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DE437815C - Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere Dampf- und Gasturbinen - Google Patents

Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere Dampf- und Gasturbinen

Info

Publication number
DE437815C
DE437815C DER57479D DER0057479D DE437815C DE 437815 C DE437815 C DE 437815C DE R57479 D DER57479 D DE R57479D DE R0057479 D DER0057479 D DE R0057479D DE 437815 C DE437815 C DE 437815C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control device
machines
power
load
gas turbines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER57479D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KARL ROEDER DR ING
Original Assignee
KARL ROEDER DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KARL ROEDER DR ING filed Critical KARL ROEDER DR ING
Priority to DER57479D priority Critical patent/DE437815C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE437815C publication Critical patent/DE437815C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D17/00Regulating or controlling by varying flow
    • F01D17/20Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
    • F01D17/22Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical
    • F01D17/26Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical fluid, e.g. hydraulic

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

(R 51479
Zur Erzielung einer störungsfreien Regelung von Kraftmaschinen, d. h. eines schwingungsfreien Überganges der Kraftmaschinen von einem Betriebszustand in jeden anderen, werden Ölbremsen verwendet, durch welche der schädliche Einfluß der Regiennassen vermindert oder beseitigt wird. Die Verwendung derartiger Bremsen bei Dampfturbinenregelungen brachte bisher den Nachteil mit sich, daß die Neigung zum Durchgehen, d. h. zu schädlicher Umlaufzahlerhöhung, vergrößert wird, weshalb man von der Verwendung der Ölbremsen meist absieht. Gewöhnlich wirkt der Regler mittelbar unter Einschaltung eines mit Drucköl betriebenen Kraftgetriebes auf die Regelventile ein. Das Einspielen derartig geregelter Maschinen auf Belastungsänderungen erfolgt rasch. Bei Entlastung ist dies nicht nur erwünscht, sondern geradezu Vorbedingung für die Sicherheit gegen unzulässige Umlaufzahlsteigerung. Bei Belastungserhöhungen bringt diese Eigenschaft der Regelung besonders dann Nachteile für die Turbine mit sich, wenn die von ihr angetriebene Maschine nicht für sich allein, sondern mit anderen Maschinen parallel ein elektrisches oder Druckluftnetz versorgt. Die Bereitschaft einer Turbine zur augenblicklichen Lastaufnahme wird eihebliche Nachteile dann mit sich bringen, wenn die Regeleinrichtungen der parallel geschalteten Kraftmaschinen träger arbeiten. Dies gilt z. B. für das Zusammenarbeiten mit Dampf- oder Gaskolbenmaschinen, die meist mit Ölbremsen ausgestattet sind, aber auch für das Zusammenarbeiten mit anderen Turbinen, deren Regelungen träger arbeiten. Diejenige Turbine, deren Regelung hemmungs-
los und rasch in andere Lagen übergeht, wird in erster Linie und vorübergehend fast ausschließlich plötzliche Belastungsschwankungen übernehmen. Sie wird beim Auftreten von Kurzschlüssen augenblicklich auf ihre Höchstleistung und unmittelbar danach auf Leerlauf übergehen. Dadurch können schädliche Schwingungen in der Turbine entstehen, die bei langsamerem Übergang auf höhere Belastung in ίο diesem Maße nicht auftreten wurden. Arbeiten Kraftmaschinen von verschiedener Leistungsfähigkeit gemeinsam auf ein Kraftnetz und sind die größeren Maschinensätze mit träger arbeitenden Regelungen als die kleineren ausgestattet, so werden gerade die kleineren Maschinen die Belastungsschwankungen — wenigstens vorübergehend — übernehmen, so daß die Gefahr schädlicher Überlastung dieser Maschinen wesentlich größer ist, als wenn alle zo Maschinen sich an den Belastungsschwankungen im Verhältnis ihrer Leistungsfähigkeit beteiligten.
Die die Belastungsschwankungen vorwiegend übernehmenden Turbinen arbeiten mit wechselnder Dampfmenge und führen dadurch zu einem unruhigen Betrieb in denjenigen Kesseln, von denen sie mit Dampf versorgt werden. Bei diesen Kesseln ist die Gefahr der Überlastung und des Überreißens von Wasser und Schlamm damit ebenfalls gegeben. Die ge- '■ schilderten Nachteile werden besonders bei solchen Turbinen auftreten, deren Überlastungsorgane in gleicher oder ähnlicher Weise wie die Regelorgane für Normallast selbsttätig vom ! Regler beeinflußt werden, eine Regelungs- j einrichtung, die an sich vorteilhafter ist als ; diejenige, bei welcher zur Überlastung ein Eingriff von Hand erforderlich ist. Bei Überreißen ; von Wasser in die Turbine oder bei Kurzschluß \ im angetriebenen Stromerzeuger bringt die ■ • rasch wirkende Regelung die Einlaßventile · einschließlich derjenigen für Überlastung äugen- '. blicklich zum vollständigen Öffnen, so daß j Stoßwirkungen insbesondere in der Schaufelung | auftreten, die mit gleicher Heftigkeit bei einer ; träger arbeitenden Regelung nicht zu erwarten sind. Allein durch Vergrößerung des Ungleichförmigkeitsgrades der betreffenden Regelung können diese Nachteile nicht beseitigt werden, da es sich hier nicht um die dauernden, sondern um die augenblicklichen, vorübergehenden stoßweisen Lastäufnahmen handelt, die besonders dann schädlich sind, wenn unmittelbar darauf eine Lastabnahme folgt wie beim Kurzschluß, einem Vorgang, der als Erreger schädlicher Schaufelschwingungen wirken kann.
Alle diese Nachteile sollen durch Verwendung einer Ölbremse vermieden werden, die in bekannter Weise eine Verzögerung der Bewegung der Regelungsventile bei Lastaufnahme bewirkt. Die Erfindung besteht darin·, daß die Ölbremse bei Lastabnahme, ohne auf den Regelungsvorgang einzuwirken, aus eigener Kraft in die Ausgangsstellung zurückgeht.
Die Anwendung der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Mit α ist der Regler bezeichnet, der in bekannter Weise unter Zwischenschaltung des Kraftgetriebes b das Regelventil c beherrscht. Der zu der Ölbremse d gehörende Kolben e ist zur Reglermuffe g so angeordnet, daß er von ihr nur beim Zurückgehen der Reglergewichte mitgenommen wird. Es wirkt also bei Abnahme der Umlaufzahl, die bekanntlich der Leistungserhöhung entspricht, die sich verschiebende Muffe g derart auf den Kolben e, daß die eingeschlossene Ölmenge teilweise verdrängt wird, wodurch die beabsichtigte verzögernde Wirkung auf die Bewegung der Muffe hervorgerufen wird. Bei ausschlagenden Reglergewichten ist der Zusammenhang zwischen der Muffe g und dem Kolben e aufgehoben. Damit letzterer in seine Ausgangsstellung wieder zurückkehrt, ist die Feder f vorgesehen, welche bewirkt, daß der Kolben e der ausschlagenden Muffe folgt. Der Abstand zwischen dem Bremskolben e und der Muffe g im ausgeschlagenen Zustand der Reglergewichte kann so gewählt werden, daß der Eingriff der Bremse erst beim Übergang von Vollast auf Überlast erfolgt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Regelungseinrichtung für Kraftmaschinen, insbesondere für Dampf- und Gasturbinen, unter Verwendung einer Ölbremse, welche eine Verzögerung der Bewegung der Regelungsventile bei Lastaufnahme bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse bei Lastabnahme, ohne auf den Regelungs- iod Vorgang einzuwirken, · aus eigener Kraft in die Ausgangsstellung zurückgeht.
2. Regelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölbremse nur beim Übergang auf Überlast in den Regelungsvorgang eingreift.
3. Regelungseinrichtung nach Anspruch 1 für auf ein gemeinsames Kraftnetz arbeitende Kraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinen von geringerer Leistungs- 11a fähigkeit mit stärker wirkenden Ölbremsen ausgestattet sind als die größeren Maschinen,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DER57479D 1922-12-20 1922-12-20 Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere Dampf- und Gasturbinen Expired DE437815C (de)

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DE437815C true DE437815C (de) 1926-11-29

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