DE43664C - Ventil mit zwei gegen einander beweglichen Abschlufskegeln - Google Patents
Ventil mit zwei gegen einander beweglichen AbschlufskegelnInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K1/00—Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces
- F16K1/32—Details
- F16K1/34—Cutting-off parts, e.g. valve members, seats
- F16K1/44—Details of seats or valve members of double-seat valves
- F16K1/443—Details of seats or valve members of double-seat valves the seats being in series
Landscapes
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- Lift Valve (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung besteht in der Anwendung von zwei oder mehreren Scheiben, welche auf
zwei oder mehrere von einander unabhängige Sitze sich auflegen; die erste dieser Scheiben
wird direct durch eine Spindel bewegt, welche unter der Wirkung einer Schraube oder einer
ähnlichen Vorrichtung steht. Die zweite und i alle übrigen Scheiben befinden sich unter der
Wirkung einer Feder oder eines anderen geeigneten elastischen Materials, welche den Zweck
haben, die Scheiben auf ihren Sitz zu drücken, behufs Krzielens eines Ab- bezw. Verschlusses.
In der beiliegenden Zeichnung ist dieser Apparat in verschiedenen Schnitten und Ansichten in
Details dargestellt, woraus gleichzeitig die Art der Wirkung ersichtlich ist.
Fig. ι zeigt einen verticalen geschlossenen Hahn. Die Spindel T ist mit einem äufseren
Gewinde S versehen und dreht sich in einem entsprechenden Muttergewinde. M ist der
Handgriff; D ist die auf dem unteren Ende der Spindel T befestigte Scheibe. Oberhalb
der letzteren sitzt ein Ring C aus elastischem Material, welcher die Spindel T umschliefsi.
Auf diesem Ring ist eine zweite, ebenfalls aus Metall gefertigte Scheibe Z)1 angebracht, welche
auf T bis zur Höhe des Stiftes g auf- und niedergeschoben werden kann.
Wrä'hrend nun Fig. 1 den Hahn in geschlossenem
Zustand darstellt, zeigt Fig. 2 denselben offen. Fig. 3 zeigt den Hahn in jenem Augenblick, in welchem die zweite Scheibe
eine Oeffnung mit dem Hahngehäuse bilden will, während die erste Scheibe D schon ihren
Sitz verlassen hat, so dafs der elastische Ring C sich zwischen den Scheiben D und D1 ausdehnen
kann.
Fig. 2, welche, wie erwähnt, den geöffneten Hahn veranschaulicht, zeigt auch die Lage der
Scheiben und des elastischen Materials in der Stellung, welche dieselben einnehmen, wenn
die Spindel T genügend nach abwärts geschraubt wurde, um der Flüssigkeit bezw. dem
Dampf Durchgang zu gestatten.
Die beiden Scheiben D und D1 und der elastische Ring befinden sich in einem Gehäuse,
welches innen zwei Sitze trägt, gegen welche die Scheiben D und U1 sich anlegen.
Da die Höhe h dieses Gehäuses geringer ist als die Höhe Z?1 des elastischen zusammendrückbaren
Körpers, so wird durch entsprechendes Drehen des Handgriffes M die Scheibe D
auf ihren Sitz gedrückt. Hierdurch wird die Scheibe D mitgenommen und der zwischen
beiden Scheiben befindliche elastische Körper C in sein Gehäuse eingeprefst. In der Zeichnung
ist dieses Gehäuse (Kammer) stark konisch gezeichnet; dasselbe kann aber auch cylindrisch,
sphärisch oder mit wellenförmigen Wänden gebildet sein oder auch sonst jede beliebige
Form besitzen. Durch die in Fig. 1 bis 3 veranschaulichte Construction erreicht man eine
dreifache Dichtung:
ι. einen absolut sicheren Verschlufs durch Niederdrücken der Scheibe D auf ihren Sitz;
2. dadurch, dafs der Körper C das Gehäuse, in welchem derselbe angeordnet ist, vollkommen
ausfüllt, ergiebt sich die zweite Dichtung; die dritte Dichtung wird durch die Scheibe D erreicht.
In der Praxis wird mit Rücksichi auf die
spätere Abnutzung der zusammendrückbare Ring C etwas gröfser genommen, damit die
Scheibe D nicht sofort auf ihren Sitz pas.se,
wenn das Ventil neu ist. Im Verhältniis zur Abnutzung des Ringes C wird sich die Scheibe D
mehr und mehr seinem Sitz nähern und nach einer bestimmten Zeil, etwa nach mehrjähriger
Benutzung , wird die Dichtung durch die Scheibe Z) erreicht werden.
Die Oberflächen der Scheiben D Z)1 sind in ihre Sitze eingeschliffen. Der übrige Theil
des Hahnes ist nach oben zu aus einer gewöhnlichen Stopfbüchse gebildet, während der
untere Theil desselben, in bekannter Weise gebaut, einen grofsen Hohlraum einschliefst
und mit der Wasser- bezw. Gas- oder Dampfleitung in Verbindung sieht. Wenn man die
Verbindung der Flainschen .-1 A (welche letztere
durch Bolzen oder andere geeignete Mittel hergestellt wird) löst, so kann man die Spindel 7",
die Scheiben D D' und den Ring C herausnehmen, wenn man vorher den Bolzen G,
welcher zum Befestigen des Gritfes M auf die Spindel T dient, gelöst hat. Auf diese Weise
ist das Auswechseln des Ringes C ermöglicht für jene Fälle, wenn derselbe zu sehr abgenutzt
ist. Der elastische Ring C kann durch dünne Metallplatten in der in Fig. 5 gezeichneten
Weise getheilt sein.
Bei geringem Flüssigkeils- oder Dampfbezw. Gasdruck kann man die Ventile D D1
ganz fortlassen; dann besteht der Hahn lediglich aus einem Ring, welcher die Dichtung
bewirkt, wie dies in Fig. 4 bei einem geschlossenen Hahn veranschaulicht ist. Je gröfser
der durch Drehung der Spindel T auf den Ring C ausgeübte Druck ist, um so vollkommener
ist bei dieser Einrichtung die Dichtung. Giebt man dem Gehäuse, in welchem sich dieser elastische Ring befindet , eine
schwach konische Gestalt, so kann man die Abnutzung dieses Ringes auf ein Minimum
reduciren; man mufs aber in diesem Falle die Spindel T mit einem um so grölseren Gewinde
versehen. Ein solcher Hahn wird mit besonderem Vortheil bei Säuren angewendet werden können; man stellt dann das Hahngehäuse
aus Glas, Kautschuk oder anderem säurebeständigen Material her.
In vielen Fällen ist bekanntlich die Anwendung aus organischen Körpern hergestellter
Dichtungsmaterialien nicht vorlheilhatt. Für diese Fälle dient die in Fig. 6 bis 1 1 gezeichnete
Einrichtung, bei welcher der aus organischen Substanzen hergestellte Dichtungsring C der
Construction 1 bis 5 durch eine Feder ersetzt wird. Auf der Spindel T ist die Scheibe D
befestigt; der über diese Scheibe hinausreichende Theil der Spindel T endigt in einen kleinen
Metallring CLa1 welcher auf 7 geschraubt ist.
Gegen diesen Hing α. α preist sich das eine
linde der Spirale R, während das andere linde derselben sich gegen den Boden eines Gehäuses
legt, welcher gleichzeitig die Scheibe Z)1 : bildet. Die F'eder R preist dadurch die
Scheibe Z)1 an deren Sitz, je mehr die Feder R gespannt wird. Der Hahn wird dadurch geöiinei,
dals man die Spindel T abwärts schraubt. Die Scheibe D wird dadurch von ihrem Sitz
abgehoben, und wenn das untere Ende der Spindel T gegen den Boden F sich anlegt, so
wird die Scheibe Z)1 ebenfalls von ihrem Sitze entfernt, und die Flüssigkeit kann passiren.
In der gezeichneten Durchgangsrichtung hat die Flüssigkeit das Bestreben, die Scheiben an
ihre Sitze zu pressen. Das Oeffnen vollzieht sich allmälig; zuerst hebt sich die Scheibe D
von ihrem Sitze ab, und die Scheibe D1 entfernt sich nur nachträglich und ohne Schlag von
ihrem Sitz.
Fig. 8 und 9 zeigen einen automatisch schliefsenden Hahn, und zwar ist derselbe in
Fig. 8 in geschlossenem, in Fig. 9 in geöffnetem Zustande gezeichnet. Die Feder R1 dient dazu,
die beiden Ventilkegel D und Z)' im geschlossenen Zustande zu erhalten, die Feder IV
preist, auf Scheibe D' lagernd, den Ventilkegel D an seinen Sitz. Durch einen hebelartigen
Griff wird das Ventil zum Oefi'nen gebracht; hierbei öffnet zunächst Ventilkegel D
den Durchgang, und erst wenn das verlängerte linde der Ventilspindel T gegen das an der
Scheibe Z)' angebrachte Gehäuse drückt, wird unter L'eberwindung des Widerstandes der F'eder
IV auch Ventil D1 geöffnet, die Flüssigkeit
somit dann in Richtung der Pfeile, Flg. q, durch die centrale oder anderswie angeordnete
Oeffnung O um die Ventile herumgeführt. Hier wirkt die Flüssigkeit ebenfalls selbstschliefsend
auf das Ventil.
Fig. 10 und 11 zeigen eine Variante dieser
Construction. Hier wird das Ventil D durch F'eder R, welche in einem Siopfbüchsengebäuse
zusammengeprefst ist, gegen seinen Sitz getrieben. Das verlängerte Finde der Ventilspindel
7' trägt das zweite Ventil D\ welches durch F'eder Z?1 gegen seinen Sitz gepreist wird;
beim Herabpressen der Ventilspindel Γ mittelst des Knopfes B wird zunächst das Ventil D
geöffnet; das zweite Ventil D1 öffnet sich erst dann, wenn das untere Ende der Ventilspindel
sich gegen das an Z)1 befindliche Gehäuse legt, durch weiteres Abwärtsbewegen der Ventilspindel.
Hier ist Ventil D1 mit einer abschraubbaren Stopfbüchse versehen. Durch
Abschrauben der unteren Hahnverschraubung bei A können die Ventile demonürt werden.
Claims (1)
- P A T E N T - A N S P R Ü C H E :Bei Ventilen die Anordnung von zwei Abschlulskegeln (D und D1, Fig. i), von welchen einer (D) mit der Ventilspindel (T) fest verbunden und der andere (D') auf letzterer verschiebbar ist, während zwischen beiden Abschlufskegeln ein elastischer Dichtungsring (C) liegt.Bei der unter i. gekennzeichneten Anordnung der Ersatz des elastischen Ringes (C) durch eine Schraubenfeder (R), welche entweder in einem mit dem auf der Ventilspindel (T) verschiebbaren Abschlufskegel (D]) verbundenen Gehäuse (Fig. 6, 7, 10 und ι 1) oder zwischen den beiden Abschlufskegeln (D und D1, Fig. 8 und 9) liegt, in welchem letzteren Falle unter dem losen Abschlufskegel (D1) eine sich gegen ein festes Widerlager stützende Schraubenfeder (R1) angeordnet ist.HierzuBlatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43664C true DE43664C (de) |
Family
ID=318965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43664D Expired - Lifetime DE43664C (de) | Ventil mit zwei gegen einander beweglichen Abschlufskegeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43664C (de) |
-
0
- DE DENDAT43664D patent/DE43664C/de not_active Expired - Lifetime
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