DE4309594A1 - Überwachungseinrichtung - Google Patents
ÜberwachungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Überwachungsvorrichtung der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Aus der DE-OS 39 09 525 A1 ist ein Verfahren und nebst
dazugehöriger Gerätetechnik bekannt, mit welchem der Stan
dort von Pflanzen hinsichtlich seiner metereologischen
Bedingungen überwacht wird und eine Vorhersage der Ent
wicklung von Pflanzen ermöglicht werden soll. Dabei werden
eine Anzahl auf eine Standardtemperatur normierter Tage,
ein Temperaturkoeffizient und ein spezielles Anfangsdatum
für die Berechnung einer Vorhersage für eine bestimmte
Pflanze festgesetzt. Das verfahrensgemäß benutzte Gerät
weist eine Sensoranordnung, mit dem aus mehreren Tempe
raturmessungen eine Tagesmitteltemperatur gebildet wird,
eine Einstelleinrichtung, die über eine Speicherkarte mit
pflanzenspezifischen Daten versorgt wird und eine Vorher
sageeinrichtung auf, in der mittels eines Mikrorechners
u. a. die Anzahl der auf eine Standardtemperatur normier
ten künftigen Tage, die die Pflanze bei einer Standardtem
peratur bis zum Erreichen eines bestimmten Entwicklungs
standes, beispielsweise bis zum Blühen benötigt, errechnet
werden.
Das aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren weist den
Nachteil auf, daß ausschließlich metereologische Daten,
insbesondere nur Temperaturwerte, für die Vorhersage der
Entwicklung bestimmter Pflanzen herangezogen werden. Dabei
werden für das Wachstum der Pflanzen wesentliche individu
elle Daten, beispielsweise die Lichtverhältnisse, die
Nährstoffkonzentration des Bodens sowie die Bodentempera
tur am Standort der Pflanze nicht in die prognostischen
Betrachtungen einbezogen.
Darüberhinaus sind in den Boden einbringbare Meßgeräte für
die Ermittlung verschiedener Bodenparameter am Standort
einer Pflanze bekannt. Diese Meßmittel ermöglichen jedoch
nur die Erfassung vom Momentanwerten. Dadurch ergibt sich
der erhebliche Nachteil, daß es erst nach zeitaufwendiger
Durchführung und entsprechender Auswertung einer Vielzahl
von Einzelmessungen möglich ist, repräsentative Aussagen
über die Wachstumsbedingeungen am Standort einer Pflanze
zu gelangen.
Ausgehend von den Mängeln des Standes der Technik liegt
der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Überwa
chungsvorrichtung der eingangs genannten Gattung zu ent
wickeln, die eine gleichzeitige Erfassung mehrerer physi
kalischer Größen und deren Auswertung ermöglicht, um eine
besser begründete Aussage über die am Standort einer
Pflanze vorherrschenden Wachstumsbedingungen treffen zu
können.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, daß bei Messung
und Auswertung der für die Entwicklung einer Nutz- oder
Zierpflanze von mehreren, die Bodeneigenschaften und die
Beleuchtung in der unmittelbaren Nähe des Standortes der
Pflanze betreffenden Kennwerten eine Erfassung über einen
längeren Zeitraum mit entsprechender Mittelwertbildung
fundiertere und die Wachstumsbedingungen besser repräsen
tierende Aussagen zur Verfügung stehen als bei Einzelmes
sungen einer metereologischen Größe zu unterschiedlichen
Zeiten.
Entsprechend der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist die Überwachungseinrichtung für Wachstumsbedingungen
einer Pflanze in eine Meßeinheit und ein Ausleseteil un
tergliedert. Dies bietet den erheblichen Vorteil, daß nur
die Meßeinheit eine konstruktiv aufwendige, feuchtigkeits
sichere Gehäuseausführung notwendig ist und die Meßeinheit
eine geringere Baugröße aufweist. Die Verbindung zwischen
Meßeinheit und Ausleseteil wird nur zum Zeitpunkt der Meß
wertauswertung hergestellt und erfolgt über eine Buch
sen/Stecker-Kombination. Die Meßeinheit ist im wesentli
chen stabförmig ausgebildet. Sie trägt an einem, in das
Erdreich am Standort der Pflanze einbringbaren Ende mehre
re Sensoren zur Meßwerterfassung. An dem aus dem Erdreich
herausragenden Schaftende der Überwachungseinrichtung ist
ein fotoelektrischer Sensor angeordnet, durch den die Hel
ligkeit im Pflanzenbereich erfaßt werden kann. Die Spei
cherung der analogen Meßwerte erfolgt in einem kapazitiven
Speicher.
Die einzelnen, jeweils einer Meßgröße zugeordneten R-C-
Kombinationen des Analogspeichers weisen eine Zeitkonstan
te auf, die im Verhältnis zu der Peridiodizität der meß
technisch zu erfassenden Ereignisse sehr groß gewählt ist.
Dadurch weist der aktuelle, dem Meßwert der jeweiligen
Meßgröße entsprechende Ladungszustand des Kondensators in
vorteilhafter Weise nur eine vernachlässigbar geringe
Schwankungsbreite auf, so daß die Messungen in Verbindung
mit der vorab beschriebenen Form der Speicherung besonders
gut für eine Tendenzanzeige der Meßwertentwicklung geeig
net sind. Das Ausleseteil weist einen geeichten Spannungs
messer mit hochohmigem Eingang auf, welcher mittels einer
Schaltvorrichtung mit den jeweiligen Buchsen der Meßein
heit verbindbar angeordnet ist.
Entsprechend einer günstigen Weiterbildung der Erfindung
werden die analogen Meßwerte digitalisiert. Zur Speiche
rung ist ein Digitalspeicher, vorzugsweise ein Schiebere
gister vorgesehen, das - durch einen Zeitgeber gesteuert -
ausgelesen werden kann. Für die temporäre Verbindung zwi
schen Meßeinheit und Ausleseteil sind als Übertragungsmit
tel zwei Schwingkreise vorgesehen, wobei mittels einer in
duktiven Kopplung das Auslesen der in der Meßeinheit ge
speicherten Meßwerte vorgenommen wird. Zur Anzeige der
ausgelesenen und danach aufbereiteten Meßwerte ist in dem
Ausleseteil ein Display vorgesehen.
Da für die Durchführung der Messungen und die Speicherung
der entsprechenden Meßwerte nur eine geringe elektrische
Leistung erforderlich ist, kann der notwendige Energie
bedarf durch ein Solarpaneel gedeckt werden. Das Solarpa
neel ist blattförmig ausgebildet und mit dem aus dem Erd
reich herausragenden Abschnitt der stabförmigen Meßeinheit
verbunden. Es kann gleichzeitig in vorteilhafter Weise zur
Handhabung beim Einbringen der Meßeinheit in das Erdreich
benutzt werden.
Insbesondere günstig bei der dargestellten Erfindung ist,
daß die mittlere Spannung an der Solarzelle zum einen den
Meßwert für die Beleuchtung bilden kann und dabei anderer
seits gleichzeitig die Versorgungsspannung für weitere
Meßwertaufnehmer bildet, die mit dem anstehenden Meßwert
ihren Widerstand oder eine Spannung ändern, wobei die re
sultierende Spannungsquelle mit dem festen oder veränder
lichen Widerstand den den analogen Speicher bildenden Kon
densator auflädt. Hierbei bildet dann entweder der verän
derliche Widerstand oder die veränderliche Gegenspannung
diejenige Größe, welche die mittlere Spannung eines zuge
ordneten einen anlogen Speicher bildenden Kondensators
großer Kapazität beeinflußt.
Hierbei ist dann die Periodizität der zeitlichen Änderung
der zu erfassenden Signale klein gegen die Zeitkonstante
der Meßanordnung. Die genannte Periodizität ergibt sich
dabei aus bestimmten Rhythmen, wie sie sich beispielsweise
beim Blumengießen, bei der Raumtemperatur oder der tägli
chen Belichtung einstellen. Schon nach wenigen Tagen
ergibt sich damit ein Mittelwert, der dem langfristigen
zeitlichen Mittel gut angenähert ist, so daß sich eine gu
te Meßaussage erzielen läßt.
Das Auslesen der Meßwerte erfolgt bevorzugt entweder durch
unmittelbaren galvanischen Kontakt oder aber durch passive
Sendemittel, wie einem elektromagnetischen Schwingkreis,
der von extern zum Schwingen angeregt wird und im Takt der
auszulesenden Meßsignale bestimmte Eigenschaften (wie Re
sonanzfrequenz, Dämpfung etc.) ändert, wobei diese Eigen
schaften im Ausleseteil feststell- und registrierbar sind
und das ausgelesene Signal bilden.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend
zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung
der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es
zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in
schematisierter Darstellung,
Fig. 2 einer günstig Weiterbildung der in Fig. 1 ge
zeigten Ausführungsform,
Fig. 3 eine vorteilhafte Meß- und Auswerteschaltung für
die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 4 eine vorteilhafte Meß- und Auswerteschaltung für
die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 5 eine Meßkurve für eine durch die in Fig. 1 ge
zeigte Ausführungsform der Erfindung erfaßte,
für das Pflanzenwachstum maßgebliche Größe als
zeitabhängige grafische Darstellung,
Fig. 6 eine andere Ausführungsform der Erfindung in
schematisierter Darstellung sowie
Fig. 7 ein Funktionsschema der in Fig. 6 dargestellten
Ausführungsform der Erfindung.
Die in Fig. 1 perspektivisch dargestellte Meßeinheit 1
der Überwachungseinrichtung mit im wesentlichen stabför
miger Konfiguration weist ein wasserdichtes Gehäuse 18
aus Kunststoff auf, welches sich an einem, in das zu
untersuchende Erdreich einzubringenden Ende 19 in vor
teilhafter Weise konisch verjüngt, um die Meßeinheit 1
ohne größeren Kraftaufwand in die oberflächennahe Zone des
Erdreichs drücken zu können. In diesem Stababschnitt sind
die Meßsonden E1 (Erfassung der Nährstoffkonzentration
bzw. des ph-Wertes), E2 (Bezugselektrode) und
E3 (Erfassung der Bodenfeuchte) sowie ein tem
peraturabhängiger Widerstand RTh (Erfassung der
Bodentemperatur) in der Gehäusewandung angeordnet. Am Ende
des aus dem Erdreich herausragenden Abschnitts 3 der in
die oberflächennahe Bodenzone eingebrachten, stabförmigen
Meßeinheit 1 ist ein fotoelektrischer Sensor 12 zur
Ermittlung der Helligkeit in der Umgebung der Pflanze
vorgesehen. Der Abschnitt 3 ist an seinem freien Ende zu
einem zylindrischen Griffstück 23 verdickt, das die
Handhabbarkeit der Meßeinheit 1 beim Einbringen oder
Herausziehen ins oder aus dem Erdreich. Unterhalb des
Griffstücks 23 ist in der Wandung des Gehäuses 18 eine
Buchsenleiste 17 vorgesehen über deren Buchsen 16 das
Ausleseteil mit seinen Steckern (vergleiche die Positionen
2 und 15 in Fig. 3) angeschlossen wird.
Fig. 2 zeigt eine vorteilhafte Weiterbildung der
Meßeinheit 1 entsprechend Figur in perspektivischer
Darstellung. An dem aus dem Erdreich ragenden Ende 3 der
Meßeinheit 1 ist ein quaderförmiges Griffstück 22 vorgese
hen, das das Gehäuse 18 durchdringt und in gleicher Ebene
beidseitig aus diesem herausragt. Dieses Griffstück ver
bessert die Handhabbarkeit der Meßeinheit erheblich und
dient gleichzeitig in vorteilhafter Weise der Plazierung
eines Solarpaneels 20 an seiner Oberfläche. Zusätzlich ist
im Inneren des Griffstücks 22 eine Induktionsschleife 21
angeordnet, welche der Ankopplung eines Ausleseteils
zum Auswerten der ermittelten und gespeicherten Meßwerte
dient.
Fig. 3 zeigt ein in schematisierter Form dargestelltes
Schaltbild eine Meßeinheit 1 mit dazugehörigem Auslese
teil 2 für die Erfassung, Speicherung und Auswertung der
durchschnittlichen Werte von Nährstoffkonzentration (bzw.
des ph-Wertes), Temperatur und Feuchte des Bodens sowie
der Lichtmenge am Standort der hinsichtlich ihrer
Wachstumsbedingungen zu untersuchenden Pflanze. Die
entsprechenden Sensoren E1, E2, E3 und RTh sowie der
fotoelektrische Sensor 12 sind an ihrem Ausgang jeweils an
einen analogen Speicher angeschlossen. Die Analogspeicher
sind als R/C-Kombination R1/C1, R2/C2, R3/C3 und R4/C4
ausgebildet, wobei die entsprechenden zeitkonstanten
Ts = Cn × Rn (n = 1 bis 4)
sind derart gewählt, das ihre Größe eine erheblich grö
ßeren Wert aufweist als die Periodizität der Meßgrößen.
Dadurch wird auf einfache und zugleich vorteilhafte Weise
gewährleistet, daß das ausgelesene Meßergebnis nach weni
gen Meßperioden eine hinreichende Genauigkeit aufweist und
zur Abschätzung der Entwicklungstendenz der jeweiligen
Meßgröße herangezogen werden kann. Das Ausleseteil 2 ist
über die Stecker 15 mit den entsprechenden Buchsen 16 der
Meßeinheit verbindbar, wenn die Meßwerte ausgewertet wer
den sollen. Das Ausleseteil 2 enthält einen hochohmigen
Spannungsmesser 13, der mittels eines Nockenschalters 14
an die gewünschte Rn/Cn-Kombination geschaltet werden
kann. Durch eine entsprechende Eichung des Span
nungsmessers 13 sind die Werte für Bodentemperatur,
Feuchte, Nährstoffkonzentration bzw. ph-Wert und die
durchschnittliche Helligkeit am Standort der Pflanze
direkt ablesbar.
Fig. 4 zeigt in schematisierter Form das Schaltbild einer
günstigen Weiterbildung der erfindungsgemäßen Überwa
chungseinrichtung. Die Speicherung der durch die Meßwert
aufnehmer A1, A2, A3 und A4 erfaßten analogen Meßwerte er
folgt in einem digitalen Speicher 5. Dazu ist es erforder
lich die Meßwerte zuvor in einem Analog/Digital-Wandler 4
entsprechend aufzubereiten. Dabei werden alle Meßwerte ge
meinsam zu einem 32 Bit-Digitalwert zusammengesetzt und
können auf einfache Weise in dem als Schieberegister aus
gebildeten Speicher 5 parallel abgelegt werden. Die derart
digitalisierten Daten können aus dem Speicher nur als pa
rallel orientierter Datenblock ausgelesen werden. Um die
auf die einzelnen Meßgrößen bezogenen Daten aus lesen zu
können, müssen sie zuvor einen Parallel/Serien-Wandler 7
passieren. Der am Ausgang des Wandlers 7 anstehende Daten
block besteht aus einer seriellen Bit-Folge und steuert
über einen Schalter Bit-weise durch Kapazitätsvariation
(Zu- und Abschaltung der Kondensators C6) die Resonanz
frequenz eines passiv umschaltbaren Schwingkreises 9. Der
Auslesevorgang wird eingeleitet, indem das Ausleseteil 2
induktiv durch einen aktiven Resonanzmeßkreis 9.1 (Induk
tivität 21) eine geringe Energiemenge in den Resonanzkreis
9 (Induktivität L1) einspeist. Durch Kopplung über die
Diode D1 werden dabei gleichzeitig der Zeitgeber 6 und der
Wandler 7 aktiviert. Das Auslesen der im Schieberegister 4
gespeicherten Werte beginnt. Die digitalisierten Meßwerte
werden bitweise induktiv über den Resonanzmeßkreis 9.1 des
Ausleseteils 2 aus gekoppelt und in einer Verarbeitungsein
heit 10 derart aufbereitet, daß sie auf einem Display 11
zur Anzeige gebracht werden können.
Die in Fig. 5 schematisiert dargestellte Meßkurve 28
zeigt am Beispiel einer Lichtmengenmessung den typischen
Spannungsverlauf eines als R/C-Kombination ausgebildeten
Analogspeichers (vergleiche die Kombination R1/C1 gemäß
Fig. 3). Zu Beginn der Messungen wird der Kondensator
C1 durch das Tageslicht aufgeladen und gibt im Verlauf
der Nachtstunden einen Teil seiner Ladung ab. Auf- und
Entladevorgang verlaufen dabei nach einer e-Funktion. Die
Zeitkonstante der Speichereinheit Ts = C1 × R1 bestimmt
die Steilheit der Aufladekurve 24. Die entsprechende
Steilheit des Kurvenverlaufs 25 für den Entladevorgang
während der Nachtstunden ergibt sich aus dem Schein
widerstand der Kapazität C1. Wird die Zeitkonstante der
Kapazität Ts sehr groß im Verhältnis zur Periodizität der
zu untersuchenden Ereignisse (Schwankungen der Helligkeit,
der Bodentemperatur usw.) gewählt, so ist der jeweils
aktuelle Wert 26 einer untersuchten Größe im "eingeschwun
genen Zustand" (symbolisch durch den Zeitbereich 27 darge
stellt) hinreichend genau und besitzt nur eine geringe
Schwankungsbreite, so daß er zur Tendenzanzeige gut geeig
net ist.
Der in Fig. 5 gezeigte Kurvenverlauf für Kontrolle der
Tendenz des Lichtmengenangebots in einem bestimmten Zeit
bereich gilt in analoger Form auch für die weitere, das
Pflanzenwachstum beeinflussenden Größe, die durch die
Überwachungseinrichtung erfaßbar sind.
Die in Fig. 6 dargestellte Überwachungseinrichtung ist
als gießwasserdichter Steckling 1 ausgebildet und besteht
aus zwei Einzelteilen 1a und 1b, die durch eine Steckver
bindung gekoppelt werden können. Die Kontaktierung der
durch eine Solarzelle (in vorteilhafter Weise gekoppelt
mit der Fotozelle 12 zur Lichtmengenmessung) mit Spannung
versorgten Meßfühler 30 zur Ermittlung der Bodenfeuchte
erfolgt an der Verbindungsstelle der beiden Stecklingsele
mente 1a und 1b durch innenliegende Kontakte 29. Der obere
Stiel 1a des Stecklings 1 trägt an seiner Unterseite
(Verbindungsstelle mit dem Element 1b) eine Bodenplatte
32, die einerseits verhindert, daß der Steckling zu tief
in das Erdreich eindringen kann und andererseits auf vor
teilhafte Weise als Gegenhalt dient, wenn das Stecklingso
berteil 1a abgezogen werden soll. Im oberen Abschnitt 1a
des Stecklings 1 sind weiterhin Meßmittel zur Ermittlung
der Luftfeuchte 34 (mit einer Abtropfkante für sich mög
licherweise bildendes Kondensat) und der Lufttemperatur
35 vorgesehen. Um bei der Ermittlung der Lufttemperatur den
Meßfehler gering zu halten, weist die Meßstelle zur Solar
zelle einen ausreichend großen Abstand auf.
Die außen angebrachten Rippen 33 beugen einem, die Messun
gen ebenfalls negativ beeinflussenden Wärmestau vor. Die
Elemente 1a und 1b des Stecklings 1 sind flexibel ausge
bildet und in unterschiedlichen Längen herstellbar, so daß
die Maße des Stecklings 1 auf einfache und zugleich vor
teilhafter Weise der Tiefe des Wurzelbereichs der ver
schiedenen Pflanzen angepaßt werden kann. Fig. 7 zeigt in
schematisierter Form ein Funktionsdiagramm des Datenflus
ses der Überwachungseinrichtung gemäß Fig. 6, wobei sich
die Einzelheiten aus der Beschriftung ergeben. Im Hauptge
rät sind Sollwerte für verschiedene Pflanzensorten fest
einprogrammiert, wobei durch Vergleich mit den eingelese
nen Meßwerten aus dem Steckling eine Gut/Schlecht-Anzeige
erfolgen kann.
Bei einem anderen - nicht dargestellten Ausführungsbei
spiel - sind die Stecklinge für jede Pflanzensorte spe
ziell vorbereitet, wobei bei einteiliger Ausführung des
"Stecklings" Spannungsdiskriminatoren, welche die Über-
bzw. Unterschreitung eines vorgegebenen Sollwertes durch
nachgeschaltete LCD-Segmente anzeigen, außerhalb des in
das Erdreich einzubringenden Teils des Stecklings vorgese
hen sind. Diese Variante ist insbesondere für eine Ausfüh
rung geeignet, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist. Gegeben
enfalls kann auch eine Umschaltvorrichtung für die Ermitt
lung von Meßwerten für verschiedene Pflanzensorten vorge
sehen werden, wobei durch Betätigung dieser Umschaltvor
richtung die Sollwerte, welche die Vergleichswerte für die
ermittelten Spannungswerte bilden entsprechend der ausge
wählten Pflanzensorte verändert werden.
Bei einer anderen günstigen Ausführungsform der Erfindung
ist ein Schalter vorgesehen, welcher ein Zurücksetzen der
Speicher beim Einsetzen in das Erdreich ermöglicht. Bevor
zugt ist ein derartiger Schalter in Form eines Drucksen
sors in die Spitze des Stecklings integriert und wird
durch den beim Einstechen in das Erdreich verursachten
Druck betätigt, so daß beim Einbringen des Stecklings
sämtliche vorherigen Meßwerte gelöscht werden.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht
auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbei
spiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar,
welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich
anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.
Claims (18)
1. Überwachungseinrichtung für die Wachstumsbedingungen
einer Pflanze mit einem in den Boden am jeweiligen Stan
dort der Pflanzen einbringbaren Meßfühler,
gekennzeichnet durch
- - eine Meßeinheit (1) mit einen von extern auslesba ren Speicher für zuvor ermittelte Meßwerte, sowie
- - Übertragungsmittel (9, 9.1, 15, 16, 17) für ein zur Meßwertübertragung mit der Meßeinheit (1) temporär verbindbaren Ausleseteil (2).
2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der Speicher
zur Aufnahme von gleichzeitig ermittelten Meßwerten ver
schiedener physikalischer oder chemischer Größen ausgebil
det ist.
3. Überwachungseinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Energieversorgung der Meßeinheit (1) eine Solar
zelle (20) vorgesehen ist.
4. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß in der Meß
einheit (1) mindestens ein Meßfühler zur Erfassung der Bo
dentemperatur, der Nährstoffkonzentration im Boden, des
pH-Wertes des Bodens, der Bodenfeuchte und/oder der Be
leuchtung am Standort der Pflanze vorgesehen sind.
5. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der ausles
bare Speicher als digitaler Speicher (5) ausgebildet ist.
6. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 5, da
durch gekennzeichnet, daß als digi
taler Speicher (5) ein Schieberegister vorgesehen ist.
7. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 5
und 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Auslesen des Speichers (5) taktgesteuert erfolgt und
der digitale Speicher durch ein externes Signal rücksetz
bar ist.
8. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
als auslesbarer Speicher eine analoger Speicher vorgesehen
ist.
9. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 8, da
durch gekennzeichnet, daß der Speicher
aus mindestens einem Kondensator (Cn) für eine zu erfas
senden Meßgröße besteht, wobei insbesondere keine zusätz
liche elektronische Schaltung vorgesehen ist, welche aus
einer sich erschöpfenden Energiequelle betrieben wird.
10. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 9, da
durch gekennzeichnet, daß das Auslesen
des Speichers mit einem hochohmigen Spannungsmesser (13)
erfolgt und der Speicher zum Rücksetzen entladen wird.
11. Überwachungseinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß die Meßeinheit (1) als geschlossene, in die oberflä
chennahe Bodenzone einbringbare Kapsel ausgebildet ist.
12. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Meßeinheit (1) die Form eines Stiels aufweist, wobei
an einem Ende des Stiels eine blattförmig ausgebildete
Solarzelle (20) vorgesehen ist.
13. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 5, da
durch gekennzeichnet, daß der digitale
Speicher eine Schwingkreis-Anordnung (9) aufweist, die von
dem Ausleseteil (2) her anregbar ist und zum Abfragen
periodisch ausgemessen wird.
14. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Kapsel
ein wasserdichtes Kunststoffgehäuse (18) aufweist.
15. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß als Übertra
gungsmittel eine Buchsen/Stecker-Kombination (15, 16) oder
eine kontaktfrei koppelbare Vorrichtungen (9, 9.1) vorge
sehen sind.
16. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 14, da
durch gekennzeichnet, daß die kontakt
frei koppelbaren Vorrichtungen als passiver Schwingkreis
(9) bzw. Resonanzmeßkreis (9.1) mit bei der Übertragung
veränderlichen und von extern feststellbaren elektrischen
Eigenschaften ausgebildet sind.
17. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 7
und 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zeitkonstante Ts = Cn × Rn des Analogspeichers
wesentlich größer gewählt ist als die Periodizität der
zeitlichen Änderung der zu erfassenden Größen.
18. Überwachungseinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die mittlere Spannung an der Solarzelle einerseits den
Meßwert für die Beleuchtung bildet und andererseits die
Versorgungsspannung für weitere Meßwertaufnehmer, die mit
dem anstehenden Meßwert ihren Widerstand oder eine Span
nung ändern, wobei die resultierende Spannungsquelle mit
dem festen oder veränderlichen Widerstand den den analogen
Speicher bildenden Kondensator auflädt.
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| DE19934309594 DE4309594A1 (de) | 1993-03-22 | 1993-03-22 | Überwachungseinrichtung |
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Country Status (1)
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|---|---|
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Cited By (4)
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