DE430968C - Hochleistungsschalter - Google Patents
HochleistungsschalterInfo
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- DE430968C DE430968C DEM88214D DEM0088214D DE430968C DE 430968 C DE430968 C DE 430968C DE M88214 D DEM88214 D DE M88214D DE M0088214 D DEM0088214 D DE M0088214D DE 430968 C DE430968 C DE 430968C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/60—Switches wherein the means for extinguishing or preventing the arc do not include separate means for obtaining or increasing flow of arc-extinguishing fluid
Landscapes
- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
- Gas-Insulated Switchgears (AREA)
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
Die bekannten Hochleistungsschalter für Wechselstrom werden allgemein als ölschalter
ausgebildet. Dadurch entsteht der Nachteil, daß die ölfüllung unter Umständen verdampft
und die so gebildeten Öldämpfe mit der Luft ein explosives Gemisch bilden, bei dessen Entzündung, wie gerade die Erfahrungen
der jüngsten Zeit gezeigt haben, schwere Unglücksfälle auftreten können.
ίο Bei diesen ölschaltern müssen auch immer
verhältnismäßig große Abstände der stromführenden Teile eingehalten werden, da mit
einer Verschmutzung und Feuchtigkeitsaufnahme des Öles gerechnet werden muß, durch
ig die seine Leitfähigkeit in unerwünschter Weise verändert wird.
Hochleistungsschalter für hochgespannten Gleichstrom sind bisher überhaupt nicht bekannt.
Es ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine neue Art von Schaltern zu
schaffen, die sowohl für Wechselstrom als auch für Gleichstrom geeignet und die von
den Nachteilen frei sind, die den bekannten Ölschaltern anhaften. 2g
Man erreicht diesen Zweck dadurch, daß man jur Füllung-der__Schalter an Stelle von
Öl verflüssigte Gase verwendet, die die KontakteTYri
flüssiger Form umgeben und über den Kontakten evtl. in Form hochkomprimierter
Gase vorhanden sind. Das komprimierte Gas kann gleichzeitig mit dem Innern der Schalterdurchführung in Verbindung
stehen und auch als Dielektrikum für die Durchführung mitverwertet werden.
Als Füllflüssigkeiten können beispielsweise
flüssige jKqhlensäüie, flüssiger Stickstoff,
"flüssiger Wasserstoff u. dgl. verwendet
"werden.
Um diesen Schalter praktisch verwirkliehen zu können, ist das Antriebsorgan, das
zur Betätigung des Schalters dient, in das
43096α
Innere des Schalters zu legen und die Anordnung so zu treffen, daß keine beweglichen
Wellen mit Stopfbuchsen erforderlich sind. Wird das druckfeste Gehäuse des Schalters
aus nichtmagnetischem Material hergestellt, so kann die Betätigung auch derart erfolgen,
daß man im Innern des Gehäuses einen Magnetanker anordnet und den magnetischen Rückschluß außerhalb des Gehäuses
anbringt. Die Kraftübertragung geschieht dann durch die Wandung des Gehäuses vom Magnetanker nach dem Rückschluß.
Die Betätigung kann so gewählt werden, daß die Wicklung mit dem Rück-Schluß außerhalb "des Gefäßes ruht und die
Bewegung nur durch die Änderung des Kraftlinienflusses hervorgerufen wird, oder die
Wicklung mit Rückschluß wird bewegt und führt den Anker im Innern des Gehäuses mit
sich.
In vielen Fällen kann es zweckmäßig sein, den Schalter, in Form der bekannten druckfesten
Bomben auszuführen und dem Schalter nur eine Durchführung zu geben, während die Bombe den zweiten Pol darstellt; dadurch
sind weniger Dichtungen notwendig, und die Konstruktion wird wesentlich vereinfacht.
Es empfiehlt sich, den Gasraum über dem flüssigen Gas möglichst groß zu machen, um
durch die Abschaltenergie keine allzu hohen Drucksteigerungen hervorzurufen. Zur Vermeidung
von Stehfeuer wird die Innenfläche mit einer Isolierschicht umkleidet.
Um eine bessere Dichtung der Durchführung zu erreichen, kann die Anordnung
so getroffen werden, daß die mit dem Schaiterraum in Verbindung stehende Durchführung
auf der Außenseite in einen zweiten abgeschlossenen Raum mündet, der einen geringeren
Druck als der Hauptkessel, jedoch einen größeren Druck als der Außenraum aufweist.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß die Dichtungen nur mit der Druckdifferenz beansprucht werden, ferner, daß die
Durchführung, da sie innen und außen von komprimierten Gasen umgeben ist, sehr klein
gewählt werden kann und darum auch infolge ihrer kleinen beanspruchten Fläche nur geringen
Druckbeanspruchungen ausgesetzt ist. Wichtig ist auch, daß kleinere Porzellanstücke
wesentlich fester hergestellt werden können als große komplizierte Durchführungskörper,
Diese Art der Druckstaffelung kann wiederholt angewandt werden. Zweckmäßig wird es sein, zwischen den
verschiedenen Räumen Ventile anzuordnen, welche im Falle zu großer Drucksteigerung
einen Druckausgleich nach außen gestatten. Die Schalter sind mitKontaktmanometern ausziiriisten,
um bei Überschreiten des zulässigen Druckes den Schalter zunächst abzuschalten und dann ein Ventil zu lüften. Um ein Stehfeuer
im Innern des Schalters zu vermeiden, ist es zweckmäßig, die Kesselwandung innen
mit einer Isolierschicht zu überziehen. Wird der Schalter für hochgespannten Gleichstrom
mit Erdrückleitung verwendet, so ist das Gehäuse zu erden. Ist dies nicht der Fall, so
muß das Gehäuse isoliert befestigt werden. Dies kann mittels Stützisolatoren geschehen,
der ganze Schalter kann auch in eine Grube eingebaut werden, die mit Isolationsmaterial,
wie öl, reinen Sand usw., angefüllt ist. Um hochgespannten Gleichstrom überspannungsfrei
unterbrechen zu können, wird man vorteilhaft die Flüssigkeit im Innenraum mit einem leitenden Zusatz versehen (Kohlenstaub,
elektrolytische Salze). Bei der Unterbrechung wird dann zunächst ein Widerstand eingeschaltet, so daß die Stromänderung
weniger schroff erfolgt. Als Füllmaterial kann mit Vorteil flüssige Kohlensäure verwendet
werden, auch Stickstoff und' Wasserstoff bringen günstige Ergebnisse. Selbstverständlich
können auch noch andere Substanzen benutzt werden.
Die besonderen Vorteile dieser Konstruktion sind: geringe räumliche Abmessungen,
da infolge des hohen Druckes eine außerordentliche Durchschlagsfestigkeit und Verringerung
der Gleitfunken erzielt wird, stärkste Kühlung des Lichtbogens und der Kontakte durch das flüssige Gas mit sehr
tiefer Temperatur, geringe Abmessungen der Durchführung und größte Durchschlagsfestigkeit
infolge Füllung der Durchführung mit einem Dielektrikum der Dielektrizitätskonstante
ι und, entsprechend dem Druck, erhöhte Durchschlagsfestigkeit, Vermeidung
von Bränden, falls Gase (wie Kohlensäure, Stickstoff usw.) verwendet werden.
In der Abbildung ist der Erfindungsgegenstand in einem Beispiel dargestellt.
Es bedeuten: 1 den druckfesten, bombenförmigen Schalterkessel, der gleichzeitig in
Verbindung mit den Kontakten 2 des Schalters steht. 3 ist der Deckel, der mittels Dichtungen
gegen das Gehäuse geschraubt wird. ist die innerste Durchführung, die, da sie allseitig mit einem Dielektrikum von hoher
Durchschlagsfestigkeit umgeben ist, kleine Abmessungen haben kann. Mit ihrem unteren
Ende taucht sie in den Hauptschaltkessel, mit dem oberen Ende in den Zwischenkessel 5.
In den Zwischenkessel ist eine weitere Durchführung 6 eingesetzt, welche die Verbindung
nach außen ergibt. Die Stromzuführung erfolgt über die Zuleitung 7, die an ihrem
unteren Ende zwei biegsame Kabel 8 trägt, welche die Verbindung mit dem beweglichen
Kontakt 9 herstellen. Der Kontakt 9 wird durch den Schaltmagneten 10 betätigt und
Claims (13)
1. Hochleistungsschalter für Wechsel- und Gleichstrom, dadurch gekennzeichnet,
daß als Füllung des Schalters verflüssigtes Gas verwendet wird.
2. Schalter nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Gas als
solches die Kontakte umgibt, während der darüberliegende Raum mit Gas unter hohem Druck gefüllt ist und der Innenraum
der Durchführung mit dem Gasraum des Schalters in Verbindung steht, so daß das komprimierte Gas gleichzeitig als
Hauptdielektrikum wirkt.
3. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das druckfeste Gefäß des Schalters aus einem nichtmagnetischen Material besteht
und der Kern des Einschaltmagneten sich im Innern befindet, während sich die ruhende oder bewegliche Wicklung mit
dem magnetischen Rückschluß des Magneten außerhalb des Kessels befindet, so daß der Antrieb sich lediglich durch magnetische
Kopplung zwischen Anker und Rückschluß bewerkstelligen läßt.
4. Hochleistungsschalter nach den Ansprächen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der eine Pol des Schalters durch eine Durchführung geführt wird, während als
zweiter Pol das Gehäuse selbst verwendet wird.
S. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit dem Schalterraum in Verbindung stehende Durchführung auf der Außenseite in einen zweiten abgeschlossenen
Raum mündet, der einen geringeren Druck als der Hauptkessel aufweist, jedoch einen größeren Druck als
der Außenraum, zum Zwecke, die Dichtungen nur mit der Druckdifferenz zu beanspruchen
und kleinere Abmessungen der Durchführung zu erzielen.
6. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen ι bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den verschiedenen Räumen Ventile angeordnet sind, welche einen Druckausgleich nach außen gestatten.
7. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalter ein Kontaktmanometer erhält, das beim Überschreiten des zulässigen
Druckes des Schalters zunächst die Abschaltung bewirkt und dann ein Ventil lüftet bzw. Warnungssignal gibt.
8. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen ι bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalter für hochgespannten Gleichstrom mit Erdrückleitung verwendet ward, wobei das geerdete Gehäuse
gleichzeitig als Erde mitverwendet wird.
9. Hochleistungsschalter nach den An-Sprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das spannungführende Gehäuse mittels Isolatoren in Form von Stützisolatoren,
Isolierringen usw. an der Fassung der Grube, in der der Schalter sich befindet, befestigt wird.
10. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen ι bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Grube zur Vermeidung von Glimmerscheinungen mit einem Dielektrikum, wie öl, angefüllt wird.
11. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen
ι bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Grube mit isolierendem Quarzsand
angefüllt wird.
12. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen
ι bis ii, dadurch gekennzeichnet, daß als Dielektrikum Kohlensäure
in flüssigem und gasförmigem Zustand verwendet wird.
13. Hochleistungsschalter nach den Ansprüchen
ι bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Flüssigkeit gefüllte
Teil des Innenraumes durch Zusatz leitender Substanzen (Kohlenstaub oder elektrolytische Salze) schwach leitend gemacht
wird, um vor Unterbrechung einen Widerstand in den Stromkreis einzuschalten zwecks Vermeidung von Überspannungen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM88214D DE430968C (de) | 1925-02-01 | 1925-02-01 | Hochleistungsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM88214D DE430968C (de) | 1925-02-01 | 1925-02-01 | Hochleistungsschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE430968C true DE430968C (de) | 1926-06-28 |
Family
ID=7320952
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM88214D Expired DE430968C (de) | 1925-02-01 | 1925-02-01 | Hochleistungsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE430968C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2981815A (en) * | 1957-12-10 | 1961-04-25 | Westinghouse Electric Corp | Circuit interrupter |
| US3165610A (en) * | 1962-09-06 | 1965-01-12 | Gen Electric | Electrical circuit interrupter having exterior positioned actuating means |
| DE1193574B (de) * | 1957-09-13 | 1965-05-26 | Westinghouse Electric Corp | Leistungsschalter |
| US3531609A (en) * | 1966-04-15 | 1970-09-29 | Jean Louis Gratzmuller | Electrical circuit breaker |
-
1925
- 1925-02-01 DE DEM88214D patent/DE430968C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1193574B (de) * | 1957-09-13 | 1965-05-26 | Westinghouse Electric Corp | Leistungsschalter |
| US2981815A (en) * | 1957-12-10 | 1961-04-25 | Westinghouse Electric Corp | Circuit interrupter |
| US3165610A (en) * | 1962-09-06 | 1965-01-12 | Gen Electric | Electrical circuit interrupter having exterior positioned actuating means |
| US3531609A (en) * | 1966-04-15 | 1970-09-29 | Jean Louis Gratzmuller | Electrical circuit breaker |
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