DE4308708A1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine druckluftbetriebene An
triebsvorrichtung, die insbesondere für den Einsatz in
einer Nagelmaschine oder ähnlichem vorgesehen ist.
Derartige Antriebsvorrichtungen sind bereits bekannt. In
ihnen wird Druckluft dazu genutzt, um einen Gegenstand,
beispielsweise einen Nagel, impulsweise bzw. stoßartig zu
bewegen.
Nach dem Stand der Technik wird bei einer druckluftbetrie
benen Antriebsvorrichtung für eine Nagelmaschine ein Kolben
in einem Zylinder impulsweise durch Luftdruck derart ange
trieben, daß ein zur Fixierung vorgesehenes Metallstück,
z. B. ein Nagel, in Gegenstände, wie Wände, Platten usw.,
gehämmert bzw. getrieben wird. Gemäß Fig. 11(a) weist eine
derartige konventionelle Nagelmaschine eine Antriebsvor
richtung mit im wesentlichen den folgenden Elementen auf:
einen Antriebszylinder 80, der fest bzw. ortsfest in einem
Gehäuse (hier nicht gezeigt) montiert ist und einen an
einen Treiber 82 gekoppelten Antriebskolben 81, der gleit
fähig bzw. verschiebbar in einem Antriebszylinder 80 ange
ordnet ist, derart, daß der letztere Zylinder 80 in eine
obere und eine untere Kammer aufgeteilt wird. Druckluft
wird in den Antriebszylinder oberhalb des Antriebskolbens
81 eingeführt, d. h. in die obere Kammer, so daß der An
triebskolben 81 in Fig. 11 nach unten bewegt wird. Dies
bewirkt, daß der Treiber 82 den Nagel in den Gegenstand
hämmert bzw. treibt. Antriebszylinder und Antriebskolben
werden häufig auch als Stoß- bzw. Impulszylinder und Stoß- bzw.
Impulskolben bezeichnet.
Somit bewegt also die in die obere Kammer des Zylinders 80
eingeführte Druckluft den Antriebskolben 81 in Fig. 11 nach
unten. Als Reaktion auf die Bewegung des Antriebskolbens 81
wird eine Reaktions- bzw. Rückstoßkraft erzeugt, die auf
die innere Oberfläche der oberen Kammer des Antriebszylin
ders 80 wirkt, der im wesentlichen geschlossen ist. Hier
durch wird der Antriebszylinder 80 nach oben bewegt. Wäh
rend der impulsartigen Bewegung des Antriebskolben 81 wird
das Gehäuse und eine Stoßdämpfervorrichtung 83 durch diese
Rückstoßkraft nach oben bewegt, wobei die Stoßdämpfervor
richtung 83 am unteren Ende im Antriebszylinder 80 vorgese
hen ist. Als Folge davon wird der Antriebskolben durch die
Stoßdämpfervorrichtung 83 in einer Position gestoppt, die
höher liegt als die ursprüngliche Halteposition, was nach
teilig die Schlagkraft der Nagelmaschine reduziert.
Um den Rückschlag der bekannten Nagelmaschine aufgrund der
vorstehend beschriebenen Rückstoßkraft möglichst klein zu
halten, ist es für den Bediener notwendig, die Nagelmaschi
ne fest gegen den Gegenstand zu drücken. Aus diesem Grunde
ist eine derartige Nagelmaschine insbesondere bei der Ver
wendung für vertikale Wände oder Zimmerdecken für den Bed
iener ausgesprochen anstrengend und unpraktisch, - ebenso
wie das Hantieren mit einer derartigen Nagelmaschine auf
unstabilen Leitern oder Gerüsten. Weiters ist in der Regel
die Kraft, mit welcher der Bediener die Nagelmaschine gegen
einen Gegenstand drückt, veränderlich, so daß gleichermaßen
die Stärke des Rückschlages der Nagelmaschine variiert, -
ebenso wie die Schlagkraft der Nagelmaschine.
Um die vorstehend beschriebenen aufgrund der Rückstoßkraft
auftretenden Schwierigkeiten zu vermeiden, wurde nach dem
Stand der Technik eine Nagelmaschine vom rückstoßfreien Typ
mit konstanter Schlagkraft vorgeschlagen. Eine derartige
Nagelmaschine wird beispielsweise in der japanischen Ge
brauchsmusteranmeldung OPI Nr. 29 272-1991 (wobei die Be
zeichnung "OPI" auf eine nichtgeprüfte veröffentliche An
meldung hinweist) beschrieben wird. Diese Nagelmaschine
wird in Fig. 11(b) dargestellt und ist folgendermaßen auf
gebaut: ein Antriebskolben 91 ist verschiebbar in einem
Antriebszylinder 90 angeordnet, der seinerseits in einem
Gehäuse 94 verschiebbar angeordnet ist. Eine Kolbenstopp
dämpfervorrichtung 93 ist Gehäuse 94 angeordnet. Druckluft,
die in den Antriebszylinder eingeführt wird, bewegt den An
triebskolben 91 nach unten. Als Reaktion auf diese Abwärts
bewegung des Antriebskolben wird eine Rückstoßkraft er
zeugt, die den Antriebszylinder 90 im Gehäuse 94 nach oben
bewegt. Das heißt, daß die hierdurch erzeugte Rückstoß
kraft, die auf den Antriebszylinder 90 einwirkt, nicht auf
das Gehäuse 94 übertragen wird.
Somit wird die Position der Kolbenstoppdämpfer 93 relativ
zum Gegenstand nicht verändert. Das heißt, die Kolbenstop
position ist zu allen Zeiten konstant, und dementsprechend
wird auch die Schlagkraft der Nagelmaschine konstant gehal
ten. Andererseits bildet sich jedoch eine Anregungskraft
zwischen dem Antriebszylinder 90 und dem Gehäuse 94 aus,
die durch die Druckluft und durch eine Kompressionsfeder 95
für die Rückführung des beweglichen Antriebszylinders 90 in
die anfängliche untere Totlage geliefert wird. Somit wird
die aufgrund des Rückstoßes vervorgerufene Bewegung des
beweglichen Antriebszylinders 90 durch die vorstehend be
schriebenen Anregungsmittel, beispielsweise die Kompres
sionsfeder 95, auf das Gehäuse 94 übertragen. Somit ist das
Gehäuse 94 nicht vollständig rückstoßfrei.
Nach dem Stand der Technik wurde bereits eine andere Tech
nik vorgeschlagen, um dieses Problem zu vermeiden. Bei
dieser Technik ist die vorstehend beschriebene Antriebsvor
richtung in folgender Art und Weise erweitert: der An
triebszylinder 90 wird mit Hilfe von Druckluft nach unten
getrieben und in Synchronisation mit dem Antrieb des An
triebskolbens 91 wird diese Anregungsdruckluft in die äuße
re Atmosphäre entladen, so daß das Gehäuse vollständig
rückstoßfrei ist. Jedoch ist die Technik insofern nachtei
lig, daß diese Antriebsvorrichtung relativ kompliziert im
Aufbau ist und die Herstellungskosten für eine Nagelmaschi
ne dementsprechend hoch sind.
Ein weiterer Gesichtspunkt besteht darin, daß ein Werkzeug
mit einer derartigen Antriebsvorrichtung, beispielsweise
eine Nagelmaschine, unter verschiedensten Arbeitsbedingun
gen zum Einsatz kommt. Wird z. B. ein Abdeckmaterial auf
ein Untergrundmaterial mit Hilfe einer Nagelmaschine aufge
nagelt, so kann das Abdeckmaterial derartig deformiert
sein, daß sich zwischen den beiden Materialien ein Raum
ausbildet. In diesem Falle ist es wesentlich, die beiden
Materialien in engem Kontakt miteinander zu halten, indem
die Nagelmaschine gegen die Oberfläche des Abdeckmaterial
gedrückt wird. Selbst beim Nagelvorgang mit der vorstehend
beschriebenen bekannten Nagelmaschine vom rückstoßfreien
Typ ist es notwendig, die Nagelmaschine gegen den Gegen
stand zu drücken. Steht der Bediener einer derartigen Na
gelmaschine beim Nagelvorgang auf einer unstabilen Leiter
oder einem Gerüst, so ist der Nagelvorgang äußerst mühsam
und gefährlich.
Von diesem Stand der Technik ausgehend zielt die Erfindung
darauf ab, eine druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung zu
schaffen, die insbesondere für den Einsatz in einer Nagel
maschine oder ähnlichem geeignet ist, wobei die vorstehend
beschriebenen Nachteile zumindest teilweise vermieden wer
den.
Dieses Ziel wird erreicht durch eine druckluftbetriebene
Antriebsvorrichtung mit im wesentlichen folgenden Elementen:
ein Antriebszylinderkörper bzw. eine Zylinderanordnung, die
im Gehäuse eines Gerätes, insbesondere einer Nagelmaschine
fest angeordnet ist; einen Antriebskolben, der im Antriebs
zylinderkörper verschiebbar angeordnet ist, wobei dieser
Antriebskolben dadurch angetrieben wird, daß Druckluft an
die obere Endfläche des Antriebskolbens im Antriebszylin
derkörper zugeführt wird; und ein Rückstoßabsorptionsglied
bzw. -mittel, das im Antriebszylinderkörper oberhalb des
Antriebskolbens vorgesehen ist mit einer nach unten gerich
teten Nutzfläche, die größer ist als die nach oben gerich
tete Nutzfläche des Antriebskolbens und desweiteren der
oberen Begrenzungsfläche des Antriebskolbens gegenüber
liegt. Dabei ist das Rückstoßabsorptionsglied entlang der
Antriebsachse des Antriebskolbens verschiebbar. In einer
derartigen erfindungsgemäßen rückstoßfreien Antriebsvor
richtung ist der Antriebskolben somit verschiebbar im An
triebszylinderkörper angeordnet und wird durch Luftdruck
impulsweise derart angetrieben, daß beispielsweise ein
Nagel mit einem an den Antriebskolben gekoppelten Treiber
in eine Wand gehämmert bzw. getrieben wird.
Hierdurch wird verhindert, daß das Gehäuse einer insbeson
dere Nagelmaschine von der Oberfläche eines Gegenstandes
durch bei der Bewegung des Antriebskolbens erzeugten Rück
stoß entfernt wird. Außerdem wird sogar besonders vorteil
haft eine Aktionskraft (in Gegenrichtung zur Reaktions- bzw.
Rückstoßkraft) erzeugt, um das Gehäuse in Synchronisa
tion mit dem Antrieb des Antriebskolbens in Richtung gegen
den Gegenstand zu bewegen.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen druckluftbetriebenen Antriebsvorrichtung besteht
darin, daß ein Antriebszylinder, der im Gehäuse eines Ge
rätes, insbesondere einer Nagelmaschine, fixiert ist, und
daß ein verschiebbarer Antriebskolben vorgesehen ist. Wei
ters ist ein Sub- bzw. Unterzylinder mit größerem Innen
durchmesser als der Antriebszylinder am oberen Ende des An
triebszylinders derart ausgebildet, daß der Subzylinder
koaxial mit dem Antriebszylinder angeordnet ist. Antriebs- und
Subzylinder stellen somit das erfindungsgemäße Antriebs
zylinderglied bzw. die Zylinderanordnung dar. Desweiteren
ist als Rückstoßabsorptionsmittel ein Gewichts- bzw. Last
kolben mit größerem Außendurchmesser als der Antriebskolben
im Subzylinder verschiebbar angeordnet, und die Wand der
Zylinderanordnung weist ein Luftzufuhrloch auf, um Druck
luft in die Zylinderanordnung zwischen dem Antriebskolben
und dem Gewichtskolben einzuführen.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung be
steht in einer druckluftbetriebenen Antriebsvorrichtung,
wobei ein Antriebszylinder mit offenem oberen Ende, worin
ein Antriebskolben verschiebbar angeordnet ist, in einem
Gehäuse fest montiert ist. Weiters ist eine bewegliche
Hülse mit größerem Innendurchmesser als der Antriebszylin
der derart rund um den Antriebszylinder vorgesehen, daß die
bewegliche Hülse in axialer Richtung verschiebbar ist. Das
obere Ende der beweglichen Hülse ist geschlossen, so daß
sich eine druckluftaktive Fläche an der inneren Oberfläche
der beweglichen Hülse ausbildet. Diese druckluftaktive
Fläche ist nach unten gerichtet und flächenmäßig größer als
die Querschnittsfläche des Antriebskolbens. Weiters ist ein
Luftzufuhrloch in der Seitenwand der beweglichen Hülse
ausgebildet, um Druckluft an die obere Endfläche des An
triebskolbens im Antriebszylinder, sowie in die bewegliche
Hülse zu führen.
Beim Antrieb des Antriebskolbens aufgrund des durch die
Druckluft ausgeübten Druckes wird das Rückstoßabsorptionsglied,
dessen Nutzfläche größer ist als die Querschnitts
fläche des Antriebskolbens, in die (zur Bewegung des An
triebskolbens) entgegegesetzte Richtung getrieben, und
zwar unter Nutzung dieses durch die Druckluft ausgeübten
Druckes. Hierdurch wird besonders vorteilhaft die gesamte
Rückstoßkraft, die bei der Bewegung des Antriebskolbens
verursacht wird, durch einen Teil der Rückstoßkraft absor
biert, die beim Antrieb des Rückstoßabsorptionsgliedes in
die entgegengesetzte Richtung erzeugt wird. Das heißt, daß
die Erzeugung bzw. Wirkung der Rückstoßkraft aufgrund des
Antriebes des Antriebskolbens vollständig eleminiert werden
kann. Andererseits wird der Rest der Rückstoßkraft, die
beim Antreiben des Rückstoßabsorptionsgliedes erzeugt wird,
an das Gehäuse angelegt, so daß das Gehäuse nach unten
bewegt wird in Synchronisation mit dem Antrieb des An
triebskolbens.
Besonders vorteilhaft ist der Einsatz der erfindungsgemäßen
druckluftbetriebenen Antriebsvorrichtung in einer Nagelma
schine. Dabei wird keinerlei Rückstoßkraft erzeugt, die den
Nagelmaschinenkörper nach oben bewegt, so daß der Antriebs
kolben zu allen Zeiten in einer vorgegebenen Position ange
halten wird. Mit einer derartigen Nagelmaschine kann ein
Nagel mit konstanter Schlagkraft eingetrieben bzw. gehäm
mert werden. Wird zusätzlich die Differenz im Durchmesser
zwischen dem Antriebskolben und dem Rückstoßabsorptionsglied
derart vergrößert, daß eine nach unten gerichtete
Kraft am Gehäuse einwirkt, ist es unnötig, die Nagelmaschi
ne fest gegen einen Gegenstand, z. B. eine Wand oder eine
Platte, während dem Nagelvorgang zu drücken.
Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Gewichtskolben wenig
stens teilweise aus metallischem Material mit hohem spezi
fischem Gewicht gefertigt. Bevorzugt weist ein derartiger
Gewichtskolben auf: einen Hohlkolbenkörper aus Eisen, Alu
minium oder ähnlichem, und ein Kernteil aus metallischem
Material mit hohem spezifischen Gewicht, das im Kolbenkör
per eingefügt ist.
Bei einem weiteren besonders bevorzugten Ausführungsbei
spiel der Erfindung ist der Gewichtskolben axial in mehrere
Abschnitte aufgeteilt, wobei wenigstens einer der mehreren
Abschnitte aus einem metallischen Material mit hohem spe
zifischem Gewicht gefertigt ist. Wird nun der Antriebskol
ben durch Druckluft angetrieben, so treibt die Druckluft
den Gewichtskolben in die Richtung entgegengesetzt zur
Bewegungsrichtung des Antriebskolben, so daß die Rückstoß
kraft absorbiert wird, die als Reaktion auf die Bewegung
des Antriebskolbens erzeugt wird. Besonders vorteilhaft
liegt dementsprechend diese Rückstoßkraft überhaupt nicht
am Gehäuse an. Außerdem ist der Gewichtskolben aus dem
metallischen Material mit hohem spezifischen Gewicht gefer
tigt, so daß das Gewicht pro Volumen des Gewichtkolbens
erhöht und damit der durch den Gewichtskolben während des
Betriebs des Antriebskolbens abgedeckte Kolbenhub verrin
gert werden kann. Zusätzlich kann aus demselben Grund die
Höhe des Gewichtskolbens bei gleichbleibendem äußeren
Durchmesser verringert werden.
Somit kann bei der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung so
wohl die Höhe, als auch der Kolbenhub des Gewichtskolbens
verringert werden. Demzufolge kann besonders vorteilhaft
ein Gerät, in welchem die erfindungsgemäße Antriebsvorrich
tung zum Einsatz kommt, beispielsweise in einer Nagelma
schine, ebenso in der Höhe geringgehalten werden. Das
heißt, ein derartiges Gerät ist sowohl von geringer Größe,
als auch von geringem Gewicht. Hierdurch wird ein Gerät mit
der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung besonders einfach
und praktisch handhabbar, insbesondere mit geringem Kraft
aufwand.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Aus
führungsbeispiele. In dieser Beschreibung wird auf die
beiliegende schematische Zeichnung Bezug genommen. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein exemplarisches Diagramm für die Veranschauli
chung des fundamentalen Prinzips eines Rückstoß
absorptionsvorganges einer erfindungsgemäßen An
triebsvorrichtung;
Fig. 2 eine vertikale Querschnittsansicht, die ein Be
spiel für eine Nagelmaschine veranschaulicht, in
welcher ein erstes Ausführungsbeispiel der erfin
dungsgemäßen Antriebsvorrichtung zum Einsatz
kommt;
Fig. 3 eine vertikale Querschnittsansicht von wesentli
chen Komponenten der Nagelmaschine in Fig. 2 zur
Veranschaulichung eines Betriebszustandes einer
derartigen Nagelmaschine;
Fig. 4 eine vertikale Querschnittsansicht von wesentli
chen Komponenten einer Nagelmaschine, in welcher
ein anderes Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Antriebsvorrichtung zum Einsatz kommt;
Fig. 5 eine vertikale Querschnittsansicht von wesentli
chen Komponenten der Nagelmaschine in Fig. 4 zur
Veranschaulichung eines Betriebszustandes einer
derartigen Nagelmaschine;
Fig. 6a, b die Meßergebnisse der Verschiebung bzw. Verrüc
kung eines Gehäuses einer Antriebsvorrichtung in
einer Nagelmaschine. Insbesondere ist Fig. 6(a)
eine graphische Darstellung der Meßergebnisse,
die sich für die Antriebsvorrichtung einer konven
tionellen Nagelmaschine ergeben, und Fig. 6(b)
ebenso eine graphische Darstellung der Meßergeb
nisse, die sich für die erfindungsgemäße An
triebsvorrichtung ergeben;
Fig. 7 eine vertikale Querschnittsansicht einer Nagelma
schine, in welcher ein weiteres Ausführungsbei
spiel der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung
zum Einsatz kommt;
Fig. 8 eine perspektivische Explosionsdarstellung, wel
che die Struktur eines Gewichtskolbens in der
erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung veranschau
licht;
Fig. 9 eine vertikale Querschnittsansicht einer Nagelma
schine, in welcher noch ein weiteres Ausführungs
beispiel der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung
zum Einsatz kommt;
Fig. 10 eine perspektivische Explosionsdarstellung, wel
che die Struktur eines Gewichtskolbens in der An
triebsvorrichtung von Fig. 9 veranschaulicht; und
Fig. 11a, b exemplarische Diagramme zur Veranschauli
chung der Erzeugung von Rückstoßkräften
durch konventionelle Antriebsvorrichtungen.
Fig. 1 veranschaulicht die Anordnung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Antriebsvorrich
tung in einer Nagelmaschine.
Gemäß Fig. 1 ist ein Antriebskolben 2 mit einem sich nach
unten erstreckenden Treiber 3 gekoppelt, wobei der An
triebskolben 2 in einem Antriebszylinder 1 verschiebbar
bzw. gleitfähig angeordnet ist, der an einem Gehäuse orts
fest befestigt ist. Unterhalb des Gehäuses ist ein zylin
drisches Nasen- bzw. Vorsprungsglied 4 für die Gleitführung
des Treibers 3 vorgesehen. Eine Dämpfungsvorrichtung 5 ist
an der oberen Endfläche des Nasengliedes 4 vorgesehen.
Dabei ist die Dämpfungsvorrichtung 5 für die Absorption der
Antriebs- bzw. Schlagkraft des Antriebskolbens 2 ausgebil
det, wodurch dieser Antriebskolben 2 gestoppt wird. Das
obere Ende des Antriebszylinders 1 geht in das untere Ende
des Subzylinders 6 über, wobei dessen Innendurchmesser
größer ist als der Antriebszylinder 1, so daß sich eine
Zylinderanordnung bzw. ein Antriebszylinderkörper ausbil
det. Weiters ist ein Rückstoßabsorptionsglied bzw. -mittel,
vorzugsweise ein Gewichtskolben 7, dessen äußerer Durch
messer größer ist als derjenige des Antriebskolbens 2, im
Subzylinder 6 verschiebbar angeordnet. Eine Kompres
sionsfeder 8 ist zwischen der oberen Endfläche des Ge
wichtskolbens 7 und der unteren Begrenzungsfläche der obe
ren Gehäusewand eingefügt, so daß der Gewichtskolben 7 zu
allen Zeiten gegen die untere Totlage getrieben wird. Ande
rerseits wird der Antriebskolben 2 normalerweise durch eine
Kolbenrücklaufvorrichtung (hier nicht gezeigt) in seine
obere Totlage gesetzt. Die Zylinderanordnung weist einen
Luftzufuhreinlaß 9 auf zwischen der Standby- bzw. Warte
position des Antriebskolbens 2 und der unteren Totlage des
Gewichtskolbens 7. Insbesondere ist der Luftzufuhreinlaß 9
im Verbindungsabschnitt zwischen den zwei Zylindern 1 und
6 ausgebildet, so daß Druckluft in die Zylinderanordnung
mit Hilfe eines Hauptventilmechanismus (hier nicht gezeigt)
hinein geleitet wird. Die der Zylinderanordnung zugeführte
Druckluft treibt den Antriebskolben 2 nach unten, so daß
der an das untere Ende des Antriebskolbens 2 gekoppelte
Treiber 3 einen Nagel von dem Nasenglied 3 in einen be
stimmten Gegenstand, beispielsweise eine Wand oder eine
Holzplatte, hineintreibt. Gleichzeitig dazu bewegt die
Druckluft den Gewichtskolben 7 im Subzylinder 6 nach oben.
Im Antriebszylinder 1 übt die Druckluft eine nach unten
gerichtete Kraft F1 auf den Antriebskolben 2 aus, die dem
effektiven Durchmesser des Antriebskolbens 2 entspricht.
Des weiteren übt die Druckluft eine nach unten gerichtete
Aktionskraft F2 auf die Schulter 1′ der Zylinderanordnung
aus, welche der Durchmesserdifferenz zwischen dem Antriebs
zylinder 1 und dem Subzylinder 6 entspricht, so daß der
Antriebszylinder nach unten getrieben wird. Zusätzlich dazu
übt die Druckluft auf den Gewichtkolben 7 eine nach oben
gerichtete Kraft F3 aus, die dem effektiven Durchmesser des
Gewichtskolbens 7 entspricht, d. h. der Gewichtskolben 7
wird durch diese nach oben gerichtete Antriebskraft F3 nach
oben bewegt. Die Summe der effektiven Flächen bzw. Nutz
flächen von Antriebskolben 2 und Schulter 1′ ist gleich der
effektiven Fläche des Gewichtskolbens 7, und somit ist die
Summe von F1 und F2 gleich F3. Wenn nun diese Glieder
durch die Kräfte F1, F2 und F3 angetrieben werden, so wer
den (nach dem Prinzip von "actio = reactio") Reaktions
kräfte vom selben Betrag und mit zu diesen Kräften F1, F2
und F3 entgegengesetzter Richtung erzeugt. In diesem Falle
wird die Summe der nach oben gerichteten Reaktionskräfte,
die den Kräften F1 und F2 entsprechen, durch die nach unten
gerichtete Reaktionskraft, die der Kraft F3 entspricht,
ausgelöscht, so daß sich keine nach oben gerichtete Reak
tionskraft ausbildet, die auf den Antriebszylinder 1 oder
das Gehäuse einwirkt. Andererseits wird jedoch das Gehäuse
nach unten bewegt durch den Antriebszylinder 1 aufgrund der
Antriebskraft F2, die den Antriebszylinder nach unten
treibt, wenn die Druckluft auf die Schulter 1′ des An
triebszylinders 1 einwirkt.
Der Gewichtskolben 7 wird durch die Kompressionsfeder 8 in
Richtung gegen die untere Totlage gespannt bzw. gezwungen.
Falls nun der Gewichtskolben 7 nach oben bewegt wird, wird
eine Rückstoßkraft erzeugt, um das Gehäuse nach unten zu
bewegen. Diese Rückstoßkraft kann jedoch vollständig elimi
niert werden durch Auslöschung der Kraft, die an der Schul
ter 1′ anliegt (diese entspricht der Differenz im Durchmes
ser (in der nachfolgenden Beschreibung als "Durchmesserdif
ferenz" bezeichnet) zwischen den Zylindern 1 und 6) durch
die Druckluft, um den Antriebszylinder 1 nach unten zu
treiben, und durch die nach oben gerichtete Antriebskraft,
die durch die gegenseitige Kompressionsfeder 8 dort an
liegt. Vergrößert man die vorstehend erwähnte Durchmesser
differenz, wodurch die nach unten gerichtete Antriebskraft
am Antriebszylinder vergrößert wird, kann zusätzlich das
Gehäuse in Synchronisation mit dem Nagelvorgang gegen den
Gegenstand gedrückt werden.
Falls der Gewichtskolben 7 aus einem Material, wie z. B. aus
Eisen, gefertigt ist, so daß sein Gewicht ausreichend groß
ist (in Bezug auf den Antriebskolben 14 mit dem Treiber 17
in Fig. 2 und 3), kann die Kompressionsfeder 8 auch elimi
niert werden.
Ein Beispiel für eine Nagelmaschine, in der ein Ausfüh
rungsbeispiel des erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung zum
Einsatz kommt, wird nachfolgend mit Bezugnahme auf die
Fig. 2 und 3 näher beschreiben. Gemäß Fig. 2 ist ein
Antriebszylinder 15 in einem Gehäuse 11 fixiert, das einen
äußeren Mantel der Nagelmaschine ausbildet und eine Haupt
kammer 13 in einem Griff 12 für die Druckluftspeicherung
aufweist. Ein Antriebskolben 14 ist an einen Treiber 16
gekoppelt, der sich in Richtung nach unten ausdehnt. Dieser
Antriebskolben 14 ist in dem Antriebszylinder 15 verschieb
bar angeordnet. Ein zylindrisches Nasen- bzw. Vorsprung
selement 17 ist fest mit dem unteren Ende des Gehäuses 11
gekoppelt. Dabei dient das Nasenglied 17 der Gleitführung
des Treibers 16, der mit dem Antriebskolben 14 verbunden
ist. Eine Öffnung 18 ist in einem Teil des Nasengliedes 17
ausgebildet, um einen Nagel in das Nasenglied 17 einzufüh
ren. Insbesondere ist ein Nagelzufuhrmechanismus 19 vor
gesehen, um eine Reihe von Nägeln nacheinander aus einem
Magazin (hier nicht gezeigt) in das Nasenglied 17 zuzufüh
ren. Eine Dämpfungsvorrichtung ist am Boden bzw. am unteren
Ende des Gehäuses 11 vorgesehen und trägt das untere Ende
des Antriebszylinders 15. Dabei dient die Dämpfungsvorrich
tung 20 der Absorption des Stoßes bzw. Impulses des An
triebskolbens 14, um diesen zu stoppen.
Ein Subzylinder 21, der im Innendurchmesser größer ist als
der Antriebszylinder 15 ist derart koaxial am Antriebszy
linder 15 montiert, das der Subzylinder 21 mit dem An
triebszylinder 15 integral ist, so daß sich eine Zylinder
anordnung ausbildet. Ein Gewichtskolben 22 ist im Subzylin
der 21 verschiebbar angeordnet. Der Gewichtskolben 22 wird
durch eine Kompressionsfeder 14 zu allen Zeiten gegen seine
untere Totlage gespannt bzw. gezwungen, wobei diese Feder
zwischen dem Gewichtskolben und einer Zylinderkappe 23
eingefügt ist, die das obere Ende des Gehäuses 11 ab
schließt. Am Verbindungsstück der Zylinder 15 und 21 bildet
sich eine Schulter 25 aus, die der Differenz im Durchmesser
zwischen den zwei Zylindern entspricht. Ein Kolbenstopper
26 ist an der Schulter 25 befestigt, um den Gewichtskolben
22 an der unteren Totlage zu stoppen sowie den Antriebs
kolben 14 an seiner oberen Totlage. Ein Kolbenhalter 26′
ist an der unteren Begrenzungsfläche der Kolbenstopper 26
ausgebildet, wobei der Kolbenhalter 26′ in einem an der
oberen Begrenzungsfläche des Antriebskolbens 14 ausgebilde
ten Vorsprung greift, um diesen in der oberen Totlage zu
halten. Ein Luftzufuhrloch 27 ist in der Wand der Zylinder
anordnung zwischen dem Antriebszylinder 15 und dem Subzy
linder ausgebildet. Dabei wird dieses Luftzufuhrloch 27
verwendet, um Druckluft in die Zylinderanordnung einzufüh
ren und um die Druckluft davon zu entladen. Das Luftzufuhr
loch 27 ist wahlweise mit der Hauptkammer 13 oder mit einem
Luftentladeloch 29 mit Hilfe eines Hauptventils 28 verbun
den, das in dem ringförmigen Raum zwischen der äußeren
zylindrischen Oberfläche des Subzylinders 21 und der inne
ren Oberfläche der Zylinderkappe 23 angeordnet ist. Der
Betrieb des Hauptventils 28 wird durch den Druck der Druck
luft in einer Steuerkammer 30 gesteuert, worin der oberen
Endabschnitt des Hauptventils 28 hineinragt. Die Steuerkam
mer 30 steht über einen Luftdurchgangsweg 34 mit einem
Triggerventil 33 in Verbindung, das mit Hilfe eines handbe
triebenen Triggerhebels 31 gesteuert wird, sowie mit einer
Sicherheitseinheit 32, die am Endabschnitt des Nasengliedes
17 montiert ist.
Der Gewichtskolben 22 wird aus einem Material, z. B. aus
Eisen, gefertigt, so daß sein Gewicht ausreichend groß ist
relativ zum Antriebskolben 14 mit dem Treiber 16. Um zu
verhindern, daß der Antriebskolben 14 mit der inneren Ober
fläche der Zylinderkappe 23 kollidiert, bevor er durch
Aufprall an der Dämpfungsvorrichtung 20 gestoppt wird, ist
der Antriebskolben 14 zusätzlich derart ausgeformt, daß er
keinen großen Kolbenhub durchlaufen kann. Ein elastisches
Glied 35 ist an der oberen Begrenzungsfläche des Gewichts
kolbens 22 derart vorgesehen, daß das elastische Glied den
Stoß absorbiert sowie das Geräusch vermindert, wenn der
Gewichtskolben gegen die innere Oberfläche der Zylinderkap
pe 23 aufschlägt.
Nachfolgend wird die Betriebsweise einer derartig konstru
ierten Nagelmaschine beschrieben.
Normalerweise, oder wenn die Nagelmaschine außer Betrieb
ist, wird - wie in Fig. 2 gezeigt - der Antriebskolben 14
in der oberen Totlage im Antriebszylinder 15 durch die
Kolbenstopper 26 gehalten. Dagegen wird der Gewichtskolben
22 in der unteren Totlage durch die elastische Kraft bzw.
Spannkraft der Kompressionsfeder 24 positioniert, wobei der
Gewichtskolben 22 gegen die obere Begrenzungsfläche des
Kolbenstoppers 26 anstößt. Andererseits wird das Hauptven
til 28 in der unteren Totlage durch die Druckluft positio
niert, die in die Steuerkammer 13 durch das Triggerventil
33 eingeführt wird. Hierdurch steht der Raum zwischen den
beiden Kolben 14 und 22 durch das Luftentladeloch 29 mit
der Außenluft in Verbindung, so daß dort Atmosphärendruck
herrscht.
Falls nun der Triggerhebel 31 per Hand betätigt wird, -
zusammen mit dem Betrieb der Sicherheitseinheit, d. h.,
falls das Triggerventil 33 aktiviert wird, wird Druckluft
in der Steuerkammer 30 des Hauptventils 28 in die Außenluft
durch den Luftdurchgangsweg entladen. Als Folge davon wird
das Hauptventil 28 durch die Druckluft in der Hauptkammer
23 nach oben bewegt, wobei die Druckluft auf das untere
Ende des Hauptventils 28 einwirkt. Da das Hauptventil 28
in dieser Art und Weise nach oben bewegt wird, wird das
Luftzufuhrloch 27 vom Luftentladeloch 29 abgekoppelt und
mit der Hauptkammer 13 verbunden, so daß die Druckluft in
der Hauptkammer 13 in den Zylinder eingeführt wird. Der
Antriebskolben 14 und der Gewichtskolben 22 werden impuls
weise in entgegengesetzte Richtungen durch die hierdurch
eingeführte Druckluft bewegt.
Falls der Antriebskolben 14 im Antriebszylinder 15 nach
unten bewegt wird, wird ein Nagel durch den Treiber 16
gehämmert, der mit dem Antriebskolben 14 integral ist,
wobei der Nagel zuvor in das Nasenglied 17 eingeführt wur
de. Der Nagel wird also in einen Gegenstand getrieben, der
an das untere Ende des Nasengliedes 17 gesetzt wird. Ande
rerseits wird der Gewichtskolben 22 gegen die elastische
Kraft der Kompressionsfeder 24 nach oben bewegt. Hierdurch
wird die gesamte Rückstoßkraft, die durch das Antreiben des
Antriebskolbens induziert wird, durch die Bewegung des
Gewichtskolbens 22 vollständig absorbiert, wobei der Ge
wichtskolben 22 im Durchmesser größer ist als der Antriebs
kolben 14. Das heißt, daß keinerlei Rückstoßkraft, die das
Gehäuse 11 nach oben bewegt, erzeugt wird. Ein Teil der
Rückstoßkraft, die durch die Aufwärtsbewegung des Gewichts
kolbens 22 mit größerem Durchmesser als der Antriebskolben
14 erzeugt wird, wird durch die Rückstoßkraft des Antriebs
kolbens 14 ausgelöscht. Jedoch liegt die Rückstoßkraft, die
sich aus der Differenz im Durchmesser zwischen den beiden
Kolben 14 und 22 ergibt, an der Schulter 25 nach unten
gerichtet an, wobei sich die Schulter 25 im Verbindungs
abschnitt von Antriebszylinder 15 und Subzylinder 21 aus
bildet. Diese Rückstoßkraft wird durch den Antriebszylinder
15 auf das Gehäuse 11 übertragen, so daß dieses nach unten
bewegt wird.
Da der Gewichtskolben 22 in der vorstehend beschriebenen
Art und Weise nach oben bewegt wird, liegt eine Kraft an
der Zylinderkappe 23 an und dementsprechend auch am Gehäuse
11 über die Kompressionsfeder 24, die zwischen dem Ge
wichtskolben 22 und der Zylinderkappe 23 eingefügt ist.
Jedoch kann die Aufwärtsbewegung des Gehäuses 11 aufgrund
des Rückstoßes vollständig eliminiert werden durch eine
Wahl bzw. Bestimmung der vorstehend beschriebenen Durch
messerdifferenz, derart, daß die durch die Kompressions
feder 24 angelegte Kraft gleich ist der nach unten gerich
teten Kraft, die durch die Schulter 25 am Verbindungsstück
der Zylinder erzeugt wurde. Andererseits kann die Durchmes
serdifferenz auch vergrößert werden, d. h. daß die nach
unten gerichtete Rückstoßkraft, die sich aus der Durchmes
serdifferenz ergibt, ebenfalls vergrößert wird, so daß sich
besonders vorteilhaft eine nach unten gerichtete (Net
to)rückstoßkraft für das Gehäuse 11 ergibt.
Falls nach dem Nagelvorgang der Triggerhebel 31 und die
Sicherheitseinheit 32 losgelassen werden, d. h., falls der
Triggerhebel 32 in den Ausgangszustand gesetzt wird, so
wird wieder Druckluft in die Steuerkammer 30 des Hauptven
tils 28 eingeführt, so daß das Hauptventil 28 in seine
untere Position zurückkehrt. Darüberhinaus stehen die zwei
Zylinder 15 und 21 durch das Luftentladeloch 28 mit der
Außenluft in Verbindung, so daß die Druckluft aus den Zy
lindern entladen wird. Andererseits wirkt die Druckluft in
einer um den Antriebszylinder herum ausgebildeten Rücklauf
kammer 36 auf die untere Oberfläche ein, um den An
triebskolben 14 nach oben in die obere Totlage zu bewegen,
so daß der Antriebskolben 14 gestoppt wird, indem er in den
Verschlußabschnitt 26′ des Kolbenstoppers 26 einklinkt bzw.
dort sperrt. Andererseits wird der Gewichtskolben 22 durch
die elastische Kraft der Kompressionsfeder 24 in die untere
Totlage zurückgeführt, wo er gegen die obere Begrenzungs
fläche des Kolbenstoppers 26 aufschlägt.
Ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter
Bezugnahme auf die Fig. 4 und 5 nachfolgend beschrieben.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Antriebszylinder 50
mit einem oberen offenen Ende in einem Gehäuse 51 fest bzw.
ortsfest angeordnet. Ein Antriebskolben 53 mit einem Trei
ber 52, der sich nach unten erstreckt, ist in dem Antriebs
zylinder 15 verschiebbar angeordnet. Eine bewegliche Hülse
54 ist um den Antriebszylinder 50 herum vorgesehen. Diese
bewegliche Hülse 54 ist in axialer Richtung des Antriebs
zylinders 50 verschiebbar, wobei sie durch die äußere zy
lindrische Oberfläche des Antriebszylinders 50 und durch
die innere zylindrische Oberfläche einer Führungshülse 55
geführt wird, die die bewegliche Hülse 54 umgibt und fest
am Gehäuse 51 befestigt ist.
Der Innendurchmesser der beweglichen Hülse 54 ist größer
als derjenige des Antriebszylinders 50, und zwar im wesent
lichen um die Wandstärke des Antriebszylinder 50. Oben ist
die bewegliche Hülse 54 mit einer Hülsenkappe 56 verschlos
sen. Der Raum in der beweglichen Hülse 54 und der Raum im
Antriebszylinder 50 oberhalb des Antriebskolbens 53 bilden
einen gemeinsamen Zylinderraum aus. Ein Kolbenstopper 57
mit einem Halter 57′ ist unterhalb der Hülsenkappe 56 vor
gesehen. Dabei dient die Kolbenstopper der Absorption des
Stoßes, der durch den Antriebskolben 53 bewirkt wird, sowie
dem Verschließen bzw. dem Einklinken an einem Vorsprung,
der an der oberen Endfläche des Antriebskolbens 53 ausge
bildet ist, um den Antriebskolben 53 an der oberen Totlage
zu halten. Ein Stoßabsorptionsglied ist an der oberen Be
grenzungsfläche der Hülsenkappe 56 vorgesehen, um den beim
Aufprall der beweglichen Hülse 54 gegen eine Zylinderkappe
58 erzeugten Stoß zu absorbieren. Eine Kompressionsfeder 60
ist zwischen der Hülsenkappe 56 und der inneren Oberfläche
der Zylinderkappe 58 eingefügt, um die bewegliche Hülse 54
zu allen Zeiten nach unten zu treiben bzw. zu zwingen. Eine
Stufe 61 ist an der äußeren zylindrischen Oberfläche des
Antriebszylinders 50 ausgebildet, um das untere Ende der
beweglichen Hülse 54 in ihrer unteren Totlage zu tragen.
Ein Puffer 62 ist an der Stufe 61 vorgesehen, um den Stoß
zu absorbieren, der beim Aufprall der beweglichen Hülse 54
gegen den Antriebszylinder 50 erzeugt wird.
Ein Luftzufuhrloch 63 ist im oberen Abschnitt der zylin
drischen Wand der beweglichen Hülse 54 ausgebildet, während
ein Durchgangsloch 64 in der zylindrischen Wand der Füh
rungshülse 55 ausgebildet ist, so daß der vorstehend be
schriebene gemeinsame Zylinderraum wahlweise mit einem
Luftentladeloch 66 oder einer Hauptkammer in Verbindung
steht mit Hilfe eines Hauptventils 56, das außerhalb der
Führungshülse 55 vorgesehen ist. Dieses Hauptventil ist in
einem ringförmigen Raum angeordnet, der durch die äußere
zylindrische Oberfläche der Führungshülse 55 und der inne
ren zylindrischen Oberfläche der Zylinderkappe 48 definiert
bzw. begrenzt ist. Das Hauptventil 65, dessen oberer End
abschnitt sich in einer Steuerkammer 6 befindet, wird durch
die Druckluft betätigt, die durch einen Durchgangsweg 69
der Steuerkammer 6 zugeführt oder davon entladen wird.
Nachfolgend wird auf die Funktionsweise einer derartigen
Nagelmaschine eingegangen.
Normalerweise, oder wenn die Nagelmaschine nicht in Betrieb
ist, wird die bewegliche Hülse 54 in der unteren Totlage
durch die Kompressionsfeder 60 gehalten und der Antriebs
kolben 53 wird in seiner oberen Totlage durch die Halterung
57′ des Kolbenstoppers 57, der an die bewegliche Hülse 54
gekoppelt ist, gehalten. Falls das Hauptventil 65 durch
Betätigung des Triggerventils (hier nicht gezeigt) nach
unten bewegt wird, wird Druckluft in den vorstehend be
schriebenen gemeinsamen Zylinderraum eingeführt. Die auf
diese Art und Weise eingeführte Druckluft bewegt den An
triebskolben 53 und die bewegliche Hülse 54 in entgegenge
setzte Richtungen. Als Folge davon hämmert bzw. treibt der
Antriebskolben 53 durch den Treiber 52 einen Nagel in einen
Gegenstand, während die Druckluft auf die Oberfläche der
beweglichen Hülse 54 wirkt. Wobei die Oberfläche der be
weglichen Hülse 54 größer ist als diejenige des Antriebs
kolbens 53, so daß die bewegliche Hülse 54 gegen die ela
stische Kraft der Kompressionsfeder 60 nach oben bewegt
wird.
Die nach oben gerichtete Rückstoßkraft, die durch das An
treiben des Antriebskolbens 53 induziert wird, wird durch
einen Teil der nach unten gerichteten Rückstoßkraft ausge
löscht, die erzeugt wird, wenn die bewegliche Hülse 54
angetrieben wird. Der verbleibende Teil der nach unten
gerichteten Rückstoßkraft wirkt auf den Teil des Antriebs
zylinders ein, welcher der Durchmesserdurchmesser zwischen
dem Antriebszylinder 50 und der beweglichen Hülse 54 ent
spricht, um den Antriebszylinder 50 und dabei das Gehäuse
nach unten zu bewegen. Wird die Differenz im Innendurch
messer zwischen dem Antriebszylinder 50 und der beweglichen
Hülse 54 so gewählt, daß die vorstehend beschriebene Rück
stoßkraft (die auf dem Teil des Antriebszylinders anliegt,
der der Differenz im Durchmesser zwischen dem Antriebszy
linder und der beweglichen Hülse 54 entspricht) gleich oder
größer ist als die nach oben gerichtete Kraft, die durch
die Kompressionsfeder 60 auf das Gehäuse übertragen wird,
wenn die bewegliche Hülse 54 nach oben bewegt wird, so wird
folgender Effekt erzielt: wird der Antriebskolben 53 ange
trieben, so kann die Erzeugung der (Netto)rückstoßkraft
vollständig eliminiert werden, oder das Gehäuse 11 kann
sogar besonders vorteilhaft in Richtung gegen den Gegen
stand bewegt werden.
Fig. 6(a) und Fig. 6(b) sind graphische Darstellungen von
experimentellen Daten einer erfindungsgemäßen Nagelmaschine
und einer konventionellen Nagelmaschine, wobei die am Ge
häuse anliegenden Kräfte als Maß für die Verrückung bzw.
Verschiebung des Gehäuses gemessen wurden. In jedem dieser
graphischen Darstellungen repräsentiert die horizontale
Achse die Zeit und die vertikale Achse die Verschiebung des
Gehäuses in einer Richtung nach oben oder nach unten. Ins
besondere veranschaulicht Fig. 6(a) die Meßergebnisse, die
von der in Fig. 11(a) dargestellten konventionellen Nagel
maschine erhalten werden. Wie aus Fig. 6(a) hervorgeht,
beginnt bei der konventionellen Nagelmaschine eine nach
oben gerichtete Verschiebung des Gehäuses zu einem Zeit
punkt (A) unmittelbar, nachdem das Hauptventil betätigt
wurde, um die Druckluft in den Zylinder einzuführen; und
das Gehäuse wird zum Zeitpunkt (B) um den Abstand L1 vom
Gegenstand, zum Beispiel einer Wand oder einer Platte ange
hoben. Zum Vergleich veranschaulicht Fig. 6(b) Verschie
bungen des Gehäuses einer erfindungsgemäßen Nagelmaschine,
bei welcher die Differenz im Durchmesser zwischen dem An
triebszylinder und der beweglichen Hülse derart bestimmt
ist, daß die an dem Gehäuse angreifende Rückstoßkraft grö
ßer ist, als die Rückstoßkraft, die durch die Kompressions
feder anliegt. Dies ist der Grund dafür, daß in Fig. 6(b)
im Gegensatz zur Fig. 6(a), die eine konventionelle Nagel
maschine berücksichtigt, eine nach unten gerichtete Ver
schiebung des Gehäuses zu einem Zeitpunkt (A) gestartet
wird.
Fig. 7 veranschaulicht eine weitere Nagelmaschine, in wel
cher ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung zum Einsatz kommt.
Gemäß Fig. 7 weist eine derartige Nagelmaschine ein Gehäuse
111 auf, das dem äußeren Mantel der Nagelmaschine ent
spricht und eine Hauptkammer 113 für die Speicherung von
Druckluft in einem Griff 112 ausbildet. Ein Antriebszylin
der 114 ist in dem Gehäuse 111 fest montiert. Ein Antriebs
kolben 115, der an einen sich nach unten erstreckenden
Treiber 116 gekoppelt ist, ist in dem Antriebszylinder
verschiebbar angeordnet. Ein zylindrisches Nasenglied 117
ist fest an dem unteren Ende des Gehäuses 111 montiert und
dient als Gleitführung für den an den Antriebskolben 115
gekoppelten Treiber 116. Nacheinander werden eine Reihe von
Nägeln in das Nasenglied 117 eingeführt. Eine Dämpfungsvor
richtung 118 ist am Boden des Gehäuses 111 angeordnet, das
den Antriebszylinder 114 am unteren Ende trägt. Die Dämpfungs
vorrichtung 118 dient dabei der Absorption des Stoßes,
der durch das Antreiben des Antriebskolbens verursacht
wird.
Eine Zylinderkappe 119 ist am Gehäuse 111 in einer Art und
Weise montiert, daß sie die obere Öffnung des Gehäuses 111
abschließt. Ein Subzylinder 120, dessen Innendurchmesser
größer ist als der des Antriebszylinder 114, ist innerhalb
der Zylinderkappe 119 derart ausgebildet, daß der Subzylin
der 120 koaxial mit dem Antriebszylinder 114 liegt. Ein Ge
wichtskolben 121 ist in dem Subzylinder 120 verschiebbar
angeordnet. Der Gewichtskolben 121 wird zu allen Zeiten
durch eine Kompressionsfeder 122 gegen die untere Totlage
gezwungen bzw. gespannt. Dabei ist die Kompressionsfeder
122 zwischen der oberen Wand der Zylinderkappe 119 und dem
Gewichtskolben 121 eingefügt. Weiters ist ein Kolbenstopper
123 zwischen der oberen Endfläche des Antriebszylinders 114
und der unteren Endfläche des Subzylinders 120 eingefügt,
um den Antriebskolben 115 an der oberen Totlage und den
Gewichtskolben 121 an seiner unteren Totlage zu stoppen.
Eine Kolbenhalterung 123 ist in dem unteren Abschnitt der
Kolbenstopper 123 ausgebildet. Die Kolbenhalterung 123′
greift in einen Vorsprung 115′, der an der oberen Endfläche
des Antriebskolbens 115 ausgebildet ist, um den Antriebs
kolben 115 an der oberen Totlage zu halten.
Eine Luftzufuhröffnung 124 ist im oberen Abschnitt der
Seitenwand des Antriebszylinders 114 ausgebildet, um Druck
luft in den Antriebszylinder 114 einzuführen und entspre
chend Druckluft aus dem Antriebszylinder 114 zu entladen.
Das Luftzufuhrloch 114 ist wahlweise verbunden mit der
Hauptkammer 113 und einem Luftentladeloch 126 mittels eines
ringförmigen Hauptventils 125, das in einem ringförmigen
Raum zwischen der äußeren zylindrischen Fläche des Subzy
linders 120 und der inneren zylindrischen Fläche der Zylin
derkappe 119 ausgebildet ist. Das Hauptventil 125 wird
durch den Druck der Druckluft in einer Steuerkammer 125′
betrieben, worin der obere Endabschnitt des Hauptventils
125 eingefügt ist. Die Steuerkammer 125′ steht über einen
Luftdurchgangsweg 130 mit einem Triggerventil 129 in Ver
bindung. Das Triggerventil 129 wird durch einen Triggerhebel
127 betätigt, und zwar per Hand, und durch einen Si
cherheitsmechanismus 128, wobei sich ein Teil davon bis zum
Ende des vorstehend beschriebenen Nasengliedes 117 er
streckt.
Wie in Fig. 8 gezeigt, weist der Gewichtskolben 121 dieses
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels folgende Elemente
auf: ein Kernteil 131, das aus einem Schwermetallmaterial
gefertigt ist, z. B. aus Blei oder Wolfram; und eine Boden
platte 132, die aus einem metallischen Material gefertigt
ist, z. B. aus Aluminium. Das Kernteil 131 ist im wesentli
chen in Form eines Zylinders ausgebildet, mit einem Durch
gangsloch 131a im Zentrum. Weiters weist das Kernteil 131
eine Stufe 131b entlang der Umfangskante der unteren End
fläche auf. Die Bodenplatte 132 besitzt die Form einer
Scheibe, die ein Durchgangsloch 132a im Zentrum aufweist,
und entspricht im Außendurchmesser im wesentlichen dem
Kernteil 131.
Eine zylindrische Federführung 134 weist im Zentrum ein
Loch mit einem Innengewinde auf und ist auf dem Kernteil
131 angeordnet. Ein Bolzen 133 ist in das Durchgangsloch
132a der Bodenplatte 132 und das Durchgangsloch 131a des
Kernteiles 131 eingefügt, - und zwar in der genannten Rei
henfolge; und steht gewindemäßig mit der Führungsfeder 134
im Eingriff. Hierdurch wird eine bevorzugte Variante des
erfindungsgemäßen Gewichtkolbens realisiert. Ein gleitdich
tender O-Ring 135 ist in einer ringförmigen Nut angeordnet,
die zwischen der Stufe 131b des Kernteiles 131 und der
oberen Fläche der Bodenplatte 132 ausgebildet ist. Dieser
Gewichtskolben mit dem O-Ring 135 ist in den Subzylinder
120 eingebaut. Desweiteren ist ein elastisches Glied 136 an
der oberen Fläche des Gewichtskolbens 121 angeordnet, um
den Stoß zu absorbieren und das Geräusch zu vermindern, die
beim Aufprall des Gewichtskolbens gegen die innere Ober
fläche der oberen Wand der Zylinderkappe 119 erzeugt wer
den.
Nachfolgend wird die Funktionsweise einer derartig aufge
bauten Nagelmaschine beschrieben.
Wie in Fig. 7 gezeigt, wird normalerweise, oder wenn die
Nagelmaschine außer Betrieb ist, der Antriebskolben an der
oberen Totlage im Antriebszylinder gehalten, wobei sein
Vorsprung 115′ in die Kolbenhalterung 123′ eingreift;
während der Gewichtskolben 121 an der unteren Totlage ge
halten wird, wobei er durch die Kompressionsfeder 122 gegen
die obere Endfläche des Kolbenstoppers 123 getrieben bzw.
gestoßen wird. Der Innenabschnitt des Antriebszylinders 114
zwischen dem Antriebskolben 115 und dem Gewichtskolben 121
steht mit dem Luftentladeloch 126 in Verbindung. Das heißt,
daß im Innenabschnitt Atmosphärendruck herrscht, da das
Hauptventil 125 durch die Druckluft an der unteren Totlage
positioniert ist, wobei die Druckluft in die Steuerkammer
125′ mittels des Triggerventils 129 eingeführt wird.
Falls nun die Nagelmaschine gegen einen Gegenstand, bei
spielsweise eine Wand oder eine Platte, gedrückt wird, und
falls des weiteren der Sicherheitsmechanismus 128 betätigt
wird, sowie der Triggerhebel 127 per Hand betrieben wird,
um das Triggerventil 129 zu aktivieren, so wird die Druck
luft in der Steuerkammer 125′ des Hauptventils 125 durch
den Luftdurchgangsweg 130 in die Außenluft entladen. Als
Folge davon wirkt der Druck der Druckluft in der Hauptkam
mer 113 auf das untere Ende des Hauptventils 125 ein und
bewegt das Hauptventil 125 nach oben. Wird das Hauptventil
125 in dieser Art und Weise nach oben bewegt, so wird das
Luftzufuhrloch 125 vom Luftentladeloch 126 entkoppelt und
mit der Hauptkammer 113 verbunden, so daß die Druckluft in
der Hauptkammer 113 in den Antriebszylinder 114 hineinge
lassen wird. Die hierdurch eingelassene Druckluft wirkt auf
die obere Endfläche des Antriebskolbens 115 ein, um diesen
nach unten zu bewegen. Des weiteren wird die Druckluft in
den Subzylinder 120 durch eine im Kolbenstopper 123 zentral
ausgebildeten Öffnung eingelassen, so daß die Druckluft auf
die untere Endfläche des Gewichtskolbens 121 einwirkt, um
diesen nach oben zu bewegen.
Falls nun der Antriebskolben 115 im Antriebszylinder nach
unten bewegt wird, treibt bzw. hämmert der mit dem An
triebskolben 115 integraler Treiber 116 einen Nagel, der in
das Nasenglied 117 eingeführt wurde, in einen Gegenstand,
der unterhalb des unteren Endes des Nasengliedes 117 posi
tioniert wurde. Auf der anderen Seite wird der Gewichts
kolben 121 gegen die Spannkraft der Kompressionsfeder 122
nach oben bewegt. Die durch das Antreiben des Antriebskol
bens 115 erzeugte Rückstoßkraft wird vollständig durch die
Aufwärtsbewegung des Gewichtskolbens 121 absorbiert, dessen
Durchmesser größer als der des Antriebskolben 115, so daß
keinerlei Rückstoßkraft erzeugt wird, die das Gehäuse 111
nach oben bewegt. Ein Teil der Rückstoßkraft, die als Reak
tion auf die Aufwärtsbewegung des Gewichtskolbens 121 er
zeugt wird, wird durch die Rückstoßkraft des Antriebskol
bens 115 ausgelöscht. Jedoch wird eine Rückstoßkraft in
eine Abwärtsrichtung erzeugt, die auf die Differenz im
Durchmesser zwischen dem Antriebskolben und dem Gewichts
kolben zurückzuführen ist, wobei deren Größe der Differenz
im Durchmesser zwischen dem Antriebszylinder 114 und dem
Subzylinder 120 entspricht. Die hierdurch erzeugte Rück
stoßkraft wird durch den Antriebszylinder 114 auf das Ge
häuse 111 übertragen, so daß das Gehäuse 111 nach unten
bewegt wird.
Wird der Gewichtskolben 121 nach oben bewegt, so wirkt eine
nach oben gerichtete Kraft auf die Zylinderkappe 119 ein
und dementsprechend auch auf das Gehäuse 111 durch die
Kompressionsfeder 122, die zwischen dem Gewichtskolben 121
und der Zylinderkappe 119 eingefügt ist. Diese durch die
Kompressionsfeder 122 angelegte, nach oben gerichtete Kraft
ist gleich der nach unten gerichteten Antriebskraft auf
grund der obigen Differenz im Durchmesser, wobei dies durch
entsprechende Anpassung der Durchmesserdifferenz erreicht
wird, so daß die Aufwärtsbewegung des Gehäuses 111 aufgrund
des Rückstoßes vollständig eliminiert wird. Andererseits,
falls die nach unten gerichtete Kraft, die auf die Diffe
renz im Durchmesser zurückzuführen ist, durch Erhöhung
dieser Durchmesserdifferenz vergrößert wird, wird besonders
vorteilhaft eine nach unten gerichtete Kraft auf das Gehäu
se 111 angelegt.
Falls nach der Nageloperation der Triggerhebel 129 und der
Sicherheitsmechanismus 128 losgelassen werden, d. h. falls
der Triggerhebel 129 in seinen anfänglichen Zustand gesetzt
wird, wird Druckluft in die Steuerkammer 125′ des Hauptven
tils 125 eingeführt, so daß das Hauptventil 125 in die tie
fere Position zurückkehrt. Daraufhin stehen der Antriebs
zylinder 117 und der Subzylinder 120 durch das Luftentlade
loch 126 mit der Außenluft in Verbindung, so daß die Druck
luft aus diesen Zylindern 114 und 120 entladen wird. Der
Antriebskolben 115 wird durch die Druckluft in einer Rück
laufkammer 114, die um den Antriebszylinder 115 herum aus
gebildet ist, in die obere Totlage zurückgeführt - indem er
nach oben getrieben wird - , und dort gesperrt, wobei er in
Eingriff mit der Kolbenhalterung 123′ der Kolbenstopper 123
steht. Andererseits wird der Gewichtskolben 121 durch die
Spannkraft der Kompressionsfeder 122 in die untere Totlage
zurückgeführt, wo sie in Kontakt mit der oberen Endfläche
des Kolbenstoppers 123 gehalten wird.
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 9 und 10
eine weitere Nagelmaschine beschrieben, in welcher ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Antriebsvorrichtung zum Einsatz kommt.
Gemäß Fig. 10 wird im Detail ein Gewichtskolben 140 einer
derartigen Vorrichtung dargestellt, der im wesentlichen
folgende Elemente aufweist: einen unteren 141 und einen
oberen Kolbenkörper 142, die jeweils aus einem metallischen
Material, z. B. aus Eisen oder Aluminium, in Form eines
Becher gefertigt sind; und ein Kernteil 143, das aus einem
metallischen Material mit hohem spezifischem Gewicht, z. B.
aus Blei oder Wolfram, gefertigt ist, das in dem durch den
oberen 141 und unteren Kolbenkörper 142 definierten Raum
angeordnet ist. Der obere Kolbenkörper 141, welcher den
oberen Abschnitt des Gewichtskolbens 140 ausbildet, ist
folgendermaßen aufgebaut: ein scheibenförmiger Deckab
schnitt 141a mit einer Öffnung 141b im Zentrum; eine zylin
drische Wand 141c, die sich von der Umfangskante des schei
benförmigen Deckabschnittes 141a nach unten erstreckt und
einen zylindrischen Vorsprung 141d, der sich von der Um
fangskante der Öffnung 141b nach unten erstreckt. In ähn
licher Weise ist der untere Kolbenkörper 142, der den un
teren Abschnitt des Gewichtskolbens 140 ausbildet, aufge
baut durch: einen scheibenförmigen Bodenabschnitt 142a mit
einer Öffnung 142b im Zentrum; eine zylindrische Wand, die
sich von der Umfangskante des scheibenförmigen Bodenab
schnittes 142a nach oben erstreckt und einen zylindrischen
Vorsprung 142d, der sich von der Umfangskante der Öffnung
142b nach oben erstreckt. Ringförmige Nuten 144 sind in den
Außenflächen der zylindrischen Wände 141c und 142c des
oberen und unteren Kolbenkörpers 141 bzw. 142 ausgebildet.
O-Ringe 145 sind jeweils in den ringförmigen Nuten 144 an
geordnet, so daß der Gewichtskolben luftdicht und ver
schiebbar im Subzylinder 120 eingepaßt ist.
Das Kernteil 143 ist dabei so geformt, daß es in den ring
förmigen Raum paßt, der durch die zylindrischen Wände 141c
und 142c und die zylindrischen Vorsprünge 141d und 142d des
oberen 141 und unteren Kolbenkörpers 142 definiert ist,
d. h. das Kernteil 143 besitzt die Form eines Ringes mit
einem Durchgangsloch 143a im Zentrum. Der obere 141 und
untere Kolbenkörper 142 sind mit Hilfe eines Bolzens 146
aneinander befestigt. Im Detail wird dies folgendermaßen
erreicht: Nachdem der obere 141 und untere Kolbenkörper 142
und das Kernteil 143 zusammengebaut sind, wobei das Kern
teil 143 im ringförmigen Raum zwischen oberem 141 und unte
rem Kolbenkörper 142 eingefügt ist, wird der Bolzen 146 von
oben in diese Anordnung eingefügt. D.h., daß der Bolzen 146
in die Öffnung 141b des oberen Kolbenkörpers 141 in das
Durchgangsloch 143a des Kernteiles 143 sowie in die Öffnung
142d des unteren Kolbenkörpers 142 eingeführt wird, - und
zwar in dieser erwähnten Reihenfolge. Hierdurch wird der
erfindungsgemäße Gewichtkolben 140 realisiert. Dieser Ge
wichtskolben 140 ist im Subzylinder 120 angeordnet, der in
der Zylinderkappe 119 ausgebildet ist, wobei die O-Ringe
145 in den ringförmigen Nuten 144 eingefügt sind. Außerdem
sollte erwähnt werden, daß eine zylindrische Federführung
147 für die Führung der Kompressionsfeder 122 an der oberen
Endfläche des oberen Kolbenkörpers 141 mit dem Bolzen 146
befestigt ist. Zusätzlich ist ein elastisches Glied 148 an
der oberen Endfläche des Gewichtskolbens 140 angeordnet, um
Stoß und Geräusch zu absorbieren, die durch den Aufprall
des Gewichtskolbens gegen die innere Oberfläche der oberen
Wand der Zylinderkappe 119 erzeugt werden.
Zusammenfassend wird hierdurch eine Antriebsvorrichtung
realisiert, die insbesondere für den Einsatz in Nagelma
schinen geeignet ist, wobei eine derartige Nagelmaschine
besonders einfach und mit geringem Kraftaufwand zu bedienen
ist.
Claims (11)
1. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung, insbesondere
für eine Nagelmaschine, mit folgenden Merkmalen:
- a) ein Antriebszylinderkörper bzw. eine Zylinderan ordnung (1, 6; 15, 21; 50, 55; 114, 120), die an einem Gehäuse (11; 51; 111) montierbar ist;
- b) ein Antriebskolben (2; 14; 53; 115), der im An triebszylinderkörper (1, 6; 15, 21; 50, 55; 114, 120) verschiebbar bzw. gleitfähig angeordnet ist, wobei der Antriebskolben (2; 14; 53; 115) nach unten getrieben wird, indem Druckluft der oberen Endfläche des Antriebskolbens (2; 14; 53; 115) im Antriebszylinderkörper (1, 6; 15, 21; 50, 55; 114, 120) zugeführt wird, und wobei der Antriebs kolben (2; 14; 53; 115) eine nach oben gerichtete Nutzfläche aufweist; und
- c) Rückstoßabsorptionsmittel zur Absorption einer Rückstoßkraft des Antriebskolbens (2; 14; 53; 115) beim Antrieb des Antriebskolbens (2; 14; 53; 115), wobei die Rückstoßabsorptionsmittel ober halb des Antriebskolbens (2; 14; 53; 115) im An triebszylinderkörper (1, 6; 15, 21; 50, 55; 114, 120) angeordnet sind und eine nach unten gerich tete Nutzfläche aufweisen, welche der nach oben gerichteten Nutzfläche des Antriebskolbens (2; 14; 53; 115) gegenüberliegt und größer ist als diese nach oben gerichtete Nutzfläche, wobei die Rückstoßabsorptionsmittel entlang der Antriebsachse des Antriebskolbens (2; 14; 53; 115) ver schiebbar sind 2. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Luftzufuhrloch (9; 27; 64; 124) an der Wand des Antriebszylinderkörpers (1, 6; 15, 21; 50, 55; 114, 120) ausgebildet ist, um Druckluft in einen Raum zwischen dem Antriebskolben (2; 14; 53; 115) und den Rückstoßabsorptionsmittel einzuführen.
3. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach Anspruch
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebs
zylinderkörper (1, 6; 15, 21; 50, 55; 114, 120) einen
Antriebszylinder (1; 15, 114) aufweist, worin der
Antriebskolben (2; 14; 53; 115) verschiebbar angeord
net ist, sowie einen Subzylinder (6; 21; 120), worin
die Rückstoßabsorptionsmittel verschiebbar angeordnet
sind, wobei der Innendurchmesser des Subzylinders (6;
21; 120) größer ist als derjenige des Antriebszylin
ders.
4. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach einem der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rückstoßabsorptionsmittel einen Gewichts- bzw.
Lastkolben (7; 22; 54, 56; 121; 140) aufweisen, der
durch Druckluft im Antriebszylinderkörper (1, 6; 15,
21; 50, 55; 114, 120) nach oben bewegt wird.
5. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rück
stoßabsorptionsmittel aufweisen:
- a) eine bewegliche Hülse (54) mit größerem Innen durchmesser als der Antriebszylinderkörper (50) wobei die bewegliche Hülse (54) rund um den An triebszylinderkörper (50) derart vorgesehen ist, daß die bewegliche Hülse (54) in axialer Richtung verschiebbar ist, wobei das obere Ende der be weglichen Hülse (54), insbesondere durch eine Hülsenkappe (56), abgeschlossen ist, um die nach unten gerichtete Nutzfläche an der inneren Ober fläche der beweglichen Hülse (54) auszubilden, wobei die nach unten gerichtete Nutzfläche größer als die Querschnittsfläche des Antriebskolbens (53) ist; und
- b) ein Luftzufuhrloch (63), das in der Seitenwand der beweglichen Hülse (54) ausgebildet ist, um Druckluft an die obere Endfläche des Antriebskol bens (53) im Antriebszylinderkörper (50), sowie in die bewegliche Hülse (54) zu führen.
6. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach einem der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rückstoßabsorptionsmittel desweiteren eine Feder,
insbesondere eine Kompressionsfeder (8; 24, 60; 122),
umfassen, die insbesondere am Gehäuse montiert ist, um
den Gewichtskolben (7; 22; 121; 140) oder die bewegli
che Hülse (54) in Richtung nach unten vorzuspannen.
7. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung mit folgenden
Merkmalen:
- a) ein Antriebszylinder (1; 15; 114), der an einem Gehäuse (11; 111) montierbar ist;
- b) ein Antriebskolben (2; 14; 115), der im An triebszylinder (1; 15; 114) verschiebbar angeord net ist;
- c) ein Subzylinder (6; 21; 120), der am oberen Ende des Antriebszylinders (1; 15; 114) derart größer ausgebildet ist, daß der Subzylinder (6; 21; 120) koaxial mit dem Antriebszylinder angeordnet ist und daß durch Subzylinder (6; 21; 120) und An triebszylinder (1; 15; 114) eine Zylinderanord nung (1, 6; 15, 21; 114, 120) gebildet wird, wo bei der Innendurchmesser des Subzylinders größer ist als derjenige des Antriebszylinders; und
- d) ein Gewichtskolben (7; 22; 121; 140), der im Sub zylinder (6; 21; 120) verschiebbar angeordnet ist, wobei der Außendurchmesser des Gewichtskol bens (7; 22; 121; 140) größer ist als derjenige des Antriebskolbens (2; 14; 115), und wobei ein Luftzufuhrloch (7; 21) in der Wand der Zylinder anordnung (1, 6; 15, 21; 114, 120) ausgebildet ist, um Druckluft in die Zylinderanordnung zwi schen dem Antriebskolben (2; 14; 115) und dem Ge wichtskolben (7; 22; 121; 140) einzuführen.
8. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 4-7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Teil des Gewichtskolbens (7; 22; 54, 56; 121; 140)
aus einem metallischen Material mit hohem spezifischem
Gewicht gefertigt ist.
9. Antriebsvorrichtung mit folgenden Merkmalen:
- a) ein Antriebszylinder (114) , der fest bzw. orts fest in einem Gehäuse angeordnet ist;
- b) ein Antriebskolben (115), der verschiebbar im An triebszylinder (114) angeordnet ist, wobei der Antriebskolben (115) durch Zuführung von Druck luft an die obere Endfläche des Antriebskolbens (115) im Antriebszylinder (114) angetrieben wird; und
- c) ein Gewichtskolben (121), der eine nach unten ge richtete Nutzfläche aufweist, der im Antriebszy linder (114) oberhalb des Antriebskolbens (115) angeordnet und entlang der Antriebsachse des An triebskolbens (115) verschiebbar ist, wobei we nigstens ein Teil des Antriebskolbens (121) aus einem metallischen Material mit hohem spezifi schem Gewicht gefertigt ist.
10. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach einem der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gewichtskolben (7; 22; 121; 140) aufweist:
- a) einen hohlen Kolbenkörper (141, 142), der aus einem metallischen Material gefertigt ist, das aus einer im wesentlichen aus Eisen und Aluminium bestehenden Gruppe ausgewählt ist; und
- b) ein Kernteil (143), das aus einem metallischen Material mit hohem spezifischen Gewicht gefertigt und in den hohlen Kolbenkörper (141, 142) einge fügt ist.
11. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung nach einem der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gewichtskolben (7; 22; 54, 56; 121; 140) in mehre
re Teile aufgeteilt ist, wobei wenigstens eines dieser
mehreren Teile aus einem metallischen Material mit
hohem spezifischem Gewicht gefertigt ist.
12. Druckluftbetriebene Antriebsvorrichtung mit folgenden
Merkmalen:
- a) ein Antriebszylinder (50), der an einem Gehäuse (51) montierbar ist, wobei der Antriebszylinder (50) einen Öffnungsabschnitt an seinem oberen Ende aufweist;
- b) ein Antriebskolben (53), der im Antriebszylinder (50) verschiebbar angeordnet ist;
- c) eine bewegliche Hülse (54) mit größerem Innen durchmesser als derjenige des Antriebszylinders (50), wobei die bewegliche Hülse (54) rund um den Antriebszylinder (50) derart vorgesehen ist, daß die bewegliche Hülse (54) in axialer Richtung verschiebbar ist, wobei das obere Ende der be weglichen Hülse (54) abgeschlossen ist, um eine druckluftaktive Fläche (61) an der inneren Ober fläche der beweglichen Hülse (54) auszubilden, wobei die druckluftaktive Fläche (61) nach unten gerichtet und größer als die Querschnittsfläche des Antriebskolbens (53) ist; und
- d) ein Luftzufuhrloch (63), das in der Seitenwand der beweglichen Hülse (54) ausgebildet ist, um Druckluft an die obere Endfläche des Antriebskol bens (53) im Antriebszylinder (50), sowie in die bewegliche Hülse (54) zu führen.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |