DE4308093A1 - Verfahren und Maschine zum Aufbereiten von Filtertowmaterial - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Aufbereiten von FiltertowmaterialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbereiten von Fil
tertowmaterial für die Herstellung von Zigarettenfiltern im
Strangverfahren, bei dem streifenförmiges Filtertowmaterial
von einem Towmaterialvorrat abgezogen, ausgebreitet, gereckt
und mit wenigstens einem Zusatzstoff behandelt wird. Sie be
trifft außerdem eine Maschine zum Aufbereiten von Filtertow
material für die Herstellung von Zigarettenfiltern im Strang
verfahren mit einem Filtertowvorrat, Towführungs- und Förder
mitteln und diesen zugeordneten Mitteln zum Ausbreiten, Recken
und Behandeln des Filtertowmaterials mit Zusatzstoffen, insbe
sondere Weichmachern.
Eine solche Maschine ist beispielsweise aus der US-PS 4 511 420
oder der US-PS 5 060 664 bekannt. Diese bekannten Maschinen
ziehen in herkömmlicher Weise einen Filtertowstreifen (z. B. aus
Celluloseacetatfäden) von einem Ballen ab und geben ihn durch
Strecken und Behandeln mit Weichmacher aufbereitet in einer ge
wünschten Form und Konsistenz zur Weiterverarbeitung an eine
Filterstrangeinheit ab, welche aus dem aufbereiteten Filtertow
streifen durch Umhüllung mit einem Hüllmaterialstreifen einen
Filterstrang herstellt, der schließlich in Filterstäbe für Zi
garetten oder andere Tabakerzeugnisse zerschnitten wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine der
eingangs angegebenen Art weiter zu verbessern.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs
angegebenen Art erfindungsgemäß dadurch, daß von dem Towmate
rialvorrat gleichzeitig zwei Filtertowstreifen abgezogen wer
den, daß die Filtertowstreifen entlang zweier einander benach
barter Towführungsbahnen bewegt werden, daß sie gleichzeitig
ausgebreitet, gereckt und behandelt werden und daß sie neben
einander einer Weiterverarbeitung zugeführt werden. Dabei
werden die Filtertowstreifen gemäß der Erfindung in zwei neben
einander verlaufenden Towführungsbahnen bewegt, die sich seit
lich nebeneinander oder im wesentlichen vertikal übereinander
erstrecken. Bei dieser zweiten Verfahrensvarianten sieht die
Erfindung speziell vor, daß die Filtertowstreifen vertikal
zusammengeführt und wenigstens entlang einem vorgegebenen
Bahnabschnitt aufeinanderliegend bewegt und dabei ausgebrei
tet, gereckt und/oder mit einem Zusatzstoff behandelt werden.
Durch diese erfindungsgemäß vorgeschlagenen Maßnahmen ergibt
sich eine wesentliche Produktivitätssteigerung der Filterher
stellung bei relativ geringem konstruktivem und maschinenbau
lichem Aufwand.
Bei einer Maschine der eingangs angegebenen Art wird die der
Erfindung zugrunde liegende Aufgabe erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß der Filtertowvorrat zwei Filtertowstreifen ent
hält, daß die Towführungs- und Fördermittel zweibahnig ausge
bildet sind und daß beiden Towführungsbahnen Mittel zum Aus
breiten, Recken und Behandeln der Towstreifen zugeordnet sind.
Dabei kann gemäß der Erfindung wenigstens eines der Mittel zum
Ausbreiten, Recken und Behandeln der Towstreifen für beide
Towführungsbahnen gemeinsam vorgesehen sein. Gemeinsame oder
wenigstens gemeinsam angetriebene Aggregate in den beiden
Towführungsbahnen, beispielsweise Walzen oder Walzenpaare,
verringern den konstruktiven und maschinenbaulichen Aufwand
und dienen einer gleichmäßigen Behandlung der Filtertowstrei
fen in beiden Towführungsbahnen. In weiterer Fortführung der
Erfindung ist vorgesehen, daß wenigstens eines der Mittel zum
Ausbreiten, Recken und Behandeln zur individuellen Verarbei
tung der Filtertowstreifen in beiden Towführungsbahnen jeweils
separat steuerbar ist. Mit dieser Maßnahme wird erreicht, daß
die in beiden Towführungsbahnen hergestellten Produkte (Fil
terstrang, Filterstäbe) bei auftretenden Abweichungen einander
angeglichen werden können. So können in beiden Towführungsbah
nen Produkte mit übereinstimmenden Eigenschaften hergestellt
werden. Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß jeder Towführungsbahn jeweils eine separat steuerbare
Streckeinrichtung zum individuellen Recken der betreffenden
Filtertowstreifen zugeordnet ist. Die Streckeinrichtung eignet
sich besonders gut für die separate Beeinflussung der Filter
towstreifen in den beiden Towführungsbahnen, weil sie charak
teristische Eigenschaften, wie z. B. die Dichte oder den Zugwi
derstand, der hergestellten Produkte unmittelbar beeinflußt.
So können durch individuelle Beeinflussung der Reckung der
Filtertowstreifen in den beiden Filtertowbahnen die Eigen
schaften der hergestellten Artikel einander optimal angegli
chen werden.
Weitere Fortführungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen 11 bis 25 enthalten.
Die Erfindung bietet den Vorteil einer höheren Maschinenlei
stung bei herabgesetzter Geschwindigkeit. Damit ist eine sanf
te Filtertowbehandlung während der Towaufbereitung gesichert,
welche eine hohe Produktqualität gewährleistet. Die Möglich
keit der individuellen Beeinflussung der Behandlung der Fil
tertowstreifen in beiden Towführungsbahnen sichert überein
stimmende Produkte in beiden Bahnen. Die Überwachung der Pro
duktqualität in beiden Towführungsbahnen ermöglicht eine indi
viduelle Korrektur von eventuell auftretenden Fehlern oder Ab
weichungen der Qualitätskriterien.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Maschine nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die beiden Towführungsbahnen der
Maschine nach der Erfindung mit den ihnen zugeordne
ten Behandlungsaggregaten jeweils in schematischer
Darstellung und
Fig. 3 und 4 jeweils eine auf die schematische Darstellung der
Towführung beschränkte Seitenansicht bzw. Draufsicht
einer anderen Towführungsvarianten.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Maschine gemäß der Erfindung
zum Aufbereiten von Filtertowmaterial für die Herstellung von
Zigarettenfiltern im Strangverfahren in einer Seitenansicht und
in einer Draufsicht schematisch dargestellt, wobei die Figuren
jeweils nur die für das Verständnis der Erfindung erforderli
chen Teile enthalten. Im Maschinenbau übliche Bestandteile der
Maschine wie das Maschinengestell, Halterungen, Lagerungen und
Verkleidungen sind in der Zeichnung im Interesse ihrer besseren
Überschaubarkeit nicht dargestellt. Gleiche Teile sind in bei
den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
Die in der Zeichnung dargestellte Filtertowaufbereitungsmaschi
ne 1 weist gemäß der Erfindung zwei Towführungsbahnen 2 und 3
auf, welche nebeneinander zwei Filtertowstreifen 4 und 6 durch
die Maschine führen. Die Filtertowstreifen 4 und 6 werden von
einem Filtertowvorrat 7 abgezogen, der zwei Filtertowballen 8
und 9 nebeneinander enthält. Anders als in Fig. 2 dargestellt,
können die Filtertowstreifen 4 und 6 auch in einem gemeinsamen
Ballen bevorratet sein.
Oberhalb des Filtertowvorrats 7 weist die Maschine ein Umlenk-
und Towausbreitungsorgan 11 auf, das nebeneinander zwei gleiche
Towführungen 12 hat. Stromauf vor und stromab hinter dem Umlenk
organ 11 sind Ausbreiterdüsen 13 und 14 angeordnet, die jeweils
auf beide Filtertowstreifen 4 und 6 wirken.
An die zweite Ausbreiterdüse 14 schließt sich eine zweibahnige
Streckeinrichtung 16 an. Diese besteht aus beiden Towführungs
bahnen 2 und 3 separat zugeordneten Bremswalzenpaaren 17 und 18,
einem ersten angetriebenen Streckwalzenpaar 19 und einem zwei
ten angetriebenen Streckwalzenpaar 21. Den Bremswalzenpaaren 17
und 18 sind Betätigungsorgane 22 und 23 zugeordnet, mit denen
die von den Bremswalzenpaaren auf die Filtertowstreifen ausgeüb
te Bremskraft beeinflußt werden kann. Als Betätigungsorgane 22
und 23 können elektrische Bremsen vorgesehen sein, die auf die
Bremswalzen ein Bremsmoment übertragen oder es können hydrauli
sche oder pneumatische Mittel vorgesehen sein, welche dem An
preßdruck der Bremswalzen gegeneinander beeinflussen.
Das erste Streckwalzenpaar steht mit einem Antrieb 24 und das
zweite Streckwalzenpaar 21 mit einem Antrieb 26 in Verbindung.
Das zweite Streckwalzenpaar 21 ist mit höherer Umfangsgeschwin
digkeit angetrieben als das erste Streckwalzenpaar 19, so daß
zwischen den Streckwalzenpaaren 19 und 21 eine definierte Rec
kung der Filtertowstreifen 4 und 6 stattfindet. Wie anhand der
Fig. 2 zu erkennen ist, erfassen die beiden Streckwalzenpaare
19 und 21 beide Filtertowstreifen 4 und 6 gleichermaßen. Dage
gen sind den Filtertowstreifen 4 und 6 separate Bremswalzenpaa
re 17 und 18 zugeordnet.
Stromab hinter der Bremseinrichtung 16 folgt eine weitere Aus
breiterdüse 27, die beiden Towführungsbahnen 2 und 3 gleicher
maßen zugeordnet ist.
In Förderrichtung 28 der Filtertowstreifen folgt auf die Aus
breiterdüse 27 als Mittel zum Behandeln des Filtertowmaterials
mit Zusatzstoffen eine Auftragseinrichtung 29 zum Aufbringen
von Weichmacherflüssigkeit auf die ausgebreiteten Filtertow
streifen. Die Auftragseinrichtung 29 weist ein Gehäuse 31 auf,
das beide Towführungsbahnen 2 und 3 übergreift. In dem Gehäuse
ist in bekannter Weise eine zylindrische rotierende Bürste 32
angeordnet, die von einem Motor 33 angetrieben ist. Die Weich
macherzufuhr erfolgt an der Unterseite des Gehäuses durch einen
oder mehrere Schlitze 34, denen der Weichmacher mittels Pumpen
36 aus einem Weichmachervorrat 37 zugeführt wird. Überschüssi
ger Weichmacher wird durch eine Rückführleitung 38 in den Weich
machervorrat 37 zurückgeführt. Wie die Zeichnung erkennen läßt,
sind zwei Pumpen 36 vorgesehen, welche den Towführungsbahnen
durch die Schlitze 34 individuell bemessene Weichmachermengen
zuführen. Diese Weichmachermengen können mit Durchflußreglern
39 eingestellt werden. Das bietet neben der individuellen Tow
reckung mittels der separat einstellbaren Bremswalzen 17 und 18
eine zweite Möglichkeit, die Eigenschaften der Filtertowstrei
fen individuell zu beeinflussen und die aus den Filtertowstrei
fen hergestellten Produkte zu vereinheitlichen.
An die Auftragseinrichtung 29 schließen sich von einem Motor 41
angetriebene Transportwalzen 42 und 43 an, die die Filtertow
streifen nebeneinander zur Weiterverarbeitung in eine Filter
strangeinheit 44 abgeben, wo sie zu Filtersträngen verarbeitet
und dann in Abschnitte passender Länge, in sogenannte Filter
stäbe, zerschnitten werden. Die Filterstrangeinheit 44 ist
nicht Gegenstand dieser Erfindung und daher nur schematisch
angedeutet.
Die Filterstrangeinheit 44 weist Meßmittel 46 und 47 auf, wel
che wenigstens eine charakteristische Eigenschaft der in den
beiden Strangführungsbahnen der Maschine hergestellten Produkte
erfassen und entsprechende Meßsignale an eine Auswertanordnung
48 abgeben. Die Auswertanordnung 48 vergleicht die Meßsignale
der beiden Meßmittel 46 und 47 miteinander und bildet ein ent
sprechendes Differenzsignal, wenn die Meßsignale nicht überein
stimmen. In Abhängigkeit von diesem Differenzsignal werden die
Betätigungsorgane 22 und 23 oder eines von beiden so gesteuert,
daß die als unterschiedlich festgestellte charakteristische Ei
genschaft in den Produkten aus beiden Strangführungsbahnen wie
der einander angeglichen werden.
Die Meßmittel 46 und 47 sind außerdem an eine Komparatoranord
nung 49 angeschlossen, die ihrerseits ausgangsseitig mit einer
Steueranordnung 51 verbunden ist, die ihrerseits mit einem
Sollwertgeber 52 in Verbindung steht. Die Komparatoranordnung
49 vergleicht die Meßwerte der beiden Meßmittel 46 und 47 und
gibt an die Steueranordnung 51 ein Vergleichssignal ab, das
bei Übereinstimmung der Meßwerte der Meßmittel 46 und 47 in
vorgegebenen Toleranzgrenzen den Wert der gemessenen charakte
ristischen Eigenschaft der Produkte in beiden Strangführungs
bahnen repräsentiert. Dieses von der Komparatoranordnung 49 ab
gegebene Vergleichssignal wird mit dem im Sollwertgeber 52 ge
speicherten Sollwert der charakteristischen Eigenschaft verali
chen. Bei Abweichungen des die charakteristische Eigenschaft
repräsentierenden Vergleichssignals gibt die Steueranordnung 51
ein Steuersignal ab, das die Antriebsmittel 41, 24, 26 und 33
sowie die Pumpen 36 synchron beaufschlagt. Dadurch wird die
Geschwindigkeit der Filtertowaufbereitungsmaschine 1 relativ
zur Filterstrangeinheit 44 verändert, ohne, daß sich die Ge
schwindigkeitsverhältnisse innerhalb der Filtertowaufbereitungs
maschine 1 ändern. Das bewirkt eine Rückführung des Istwertes
der charakteristischen Eigenschaft der hergestellten Produkte
auf ihren Sollwert.
Als hier in erster Linie in Frage kommende charakteristische
Eigenschaften der aus den Filtertowstreifen hergestellten Pro
dukte sind die Dichte bzw. das Gewicht der hergestellten Filter
stränge und/oder der Zugwiderstand der von den Filtersträngen
abgetrennten Filterstäbe anzusehen. Natürlich können auch ande
re charakteristische Eigenschaften dieser Produkte erfaßt und
der Steuerung der Filtertowaufbereitungsmaschine zugrunde ge
legt werden. Als Meßmittel, das die Dichte bzw. das Gewicht der
Filterstränge erfaßt, kommt ein an sich bekanntes Betastrahlen
meßgerät oder ein den Strang mit Infrarotstrahlung durchdringen
des Dichtemeßgerät, in Frage. Zur Messung des Zugwiderstandes
der abgetrennten Filterstäbe kann eine Prüftrommel bekannter
Bauart mit pneumatischen Meßmitteln zum Anlegen und Erfassen
eines pneumatischen Prüfdrucks an den Filterstäben vorgesehen
sein.
Im Betrieb werden von dem Filtertowvorrat 7 zwei Filtertowstrei
fen 4 und 6 abgezogen, mittels der ersten Ausbreiterdüse 13
ausgebreitet über das Umlenkorgan 11 umgelenkt und nach einer
weiteren Ausbreitungsstufe mittels der Ausbreiterdüse 14 in die
Streckeinrichtung 16 überführt. Aufgrund des Eigengewichts der
Filtertowstreifen 4 und 6 erfahren diese auf dem Weg vom Fil
tertowvorrat 7 zum Umlenkorgan 11 eine erste Vorreckung, der
zwischen den Bremswalzenpaaren 17 und 18 und dem ersten Streck
walzenpaar 19 der Streckeinrichtung 16 eine individuelle Reckung
der beiden Filtertowstreifen folgt. Diese individuelle Reckung
wird mittels der den Bremswalzenpaaren 17 und 18 zugeordneten
Betätigungsorganen 22 und 23 in Abhängigkeit von Dichte- oder
Zugwiderstandsdifferenzen der aus den Filtertowstreifen herge
stellten Produkte so gesteuert, daß sich die Eigenschaften der
Produkte einander angleichen und möglichst gleich bleiben.
Nach der ersten Reckung der beiden Filtertowstreifen zwischen
den Bremswalzenpaaren 17 und 18 einerseits und dem ersten
Streckwalzenpaar 19 andererseits folgt für beide Filtertowstrei
fen 4 und 6 eine gemeinsame Reckung in der Streckzone zwischen
den Walzenpaaren 19 und 21, die mit entsprechend unterschiedli
cher Geschwindigkeit angetrieben sind. Nach der Reckung werden
die Filtertowstreifen mittels der Ausbreiterdüse 27 ein weite
res Mal ausgebreitet, bevor sie in die Auftragseinrichtung 29
einlaufen, in der sie mit Weichmacher behandelt werden. Die
Weichmacherzufuhr kann mittels der Pumpen 36 für beide Filter
towstreifen 4 und 6 separat erfolgen und individuell eingestellt
werden. Auch diese Maßnahme dient dazu, eine Möglichkeit zur
Optimierung der Aufbereitung der Filtertowstreifen zu schaffen.
Sie erlaubt es steuernd einzugreifen, wenn die Eigenschaften
der aus den beiden Filtertowstreifen hergestellten Produkte
voneinander abweichen oder bestimmte Eigenschaften dieser Pro
dukte erzielt werden sollen.
Nach der Behandlung der Filtertowstreifen mit Weichmacher wer
den diese über die Transportwalzen 42 und 43 zur Weiterverar
beitung an die Filterstrangeinheit abgegeben.
Mit 53 ist in Fig. 1 eine Trenneinrichtung bezeichnet die aus
einer Druckluftdüse 54 einen Trennstrahl zur Towführungsbahn
hin abgibt. Die Druckluftdüse ist mit einer Druckluftquelle 56
verbunden. Diese Trenneinrichtung 53 macht es möglich, aus dem
Filtertowvorrat 7 einen einzigen Filtertowstreifen doppelter
Gebrauchsbreite abzuziehen und ihn vor dem Beginn der eigent
lichen Aufbereitung in der Streckeinrichtung 16 in zwei Filter
towstreifen aufzuteilen, die dann, wie oben beschrieben, in den
beiden Towführungsbahnen 2 und 3 behandelt werden. Nach dem
Durchtritt des Trennstrahles durch die Towführungsbahn wird er
durch eine Luftführung 57 abgeleitet. Anstelle einer Strahldüse
kann auch ein mechanisches Trennmittel, beispielsweise ein
Trennstab oder dergleichen, eingesetzt werden.
In Fig. 1 ist für beide Filtertowstreifen 4 und 6 ein statio
näres Umlenkblech 11 vorgesehen, über das die Towstreifen gezo
gen werden. Anstelle dieses stationären Blechs können hier eine
oder zwei frei mitlaufende Umlenkrollen oder auch die Bremswal
zenpaare 17 und 18 angeordnet sein.
Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 3
und 4 in Seitenansicht bzw. Draufsicht schematisch dar
gestellt. Es wurde eine vereinfachte Darstellung gewählt, die
zur Erläuterung der Erfindung im wesentlichen nur den Verlauf
der Towführungsbahnen 58 und 59 zeigt, die hier im Unterschied
zu der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform in
einer vertikalen Ebene übereinanderliegen. Gleiche Teile sind
der Einfachheit halber mit denselben Bezugszeichen versehen
wie in den Fig. 1 und 2.
Der Filtertowvorrat 7 enthält hier zwei Towballen 8 und 9, die
aber anders als beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 hinter
einander angeordnet sind. Über Umlenkorgane 11a und 11b werden
von den Towballen 8 und 9 Filtertowstreifen 61 und 62 abgezo
gen und etwa vertikal übereinander einer ersten Bearbeitungs
stufe 63 zugeführt, die sie in zwei mit Abstand übereinanaer
liegenden Bahnen durchlaufen. Die erste Bearbeitungsstufe 63
enthält Mittel, beispielsweise Ausbreiterdüsen, wie sie in den
Fig. 1 und 2 dargestellt sind, zum Ausbreiten der beiden
Filtertowstreifen sowie jeder Towführungsbahn 58 bzw. 59 zuge
ordnete, nicht dargestellte, separate Bremswalzenpaare entspre
chend den Bremswalzenpaaren 17 und 18 der Fig. 1 und 2, die
zusammen mit dem gemeinsamen Streckwalzenpaar 19 eine erste
Stufe der Streckeinrichtung 16 bilden. Im Streckwalzenpaar 19
werden die in der ersten Bearbeitungsstufe 63 separat behan
delten Filtertowstreifen zusammengeführt, so daß sie einen
zweilagigen Filtertowstreifen 64 bilden, der in der zweiten
Stufe der Streckeinrichtung 16 zwischen den langsameren Streck
walzen 19 und schnelleren Streckwalzen 21 gereckt wird. Im An
schluß daran werden die Filtertowstreifen wieder auseinander
geführt und durchlaufen dann mit Abstand übereinander eine Be
handlungseinrichtung 66, in der jedem Filtertowstreifen ge
trennt ein Zusatzstoff, z. B. ein üblicher Weichmacher, zuge
führt wird. Die so ausgebreiteten, gereckten und mit Weichma
cher behandelten Filtertowstreifen 61 und 62 werden dann ge
trennt an eine Filterstrangeinheit 44 abgegeben, in der sie
mit Filterpapier umhüllt und zu Filterstäben konfektioniert
werden.
Wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 bereits beschrie
ben, können auch hier charakteristische Eigenschaften der her
gestellten Filterstränge bzw. der von den Filtersträngen abge
trennten Artikel erfaßt und für die Steuerung einzelner Bear
beitungsvorgänge genutzt werden. Auf diese Weise ist es auch
bei dem Ausführungsbeispiel entsprechend den Fig. 3 und 4
möglich, in beiden Towführungsbahnen weitgehend übereinstimmen
de Produkte herzustellen. Das Vorgehen, um das zu erreichen,
ist der Beschreibung der Fig. 1 und 2 zu entnehmen.
Claims (25)
1. Verfahren zum Aufbereiten von Filtertowmaterial für die
Herstellung von Zigarettenfiltern im Strangverfahren, bei dem
streifenförmiges Filtertowmaterial von einem Towmaterialvorrat
abgezogen, ausgebreitet, gereckt und mit wenigstens einem Zu
satzstoff behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß von dem
Towmaterialvorrat gleichzeitig zwei Towstreifen abgezogen wer
den, daß die Filtertowstreifen entlang zweier einander benach
barter Towführungsbahnen bewegt werden, daß sie gleichzeitig
ausgebreitet, gereckt und behandelt werden und daß sie neben
einander einer Weiterverarbeitung zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Filtertowstreifen zum Ausbreiten, Recken und Behandeln in zwei
nebeneinander verlaufenden Towführungsbahnen bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtertowstreifen in zwei seitlich nebeneinander ver
laufenden Towführungsbahnen bewegt, ausgebreitet, gereckt und
behandelt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtertowstreifen in zwei im wesentlichen vertikal
übereinander verlaufenden Towführungsbahnen bewegt, ausgebrei
tet, gereckt und behandelt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Filtertowstreifen zusammengeführt und wenigstens entlang
einem vorgegebenen Bahnabschnitt aufeinanderliegend als zwei
lagiger Filtertowstreifen bewegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtertowstreifen aufeinanderliegend ausgebreitet,
gereckt und/oder behandelt werden.
7. Maschine zum Aufbereiten von Filtertowmaterial für die
Herstellung von Zigarettenfiltern im Strangverfahren mit einem
Filtertowvorrat, Towführungs- und Fördermitteln und den Towfüh
rungs- und Fördermitteln zugeordneten Mitteln zum Ausbreiten,
Recken und Behandeln des Filtertowmaterials mit Zusatzstoffen,
insbesondere Weichmachern, dadurch gekennzeichnet, daß der
Filtertowvorrat (7) zwei Filtertowstreifen (4, 6; 61, 62) enthält,
daß die Towführungs- und Fördermittel zwei Towführungsbahnen
(2, 3; 58, 59) aufweisen und daß beiden Towführungsbahnen (2, 3;
58, 59) Mittel zum Ausbreiten, Recken und Behandeln der Tow
streifen (4, 6; 61, 62) zugeordnet sind.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eines der Mittel (13, 14, 16, 19, 21, 27, 29, 63, 66) zum
Ausbreiten, Recken und Behandeln der Towstreifen (4, 6; 61, 62)
für beide Towführungsbahnen (2, 3; 58, 59) gemeinsam vorgesehen
ist.
9. Maschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eines der Mittel (17, 18, 36; 63, 66) zum Ausbreiten,
Recken und Behandeln zur individuellen Verarbeitung der Filter
towstreifen (4, 6; 61, 62) in beiden Towführungsbahnen (2, 3; 58, 59)
jeweils separat steuerbar ist.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder Towführungsbahn (2, 3; 58, 59) jeweils eine
separat steuerbare Streckeinrichtung (17, 18, 19) zum individuel
len Recken der betreffenden Filtertowstreifen (4, 6; 61, 62) zuge
ordnet ist.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Towführungsbahnen (2, 3) im wesentlichen ko
planar nebeneinander verlaufen.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Towführungsbahnen (58, 59) wenigstens
abschnittsweise in vorgegebenem Abstand zueinander im wesentli
chen vertikal übereinander verlaufen.
13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eines der Mittel (16) zum Ausbreiten, Hecken und
Behandeln der Filtertowstreifen (61, 62) als einbahnige Aufbe
reitungsstufe ausgebildet ist und daß die Towführungs- und
Fördermittel (63, 19) Mittel zum Zusammenführen der Filtertow
streifen, zum Bilden eines zweilagigen Streifens (64) und zum
Fördern des zweilagigen Streifens durch die einbahnige Aufbe
reitungsstufe (16) aufweisen.
14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens ein Abschnitt der Streckeinrichtung (16) als ein
bahnige Aufbereitungsstufe ausgebildet ist, in der die Filter
towstreifen (61, 62) aufeinanderliegend bewegt und gleichzeitig
gereckt werden.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Streckeinrichtungen (16, 17, 18, 19; 63)
beider Towführungsbahnen (2, 3; 58, 59) ein gemeinsam angetriebe
nes Streckwalzenpaar (19) und in jeder Towführungsbahn ein mit
einer Betätigungseinrichtung (22, 23) separat steuerbares Brems
walzenpaar (17, 18) aufweisen.
16. Maschine nach Anspruch 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Streckeinrichtung (16) stromab des ersten Streckwalzen
paares (19) ein für beide Towführungsbahnen (2, 3; 58, 59) gemein
sames weiteres Streckwalzenpaar (21) aufweist und daß die Um
fangsgeschwindigkeit des weiteren Streckwalzenpaares größer ist
als die des ersten Streckwalzenpaares.
17. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Mittel zum Behandeln des Filtertowmate
rials mit Zusatzstoffen eine Auftragseinrichtung (29, 66) mit
wenigstens einer Auftragskammer (31) mit Towführungen für beide
Filtertowstreifen (4, 6) und Auftragsmitteln (32, 34) zum Auf
bringen des Zusatzstoffes auf die Filtertowstreifen vorgesehen
ist und daß jeder Towführung separat steuerbare Zuführmittel
(36) zum individuellen Zuführen des Zusatzstoffes zu den Auf
tragsmitteln zugeordnet sind.
18. Maschine nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß in vorgegebener Höhe über dem Filtertow
vorrat (7) für jeden Filtertowstreifen (2, 3) ein Umlenk- und
Towausbreitungsorgan (11) angeordnet ist und daß als Umlenk-
und Towausbreitungsorgan das Bremswalzenpaar der der betref
fenden Towführungsbahn zugeordneten Streckeinrichtung vorgese
hen ist.
19. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Filtertowvorrat (7) aus zwei separaten
Filtertowballen (8, 9) besteht und daß die Towführungs- und För
dermittel jeder Towführungsbahn (2, 3; 58, 59) einen Filtertow
streifen (4, 6; 61, 62) von jeweils einem der Towballen abziehen.
20. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Filtertowvorrat (7) in einem einzigen
Ballen zwei separat abnehmbare Filtertowstreifen (4, 6; 61, 62)
enthält und daß die Towführungs- und Fördermittel jeder Towfüh
rungsbahn (2, 3; 58, 59) jeweils einen Filtertowstreifen von einem
gemeinsamen Ballen abziehen.
21. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Filtertowvorrat (7) in einem Ballen einen
Filtertowstreifen doppelter Gebrauchsbreite enthält, daß die
Führungs- und Fördermittel den doppelten Filtertowstreifen von
dem Ballen abziehen und daß den Führungs- und Fördermitteln
eine Trenneinrichtung (53) zum Zerteilen des doppelten Filter
towstreifens in zwei Filtertowstreifen einfacher Gebrauchsbrei
te zugeordnet ist.
22. Maschine nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trenneinrichtung (53) stromauf vor der Streckeinrichtung
(16) angeordnet ist.
23. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß Meßmittel (46, 47) zum separaten Erfassen
wenigstens einer charakteristischen Eigenschaft der aus den
beiden aufbereiteten Towstreifen (4, 6) hergestellten Produkte
und zum Erzeugen entsprechender Meßsignale vorgesehen sind und
daß die Meßmittel an eine Vergleichsanordnung (48) angeschlos
sen sind, welche die an den Produkten der beiden Filtertowstrei
fen (4, 6) gewonnenen Meßsignale vergleicht und bei auftretenden
Differenzen zwischen den Meßsignalen Differenzsignale erzeugt.
24. Maschine nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vergleichsanordnung (48) an die Betätigungseinrichtung
(22, 23) wenigstens einer Aufbereitungsstufe zum Beeinflussen
der Behandlung wenigstens eines Filtertowstreifens (4, 6) ange
schlossen ist und daß sie die Betätigungseinrichtung in Abhän
gigkeit von den Differenzsignalen im Sinne der gegenseitigen
Angleichung der Meßsignale steuert.
25. Maschine nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eines der Meßmittel (46, 47) mit einer Steueran
ordnung (49, 51) verbunden ist, welche die die Istwerte der
erfaßten charakteristischen Eigenschaft der Produkte repräsen
tierenden Meßsignale mit einem den Sollwert der Eigenschaft
repräsentierenden Sollwertsignal eines Sollwertgebers (52)
vergleicht und bei Differenzen zwischen den Meßsignalen und dem
Sollwertsignal Korrektursignale erzeugt und daß die Steueran
ordnung (49, 51) die Antriebe (24, 26, 33, 36, 41) der den beiden
Towführungsbahnen (4, 6) zugeordneten Fördermittel in Abhängig
keit von den Korrektursignalen gemeinsam im Sinne der Rückfüh
rung der abweichenden Istwerte auf den Sollwert steuert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934308093 DE4308093A1 (de) | 1992-03-26 | 1993-03-13 | Verfahren und Maschine zum Aufbereiten von Filtertowmaterial |
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|---|---|---|---|
| DE4209788 | 1992-03-26 | ||
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Publications (1)
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| DE4308093A1 true DE4308093A1 (de) | 1993-09-30 |
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ID=25913235
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|---|---|---|---|
| DE19934308093 Ceased DE4308093A1 (de) | 1992-03-26 | 1993-03-13 | Verfahren und Maschine zum Aufbereiten von Filtertowmaterial |
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