DE4342529A1 - Armierungsspannglied - Google Patents
ArmierungsspanngliedInfo
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Description
Diese Erfindung betrifft ein Armierungsspannglied, das als
sogenannter Ankerbolzen bei der Armierung von untertägigem
Gebirge oder alternativ als Armierungsstab für
Betonstrukturen wie Säulen, Balkenträger, Dächer, Fußböden,
Treppenanlagen usw. verwendet werden kann.
Ankerbolzen werden im Berg- oder Tunnelbau zur Abstützung
des Hangenden in großem Umfang verwendet, normalerweise
durch Bohren einer Reihe von Bolzenlöchern in vor
geschriebenen Winkeln auf Längen von z. B. 5-15 m, wobei
jedes Bolzenloch für die Aufnahme eines Bolzens angepaßt
ist, der konventionell an seinen Innenenden durch Auf
sprengen einer Epoxydharzpatrone verankert und danach mit
einer normalerweise mit Spannung an den Bolzen angelegten
Mutter befestigt wird. Normalerweise bestanden solche
Bolzen aus Stahl mit einem Querschnitt, der etwas kleiner
war als der Lochquerschnitt, um relativ problemlose
Insertion zu ermöglichen. Bei den in Frage kommenden Längen
sind diese Bolzen jedoch speziell in Hangendenlöcher nur
schwer einzubringen, und sind im Untertagebau auch mit
Transportproblemen verbunden, insbesondere beim Abbau von
Kohle, wo ein Kohlenstoß mehrere Meilen vom Versor
gungsschacht entfernt sein kann.
Im Baugewerbe werden Stahlarmierungsstangen, normalerweise
mit Außenrippen, in großem Umfang für Bauwerke verwendet,
wobei die Stangen innerhalb der Strukturen eingebettet sind
und, im Gegensatz zum Bergbau, wo das Hangende nur
vorübergehend abgestützt werden muß, langfristig und sicher
halten müssen, was bei Stahlarmierungsstangen wegen der
Korrosions- und/oder chemischen Anfälligkeit durch
Betonbestandteile problematisch ist, während andererseits
bei der Anzahl der erforderlichen Armierungsstangen
Gewichtsfaktoren berücksichtigt werden müssen, die Geräte,
z. B. Kräne, zur Anhebung und Positionierung der Stangen vor
Einbringung des Betons erfordern.
Nach der vorliegenden Erfindung ist ein Armierungsspann
glied vorgesehen, das einen Langkörper, der aus mehrere
Glasfasern enthaltender, synthetischer Kunststoffmasse
besteht, stranggepreßte Stränge zur Erzeugung eines relativ
starren Spannglieds des gewünschten Profils mit mehreren
Strangabstandsstücken, die entlang dem Spannglied in
festgelegten Axialabständen angeordnet und dafür bestimmt
sind, die einzelnen Glasfaserstränge in festgelegten,
beabstandeten Verhältnissen zu halten, und eine Vorrichtung
zur Verschiebung der Stränge in nicht parallele Anordnungen
aufweist.
Deshalb sieht die Erfindung ein relativ leichtgewichtiges
Skelettspannglied aus synthetischem Kunststoffmaterial vor,
das leichter zu handhaben ist als Stahlspannglieder nach
dem Stand der Technik, und den gleichen Zugbelastungen
standhalten kann, weil die Strangabstandstücke die
glasfaserverstärkten Stränge innerhalb des Spannglieds in
festgelegten optimalen Stellungen halten, und somit zum
Beispiel die Zugfestigkeit eines Ankerbolzens konsistent
und in größerem oder geringerem Ausmaß bekannt ist.
Bei der praktischen Anwendung wird das Skelettspannglied
zur Herstellung eines Ankerbolzens in das Bohrloch einge
setzt und dann wird Mörtel in das Bohrloch eingepreßt, der
das Spannglied so einkapselt, daß das von Spannglied und
Mörtel gebildete Verbundelement nach Abbindung des Mörtels
ein Ankerbolzen wird, an den dann die erforderliche
Zugspannung angelegt werden kann. Bei dem Armierungs
spannglied in Form eines Ankerbolzens zum Beispiel resul
tiert die Verschiebung der Stränge in nicht parallele
Anordnungen in der Bildung von Mörtelkeilen zwischen dem
Außenumfang des Spannglieds und dem Innenumfang eines
Bohrlochs zur Abstützung der Halterung des Spannglieds
innerhalb des Bohrlochs.
Bei der praktischen Anwendung werden zur Herstellung eines
Betongefüges ein oder mehrere Spannglieder in geeigneter
Gruppierung normalerweise horizontal verlegt, bevor der
Beton über das/die Spannglied(er) vergossen wird, um die
letzteren in das Gefüge einzubetten.
Die Strangabstandsstücke selbst bestehen vorzugsweise aus
synthetischer Kunststoffmasse, typisch in U-Scheiben- oder
Ringkonfiguration, mit mehreren peripheren Kerben, in die
jeweils ein Strang eingesetzt und eingepaßt werden kann.
Die Strangabstandsstücke können "Außenabstandsstücke" oder
sowohl "Außen"- als auch "Innenabstandsstücke" sein.
Deshalb wären in einer Ausführungsform eines Spannglieds
mit mehreren, z. B. 14, Glasfasersträngen die
"Außenstrangabstandsstücke" mit z. B. 14 Kerben versehen, um
den Innenkern des Spannglieds frei von Glasfasersträngen zu
halten, indem die Stränge auf eine ringförmige Zone neben
dem Umfang des Spannglieds begrenzt werden. Bei einem
kombinierten "Außen"- und "Innenabstandsstück" andererseits
ist das Innenabstandsstück normalerweise mit 7 Kerben
versehen, die dazu dienen, die Innenstränge in der
Innenkernzone des Spannglieds und frei vom Außenumfang zu
halten. Die Stränge werden in den Kerben der
Außenabstandsstücke oder der kombinierten Außen- und
Innenabstandsstücke vorteilhafterweise durch Anordnung von
ersten Bandagendrähten, die eng an jedem Strang anliegen
und die Stränge umhüllen, festgehalten.
Die Vorrichtung zur Verschiebung der Stränge befindet sich
etwa in der Mitte von zwei nebeneinanderliegenden
Strangabstandsstücken und besitzt vorzugsweise die Form
einer Einschnürungsvorrichtung. Die Einschnürungsvorrich
tung ist vorzugsweise ein zweiter Bandagendraht, der die
Stränge umschließt.
Jeder von z. B. 14 Strängen ist vorzugsweise so gewebt, daß
eine vollständige Einkapselung mit Zementmörtel
gewährleistet ist, womit die Druckfestigkeit des Mörtels
und die Zugfestigkeit der Glasfaserstränge optimiert wer
den.
Die Strangabstandsstücke und Stränge sind gewebt, um das
gewünschte Profil und das Maß zu erzielen, die zu einer
Prüflastgrenze von 267 bis 550 kN führen, wenn sie in
Bindermörtel gemäß BC-Test RM/CON/92/B gekapselt sind.
Die Erfindung wird jetzt beispielsweise mit Verweis auf die
beigefügten Zeichnungen weiter beschrieben; in diesen
Zeichnungen sind:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Armierungs
spannglieds nach der Erfindung;
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht eines Endteils einer
ersten Ausführungsform des Spannglieds in Fig. 1;
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht eines Zwischenteils der
ersten Ausführungsform des Spannglieds in Fig. 1;
Fig. 4 entspricht Fig. 3, zeigt jedoch eine zweite Aus
führungsform;
Fig. 5 die Ansicht einer Fläche eines Außenabstandsstücks;
Fig. 6 eine Seitenansicht des Abstandsstücks in Fig. 5;
Fig. 7 die Draufsicht auf eine Endfläche eines Innen
abstandsstücks; und
Fig. 8 eine Draufsicht auf ein Verbundabstandsstück.
In den Zeichnungen umfaßt ein Armierungsspannglied 1 ein
Langstück 2 aus mehrere Glasfasern enthaltender syntheti
scher Kunststoffmasse, zieh-stranggepreßte Stränge 3 zur
Erzeugung eines relativ starren Spannglieds 1 mit
gewünschtem Profil mit mehreren Strangabstandsstücken 4,
oder 4 und 5, die entlang dem Spannglied 1 in festgelegten
Axialabständen D angeordnet sind und dazu dienen, die
einzelnen Glasfaserstränge 3 in festgelegten, beabstandeten
Verhältnissen zu halten (siehe Fig. 2 bis 4) und einen
Endteil 5 und einen Zwischenteil 5 zu definieren.
Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen eine Ausführungsform,
in der die Stränge 3 gerade verlegt, und Fig. 4
veranschaulicht eine Ausführungsform, in der die Stränge 3
spiralförmig verlegt sind.
Ebenso in Fig. 2 dargestellt ist die Möglichkeit, das Ende
des Endteils 5 mit einem Endanschlußstück in Form eines
außengewindeten Rohrs zur Aufnahme einer U-Scheibe und
einer Mutter (nicht gezeigt) zu versehen, so daß an das
Spannglied 1 Spannung angelegt werden kann, wenn das
letztere einen Ankerbolzen bildet. Dargestellt in den
Fig. 2 bis 4 sind auch eine Reihe von ersten Stahl
bandagendrähten 8, die unmittelbar neben, jedoch auf
gegenüberliegenden Seiten eines jeden Strangabstandsstücks
4, oder 4 und 5, angeordnet sind, und eine zweite Reihe von
Stahlbandagendrähten 9, welche die Stränge in eine nicht
parallele Lage verschieben, indem die Stränge 3 an Stellen
etwa in der Mitte zwischen zwei nebeneinanderliegenden
Strangabstandsstücken 4, oder 4 und 5, zusammengebracht
werden. Bei dieser Anordnung und wiederum unter der
Voraussetzung, daß das Spannglied 1 die Form eines
Ankerbolzens besitzt, ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, im
Felsgebirge 11 ein Bohrloch 10 mit ringförmigen
Mörtelkeilen 12 vorgesehen, die zwischen dem Außenumfang
des Spannglieds 1 und dem Innenumfang des Bohrlochs 10 so
definiert sind, daß wenn Spannung an das Spannglied 1 durch
Fest ziehen einer Mutter auf dem gewindeten Rohr 7 zur
Beibehaltung der Integrität des Gebirges 11 angelegt wird,
die Mörtelkeile 12 entlang der Länge des Spannglieds den
Widerstand des Spannglieds beim Herausziehen aus dem
Bohrloch 10 unterstützen.
In den Fig. 5 und 6 ist ein Außenabstandsstück 4 aus
synthetischer Kunststoffmasse mit vierzehn peripheren
Kerben 13 dargestellt, das bis zu vierzehn Stränge 3 auf
nehmen und diese auf einer Außenzone des Spannglieds 1 in
optimal beabstandetem Verhältnis halten kann, wobei die
Stränge 3 in den Kerben 13 durch die Nähe der ersten Reihe
von Bandagendrähten 8 festgehalten werden.
In Fig. 7 ist ein Innenabstandsstück 5 dargestellt, das
sieben Kerben 13 zur Aufnahme von bis zu sieben Strängen 3
besitzt, um diese in einem Innenbereich (oder Kern) des
Spannglieds 1 in optimal beabstandetem Verhältnis zu hal
ten.
Fig. 8 veranschaulicht die Möglichkeit der Kombination
eines Strangabstandsstücks 4 mit einem Strangabstandsstück
5 zur Herstellung eines Verbundabstandsstücks in Fällen,
bei denen die Beibehaltung der Beabstandung sowohl der
Innenstränge 3 als auch der Außenstränge 3 gewünscht wird.
Claims (9)
1. Armierungsspannglied, umfassend ein Langstück aus
mehrere Glasfasern enthaltender synthetischer Kunst
stoffmasse, zieh-stranggepreßte Stränge zur Erzeugung
eines relativ starren Spannglieds mit gewünschtem
Profil, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Strangabstandsstücke (4, oder 4 und 5) in festgelegten
Axialabständen (D) entlang dem Spannglied (1) ange
ordnet sind und dazu dienen, die einzelnen Glasfaser
stränge (3) in festgelegten, beabstandeten Verhält
nissen zu halten, und Vorrichtungen (9) zur Verschie
bung der Stränge in nicht parallele Lagen vorgesehen
sind.
2. Spannglied nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Strangabstandsstücke (4, oder 4
und 5) aus synthetischer Kunststoffmasse bestehen.
3. Spannglied nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnete daß die Strangabstandsstücke (4,
oder 4 und 5) als U-Scheibe oder ringförmig ausgebildet
sind.
4. Spannglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Strang
abstandsstücke (4, oder 4 und 5) mit mehreren
Umfangskerben (13) versehen sind, die jeweils einen
Strang (3) aufnehmen und in Position halten können.
5. Spannglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnete daß erste Bandagen
drähte (8) unmittelbar neben jedem Strangabstandsstück
(4, oder 4 und 5) angeordnet sind, wobei der erste
Bandagendraht (8) die Stränge (3) zur festen Halterung
der Stränge in den Kerben (13) umschließt.
6. Spannglied nach Definition in einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (9) zur Verschiebung der Stränge etwa in
der Mitte von zwei nebeneinanderliegenden Strang
abstandsstücken (4, oder 4 und 5) angeordnet ist.
7. Spannglied nach Definition in einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (9) zur Verschiebung der Stränge eine Ein
schnürungsvorrichtung ist.
8. Spannglied nach Definition in Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einschnürungsvorrichtung
ein zweiter Bandagendraht (9) ist, der die Stränge (3)
umschließt.
9. Spannglied nach Definition in einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Innenstrangabstandsstück (5) mit kleinerem Durchmesser
in einer Aufnahmeöffnung eines Außenstrang
abstandsstücks (4) mit größerem Durchmesser angeordnet
ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| GB929226079A GB9226079D0 (en) | 1992-12-15 | 1992-12-15 | Reinforcement tendon |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4342529A1 true DE4342529A1 (de) | 1994-06-16 |
Family
ID=10726609
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19934342529 Withdrawn DE4342529A1 (de) | 1992-12-15 | 1993-12-15 | Armierungsspannglied |
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| Country | Link |
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| GB (2) | GB9226079D0 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2142039C1 (ru) * | 1998-09-28 | 1999-11-27 | Бийский завод стеклопластиков | Арматурный элемент для армирования теплоизоляционных стеновых конструкций и способ его изготовления |
| WO2000000718A1 (de) * | 1998-06-26 | 2000-01-06 | Sika Ag, Vormals Kaspar Winkler & Co. | Zuganker insbesondere zur sicherung von felswänden sowie verfahren zur herstellung eines derartigen zugankers |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242157B (de) * | 1961-03-20 | 1967-06-08 | Beton & Monierbau Ag | Verfahren zum Herstellen vorgespannter Ankerpfaehle |
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1992
- 1992-12-15 GB GB929226079A patent/GB9226079D0/en active Pending
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1993
- 1993-12-08 GB GB9325112A patent/GB2274124B/en not_active Expired - Fee Related
- 1993-12-15 DE DE19934342529 patent/DE4342529A1/de not_active Withdrawn
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| WO2000000718A1 (de) * | 1998-06-26 | 2000-01-06 | Sika Ag, Vormals Kaspar Winkler & Co. | Zuganker insbesondere zur sicherung von felswänden sowie verfahren zur herstellung eines derartigen zugankers |
| RU2142039C1 (ru) * | 1998-09-28 | 1999-11-27 | Бийский завод стеклопластиков | Арматурный элемент для армирования теплоизоляционных стеновых конструкций и способ его изготовления |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB9325112D0 (en) | 1994-02-09 |
| GB9226079D0 (en) | 1993-02-10 |
| GB2274124B (en) | 1995-02-08 |
| GB2274124A (en) | 1994-07-13 |
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Legal Events
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