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lnünzbehälter mit zwischen den Geldstücken gelagerten Zählscheiben.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Münzbehälter, bei dem die Geldstücke zwischen
Zählscheiben gelagert werden. Gegenwärtig «-erden die Geldstücke, die in größeren
Mengen an die Sparkassen, Banken usw. geliefert werden, meist zu Rollen von etwa
ioo Stück zusammengestellt und in Papier gewickelt. Diese Rollen müssen beim Empfang
von den Sparkassen, Staatsbanken uw. geöffnet, nachgezählt und auf die Richtigkeit
der Geldstücke hin geprüft und wieder nett eingewickelt und verschlossen «-erden.
Diese Arbeit des Zählens und des Ein- und Auswickelns ist außerordentlich mühsam
und zeitraubend.
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Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Münzbehälter, der in erster
Linie dazu dienen soll, das Rollen und Zählen des Geldes zu erleichtern. Erfindungsgemäß
werden die Geldstücke zwischen Zählscheiben bekannter Art gelagert, mit denen Haltebänder,
Halter.'rälitr o. dgl. seitlich unverrückbar derart verbunden sind, daß :ich die
Geldstücke von außen übersehen und von einer Seite her einlegen lassen, wobei die
offene Seite durch ein weiteres Haltehand verschlossen- werden kann, (las an den
Zählscheiben durch eine Befestigung gehalten wird, die ein Lösen des Haltebandes
nach der Seite hin gestattet. Beispielsweise können die Münzen an den Seiten durch
Drähte gehalten werden, die durch Löcher in den Zählscheiben hindurchgesteckt sind,
während die freie Seite durch einen Draht verschlossen wird, der um Vorsprünge der
Zählscheiben herumgelegt wird und sich dadurch an diesen festklemmt. Die Münzen
können auch durch mit den Zählscheiben fest verbundene Blechstreifen seitlich gehalten
werden. Der 1Tiinzbehälter wird in diesem Fall durch einen nach der Seite hin abklappbaren
Blechstreifen verschlossen, der durch eine Blechkappe an den Münzen gehalten wird.
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Der Vorteil der neuen Geldrollen besteht darin, daß die Geldstücke
von außen ohne weiteres achtbar sind und demnach vom Geldzähler sowohl hinsichtlich
ihrer Zahl als auch hinsichtlich ihrer Art geprüft werden können, ohne daß ein Ausein.andernehmen
der Rolle erforderlich ist. Die Arbeit des Geldzählens wird dadurch erheblich erleichtert
und abgekürzt, die Arbeit des Herausnehmens aus dem Papier und des Wiedereinwickelns
wird vollständig erspart. Da diese Vorrichtung von unbegrenzter Haltbarkeit ist
und somit dauernd verwendet werden kann, kommt
( -Lieb ses Verfahren,
auch wenn man von der großen Ersparnis an Arbeit und Zeitaufwand absieht, den das
Nachzählen erfordern würde, noch hedeutencl billiger als das bisherige, da eine
solche Hülse leicht 5oo bis iooo Papierumhüllungen ersetzen dürfte. Erforderlich
ist nur, daß die Geldinstitute eine Anzahl leerer Hülsen in Vorrat halten, damit
die vollen Hülsen, die ihre Kunden einzahlen, sofort durch leere ersetzt werden
können.
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Dadurch, daß die Hülse nicht mehr wie bisher auf einmal vollständig
gefüllt oder entleert zu werden braucht, läßt sie sich für alle hassiea'er von Münzen,
wie Straßenbahnschaffner, Kassierer von Badeanstalten, Kinos, Vereinen, Kellner
usw. in sehr vorteilhafter Weise verwenden, da diese beim Einkassieren leicht die
Münzen zehnstückweise in den Münzbehälter einreihen und somit das mühsame Ordnen
und Einrollen nach Kassenschluß ersparen können. Ebenso entnimmt man beim Gebrauch
einer Hülse nur immer die nötige Anzahl und behält dabei die volle Übersicht über
den in der Hülse verbleibenden Rest.
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Die Zeichnung zeigt die neue Vorrichtung in Abb. i in perspektivischer
Ansicht in einer Ausführungsform, Abb.2 zeigt die hierbei verwendeten Zählscheiben.
In den Abb. 3 bis 5 ist eine weitere Ausführungsform in Seitenansicht, im Schnitt
und im Querschnitt dargestellt.
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Bei der Anordnung nach Abb. i und 2 sind die Zählscheiben a in der
Nähe des Randes mit drei Löchern b versehen, durch die die Haltedrähte c hindurchgesteckt
werden. Die Haltedrähte werden an den Enden des Münzbehälters verschlossen, so:
daß die Zählscheiben nicht herausfallen können. Die eine Seite des Münzbehälters
ist offen, solange sich der Haltedraht d in der strichpunktiert gezeichrieten Lage
befindet. Die Münzen können dann von dieser Seite aus zwischen die Zählscheiben
gelegt _ werden. Die Zählscheiben sind an der offenen Seite mit Haken f v erdie,
die, wie Abb. i zeigt, nach verschiedenen Seiten hin gekrümmt sind. Nach dem Einlegen
der Münzen wird der Haltedraht d um diese Haken herumgelegt und klemmt sich darin
an ihnen infolge seiner Federung fest. Das Ende dieses Haltedrahtes d kann in eine
Öse g- des Haltedrahtes c eingeführt werden. Der Münzbehälter ist nun verschlossen
und kann weitergegeben werden; eine Kontrolle der Münzen ist jederzeit ohne Öffnen
des Münzbehälters möglich, da die Münzen von der Seite her ohne weiteres sichtbar
sind. Aii Stelle des steifen Haltedrahtes d kann ein biegsamer Verschluß treten,
beispielsweise ein Drahtseil, das um die Haken f herumgeschlungen wird.
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Bei der in Abb.3 dargestellten Ausführungsform liegen die Münzen g
zwischen schmalen Blechstreifen h, die mit den Zählscheiben a fest verbunden, beispielsweise
an sie angelötet sind. Der eine dieser Blechstreifen d kann nach der Seite hin,
wie Abb. 3 zeigt, abgeklappt werden, so daß er in die strichpunktiert gezeichnete
Lage gelangt. Nach dem Abklappen - dieses Blechstreifens können die Münzen eingelegt
oder herausgenommen werden. Nach dem Einlegen der Münzen wird der Behälter wieder
durch Anlegen des Haltestreifens d verschlossen. Der Blechring i, der sich vorher
in der strichpunktiert gezeichneten Lage befand, wird über den Streifen d, der etwas
kürzer ist als die anderen Streifen da, hinweggeschoben; er hält infolge
seiner Federung diesen Streifen an den Münzen. Die Blechstreifen h sind an ihrem
oberen Ende umgebördelt, so daß der Blechring i nicht abrutschen kann.