DE4300839A1 - Schaltbare Wärmebrücke zur Energiegewinnung bzw. -einsparung - Google Patents
Schaltbare Wärmebrücke zur Energiegewinnung bzw. -einsparungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28F—DETAILS OF HEAT-EXCHANGE AND HEAT-TRANSFER APPARATUS, OF GENERAL APPLICATION
- F28F13/00—Arrangements for modifying heat-transfer, e.g. increasing, decreasing
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- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24S—SOLAR HEAT COLLECTORS; SOLAR HEAT SYSTEMS
- F24S50/00—Arrangements for controlling solar heat collectors
- F24S50/80—Arrangements for controlling solar heat collectors for controlling collection or absorption of solar radiation
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- F24S80/60—Thermal insulation
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Description
In der Bauphysik sind Wärmebrücken als einzelne, örtlich
begrenzte Stellen in Wänden und Decken mit geringer Wärmedämmung
unzulässig.
Zur Energieeinsparung bzw. -gewinnung werden von der thermischen
Solartechnik Sonnenkollektoren, die transparente Wärmedämmung,
sowie stark verbesserte Isolierverglasungen angeboten (siehe
Goetzberger/Wittwer: Sonnenenergie - thermische Nutzung. Teuber,
Stuttgart 1989, S. 76-151).
Die übliche, opake (undurchsichtige) Dämmung bleibt dennoch oft
die einfachste und wirtschaftlichste Methode zur Energie
einsparung. (vgl. Dr. H. Werner: Optimierung von baulichen
Maßnahmen zur Energieeinsparung und deren Bewertung, VDI-
Berichte 356, 1980, S. 18).
Folgende besonderen Probleme bestehen:
Sonnenkollektoren, die im Sommer recht gute Wirkungsgrade erzielen, sind im Winter wesentlich weniger effektiv, da die für einen ökonomischen Betrieb erforderlichen Absorbertemperaturen von ca. 30°C seltener erreicht werden.
Sonnenkollektoren, die im Sommer recht gute Wirkungsgrade erzielen, sind im Winter wesentlich weniger effektiv, da die für einen ökonomischen Betrieb erforderlichen Absorbertemperaturen von ca. 30°C seltener erreicht werden.
Der im Winter erwünschte Energieeintrag durch die TWD
(transparente Wärmedämmung) führt im Sommer zu ganz erheblichen
Überhitzungsproblemen. Deshalb muß durch Rollos aktiv beschattet
werden (siehe z. B. "Das energieautarke Solarhaus", 1. Aufl. Okt.
1992., S. 22, auf Wunsch erhältlich vom Fraunhofer-Institut für
solare Energiesysteme, Otmannstr. 22, 7800 Freiburg), was nicht
nur die Energie ungenützt läßt, sondern auch die Systemkosten
bis auf ein Vielfaches des Preises für die eigentliche TWD
ansteigen läßt.
Die opake Dämmung ist wegen ihres besseren k-Wertes der TWD bei
Dunkelheit und Kälte deutlich überlegen, läßt aber die täglichen
Sonnenstrahlen fast ungenützt. Der enorme Energiebedarf zur
Heizung und Erwärmung von Brauchwasser wird klar, wenn man
bedenkt, daß selbst ein Niedrigenergiehaus ca. 100 KWh/m2 pro
Jahr benötigt.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, durch sinnvolle
Kombination der erwähnten Komponenten zu einer besseren
Ausnutzung solarer Energie zu gelangen. Das würde wegen des
geringeren Flächenbedarfs besonders die Chancen für eine
erfolgreiche Nachrüstung bestehender Gebäude erhöhen.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine schaltbare Wärmebrücke
erreicht, die so funktioniert, daß in einer Stellung ein
direkter (Festkörper-)Kontakt zwischen dem Absorber und dem
Energiereservoir oder Wärmespeicher hergestellt wird und in
einer anderen Stellung der Energiestrom durch isolierendes
Material oder Luft unterbrochen wird. Zu beachten ist dabei, daß
die Dimensionierung des wärmeleitenden Zwischenstücks (z. B. Al,
Cu) aus Kostengründen zwar möglichst klein sein soll, sich aber
andererseits an den Wärmestromdichten orientieren muß, wie sie
maximal vom Absorber oder dem Wärmereservoir geliefert oder
abgenommen werden können. Zudem ist wichtig, daß die
Kontaktflächen möglichst plan aneinanderliegen und vor Korrosion
geschützt werden, ähnlich wie dies in der Elektrotechnik
angestrebt wird.
In Fig. 1 ist die schaltbare Wärmebrücke in einem Gesamtsystem
aus Transparente Wärmedämmung (2), Absorber (3), Kollektor (3+4)
und Reservoir (8) dargestellt. Die Strahlung (1) durchdringt die
Transparente Wärmedämmung oder Glas (2) und trifft auf einen
Absorber (3), der sich zusammen mit den in seinen Hohlräumen oder
angeschlossenen Rohren (4) befindenden Gasen oder Flüssigkeiten
erhitzt. Wird der aus wärmedämmendem Material bestehende
Riegel (5) in den Hohlraum (9) geschoben, so ist normaler
Kollektorbetrieb möglich.
Wird der Absorber (3) nach hinten geschoben, so erhitzt er bei
direktem Kontakt den stark wärmeleitenden Verteiler (6). Dieser
kann je nach Ausführung Festkörper (z. B. Wand (12)),
Flüssigkeiten (10) oder Luft (7) erwärmen, die zusammen im
physikalischen Sinn ein Energiereservoir (8) darstellen. Es ist
zu sehen, daß eine eingeschränkte Funktionsweise auch dann noch
gewährleistet ist, wenn die Leitungen (4) im Kollektor fehlen.
Der Aufbau stellt dann eine Art von Transparente Wärmedämmung
dar, mit besserem Verhalten bei Kälte und Dunkelheit. Bei
vorgeschobenem Wärmedämmriegel gibt es keine Wärmebrücken mehr.
Das Reservoir ist nun von opaker Dämmung (13), (9) umgeben.
In Fig. 2 ist ein weiteres spezielles Beispiel für eine
schaltbare Wärmebrücke gezeigt. Hier wird der Kontakt zwischen
dem Absorber/Kollektor-Endstück (14), das durch zwei Klötz
chen (15) gehalten wird, und dem Verteiler (21) durch Drehen des
dargestellten Schalters um seine Mittelachse (16) erreicht.
Der Schalter besteht aus einem guten Wärmeleiter (17) (z. B. Cu),
der außer an den vorgesehenen Kontaktstellen (18) von opaker
Dämmung (19) umgeben ist. Der Schalter paßt in den von der
umgebenden Wärmedämmung (20) gebildeten Hohlraum. Die Fig. 3,
4 und 5 veranschaulichen, daß es im Wesentlichen darauf ankommt,
daß die wärmeleitenden Teile der Brücke um eine geeignete Achse
gedreht werden können. Der Schalter kann deshalb sowohl der Form
des Absorberendstückes (14) als auch der des Verteilers (21)
angepaßt werden. Längenveränderungen infolge von Temperaturver
änderungen können durch Druck auf die Stellen (22) oder (23)
ausgeglichen werden. Die Form des Verteilers hängt im
Wesentlichen von seiner Aufgabe, den Kosten seiner Herstellung
und von baustatischen Vorgaben ab, falls z. B. eine Wand
durchstoßen werden soll.
Fig. 6 soll die vorteilhafte Wirkung des Einsatzes der
schaltbaren Wärmebrücke in der Solartechnik verdeutlichen. Durch
die transparente Dämmung (24) fällt die Strahlung (25) auf einen
Parabolspiegel (26), der die Strahlung auf dem Absorber (27)
konzentriert, in dessen Innerem sich Gase oder Flüssigkeiten (28)
befinden können. Die Arbeitsweise hängt nur noch von der
Schaltungsstellung der Wärmebrücke (29) und der Strömung im
Inneren des Kollektors/Absorbers ab.
Falls jeglicher Energiefluß ausgeschaltet wird, erhitzt sich die
Luft zwischen transparenter und opaker Dämmung (30). Diese kann
nach Bedarf zur Raumluftheizung verwendet werden oder aber auch
helfen, durch Undichtigkeit eingedrungene und kondensierte
Feuchtigkeit (z. B. an der Innenfläche der transparenten
Dämmung (24)) zu verdampfen und zu entfernen. Die
Gesamteffektivität des gezeigten Aufbaus ist von vielen
Randbedingungen abhängig und nur durch Simulation zu berechnen.
Dennoch seien hier folgende Eckdaten erwähnt: Der Flächen
querschnitt der Leitung liegt für Aluminium sinnvollerweise bei
etwa 1%, für Cu bei 0,5% der eingefangenen Strahlungsfläche.
Der einfachste zu berechnende Vorteil der Anlage ergibt sich aus
dem Vergleich der Transmissionswärmeverluste von opaker und
transparenter Wärmedämmung bei Nacht und frostigen Temperaturen.
Claims (4)
1. Eine Wärmebrücke, deren Wirkungsweise vergleichbar einer
Kochplatte dadurch gekennzeichnet ist, daß sie schaltbar ist,
indem bei einer Schalterstellung ein oder mehrere direkte
Festkörperkontakte zwischen zwei Energiereservoiren den
Wärmeaustausch zwischen beiden ermöglichen und in einer anderen
Stellung der Austausch durch dazwischenliegende Luft oder
Dämmung unterbunden ist.
2. Eine schaltbare Wärmebrücke gemäß Anspruch 1, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß eines der Reservoire oder beide ein
strahlenabsorbierender Absorber bzw. Kollektor oder ein mit
einer Flüssigkeit, einem Gas oder einem Festkörper in Kontakt
gebrachter Festkörper ist.
3. Ein Aufbau, der dadurch gekennzeichnet ist, daß zwei oder
mehrere Brücken in beliebiger Weise parallel oder hintereinander
geschaltet sind.
4. Eine Wärmebrückenschaltung gemäß Anspruch 1, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß der Festkörperkontakt durch
Schieben (Fig. 1) oder Drehen (Fig. 2) eines stabilen,
wärmeleitenden Körpers zustande kommt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4300839A DE4300839A1 (de) | 1993-01-14 | 1993-01-14 | Schaltbare Wärmebrücke zur Energiegewinnung bzw. -einsparung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4300839A DE4300839A1 (de) | 1993-01-14 | 1993-01-14 | Schaltbare Wärmebrücke zur Energiegewinnung bzw. -einsparung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4300839A1 true DE4300839A1 (de) | 1994-08-04 |
Family
ID=6478207
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4300839A Ceased DE4300839A1 (de) | 1993-01-14 | 1993-01-14 | Schaltbare Wärmebrücke zur Energiegewinnung bzw. -einsparung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4300839A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003054456A1 (de) * | 2001-12-11 | 2003-07-03 | Sager Ag | Schaltbare wärmedämmung |
| WO2013186224A1 (fr) | 2012-06-12 | 2013-12-19 | Electricite De France | Dispositif d'isolation thermique |
| WO2013186225A1 (fr) | 2012-06-12 | 2013-12-19 | Electricite De France | Panneau isolant thermique |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1501336A1 (de) * | 1965-04-17 | 1969-08-14 | Zorn Wilhelm | Kaelte- oder Waermespeicher |
| DE3048018A1 (de) * | 1975-12-06 | 1982-07-15 | Erno Raumfahrttechnik Gmbh, 2800 Bremen | "verfahren zur begrenzung der absorbertemperatur von solarkollektoren" |
-
1993
- 1993-01-14 DE DE4300839A patent/DE4300839A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1501336A1 (de) * | 1965-04-17 | 1969-08-14 | Zorn Wilhelm | Kaelte- oder Waermespeicher |
| DE3048018A1 (de) * | 1975-12-06 | 1982-07-15 | Erno Raumfahrttechnik Gmbh, 2800 Bremen | "verfahren zur begrenzung der absorbertemperatur von solarkollektoren" |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003054456A1 (de) * | 2001-12-11 | 2003-07-03 | Sager Ag | Schaltbare wärmedämmung |
| WO2013186224A1 (fr) | 2012-06-12 | 2013-12-19 | Electricite De France | Dispositif d'isolation thermique |
| WO2013186225A1 (fr) | 2012-06-12 | 2013-12-19 | Electricite De France | Panneau isolant thermique |
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