DE4343860A1 - Türblatt für ein thermisch isoliertes Fach, insbesondere ein Kühlfach eines Kühlmöbels - Google Patents
Türblatt für ein thermisch isoliertes Fach, insbesondere ein Kühlfach eines KühlmöbelsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Türblatt für ein thermisch
isoliertes Fach, insbesondere ein Kühlfach eines Kühlmöbels.
Ein Türblatt für ein Kühlfach eines Kühlmöbels soll,
ebenso wie die Wände des Kühlfaches, so isoliert sein, daß
Wärmeleitung durch die geschlossene Kühlfachtür in das
Kühlfach hinein vermieden wird. Die notwendige Isolierung
führt zu einer aufwendigen Konstruktion, zumal zu
berücksichtigen ist, daß ein Türblatt auch mechanisch weitaus
höher belastet wird als Kühlfachwände, weil ein Türblatt auch
mit Beschlägen für das Öffnen und Schließen ausgerüstet ist.
Auf die Beschläge einwirkende Kräfte hat das Türblatt
abzufangen, was nur bei entsprechender mechanischer Festigkeit
möglich ist, die durch entsprechende Konstruktionsmaßnahmen
gewährleistet wird. Der dadurch bedingte, nicht unerhebliche
Bau- und Montageaufwand erhöht die Herstellungskosten
wesentlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Türblatt für
ein thermisch isoliertes Fach so auszubilden, daß es einfacher
und somit kostengünstiger hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Türblatt als doppelwandiges, mit Isoliermaterial ausgefülltes
Tafelelement ausgebildet ist, das aus einem einseitig offenen,
vorzugsweise aus Blech gebildeten Flachkasten besteht, der mit
einer vorzugsweise aus Blech gefertigten Blechplatte
verschlossen ist, wobei die Ränder des Flachkastens und der
Deckplatte gegenseitig in Wirkverbindung bringbare Verbin
dungselemente aufweisen.
Der Flachkasten ist mit der Deckplatte in einfacher Weise
zusammenfügbar, indem an den Rändern vorhandene Verbin
dungselemente miteinander in Wirkverbindung gebracht werden.
Dies kann z. B. bei als Rastelementen ausgebildeten Verbin
dungselementen durch Andrücken der an der Deckplatte
befindlichen Verbindungselemente gegen die Verbindungselemente
an dem Rand des Flachkastens erfolgen, bis die Verbin
dungselemente eine gegenseitige Verrastung eingehen. Bei
einer derartigen Ausgestaltung der Verbindungselemente kann
auf besondere Maßnahmen, wie z. B. Schrauben, Nieten, Kleben,
Schweißen und dergleichen verzichtet werden, die zwar auch
zwecks Verbindung prinzipiell im Rahmen der Erfindung nutzbar
sind, jedoch wiederum höheren Montageaufwand erfordern.
Die notwendige mechanische Festigkeit des aus Kastenrahmen
und angesetzter Deckplatte gebildeten Türblatts wird durch
Ausfüllen mit Isoliermaterial erreicht. Ein Isoliermaterial
mit entsprechender mechanischer Festigkeit, z. B. Isolier
matten, die ausreichend hart sind, kann das Türblatt
versteifen und verfestigen und dabei gleichzeitig thermisch
isolieren. Eine vorteilhaft einfache Einbringung von
Isoliermaterial ist durch eine Ausschäumung mit aushärtendem
Isoliermaterial, z. B. Polyurethanschaum, möglich.
Bei dem erfindungsgemäßen Türblatt ist die Deckplatte der
Kühlfachinnenseite zugekehrt. Die Deckplatte aus Metall nimmt
bei geschlossenem Kühlfach somit die im Kühlfach herrschende
Kühltemperatur an. Der Flachkasten bildet die Türblatt
außenseite und weist somit die Temperatur in der Umgebung des
Kühlmöbels auf. Damit eine Entstehung einer Kältebrücke in den
Verbindungsbereichen zwischen Flachkasten und Deckplatte
vermieden wird, ist nach einer Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen, daß in den Verbindungsbereich der Verbindungs
elemente ein der thermischen Trennung zwischen Flachkasten und
Deckplatte dienendes Isolierelement gesetzt ist. Das
Isolierelement trennt die Verbindungselemente von Flachkasten
und Deckplatte voneinander und isoliert die beiden Teile
thermisch gegeneinander, wobei die Funktion der gegenseitigen
Halterung und Fixierung der Verbindungselemente von Deckplatte
und Flachkasten ebenfalls vom Isolierelement erfüllt wird.
Diese doppelte Funktion des Isolierelements wird dadurch
ermöglicht, daß das Isolierelement eine an der Innenseite der
Zargenwand des Flachkastens angeordnete Profilleiste aus
Kunststoff ist. Das Kunststoffmaterial isoliert im Sinne der
thermischen Trennung und die Profilleiste kann mit
entsprechenden Profilvorsprüngen der Verbindung zwischen den
Verbindungselementen von Deckplatte und Flachkasten dienen.
Zu diesem Zweck ist in vorteilhafter Weise vorgesehen, daß
die Profilleiste einen an der Innenseite der Zargenwand
anliegenden Leistenabschnitt hat, sowie einen gegen den Rand
der Deckplatte vorstehenden Steg. Mit dem Leistenabschnitt
stützt sich die Profilleiste an der Zargenwand des
Flachkastens ab. Der gegen den Rand der Deckplatte vorstehende
Steg kann mit einem am Rand der Deckplatte sitzenden
Verbindungselement in Wirkverbindung gebracht werden.
Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung weist der Steg
wenigstens eine parallel zum Leistenabschnitt verlaufende
abstehende Rippe auf. Die Rippe dient zum einen der
Versteifung des Stegs. Zum anderen hat die Rippe den Vorteil,
daß eine von außen durch die Zargenwand des Flachkastens
eingedrehte Schraube nach Durchdringen des Leistenabschnitts
auch in den Steg einschraubbar ist, wodurch eine
Schraubverbindung wesentlich fester und haltbarer wird. Damit
die Profilleiste während des Zusammenbaus eines Türblatts
fixiert ist, ist vorgesehen, daß die den offenen Öffnungsrand
des Flachkastens bildende freie Kante seiner Zargenwand eine
nach innen gerichtete Umbiegung aufweist, die eine jeweils
benachbarte Längskante der an der Innenseite der Zargenwand
angeordneten Profilleiste übergreift. Zusätzlich hat die ein
fach anzubringende Umbiegung noch den Vorteil, daß der
Öffnungsrand des Flachkastens versteift wird.
Eine Montageerleichterung wird auch insbesondere dadurch
erreicht, daß der Zargenwand zugekehrte Ränder der Deckplatte
mit einer zum Inneren des Flachkastens hin gerichteten
federelastisch auslenkbaren Abbiegung versehen sind, die mit
der zugekehrten Längskante des Stegs der Profilleiste in
federnde Anlage bringbar ist. Mit besonderem Vorteil weist die
Abbiegung einen der Verrastung mit der Längskante des Stegs
der Profilleiste dienenden Längsabsatz auf. Durch diese
Maßnahmen ist die Deckplatte mit dem Flachkasten durch
einfaches Eindrücken unter Auslenkung der Abbiegung
verrastbar, indem der Längsabsatz in der Abbiegung über die
Längskante des Stegs der Profilleiste schnappt.
Ein der Verrastung dienender Längsabsatz läßt sich in die
Abbiegung dadurch einfach einbringen, daß er durch einen im
Querschnitt "S"- bzw. "Z"-förmigen Verlauf der Abbiegung
gebildet ist.
Eine federelastische Auslenkung der Abbiegung bei
eindrückender Deckplatte in den Flachkasten ist dadurch
erleichtert, daß die Abbiegung in einem bestimmten Winkel zur
Deckplattenebene verläuft. Vorzugsweise ist der Winkel der
Abbiegung etwa 45 Grad.
In dem freien Raum, welcher von der Umbiegung der freien
Kante der Zargenwand des Flachkastens, dem dahinter
befindlichen Abschnitt der Profilleiste, der zugekehrten Ober
fläche des Stegs der Profilleiste und der Abbiegung der
Deckplatte begrenzt ist, läßt sich mit Vorteil eine elastische
Türdichtungslippe einsetzen. Der freie Raum ist durch die
winklige Abbiegung hinterschnitten, und die Umbiegung ragt in
den freien Raum hinein. Dadurch kann auf Befestigungselemente
für eine Türdichtungslippe in wesentlichen verzichtet werden.
Gegebenenfalls reicht es bereits aus, die Türdichtungslippe
aus Moosgummi oder dergleichen einzukleben.
Mach dem Zusammenbau des Türblatts aus Flachkasten,
Deckplatte und Profilleisten werden die Teile durch eine
Ausschäumung mit aushärtendem Isoliermaterial miteinander
fixiert und verbunden. Für eine Ausschäumung ist
Polyurethanschaum besonders vorteilhaft. Das Türblatt wird
dadurch hochfest und steif, so daß es auch mechanischen
Belastungen stand hält. Deckplatte und Flachkasten sind durch
die Ausschäumung in Verbindung mit durch Abbiegung und
Profilleiste gebildeten Hinterschneidungen derart fest
miteinander verbunden und verankert, daß eine gegenseitige
Lösung auch durch Zugkräfte, die z. B. beim Öffnen und
Schließen des Kühlfaches über an den Flachkasten angesetzte
Beschläge und Handgriffe ausgeübt werden können, nicht dazu
führen, daß sich Flachkasten und Deckplatte voneinander lösen.
Ein Ausführungsbespiel der Erfindung, aus dem sich weitere
erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung
dargestellt.
Die Zeichnung zeigt einen Randbereich eines Türblatts für
ein Kühlfach im Querschnitt in vergrößertem Maßstab.
Das Türblatt ist als doppelwandiges Tafelelement 1 aus
gebildet. Vorzugsweise hat das Tafelelement, bzw. das Tür
blatt, rechteckige Form wobei die Begrenzungsränder des
Tafelelements allseitig gleich ausgebildet sind, so, wie es in
der Zeichnung dargestellt ist.
Eine Deckplatte 2 aus Blech bildet eine dem Kühlfach
inneren zugekehrte Innenwand des doppelwandigen Tafelelements
1. Ein Flachkasten 3, ebenfalls aus Blech gefertigt, bildet,
eine Außenwand des Türblatts. Die seitlich hochgezogene
Zargenwand des Flachkastens 3 ist mit 4 bezeichnet. Eine den
offenen Öffnungsrand des Flachkastens 3 bildende freie Kante
seiner Zargenwand 4 weist eine nach innen gerichtete Umbiegung.
5 auf. In den Verbindungsbereich zwischen Deckplatte 2 und
Flachkasten 3 ist ein der thermischen Trennung dienendes
Isolierelement 6 gesetzt. Das Isolierelement ist eine an der
Innenseite der Zargenwand 4 des Flachkastens 3 angeordnete
Profilleiste aus Kunststoff, die einen an der Innenseite der
Zargenwand anliegenden Leistenabschnitt 7 sowie einen gegen
den Rand der Deckplatte 2 vorstehenden Steg 8 hat. Von dem
Steg 8 erhebt sich wenigstens eine parallel zum Leistenab
schnitt 7 verlaufende Rippe 9. Die Rippe dient der Versteifung
und Verankerung des Isolierelements 6, sowie daneben auch der
Halterung einer durch strichpunktierte Linien angedeuteten,
von außen einschraubbaren Schraube 10. Die an der freien Kante
der Zargenwand 4 des Flachkastens 3 befindliche Umbiegung 5
übergreift eine jeweils benachbarte Längskante 11 der an
der Innenseite der Zargenwand 4 angeordneten Profilleiste.
Die der Zargenwand 4 des Flachkastens 3 zugekehrten Ränder
der Deckplatte 2 sind mit einer zum Inneren des Flachkastens 3
hin gerichteten, federelastischen, auslenkbaren Abbiegung ver
sehen, die mit der zugekehrten Längskante 13 des Stegs 8 der
als Isolierelement 6 dienenden Profilleiste in federnde Anlage
bringbar ist.
Die Abbiegung verläuft in einem Winkel von etwa 45° Grad
zur Ebene der Deckplatte 2 und weist einen der Verrastung mit
der Längskante 13 des Stegs 8 dienenden Längsabsatz 14 auf,
der durch einen im Querschnitt "S"- bzw. "Z"-förmigen Verlauf
der Abbiegung 12 gebildet ist.
In dem freien Raum, welcher von der Umbiegung 5, der
freien Kante der Zargenwand 4 des Flachkastens 3, dem dahinter
befindlichen Leistenabschnitt 7 der als Isolierelement 6
dienenden Profilleiste, der zugekehrten Oberfläche des Stegs 8
und der Abbiegung 12 der Deckplatte begrenzt ist, ist eine
elastische Türdichtungslippe 15 befestigt.
Das Tafelelement 1 ist durch Einlegen des Isolierelements
6, das gegebenenfalls durch Schrauben 10 fixiert werden kann,
sowie durch einfaches Andrücken und Einschnappen der
Deckplatte 2 in den Flachkasten zusammensetzbar. Sobald Flach
kasten, Deckplatte und Isolierelemente zusammengesetzt sind,
wird das gesamte Tafelelement mit einem aushärtendem
Isoliermaterial, z. B. Polyurethanschaum, ausgeschäumt und
dadurch die Teile miteinander fixiert und verbunden. Das
Tafelelement ist, nach Anbringen entsprechender Beschläge, als
Türblatt für ein Kühlfach verwendbar.
Claims (12)
1. Türblatt für ein thermisch isoliertes Fach, insbeson
dere ein Kühlfach eines Kühlmöbels,
dadurch gekennzeichnet,
daß es als doppelwandiges, mit Isoliermaterial ausgefülltes
Tafelelement (1) ausgebildet ist, das aus einem einseitig
offenen, vorzugsweise aus Blech gebildeten Flachkasten (3)
besteht, der mit einer vorzugsweise aus Blech gefertigten
Deckplatte (2) verschlossen ist, wobei die Ränder des
Flachkastens (3) und der Deckplatte (2) gegenseitig in
Wirkverbindung bringbare Verbindungselemente aufweisen.
2. Türblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Verbindungsbereich der Verbindungselemente wenigstens
ein der thermischen Trennung zwischen Flachkasten (3) und
Deckplatte (2) dienendes Isolierelement (6) angeordnet ist.
3. Türblatt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Isolierelement (6) eine an der Innenseite der Zargenwand
(4) des Flachkastens (3) angeordnete Profilleiste aus
Kunststoff ist.
4. Türblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die als Isolierelement (6) dienende Profilleiste einen an der
Innenseite der Zargenwand (4) anliegenden Leistenabschnitt (7)
hat, sowie einen gegen den Rand der Deckplatte (2)
vorstehenden Steg (8).
5. Türblatt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steg (8) wenigstens eine parallel zum Leistenabschnitt (7)
verlaufende, abstehende Rippe (9) aufweist.
6. Türblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die den offenen Öffnungsrand des
Flachkastens (3) bildende freie Kante seiner Zargenwand eine
nach innen gerichtete Umbiegung (5) aufweist, die eine jeweils
benachbarte Längskante (11) der an der Innenseite der Zargen
wand angeordneten Profilleiste (Isolierelement 6) übergreift.,
7. Türblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zargenwand (4) zugekehrte
Ränder der Deckplatte (2) mit einer zum Inneren des
Flachkastens hin gerichteten, federelastisch auslenkbaren
Abbiegung (12) versehen sind, die mit der zugekehrten
Längskante (13) des Stegs (8) der Profilleiste (Isolierelement
6) in federnde Anlage bringbar ist.
8. Türblatt nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abbiegung (12) einen der Verrastung mit der Längskante
(13) des Stegs (8) der Profilleiste (Isolierelement 6)
dienenden Längsabsatz (14) aufweist.
9. Türblatt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Längsabsatz (14) durch einen im Querschnitt "S" bzw. "Z"-
förmigen Verlauf der Abbiegung (12) gebildet ist.
10. Türblatt nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Winkel der Abbiegung (12) zur Ebene
der Deckplatten (2) etwa 45 Grad ist.
11. Türblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem freien Raum, welcher von
der Umbiegung (5), der freien Kante der Zargenwand (4) des
Flachkastens (3), dem dahinter befindlichen Leistenabschnitt
(7) der Profilleiste (Isolierelement 6), der zugekehrten
Oberfläche des Stegs (8) und der Abbiegung der Deckplatte (2)
begrenzt ist, eine elastische Türdichtungslippe (15) befestigt
ist.
12. Türblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Flachkasten (3), Deckplatte (2)
und Profilleiste (Isolierelement 6), die zu einem Tafel
element (1) zusammengesetzt sind, durch eine Ausschäumung des
Tafelelements (1) mit aushärtendem Isoliermaterial miteinander
fixiert und verbunden sind.
Priority Applications (5)
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