DE4308020A1 - Hydraulisches Steuerventil - Google Patents
Hydraulisches SteuerventilInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B13/00—Details of servomotor systems ; Valves for servomotor systems
- F15B13/02—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors
- F15B13/04—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors for use with a single servomotor
- F15B13/0401—Valve members; Fluid interconnections therefor
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein hydraulisches
Steuerventil in Form eines Hubventiles gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Ein derartiges Steuerventil wird beispielsweise verwendet, um
den Hubzylinder einer hydraulischen Hubeinrichtung eines
Mähdrescherschneidwerkes mit Drucköl zu beaufschlagen, um das
Schneidwerk von der Betriebsstellung in eine Fahrstellung
anzuheben. Die bisher bekannten Ventile sind so auf gebaut, daß
der volle Volumenstrom durch den der Steuerkante des
Steuerschiebers zugeordneten Ringraum fließt, sobald die
Steuerkante des Steuerschiebers in den Ringraum einfährt. Der
Hubzylinder wird dadurch schlagartig mit dem vollen
Volumenstrom beaufschlagt. Dadurch wird auch das anzuhebende
Aggregat schlagartig angehoben, so daß es zu
Schüttelbewegungen des Aggregates kommt, wodurch die Bauteile
extrem hoch belastet werden. Außerdem muß der Hubmagnet eine
entsprechend hohe Steuerleistung erbringen, um den
Steuerschieber entgegen der Wirkung der Druckfeder zu
verschließen, wozu eine entsprechende Baugröße notwendig ist,
da bei selbstfahrenden Geräten die Stromversorgung von der
Batterie aus erfolgt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
ein hydraulisches Steuerventil der gattungsgemäßen Art so
weiterzubilden, daß die Hubgeschwindigkeit des anzuhebenden
Aggregates zumindest im Anfangsbereich extrem bzw. niedrig
ist, so daß der Übergang vom Stillstand zur Hubbewegung
relativ weich erfolgt. Ferner soll erreicht werden, daß die
Leistung des Hubmagneten und seine Abmessungen so gering wie
eben möglich gehalten werden.
Diese Aufgabe wird durch die in Kennzeichen des Anspruchs 1
näher definierten Merkmale gelöst.
Durch die sich in axialer Richtung auf dem Umfang des
Steuerschiebers von der Steuerkante aus in Richtung zur
Schließfeder erstreckenden Drosseltaschen wird mit erreicht,
daß bei Beaufschlagung des Hubmagneten mit einer unter der
Betriebsspannung liegenden Teilspannung von beispielsweise 6
Volt der Steuerschieber so verfahren wird, daß die zunächst in
der 0-Stellung seitlich neben der zugewandten Ringfläche des
der Steuerkante zugeordneten Ringraumes stehenden
Drosseltaschen dann beidseitig der Ringfläche stehen, so daß
ein relativ geringer Volumenstrom über den Ringraum und der
Druckölleitung zur Beaufschlagung des Hubzylinders fließen
kann, bedingt durch den Gesamtquerschnitt, der sich aus den
Querschnitten der einzelnen Drosseltaschen ergibt. Durch den
Volumenstrom des Öls durch die Drosseltaschen werden entgegen
der Strömungsrichtung wirkende Impulskräfte erzeugt. Die
axialen Komponenten verlaufen in Wirkrichtung der Schließfeder
und unterstützen diese, so daß die auf zubringende Federkraft
entsprechend gering ist, um das Kräftegleichgewicht mit dem
Hubmagneten herzustellen. Die geringe Federkraft muß auch nur
vom Hubmagneten überwunden werden, um den Steuerkolben in die
beschriebene Stellung zu verfahren. Da nun technisch ein
stabiler Gleichgewichtszustand der Kräfte nicht erreicht
werden kann, verschiebt sich der Steuerschieber laufend in
Axialrichtung mit ständiger Richtungsumkehr. Durch diese
Lösung ist die Hubgeschwindigkeit des anzuhebenden Aggregates
sehr gering. Durch die Merkmale des Anspruchs 2 wird ein in
zwei Stufen arbeitendes Schubventil geschaffen, da bei
Beaufschlagung des Hubmagneten mit der normalen
Betriebsspannung von z. B. 12 Volt der Steuerschieber entgegen
der Federkraft der Schließfeder so verfahren wird, daß das
Drucköl durch den zweiten Ringraum fließen kann, so daß durch
die höhere Ölmenge die Hubgeschwindigkeit entsprechend
vergrößert wird, so daß die Gesamtzeit erheblich verkürzt
wird. Im Bedarfsfall kann auch vor Beendigung des Hubvorganges
der Hubmagnet mit der geringeren Teilspannung beaufschlagt
werden, so daß der Steuerschieber die Stellung einnimmt, in
der Drucköl ausschließlich über die Drosseltaschen fließt.
Durch die Merkmale des Anspruchs 3 wird erreicht, daß die vom
Hubmagneten aufzubringende Kraft, um den Steuerschieber in die
zweite Stufe zu verfahren, herabgesetzt wird, da die axialen
Kraftkomponenten der durch die Umlenkung des Ölstromes
erzeugten Impulskräfte der Flußrichtung und damit der
Schließfeder entgegenwirken, und die vom Hubmagneten erzeugte
Kraft unterstützen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden
Zeichnungen nähen erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Steuerventil im Schnitt mit dem
Steuerschieber in der Schließstellung.
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch
mit dem Steuerschieber in der ersten Stufe und
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch
mit dem Steuerschieber in der zweiten Stufe.
Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Steuerventil 1
beinhaltet einen in einem Steuerkanal 2 des Ventilgehäuses 3
verschiebbar geführten Steuerschieber 4. An einem Stirnende
ist in den Steuerkanal 2 eine als Druckfeder wirkende
Schließfeder 5 eingesetzt, die sich mit einem Ende an der
Stirnfläche des Steuerkanals 2 und mit dem anderen Ende an der
Stirnfläche des Steuerschiebers 4 abstützt. An der
gegenüberliegenden Seite ist an das Ventilgehäuse 3 ein nicht
näher erläuterter Hubmagnet 6 angesetzt, dessen Hubstange 7
den Steuerschieber berührt. Der Steuerkanal 2 ist nach Art
einer Stufenbohrung ausgebildet, der Steuerschieber 4 ist
mehrfach abgesetzt. Der Steuerkanal hat zwei Ringräume 8, 9,
die mit einer zu einem nicht dargestellten Hubzylinder
führenden Druckölleitung 10 in einer Strömungsverbindung
stehen. Zwischen den beiden Ringräumen 8 und 9 liegt mittig
ein Einströmringraum 11, der mit einer von einer Pumpe
kommenden Zuführleitung verbunden ist. Der Steuerschieber 4
hat stirnseitig zwei Ansätze und im mittleren Bereich einen
Ansatz gleichen Durchmessers, die darüber hinaus dem
Nenndurchmesser des Steuerkanals 2 entsprechen. Der der
Schließfeder 5 zugewandte Ansatz und der mittlere Ansatz
werden durch jeweils eine kreisringförmige Steuerkante 12, 13,
begrenzt, wobei die dem mittleren Ansatz zugeordnete
Steuerkante 12 dem Hubmagneten 6 zugewandt liegt und die
Hauptsteuerkante bildet, wobei die andere eine
Hilfssteuerkante ist. Der zwischen der Steuerkante 12 und dem
mittleren Ansatz liegende Bereich des Steuerschiebers 4 ist
zylindrisch ausgebildet. Von der der Schließfeder 4
zugewandten Steuerkante 12 aus erstrecken sich auf dem Umfang
des Steuerschiebers 4 mehrere im gleichen Winkelabstand
zueinander angeordnete Drosseltaschen 14 in Richtung zur
Schließfeder 5, deren jeweilige Länge gegenüber der Länge des
Steuerschiebers gering ist. Die Drosseltaschen 14 sind schwach
ausgebildet, d. h., die Tiefe ist, bezogen auf den
Nenndurchmesser des Steuerschiebers 4, gering. Die
Drosseltaschen 14 laufen in einem Radius, an der der
Steuerkante 12 abgewandten Seite aus.
Der zwischen der Hauptsteuerkante 13 und dem dem Hubmagneten 6
zugewandten stirnseitigen Ansatz liegende Bereich des
Steuerschiebers 4 ist am Umfang bogenförmig nach innen
eingezogen, wobei die beiden Enden mit dem Nenndurchmesser
übereinstimmen. Der Bogen weicht von einer Kreiskontur ab,
indem die Krümmung an der der Hauptsteuerkante 13 zugewandten
Seite größer ist als im gegenüberliegenden Bereich, der auch -
im Querschnitte gesehen - eine Schrägfläche sein kann.
Die Fig. 1 zeigt die Stellung des Steuerschiebers 4 wenn sich
das anzuhebende Aggregat nicht bewegt werden soll. Beide
Steuerkanten 12 und 13 stehen so funktionell zugeordnet in
Ringflächen der Ringräume 8, 9, das der Druckölfluß verhindert
ist. Das heißt, der Steuerschieber 4 befindet sich in der 0- oder
Schließstellung. Soll nun der Hubzylinder mit Drucköl
beaufschlagt werden, wird zunächst der Hubmagnet 6 mit einer
Teilspannung von beispielsweise 6 Volt beaufschlagt. Entgegen
der Wirkung der Schließfeder 5 verfährt der Steuerschieber 4
in die in der Fig. 2 dargestellten Stellung. Beide
Steuerkanten 12 und 13 stehen dann immer noch im schließenden
Versatz zu den funktionell zugeordneten Ringflächen der
Ringräume 8 und 9. Die Drosseltaschen 14 ragen jedoch mit
ihrer halben Länge in den der Schließfeder 3 zugeordneten
Ringraum 8 hinein, so daß durch die Drosseltaschen 14 hindurch
eine geringe Menge Öl in den Ringraum 8 und von dort in die
Druckölleitung 10 fließt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist im Ventilgehäuse 3 noch eine Abflußkammer 15 vorgesehen.
Aus den Figuren ist zu entnehmen, daß sich Impulskräfte
aufbauen, deren axiale Komponenten in Wirkrichtung der
Schließfeder 5 liegen und so die Wirkung der Schließfeder 5
unterstützen. Die Kraft der Schließfeder 5 und die axialen
Komponenten der Impulskräfte stehen im Gleichgewicht zur Kraft
des Hubmagneten 6, wobei der jedoch der Steuerschieber 4
ständig eine oszillierende Bewegung mit einem kleinen Hub
durchführt, der normalerweise kleiner ist als die Länge der
Drosseltaschen 14. Soll die Hubgeschwindigkeit erhöht werden,
wird der Hubmagnet mit einer höheren Spannung von ca. 12 Volt
beaufschlagt, wodurch der Steuerschieber in eine Stellung
gemäß der Fig. 3 entgegen der Wirkung der Schließfeder
verfahren wird. Die der Schließfeder zugewandte Steuerkante 12
steht dann immer noch in der schließenden Stellung zur
funktionell zugeordneten Ringfläche des Ringraumes 8, so daß
das Öl nur durch die Drosseltaschen 14 fließt. Die dem
Hubmagneten 6 zugeordnete Steuerkante 13 steht jedoch in einem
geringen Abstand zur entsprechenden Ringfläche des Ringraumes
9 nach innen, so daß eine größere Menge Drucköl durch den
gebildeten Ringspalt aus dem Einströmringraum 11 herausfließen
kann. Durch die bogenförmige äußere Einziehung des sich der
Steuerkante 13 anschließenden, in Richtung zum Hubmagneten 6
erstreckenden Bereiches des Steuerschiebers 4 werden auch hier
Impulskräfte erzeugt, deren axiale Kraftkomponenten entgegen
der Kraft der Schließfeder 5 wirken, so daß sie den
Hubmagneten unterstützen, wodurch dessen Schubkraft
entsprechend niedrig sein kann, so daß der Hubmagnet 6 baulich
klein bleibt und kostengünstig hergestellt werden kann.
Claims (6)
1. Steuerventil in Form eines Hubventiles mit einem in
einem Steuerkanal des Ventilgehäuses entgegen der
Wirkung einer Schließfeder mittels eines Hubmagneten
verfahrbaren Steuerschiebers zur Steuerung des
Volumenstromes von Drucköl, wobei der Steuerschieber
wenigstens eine Steuerkante aufweist, die ein mit der
zu einem Hubzylinder führenden Druckölleitung in einer
Strömungsverbindung stehender Ringraum des Steuerkanals
zugeordnet und wobei der Steuerkanal zur
Druckölzuführung einen Einströmringraum aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerschieber (4) umfänglich mit mehreren, von
einer Hilfssteuerkante (12) in Richtung zur
Schließfeder (5) in axialer Richtung sich erstreckenden
in Bezug auf den Durchmesser des Steuerschiebers (4)
flachen Drosseltaschen (14) derart versehen ist, daß
bei durch den mit einer Teilspannung beaufschlagten
Hubmagneten entgegen der Wirkung der Schließfeder (5)
verfahrenen Steuerschieber (4) ausschließlich durch die
Drosseltaschen (14) ein gleichbleibender
Durchflußquerschnitt gebildet wird, so daß ein
entsprechend geringer Druckölstrom über den
zugeordneten Ringraum (8) abfließt, und daß durch die
in Wirkrichtung der Schließfeder (5) verlaufenden
axialen Kraftkomponenten der durch den Druckölstrom
erzeugten Impulskräfte eine ständige oszillierende
Bewegung durchführt.
2. Hydraulisches Steuerventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerschieber eine zweite Steuerkante (13) und
einen weiteren mit der Druckölleitung (10) zu einer
Strömungsverbindung stehenden Ringraum (9) aufweist,
und daß die Hauptsteuerkante der dem Hubmagneten (6)
zugewandten Ringfläche des Einströmringraumes (11)
zugeordnet ist, so daß bei Beaufschlagung des
Hubmagneten (6) mit der gegenüber der Teilspannung
höheren Normalspannung das Drucköl auch über den
zweiten Ringraum (9) abfließt.
3. Hydraulisches Steuerventil nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an die Hauptsteuerkante (13) angrenzende, dem
Hubmagneten (4) zugewandte Umfangsfläche des
Steuerschiebers (4) bogenförmig nach innen verspringend
ausgebildet ist, so daß bei Beaufschlagung des
Hubmagneten mit der Normalspannung die axialen
Kraftkomponenten der erzeugten Impulskräfte zur
Unterstützung der vom Hubmagneten erzeugte Kraft
entgegen der Federkraft der Schließfeder (5) wirken.
4. Hydraulisches Steuerventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosseltaschen (14) im gleichen Winkelabstand
zueinander angeordnet sind.
5. Hydraulisches Steuerventil nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite des Einströmringraumes (11) doppelt oder
annähernd doppelt so groß ist wie die Breite der
Ringräume (8 und 9).
6. Hydraulisches Steuerventil nach einem oder mehreren der
hervorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge jeder Drosseltasche (14) maximal so groß
ist, wie die Breite des Ringraumes (8 und 9).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934308020 DE4308020C2 (de) | 1993-03-13 | 1993-03-13 | Hydraulisches Steuerventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934308020 DE4308020C2 (de) | 1993-03-13 | 1993-03-13 | Hydraulisches Steuerventil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4308020A1 true DE4308020A1 (de) | 1994-09-15 |
| DE4308020C2 DE4308020C2 (de) | 1999-03-04 |
Family
ID=6482716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934308020 Expired - Fee Related DE4308020C2 (de) | 1993-03-13 | 1993-03-13 | Hydraulisches Steuerventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4308020C2 (de) |
Cited By (1)
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| DE4308020C2 (de) | 1999-03-04 |
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