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Elektrischer Zigarren- und Pfeifenanzünder. Die Erfindung betrifft
einen elektrischen Zigarren- und Pfeifenanzünder mit auswechselbarem Glühkörper,
der in einem aus wärmeisolierendem ;Material bestehenden Zünderkörper untergebracht
ist. Das wesentliche Merkmal des neuen Anzünders liegt darin. daß in einer vorn
Glühkörper abgeschlossenen Kammer im 7-ünderkörPer ein Kontaktkörper derart beweglich
angeordnet ist, daß bei einer bestimmten Stellung, --"Zeigen oder Umkehren des Anzünders,
der Stromschluß für den Glühdraht an festen Kontaktstücken hergestellt oder unterbrochen
wird. Es ist zwar
bei Zigarrenanzündern bekannt, den Zündstromkreis
durch eine Kugel zu schließen, je-
doch besitzen diese Anzünder den Mangel,
dafl der im allgemeinen künstlerisch ausgeführte und bleibenden Wert besitzende
Sockel, der die Kontaktvorrichtung enthält und zugleich als Handhabe für den Gebrauch
dient, bei Versagen der Kontaktvorrichtung wertlos wird oder nur sehr schwierig
zu reparieren ist. Dieser Übelstand wird durch den neuen Anzünder dadurch beseitigt,
daß die Kontaktvorrichtung im Zünderkörper angeordnet ist, so daß diese beim Versagen
sehr leicht wieder in Ordnung gebracht werden kann, indem der Glühkörper, wie wenn
dieser erneuert werden soll, aus dem Zünderkörper herausgenommen ,wird. Es kann
auch der ganze Zünderkörper mit der in ihm untergebrachten Kontaktvorrichtung gegen
einen neuen ausgewechselt werden, ohne daß dadurch der Sockelkörper in seinem Wert
gemindert wird.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in drei Ausführungsbeispielen
im Schnitt veranschaulicht. Abb. i und 2 zeigen Anzünder in Stöpselform, die in
Sockelkörper oder Fassungen mit Edisongewinde einzuschrauben sind. In Abb. 2 ist
ein Anzünder dargestellt, der mit dem Sockelkörper auf andere Weise in Verbindung
gebracht ist. Bei dem Anzünder nach Abb. i kommt die Schaltvorrichtung zum Schließen
des Anzünderstromes durch Schräghalten zur Wirkung. Für den Anzünder nach Abb.2
sind Fassung oder Sockelkörper zu verwenden, bei deren Außergebrauchstellung der
Anzünder mit seiner Zündfläche nach unten gerichtet ist, bei deren Gebrauch die
Fassung umzukehren ist, wobei infolge der Lagenänderung des Kontaktkörpers der Stromschluß
zustande kommt. Der in Abb. 3 veranschaulichte Sockelkörper kann für eine der beiden
Zündstellungen ausgebildet werden.
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Bei den Anzündern nach Abb. i und 2 findet zur Lagerung des Glühkörpers
i ein Stöpselkörper aus wärmeisolierendem M uterial Verwendung, der zum Einschrauben
in die Fassung einen Schaft 2 mit Edisonge--winde 12 und einen etwas breiteren Kopf
3 mit einer zum Einsetzen des Glühkörpers i dienenden Aussparung besitzt. Der Stöpselkörper
hat einen Hohlraum 4. zum Unterbringen der Stromschlußvorrichtung erhalten. Diese
wird durch einen lose angeordneten Metallkörper, beispielsweise eine Kurgel io,
gebildet, die-bei bestimmter Lage zwei feste Kontaktflächen überbrückt. Am Fuß des
Gewindeschaftes z ist ein Kontaktplättchen 8 angebracht, das den einen Anschluß
mit der Fassung vermittelt, während der andere Anschltbß vam Edisange,.vinde 12
gebildet wird. Nahe dem Boden des Hohlraumes oder der Kammer .4 ist ein Kontaktring
9 befestig(:. In die Aussparung des Kopfes 3 ist der Glühkörper i derart eingesetzt,
daß er leicht ausgewechselt werden kann. Der Glühkörper i besteht aus einem flachen
Stück Isoliermaterial, an dessen nach außen zu stehen kommender Oberfläche Rillen
zum Einlegen des Glühdrahtes 5 ausgebildet sind. Auf der inneren Fläche sind Kontaktplättchen
6 angebracht, mit denen die Enden des Glühdrahtes 5 verbunden sind. Gegenüber diesen
Kontaktplättchen sind in der Stirnfläche der Ausnehmung entsprechende Kontaktplättchen
7 angeordnet, von denen das eine mit dein Edisongewinde 12, (las andere mit dem
Kontaktring 9 verbunden ist. Die Stirnfläche des. Glühkörpers i wird zweckmäßig
zum Schutz des Glühdrahtes 5 von einem Gliminerplättcben abgedeckt. Zum Befestigen
des Glühkörpers i in dein Zünderkörper des Stöpselkopfes 3 wird eine Kappe 13 übergeschoben,
die auf ihrer Stirnseite einen Ausschnitt i1 besitzt, so daß die durch die Glimmerplatte
gebildete Zündfläche von außen zugänglich ist.
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Bei der Ausführung nach Abb. i ist der Boden der Kammer q. von einer
muldenartigen Metallplatte i i überdeckt. Bei der Ausführung nach Abb. 2 ist diese
Platte i ia gewölbt. Die Platte i i bzw. i i11 hat unmittelbare Verbindung mit dem
Kontaktplättchen8.
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Zum Gebrauch ist der mit dem Stöpsel nach Abb. i versehene Zündapparat
etwas zu neigen. Dabei rollt die Kugel io auf dem Muldenplättchen i i in ihre punktierte
Lage, bis sie mit dem Kontaktring 9 in Berührung kommt, wobei sie den Stromschluß
für den Glühdraht 5 herstellt. Nach Gebrauch rollt infolge der geraden Stellung
die Kugel io wieder in die Mitte der Mulde zurück und unterbricht den Stromschluß.
Bei dem Stöpsel nach Abb. 2, der für Fassungen zu verwenden ist, bei denen der Stöpsel
zur Zeit des \Tichtgebrauchs mit seiner Zündfläche nach unten gerichtet ist, liegt
die. Kugel io gegen die Rückseite des Glühkörpers i innerhalb der Kammer d.. Wenn
der Anzünder zum Gebrauch umgekehrt wird, fällt die Kugel auf die gewölbte Fläche
i ia und kommt, wie punktiert angedeutet ist, mit dem Kontaktring 9 in Berührung.
Beim Zurückstellen wird infolge der Lagenänderang der Kugel io der Stromschluß wieder
unterbrochen.
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Bei der Ausführung nach Abb. 3, findet an Stelle eines Stöpselkörpers
ein Zünderkörper 15 ohne Edisongewincte aus gleichfalls wärmeisolierendem
Material Verwendung. Dieser ist unmittelbar in denn Fassungskörper 16 befestigt,
der mit Füßen 17 oder einem entsprechend ausgebiideten Rand versehen ist.
Biese
befinden sich-, wenn der Stronischluß durch Umkehren hergestellt werden soll, auf
der Seite der Zündfläche, wie die Abb.3 zeigt, jedoch auf der Rückseite des Körpers,
wie punktiert angedeutet ist, wenn der Stromschluß durch Neigen des Anzünders hergestellt
wird.
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Der Zünderkörper 15 besitzt eine Aussparung zum Einsetzen des Glühkörpers
i. Der Glühdraht 5, die Kontaktplättchen 6, ; zum leichten Auswechseln des Glühkörpers
i i, die Kammer .4, der Kontaktring 9 innerhalb der vom Glühkörper i abgeschlossenen
Kammer 4. und die Kappe 13 zum Befestigen des Glühkörpers i haben die gleiche Anordnung
erhalten, wie bei Abb. i und 2 beschrieben wurde. Da das Edisongewinde nicht vorhanden
ist, hat das entsprechende Kontaktplättchen 7 unmittelbar mit der Zuführungsleitung
bei 18 Verbindung erhalten. Die zweite Zuleitung ist bei 2o mit der Bodenplatte
i9 in der Kammer .t angeschlossen. In der Ruhelage steht der Anzünder auf dem Fußrand
17 mit nach unten gekehrter Zündfläche, wobei die Kugel io außerhalb der Kontaktstelle
zu liegen kommt. - Bei umgekehrter Ruhelage steht der Anzünder auf dein punktiert
angedeuteten Fußrand i7, und die Kugel liegt auf der Bodenplatte i9 der Kammer 4.,
ohne Berührung mit dem Kontaktring 9 zu haben. Zum Gebrauch wird der Anzünder gehoben
und etwas geneigt gehalten. Dabei kommt die Kugel io in Berührung mit dem Kontaktring
9 und stellt eine Brücke zwischen diesem und der Kontaktplatte i9 her.
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Bei einer Störung der Schaltvorrichtung oder beim Durchbrennen des
Glühkörpers ist bei allen beschriebenen Ausführungsarten die Kappe 13 abzunehmen.
Dadurch wird der Kontakt innerhalb der Kammer 4. zugänglich. Nach dem Beseitigen
des Fehlers oder Erneuern des Glühkörpers i ist die Kappe 13 wieder aufzuschieben,
und der Anzünder ist von neuem gebrauchsfertig. Sollte im Laufe der Zeit der Zünderkörper
3 bzw. 15 beschädigt werden, so ist dieser durch einen neuen vollständigen Zünder
zu ersetzen. Bei dem Anzünder nach Abb. i und 2 ist zu dem Zweck ein neuer Stöpsel
einzuschrauben. Beim Anzünder nach Abb. 3 ist der Zünderkörper 15 aus dem Fassungskörper
16 so weit vorzuziehen, bis die Anschlüsse 18, 20 gelöst werden können. Dementsprechend
ist der neue Zünderkörper 15 einzusetzen, worauf die Anschlußleitung wieder zurückzuziehen
ist.
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Für Pfeifenanzünder erhält der Glühkörper i in bekannter Weise eine
für Pfeifen geeignete Form, wie in Abb. i veranschaulicht ist. Diese besteht darin,
daß der Glühkörper in einen zylindrischen Schaft 21 ausläuft, dessen vordere Stirnseite
als Zündfläche die Glühdrähte 5 trägt. Die übrigen Anordnungen können in der beschriebenen
Ausfülirung beibehalten werden. Da der Pfeifenanzünder zum Gebrauch derart gehalten
wird, daß der Schaft 21 des Glühkörpers i mit seiner Zündfläche nach unten zu stehen
kommt, um gegen die Tabakfüllung im Pfeifenkopf gedrückt zu werden, ist für die
Kontaktvorrichtung folgende Anordnung getroffen. Gegenüber der Rückwand des Glühkörpers
i innerhalb der Kammer :4, in der die Kugel io lose angeordnet ist, ist eine .chwach
konische Metallhaube 22 angeordnet, die mit dem einen Kontaktplättchen 7 verbunden
ist. Beim Umkehren des Anzünders fällt die Kugel io regelmäßig zwischen die Haube
22 und den Kontaktring 9, wie punktiert angedeutet ist, und stellt den Stromschluß
für den Glühdraht her. Bei Nichtgebrauch fällt die Kugel io zurück und nimmt eine
Stellung ein, bei der ein Stromschluß nicht eintreten kann.