DE4343332A1 - Vorrichtung zur Konvektivkühlung einer dichten Brennkammer - Google Patents
Vorrichtung zur Konvektivkühlung einer dichten BrennkammerInfo
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- F02K9/62—Combustion or thrust chambers
- F02K9/64—Combustion or thrust chambers having cooling arrangements
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23R—GENERATING COMBUSTION PRODUCTS OF HIGH PRESSURE OR HIGH VELOCITY, e.g. GAS-TURBINE COMBUSTION CHAMBERS
- F23R3/00—Continuous combustion chambers using liquid or gaseous fuel
- F23R3/005—Combined with pressure or heat exchangers
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Konvektivkühlung
einer dichten Brennkammer von Gasturbogruppen.
Im Zuge der Entwicklung werden zur Verbesserung des Wirkungs
grades in modernen Gasturbinen zunehmend der Druck und die
Temperatur des Heißgases in der Brennkammer erhöht. Das
führt dazu, daß die Brennkammerwände von den Druck- und
Thermolasten wesentlich höher als früher beansprucht werden.
Da in den heutigen Gasturbinengenerationen gleichzeitig auch
die Schadstoffemissionen gesenkt werden müssen und daher mög
lichst der gesamte Luftmassenstrom durch die Brenner gehen
sollte, kommen für die Brennkammerkühlung keine Techniken in
Frage, die durch kontrollierte Einbringung einer isolierenden
Luftschicht auf der Brennkammerseite zwar den Wärmestrom ver
mindern, aber gleichzeitig auch den Brennermassenstrom redu
zieren. Dies trifft zum Beispiel auf die Filmkühlung zu. Es
werden daher vermehrt rein konvektive Kühlsysteme in einer
"abgedichteten" Brennkammer eingesetzt, bei denen die gesamte
Kühlluft in einem Kühlkanal zwischen Brennkammerinnen- und
Brennkammeraußenwand entlangströmt, bevor sie durch die
Brenner geleitet wird.
Die Kühlleistung zur Abfuhr der Wärmelast ist sowohl von der
kühlluftseitig treibenden Temperaturdifferenz, von der vom
Kühlmedium benetzten Oberfläche, als auch vom durch aerodyna
mische Effekte hervorgerufene Wärmeübergangskoeffizienten ab
hängig.
Ein höherer Verdichterdruck hat im allgemeinen auch eine hö
here Kühllufttemperatur und die hohe Wärmebelastung eine ge
ringere Metalltemperatur auf der Kühlluftseite bei einer üb
licherweise festgelegten flammenseitigen Metalltemperatur zur
Folge. Auf der Kühlluftseite wird daher die treibende Tempe
raturdifferenz überproportional kleiner. Daher muß oft die
Kühlwirkung verstärkt durch den aerodynamischen Effekt auf
gebaut werden. Einer der Hauptparameter ist somit die Ge
schwindigkeit im Kühlkanal, mit der aber wiederum quadratisch
der Druckverlust im Kühlsystem, der den Gasturbinen-Wirkungs
grad vermindert, gekoppelt ist.
Beim bisher bekannten Stand der Technik sind dichte Brennkam
mern so ausgeführt, daß die eigentliche Brennkammerwand,
d. h. die Trennwand zwischen Heißgas und Kühlluft, gleichzei
tig sowohl die gesamte Wärmelast als auch die gesamte Druck
last trägt. Der Kühlkanal selbst ist dann außen nur durch
eine dünne Abdeckung begrenzt, die keine Drucklasten aufneh
men kann. Bei den für stationäre Gasturbinen hohen Anforde
rungen an die Lebensdauer sind deshalb relativ große Wand
stärken der eigentlichen Brennkammerwand, die z. B. im Bereich
von 5 mm bis 7 mm liegen können, notwendig.
Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermeiden. Ihr
liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln,
die bei einer hochbelasteten, konvektiv gekühlten dichten
Gasturbinenbrennkammer eine effektive Kühlung der Brennkam
merwand mit geringen Druckverlusten bei uneingeschränkt hoher
Lebensdauer der Brennkammer und relativ geringer Brennkammer
wandstärke gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß bei einer
Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches die tra
gende äußere Brennkammerwand entlang der Kühlstrecke fest
mit der relativ dünnen inneren Brennkammerwand verbunden ist
unter Bildung von mehreren voneinander getrennten Kühlkanä
len.
Die Vorteile der Erfindung bestehen unter anderem darin, daß
eine Entkopplung von Drucklast- und Wärmelastaufnahme er
reicht und eine stabile und kompakte Kühlfiguration erzielt
werden. Es treten bei der Kühlung nur geringe Druckverluste
auf, die erzielbare Lebensdauer der Brennkammer ist wegen der
hervorragenden Kühlwirkung sehr hoch und die Wandstärke der
Brennkammerwand kann relativ gering sein.
Es ist besonders zweckmäßig, wenn die Brennkammerwände min
destens an den Stellen miteinander fest verbunden sind, an
denen eine Relativbewegung auftreten könnte.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn die innere Brennkammerwand
entlang der Kühlstrecke mit Längsrippen versehen ist, wobei
die Verbindung mit der tragenden Brennkammerwand die Längs
rippen oben abschließt und dadurch die voneinander abge
grenzten Kühlkanäle entstehen.
Schließlich wird mit Vorteil eine relativ dicke tragende
Brennkammerwand verwendet wird, in welche nahe der Heißgasseite
voneinander abgegrenzte Kühlkanäle eingebettet sind,
wobei Form, Durchmesser und Abstand der Kühlkanäle variierbar
sind. Dadurch kann eine optimale Anpassung an die spezifische
Situation in der Brennkammer lokal erfolgen.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die der Flamme zugewandte
Seite der inneren Brennkammerwand mit einer Wärmedämmschicht
versehen ist, weil dadurch der Wärmeeintrag von der Heißgasseite
schon an seiner Quelle vermindert wird.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand einer hochbelasteten, schadstoffarmen dichten Gastur
binenbrennkammer dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teillängsschnitt der Gasturbinenbrennkammer;
Fig. 2 einen Querschnitt II-II der Brennkammerwand
von Fig. 1;
Fig. 3 einen Querschnitt der Brennkammerwand eines anderen
Ausführungsbeispieles.
Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentli
chen Elemente gezeigt. Die Strömungsrichtung der Kühlluft und
des Heißgases ist mit Pfeilen bezeichnet.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispie
len und der Fig. 1 bis Fig. 3 näher erläutert.
In Fig. 1 ist ein Teil einer konvektiv gekühlten dichten Gas
turbinenbrennkammer 1 dargestellt. Wegen der heutigen hohen
Anforderungen an eine nur geringe Schadstoffemission wird der
gesamte Massenstrom der Kühlluft A durch die Brenner 2 ge
schickt. Als Brenner 2 werden in diesem Ausführungsbeispiel
schadstoffarme umweltfreundliche Doppelkegelbrenner verwen
det. Die Kühlluft A tritt am Ende der Brennkammer 1 in die
Kühlstrecke 3 ein und verläßt diese am Anfang der Brennkam
mer 1, um anschließend die Brenner 2 zu passieren. Das beim
Betrieb der Brennkammer 1 mit Doppelkegelbrennern besonders
vorteilhafte Gegenstromprinzip kann in anderen Ausführungs
beispielen auch durch eine Gleich- oder Kreuzstromführung
ersetzt werden.
Fig. 2 zeigt in einem Teilquerschnitt von Fig. 1 ein erfindungsgemäßes
Brennkammerwandsegment. Es besteht aus einer
relativ dicken tragenden Wand 4 zum Auffangen der Drucklasten
C, in der entlang der Kühlstrecke 3 Kühlkanäle 5 in Form von
langen Löchern eingebettet sind. Die Kühlkanäle 5 befinden
sich nahe der Heißgasseite, beispielsweise beträgt in diesem
Ausführungsbeispiel der Abstand des Lochrandes zum Flammen
raum 2 mm. Auf Grund dieser Anordnung ist dadurch der tragen
den Brennkammerwand 4 eine relativ dünne Brennkammerwand 6
vorgelagert, die direkt mit der tragenden Wand 4 verbunden
ist, so daß die so gebildete Gesamtstruktur alle Drucklasten
c aufnehmen kann. Diese dünne innere Brennkammerwand 6
schützt im Sinne eines Hitzeschutzschildes die tragende
Brennkammerwand 4 vor der Strömung des Heißgases B, nimmt
die Wärmelast D auf und wird selbst gekühlt, beispielsweise
konvektiv.
Bei gegebenen Wärmeströmen fallen nun die Temperaturdifferen
zen über die Wand 6 gegenüber dem bisherigen Stand der Tech
nik erheblich geringer aus. Dadurch ist eine Erhöhung des
kühlluftseitig treibenden Temperaturgefälles gewährleistet.
Als Folge kann der aerodynamische Aufwand zur Kühlung deut
lich verringert werden.
Weil die Drucklast C durch die Gesamtstruktur aufgefangen
wird, kann die Wand 6 sehr dünn ausgeführt werden mit den
skizzierten positiven Auswirkungen auf die Kühlleistung.
Da die Form, der Abstand und der Durchmesser der Kühlkanäle 5
in weiten Grenzen variierbar sind, ist auch eine optimale lo
kale Anpassung an die spezifische Situation in der Brennkam
mer 1 möglich.
Die Herstellung einer solchen Kühlungsvorrichtung kann auf
schweiß- und/oder gießtechnischem Wege erfolgen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die
tragende Brennkammerwand 4 im Vergleich zum Stand der Technik
deutlich kälter ist und daher hohe Festigkeitswerte aufweist.
In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt.
Dieses Brennkammersegment weist an der inneren Brennkammer
wand 6 Längsrippen 7 entlang der Kühlstrecke 3 auf. Die
Längsrippen 7 werden oben von der Tragstruktur, d. h. der tra
genden Wand 4, abgeschlossen. Dadurch bilden sich einzelne
voneinander getrennte Kühlkanäle 5, durch die die Kühlluft A
strömt. Auch mit dieser Kühlkonfiguration werden die o.g.
Vorteile erreicht.
Die Kühlleistung ist ebenso über Form, Abstand und Durchmes
ser der Kanäle, also auch über die Rippenform optimierbar.
Zusätzlich können noch Rauhigkeitselemente in beiden Ausfüh
rungsbeispielen eingesetzt werden.
Bei den in Fig. 2 und Fig. 3 dargestellten Ausführungsbei
spielen ist zusätzlich die der Flamme zugewandte Seite der
Brennkammerwand 6 noch mit einer keramischen Wärmedämmschicht
8 versehen. Das führt zu einer Verminderung des Wärmeeintra
ges schon an seiner Quelle.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Kühltechnik be
steht darin, daß Dehnungen auf Grund thermischer Spannungen
zwar insgesamt zu einer Verformung der Brennkammerwand führen
können, jedoch die Form der Kühlkanäle 5 nicht verändert und
dadurch die Kühlwirkung konstant gehalten wird. Durch eine
derart robuste Konstruktion wird eine "Selbstmord"-Schaltung
der Kühlung, die auf thermische Dehnungen mit verschlechteter
Kühlwirkung wegen einer veränderten Kanalgeometrie und damit
zu weiterer Überhitzung mit vergrößerten Dehnungen reagiert,
wirksam unterbunden.
Durch die Entkopplung von Druck- und Wärmelast führt diese
Kühltechnik auch bei sehr hohen Wärmeströmen nur zu relativ
geringen prozentualen Druckverlusten und damit zu einem ver
besserten Gasturbinen-Wirkungsgrad. Andererseits erlaubt sie
einen äußerst stabilen Aufbau auch bei den mit dem Verdich
terdruck steigenden absoluten Drucklasten.
Bezugszeichenliste
1 Brennkammer
2 Brenner
3 Kühlstrecke
4 tragende Brennkammerwand
5 Kühlkanal
6 innere Brennkammerwand
7 Längsrippen
8 Wärmedämmschicht
A Kühlluft
B Heißgas
c Drucklast
D Wärmelast
2 Brenner
3 Kühlstrecke
4 tragende Brennkammerwand
5 Kühlkanal
6 innere Brennkammerwand
7 Längsrippen
8 Wärmedämmschicht
A Kühlluft
B Heißgas
c Drucklast
D Wärmelast
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Konvektivkühlung einer dichten Brenn
kammer (1) von Gasturbogruppen, welche im wesentlichen
aus Brennkammeraußen- und Brennkammerinnenwand (4, 6)
mit dazwischen befindlicher Kühlstrecke (3) besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß die tragende äußere Brenn
kammerwand (4) entlang der Kühlstrecke (3) fest mit der
relativ dünnen inneren Brennkammerwand (6) verbunden ist
unter Bildung von mehreren voneinander getrennten Kühl
kanälen (5).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Brennkammerwände (4, 6) mindestens an den Stel
len miteinander fest verbunden sind, an denen eine Rela
tivbewegung auftreten könnte.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeich
net, daß die innere Brennkammerwand (6) entlang der
Kühlstrecke (3) mit Längsrippen (7) versehen ist, wobei
die Verbindung mit der tragenden Brennkammerwand (4) die
Längsrippen (7) oben abschließt und dadurch die vonein
ander abgegrenzten Kühlkanäle (5) entstehen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeich
net, daß eine relativ dicke tragende Brennkammerwand
(4) verwendet wird, in welche nahe der Heißgasseite
voneinander abgegrenzte Kühlkanäle (5) eingebettet sind,
wobei Form, Durchmesser und Abstand der Kühlkanäle (5)
variierbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die der Flamme zugewandte Seite der
inneren Brennkammerwand (6) mit einer Wärmedämmschicht
(8) versehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934343332 DE4343332C2 (de) | 1993-12-20 | 1993-12-20 | Vorrichtung zur Konvektivkühlung einer hochbelasteten Brennkammer |
| JP31726394A JPH07198142A (ja) | 1993-12-20 | 1994-12-20 | 気密な燃焼室を対流冷却するための装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934343332 DE4343332C2 (de) | 1993-12-20 | 1993-12-20 | Vorrichtung zur Konvektivkühlung einer hochbelasteten Brennkammer |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4343332A1 true DE4343332A1 (de) | 1995-06-22 |
| DE4343332C2 DE4343332C2 (de) | 1996-06-13 |
Family
ID=6505431
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934343332 Expired - Lifetime DE4343332C2 (de) | 1993-12-20 | 1993-12-20 | Vorrichtung zur Konvektivkühlung einer hochbelasteten Brennkammer |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPH07198142A (de) |
| DE (1) | DE4343332C2 (de) |
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| EP0801210A3 (de) * | 1996-04-10 | 1998-12-23 | General Electric Company | Kühlung von Gasturbinenbrennkammerwand |
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1993
- 1993-12-20 DE DE19934343332 patent/DE4343332C2/de not_active Expired - Lifetime
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1994
- 1994-12-20 JP JP31726394A patent/JPH07198142A/ja active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4343332C2 (de) | 1996-06-13 |
| JPH07198142A (ja) | 1995-08-01 |
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|---|---|---|---|
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| D2 | Grant after examination | ||
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Owner name: ALSTOM, PARIS, FR |
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| R081 | Change of applicant/patentee |
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| R071 | Expiry of right |