DE4344995A1 - Mischwerkzeug - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Mischwerkzeug bzw. Misch
werkzeugen, die an einer Welle befestigt sind, wobei die
Welle in einer Trommel drehbar gelagert ist und die Misch
werkzeuge im geringen Abstand von einer Trommelinnenoberflä
che enden und die Welle Antriebsmittel aufweist.
Ein derartiges Mischwerkzeug ist durch die deutsche Patent
schrift 12 76 986 bekanntgeworden.
Derartige Mischwerkzeuge sind seit Jahrzehnten bekannt und
werden in weitgehend horizontal ausgerichteten Trommeln ein
gesetzt, um Schüttgüter und flüssige Massen jedweder Art zu
vermischen. Die Mischwerkzeuge sind auf einer Welle be
festigt, die drehbar in der Trommel gelagert ist. Es muß
beim Einbau der Mischwerkzeuge auf die Einbaulage der Misch
werkzeuge zur Trommelinnenwand besonders geachtet werden,
sofern die Mischwerkzeuge im geringen Abstand von der Trom
melinnenwand enden sollen. Durch Materialverformungen kann
es bei nicht sachgemäßer Auslegung des Schleuderwerks (Welle
und Mischwerkzeuge) und dessen Zuordnung zur Trommel zu ei
ner Blockierung des Schleuderwerks in der Trommel kommen.
D.h., auch ohne Produkt in der Mischvorrichtung kann es
durch eine Längendehnung des Materials (Trommel und/oder
Schleuderwerk) oder durch das Eigengewicht des Schleuderwerks
zu einer Blockierung des Schleuderwerks in der Trommel kom
men, weil einzelne Mischwerkzeuge auf Trommelflächen auflie
gen. Abhilfe kann dagegen immer dadurch geschaffen werden,
indem man die Mischwerkzeuge so weit von der Trommelinnen
oberfläche beabstandet, daß auch bei ungünstigen Konstella
tionen eine Berührung der Trommel direkt durch die Misch
werkzeuge ausgeschlossen werden kann.
Durch eine derartige sehr einfache Maßnahme kann man Hoch
leistungsmischgeräten deshalb nicht gerecht werden, weil
durch eine derartige Maßnahme meist unerwünschte Produktab
lagerungen an der Trommelinnenoberfläche begünstigt werden
und auch Freiräume werden geschaffen, die während eines
Mischvorgangs für die Produktbehandlung nicht im gewünschten
Maße aktiv genutzt werden können.
Stand der Technik sind Pflugscharschaufeln, wie sie durch
die DE-PS 12 76 986 bekanntgeworden sind. Diese Mischwerk
zeuge werden in einer Trommel derart angeordnet, daß eine
Produktverkeilung im Spalt zwischen dem Mischwerkzeug und
der Trommelinnenoberfläche nicht stattfinden kann. Dies wird
am Mischwerkzeug durch einen entgegen der Umlaufrichtung des
Schleuderwerks sich öffnenden Freiwinkel erreicht. Um diese
Vorgabe zu erfüllen, kann die Bodenwand des Mischwerkzeugs
zurückversetzt sein, oder sie ist entsprechend angeschrägt,
oder das Mischwerkzeug selbst wird schräggestellt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Mischwerk
zeug, wie eine bekannte Pflugscharschaufel, dahingehend zu
verbessern, daß neben dem Mischvorgang auch Materialumstruk
turierungen im zu behandelnden Produkt begünstigt werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das
oder die Mischwerkzeuge, in Umlaufrichtung der Mischwerkzeu
ge gesehen, im vorderen Bereich weiter von der Trommelinnen
oberfläche beabstandet sind als im hinteren Bereich.
Die erfindungsgemäße Anordnung von dem Mischwerkzeug zur
Trommelinnenwandung hat den Vorteil, daß das zwischen dem
Mischwerkzeug und der Trommelinnenoberfläche befindliche
Produkt bei einer Umdrehung des Mischwerkzeugs einer Pres
sung ausgesetzt wird, die eine Produktveränderung im Einzel
korn oder in Volumeneinzelbereichen von Massen bewirkt.
Durch eine derartige Maßnahme kann die Produktkonfiguration
gezielt beeinflußt werden, indem ein derartiges Produkt nach
einer Behandlung in der erfindungsgemäßen Anordnung, z. B.
ein verändertes Fließverhalten, eine veränderte Partikel
oberflächenstruktur, ein verändertes Aroma oder eine ver
änderte Farbgebung aufweist. Mit der erfindungsgemäßen An
ordnung lassen sich eingebunden in einen Mischvorgang Pro
duktumstrukturierungen erzielen, die mit einer Mühle oder
Presse nicht wirtschaftlich bzw. reproduzierbar erzielbar
sind.
Weisen das oder die Mischwerkzeuge konkav oder konvex ausge
bildete Seitenwände auf, die im vorderen Bereich spitz zu
laufend und im hinteren Bereich sich weitend enden, und sind
die beiden Seitenwände im unmittelbaren Abstand von der
Trommelinnenoberfläche über eine der Trommelrundung weitge
hend angepaßte Bodenwand miteinander verbunden in einer Art,
daß die Seitenwände durch die Bodenwand absatzfrei miteinan
der verbunden sind, so wird eine Umstrukturierung des Pro
dukts stark unterstützt, weil derartige Mischwerkzeuge eine
gute spezifische Mischleistung aufweisen. Das Produkt im
Spalt zwischen Mischwerkzeug und Trommelinnenoberfläche wird
häufig ausgetauscht, so daß eine homogene und gleichmäßige
Behandlung des gesamten in der Trommel befindlichen Produkts
gewährleistet ist. Die Seitenflächen bei derartigen Misch
werkzeugen enden von der Bodenwand ausgehend radial nach in
nen in den Trommelraum gerichtet in einer Schnittlinie der
Seitenflächen. Es handelt sich dabei um einen Mischkörper,
der beispielsweise als Hohlkörper aus zwei Seitenflächen,
einer Bodenwand und einer Rückwand gebildet ist. An diesen
Mischkörper schließt sich der der Bodenwand gegenüberliegen
de Mischarm an. Der Mischkörper und der Mischarm bilden das
Mischwerkzeug.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die einzelnen
Mischwerkzeuge derart auf der Welle angeordnet, daß die ein
zelnen Bodenwände bei einer Umdrehung der Welle von 360° die
gesamte Trommelinnenoberfläche überstreichen.
Dies hat den Vorteil, daß bei einem Misch- und Umstrukturie
rungsvorgang keine Volumenbereiche in der Trommel ausgespart
bleiben, in denen ein Produkt behandelt werden könnte. Das
Ergebnis ist über den gesamten Produktansatz (Batch) gesehen
ein homogenes gleichartiges Produkt, das in Einzelbereichen
betrachtet dieselben Produkteigenschaften aufweist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind das oder die
Mischwerkzeuge im Innenbereich der Trommel als Vollmisch
werkzeuge symmetrisch zu einer Achse ausgebildet. Dies hat
den Vorteil, daß bei Verdrängungsbewegungen im Schüttgut
oder in zu behandelnden Massen die Produktverteilung im
Mischraum zu gleichen Produktteilen aufteilend erfolgt. Da
durch lassen sich hohe Mischgütern erzielen.
In einer Weiterbildung der Erfindung sind neben Vollmisch
werkzeugen auch Halbmischwerkzeuge auf einer Welle in der
Trommel angeordnet. Diese Halbmischwerkzeuge sind Stirnwän
den zugeordnet, die die Trommel zu beiden Seiten begrenzen.
Die Halbmischwerkzeuge sind im vorderen Bereich weiter von
der Stirnwandinnenoberfläche beabstandet als im hinteren Be
reich. Über die Halbmischwerkzeuge lassen sich auch seitli
che Verpressungsvorgänge erzeugen die ebenfalls Umstruktu
rierungsvorgänge im Produkt fördern.
Weiterhin können das oder die Bodenwände der Mischwerkzeuge
eine zusätzliche Materialbeschichtung aufweisen. Dadurch
kann einem zu starken Materialabrieb während eines Misch-
und Umstrukturierungsvorgangs vorgebeugt werden.
Bei den Halbmischwerkzeugen sind die Seitenflächen, die un
mittelbar den Stirnwänden der Trommel gegenüberliegen den
Konturen der Stirnwandinnenseiten angepaßt und in den Innen
bereich der Trommel weisend sind die Seitenflächen der Halb
mischwerkzeuge konkav bzw. konvex ausgebildet. Damit sind
die Halbmischwerkzeuge in ihrer Funktion weitgehend den
Vollmischwerkzeugen angenähert.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung werden die Misch
werkzeuge in Mischvorrichtungen zum Conchieren von Schokola
denmassen eingesetzt.
Bei Schokoladenmassen kann damit der "Schmelz" definiert be
einflußt werden. Das Aroma einer derartigen Masse läßt sich
beeinflussen. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung von Misch
werkzeug zu Trommelinnenoberfläche ist ein flächenhaft über
die gesamte Trommellänge verteilter hoher Energieeintrag in
das zu behandelnde Produkt möglich. Kleinstpartikel in der
Schokoladenmasse werden umstrukturiert ohne daß Nebenreak
tionen eingeleitet werden, die zu unerwünschten Sekundärpar
tikeln und Geschmacksfehlbildungen führen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Erfindung ist, daß aufgrund
des oder der Anstellwinkel der Mischelemente zur Trommel
innenwand Produktumstrukturierungen bei der Behandlung von
Massen im Mischer, Trockner, Granulator und/oder Reaktor
provoziert werden. Dabei ist von entscheidender Bedeutung,
daß bei der Behandlung das Produkt im Endbereich eines
Mischwerkzeugs einer flächenhaften Pressung ausgesetzt ist.
Die Krafteinwirkung auf das Produkt steigert sich vom Spit
zenbereich des Mischwerkzeugs zum Endbereich hin.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der
beigefügten Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genann
ten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsge
mäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen mitein
ander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind
nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern ha
ben vielmehr beispielhaften Charakter.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird an
hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert:
Es zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Anordnung von einem
Mischwerkzeug zu einer Trommelinnenoberfläche im
Querschnitt;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Anordnung von einem
Vollmischwerkzeug und einem Halbmischwerkzeug in
einer Trommel mit Stirnwand, im Schnitt und in
Draufsicht;
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Vollmischwerkzeug in
dreidimensionaler Darstellung;
Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Halbmischwerkzeug in
dreidimensionaler Darstellung.
Die einzelnen Figuren der Zeichnung zeigen den erfindungsge
mäßen Gegenstand teilweise stark schematisiert und sind
nicht maßstäblich zu verstehen. Die Gegenstände der einzel
nen Figuren sind derart dargestellt, daß ihr Aufbau deutlich
gezeigt werden kann.
Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht und im Schnitt ein
Mischwerkzeug 10, wie es auf einer Welle 11 befestigt ist
und wie die Welle 11 mit dem Mischwerkzeug 10 in einer Trom
mel 12 angeordnet ist. Mehrere Mischwerkzeuge 10 auf der
Welle 11 bilden ein Schleuderwerk. Mit Pfeilrichtung 13 ist
die Drehrichtung des Schleuderwerks angedeutet. Das Misch
werkzeug 10 setzt sich auf einem Mischkörper 14 und einem
Mischarm 15 zusammen. Der Mischarm 15 ist entweder an der
Welle lösbar befestigt (Schraubenverbindung in Tasche) oder
der Mischarm 15 ist mit der Welle 11 verschweißt.
Der in Seitenansicht gezeigte Mischkörper 14 weist in Dreh
richtung des Schleuderwerks in Pfeilrichtung 13 eine Spitze
16 auf und das hintere Ende des Mischkörpers 14 ist von ei
ner Rückwand 17 gebildet. Von einer Trommelinnenoberfläche
18 ist der Mischkörper 14 im vorderen Bereich 19 weiter be
abstandet als im hinteren Bereich 20. Gelangt ein zu mi
schendes und umzustrukturierendes Produkt in den Spalt zwi
schen Mischkörper 14 und Trommelinnenoberfläche 18, so wird
das Produkt bei rotierendem Schleuderwerk unter Erzeugung
interpartikulärer Reibungsenergie an die Trommelinnenober
fläche 18 gepreßt.
Fig. 2 zeigt in Draufsicht um den Schnitt eine Trommel 12
mit einer Stirnwand 21 und einem Innenbereich 22. Die Welle
11 ist in den Stirnwänden 21 gelagert, wobei nur eine Stirn
wand 21 in der Fig. 2 gezeigt ist. Die Lagerung selbst ist
stark schematisiert dargestellt. Auf der Welle ist ein Voll
mischwerkzeug 23 und ein Halbmischwerkzeug 24 angeordnet.
Unter Mischwerkzeuge 10 sind sowohl Vollmischwerkzeuge 23
wie auch Halbmischwerkzeuge 24 zu verstehen. Die Beabstan
dung des Vollmischwerkzeugs 23 von dem Halbmischwerkzeug 24
entspricht nicht der wirklichen Anordnung dieser Werkzeuge
auf der Welle 11. Weiterhin sind die Mischwerkzeuge 23, 24
in Umfangsrichtung stets versetzt angeordnet. Die wirkliche
Anordnung der Mischwerkzeuge 23, 24 über den Umfang der Wel
le 11 gesehen kann der Fig. 2 nicht entnommen werden.
Das Vollmischwerkzeug 23 von denen je nach Größe der Trommel
12 mehrere auf der Welle 11 angeordnet sind ist bezüglich
einer Achse 25 symmetrisch aufgebaut. Das Vollmischwerkzeug
23, eine Pflugscharschaufel, setzt sich aus einer Seitenflä
che 26 und aus einer Seitenfläche 27 zusammen. Die beiden
Seitenflächen 26, 27 sind über eine Bodenwand 28 miteinander
verbunden. Die Bodenwand 28 ist glatt ausgebildet und der
Kontur der Trommelinnenoberfläche 18 nachempfunden. Der
Übergangsbereich von der Bodenwand 28 zu den Seitenwänden
26, 27 ist glatt und absatzfrei ausgebildet. In Drehrichtung
der Welle 11 laufen die Seitenwände 26 und 27 in der Spitze
16 zusammen. Entgegen der Drehrichtung der Welle 11 erwei
tert sich die Bodenwand 28 und die Bodenwand 28 und die Sei
tenwände 26, 27 sind im hinteren Bereich über die Rückwand
17 gemeinsam miteinander verbunden. Über den Mischarm 15 ist
das Vollmischwerkzeug 23 mit der Welle 11 verbunden. Die
Seitenwände 26, 27 sind in der Fig. 2 konkav verlaufend aus
gebildet, wie es bei Pflugscharschaufeln üblich ist. Das
Vollmischwerkzeug 23 ist im Bereich der Spitze 16 weiter von
der Trommelinnenoberfläche 18 beabstandet als im Bereich der
Rückwand 17. Die Breite des Vollmischwerkzeugs 23 im Bereich
der Rückwand 17 ergibt sich aus der Vorgabe, wie groß die
interpartikuläre Reibungsenergie, die im zu bearbeitenden
Produkt erzeugt werden soll, sein soll.
Das Halbmischwerkzeug 24 setzt sich aus einer konkav verlau
fenden Seitenwand 29, einer Rückwand 30, einer Bodenwand 31
und einer Seitenwand 32, die der Kontur der Stirnwand 21
nachempfunden ist, zusammen. Die Seitenwand 29, die Rückwand
30, die Bodenwand 31 und die Seitenwand 32 bilden zusammen
gefügt einen Hohlkörper, der über einen Mischarm 33 an der
Welle 11 befestigt ist. Die Seitenwand 29, die Rückwand 30
und die Bodenwand 31 bilden in Drehrichtung der Welle 11 ei
ne Spitze 32′. Die Drehrichtung der Welle 11 ist mit Pfeil
34 in der Fig. 2 angedeutet. Im vorderen Seitenbereich 35
ist das Halbmischwerkzeug 24 weiter von der Innenoberfläche
der Stirnwand 21 entfernt als im hinteren Seitenbereich 36.
Gelangt zu bearbeitendes Produkt in den Spalt zwischen dem
Halbmischwerkzeug 24 und der Innenoberfläche der Stirnwand
21, so wird im zu behandelnden Produkt interpartikuläre Rei
bungsenergie erzeugt.
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Vollmisch
werkzeugs 23, wie es in unterschiedlichen Ansichten in Fig.
1 und Fig. 2 gezeigt ist. Das Vollmischwerkzeug 23 ist aus
geschwungen und konkav verlaufenden Seitenwänden 26 und 27
gebildet, die gemeinsam mit der Rückwand 17 in den Mischarm
15 übergehen. Im Bereich von der Spitze 16 zum Mischarm 15
hin verlaufend endet das Vollmischwerkzeug 23 in der
Schnittlinie der Seitenwände 26, 27. Die Seitenwände 26, 27
weiten sich zur Rückwand 17 hin und sind über die Bodenwand
28 miteinander verbunden. Die Bodenwand 28 ist auch mit der
Rückwand 17 verbunden. Die Seitenwände 26, 27, die Bodenwand
28 und die Rückwand 17 gehen ansatzlos ineinander über und
auch im Bereich des Mischarms 15 münden die Seitenwände 26,
27 wie auch die Rückwand 17 ansatzlos in den Mischarm 15.
Fig. 4 zeigt ebenfalls in einer perspektivischen Sicht ein
Halbmischwerkzeug 24, wie es beispielsweise an der Stirnwand
21 der Fig. 2 verläuft. Das Halbmischwerkzeug 24 ist aus ei
ner geschwungen konkav verlaufenden Seitenwand 29, einer
ebenen Seitenwand 32, einer Bodenwand 31 und einer Rückwand
30 gebildet. Die Wände gehen im unteren Bereich ansatzlos in
den Mischarm 33 über und die Kanten (Schnittlinien) zwischen
den einzelnen Wänden (Seitenwände, Rückwand, Bodenwand) sind
glatt und absatzfrei ausgestaltet.
Sowohl bei den Vollmischwerkzeugen 23 wie auch bei den Halb
mischwerkzeugen 24 gehen die Bodenwände 28, 31 ohne Absatz
unter Bildung einer Scharkante in die angrenzenden Wände
über.
Ein Mischwerkzeug 10 ist unter mehreren auf einer Welle 11
befestigt. Die Welle 11 ist in einer horizontal ausgerichte
ten Trommel 12 beidseits in Stirnwänden 21 drehbar gelagert.
Die Mischwerkzeuge 10 enden in einem geringen Abstand von
der Trommelinnenoberfläche 18 und die Welle 11 verfügt über
Antriebsmittel, die die Mischwerkzeuge 10 in Pfeilrichtung
13 antreiben. Die Mischwerkzeuge 10 (Vollmischwerkzeuge,
Halbmischwerkzeuge) sind in Umlaufrichtung der Welle 11 im
vorderen Bereich 19 weiter von der Trommelinnenoberfläche 18
beabstandet als im hinteren Bereich 20.
Claims (8)
1. Mischwerkzeug bzw. Mischwerkzeuge befestigt an einer
Welle (11), die in einer Trommel (12) drehbar gelagert
gehalten ist, wobei die Mischwerkzeuge (10) im geringen
Abstand von einer Trommelinnenoberfläche (18) enden und
die Welle (11) Antriebsmittel aufweist, dadurch gekenn
zeichnet, daß das oder die Mischwerkzeuge (10), in Um
laufrichtung der Mischwerkzeuge (10) gesehen, im vorde
ren Bereich (19) weiter von der Trommelinnenoberfläche
(18) beabstandet sind als im hinteren Bereich (20).
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das oder die Mischwerkzeuge (10) konkav oder konvex
ausgebildete Seitenwände (26, 27) aufweisen, die im
vorderen Bereich (19) spitz zulaufend und im hinteren
Bereich (20) sich weitend enden, daß die beiden Seiten
wände (26, 27) im unmittelbaren Abstand von der Trom
melinnenoberfläche (18) über eine der Trommelrundung
weitgehend angepaßte Bodenwand (28) miteinander verbun
den sind, die die Seitenwände (26, 27) absatzweise mit
einander verbindet und daß die Seitenwände (26, 27) im
vorderen Bereich (19) von der Bodenwand (28) ausgehend
radial nach innen in den Trommelraum gerichtet in einer
Schnittlinie der Seitenwände (26, 27) enden.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das oder die Mischwerkzeuge (10)
derart auf der Welle (11) angeordnet sind, daß das oder
die Bodenwände (28) bei einer Umdrehung der Welle (11)
von 360° die gesamte Trommelinnenoberfläche (18) über
streichen.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das oder die Mischwerkzeuge (10) im
Innenbereich der Trommel (12) als Vollmischwerkzeuge
(23) symmetrisch zu einer Achse (25) ausgebildet sind.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das oder die Mischwerkzeuge (10) auf einer Welle (11)
in einer Trommel (12) mit Stirnwänden (21) angeordnet
sind, die die weitgehend horizontal ausgerichtete Trom
mel (12) begrenzen, und daß das oder die Mischwerkzeuge
(10), die unmittelbar den Stirnwänden (21) benachbart
sind, Halbmischwerkzeuge (24) sind, die im vorderen Be
reich (35) weiter von der Stirnwandinnenoberfläche be
abstandet sind als im hinteren Bereich (36).
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bodenwand oder die Bodenwände
(28, 31) eine zusätzliche Materialbeschichtung aufwei
sen.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich
net, daß die den Stirnwänden (21) benachbarten Misch
werkzeugen (10) mit einer der Stirnwand (21) angepaßten
Fläche beabstandet aneinander grenzen und daß die
Mischwerkzeuge (10), die zum Innenbereich (22) der
Trommel (12) hinweisen mit einer konkav bzw. konvex
verlaufenden Seitenwand (29) ausgebildet sind.
8. Verwendung der Mischwerkzeuge nach einem der Ansprüche
1 bis 7 in Mischvorrichtungen zum Conchieren von Scho
koladenmassen.
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