DE4300339A1 - Metallgerüst - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Metallgerüst, insbesondere für eine Metall-Glas-
Gebäudefassade.
Zunehmend werden Gebäudefassaden als Metall-Glas-Konstruktionen ausgebildet. Diese
Metall-Glas-Fassaden weisen als Grundkonstruktion ein Metallgerüst auf, in welches die
einzelnen Fassadenelemente, wie Glasfenster und die Bereiche zwischen diesen
ausfüllenden Metall- oder Kunststoffelemente eingesetzt werden. Darüber hinaus
können auch Sonnenkollektoren in ein solches Metallgerüst eingesetzt werden.
Derartige Metallgerüstkonstruktionen sind in vielfältiger Weise bekannt. Ein solches
Metallgerüst besteht in der Regel aus vertikal verlaufenden Pfostenelementen und
horizontal verlaufenden Riegelelementen, welche die Querverstrebung bilden. In der
Regel findet Stahl als Werkstoff Verwendung.
Metallgerüste entsprechen dem Stand der Technik, weisen jedoch den Nachteil auf, daß
die Verbindung zwischen den Pfostenelementen und den Riegelelementen von außen
sichtbar ist und in diesem Bereich kein ästhetisch ansprechendes Aussehen erreicht
wird. Darüber hinaus sind die Verbindungen zwischen den Pfostenelementen und den
Riegelelementen entweder einem hohen Montageaufwand unterworfen oder zeichnen
sich nicht durch eine hohe Stabilität aus.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Metallgerüst in der Weise
auszugestalten, daß die Verbindung zwischen den Pfostenelementen und den
Riegelelementen von der Betrachtungsseite her gesehen unscheinbar ist und zudem eine
schnelle Montage und eine stabile Verbindung ermöglicht wird.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 oder 5 gelöst.
Die Aufgabe wird bei der Vorrichtung nach Anspruch 1 durch die Verwendung von
Pfosten- und Riegelelementen mit im wesentlichen T-förmigen Querschnittsprofilen,
und eine Anpassung der Riegelelemente durch einen nasenförmigen Fortsatz in der
Weise, daß die Riegelelemente in ihren Endbereichen überall bündig an den
Pfostenelementen anliegen, gelöst. Durch die beschriebene Ausgestaltung der Pfosten-
und Riegelelemente entsteht ein von dem T-förmigen Profil des Pfostenelementes
verdeckter Überlappungsbereich, in welchem eine stirnseitig nicht sichtbare Verbindung
zwischen dem Riegelelement und dem Pfostenelement vorgenommen werden kann.
Darüber hinaus wird durch die Verwendung von T-förmigen Querschnittsprofilen die
Festigkeit und die Biegesteifigkeit der Pfostenelemente als auch der Riegelelemente
wesentlich erhöht. Die Pfosten- und die Riegelelemente lassen sich aufgrund der
erfindungsgemäßen Ausgestaltung äußerst stabil miteinander verbinden. Diese
Verbindung kann z. B. durch Verstiften, Verschrauben oder auch Verschweißen
vorgenommen werden.
Die Aufgabe wird bei dem Metallgerüst nach Anspruch 7 dadurch gelöst, daß die
Riegelelemente und die Pfostenelemente mittels Stiftelemente miteinander verbunden
werden. Diese Stiftelemente sind von außen entweder nicht sichtbar oder können, falls
sie von außen eingeschoben werden, zumindest nach einer entsprechenden
Nachbehandlung wie z. B. Schleifen bündig mit der Stirnfläche der Pfosten- bzw.
Riegelelemente abschließen.
Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche weitergebildet.
Nach den Ansprüchen 2 bis 4 können die Querschnittsprofile der Riegelelemente
und/oder der Pfostenelemente jeweils durch zwei Flachelemente gebildet sein, die z. B.
mittels Schweißen oder Verschrauben fest miteinander verbunden sind. Es ist jedoch
auch möglich, die T-förmigen Querschnittsprofile einstückig z. B. mittels eines Gieß-
oder Ziehverfahrens zu fertigen. Eines der Flachelemente eines Riegelelementes kann
den mit dem T-förmigen Pfostenelementen überlappenden, nasenförmigen Fortsatz
bilden.
Ferner kann es vorteilhaft sein, die Riegelelemente und die Pfostenelemente
entsprechend den Ansprüchen 6 und 7, fest aber lösbar miteinander zu verbinden.
Besonders vorteilhaft ist es, die Lösungen der Ansprüche 1 und 7 miteinander zu
vereinen und darüber hinaus zumindest eines der Stiftelemente im Bereich des
nasenförmigen Fortsatzes des Riegelelementes und zumindest ein weiteres Stiftelement
außerhalb dieses Bereiches anzuordnen. Eine weitere Erhöhung der Stabilität ergibt sich
durch eine zueinander senkrechte Anordnung zumindest einiger der Stiftelemente.
Insbesondere kann ein im Bereich des nasenförmigen Fortsatzes angeordnetes
Stiftelement senkrecht zu den übrigen Stiftelementen angeordnet sein, wodurch ein
Lösen der Verbindung weitgehend verhindert wird.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des
Verbindungsbereiches zwischen den Pfostenelementen und den Riegelelementen
des Metallgerüstes entsprechend einem Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Pfostenelementes und eines an diesem zu
montierenden Riegelelementes im noch nicht montierten Zustand.
Fig. 3 zwei Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels des Verbindungsbereiches
zwischen einem Pfostenelement und einem Riegelelement,
Fig. 4 zwei Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels des Verbindungsbereiches
zwischen einem Pfostenelement und einem Riegelelement.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des
Verbindungsbereiches zwischen einem Pfostenelement 1 und einem Riegelelement 2 des
Metallgerüstes. Während das Pfostenelement 1 über die gesamte Fassade hinweg
durchlaufend ausgebildet ist, verbinden die Riegelelemente 2 jeweils zwei benachbarte
Pfostenelemente 1. Es ist jedoch auch möglich die Riegelelemente 2 durchlaufend
auszubilden und die Pfostenelemente 1 im Bereich der Riegelelemente 2 zu
unterbrechen.
Der mit dem Bezugszeichen 3 versehene Pfeil kennzeichnet die Blickrichtung auf die
nach außen gerichtete Stirnfläche des Metallgerüstes. Sowohl die Pfostenelemente 1 als
auch die Riegelelemente 2 weisen ein T-förmiges Querschnittsprofil auf, so daß auf der
der Blickrichtung 3 abgewandten Seite des Metallgerüstes ein umlaufender Rahmen
entsteht, in welches die Fassadenelemente, wie Fenster oder Verkleidungselemente und
dgl., eingesetzt werden können. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die
Pfostenelemente 1 und die Riegelelemente 2 jeweils aus zwei Flachelementen 4 und 5
bzw. 6 und 7 ausgebildet. Die Flachelemente können aus Flachstahl ausgebildet und
miteinander verschweißt oder verschraubt sein. Im Verbindungsbereich 8 der
Pfostenelemente 1 und der Riegelelemente 2 weisen die Riegelelemente 2 einen
nasenförmigen Fortsatz 9 auf. Dieser nasenförmige Fortsatz 9 kann in einfacher Weise
dadurch entstehen, daß die Flachelemente 4 und 5 unterschiedlich lang sind. Der
nasenförmige Fortsatz 9 ist derart bemessen, daß das Riegelelement 2 überall bündig an
dem Pfostenelement 1 anliegt.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen den Riegelelementen
und den Pfostenelementen 1. Die Verbindung wird mittels der Stiftelemente 10, 11 und
12 vorgenommen. Die Riegelelemente bzw. die Pfostenelemente weisen entsprechende
Bohrungen 13 bis 15 bzw. 16 bis 18 auf. Bei der Montage werden zunächst die
Stiftelemente 16 und 11 in die Bohrungen 13 und 14 des Riegelelementes
eingeschlagen. Nachfolgend wird das Riegelelement 2 an dem Pfostenelement 1
montiert, indem die Stifte 10 und 11 in die Bohrungen 16 und 17 eingeführt werden.
Schließlich wird das Stiftelement 12 in die Bohrungen 18 des Pfostenelementes und 15
des Riegelelementes eingeführt. Insbesondere das Stiftelement 12 kann auch als
Schraube ausgebildet sein, um eine leicht lösbare Verbindung zwischen den
Pfostenelementen und den Riegelelementen zu erreichen. Aufgrund der senkrechten
Stellung des Stiftelementes 12 zur Montagerichtung des Riegelelementes ist das Lösen
des Riegelelementes blockiert und gleichzeitig wird die Stabilität der
Verbindungskonstruktion erhöht.
Lediglich das Bohrloch 18 ist auf der Stirnseite des Metallgerüstes angeordnet. Dieses
wird jedoch durch das Stiftelement 12 verschlossen. Schließt das Stiftelement 12 z. B.
aufgrund einer Nachbehandlung (z. B. Schleifen) mit dem Bohrloch 18 bündig ab,
wirken sowohl das Bohrloch 18 als auch das Stiftelement für den Betrachter
unscheinbar.
Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Verbindungsbereiches zwischen den
Riegelelementen 2 und dem Pfostenelement 1 sowohl in Aufsicht als auch im Aufriß.
Die Flachelemente 4 und 5 der Riegelelemente 2 sind durch Schweißnähte 23 und 24
verbunden. In gleicher Weise sind die Flachelemente 6 und 7 des Pfostenelementes 1
durch Schweißnähte 25 und 26 verbunden. Die Verbindung zwischen den
Pfostenelementen 1 und Riegelelementen 2 wird durch die in Montagerichtung der
Riegelelemente 2 angeordneten Stiftelemente 10, 11 bzw. 20, 21 und die senkrecht zur
Montagerichtung der Riegelelemente 2 angeordneten Stiftelemente 12 bzw. 22
vorgenommen, wie dies obenstehend beschrieben ist. Dieses Ausführungsbeispiel
zeichnet sich durch eine besonders kurze Montagezeit bei der Herstellung einer
Verbindung zwischen einem Riegelelement und einem Pfostenelement aus. Bei der
Vielzahl der zu erstellenden Verbindungen zwischen Riegelelementen und
Pfostenelementen bei der Montage einer großflächigen Gebäudefassade kommt dieser
Montagezeit ein besonders Augenmerk zu.
Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen einem
Pfostenelement 1 und den Riegelelementen 2 sowohl in Aufsicht als auch im Aufriß.
Die Verbindung zwischen den Flachelementen 6 und 7 des Pfostenelementes ist wie bei
dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel, mittels Schweißen entlang der
Schweißnähte 25 und 26 realisiert. Die Verbindung zwischen den Flachelementen 4 und
5 der Riegelelemente 2 wird jedoch mittels einer Verschraubung durch die Schrauben
30 bis 35 gebildet. Dieses Ausführungsbeispiel weist den Vorteil der Lösbarkeit der
Verbindung zwischen den Riegelelementen 2 und den Pfostenelementen 1 auf. Das
gezeigte Ausführungsbeispiel kann jedoch auch in der Weise variiert werden, daß die
Verbindung zwischen den Flachelementen 4 und 5 statt durch Verschrauben mittels
Verschweißen hergestellt wird und nur die Stifte 12 und 22 des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 3 durch die Schrauben 31 und 34 ersetzt werden. Selbstverständlich ist es
auch denkbar, die Flachelemente 6 und 7 des Pfostenelementes 1 durch Verschrauben
zu verbinden oder die Verbindung zwischen den Flachelementen in anderer Weise, z. B.
durch Löten oder Vernieten, vorzunehmen.
Darüber hinaus kann ein weiteres Stiftelement 36 vorgesehen sein, welches die
Riegelelemente 2 durch das Pfostenelement 1 hindurch zusätzlich verbindet. Dabei kann
ggf. auf die Stiftelemente 12, 22 bzw. die Schrauben 31, 34 verzichtet werden, so daß
von der Frontansicht 3 aus gesehen keines der Verbindungselemente sichtbar ist.
Claims (9)
1. Metallgerüst für insbesondere eine Metall-Glas-Fassade oder dgl., das im
wesentlichen vertikal verlaufende Pfostenelemente (1) und im wesentlichen horizontal
verlaufende Riegelelemente (2), die mit den Pfostenelementen (1) fest verbunden sind,
aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfostenelemente (1) durchlaufend und die Riegelelemente (2) in der Weise ausgebildet sind, daß sie jeweils zwei Pfostenelemente (1) verbinden,
daß sowohl die Pfostenelemente (1) als auch die Riegelelemente (2) im wesentlichen T- förmige Querschnittsprofile aufweisen, und
daß die Riegelelemente (2) an ihren Enden jeweils einen nasenförmigen Fortsatz (9) aufweisen, der in der Weise ausgebildet ist, daß die Riegelelemente (2) in ihren Endbereichen überall bündig an den Pfostenelementen (1) anliegen.
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfostenelemente (1) durchlaufend und die Riegelelemente (2) in der Weise ausgebildet sind, daß sie jeweils zwei Pfostenelemente (1) verbinden,
daß sowohl die Pfostenelemente (1) als auch die Riegelelemente (2) im wesentlichen T- förmige Querschnittsprofile aufweisen, und
daß die Riegelelemente (2) an ihren Enden jeweils einen nasenförmigen Fortsatz (9) aufweisen, der in der Weise ausgebildet ist, daß die Riegelelemente (2) in ihren Endbereichen überall bündig an den Pfostenelementen (1) anliegen.
2. Metallgerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die T-förmigen Querschnittsprofile der Riegelelemente (2) und/oder der
Pfostenelemente (1) durch zwei Flachelemente (4, 5; 6, 7) gebildet sind.
3. Metallgerüst nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flachelemente (4, 5; 6, 7) miteinander verschweißt, verschraubt oder in
sonstiger Weise fest miteinander verbunden sind.
4. Metallgerüst nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der nasenförmige Fortsatz (9) eines jeden Riegelelementes (2) dadurch gebildet
wird, daß eines der Flachelemente (5) gegenüber dem anderen Flachelement (4) an den
Enden des Riegelelementes (2) vorsteht.
5. Metallgerüst für insbesondere eine Metall-Glas-Fassade oder dgl., das im
wesentlichen vertikal verlaufende Pfostenelemente (1) und im wesentlichen horizontal
verlaufende Riegelelemente (2), die mit den Pfostenelementen (1) fest verbunden sind,
aufweist,
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfostenelemente (1) durchlaufend und die Riegelelemente (2) in der Weise ausgebildet sind, daß sie jeweils zwei Pfostenelemente (1) verbinden, und
daß die Riegelelemente (2) und die Pfostenelemente (1) mittels Stiftelemente (10-12, 31, 36) verbunden sind.
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfostenelemente (1) durchlaufend und die Riegelelemente (2) in der Weise ausgebildet sind, daß sie jeweils zwei Pfostenelemente (1) verbinden, und
daß die Riegelelemente (2) und die Pfostenelemente (1) mittels Stiftelemente (10-12, 31, 36) verbunden sind.
6. Metallgerüst nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Riegelelemente (2) und die Pfostenelemente (1) fest aber lösbar verbunden sind.
7. Metallgerüst nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei zumindest einem Teil der Stiftelemente (31, 34) um Schrauben handelt.
8. Metallgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eines der Stiftelemente (12; 31, 36) im Bereich des nasenförmigen
Fortsatzes (9) und zumindest ein weiteres Stiftelement (10, 11) im Bereich außerhalb
des nasenförmigen Fortsatzes (9) angeordnet sind.
9. Metallgerüst nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest einige der Stiftelemente (10-12, 31, 34, 36) zueinander senkrecht
angeordnet sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: WOSCHKO, MANFRED, 74245 LOEWENSTEIN, DE WOSCHKO, D |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |