DE436676C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Abschalten von durch UEberlastung gefaehrdeten elektrischen Stromkreisen - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttaetigen Abschalten von durch UEberlastung gefaehrdeten elektrischen StromkreisenInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6. NOVEMBER 1926
6. NOVEMBER 1926
RE ICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
u 436676 KLASSE 21 c GRUPPE
(C35093 VIII[2ic3)
Calor Elektrizitätsgesellschaft m. b. H. in Essen-Altenessen
und £)tyl.*3ng. Otto Dreyer in Essen, Ruhr.
Vorrichtung zum selbsttätigen Abschalten von durch Überlastung gefährdeten
elektrischen Stromkreisen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Abschalten von
durch Überlastung gefährdeten elektrischen Stromkreisen, bei welcher ein Handschalter
und ein damit in Reihe liegender selbsttätiger Ausschalter derart miteinander vereinigt
sind, daß der selbsttätige Schalter in seiner Öffnungsbewegung vom Handschalter unabhängig
ist, während er nach seiner Öffnung durch Ausschalten des Handschalters wieder eingelegt wird. Das Wesen der Erfindung besteht
darin, daß der vorteilhaft als Hebel-
schalter ausgebildete Selbstschalter am beweglichen Teil des Handschalters angeordnet ist
und das Wieder einlegen des Selbstschalters durch einen am Schaltergestell o. dgl. vorgesehenen
Anschlag erfolgt, gegen den der Handschalter bei seinem Öffnen bewegt wird.
Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigen:
ίο Abb. ι ein hauptsächlich für die Erläuterung
des Grundgedankens der Erfindung bestimmtes, besonders einfaches Beispiel im Längsschnitt,
Abb. 2 bis 4 eine praktische Ausführungsform der neuen Vorrichtung in drei Längsschnitten
bei verschiedenen Stellungen der Schaltglieder,
Abb. 5 einen Querschnitt nach der Linie a-b . und
Abb. 6 einen Querschnitt nach der Linie c-d der Abb. 4, ~
Abb. 7 ein zweites praktisches Ausführungsbeispiel im Längsschnitt und
Abb. 8 verschiedene Einzelheiten dieses Beispiels in einer anderen Stellung.
Im Beispiel nach Abb. 1 besteht der Handschalter aus einem Schlitten 1, der auf einer
durch das nicht gezeichnete Schaltergestell gebildeten schiefen Ebene verschiebbar geführt
ist und an seinem unteren Ende einen Handgriff 2 besitzt. Der Schlitten 1 trägt an
seinem oberen Ende einen Kontakt 3, der bestimmt ist, mit einem am Schaltergestell
festen und mit der Zuleitung verbundenen Kontakt4 zusammenzuwirken. Außerdem sind
an ihm drei weitere Kontakte 5, 5s, 6 angeordnet, von welchen die beiden ersteren 5, 50,
mit dem Kontakt 3 verbunden sind, wohingegen der andere 6 gegenüber den Kontakten
3, 5 und 5° isoliert ist. Der Kontakt 6 steht bei eingelegtem Handschalter mit einem
am Schaltergestell angeordneten federnden Kontakt 7 in Berührung, der mit der Ableitung
des Schalters verbunden ist. Die Kontakte 5, 5° und 6 bilden die festen Kontakte
eines Selbstschalters, der aus einem am Schlitten gelagerten Hebel 8 besteht, an dem
eine Kontaktbrücke oder Bürste 9 und ein Vorkontakt 10 angebracht sind. Ist der
Schalthebel 8 eingelegt, so verbindet er den Kontakt 6 mit den Kontakten 5, 50 und 3, so
daß durch Einlegen des Handschalters 1 der Stromkreis geschlossen werden kann. Der
Hebel 8 des Selbstschalters steht unter Wirkung einer Öffnungsfeder 11; er wird gewöhnlich
in der Schlußlage durch einen unter einen kurzen Gegenarm 12 des Hebels 8
greifenden Winkelhebel 13 gehalten, der bei eingelegtem Handschalter einem am Schaltergestell
gelagerten Winkelhebel 14 gegenübersteht, der seinerseits durch den Anker einer
ebenfalls am Schaltergestell angeordneten Magnetspule 15 gedreht werden kann. Am
Schalthebel ist endlich ein kurvenförmiger Nocken 16 angeordnet, der bestimmt ist, mit
einem am Schaltergestell festen Anschlag, z. B. einer Rolle 17, derart zusammenzuwirken,
daß durch Verschiebung des Schlittens 1 im Öffnungssinne des Handschalters der geöffnete
Selbstschalter 8 wieder eingelegt wird.
In der in Abb. 1 gezeichneten Stellung der Teile sind sowohl der Handschalter als auch
der Selbstschalter eingelegt, der Stromkreis ist also geschlossen. Tritt eine Überlastung
des Stromkreises ein, so werden die Winkelhebel 14, 13 durch den Anker der Magnetspule
15 im Sinne der Auslösung des Selbstschalters gedreht, worauf dieser durch die Feder 11
augenblicklich geöffnet wird und so den gefährdeten Stromkreis abschaltet. Um den
Stromkreis wieder zu schließen, muß zunächst auch der Handschalter durch Abwärtsbewegung
des Schlittens 1 geöffnet werden, wobei der Selbstschalter 8 durch das Zusammenwirken
des Nockens 16 mit der Rolle 17 wieder
eingelegt wird. Bei dem alsdann stattfindenden Wiedereinlegen des Handschalters befindet sich der Selbstschalter in Ruhe, so
daß er unter Vermittlung der Auslösespule 15 ohne Verzögerung wieder geöffnet werden
kann, wenn schon im Augenblick des Schließens des Stromkreises eine Überlastung vorhanden
ist.
Im Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 bis 6 ist der senkrecht geführte Schlitten 1* des
Handschalters in der Hauptsache rohrförmig gestaltet, und er enthält einen sowohl unmittelbar
auf Überstrom- als auch auf unzulässige Wärmesteigerung ansprechenden Auslöser für
den Selbstschalter. Dieser Auslöser besteht aus einer gleichzeitig als Heizspule dienenden
Magnetspule 26, in deren Mittelrohr eine Hülse 27 verschiebbar ist, die gewöhnlich
durch eine Feder 18 in ihrer Ruhelage gehalten wird. In der Hülse 27 ist die eigentliehe
Auslöserstange 19 verschiebbar, die am oberen Ende einen Magnetanker 20 trägt. Die
Auslöserstange wird ebenfalls durch eine Feder 21 gewöhnlich in ihrer Ruhelage gehalten,
in welcher sie an der Hülse 27 durch ein bei einer vorher bestimmten Temperatur erweichendes Lötmetall festgelötet ist.
Der Schlitten trägt wieder an seinem dem Handgriff 2 entgegengesetzten Ende den mit
einem an der festen Isolierplatte 24 angebrachten Zuleitungskontakt 4 zusammenwirkenden
Kontakt 3 sowie zwei weitere Kontakte 5, 5ß, die mit dem Kontakt 3 durch den
Schraubenbolzen 22 leitend verbunden sind. Der Kontakt 6 des Beispiels nach Abb. 1 ist
dadurch ersetzt, daß der Hebel 8 des Selbstschalters durch einen nicht gezeichneten
Leiter über die Magnetspule 26 mit einer am Schlitten 1* angeordneten Kontaktschiene 6°
verbunden ist, die bei eingelegtem Handschalter mit einem am Schaltergestell vorgesehenen,
federnden Zuleitungskontakt (auf der Zeichnung nicht mit dargestellt) in Berührung
steht. Der mit einem Hauptkontakt 9 und einem Vorkontakt 10 versehene Schalthebel
8 stellt im eingelegten Zustand die leitende Verbindung der Schiene 6a mit dem
Kontakt 3 des Handschalters her, so daß der Stromkreis dann durch Einlegen des Handschalters
geschlossen= werden kann. Der Hebel 8 steht unter Wirkung zweier öffnungsfedern 11, er wird im eingeschalteten Zustand
durch ein Kniehebelpaar 23 abgestützt, das so angeordnet ist, daß es bei einer durch Überlastung
des Stromkreises hervorgerufenen Bewegung des Auslösestifts 19 durch diesen
geknickt wird und dadurch den Schalthebel 8 freigibt. Zum Wiedereinlegen des Selbstschalters
ist, ähnlich wie in Abb. 1, am Schalthebel 8 ein kurvenförmig gestalteter Nocken
16 vorgesehen, der mit einer Rolle 17 zusammenwirkt,
die an einem an der Isolierplatte 25 gelagerten Hebel 28 sitzt, der durch eine Stellschraube 29 einstellbar ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach den Abb. 2 bis 6 ist im wesentlichen die
gleiche wie diejenige der Vorrichtung nach Abb. i. in der Stellung der Teile nach Abb. 2
ist der Stromkreis geschlossen. Wird der Auslöserstift 19 infolge eines Kurzschlusses oder
einer unzulässigen Erwärmung des Stromkreises und der Spule 26 gegen den Kniehebel
23 bewegt, so wird die Sperrung des Selbstschalters aufgehoben und dieser dann durch
die Federn 11 geöffnet (Abb. 3). Alsdann muß der Handschaber durch Abwärtsbewegung
des Schlittens ebenfalls geöffnet werden (Abb. 4), wobei der Selbstschalter durch das
Zusammenwirken von Nocken 16 und Rolle 17
sich wieder schließt, worauf der Stromkreis durch erneutes Einlegen des Handschalters
wieder geschlossen werden kann.
Um die Vorrichtung nach Abb. 2 bis 6 gleichzeitig als Momenthandausschalter benutzen
zu können, ist folgende Einrichtung vorgesehen. Der an der Isolierplatte 24 angeordnete
Kontakt 4 des Handschalters sitzt an einer in Richtung der Schlittenbewegung verschiebbar geführten Stange 30 und steht
unter Wirkung einer Vorschub feder 31, die ihn gegen den Kontakt 3 des Schlittens zu
drücken sucht. Die Bewegung der Stange 30 ist durch die Mutter 32 so begrenzt, daß der
Kontakt 4 während des ersten Teiles der Verschiebung des Schlittens 1* im Öffnungssinne des Handschalters dem Schlittenkon-
takt 3 zu folgen vermag, dann jedoch zurückgehalten wird, damit die Kontakte 3 und 4
sich voneinander trennen. Am Handgriffende des Schlittens ix ist in diesem eine Querstange
33 verschiebbar geführt, die an ihrem inneren Ende eine mit einer Anschlagschraube
34 des einen Gliedes des Kniehebels 23 zusammenwirkende Nase und an ihrem äußeren
Ende einen keilförmigen Kopf 35 trägt. Letzterer ist bestimmt, mit einem an der Isolierplatte 25 gelagerten Hebel· 36 zusammenzuwirken,
der in der Richtung der Öffnungsbewegung des Schlittens 1* durch einen
Stift kraftschlüssig abgestützt ist und in der anderen Richtung frei auszuschwingen vermag.
Wird der Schlitten 1* bei eingelegtem Selbstschalter im Öffnungssinne verschoben,
so trifft der durch einen auf der Zeichnung nicht sichtbaren Ausschnitt der Platte 25 hindurchtretende
Kopf 35 der Querstange 33 auf den Anschlaghebel 36, wodurch die Stange 33 nach einwärts verschoben wird, was eine
Knickung des Kniehebels 23 zur Folge hat. Der Selbstschalter wird dann durch die Federn
11 augenblicklich geöffnet, bevor eine
Trennung der Kontakte 3, 4 des Handschalters stattfindet. Bei der Weiterbewegung des
Schlittens i* wird, nachdem auch der Handschalter geöffnet ist, der Schalthebel 8 mechanisch
wieder eingelegt. Bei der Verschiebung des Schlittens 1* im Einschaltsinne bleiben die
Querstange 33 und damit die Sperrvorrichtung des Selbstschalters unbeeinflußt, da der
Anschlaghebel 36 hierbei auszuweichen vermag.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, kann die Länge des Hebels 8 so bemessen sein, daß eine
weite öffnung des Selbstschalters erfolgt, was das Stehenbleiben eines Lichtbogens erschwert.
Der Lichtbogen wird vielmehr durch den Wärmeauftrieb, gegebenenfalls mit Unterstützung
durch Blaseisen, sehr schnell von den höher als die Kontakte 9, 10 liegenden
festen Kontakten 5, sa abgerissen. Der feste
Vorkontakt 5 des Selbstschalters besteht vorteilhaft aus zwei geneigt zueinander angeordneten,
durch eine Feder 37 belasteten Kupferkohlestücken (Abb. 5), während der am Hebel
8 sitzende Vorkontakt 10 keilförmig gestaltet und ebenfalls als Kupferkohlekontakt
ausgebildet ist. Ferner besteht auch der Kontakt 3 des Handschalters aus Kupferkohle.
Da sämtliche am Schlitten angeordneten Kontakte bei geöffnetem Handschalter spannungslos
sind, können die Kontakte nachgeprüft und ausgewechselt werden, ohne den Haupttrennschalter
auszulegen. Die Auswechslung der Kontakte ist dadurch wesentlich erleichtert,
daß der Schlitten ix, gegebenenfalls nach Lösung
einiger Schrauben, aus seiner Führung vollständig herausgezogen werden kann.
Bei der Ausführungsfarm nach Abb. 7
und 8 ist der Schlitten des Handschalters wieder auf einer schiefen Ebene beweglich.
Sein oberer Teil besteht aus zwei zum Teil aus Isoliermetall hergestellten Seitenwän-S
den ia, während sein unterer Teil i6 die Form
eines hohlen, runden Schafts hat. An diesem Schaft ist der Handgriff 2 unter Zwischenschaltung
einer Isolierbüchse 38 mittels eines , rohrförmigen Fortsatzes 39 befestigt. Der
Schlitten führt sich oben auf einer von dem Gestell 40 getragenen, geschlitzten Isolierplatte
41, während er am Schaft i& in einer
Büchse 42 geführt ist, die am Gestell 40 mittels der Schrauben 42* leicht lösbar befestigt
ist. Diese Büchse 42 dient gleichzeitig zur Begrenzung der Schlittenbewegung im Öffnungssinne des Handschalters,
indem sie einen mit einem Außenflansch 39° des Rohrfortsatzes 39 des Handgriffs 2 zusammenwirkenden
Innenflansch 42° besitzt.
Der Schlitten ia trägt am oberen Ende
einen Hauptkontakt 3° und einen Vorkontakt
3 für das Zusammenwirken mit den an der Isolierplatte 41 fest angebrachten Kontakten
4°, 4. Der Hauptkontakt 3° bildet gleichzeitig den festen Hauptkontakt 5° für
den Selbstschalter, während außerdem an ihm ein als fester Vorkontakt für den Selbstschalter
dienendes Horn 5 befestigt ist. Der Selbstschalter besteht wieder aus einem am Schlitten ia gelagerten Hebel 8, der an seinem
freien Ende zwei mit den Hauptvorkontakten 5, 5° zusammenwirkende federnde-Kontakte
9,10 trägt. Sein Lagerende steht mit einer am Schlitten Is befestigten Kontaktschiene
6a in Verbindung, die bei eingelegtem Handschalter mit einem am Schaltergestell
angeordneten federnden Ableitungskontakt 7 in Berührung steht. Die Öffnungsfeder 11 für
den Selbstschalter ist im hohlen Schaftteil i6
des Schlittens untergebracht und mit dem Schalthebel 8 durch ein Gestänge 43, 44 verbunden.
Die Sperrung des Selbstschalters in der Schlußlage erfolgt durch einen am Schlitten
ΐα gelagerten, mit dem Schalthebel 8 durch
eine Stange 45 gekuppelten Hebelarm 46. Dieser stützt sich bei eingelegtem Schalthebels
gegen die Nase 47° eines am Schlittern« gelagerten Sperrhebels 47, der unter
Wirkung einer ihn in der Sperrlage haltenden Feder 48 steht. Das freie Ende 47s des
Sperrhebels 47 ist winklig abgebogen. Es enthält ein Loch 49, durch das der eine Arm 50
eines an der Platte 41 gelagerten winkelförmigen Auslösehebels 50, 51 hindurchgreift,
dessen anderer Arm 51 derart -unter dem Einfluß
eines am Gestell angeordneten Auslösers (z.B." des Ankers einer Magnetspule) steht,
daß der Hebeljjo, 51 beim Ansprechen desAuslösers
in Richtung des Pfeiles χ gedreht wird. Der Sperrhebe] 47 ist dadurch mit- demiAuslösehebel
50, 51 so verbunden, daß er sich beim öffnen und Schließen des Handschalters auf
dem Hebelarm 50 verschieben kann, bei der Drehung des letzteren dagegen mitgenommen
und dadurch aus seiner Sperrstellung herausbewegt wird, wodurch der Schalthebel 8 für
die Öffnungsbewegung frei wird (Abb. 8). Am Schalthebel 8 ist endlich wieder ein
kurvenförmig gestalteter Nocken 16 angebracht, der behufs Einlegens des geöffneten
Selbstschalters bei der Öffnungsbewegung des Schlittens ia, ib mit einer Rolle 17 zusammenwirkt,
die mit einem am Gestell 40 gelagerten Hebel 28 zusammenwirkt. Um die Rolle 17
genau einstellen zu können, ist wieder im Gestell 40 eine mit einer Gegenmutter versehene
Stellschraube 29 vorgesehen, gegen welche sich der Hebel 28 im Sinne der Abwärtsbewegung
des Schlittens i°, i6 stützt.
Damit auch der Schalter nach Abb. 7 und 8 als Momenthandausschalter benutzt
werden kann, ist der Vorkontakt 3 des Handschalters an einer am Schlitten i" längsverschiebbar
geführten Stange 30° befestigt, die unter Wirkung einer Vorschubfeder 31° steht,
wobei der Vorschub der Stange 30° durch einen darauf befestigten Ring 52, der mit der
vorderen Stangenführung 53 zusammenwirkt, begrenzt ist. Ferner ist am Schlitten ia unterhalb
der Sperrvorrichtung für den Schalthebel 8 des Selbstschalters eine Klinke 54 gelagert,
die ein eine am Arm 50 des Auslösehebels 50, 51 vorgesehene Verzahnung 55 eingreift.
Bei der Abwärtsbewegung des Schiittens ΐβ, ι6 dreht sich die Klinke bis zum Anschlag
an den Stift 56 und drückt dabei, nach Art eines Lenkers wirkend, auf den Hebelarm
50, wodurch der Hebel 50,51 in der Pfeilrichtung χ gedreht wird. Der Hebel
50, 51 nimmt dabei wieder den Sperrhebel 47 mit; der Selbstschalter wird ausgelöst, bevor
der Handschalter an den Vorkontakten 3, 4 geöffnet wird. Es wird also hier derselbe Erfolg
erzielt wie im Beispiel nach 'Abb. 2 bis 6 durch die Querstange 33.
Die Vorrichtung nach Abb. 7 und 8 ist mit Blasspulen 56 zum Löschen des beim öffnen
des Selbstschalters sich bildenden Lichtbogens versehen. Die Spulen 56 sind mit verhältnismäßig
schmalen Blaseisen 57 versehen, die sich nur über einen kleinen Teil der Schalteröffnung
erstrecken. Sie sind dabei zu beiden Seiten der festen Kontakte 5, 5a des Selbstschalters
angeordnet, so daß das von ihnen erzeugte Blasfeld dahin wirkt, den Fuß des Lichtbogens von diesen Kontakten zu entfernen,
wodurch eine schnelle Löschung des Lichtbogens erreicht wird. Diese Wirkung
wird noch durch die schräge Anordnung des Schalters unterstützt, die zur Folge hat, daß
der Wärmeauftrieb ebenfalls auf Abreißen
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des Lichtbogens von den festen Kontakten 5,5ß
wirkt. Gleichzeitig wird durch die Schräglage des Schalters erreicht, daß der Lichtbogen
sich frei nach oben ausdehnen kann. Endlich hat die Anordnung der schmalen Blaseisen in
der Nähe der festen Kontakte des Selbstschalters den Vorteil, daß sie nicht wie die
bisher üblichen, über die volle Schalteröffnung sich erstreckenden Blaseisen, eine Überbrückung
des Luftraumes zwischen den Ausschaltkontakten bewirken können, was ein Stehenbleiben des Lichtbogens zur Folge
haben würde. Und zwar kann eine solche Überbrückung auch dann nicht eintreten, wenn die Isolierschichten der Blaseisen 57 beschädigt
werden.
Der Handschalter beim Beispiel nach Abb. 7 und 8 ist endlich mit einer Einrichtung
zur Momenteinschaltung versehen. Zu diesem Zwecke ist oben an der Isolierplatte 41 ein
unter Wirkung einer Feder 58 stehender Sperrhebel 59 gelagert, dessen die Sperrnase
S9a tragender Arm sich mittels eines Querstiftes
60 gegen eine am Schlitten ifl vorgesehene
Steuerfläche 61,6ΐα stützt. Diese
Steuerfläche ist so gestaltet, daß während des ersten Teiles der Verschiebung des Schlittens
im Einschaltsinne des Handschalters die | Nase 59α des Hebels 59 im Bewegungsbereich
der an der Stange 30° des Vorkontakts 3" :
sitzenden Scheibe sich befindet, wodurch \ dieser Kontakt unter Spannung der Feder
festgehalten wird. Bevor jedoch bei der Schlittenbewegung die Hauptkontakte in Berührung
treten, wird der Hebel 59 durch den Teil 6ia der Steuerfläche aus seiner Sperr- ι
stellung herausgedreht und dadurch die ! Stange 30° freigegeben. Der zweckmäßig '
wieder aus Kupferkohle bestehende Kon- .
takt 3° schnellt dann unter der Wirkung der ;
Feder 31" vor und schließt augenblicklich den i
Stromkreis. Auch bei der Ausführung nach I Abb. 7 und 8 kann der Schlitten τ", ib behufs
Nachprüfung und Auswechslung der an ihm j
angebrachten Kontakte leicht als Ganzes aus seiner Führung herausgezogen werden. Hierzu
ist es nur nötig, die Büchse 42 vom Schaltergestell zu lösen. j Der Handschalter kann statt verschiebbar
auch drehbar sein.
Claims (15)
- Patent-A N Sprüche:i. Vorrichtung zum selbsttätigen Abschalten von durch Überlastung gefährdeten elektrischen Stromkreisen, bei welcher ein Handschalter und ein damit in Reihe liegender selbsttätiger Ausschalter derart miteinander vereinigt sind, daß der selbsttätige Schalter in seiner Öffnungsbewegung vom Handschalter unabhängig ist, während er nach seiner Öffnung durch Ausschalten des Handschalters wieder eingelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der vorteilhaft als Hebelschalter ausgebildete Selbstschalter (8, 9, 10, 5) am beweglichen Teil (1 oder 1* oder ia, ib) des Handschalters angeordnet ist und sein Wiedereinlegen durch einen am Schaltergestell o. dgl. vorgesehenen Anschlag (17) erfolgt, gegen den der bewegliche Teil des Handschalters bei seinem öffnen geführt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil (1 oder ix oder ia, ib) des Handschalters als hin und her beweglich geführter Schlitten ausgebildet ist, der gegebenenfalls nach Lösung eines seine Öffnungsbewegung begrenzenden Teiles mit dem Selbstschalter als Ganzes aus seiner Führung herausnehmbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Einlegen des Selbstschalters dienende Anschlag aus einem am Schaltergestell drehbar gelagerten Hebel (28) mit Rolle (17) besteht, der in seiner Arbeitsstellung durch eine Stellschraube (29) abgestützt ist und behufs vollständigen Heraus- go ziehens des Schlittens (1* oder ia, ib) des Handschalters aus seiner Führung aus der Arbeitsstellung herausdrehbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das den Handgriff (2) tragende Ende (i6) des Schlittens (ia, i6) in einer gleichzeitig zur Begrenzung der Öffnungsbewegung des Handschalters dienenden Büchse (42) geführt ist, die am Schaltergestell (40) leicht lösbar befestigt ist (Abb. 7 und 8).
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, bei welcher der Überstrom- oder Wärmeauslöser für den selbsttätigen Ausschalter am festen Schaltergestell angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung für den Selbstschalter aus einem am Schlittenteil (ia) des Handschalters gelagerten, durch eine Stange (45) mit dem Schalthebel (8) des Selbstschalters gekuppelten Hebelarm (46) besteht, der sich bei eingelegtem Selbstschalter gegen die Nase (47α) eines ebenfalls am Schlittenteil (i°) gelagerten, durch eine Feder (48) in der Ruhelage gehaltenen Sperrhebels (47) stützt, welcher seinerseits mit einem durch den Überstrom- oder Wärmeauslöser beeinflußten Auslösehebel (50, 51) am Schaltergestell (40, 41) derart gekuppelt ist, daß er sich bei der Bewegung des Schlittens (ia) gegenüber diesem Hebel (50,51) ver-schiebt, dagegen bei Drehung des letzteren in seine Freigabestellung mitgenommen wird (Abb. 7 und 8).
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser (Überstrommagnet, Wärmewächter o. dgl.) für die Sperrvorrichtung des Selbstschalters am beweglichen Teil, z. B. im röhrenförmigen Schlitten (ix) des Handschalters, untergebracht ist (Abb. 2 bis 6).
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einem gewöhnlich gestreckten Kniehebel (23) bestehende Sperrvorrichtung für den Selbstschalter durch den Anker (19, 20) einer im hohlen Schlitten (ix) des Handschalters angeordneten Magnetspule oder einer vereinigten Heiz- und Magnetspule (26) ausgelöst wird.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Kontakte (3 oder 4) des Handschalters in der Bewegungsrichtung des Schlittens (ia, i& bzw. ix) verschiebbar ist und derart unter Wirkung einer ihn gegen den anderen Kontakt drückenden Vorschubfeder (31 bzw. 31°) steht, daß die gegenseitige Lösung der Kontakte des Handschalters erst erfolgt, nachdem der Schlitten einen Teil seiner Öffnungsbewegung zurückgelegt hat und ein mechanischer Auslöser (33, 34, 36 oder 54, 55) für die Sperrvorrichtung des Selbstschalters derart angeordnet ist, daß der Selbstschalter beim Öffnen des Handschalters ausgelöst wird, bevor die Kontakte (3, 4) des Handschalters sich voneinander trennen.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Schlittenteil (i°) des Handschalters eine in eine Verzahnung (55) des Auslösehebels (5°> 51) greifende Klinke (54) gelagert ist, die bei der Verschiebung des Schlittenteiles (ia) im Sinne der Öffnungsbewegung des Handschalters den Auslösehebel (50, 51) aus seiner Ruhelage herausdreht (Abb. 7 und 8).
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3 und 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Schlitten (1*) eine mit einem an der festen Schlittenführung gelagerten Anschlaghebel (36) zusammenwirkende Schubstange (33) geführt ist, durch deren Verschiebung der Kniehebel (23) ebenfalls ausgelöst wird (Abb. 2 bis 6).
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorkontakt (3) des Handschalters an einer im Schlittenteil (ia) längsverschiebbar geführten Stange (30°) sitzt, mit der ein an der festen Schlittenführung gelagerter, durch eine am Schlittenteil (ia) angeordnete Leitfläche (61, 6i°) gesteuerter Sperrhebel (59, 59°) derart zusammenwirkt, daß bei der Einschaltbewegung des Handschalters der Vorkontakt (3) zunächst unter Spannung seiner Vorschubfeder durch den Sperrhebel (59, 59°) zurückgehalten und dann vor Schließung der Hauptkontakte (3a, 4°) freigegeben wird.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsfeder (11) des Selbstschalters (8) in dem den Handgriff (2) tragenden rohrförmigen Teil (i&) des Handschalters angeordnet und mit dem Schalthebel (8) durch ein Gestänge (43, 44) gekuppelt ist (Abb. 7).
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schiitten (1*) des Handschalters in einem Loch der Schalttafel (25) quer zur Ebene der Tafel verschiebbar geführt ist (Abb. 2 bis 6).
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (ia) des Handschalters auf einer geneigten Ebene geführt ist und sämtliche Kontakte am oberen Ende des Schlittens sich befinden (Abb. 7 und 8).
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit Blasspule zum Löschen des Lichtbogens am Selbstschalter, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisen (57) der Blasspulen (56) sich nur über einen kleinen Teil der Schalteröffnung erstrecken und in nächster Nähe der festen Kontakte (5°, 5) des Selbstschalters angeordnet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC35093D DE436676C (de) | 1924-07-06 | 1924-07-06 | Vorrichtung zum selbsttaetigen Abschalten von durch UEberlastung gefaehrdeten elektrischen Stromkreisen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC35093D DE436676C (de) | 1924-07-06 | 1924-07-06 | Vorrichtung zum selbsttaetigen Abschalten von durch UEberlastung gefaehrdeten elektrischen Stromkreisen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE436676C true DE436676C (de) | 1926-11-06 |
Family
ID=7021654
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC35093D Expired DE436676C (de) | 1924-07-06 | 1924-07-06 | Vorrichtung zum selbsttaetigen Abschalten von durch UEberlastung gefaehrdeten elektrischen Stromkreisen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE436676C (de) |
-
1924
- 1924-07-06 DE DEC35093D patent/DE436676C/de not_active Expired
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