DE4308394A1 - Beschlag für ein Fenster oder eine Tür - Google Patents
Beschlag für ein Fenster oder eine TürInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Beschlag für ein Fenster, eine
Tür oder dergleichen, umfassend im Falzbereich eines Flügel
rahmens anzuordnende Treibstangenmittel, die durch Handbetä
tigungsmittel in Längsrichtung des jeweiligen Flügelrahmen
schenkels bewegbar sind um den Beschlag wahlweise in die
Funktionsstellungen SCHLIESSVERRIEGELUNG, DREHEN, SPALTKIPP
und ggf. KIPPBEREITSCHAFT einstellen zu können, wobei an ein
und demselben blendrahmenseitigen Beschlagteil erste, der
Spaltkippstellung zugeordnete Eingriffsmittel für ein flügel
rahmenseitiges, treibstangengesteuertes Eingriffselement und
zweite, dem Schließverriegelungszustand zugeordnete Eingriffs
mittel vorgesehen sind. Ein solcher Beschlag ist aus der
EP-B1 51 309 bekannt. Es wird dort insbesondere verwiesen auf
die Fig. 10, 11 und 12.
Bei dem bekannten Beschlag greift ein und dasselbe flügelrah
menseitige, treibstangengesteuerte Eingriffselement sowohl in
die der Spaltkippstellung zugeordneten Eingriffsmittel als
auch in die dem Schließverriegelungszustand zugeordneten
Eingriffsmittel ein.
Aus der DE-A1 30 22 163 ist es weiterhin bekannt, ein flügel
rahmenseitiges, treibstangengesteuertes Eingriffselement für
Spaltkippstellung und ein weiteres flügelrahmenseitiges,
treibstangengesteuertes Eingriffselement für Schließverriege
lung zu verwenden und jedes dieser Eingriffselemente mit
einem gesonderten blendrahmenseitigen Beschlagteil zusammen
wirken zu lassen, wobei an diesen gesonderten Beschlagteilen
jeweils die Eingriffsmittel für die beiden Eingriffselemente
vorgesehen sind.
Weiterhin ist es aus der DE-A 27 53 262 bekannt, blendrahmen
seitige Beschlagteile so auszubilden, daß alternativ verschie
dene flügelrahmenseitige, treibstangengesteuerte Eingriffs
elemente mit dem blendrahmenseitigen Beschlagteil zusammen
wirken können, wobei ein erstes Eingriffsmittel des blend
rahmenseitigen Beschlagteils zum Zusammenwirken mit einem
Eingriffselement bestimmt und geeignet ist, das in Form eines
Schließklobens von einem ersten Treibstangenelement senkrecht
zu dessen Bewegungsrichtung absteht, und ein zweites Eingriffs
mittel des blendrahmenseitigen Beschlagteils zur Aufnahme
eines Eingriffselements ausgebildet ist, welches in der
Achsrichtung eines weiteren zu dem erstgenannten Treibstan
genelement orthogonal verlaufenden Treibstangenelements in
dieses letztere Eingriffsmittel eingreift. Das letztere
Eingriffsmittel ist dabei bereits so ausgebildet, daß der
Andruck beim Zusammenwirken mit dem zugehörigen Eingriffs
element verändert werden kann. Hierzu ist dieses letztere
Eingriffsmittel gegenüber dem blendrahmenseitigen Beschlag
teil verstellbar und zwar insbesondere drehverstellbar.
Demgegenüber wird erfindungsgemäß bei einem gattungsgemäßen
Beschlag nach EP-B1 51 309 vorgeschlagen, daß
- a) einerseits die zweiten Eingriffsmittel an dem Beschlagteil in einer Richtung entsprechend einer Normalrichtung zur Blendrahmenebene verstellbar angeordnet sind und
- b) andererseits für die Schließverriegelung ein weiteres flügelrahmenseitiges treibstangengesteuertes Eingriffs element vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß gewinnt man also den Vorteil, daß man auch
dann, wenn man für die Spaltkippstellung und für die Schließ
verriegelung verschiedene flügelrahmenseitige, treibstangen
bewegliche Eingriffselemente benutzt, mit einem einzigen
blendrahmenseitigen Beschlagteil auskommt, die Andrückwirkung
für die Funktionsstellung Schließverriegelung justieren kann,
diese Justierung auf einfache Weise an einem zur Aufnahme
einer Justiervorrichtung geeigneten Beschlagteil vornehmen
kann und dieses, ohne den Beschlagteil als ganzen senkrecht
zu der Blendrahmenebene verstellen zu müssen. Man verzichtet
damit zwar darauf, daß die Spaltkippstellung des Flügelrahmens
sich jeweils entsprechend seiner Schließverriegelungslage
verändert. Es wurde jedoch erkannt, daß auf eine exakte
gegenseitige Abstimmung der Schließverriegelungslage und der
Spaltkipplage des Flügelrahmens verzichtet werden kann, weil
die Lageveränderung der Eingriffsmittel für den Schließver
riegelungszustand in Richtung senkrecht zur Blendrahmenebene
relativ gering sind, so daß auch bei kleiner Spaltöffnungs
weite die sich durch Lageveränderung der Eingriffsmittel für
den Schließverriegelungszustand ergebenden Relativlageverän
derungen des Flügelrahmens in der Schließverriegelungsstel
lung einerseits und in der Spaltkippstellung andererseits
unschädlich bleiben.
Der erfindungsgemäße Beschlag ist insbesondere dann anwend
bar, wenn das Eingriffselement für den Eingriff mit dem
der Spaltkippstellung zugeordneten ersten Eingriffsmittel mit
einem ersten Treibstangenelement beweglich ist und das Ein
griffselement für die Schließverriegelung mit einem zweiten
zu dem ersten im wesentlichen orthogonal verlaufenden Treib
stangenelement beweglich ist. Im folgenden wird das der
Spaltkippstellung zugeordnete Eingriffselement als erstgenann
tes Eingriffselement bezeichnet und das der Schließverriege
lung zugeordnete Eingriffselement als zweitgenanntes Ein
griffselement bezeichnet. Das erstgenannte Eingriffselement
kann beispielsweise von einem Eingriffskloben gebildet sein,
welcher in im wesentlichen orthogonaler Richtung von der
Bewegungsrichtung des ersten Treibstangenelements absteht,
während das zweitgenannte Eingriffselement in Verlängerung
des zweiten Treibstangenelements angeordnet sein kann.
Das erstgenannte und das zweitgenannte Eingriffselement
können zum Beispiel an Treibstangenabschnitten einer Eck
umlenkung angeordnet sein. Bevorzugt sind das erste und das
zweite Treibstangenelement unabhängig davon, ob sie einer
Eckumlenkung zugehören oder nicht, an einer drehachsenfernen
oberen Ecke des Flügelrahmens angebracht. In diesem Fall kann
das blendrahmenseitige Beschlagteil insbesondere an einem
oberen Blendrahmenschenkel angeordnet sein.
Um unabhängig von etwaiger Verformung des Flügel- oder Blend
rahmens, insbesondere als Folge von Setzung des Flügelrahmens,
ein einwandfreies Zusammenwirken der flügel- und blendrahmen
seitigen Beschlagteile sicherstellen zu können, wird vorge
schlagen, daß das blendrahmenseitige Beschlagteil in Bewegungs
richtung eines ersten Treibstangenelements frei beweglich und
durch Justierflächen justierbar ist, welche einerseits an dem
Beschlagteil und andererseits in ortsfester Zuordnung zum Be
wegungsbereich des erstgenannten Eingriffselements angeordnet
sind, derart, daß sie beim Annähern des Flügelrahmens an eine
Schließstellung relativ zum Blendrahmen in Eingriff treten
und das Beschlagteil in eine Sollstellung bringen. Dieser
Gedanke ist aus der EP 51 309 B1 auch schon bekannt und zwar
aus den dortigen Fig. 10 und 12. Die Verwirklichung dieses
Prinzips ist insbesondere dann von großer Bedeutung, wenn
mehr als drei Funktionsstellungen, also insbesondere Schließ
verriegelung, Drehen, Spaltkipp und Kippbereitschaft des
Treibstangensystems vorgesehen sind und demgemäß nur relativ
kleine Positionsabstände zwischen den den einzelnen Funktio
nen entsprechenden Positionen des Treibstangensystems beste
hen. Die Anwendung dieses Prinzips bei der vorliegenden
Erfindung ist jedoch deshalb ungewöhnlich, weil bei Anbrin
gung von Eingriffsmitteln an dem blendrahmenseitigen Beschlag
teil, welche zwei verschiedenen Eingriffselementen zugeordnet
sind, insbesondere dann, wenn diese beiden Eingriffselemente
von orthogonal zueinander beweglichen Treibstangenelementen
getragen sind, nicht ohne weiteres damit gerechnet werden
kann, daß eine im Hinblick auf das eine Eingriffselement
herbeigeführte Sollstellung ohne weiteres auch für das andere
Eingriffselement gültig ist. Die dem Bewegungsbereich des
erstgenannten Eingriffselements ortsfest zugeordnete Justier
fläche kann an einem Stulpschienenabschnitt angebracht sein,
insbesondere einem Stulpschienenabschnitt, welcher mit einem
zugehörigen Treibstangenelement zu einer Baueinheit zusammen
gefaßt ist und durch ein Langloch den Bewegungsbereich des
ersten Eingriffselements festlegt.
Die Justierflächen können von einer Paarung eines Justier
trichters und einer Justierleiste gebildet sein wie aus der
EP-B1 51 309 an sich ebenfalls schon bekannt. Dabei kann wie
dort der Justiertrichter an dem blendrahmenseitigen Beschlag
teil angebracht sein und die Justierleiste dem Bewegungs
bereich des erstgenannten Eingriffselements ortsfest zuge
ordnet sein, zum Beispiel durch Anbringung an der zugehörigen
Stulpschiene.
Die zweiten Eingriffsmittel können von einem Drehkörper
gebildet sein, welcher in dem blendrahmenseitigen Beschlag
teil um eine zu der Bewegungsrichtung des zweiten Treib
stangenelements parallele Achse drehbar und feststellbar
gelagert ist, wobei dieser Drehkörper mit einer exzentrisch
zu seiner Drehachse liegenden Innenumfangeingriffsfläche
ausgeführt sein kann. Die Innenumfangseingriffsfläche kann
dabei insbesondere polygonförmigen Umriß besitzen.
Um - insbesondere bei Verstellung des blendrahmenseitigen
Beschlagteils in Anpassung an das erstgenannte für die Spalt
kippstellung bestimmte Eingriffselement und zwar einer Ver
stellung in Bewegungsrichtung des ersten Treibstangenelements
etwa durch die oben erwähnte Trichterwirkung - gleichwohl
auch für eine passende Zuordnung des zweitgenannten Eingriffs
elements und der Innenumfangseingriffsfläche des Drehkörpers
zu sorgen, ist vorgesehen, daß die Querschnittserstreckung
der Innenumfangeingriffsfläche in Bewegungsrichtung des
ersten Treibstangenelements unabhängig von der Drehstellung
wesentlich größer ist als die Erstreckung des zweitgenannten
Eingriffselements in dieser Richtung.
Der Drehkörper kann beispielsweise durch Reibung in dem
blendrahmenseitigen Beschlagteil feststellbar sein.
Um den Drehkörper leicht verstellen zu können empfiehlt es
sich, die Innenumfangeingriffsfläche so auszubilden, daß sie
mit einem Drehdorn, etwa in Form eines üblichen Inbusschlüs
sels gedreht werden kann.
Um das blendrahmenseitige Beschlagteil rechts/links-verwendbar
machen zu können, ist vorgesehen, daß es in bezug auf seine
Längsmitte in Bewegungsrichtung des ersten Treibstangenele
ments symmetrisch verdoppelt ist. Die Achse des Drehkörpers
kann dabei in der Längsmitte des blendrahmenseitigen Beschlag
teils liegen.
Das erfindungsgemäße Beschlagkonzept ist insbesondere bei
Doppelflügelfenstern anwendbar, welche einen um eine vertikale
Primärdrehachse drehbaren Primärflügelrahmen und einen um eine
vertikale Sekundärdrehachse drehbaren Sekundärflügelrahmen
aufweisen, wobei dem Primärflügelrahmen eine Primärbeschlag
teilgruppe und dem Sekundärflügelrahmen eine Sekundärbe
schlagteilgruppe zugeordnet ist und wobei die Primärbeschlag
teilgruppe und die Sekundärbeschlagteilgruppe je ein zweitge
nanntes Eingriffselement zur Bewegung längs eines primärdreh
achsenfernen vertikalen Primärflügelrahmenschenkels bzw. zur
Bewegung längs eines sekundärdrehachsenfernen Sekundärflügel
rahmenschenkels aufweisen. Die Beschläge für solche Doppel
flügelfenster mit solchen zweitgenannten Eingriffselementen
sind an sich bekannt, insbesondere dort, wo man die beiden
Flügelrahmen ohne eine blendrahmenfeste vertikale Zwischen
leiste aneinander anschließen lassen will und deshalb dafür
Sorge tragen muß, daß der Sekundärflügelrahmen bei geöffnetem
Primärflügelrahmen unabhängig von der Verriegelung des Primär
flügelrahmens am Blendrahmen fixiert werden kann. Die Benen
nung Primärflügelrahmen wird in dem Sinne angewandt, daß
Primärflügelrahmen immer derjenige Flügelrahmen sein soll,
der zuerst drehgeöffnet wird, während der Sekundärflügelrah
men derjenige sein soll, welcher erst nach Drehöffnen des
Primärflügelrahmens geöffnet werden kann und deshalb weniger
häufig geöffnet wird und ggf. auch geschlossen und verriegelt
bleiben soll, wenn der Primärflügelrahmen geöffnet wird. Um
bei solchen Doppelflügelfenstern zumindest dem Primärflügel
rahmen die Möglichkeit einer Spaltkippstellung zu verleihen,
wird vorgeschlagen, daß zumindest die Primärbeschlagteilgrup
pe neben den Zuständen der Schließverriegelung und der Dreh
bereitschaft einen Zustand Spaltkipp und ggf. einen Zustand
Kippbereitschaft durch entsprechende Bewegung des zugehörigen
Treibstangensystems herbeizuführen gestattet. Um darüber
hinaus noch den Beschlag mit möglichst geringer Teilezahl und
leicht verarbeitbar zu gestalten, wird weiter vorgeschlagen,
daß den Treibstangensystemen der beiden Beschlagteilgruppen
ein gemeinsames, blendrahmenseitiges Beschlagteil zugeordnet
ist, welches neben den ersten Eingriffsmitteln für ein der
Stellung Spaltkipp zugeordnetes erstgenanntes Eingriffsele
ment mindestens des Primärflügelrahmens zweite Eingriffsmit
tel für zweitgenannte Eingriffselemente beider Beschlagteil
gruppen aufweist. Dies kann insbesondere dadurch erreicht
werden, daß die zweiten Eingriffsmittel des gemeinsamen
Beschlagteils für die jeweils zweitgenannten Eingriffselemen
te der beiden Beschlagteilgruppen bezüglich der Längsmitte
des gemeinsamen Beschlagteils symmetrisch verdoppelt angeord
net sind.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand von
Ausführungsbeispielen. Es stellen dar:
Fig. 1 eine Eckumlenkung eines in dieser Figur nicht darge
stellten Flügelrahmens in Zusammenwirkung mit einem
blendrahmenseitigen Beschlagteil;
Fig. 2 die Schaltfolge eines Betätigungshandgriffs für ein
Treibstangensystem, welchem die Eckumlenkung gemäß
Fig. 1 angehört;
Fig. 3 das blendrahmenseitige Beschlagteil in Anordnung an
einem Hohlprofil eines oberen Blendrahmenschenkels;
Fig. 4 eine Abwandlung des blendrahmenseitigen Beschlagteils
gemäß Fig. 1 und 3;
Fig. 5 eine weitere Abwandlung des blendrahmenseitigen
Beschlagteils zur Anwendung bei einem Doppelflügel
fenster;
Fig. 6 ein Doppelflügelfenster mit einem erfindungsgemäß
ausgestalteten Beschlag.
In Fig. 1 ist eine Eckumlenkung eines EIN-Flügelfensters mit
10 bezeichnet. Der zugehörige Flügelrahmen und der zugehörige
Blendrahmen sind nicht dargestellt. Es genügt hier darauf
hinzuweisen, daß der Flügelrahmen gegenüber dem Blendrahmen
um eine Drehachse D drehbar und um eine Kippachse K kippbar
ist. Zur Bildung der Drechachse D dient ein Ausstellarm 12,
welcher in einem Schwenklager S an dem Blendrahmen um die
Drehachse D schwenkbar gelagert ist und an dem Flügelrahmen
durch eine Drehschiebeführung 14 drehbar und verschiebbar
geführt ist und durch nicht gezeichnete Feststellmittel an dem oberen
Flügelrahmenschenkel in Parallelstellung zu diesem festgelegt werden
kann. Für den Drehbetrieb ist der Ausstellarm 12 an dem oberen Flügelrah
menschenkel in Parallelstellung zu diesem vermittels eines Treibstangen
systems festgelegt. Das Treibstangensystem 16 umfaßt ein Treib
stangenelement 16a, welches parallel zum oberen Flügelrahmenschenkel an
einer Stulpschiene 18 geführt ist und ein Treibstangenelement 16b,
welches an einem drehachsenfernen Flügelrahmenschenkel vermittels einer
Stulpschiene 20 verschiebbar geführt ist. Die beiden Treibstangen
elemente 16a und 16b sind durch ein flexibles Umlenkelement
10a der Eckumlenkung 10 zu gemeinsamer Bewegung verbunden.
Für das Kippen des Flügelrahmens ist die Kippachse K durch
das Ecklager E und ein Kipplager 22 gebildet. Das Kipplager
22 ist für den Drehbetrieb um die Drehachse D ausgeschaltet
und für den Kippbetrieb als Kipplager wirksam. Im Kippbetrieb
ist die Kippöffnungsweite durch die Drehschiebeführung 14
beschränkt.
An dem Blendrahmen ist ein blendrahmenseitiger Beschlagteil
24 befestigt, welcher um eine Achse A-A zur einfacheren
Darstellung um 90° gegenüber seiner tatsächlichen Betriebs
stellung verschwenkt ist.
An dem Treibstangenelement 16a oder einem horizontalen Teil
10a1 des flexiblen Umlenkelements 10a ist ein Eingriffskloben
26 angebracht. Dieser Eingriffskloben ist in Bewegungsrich
tung des Treibstangenelements 16a längs eines Pfeils 28 hin-
und herbeweglich. Das Eingriffselement 26 ist in einer KIPP-
BEREITSCHAFTS-Stellung 26a, einer SPALTKIPP-Stellung 26b,
einer DREH-Stellung 26c und einer SCHLIESSVERRIEGELUNGS-
Stellung 26d dargestellt. In der KIPPBEREITSCHAFTS-Stellung
26a des Eingriffselements 26 ist das Kipplager 22 wirksam und
bildet zusammen mit dem Ecklager E die Kippachse K. Der
Eingriffskloben 26 kann in dieser Stellung 26a durch eine
Öffnung 30 des Beschlagteils 24 gegen eine Anschlagkante 32
angefahren werden. Bei Anschlag des Verriegelungsklobens 26
gegen die Anschlagkante 32 ist der Flügelrahmen nicht voll
ständig geschlossen. Zum Kippen des Flügelrahmens ist der Ausstellarm 12
aus seiner Feststellung gegenüber dem oberen Flügelrahmenschenkel gelöst,
so daß er bis zu einer Stellung ausgekippt werden kann, welche durch das
Zusammenwirken des Ausstellarms 12 mit der Drehschiebeführung bestimmt
ist. Der dem Treibstangensystem 16 zugeordnete Handbetätigungsgriff 34
nimmt in diesem Zustand die Position 34a gemäß Fig. 2 ein.
Zur Fig. 1 ist noch nachzutragen, daß ein vertikaler Abschnitt
des flexiblen Eckumlenkungselements 10a mit 10a2 bezeichnet
ist.
Ferner ist noch auf folgendes hinzuweisen: Das Handbetätigungs
element ist mit dem Treibstangensystem so verbunden, daß die
Stellungen des Handbetätigungselements 34, die beispielsweise
durch überwindbare Raststellen in dem Drehgrifflager gebildet
sein können auf den Bewegungsbereich des Eingriffselements 26
exakt abgestimmt sind.
Wenn der Handbetätigungsgriff um 45° in die Stellung 34b
gemäß Fig. 2 verschwenkt wird, so wird das Treibstangensystem
16 verschoben; das Treibstangenelement 16b bewegt sich nach
oben und das Treibstangenelement 16a bewegt sich nach rechts,
so daß der Eingriffskloben 26 in die Stellung 26b gemäß Fig.
1 gelangt. Bei diesem Übergang des Eingriffsklobens 26 von
der Position 26a in die Position 26b läuft dieser entlang der
Anschlagkante 32 und gelangt damit in eine Eingabelungsstellung
zwischen der Anschlagkante 32 und einem Feststellappen 36,
welcher dem Beschlagteil 24 angehört. Es wurde weiter oben
schon gesagt, daß die Anschlagkante 32 ein vollständiges
Schließen des Flügelrahmens nicht zuläßt. Diese Funktion hat
die Anschlagkante 32 auch dann noch, wenn der Eingriffskloben
26 in einer Stellung 26b zwischen die Anschlagkante 32 und
den Feststellappen 36 im wesentlichen unbeweglich eingegabelt
ist. Der Flügelrahmen ist dann gegen vollständiges Schließen
und gegen weitergehendes Öffnen durch das Zusammenwirken der
Anschlagkante 32 und des Feststellappens 36 gesichert. Man
spricht von einer SPALTKIPP-Stellung, in welcher zwischen dem
Flügelrahmen und dem Blendrahmen ein kleiner Kippspalt ver
bleibt, welcher eine geringfügige Dauerbelüftung des jewei
ligen Raums gestattet. Es versteht sich, daß in dieser SPALT-
KIPP-Stellung das Kipplager 22 nach wie vor wirksam und die
Festlegung des Ausstellarms 12 an dem oberen Flügelrahmen
schenkel nach wie vor aufgehoben ist.
Durch Verschwenken des Handbetätigungsgriffs 34 in die Stel
lung 34c, gemäß Fig. 2, gelangt der Eingriffskloben 26 in die
Position 26c der Fig. 1. In dieser Stellung des Eingriffs
klobens 26, welcher eine entsprechende Einstellung des Treib
stangensystems 16 zugrundeliegt, ist der Eingriffskloben aus
dem Bereich des Feststellappens 36 herausgefahren, so daß der
Flügelrahmen vollständig geschlossen und andererseits dreh
geöffnet werden kann durch Drehen um die Drehachse D. Dabei
ist vorauszusetzen, daß das Kipplager 22 im Zuge der Ver
schiebung des Treibstangensystems gelöst worden ist und daß
der Ausstellarm 12 an dem Flügelrahmen festgestellt worden
ist. Der Flügelrahmen kann dann soweit drehgeöffnet werden,
wie es die jeweilige Laibung der Fenstereinfassung zuläßt.
Wenn der Handbetätigungsgriff 34 schließlich um weitere 90°
in die Stellung 34d gemäß Fig. 2 verschwenkt wird, so bewegt
sich zufolge einer weiteren Verschiebung des Treibstangen
systems 16 der Eingriffskloben 26 in die Stellung 26d. Der
Eingriffskloben kann dann mit einem Schließverriegelungsteil
des oberen Blendrahmens in Eingriff treten, das entweder
gesondert von dem Beschlagteil 24 an dem oberen Blendrahmen
schenkel angebracht ist oder seinerseits einem Teil des
Beschlagteils 24 zugehört, so wie dies in der EP-B1 51 309
und zwar in Fig. 12 dargestellt ist. Der Flügelrahmen ist
dann gegen den Blendrahmen dicht angedrückt. Dies ist aber
nur eine Möglichkeit der Schließverriegelung. Eine andere für
die vorliegende Erfindung wesentlichere Möglichkeit der
Schließverriegelung ist folgende: Wenn das Treibstangensystem
durch Schwenken des Handbetätigungsgriffs 34 von der Position
34a über die Positionen 34b und 34c letztlich in die Position
34d gelangt, gelangt die Spitze eines Eingriffselements 38 in
die Positionen 38a, 38b, 38c und 38d.
Während in der Position 38c die Spitze des Eingriffselements
38 noch unterhalb des oberen Stulpschienenschenkels 10d der
Eckumlenkung 10 liegt und ein Drehöffnen sowie Drehschließen
des Flügelrahmens zuläßt, steht in der Position 38d die
Spitze des Eingriffselements 38 über den oberen Stulpschie
nenschenkel 10d der Eckumlenkung 10 nach oben vor. Vorausge
setzt nun, daß der Flügelrahmen von der Einstellung Dreh
betrieb gemäß Betriebsstellung 34c des Handbetätigungsgriffs
34 in Schließstellung gebracht worden ist, greift beim Über
gang des Eingriffselements 38 von der Position 38c in die
Position 38d die Spitze des Eingriffselements 38 in ein
Sechskantloch 40 eines Drehkörpers 42 ein, welcher in dem
blendrahmenseitigen Beschlagteil 24 schwergängig drehbar
gelagert ist. Die Spitze des Eingriffselements 38 ist dabei
so abgeschrägt, daß sie in Verbindung mit einer Begrenzungs
kante 44a der Innenumfangsfläche 44 des Lochs 40 einen An
druck des Flügelrahmens gegen den Blendrahmen gegebenenfalls
unter Kompression einer zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen
angeordneten Dichtung bewirkt.
Um den Dichtdruck entsprechend der jeweils gewünschten Ab
dichtungswirkung und unter Berücksichtigung der Maßabweichun
gen von Flügelrahmen und Blendrahmen sowie der Einbautoleran
zen der Beschlagteile einzustellen, kann man den Drehkörper
42 in der ihn aufnehmenden Lagerbohrung des Beschlagteils 24
mittels eines Inbusschlüssels verdrehen. Da die Innenumfangs
fläche 44 exzentrisch gegenüber der Drehachse des Drehkörpers
42 in dem Beschlagteil 24 angeordnet ist, kommen dabei nach
einander verschiedene Eingriffsflächen 44a, 44a1 usw. in
Eingriffsposition für den Eingriff des Eingriffselements 38,
so daß der Dichtdruck verändert werden kann durch Verlagerung
der Eingriffskanten 44a, 44a1 in Pfeilrichtung N.
Es kommt auf eine exakte Einstellung des Beschlagteils 24 in
der Pfeilrichtung 46 gegenüber dem Verstellbereich des Ein
griffsklobens 26 an. Der Verstellbereich des Eingriffsklobens
26 ist durch ein Langloch in dem oberen Stulpschienenschenkel
10d der Eckumlenkung 10 vorgegeben. Von diesem Langloch sind
die beiden axial beabstandeten Enden dargestellt und mit 48a
und 48d bezeichnet. Diese beiden Enden 48a und 48d legen den
Bewegungsbereich des Eingriffsklobens 26 fest. Um nun diesen
Bewegungsbereich und die innerhalb dieses Bewegungsbereichs
festliegenden Positionen 26a bis 26d des Eingriffsklobens 26
in eine Sollstellung gegenüber dem Beschlagteil 24 bringen zu
können, ist der Beschlagteil 24 in der Richtung des Doppel
pfeils 46 frei beweglich. An dem Beschlagteil 24 ist ein
Justiertrichter 50 angebracht. An dem oberen horizontalen
Stulpschienenteil 10d der Eckumlenkung 10 ist eine Justier
leiste 52 angebracht. Diese Justierleiste 52 fährt beim An
näheren des Flügelrahmens an den Blendrahmen in den Justier
trichter 50 ein und bringt dabei das blendrahmenseitige
Beschlagteil 24 zwangsläufig in eine Sollstellung, d. h. in
eine Stellung, in welcher der Bewegungsbereich 48a bis 48d
des Eingriffsklobens 26 eindeutig auf die Position des Be
schlagteils 24 abgestimmt ist. Wenn dann der Eingriffskloben
26 eine der Stellungen 26a bis 26c innerhalb seines Bewe
gungsbereichs 48a bis 48d einnimmt, so ist die jeweilige
Stellung an die Formgebung und Dimensionierung des blendrah
menseitigen Beschlagteils 24 eindeutig angepaßt, so wie in
Fig. 1 durch die vertikalen Verbindungslinien zwischen den
Klobenpositionen 26a bis 26c und dem blendrahmenseitigen
Beschlagteil 24 angedeutet. Die Verschiebbarkeit des blend
rahmenseitigen Beschlagteils 24 ist dadurch gegeben, daß
Befestigungsschrauben 54 gegen in Fig. 1 nicht dargestellte
Anschlaghülsen anstoßen, wenn sie angezogen werden, bevor sie
das Beschlagteil 24, durch dessen Langlöcher 56 diese An
schlaghülsen hindurchgreifen, gegen den Blendrahmen verklem
men könnten.
Man erkennt aus Fig. 1, daß die Breite d des Eingriffsele
ments 38 in der Bewegungsrichtung des Treibstangenelements
16a bzw. des horizontalen Abschnitts 10a1 des flexiblen
Umlenkelements 10a wesentlich geringer ist als die Breite der
Eingriffsfläche 44a bzw. 44a1. Deshalb ist das richtige
Zusammenwirken des Eingriffselements 38 mit der Innenumfangs
fläche 44 des Drehkörpers 42 unter allen Umständen gewährlei
stet ohne Rücksicht auf etwaige Maßabweichungen des Eingriffs
elements 38 gegenüber dem Bewegungsbereich 48a-48d des ande
ren Eingriffselements 26.
In Fig. 1 ist ein Beschlagteil 24 dargestellt, welches in
bezug auf seine Längsmitte LM symmetrisch verdoppelt ist.
Dies hat den Vorteil, daß das Beschlagteil 24, so wie es in
Fig. 1 dargestellt ist, für Rechtsanschlag gemäß Fig. 1 aber
auch für Linksanschlag verwendet werden kann.
Bekommt man damit Schwierigkeiten mit der Falzgestaltung des
Blendrahmenfalzes, in welchem das Beschlagteil 24 bevorzugt
untergebracht ist, so kann man das blendrahmenseitige Beschlag
teil 24 auch kürzen, so wie es in Fig. 4 dargestellt ist.
Beispielsweise kann man an dem Beschlagteil 24 Sollbruchstel
len etwa bei 58 und 58′ vorsehen, welche jeweils verschiedene
Kürzungen für Linksanschlag und Rechtsanschlag ermöglichen.
In Fig. 3 erkennt man Einzelheiten des Beschlagteils 24 in
Verbindung mit einem oberen Blendrahmenschenkel 60. Hier
erkennt man die oben angesprochenen Anschlaghülsen 62, durch
welche die Schrauben 54 hindurchgeführt werden. Die Anschlag
hülsen 62 können sich dabei an dem Flügelrahmenschenkel 60
abstützen, während die Schrauben 54 mit Eingriffsfüßchen
verschraubt sein können, welche in eine Profilnut 64 des
oberen Blendrahmenschenkels 60 von einem Ende her eingescho
ben oder auch bajonettartig eingedreht werden können. Im
übrigen entspricht die Anordnung des blendrahmenseitigen
Beschlagteils 24 in Fig. 3 der Gestaltung des gleichbezeich
neten Teils 24 gemäß Fig. 1.
Das Beschlagteil 124 gemäß Fig. 5 stellt eine Abwandlung
gegenüber der Ausführungsform 24 gemäß den Fig. 1 und 4 dar.
Analoge Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen wie
dort. Man erkennt, daß bei dieser Ausführungsform beidseits
der Längsmitte LM zwei Drehkörper 142 und 142′ vorgesehen
sind. Dieses blendrahmenseitige Beschlagteil 124 ist insbe
sondere für ein Doppelflügelfenster geeignet, wie es in
Fig. 6 dargestellt ist. Das dortige Doppelflügelfenster 168
umfaßt einen Blendrahmen 170 und zwei Flügelrahmen 172 und
172′. Der Flügelrahmen 172 wird als Primärflügelrahmen be
zeichnet, der Flügelrahmen 172′ als Sekundärflügelrahmen. Der
Flügelrahmen 172 kann genau so ausgebildet sein wie unter
Bezugnahme auf die Fig. 1 beschrieben. Er ist um eine Primär
drehachse D drehbar und genau so in einen Kippbereitschafts
zustand, einen Spaltkippzustand, einen Drehöffnungszustand
und einen Schließverriegelungszustand verstellbar wie in Fig.
1 durch die Bezugszeichen 26a bis 26d und in Fig. 2 durch die
Bezugszeichen 34a bis 34d angedeutet. Die Ausbildung der
Verriegelungselemente 26 und 38 kann wiederum genau so sein
wie in Fig. 1 dargestellt. Man nennt den Flügelrahmen 172
deshalb Primärflügelrahmen weil er aufgrund einer entsprechen
den Überschlagsleiste, welche den Sekundärflügelrahmen 172′
übergreift immer zuerst drehgeöffnet werden muß, bevor der
Sekundärflügelrahmen 172′ um die Sekundärdrehachse D′ drehge
öffnet werden kann. Häufig kann man den Lüftungsbedürfnissen
allein dadurch gerecht werden, daß man nur den Primärflügel
rahmen 172 um seine Drehachse D in DREHÖFFNUNGS-Stellung oder
auch um seine Kippachse K in KIPP-Stellung oder SPALTKIPP-
Stellung bringt, so wie dies im Zusammenhang mit Fig. 1
ausführlich beschrieben worden ist.
Der Sekundärflügelrahmen 172′ muß, wenn er bei geöffnetem
Primärflügelrahmen 172 im Schließverriegelungszustand ver
bleiben soll, mit ähnlichen oder gleichen Eingriffselementen
38 zumindestens oben versehen sein wie in Fig. 1 für den
dortigen Flügelrahmen beschrieben und gezeichnet. Sind nun
beide Flügelrahmen 172 und 172′ mit Eingriffselementen der in
Fig. 1 bei 38 gezeichneten Art ausgerüstet, so empfiehlt es
sich, für die Aufnahme der beiden Eingriffselemente, die in
Fig. 5 gezeichneten beiden Drehkörper 142 und 142′ vorzuse
hen. Diese können nun an ein und demselben Beschlagteil 124
angebracht sein und zwar in Längsrichtung 146 dieses Beschlag
teils relativ zueinander unbeweglich. In diesem Fall erweist
sich die große Länge der Eingriffsflächen 144a als besonders
hilfreich. Obwohl das Beschlagteil 124 nämlich in der Rich
tung des Doppelpfeils 146 durch das Zusammenwirken der Justier
leiste 52 und des Justiertrichters 50 (siehe Fig. 1) ein
justiert wird, erlaubt die relativ große Länge der Eingriffs
fläche 144a in dem Drehkörper 142′ einen ungestörten Eingriff
zwischen diesem Drehkörper 142′ und einem dem Sekundärflügel
rahmen 172′ zugehörigen Eingriffselement von der in Fig. 1
bei 38 dargestellten Art.
Es soll aber nicht ausgeschlossen sein, daß die beiden in
Fig. 5 rechts und links der Längsmitte dargestellten Teile
des blendrahmenseitigen Beschlagteils 124 unabhängig vonein
ander jeweils durch den Justiertrichter 150 und einen Justier
trichter 150′ im Zusammenwirken mit zugehörigen Justierlei
sten von der Art der in Fig. 1 dargestellten Justierleiste 52
justiert werden. Beispielsweise können die beiden Hälften des
blendrahmenseitigen Beschlagteils 124 die in Fig. 5 mit 125
und 125′ bezeichnet sind, auf einer gemeinsamen Grundplatte
je für sich verschiebbar angeordnet sein, wobei dann natür
lich zwischen den beiden Hälften 125 und 125′ eine Stoßfuge
ausreichender Größe vorgesehen sein muß. In diesem Fall ist
es sogar denkbar, jeden der beiden Flügelrahmen 172 und 172′
wahlweise in einen der Zustände Kippbereichtschaft, Spalt
kipp, Drehbereitschaft und Schließverriegelung bringen zu
können. In der Regel ist es allerdings ausreichend, den
Flügelrahmen 172′ lediglich für Drehöffnungsbetrieb auszuge
stalten und nur dem Primärflügelrahmen 172 die verschiedenen
vorgenannten Zustände zu gestatten. Zwischen den beiden
Flügelrahmen 172 und 172′ ist ein blendrahmenfester Mittel
schenkel bevorzugt nicht angebracht. Gerade deshalb ist es
notwendig, den Sekundärflügelrahmen 172′ mittels Eingriffs
elementen nach Art des Eingriffselements 38 der Fig. 1 in
SCHLIESS-Stellung verriegeln zu können.
Die in allen Figuren erkennbare und in Fig. 1 mit 37 bezeich
nete Schrägkante dient als Auflaufkante für den Eingriffsklo
ben 26 wenn dieser aus der ÖFFNUNGS-Stellung 26c kommend in
die SPALTKIPP-Stellung 26b läuft. Der Flügelrahmen wird dann
zwangsläufig vom Blendrahmen in die SPALTKIPP-Stellung abge
hoben.
Claims (20)
1. Beschlag für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen,
umfassend - insbesondere im Falzbereich eines Flügelrah
mens anzuordnende Treibstangenmittel (16), die durch
Handbetätigungsmittel (34) in Längsrichtung des jeweili
gen Flügelrahmenschenkels bewegbar sind, um den Beschlag
wahlweise in die Funktionsstellungen SCHLIESSVERRIEGELUNG
(26d), DREHEN (26c), SPALTKIPP (26b) und ggf. KIPPBEREIT-
SCHAFT (26a) einstellen zu können, wobei an ein und
demselben blendrahmenseitigen Beschlagteil (24) erste,
der SPALTKIPP-Stellung zugeordnete Eingriffsmittel (32,
36) für ein flügelrahmenseitiges treibstangengesteuertes
Eingriffselement (26) und zweite, dem Schließverriege
lungszustand (34d) zugeordnete Eingriffsmittel (42)
vorgesehen sind,
gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale,
daß
- a) die zweiten Eingriffsmittel (42) am Beschlagteil (24) in einer Richtung entsprechend einer Normal richtung (N) zur Blendrahmenebene verstellbar angeordnet sind und
- b) für die Schließverriegelung ein weiteres flügel rahmenseitiges treibstangengesteuertes Eingriffs element (38) vorgesehen ist.
2. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erstgenannte Eingriffselement (26) mit einem
ersten Treibstangenelement (16a, 10a1) beweglich ist und
das zweitgenannte (weitere) Eingriffselement (38) mit
einem zweiten zu dem ersten im wesentlichen orthogonal
verlaufenden Treibstangenelement (16b, 10a2) beweglich ist.
3. Beschlag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erstgenannte Eingriffselement (26) von einem
Eingriffskloben (26) gebildet ist, welcher in im wesent
lichen orthogonaler Richtung von dem ersten Treibstangen
element (16a, 10a1) absteht.
4. Beschlag nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweitgenannte Eingriffselement (38) in Verlängerung
des zweiten Treibstangenelements (16b, 10a2) angeordnet ist.
5. Beschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erstgenannte (26) und das zweitgenannte (38)
Eingriffselement (26, 38) an Treibstangenabschnitten
(10a1, 10a2) einer Eckumlenkung (10) angeordnet sind.
6. Beschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste (16a, 10a1) und das zweite (16b, 10a2)
Treibstangenelement einer drehachsenfernen oberen Ecke
des Flügelrahmens zugeordnet sind.
7. Beschlag nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das blendrahmenseitige Beschlagteil (24) einem oberen
Blendrahmenschenkel (60) zugeordnet ist.
8. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das blendrahmenseitige Beschlagteil (24) in Bewegungs
richtung eines ersten Treibstangenelements (16a, 10a1)
frei beweglich und durch Justierflächen (50, 52) justier
bar ist, welche einerseits an dem Beschlagteil (24) und
andererseits in ortsfester Zuordnung zu dem Bewegungsbe
reich (48a-48d) des erstgenannten Eingriffselements (26)
angeordnet sind, derart, daß sie beim Annähern des Flügel
rahmens an eine SCHLIESS-Stellung relativ zum Blendrahmen
in Eingriff treten und das Beschlagteil (24) in eine
Sollstellung bringen.
9. Beschlag nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Bewegungsbereich (48a-48d) des erstgenannten
Eingriffselements (26) ortsfest zugeordnete Justier
fläche (52) an einem Stulpschienenabschnitt (10d), insbe
sondere einem Stulpschienenabschnitt eines Eckumlenkungs
teils (10), angeordnet ist.
10. Beschlag nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Justierflächen (50, 52) von einer Paarung eines
Justiertrichters (50) und einer Justierleiste (52) gebil
det sind.
11. Beschlag nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Justiertrichter (50) an dem blendrahmenseitigen
Beschlagteil (24) angebracht ist und die Justierleiste
(52) dem Bewegungsbereich (48a-48d) des erstgenannten
Eingriffselements (26) ortsfest zugeordnet ist.
12. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweiten Eingriffsmittel (42) von einem Drehkörper
(42) gebildet sind, welcher in dem blendrahmenseitigen
Beschlagteil (24) um eine zu der Bewegungsrichtung des
zweiten Treibstangenelements (16b, 10a2) parallele Achse
drehbar und feststellbar gelagert ist und daß dieser
Drehkörper (42) eine exzentrisch zu seiner Drehachse
liegende Innenumfangeingriffsfläche (44) aufweist.
13. Beschlag nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenumfangeingriffsfläche (44) polygonförmigen
Umriß besitzt.
14. Beschlag nach einem der Ansprüche 12 und 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschnittserstreckung der Innenumfangeingriffs
fläche (44a) in Bewegungsrichtung des ersten Treibstan
genelements (16a, 10a1) unabhängig von der Drehstellung
wesentlich größer ist als die Erstreckung (d) des zweit
genannten Eingriffselements (38) in dieser Richtung.
15. Beschlag nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehkörper (42) durch Reibung in dem blendrahmen
seitigen Beschlagteil (24) feststellbar ist.
16. Beschlag nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenumfangeingriffsfläche (44) zum Eingriff mit
einem Drehdorn entsprechenden Querschnitts ausgebildet
ist.
17. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das blendrahmenseitige Beschlagteil (24) in bezug auf
eine Längsmitte (LM) in Bewegungsrichtung des ersten
Treibstangenelements (16a, 10a1) symmetrisch verdoppelt
ist.
18. Beschlag nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse des Drehkörpers (42) in der Längsmitte (LM)
des blendrahmenseitigen Beschlagteils (24) liegt.
19. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 18
zur Verwendung bei Doppelflügelfenstern, welche einen um
eine vertikale Primärdrehachse (D) drehbaren Primär
flügelrahmen (172) und einen um eine vertikale Sekundär
drehachse (D′) drehbaren Sekundärflügelrahmen (172′)
aufweisen,
wobei dem Primärflügelrahmen (172) eine Primärbeschlag teilgruppe und dem Sekundärflügelrahmen (172′) eine Sekundärbeschlagteilgruppe zugeordnet ist,
wobei weiter die Primärbeschlagteilgruppe und die Sekun därbeschlagteilgruppe je ein zweitgenanntes Eingriffs element (38) zur Bewegung längs eines primärdrehachsen fernen vertikalen Primärflügelrahmenschenkels bzw. zur Bewegung längs eines sekundärdrehachsenfernen Sekun därflügelrahmenschenkels aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die Primärbeschlagteilgruppe neben den Zuständen der Schließverriegelung und der Drehbereit schaft einen Zustand Spaltkipp und ggf. einen Zustand Kippbereitschaft durch entsprechende Bewegung des zuge hörigen Treibstangensystems herbeizuführen gestattet und daß den Treibstangensystemen der beiden Beschlagteilgrup pen ein gemeinsames blendrahmenseitiges Beschlagteil (124) mit Eingriffsmitteln (142, 142′) für das jeweilige zweitgenannte Eingriffselement (38) zugeordnet ist.
wobei dem Primärflügelrahmen (172) eine Primärbeschlag teilgruppe und dem Sekundärflügelrahmen (172′) eine Sekundärbeschlagteilgruppe zugeordnet ist,
wobei weiter die Primärbeschlagteilgruppe und die Sekun därbeschlagteilgruppe je ein zweitgenanntes Eingriffs element (38) zur Bewegung längs eines primärdrehachsen fernen vertikalen Primärflügelrahmenschenkels bzw. zur Bewegung längs eines sekundärdrehachsenfernen Sekun därflügelrahmenschenkels aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die Primärbeschlagteilgruppe neben den Zuständen der Schließverriegelung und der Drehbereit schaft einen Zustand Spaltkipp und ggf. einen Zustand Kippbereitschaft durch entsprechende Bewegung des zuge hörigen Treibstangensystems herbeizuführen gestattet und daß den Treibstangensystemen der beiden Beschlagteilgrup pen ein gemeinsames blendrahmenseitiges Beschlagteil (124) mit Eingriffsmitteln (142, 142′) für das jeweilige zweitgenannte Eingriffselement (38) zugeordnet ist.
20. Beschlag nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Eingriffsmittel (142, 142′) des gemein
samen Beschlagteils (124) nahe und symmetrisch zur
Längsmitte (LM) des bezüglich der Längsmitte symmetrisch
verdoppelten blendrahmenseitigen Beschlagteils (124)
angeordnet sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4308394A DE4308394A1 (de) | 1993-03-16 | 1993-03-16 | Beschlag für ein Fenster oder eine Tür |
| DE59401498T DE59401498D1 (de) | 1993-03-16 | 1994-03-15 | Beschlag für ein Fenster oder eine Tür |
| EP94104018A EP0620350B1 (de) | 1993-03-16 | 1994-03-15 | Beschlag für ein Fenster oder eine Tür |
| AT94104018T ATE147474T1 (de) | 1993-03-16 | 1994-03-15 | Beschlag für ein fenster oder eine tür |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE4308394A DE4308394A1 (de) | 1993-03-16 | 1993-03-16 | Beschlag für ein Fenster oder eine Tür |
Publications (1)
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| DE4308394A1 true DE4308394A1 (de) | 1994-09-22 |
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4308394A Withdrawn DE4308394A1 (de) | 1993-03-16 | 1993-03-16 | Beschlag für ein Fenster oder eine Tür |
| DE59401498T Revoked DE59401498D1 (de) | 1993-03-16 | 1994-03-15 | Beschlag für ein Fenster oder eine Tür |
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|---|---|---|---|
| DE59401498T Revoked DE59401498D1 (de) | 1993-03-16 | 1994-03-15 | Beschlag für ein Fenster oder eine Tür |
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