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Vorrichtung zur Vorführung von Reklameplakaten im Kreislauf, die nacheinander
durch drehbare Schneckenspindeln nach hinten gefördert, darauf angehoben, gewendet
und selbsttätig in die Schaulage zurückgebracht werden. Die Erfindung betrifft Verbesserungen
an der Vorrichtung zur Vorführung von Reklameplakaten im Kreislauf gemäß Patent
d-33$00. Ebenso wie dort ist hier eine größere Anzahl von losen Reklameplakaten
vorgesehen, die nacheinander zur Schau gestellt werden und alsdann durch zwei Schneckenspindeln
mit Rechts- und Linksgang nach hinten gefördert, hierauf gehoben, gewendet und in
der gewendeten Stellung in die Schaulage zurückgebracht werden.
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Die Verbesserungen betreffen in der Hauptsache die Aufnahme der Plakate
bei ihrem Herabfallen aus der Schaustellung auf die Schneckenspindeln. Hierfür ist
gemäß der Erfindung eine drehbare Auffangvorrichtung vorgesehen, die das untere
Ende jedes einzelnen Plakats aufnimmt und in dem NZaße auf die Scbneckenspindeln
herabläßt, wie sich die Auffangvorrichtung unter der Wirkung eines Exzenters dreht,
der an der einen der Schneckenspindeln sitzt.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht, und zwar zeigt: Abb. i eine Vorderansicht einer Ausführungsform
der Vorrichtung unter teilweiser Weglassung des Gehäuses,
Abb. --2
eine Seitenansicht nach der Linie 2-2 der Abb. i unter Weglassung der Gehäuseseitenwand.
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Abb. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. i, in
der Richtung nach rechts gesehen, Abb. 4. eine Schnittansicht des oberen Teils der
Vorrichtung, ebenfalls nach der Linie 3-3 der Abb. i, wobei aber der obere Teil
der Einrichtung zurückgeschlagen ist, um zu dem Plakatbehälter Zutritt zu haben.
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Abb. 5 ist eine Draufsicht auf die das Plakatpack tragende und verschiebende
Einrichtung und Abb. 6 ein Querschnitt nach der Linie 6-6 der Abb. 5.
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Die Abb. 5 und 6 sind in größerem Maßstabe gehalten.
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Die Vorrichtung ist zweckmäßig in einem Gehäuse i mit einer offenen
oder durch Glas bedeckten Vorderseite 2 angebracht, hinter der die Plakate 3, 3
nacheinander zur Schau gestellt werden sollen.
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Diese Plakate können zweckmäßig von einem Schneckenpaar 4., 5 (Abb.
5) getragen werden, die im Gestell der Vorrichtung drehbar angeordnet und mit Gewinden
von entgegengesetzter Steigung versehen sind. Sie enden rückwärts in mit Rillen
versehenen @xzenterscheiben 6, 7 und werden durch Getriebe in Umdrehung versetzt,
wie z. B. durch Schneckenräder 8, 9, die.mit Schnecken io, ii auf einer Welle 12
in Eingriff stehen. Letztere wird durch ein Schneckenrad i¢ angetrieben, das mit
einer Schnecke 15 von der Welle 16 eines Elektromotors 17 aus angetrieben wird (s.
Abb. 2).
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Die Plakate 3, 3 sind an ihren oberen und unteren Rändern mit schwalbenschwanzförmigen
Ausschnitten oder Nuten 18 (Abb. i) versehen, die mit einem Sperrteil i9 zusammenwirken
können, der am Boden der Vorrichtung befestigt ist. Dieser Sperrteil ist vorzugsweise
mit einem sich verjüngenden Vorderende 2o (Abb. 5) versehen und wird verschiebbar
in einem Träger 21 gehalten, an dem er lösbar, z. B. mittels einer Feder 22, befestigt
ist, deren freies Ende in und außer Eingriff mit einer Hülse oder Öffnung nahe dem
Rande des Sperrteils gebracht werden kann. Diese Anordnung gestattet, daß der Sperrteil
nach hinten aus seiner Stütze herausgehoben werden kann, um so die Entfernung und
Wiedereinsetzung von Plakaten je nach Wunsch zu ermöglichen.
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Wenn die Plakate längs des Sperrteils nach hinten zurückgeführt werden,
so hält dieser sie alle im unteren Teil der Vorrichtung fest, mit Ausnahme des hintersten
Plakates, das von dem Sperrteil heruntergleitet, ehe es durch die Exzenterscheiben
an den Schnecken derart gehoben wird; daß es zwischen den Riemen 25, 25 und der
Walze 26 (Abb. 3) ergriffen und zwischen den Riemen- und den Walzen 27-32
nach vorn geführt wird, um dann an der Vorderseite der Vorrichtung in die Schaulage
herabzusinken.
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Die Riemen 25, 25 gehen auch über Führungswalzen 35-38, die im Gestell
der Vorrichtung gelagert sind und von dem Motor 17 aus durch ein Kettenrad d.o auf
der Welle 12, eine Kette 41 und ein Kettenrad 4.2 auf der- Welle 43 der Walze 35
angetrieben werden. Ein weiteres Kettenrad 44 auf der Welle 4.3 treibt eine Kette
q 5, die auch um das Kettenrad 46 auf der Welle 47 der Walze 38 herumgeht. Wenn
das Plakat an der Vorderseite der Vorrichtung herabgleitet, wird es durch Kantenführungen
50, 50 in solcher Weise geführt, daß seine untere Kante auf den schrägen
Aufnahmeteil 5, fällt, auf dem entlang sie herabgleiten kann, bis sie auf
dem Querstück 52 ruht, das mit einem rückwärtigen Flansch 53 (Abb. 3) versehen ist
und von der Stange 54 getragen wird. Diese ist bei 55 am Boden der Vorrichtung drehbar
befestigt, und ihr inneres Ende 56 pendelt gegen die Exzenterscheibe 6. Die Einstellung
der Teile im Verhältnis zueinander ist derart, daß, wenn ein Plakat an der Vorderseite
der Vorrichtung nach abwärts gleitet, es das Querstück 52 in der angehobenen Lage
trifft, die in Abb. 3 veranschaulicht ist. Die Drehung der Exzenterscheibe 6 ermöglicht
dann diesem Querstück, nach abwärts zu sinken, wobei das Plakat mit seiner unteren
Kante auf den glatten, nicht mit Rinne versehenen Teilen 58 und 59 der Vorderenden
der Schnecken q. und 5 zu ruhen kommt. Bei der Drehung der Schnecken treten dann
die Enden ihrer Rinnen unter die Kante des betreffenden Plakates, dessen Bewegung
nach rückwärts beginnt.
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Diese Anordnung vermeidet das Zerstoßen des Randes der Plakate bei
ihrer Senkung in die Schaulage, wie es vorkommen könnte, wenn sie unmittelbar auf
die gekrümmten Oberflächen der Schnecken fallen würden.
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Im Gestell der Vorrichtung ist noch eine Welle 62 drehbar angeordnet,
die durch ein Kettenrad 63 mittels der Kette 45 angetrieben wird (s. Abb. 2).
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Auf der Welle 62 sitzt eine Schnecke 6.4 (Abb. i), und diese treibt
ein Schneckenrad 65 auf einer Welle 66, die in einem Lager 67 (Abb. 3) angeordnet
ist, -welches durch eine Querstange 68 gehalten -wird. Das Vorderende der Welle
66 trägt eine Schnecke 69 mit vergleichsweise breitem Gewinde, das sich zweckmäßig
auf zwei volle Windungen erstreckt. Fällt ein Plakat in die Schaulage, so legt sich
sein oberes Ende gegen die Stirn-
$äche dieser Schnecke zurück (s.
Abb. 3). Wenn sich diese Schnecke dreht, so kommt ihr freies Ende vor die Oberkante
des Plakates, die so allmählich in dem Maße, wie sieb die Schnecke dreht, nach hinten
bewegt wird, so daß, wenn der obere Rand des Plakates durch die Schnecken 4 und
5 so weit zurückgeführt ist, daß Platz für die Schaustellung des nächsten Plakates
geschaffen wird, der obere Rand des zurückrückenden Plakates durch die Schnecke
69 zurückgezogen sein und mit dem nächstfolgenden Plakat nicht in Berührung kommen
wird. Nachdem die oberen Ränder der Plakate die Schnecke 69 verlassen haben, fallen
sie gegen das dahinter befindliche Pack.
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Um die Hebung des hintersten Plakates zu unterstützen, ist es von
Vorteil, eine gesondert angetriebene Walze 72 zu verwenden, die zweckmäßig aus Kautschuk
oder ähnlichem Material besteht. Sie ist auf einer Welle 73 angebracht, die ein
Kettenrad 74 trägt, das seinerseits durch die Kette 41 angetrieben wird. Durch diese
Einrichtung wird die Überwindung der Reibung zwischen dem oberen Teil des zu hebenden
Plakates und dein sich mit seinem Gewicht dagegenlehnen-#len Plakatpack unterstützt.
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Bei der Benutzung einer solchen Vorrichtung ist es wichtig, einen
bequemen Zutritt zu dem Plakatbehälter zwecks Auswechslung der Plakate zu schaffen.
Dies geschieht dadurch, daß man die die Plakate hebenden Walzen nebst der Einrichtung
zum Halten und Zurückführen des oberen Teils des jeweils vordersten Plakates zu
einer Einheit zusammenfaßt, und zwar zwischen Stirnplatten 76 und 77. Die Welle
43 geht durch Lager an den oberen Enden der Gestenteile 78 und 79, so daß die Walzeneinheit
in der aus Abb.4 ersichtlichen Weise nach oben ausgeschwungen werden kann und man
so durch die Decke der Vorrichtung bequem Zutritt zu dem Plakatbehälter hat.
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Durch die Verbesserungen gemäß der Erfindung erhält man eine eng zusammengedrängte
und vergleichsweise einfache Vorrichtung für die wirksame Zurschaustellung voneinander
unabhängiger Plakate, die nacheinander von sie im unteren Teil der Vorrichtung festhaltenden
Mitteln freigegeben, gehoben, nach vorn befördert, umgedreht, nach unten fallen
gelassen und dann sanft in die Schaulage gesenkt werden. Dabei ist ferner wichtig,
daß die Plakate während ihrer Zurschaustellung in einem geeigneten Winkel gehalten
werden und bei ihrer allmählichen Zurückziehung schließlich auf das Plakatpack fallen
können. Da die die Plakate nach unten haltenden Mittel leicht lösbar angeordnet
sind, so wird dadurch die Auswechslung der Plakate ermöglicht bzw. erleichtert,
während der die Plakate aufnehmende Raum durch Zurückschwingung des oberen Teils
der Antriebseinrichtung leicht zugänglich gemacht ist.
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Die dargestellte Vorrichtung ist nur als eine Ausführungsform für
die in Betracht kommende Verbesserung, aber nicht als einzige Form der Erfindung
anzusehen, vielmehr 1.zönnen Einzelheiten abgeändert werden, ohne vom Wesen der
Erfindung abzuweichen.