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DE4344891A1 - Verfahren zur Herstellung eines umweltfreundlichen Werkstoffs, der bei dem Verfahren erhaltene Werkstoff und seine Verwendung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines umweltfreundlichen Werkstoffs, der bei dem Verfahren erhaltene Werkstoff und seine Verwendung

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DE4344891A1
DE4344891A1 DE19934344891 DE4344891A DE4344891A1 DE 4344891 A1 DE4344891 A1 DE 4344891A1 DE 19934344891 DE19934344891 DE 19934344891 DE 4344891 A DE4344891 A DE 4344891A DE 4344891 A1 DE4344891 A1 DE 4344891A1
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castor oil
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Stefan Meinhardt
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WERU BOUWELEMENTEN
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WERU BOUWELEMENTEN
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    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines umweltfreundlichen Werkstoffs, einen umwelt­ freundlichen Werkstoff und seine Verwendung als Mate­ rialsubstitut für PVC.
Zum Bau von Bürotrennwänden werden z.Zt. für die Ver­ steifungsrahmen Aluminiumhohlprofile verwendet. Die Abdeckplatten, Endstücke, Kabelkanäle usw. bestehen meistens aus Polyvinylchlorid (PVC). Im Bereich der Fenster werden heute ebenfalls in großer Zahl Kunst­ stoffenster mit aus PVC gefertigten Rahmen einge­ setzt. PVC als Werkstoff für derartige Bauteile weist jedoch entscheidende Nachteile auf. Zum einen ist das Recycling noch nicht zufriedenstellend gelöst, zum anderen entwickelt PVC im Brandfall gefährliche Gase.
Somit besteht heute ein großer Bedarf, das PVC durch ein umweltfreundliches Produkt aus nachwachsenden Rohstoffen zu ersetzen.
Der vorliegenden Erfindung liegt ausgehend hiervon die Aufgabe zugrunde, einen Werkstoff zu entwickeln, der die Nachteile von PVC nicht aufweist und biolo­ gisch abbaubar ist. Der Werkstoff soll dabei ähnliche mechanische Eigenschaften wie PVC besitzen, insbeson­ dere muß die Brandschutzklasse B2 in jedem Fall er­ füllt sein. Die Ausgangsmaterialien zur Herstellung des umweltfreundlichen Werkstoffs sollen natürlicher Herkunft sein. Das Verfahren zu seiner Herstellung soll auf einfache Weise schnell und ohne besonderen Aufwand erfolgen. Der Werkstoff soll preisgünstig herstellbar sein, und das Gewicht entsprechender Formteile soll nicht über dem der gegenwärtig einge­ setzten Teile liegen. Aus dem Werkstoff hergestellte Bauteile sollen sich inert verhalten und ihre Eigen­ schaft im Lauf der Zeit nicht ändern.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, hinsichtlich des neuen Werk­ stoffes durch die Kennzeichen des Anspruches 11, in bezug auf die Verwendung durch die Merkmale des An­ spruches 12.
Der erfindungsgemäße Werkstoff besitzt die Nachteile von PVC nicht und ist biologisch abbaubar. Er besitzt ähnliche mechanische Eigenschaften wie PVC. Der er­ haltene Werkstoff ist starr elastisch und von hoher Festigkeit. Bei mechanischer Punktbelastung, wie sie z. B. bei der Befestigung von Holzschrauben oder der Einbringung von Holznägeln auftritt, bleibt die Struktur des umgebenden Materials erhalten. Ein Ein­ reißen, wie dies beispielsweise bei Holz auftreten kann, wird nicht beobachtet. Der Werkstoff läßt sich problemlos mechanisch bearbeiten. Beim Sägen oder Fräsen ist kein Einreißen der Grenzflächen oder gar Abplatzen von kleineren Teilstücken zu beobachten.
Der erfindungsgemäße Werkstoff erfüllt auch die For­ derungen der Brandschutzklasse B2. Insbesondere wird durch den Einbau von Aluminiumhydroxid bei Entflam­ mungsversuchen eine merkliche Verbesserung des Brand­ verhaltens festgestellt. Der Einbau von Aluminium­ hydroxid und die damit einhergehende Abspaltung von Wasser verhindert den direkten Angriff der Flammen. Die Brandschutzklasse B2 nach DIN 4102 ist somit er­ füllt.
In zahlreichen Versuchen hat sich zudem gezeigt, daß beim erfindungsgemäßen Werkstoff keine merkliche Was­ seraufnahme erfolgt, Preßlinge wurden dazu über einen längeren Zeitraum hinweg in Wasser getaucht. Nach 80 Stunden wurde keine nennenswerte Wassermenge vom Werkstoff aufgenommen. Am Werkstoff konnten keine physikalischen und chemischen Änderungen beobachtet werden.
Erfindungsgemäß wird als Füllstoff cellulosehaltiges Material, bevorzugt Holzmehl, Sägespäne oder sonsti­ ger Holzabfall, verwendet. Das verwendete Füllmittel kann als solches als Abfall anfallen, oder man kann größere Holzstücke, die als Abfall anfallen, entspre­ chend verkleinern. Der Füllstoff sollte vorzugsweise eine Faserlänge im Bereich von 5 µm bis 750 µm und eine Faserstärke von 5 µm bis 200 µm nicht über­ schreiten. Besonders bevorzugt besteht der Füllstoff aus pulverisiertem Holz wie Holzmehl oder aus kleinen Sägespänen. Es ist weiter bevorzugt, erfindungsgemäß pulverisiertes Buchenholz mit einer Faserlänge von bis zu 180 µm und einer Faserstärke von 30 bis 50 µm zu verwenden.
Das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Ricinusöl kann irgendein im Handel erhältliches Rici­ nusöl sein. Seine Säurezahl sollte 20 nicht über­ schreiten. Bevorzugt besitzt es eine Säurezahl von 0,1 bis 14. Die Säurezahl bezeichnet die Menge in mg an KOH, die zur Neutralisation von 1 g Probe ver­ braucht wird. Der Wassergehalt des Ricinusöls sollte nicht höher als 1,0 Gew.-%, bezogen auf das Ricinu­ söl, vorzugsweise unter 0,1 Gew.-% liegen. Bevorzugt stammt das Ricinusöl aus der ersten Pressung. Ricinu­ söl besteht hauptsächlich aus dem Glycerid der Rici­ nolsäure. Im folgenden sind die Formeln der Ricinol­ säure und die Hauptbestandteile des Ricinusöls ange­ geben:
Ricinolsäure und der Hauptbestandteil des Ricinusöls
Als Katalysator werden erfindungsgemäß bevorzugt ter­ tiäre Amine, wie "Polycat SA-610/50" (Hersteller: Air Products and Chemicals Inc., Allentown, PA 18195 USA) oder bicyclische und anellierte N-haltige Heterocy­ clen wie z. B. Diazobicycloundecin verwendet.
Andere Beispiele sind:
Organo-Metall-Verbindungen, wie z. B. Sn-Octeat, DBTDL.
Bevorzugt wird der Katalysator so ausgewählt, daß die Reaktionsbeschleunigung erst im Bereich von T < 20°C einsetzt. Dies hat den Vorteil einer langen Verarbei­ tungszeit der Grundmischung, da die endgültige Aus­ härtung somit auf den Verfahrensschritt C begrenzt ist.
Erfindungsgemäß kommen als Polyisocyanate für die Herstellung von Polyurethanen an sich bekannte Poly­ isocyanate in Betracht, d. h. es können aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische, aromatische und heterocyclische Polyisocyanate verwendet werden, wie sie z. B. von W. Siefken in Liebig′s Annalen der Che­ mie, Band 562, Seiten 75 bis 136, beschrieben werden.
Bevorzugte Polyisocyanate sind im allgemeinen die verschiedenen Toluylendiisocyanate, Diphenylmethan­ diisocyanate und insbesondere Polymethylenpolyphenyl­ polyisocyanate sowie Gemische aus diesen Isocyanat- Arten.
Die sekundären OH-Gruppen des Ricinusöls reagieren mit dem Diisocyanat unter Vernetzung, wie es in dem folgenden Reaktionsschema dargestellt wird:
Reaktion einer sekundären OH-Gruppe des Ricinusöls mit Diisocyanat
Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, daß dem erhaltenen Gemisch ein Flammschutzmittel zugesetzt wird. Bei­ spiele für Flammschutzmittel sind Aluminiumhydroxid, Halogen-, Antimon-, Wismut-, Bor- oder Phosphorver­ bindungen oder deren Gemische. Erfindungsgemäß ist es besonders bevorzugt, Aluminiumhydroxid zu verwenden.
Das gepulverte Aluminiumhydroxid verleiht dem System eine verstärkte Flammwidrigkeit.
Das erfindungsgemäße Produkt kann weiterhin Zeolith enthalten.
Der eingesetzte Zeolith bindet die im Reaktionsge­ misch befindliche Restfeuchte. Eingesetzt werden Zeo­ lithe mit Porendurchmessern von 3 Å bis 5 Å.
Die Mischung der Einsatzstoffe kann in beliebiger Reihenfolge erfolgen, es gibt hier keine Beschrän­ kung. Es ist auch möglich, einige der Bestandteile zuvor mit einem Teil des Ricinusöls zu vermischen und dann den Rest des Ricinusöls und die anderen Bestand­ teile zuzugeben. In der beigefügten Fig. 1 ist die Herstellung des Werkstoffs anhand eines Fließschemas dargestellt. Die Füllstoffkomponenten lassen sich problemlos miteinander vermischen. Die Homogenisie­ rung von Füllstoff und Bindemittel sollte in einem eigens dafür vorgesehenen Mischer erfolgen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird vorge­ schlagen, zuerst die Einsatzstoffe Ricinusöl, Füll­ stoff und Katalysator, gegebenenfalls noch ein Flamm­ schutzmittel zu vermischen und erst anschließend das Polyisocyanat hinzuzufügen. Auch durch diese Maßnahme wird gewährleistet, daß die Grundmischung über eine große Zeitspanne (bis zu 1 Tag) verarbeitbar bleibt, insbesondere dann, wenn - wie bevorzugt vorgeschlagen - der Katalysator erst bei einer Temperatur im Be­ reich von < 20°C, bevorzugt im Bereich von 40°C, sei­ ne Aktivität entfaltet.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die ein­ zelnen Bestandteile in folgenden Mengen eingesetzt:
Füllstoff: 50-90 Gew.-%, vorzugsweise 60-80,
Polyisocyanat: 5-25 Gew.-%, vorzugsweise 10-20,
Ricinusöl: 5-25 Gew.-%, vorzugsweise 10-20,
Katalysator: 0-10 Gew.-%, vorzugsweise 0-0,3.
Erfindungsgemäß werden die Einsatzstoffe, aus Holz­ mehl, Ricinusöl, Katalysator, Polyisocyanat und gege­ benenfalls dem Flammschutzmittel vermischt, in eine Form gegeben und bei einer Temperatur im Bereich von 20°C bis 200°C, vorzugsweise 20 bis 100°C, besonders bevorzugt 35 bis 80°C und einem Druck von 1 bis 100 bar, vorzugsweise 2 bis 60 bar, während einer Zeit im Bereich von 30 Sekunden bis 10 Stunden, vorzugsweise 30 Sekunden bis 6 Stunden, ausgehärtet. Besonders bevorzugt ist es, das erhaltene Produkt bei 40°C und 40 bar während 30 bis 40 Sekunden auszuhärten.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die erhalte­ ne Mischung einzeln in Formen gegeben und gepreßt, oder es kann eine Endlosproduktion durchgeführt wer­ den.
Die Endlosproduktion kann
  • a) durch Extrudieren oder
  • b) durch Heißwalzen
erfolgen.
Das Reaktionsgemisch bildet nach der Aushärtung eine geschlossene und ausgesprochen glatte Oberfläche aus, dabei ist die plastische Auflösung, d. h. die Größe geometrischer Figuren, die noch plastifiziert werden kann, sehr hoch. Feinste filigrane Muster werden durch das Material sehr exakt wiedergegeben. Der Werkstoff erhält erst nach einer Auslagerung von 24 Stunden seine Endhärte. Das Bindemittel ist hydroly­ sefest und schließt das Füllstoffgemisch vollständig und wirkt der Aufnahme von Wasser entgegen.
Das erfindungsgemäß erhaltene Produkt kann in vorge­ fertigten Raumgliederungssystemen als Material-Sub­ stitut für Kunststoff- und Metallrahmen, als Lack­ schienen und Verkleidungselemente-Material und als Profilmaterial verwendet werden. Es kann PVC voll­ ständig oder teilweise ersetzen und somit auch im Fensterbau eingesetzt werden.
Die physikalischen Eigenschaften des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes sind in der folgenden Tabelle 1 angegeben:
Druckfestigkeit: ermittelt an Presslingen, hergestellt bei einem Druck von 50 bar
Druckfestigkeit : 6 MPa
Elastizitätsmodul: ermittelt an H-Profilen hergestellt bei einem Druck von 50 bar
Elastizitätsmodul: 2,57 * 108 N/m²
Zum Vergleich beträgt das Elastizitätsmodul von Alumini­ um 7,1 * 10¹⁰ N/m², von Vulcanfiber 4,9 * 10⁰⁹ N/m².
Bruchdehnung εR ermittelt an H-Profilen, hergestellt bei ei­ nem Druck von 50 bar
εR = 0,03
Dichte p, ermittelt an Presslingen, hergestellt bei einem Druck von 70 bar
p = 1,02 g/cm²
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung:
Beispiel 1
70 Gew.-% Holzmehl werden mit 12,5 Gew.-% Ricinusöl und 5 Gew.-% Zeolith vermengt, bis das Holzmehl voll­ ständig benetzt ist. Anschließend werden 12,5 Gew.-% Isocyanat hinzugegeben, und es wird innigst ver­ mischt. Die Mischung wird in eine Metallpreßform ge­ geben, deren Oberfläche zuvor mit einem Trennmittel benetzt wurde, und bei 200°C 6 Stunden bei einem Druck von 5 bar gepreßt. Das erhaltene Produkt besitzt eine glatte Oberfläche.
Es wird 24 Stunden ausgelagert, dabei erhält das Pro­ dukt seine Endhärte.
Beispiel 2
40 Gew.-% Holzmehl werden mit 20 Gew.-% Aluminium­ hydroxid gemischt. Nach Zugabe von 9,9 Gew.-% Zeo­ lith, 15 Gew.-% Ricinusöl und 0,1 Gew.-% Katalysator werden die Komponenten so lange vermischt, bis die Feststoffanteile vollständig benetzt sind. Anschlie­ ßend fügt man 15 Gew.-% Isocyanat zu und vermischt das System vollständig.
Die Mischung wird in eine Metallpreßform, deren Ober­ fläche zuvor mit einem Trennmittel benetzt wurde, gegeben und bei 90°C 30 Sekunden mit einem Druck von 50 bar gepreßt.
Das erhaltene Produkt besitzt eine glatte Oberfläche, es wird 24 Stunden ausgelagert und erhält dabei seine Endhärte.
Beispiel 3
69,9 Gew.-% Holzmehl werden mit 15 Gew.-% Ricinusöl und 0,1 Gew.-% Katalysator gemischt bis das Holzmehl gleichmäßig benetzt ist. Anschließend fügt man 15 Gew.-% Polyisocyanat hinzu und mischt abermals. Die Mischung wird in eine auf 85°C vorgeheizte Metallform gegeben und 60 Sekunden mit einem Druck von 83 bar gepreßt.

Claims (12)

1. Verfahren zur Herstellung eines umweltfreundli­ chen Werkstoffes, gekennzeichnet durch die Kom­ bination der folgenden Merkmale:
  • a) daß 5-25 Gew.-% Ricinusöl, 50-90 Gew.-% Cellulose-enthaltendes Material als Füll­ stoff, 5-25 Gew.-% Polyisocyanat und 0-10 Gew.-% eines Katalysators als Einsatzstoffe zu einer Grundmischung vermischt werden,
  • b) daß die Grundmischung in eine gewünschte Form gebracht wird,
  • c) daß eine Aushärtung bei einer Temperatur im Bereich von 20°C bis 200°C, bei einem Druck von 1 bar bis 100 bar während einer Zeit im Bereich von 10 Sec. bis 15 Std. durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Mischung der Einsatzstoffe (Verfah­ rensschritt a) in beliebiger Reihenfolge er­ folgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß als Einsatzstoffe zuerst Ricinusöl, Katalysator, Füllstoff und anschließend das Po­ lyisocyanat vermischt werden.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Verfah­ rensschritt a) eine oder mehrere Flammschutzmit­ tel zugefügt werden.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ricinusöl vor der Vermischung mit den anderen Einsatzstof­ fen mit Zeolith vermischt wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ricinusöl mit einer Säurezahl < 20 und einem Wassergehalt < 1-Gew.-% eingesetzt wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff ausgewählt ist aus der Gruppe Holzmehl, Sägespä­ ne oder Holzabfall oder andere Cellulose-enthal­ tende nachwachsende Rohstoffe, wie z. B. Reis­ spelze.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysa­ tor tertiäre Amine oder bicyclische und anel­ lierte Heterocyclen mit Stickstoff eingesetzt werden.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysa­ tor so ausgewählt ist, daß die Beschleunigung der Reaktion bei einer Temperatur < 20°C ein­ setzt.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Flamm­ schutzmittel ausgewählt ist aus der Gruppe Alu­ miniumhydroxid, Halogen-, Antimon-, Wismut-, Bor-, oder Phosphorverbindungen bzw. deren Mi­ schungen.
11. Umweltfreundlicher Werkstoff, dadurch gekennzei­ chnet, daß er nach einem der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10 erhalten worden ist.
12. Verwendung des umweltfreundlichen Werkstoffes nach Anspruch 11 in vorgefertigten Raumgliede­ rungssystemen, als Materialsubstitut für Kunst­ stoff- und Metallrahmen, als Leitschienen- und Verkleidungselemente-Material und als Profilma­ terial.
DE19934344891 1993-12-29 1993-12-29 Verfahren zur Herstellung eines umweltfreundlichen Werkstoffs, der bei dem Verfahren erhaltene Werkstoff und seine Verwendung Ceased DE4344891A1 (de)

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