zweiten Kolbenstan­ genführungsteil 7b bestimmt wird, ist dadurch ebenfalls kürzer als die erste Führungsfläche 39a des ersten Kolben­ stangenführungsteils 7a. Dadurch entsteht ein Abstand zwi­ schen den beiden Kolbenstangenführungsteilen, so daß ein genügend großer Raum für Biegeradien an den beiden Kolben­ stangenführungsteilen 7a, 7b zur Verfügung steht.
Das zweite Kolbenstangenführungsteil 7b besitzt ebenfalls eine Stufung 43, die beabstandet der Kontur des ersten Kolbenstangenführungsteils im wesentlichen angeglichen ist. Das obere Ende der Stufung 43 besitzt eine zweite radiale Berührungsfläche 41b zum ersten Kolbenstangenführungsteil 7a. Durch den relativ betrachtet großen Abstand zwischen den beiden Führungsflächen 41a, 41b wird die Qualität der Führung auf ein hohes Niveau gebracht. Die Stufung des zweiten Kolbenstangenführungsteils 7b wird von einem Flansch 45 abgeschlossen, der eine radial verlaufende Be­ rührungsfläche 41c mit dem Flansch 15 des ersten Kolben­ stangenführungsteils 7a besitzt. Das zweite Kolbenstangen­ führungsteil 7b ist über die axial verlaufende Berührungs­ fläche 41c und einer Spannfläche 47 innerhalb der Kolben­ stangenführung axial fixiert. Zwischen der radial verlau­ fenden Berührungsfläche 41c und der ersten axial verlau­ fenden Berührungsfläche 41a bilden die beiden Kolbenstan­ genführungsteile 7a, 7b einen Ringraum 49, der relativ freie Gestaltungsmöglichkeiten der Biegeradien der beiden Kolbenstangenführungsteile 7a, 7b erlaubt.
Zur Positionierung des Druckrohres verfügt das zweite Kol­ benstangenführungsteil 7b am unteren Ende über Positionierungsflächen 51, die mit dem Druckrohr 5 eine Preßpassung eingeht. Zwischen der Spannfläche 47 und dem oberen Ende des Druckrohres 5 ist im Falle einer Gasvor­ spannung des Ausgleichsraums 27 ein dünner Winkelring ein­ gelegt. Dieser bildet mit einem elastischen Schlauchelement 55 und Rückflußöffnungen im zweiten Kolbenstangenführungs­ teil ein Rückschlagventil.
Die Materialstärke des zweiten Kolbenstangenführungsteils 7b ist geringer, so daß auch die Biegeradien kleiner aus­ fallen können. Der Winkelring 53 überbrückt zudem den Ra­ dius zwischen der Spannfläche 47 und der Positionierungsfläche 51 und schafft einen Ausgleich, damit die Anforderungen an die Qualität der Positionierungsfläche 51 und der Spannfläche 47 hinsicht­ lich der Winkelgenauigkeit geringer sein können.
Die gesamte Kolbenstangenführung 7 wird durch eine Umbördelung 57 des Behälterrohres 3 über die Kolbenstan­ gendichtung 13 zwischen der Auflagefläche 21 und der Spannfläche 47 axial fixiert. Zur Fig. 1 ist noch anzumer­ ken, daß das untere Ende des ersten Kolbenstangenführungs­ teils 7a tiefer in den kolbenstangenseitigen Arbeitsraum ragt als das zweite. Die Stirnfläche 59 bildet dabei eine Anschlagfläche für einen möglichen Zuganschlag.
Die Betrachtung der Fig. 2 beschränkt sich vornehmlich auf den unteren Bereich der beiden Kolbenstangenführungsteile 7a und 7b. Der obere Bereich des ersten Kolbenstangenfüh­ rungsteils 7a entspricht der Ausführung nach Fig. 1.
Der untere Längenbereich des ersten Kolbenstangenführungs­ teils 7a besitzt auf seinem Außendurchmesser zwei umlau­ fende Halteflächen 61a/61b, zwischen denen das zweite Kol­ benstangenführungsteil 7b angeordnet ist. Die axiale Aus­ dehnung des zweiten Kolbenstangenführungsteils 7b ist kür­ zer als der Abstand der beiden Halteflächen 61a, 61b, so daß jeweils endseitig freie Flächen 63a-b für einen re­ lativ groben Übergangsbereich zur Verfügung stehen.
Das zweite Kolbenstangenführungsteil 7b weist einen Längs­ schlitz 65 auf, der eine elastische Ausweitung des Hülsen­ körpers ermöglicht. Das erste Kolbenstangenführungsteil 7a ist unmittelbar zwischen der waagerechten Auflagefläche 21 und der Spannfläche 47 zwischen dem Behälterrohr 3 und dem Druckrohr 5 verspannt. Somit muß das zweite Kolbenstangen­ führungsteil 7b nur radiale Führungskräfte aufnehmen bzw. übertragen.
Diese Ausführungsvariante ist besonders dann interessant, wenn man kein Rückschlagventil benötigt. Darüber hinaus läßt sich durch die Auswahl des Außendurchmessers des zweiten Kolbenstangenführungsteils 7b eine Stabilisierung der Kolbenstangenführung 7 erreichen, wenn man über einen weiten Durchmesserbereich des Druckrohres 5 ein identisches erstes Kolbenstangenführungsteil 7a verwenden kann.
Die Variante nach Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der Fig. 2. Die beiden Kolbenstangenführungsteile 7a und 7b sind durch eine Preßfassung umfangsmäßig miteinander verbunden und können zusätzlich am unteren Ende des zweiten Kolbenstan­ genführungsteils 7b mit einander verstemmt sein. Auf die untere Haltefläche 61b und somit auf eine zusätzliche Um­ formung kann verzichtet werden. Das zweite Kolbenstangen­ führungsteil 7b gestaltet sich durch den Wegfall des Schlitzes noch einfacher. Die Gesamtlänge des zweiten Kol­ benstangenführungsteils 7b ist wiederum kürzer als die Führungsfläche 39 des ersten Kolbenstangenführungsteils 7a. Dadurch entstehen ebenfalls freie Flächen 63a, 63b für ei­ nen relativ großen Übergangsradius.
Durch das Teil 7b können zylindrische Unterschiede über­ brückt werden, so daß das Kolbenstangenführungsteil eine Adapterfunktion erfüllt.
Die Abfolge der Fig. 4 verdeutlichen das Herstellungsver­ fahren für ein erstes Kolbenstangenführungsteil 7a. Auf einer Ronde wird durch zwei Zugumformungen Stufen 1 und 2 der Flansch 15 und die Stufenkontur 23a, 23b hergestellt. Nach den Arbeitsschritten drei und vier in Verbindung mit einer Radienangleichung in den geschwärzten bzw. schraf­ fierten Bereichen werden die Stufenkontur 23a, 23b mit ei­ nem Boden 67 fertiggearbeitet. Die Radienangleichung er­ folgt durch Rückstauchen in beide Axialrichtungen des Blechkörpers. Nach den fünf Arbeitsstufen erfolgt im sech­ sten Arbeitsgang das Lochen für die Rückflußöffnungen 25. Im Arbeitsschritt sieben wird der Flansch 15 geplant, damit eine Auflagefläche 21 für die Kolbenstangendichtung 13 (Fig. 1) vorliegt. Anschließend erfolgt im Arbeitsschritt acht das Beschneiden des Flansches 13. In den beiden fol­ genden Arbeitsgängen wird der Flansch 15 fertig bearbeitet, d. h. umgeformt und geschnitten, so daß die axiale Füh­ rungsfläche 19 entsteht. Danach wird der Boden 67 gelocht und die Gesamtform kalibriert, d. h. das Fertiganrunden al­ ler Radien sowie einer kleinen Phase am unteren Ende der Kolbenstangenführung. Im letzten Arbeitsschritt werden die Anschlagsflächen 37 für die Lagerbuchse 9 (Fig. 1) geprägt.
Die Fertigung des Kolbenstangenführungsteils 7a kann durch Stufenwiege- bzw. Schneidwerkzeuge in hoher Geschwindigkeit und Fertigungsgenauigkeit hergestellt werden. Es wird durch den beschriebenen Fertigungsablauf ein erheblicher Kosten­ vorteil erzielt.
Alle gezeigten Ausführungen können wahlweise mit oder ohne Winkelring 29 und Ölabstreifring 35 zur Anwendung kommen.

Claims (14)

1. Kolbenstangenführung für einen Zweirohrschwingungsdämpfer, der im wesentlichen aus einem Behälterrohr und einem Druck­ rohr besteht, in dem eine Kolben-Kolbenstangeneinheit axial beweglich angeordnet ist, umfassend ein erstes Kolbenstan­ genführungsteil mit einer radialen Führungsfläche gegenüber einem Behälterrohr des Schwingungsdämpfers, des weiteren mindestens eine axialen Stirnfläche und eine radialen Füh­ rungsfläche für ein zweites Kolbenstangenführungsteil, min­ destens eine Rückflußöffnung zu einem zwischen dem Behälter- und dem Druckrohr angeordneten Ausgleichsraum, des weiteren eine eine axiale Anschlagfläche sowie eine radiale Paßfläche für eine Lagerbuchse, des weiteren einen axial beweglichen Ölabstreifring zwischen zwei Begrenzungsflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die die Berührflächen bildenden parallelen Flächen der beiden Kolbenstangenführungs­ teile (7a; 7b) eine unterschiedliche axiale und/oder radiale Ausdehnung aufweisen, so zwischen zwei benachbarten Berühr­ flächen (z. B. 41b; 41a) mindestens eine Freifläche (63) entsteht.
2. Kolbenstangenführung gemäß dem Oberbegriff von Patentan­ spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Kolben­ stangenführungsteil (7b) als ein gleichmäßiger Hülsenkörper ausgebildet ist, der mit dem ersten Kolbenstangenführungs­ teil (7a) eine Preßpassung eingeht, wobei das erste Kolbenstangenführungsteil (7a) unmittelbar zwischen dem Behälterrohr (3) und dem Druckrohr (5) verspannt ist.
3. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, daß die axiale Stirn­ fläche (41a) des ersten Kolbenstangenführungsteils (7a) von einer Kreisringfläche gebildet wird, die im Bereich zwischen dem Behälterrohr (3) und dem Druckrohr (5) liegt.
4. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) für ein Rückschlagventil (53; 55) eine axiale Spannfläche (47) zu dem der Kolbenstangenführung (7) gerichteten Ende des Druck­ rohres (5) aufweist.
5. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die beiden Kolbenstangenteile (7a; 7b) eine Ring­ raum (49) bilden, der über mindestens eine Rückflußöff­ nung (25) mit dem Ausgleichsraum (27) verbunden ist.
6. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das erste Kolbenstangenführungsteil (7a) die Ge­ samtlänge der Kolbenstangenführung (7) bestimmt.
7. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das erste Kolbenstangenführungsteil (7a) eine grö­ ßere Wandstärke aufweist als das zweite (7b).
8. Kolbenstangenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das untere Ende des ersten Kolbenstangenführungs­ teils (7a) tiefer in das Druckrohr (5) ragt als das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b), wobei das untere Ende eine Anschlagfläche für einen Zuganschlag darstellt.
9. Kolbenstangenführung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Kolbenstangenführungsteil (7a) eine Aufnahme (23b) für einen Winkelring (29) in Wirkver­ bindung mit dem Ölabstreifring (35) besitzt, so daß der Öl­ abstreifring (35) zwischen einer Anschlagfläche des Winkel­ ringes (29) und einer Planfläche (33) des ersten Kolben­ stangenführungsteils (7a) axial beweglich ist.
10. Kolbenstangenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­ net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) einen axial verlaufenden Längsschlitz (65) aufweist, der eine elastische Aufweitung der Hülse ermöglicht.
11. Kolbenstangenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­ net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) mit dem ersten Kolbenstangenführungsteil (7a) verstemmt ist.
12. Kolbenstangenführung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich­ net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) zwischen zwei Halteflächen (61a; 61b) des ersten Kolbenstangenfüh­ rungsteils (7a) axial gesichert ist.
13. Kolbenstangenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­ net, daß das zweite Kolbenstangenführungsteil (7b) wahlweise aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein kann.
14. Verfahren zur Herstellung einer Kolbenstangenführung gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich­ net,
daß eine Ronde aus Blech gestanzt wird,
daß mittels Ziehvorrichtungen die gestufte Kolbenstangen­ führungsgeometrie (23a; 23b) samt einem Boden (67) erzeugt wird,
daß durch Rückstauchen in beiden Längsrichtungen die Radien angeprägt werden,
daß in einem weiteren Arbeitsschritt die Rückflußöffnun­ gen (25) eingelocht werden,
daß durch Formen und Beschneiden der Flansch (15) fertig bearbeitet wird,
daß der Boden (67) ausgestanzt wird,
daß die Kolbenstangenführung (7a) kalibriert wird,
daß im letzten Arbeitsschritt die Anschlagfläche(n) (37) für die Lagerbuchse (9) angeprägt wird/werden.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19713784A1 (de) * 1997-04-03 1998-06-25 Mannesmann Sachs Ag Mehrteilige Kolbenstangenführung
US6325187B1 (en) * 1999-05-12 2001-12-04 Tenneco Automotive Inc. Dirt wiper system for suspension damper
DE102009011043A1 (de) * 2009-02-28 2010-09-02 Volkswagen Ag Kolbenstangenführung eines Zweirohrdämpfers und Zweirohrdämpfer
CN107061593A (zh) * 2017-04-13 2017-08-18 安徽奥泰粉末冶金有限公司 一种减震导向器

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