DE4341242A1 - Plattenzylinder mit halbautomatischer Plattenspanneinrichtung - Google Patents
Plattenzylinder mit halbautomatischer PlattenspanneinrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Plattenzylinder in
einem Druckwerk, auf dem eine Druckplatte angebracht wird.
Der der eine Druckplatte tragende Plattenzylinder ist in dem
Druckwerk um seine Achse rotierbar gelagert. Auf der
Oberfläche der Druckplatte ist das zu druckende Bild
definiert. Es wird Farbe auf die Druckplatte auf dem
Plattenzylinder aufgebracht, und das eingefärbte Bild wird
beim Rotieren des Zylinders auf Papier oder anderes Material
gedruckt.
Die Druckplatte ist eine dünne Metallplatte und wird auf dem
Plattenzylinder angebracht, indem sie um die Mantelfläche des
Zylinders gewunden wird. Die einander gegenüberliegenden
Kanten der so auf den Zylinder aufgebrachten Druckplatte
erstrecken sich entlang der Länge des Zylinders. Ein
Spannmechanismus innerhalb des Zylinders kontaktiert die
jeweiligen Kanten der Platte und hält die Platte während der
Rotation des Zylinders auf diesem fest.
Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt ein rotierbarer
Plattenzylinder eine Spannvorrichtung zum Befestigen der
Druckplatte auf dem Zylinder. Der Zylinder hat einen Körper
mit einer Mantelfläche. Die Spannvorrichtung hat einen Kanal
mit einer Öffnung auf der Mantelfläche des Zylinders. Der
Kanal erstreckt sich durch die Öffnung in den Zylinder. Die
Spannvorrichtung umfaßt ferner ein Spannteil, das so gelagert
ist, daß es in dem Kanal zwischen einer geschlossenen und
einer geöffneten Position hin- und herbewegt werden kann.
Die Spannvorrichtung befestigt die Druckplatte auf dem
Plattenzylinder, wenn das Spannteil sich in eine geschlossene
Position bewegt und löst die Druckplatte von dem
Plattenzylinder, wenn das Spannteil sich in die geöffnete
Position bewegt. Wenn der Plattenzylinder rotiert wird, dann
ist das Spannteil aus dem Kanal heraus von der geschlossenen
in die geöffnete Position bewegbar.
Beim Rotieren des Plattenzylinders unterwirft die Masse des
Spannteils das Spannteil einer ersten Zentrifugalkraft. Diese
erste Zentrifugalkraft zwingt das Spannteil, sich aus dem
Kanal heraus von der geschlossenen in die geöffnete Position
zu bewegen.
Der Plattenzylinder umfaßt ferner ein Ausgleichteil und ein
Kraftausgleichelement. Beim Rotieren des Plattenzylinders
unterwirft die Masse des Ausgleichteils das Ausgleichteil
einer zweiten Zentrifugalkraft. Das Kraftausgleichelement
richtet die zweite Zentrifugalkraft gegen das Spannteil
entgegen der ersten Zentrifugalkraft in einem Maße, das
verhindert, daß durch die erste Zentrifugalkraft das
Spannteil aus der geschlossenen Position herausbewegt wird.
Diese und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden
durch die folgende Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den beigefügten,
nachstehend erläuterten Zeichnungen weiter verdeutlicht.
Fig. 1 ist eine stirnseitige Ansicht des erfindungsgemäßen
Plattenzylinders;
Fig. 1a ist ein Querschnitt eines in Fig. 1 gezeigten
Teiles;
Fig. 2 ist eine Ansicht entlang der Linie 2-2 der Fig. 1;
Fig. 3 ist eine vergrößerte Teilansicht eines in Fig. 1
gezeigten Teiles;
Fig. 4 ist eine Ansicht des in Fig. 3 gezeigten Teiles in
verschiedenen Positionen; und
Fig. 5 ist eine Teilansicht eines gemäß einer alternativen
Ausführung der vorliegenden Erfindung konstruierten
Plattenzylinders.
Wie in Fig. 1 gezeigt, hat ein gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgeführter Plattenzylinder 10 eine zentrale
Längsachse 12 und einen Körper 14. Der Körper 14 auf der
Achse 12 weist eine Mantelfläche 16 auf. An jedem Ende des
Plattenzylinders 10 befindet sich eine Abdeckhaube 20 und ein
an der Achse 12 zentrierter Achszapfen 22. Die Achszapfen 22
stützen den Plattenzylinder 10 bei der Rotation um dessen
Achse 12 in einem Druckwerk. Der Plattenzylinder 10 umfaßt
auch eine Spannschiene 26 und eine Ausgleichschiene 28. Die
Spannschiene 26 und die Ausgleichschiene 28 wirken zusammen,
um eine Druckplatte in einer installierten Position zu
halten, in welcher diese um die Zylindermantelfläche 16
gewunden ist.
Der Plattenzylinder 10 hat auch eine Querachse 30. Diese
Querachse 30 befindet sich, radial gesehen, in einem Abstand
von der zentralen Längsachse 12 und erstreckt sich senkrecht
zu einer diametralen Linie 32, die den Durchmesser der
Zylindermantelfläche 16 bestimmt. Ein offener Kanal 34 in dem
Plattenzylinder erstreckt sich entlang der Länge des
Körpers 14 und in den Körper 14 entlang der Querachse 30. Der
offene Kanal 34 besteht aus einem auf der Mantelfläche 16
offenen äußeren Endteil 36 und aus einem inneren Endteil 38
mit einer Innenfläche 39 und einem vertieften Teil 40. Es ist
ein Sicherungsblock 42 auf dem Plattenzylinder 10 befestigt,
und zwar in dem vertieften Teil 40 des offenen Kanals 34,
sich entlang der Länge des offenen Kanals erstreckend.
Der Plattenzylinder 10 weist ferner eine Innenfläche 50 auf,
die eine zylindrische Kammer 52 bestimmt. Die zylindrische
Kammer 52 erstreckt sich entlang der Länge des Körpers 14 und
steht über mehrere verbindende Durchgänge 54 mit dem offenen
Kanal 34 in Verbindung. Wie in Fig. 2 gezeigt, befinden sich
die verbindenden Durchgänge 54 in einem Abstand voneinander
entlang der Länge des Plattenzylinders 10.
Die Spannschiene 26 ist in dem offenen Kanal 34 angeordnet
und entlang der Querachse 30 hin- und herbewegbar. Die
Spannschiene 26 erstreckt sich entlang der Länge des offenen
Kanals 34, wie in Fig. 2 gezeigt, und erstreckt sich
transversal in dem offenen Kanal 34, wie in Fig. 1 gezeigt.
Die in Fig. 1A gezeigte Spannschiene 26 weist ein äußeres
Endteil 60, ein inneres Endteil 62 und ein Zwischenteil 64
auf. Das äußere Endteil 60 der Spannschiene 26 hat eine
Außenfläche 66 mit zylindrischer Kontur, die zu der Kontur
der Mantelfläche des Körpers 14 paßt. Das innere Endteil 62
der Spannschiene 26 hat eine obere Nut 68, eine untere
Nut 70, eine innere Endfläche 71 und eine Anschlagfläche 72.
Das innere Endteil 62 hat auch eine Anzahl Schlitze 74. Jeder
Schlitz 74 hat eine Anschlagfläche 75. Wie in Fig. 2 gezeigt,
befinden sich die Schlitze 74 in einem Abstand voneinander
entlang der Länge der Spannschiene 26. Auf dem
Zwischenteil 64 der Spannschiene 26 lagert eine Spannfeder 76
und eine Sicherungsfeder 78. Die Spannfeder 76 und die
Sicherungsfeder 78 sind Blattfedern, die sich entlang der
Länge der Spannschiene 26 erstrecken und mit Haltern 80 an
dieser befestigt sind. Zum Zwecke der Gewichtsverminderung
der Spannschiene 26 sind in dem Zwischenteil 64 mehrere
Hohlräume 82 geformt.
Die Ausgleichschiene 28 befindet sich in der zylindrischen
Kammer 52 und ist ebenfalls entlang der Querachse 30 hin- und
herbewegbar. Die Ausgleichschiene 28 weist entlang ihrer
Länge mehrere voneinander beabstandete Bohrungen auf, d. h.
erste Bohrungen 90 und zweite Bohrungen 92. Wie in Fig. 2
gezeigt, sind die ersten Bohrungen 90 auf die verbindenden
Durchgänge 54 ausgerichtet, welche die zylindrische Kammer 52
mit dem offenen Kanal 34 verbinden. Die zweiten Bohrungen 92
befinden sich in einem Abstand von den verbindenden
Durchgängen 54. Jede der ersten und zweiten Bohrungen 90 und
92 hat eine Innenfläche 94. Jede der ersten Bohrungen 90 hat
ferner ein inneres Gewindeteil 96.
In den Bohrungen 90 und 92 in der Ausgleichschiene 28 werden
mehrere Spiralfedern 98 aufgenommen. Jede der Spiralfedern 98
erstreckt sich von der Innenfläche 50 in der zylindrischen
Kammer 52 zu der Innenfläche 94 der jeweiligen Bohrung. Die
Spiralfedern 98 üben eine Federkraft gegen die
Ausgleichschiene 28 aus, welche die Ausgleichschiene 28
zwingt, sich entlang der Querachse 30 nach rechts zu bewegen,
wie in Fig. 1 gezeigt.
Die Spannschiene 26 ist durch mehrere Verbindungsbolzen 100
mit der Ausgleichschiene 28 verbunden. Jeder der
Verbindungsbolzen 100 hat einen Kopf 102, einen länglichen
Körper 104 und ein Endteil 106 mit einem Außengewinde. Der
Kopf 102 jedes Verbindungsbolzens 100 wird in einem
jeweiligen der Schlitze 74 in der Spannschiene 26 aufgenommen
und berührt die Anschlagfläche 75 in dem Schlitz 74. Der
Körper 104 jedes Verbindungsbolzens 100 erstreckt sich von
der Spannschiene 26 zur Ausgleichschiene 28 durch einen
jeweiligen der verbindenden Durchgänge 54. Der
Gewindeteil 106 jedes Verbindungsbolzens 100 wird in einen
inneren Gewindeteil 96 der Bohrung in der Ausgleichschiene 28
geschraubt. Somit wird durch die Verbindungsbolzen 100 die
Spannschiene 26 mit der Ausgleichschiene 28 verbunden, so daß
die Spiralfedern 98 die Spannschiene 26 und die
Ausgleichschiene 28 zwingen, sich entlang der Querachse 30
nach rechts zu bewegen, wie in Fig. 1 gezeigt. Die
Ausgleichschiene 28 begrenzt die Bewegung der Spannschiene 26
entlang der Querachse 30 nach links, wie in Fig. 3 gezeigt,
wenn erstere die Innenfläche 50 des Plattenzylinders 10
kontaktiert. Falls die Verbindungsbolzen 100 durch ihre
Bewegung brechen sollten, dann würde der Sicherungsblock 42
die Spannschiene 26 sicher in dem offenen Kanal 34 halten.
Der Plattenzylinder weist ferner mehrere
Luftdurchflußöffnungen auf, durch welche wahlweise von einer
Quelle 120 Druckluft auf die Spannschiene 26 gerichtet wird.
Es ist auch eine axiale, sich in dem Achszapfen 22
erstreckende Luftdurchflußöffnung 122 und eine radiale, sich
von der Öffnung 122 radial erstreckende
Luftdurchflußöffnung 124 vorgesehen. Eine ringförmige
Luftdurchflußöffnung 126 besteht zwischen dem Achszapfen 22
und der Abdeckhaube 20 des Plattenzylinders 10. Die
ringförmige Öffnung 126 wird mit einem ersten
Dichtungsring 130 pneumatisch abgeschlossen. Die ringförmige
Öffnung 126 verbindet die radiale Öffnung 124 mit der
zylindrischen Kammer 52, in welcher sich die
Ausgleichschiene 28 befindet. Die zylindrische Kammer 52
steht pneumatisch wiederum über kleine Zwischenräume zwischen
den Körpern 104 der verbindenden Bolzen 100 und den
zylindrischen Wänden der verbindenden Durchgänge 54 mit dem
offenen Kanal 34 in Verbindung. Das innere Endteil 38 des
offenen Kanals 34 wird mit einem zweiten Dichtungsring 132
pneumatisch von dem äußeren Endteil 36 des offenen Kanals 34
abgeschlossen, wodurch auch das Eindringen von Schmutz oder
anderen verunreinigenden Partikeln verhindert wird. Der
zweite Dichtungsring 132 erstreckt sich um die
Spannschiene 26 in den Nuten 68 und 70.
Wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt, ist eine Druckplatte 150 auf
dem Plattenzylinder 10 angebracht. Die Druckplatte 150 hat
ein Vorderkantenteil 152 und ein Hinterkantenteil 154. Wie in
Fig. 3 gezeigt, befindet sich die Spannschiene 26 in einer
geöffneten Position, in welcher sich ihr äußeres Endteil 60
über das äußere Endteil 36 des offenen Kanals 34 erstreckt.
Die zylindrische Außenfläche 66 der Spannschiene 26 befindet
sich dann nach außen gerichtet in einem Abstand von der
Mantelfläche 16 des Körpers 14. Die Druckplatte 150 ist
anfänglich auf dem Plattenzylinder so angebracht, daß sich
ihr Vorderkantenteil 152 in das äußere Endteil 36 des offenen
Kanals 34 und ihr Hinterkantenteil 154 über die Spannfeder 76
erstreckt. Die Spannfeder 76 gleicht Toleranzen in der Länge
der Druckplatte 150 zwischen deren Vorder- und
Hinterkantenteilen 152 und 154 aus. Im einzelnen biegt sich
die Spannfeder 76 nach unten links, wenn die Druckplatte 150
zwischen den einander gegenüberliegenden Kantenteilen 152 und
154, bezogen auf die Umfangsfläche des Plattenzylinders,
kürzer liegt; die Spannfeder 76 biegt sich nach oben rechts,
wenn die Druckplatte 150 zwischen den einander
gegenüberliegenden Kantenteilen 152 und 154, bezogen auf die
Umfangsfläche des Plattenzylinders, länger liegt.
Die Spannschiene 26 ist von der geöffneten Position (siehe
Fig. 3) in eine geschlossene Position bewegbar (siehe
Fig. 4). Bei der Bewegung der Spannschiene 26 nach innen in
die geschlossene Position wird die Sicherungsfeder 78
gezwungen, mit dem Vorder- und Hinterkantenteil 152 und 154
der Druckplatte 150 in Kontakt zu kommen. Die
Sicherungsfeder 78 und die Spannfeder 76 halten dann die
Druckplatte 150 sicher auf dem Plattenzylinder 10. Die
zylindrische Fläche 66 der Spannschiene 26 liegt auf gleicher
Ebene mit der Mantelfläche 16 des Körpers 14, und der
Spalt 158 zwischen den Vorder- und Hinterkantenteilen 152 und
154 der Druckplatte 150 ist weitgehend geschlossen.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung bewegt sich die
Spannschiene 26 nicht nach innen entlang einem Radius des
Zylinders 10, sondern sie bewegt sich nach innen entlang der
Querachse 30. Mit Bezug auf einen Radius, der sich von der
zentralen Längsachse 12 zum äußeren Endteil 36 des offenen
Kanals 34 erstreckt, bewegt sich somit die Spannschiene 26 in
einem Winkel zu diesem Radius nach innen. Vorzugsweise bewegt
sich die Spannschiene 26 in einem Winkel von ca. 45° zu solch
einem Radius nach innen, wie in den Zeichnungen dargestellt.
Die Spannfeder 76 kann das Hinterkantenteil 154 der
Druckplatte 150 in einem Winkel weiter und leichter in den
offenen Kanal 34 ziehen als dies direkt entlang einem Radius
möglich wäre, weil sie dafür die Druckplatte 150 nicht so
weit zu biegen braucht.
Die Spannschiene 26 wird pneumatisch von der geschlossenen in
die geöffnete Position bewegt und durch Spiralfedern 98 von
der geöffneten in die geschlossene Position bewegt. Wenn der
pneumatische Druck der Quelle 120 durch die
Luftdurchflußöffnungen auf die Spannschiene 26 gerichtet
wird, so bewegt dieser die Spannschiene 26 aus dem offenen
Kanal 34 heraus und gegen die Kraft der Spiralfedern 98. Die
Druckluft ist also erst in einem Freiraum zwischen der
inneren Endfläche 39 des offenen Kanals 34 und der inneren
Endfläche 71 der Spannschiene 26 gegen die Spannschiene 26
gerichtet. In der bevorzugten Ausführung der Erfindung ist
der Freiraum als eine Vertiefung in der Fläche 71 vorgesehen,
jedoch könnte dieser auch als eine Vertiefung in der
Fläche 39 vorgesehen sein. Durch den Freiraum entwickelt sich
ein Druckluftaufbau gegen die Spannschiene 26, der größer ist
als die initiale Kraft, die entstehen würde, wenn die
Flächen 71 und 39 sich auf gleicher Ebene befänden. Die
Spannschiene 26 wird in der in Fig. 1 gezeigten offenen
Position gehalten, solange der pneumatische Druck ausgeübt
wird. Ist die Druckplatte 150 auf dem Plattenzylinder 10
angebracht, wie in Fig. 3 gezeigt, wird der pneumatische
Druck abgeschaltet. Die Spiralfedern 98 bewegen dann die
Spannschiene 26 nach innen von der geöffneten Position in die
geschlossene Position.
Beim Rotieren des Plattenzylinders 10 in dem Druckwerk
während des Druckbetriebs ist die Spannschiene 26 durch ihre
Masse einer Zentrifugalkraft unterzogen, die zunimmt, wenn
sich die Rotationsgeschwindigkeit des Plattenzylinders 10
erhöht. Diese auf die Spannschiene 26 wirkende
Zentrifugalkraft ist radial nach außen gerichtet, wie durch
die in Fig. 1 gezeigte Linie F1 generell angedeutet. Die
Zentrifugalkraft hat eine transversale Komponente, die
entlang der Querachse 30 nach außen, d. h. nach links wirkt,
wie in Fig. 1 gezeigt. Diese transversale Komponente der
Zentrifugalkraft zwingt die Spannschiene 26, sich von der
geschlossenen Position entgegen der Kraft der Spiralfedern 98
nach außen in die geöffnete Position zu bewegen.
Würde die Spannschiene 26 von der geschlossenen Position in
die geöffnete Position durch die Zentrifugalkraft bewegt
werden, dann würde sich die Druckplatte 150 auf dem
Plattenzylinder 10 während des Druckbetriebs lockern. Jedoch
unterwirft beim Rotieren des Plattenzylinders 10 die Masse
der Ausgleichschiene 28 diese gleichermaßen einer
Zentrifugalkraft, die auch radial nach außen gerichtet ist,
wie durch die in Fig. 1 gezeigte Linie F2 generell
angedeutet. Die auf die Ausgleichschiene 28 wirkende
Zentrifugalkraft hat eine transversale Komponente, die
entlang der Querachse 30 nach rechts wirkt, wie in Fig. 1
gezeigt. Die Ausgleichschiene 28 ist in ihrer Masse so
ausgebildet, daß die transversale Komponente der
Zentrifugalkraft, die auf die Ausgleichschiene 28 nach rechts
wirkt, mindestens in etwa dem Maße gleichkommt, in welchem
die Kraft der Spiralfedern 98 durch die transversale
Komponente der Zentrifugalkraft, die nach links auf die
Spannschiene 26 wirkt, überschritten wird. Da die
Ausgleichschiene 28 durch die sich transversal erstreckenden
Verbindungsbolzen 100 mit der Spannschiene 26 verbunden ist,
sind die transversalen Komponenten der Zentrifugalkräfte
gegeneinander gerichtet. Somit ist durch die
Ausgleichschiene 28 sichergestellt, daß die auf die
Spannschiene 26 nach links wirkende Zentrifugalkraft die
Spannschiene 26 nicht aus ihrer geschlossenen Position
bewegen kann, auch wenn diese Zentrifugalkraft größer werden
sollte als die Kraft der Spiralfedern 98. Somit wird die
Spannschiene 26 durch die Spiralfedern 98 sicher in der
geschlossenen Position gehalten, auch wenn sie bei hohen
Rotationsgeschwindigkeiten erheblichen Zentrifugalkräften
ausgesetzt ist.
Alternativ kann die Ausgleichschiene 28 in ihrer Masse so
ausgebildet sein, daß die auf die Ausgleichschiene 28 nach
rechts wirkende Zentrifugalkraft größer ist als die auf die
Spannschiene 26 nach links wirkende Zentrifugalkraft. Die
geringere Zentrifugalkraft könnte dann die Spannschiene 26
nicht nach außen bewegen, auch nicht in Abwesenheit einer ihr
entgegenwirkenden Federkraft.
Zum Zwecke der Wartung kann die Spannschiene 26 von dem
Plattenzylinder 10 entfernt werden. Die Spannschiene 26 kann
entnommen werden, indem erst pneumatischer Druck gegen die
Spannschiene 26 gerichtet wird, um sie in die geöffnete
Position zu bewegen. Dann wird ein Demontagestab 170 (Fig. 1)
vorübergehend in die zylindrische Kammer 52 eingeführt. Der
Demontagestab 170 trennt die Ausgleichschiene 28 von der
Innenfläche 50 des Plattenzylinders 10 und hält die
Ausgleichschiene 28 und die Verbindungsbolzen 100 in den in
Fig. 1 gezeigten Positionen. Die Spannschiene 26 wird somit
durch den Demontagestab 170 von der Kraft der Spiralfedern 98
befreit. Die Anschlagflächen 75 in den Schlitzen 74 in der
Spannschiene 26 können sich dann von hinter den Köpfen 102
der Verbindungsbolzen 100 hervorbewegen. Die Abdeckhaube 20
des Plattenzylinders 10 wird dann entfernt, so daß die
Spannschiene 26 mit Bezug auf den Verbindungsbolzen 100 in
Längsrichtung nach links bewegt werden kann, wie in Fig. 2
gezeigt. Die Köpfe 102 der Verbindungsbolzen 100 werden somit
von der Anschlagflächen 75 in den Schlitzen 74 wegbewegt. Die
Spannschiene 26 wird dann quer nach außen bewegt, bis die
Köpfe 102 der Verbindungsbolzen 100 sich außerhalb der
Schlitze 74 befinden, und wird weiter in Querrichtung von dem
Plattenzylinder 10 wegbewegt.
Eine zweite Ausführung der vorliegenden Erfindung ist in
Fig. 5 dargestellt. Es ist ein Plattenzylinder 200 mit einem
Körper 201 und einer Mantelfläche 202. Der
Plattenzylinder 200 hat eine Querachse 203 ähnlich der oben
in bezug auf den Plattenzylinder 10 beschriebenen
Querachse 30. Es erstreckt sich ein offener Kanal 204 von der
Mantelfläche 202 des Zylinders 200 nach innen entlang der
Querachse 203. Ein Durchgang verbindet eine Quelle 207 für
pneumatischen Druck mit dem offenen Kanal 204.
In dem offenen Kanal 204 befindet sich eine Spannschiene 208,
die ein äußeres Endteil 210, ein inneres Endteil 212 und ein
Zwischenteil 214 aufweist. Das äußere Endteil 210 der
Spannschiene 208 hat eine Außenfläche 216 mit einer der
Kontur der Mantelfläche 202 des Körpers 201 angeglichenen
zylindrischen Kontur. Das innere Endteil 212 der
Spannschiene 208 hat eine vertiefte hintere Fläche 220, die
einen Freiraum 221, eine obere Nut 222 und eine untere
Nut 224 bestimmt. Die vertiefte hintere Fläche 220 befindet
sich gegenüber der Zuleitung 206. Ein Dichtungsring 226 in
den Nuten 222 und 224 in dem inneren Endteil 212 sorgt für
einen pneumatischen Abschluß zwischen der Zuleitung 206 und
dem äußeren Ende des offenen Kanals 204. Auf dem
Zwischenteil 214 der Spannschiene 208 lagert eine
Spannfeder 230 und eine Sicherungsfeder 232. Diese beiden
Federn sind Blattfedern, die sich entlang der
Spannschiene 208 erstrecken und mit Haltern 234 an dieser
befestigt sind.
Der Plattenzylinder 200 umfaßt auch ein Ausgleichteil 250 und
ein Schwenkteil 252. Das Schwenkteil 252 ist um eine
Längsachse 254 schwenkbar gelagert. Die Längsachse 254 kreuzt
und verläuft senkrecht zu einer diametralen Linie 256, die
den Durchmesser der Mantelfläche 202 bestimmt. An der einen
Seite der diametralen Linie 256 befindet sich eine
Kontaktfläche 258 auf dem Schwenkteil 252. An der anderen
Seite der diametralen Linie 256 befindet sich größtenteils
das Ausgleichteil 250. Das Ausgleichteil 250 ist an dem
Schwenkteil 252 befestigt und bewegt sich um die
Längsachse 254 mit dem Schwenkteil 252.
Der Plattenzylinder 200 ist ferner mit mehreren, voneinander
beabstandeten zylindrischen Bohrungen 270 entlang seiner
Länge versehen. Jede der Bohrungen enthält eine
Spiralfeder 272 und einen Federkolben 274. Ein verlängertes
Kolbenstück 276 befindet sich zwischen den Federkolben 274
und dem Ausgleichteil 250. Die Spiralfedern 272 üben durch
die Federkolben 274 und das Kolbenstück 276 eine Federkraft
gegen das Ausgleichteil 250 aus. Die von der Spiralfeder 272
gegen das Ausgleichteil 250 ausgeübte Federkraft zwingt das
Ausgleichteil 250 und das Schwenkteil 252, sich um die
Längsachse 254 im Uhrzeigersinn zu drehen, wie in Fig. 5
gezeigt. Die Spiralfedern 272 pressen somit die
Kontaktfläche 258 auf dem Schwenkteil 252 gegen das innere
Endteil 212 der Spannschiene 208 und zwingen diese, sich
entlang der Querachse 203 nach innen zu bewegen.
Die Spannschiene 208, die entlang der Querachse 203 zwischen
einer geschlossenen und einer geöffneten Position bewegbar
ist, erstreckt sich in ihrer offenen Position aus dem offenen
Kanal 204 nach außen. Die Druckplatte kann dann auf dem
Plattenzylinder 200 angebracht werden. In ihrer in Fig. 5
gezeigten geschlossenen Position befindet sich die
Spannschiene 208 mit ihrer zylindrischen Außenfläche 216 auf
gleicher Ebene mit der Mantelfläche 202 des Körpers 201. Die
Spannfeder 230 und die Sicherungsfeder 232 befinden sich dann
in Positionen, in welchen diese eine Druckplatte in der Weise
auf dem Plattenzylinder 200 halten, wie in Fig. 4
dargestellt.
Die Spannschiene 208 wird durch pneumatischen Druck von der
geschlossenen Position in die geöffnete Position bewegt und
durch die Spiralfedern 272 von der offenen Position in die
geschlossene Position zurückbewegt. Wenn der pneumatische
Druck von der Quelle 207 auf die vertiefte hintere Fläche 220
der Spannschiene 208 gerichtet ist, bewegt der pneumatische
Druck die Spannschiene 208 nach außen entlang der
Querachse 203 in die geöffnete Position gegen die Kraft der
Spiralfedern 272. Gleichzeitig werden das Ausgleichteil 250
und das Schwenkteil 252 gegen die Kraft der Spiralfedern 272
in eine Richtung gegen den Uhrzeigersinn bewegt. Die
Spannschiene 208 wird in der offenen Position gehalten
solange der pneumatische Druck ansteht. Nach dem Anbringen
der Druckplatte auf dem Plattenzylinder wird der pneumatische
Druck abgeschaltet. Dann bewegen die Spiralfedern 272 das
Ausgleichteil 250 und das Schwenkteil 252 um die
Längsachse 254 im Uhrzeigersinn und somit die
Spannschiene 208 von der geöffneten Position nach innen in
die geschlossene Position.
Beim Rotieren des Plattenzylinders 200 während des
Druckprozesses in einem Druckwerk ist die Spannschiene 208
durch ihre Masse einer Zentrifugalkraft unterworfen, die sich
erhöht, wenn sich die Rotationsgeschwindigkeit des
Plattenzylinders 200 erhöht. Die an der Spannschiene 208
wirkende Zentrifugalkraft richtet sich radial nach außen, wie
generell mit der in Fig. 5 gezeigten Linie F1 angedeutet. Die
Zentrifugalkraft hat eine transversale Komponente, die
entlang der Querachse 203 nach außen wirkt und die
Spannschiene 208 zwingt, sich aus dem offenen Kanal 204 von
der geschlossenen Position gegen die Kraft der
Spiralfedern 272 nach außen in die geöffnete Position zu
bewegen.
Das Ausgleichteil 250 ist beim Rotieren des
Plattenzylinders 200 gleichermaßen durch seine Masse
einer Zentrifugalkraft unterworfen. Die auf das
Ausgleichteil 250 wirkende Zentrifugalkraft richtet sich
radial nach außen, wie mit der in Fig. 5 gezeigten Linie F2
angedeutet. Die auf das Ausgleichteil 250 wirkende
Zentrifugalkraft zwingt dieses, sich um die Längsachse 254 im
Uhrzeigersinn zu bewegen, wobei die Kontaktfläche 258 des
Ausgleichteils 250 gegen das innere Endteil 212 der
Spannschiene 208 gedrückt und diese dadurch gezwungen wird,
sich entlang der Querachse 203 nach innen zu bewegen.
Das Ausgleichteil 250 ist in seiner Masse so ausgebildet, daß
durch die auf das Ausgleichteil 250 wirkende Zentrifugalkraft
die Kontaktfläche 258 gegen die Spannschiene 208 mit einer
Kraft gedrückt wird, die mindestens in etwa dem Maße
gleichkommt, in welchem die Kraft der Spiralfedern 272 durch
die transversale Komponente der Zentrifugalkraft, die die
Spannschiene 208 zur Bewegung nach außen entlang der
Querachse 203 zwingt, überschritten wird. Das
Ausgleichteil 252 ist derart ausgebildet, daß dessen
Kontaktfläche 258 solch eine Kraft gegen die Spannschiene 208
nach innen, parallel zur Querachse 203, ausübt. Wenn sich
also die Komponente der Zentrifugalkraft, die die
Spannschiene 208 zwingt, sich von der geschlossenen Position
aus nach außen zu bewegen, sich über die Kraft der
Spiralfedern 272 hinaus erhöhen würde, so würde diese durch
eine entgegengesetzte Zentrifugalkraft aufgehoben werden. Die
Spannschiene 208 bleibt also in ihrer geschlossenen Position,
auch wenn sie beim Rotieren des Plattenzylinders mit hohen
Geschwindigkeiten erheblichen Zentrifugalkräften ausgesetzt
ist. Wie im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung oben beschrieben, kann die nach innen gegen die
Spannschiene 208 wirkende Zentrifugalkraftkomponente so
bemessen werden, daß sie die nach außen wirkenden
Zentrifugalkraftkomponenten überschreitet. Es würde dann die
Federkraft nicht benötigt werden, um der nach außen
gerichteten Kraft entgegenzuwirken.
Bezugszeichenliste
10 Plattenzylinder
12 Längsachse des Plattenzylinders 10
14 Körper des Plattenzylinders 10
16 Mantelfläche des Körpers 14
20 Abdeckhaube des Plattenzylinders 10
22 Achszapfen des Plattenzylinders 10
26 Spannschiene
28 Ausgleichschiene
30 Querachse
32 diametrale Linie
34 offener Kanal
36 äußeres Endteil des Kanals 34
38 inneres Endteil des Kanals 34
39 Innenfläche des Kanals 34
40 vertieftes Teil des inneren Endteils 38
42 Sicherungsblock
50 Innenfläche des Plattenzylinders 10
52 zylindrische Kammer
54 Durchgänge
60 äußeres Endteil der Spannschiene 26
62 inneres Endteil der Spannschiene 26
64 Zwischenteil der Spannschiene 26
66 Außenfläche der Spannschiene 26
68 obere Nut
70 untere Nut
71 innere Endfläche der Spannschiene 26
72 Anschlagfläche des inneren Endteils 62
74 Schlitze des inneren Endteils 62
75 Anschlagfläche eines Schlitzes 74
76 Spannfeder
78 Sicherungsfeder
80 Halter
82 Hohlraum
90 erste Bohrungen
92 zweite Bohrungen
94 Innenfläche der Bohrungen 90 und 92
96 Gewindeteil der Bohrungen 90
98 Spiralfeder
100 Verbindungsbolzen
102 Köpfe der Bolzen 100
104 Körper der Bolzen 100
106 Gewindeteil der Bolzen 100
120 Druckluftquelle
122 axiale Luftdurchflußöffnung
124 radiale Luftdurchflußöffnung
126 ringförmige Luftdurchflußöffnung
130 Dichtungsring
132 zweiter Dichtungsring
150 Druckplatte
152 Vorderkantenteil der Druckplatte 150
154 Hinterkantenteil der Druckplatte 150
170 Demontagestab
200 Plattenzylinder
201 Körper des Plattenzylinders 200
202 Mantelfläche des Körpers 201
203 Querachse
204 offener Kanal
206 Zuleitung
207 Druckquelle
208 Spannschiene
210 äußeres Endteil der Spannschiene 208
212 inneres Endteil der Spannschiene 208
214 Zwischenteil der Spannschiene 208
216 Außenfläche der Spannschiene 208
220 vertiefte hintere Fläche des inneren Endteils 212
221 Freiraum
222 obere Nut
224 untere Nut
226 Dichtungsring
230 Spannfeder
232 Sicherungsfeder
234 Halter
250 Ausgleichteil
252 Schwenkteil
254 Längsachse
256 diametrale Linie
258 Kontaktfläche des Schwenkteils 252
270 Bohrungen
272 Spiralfeder
274 Federkolben
276 Kolbenstück
12 Längsachse des Plattenzylinders 10
14 Körper des Plattenzylinders 10
16 Mantelfläche des Körpers 14
20 Abdeckhaube des Plattenzylinders 10
22 Achszapfen des Plattenzylinders 10
26 Spannschiene
28 Ausgleichschiene
30 Querachse
32 diametrale Linie
34 offener Kanal
36 äußeres Endteil des Kanals 34
38 inneres Endteil des Kanals 34
39 Innenfläche des Kanals 34
40 vertieftes Teil des inneren Endteils 38
42 Sicherungsblock
50 Innenfläche des Plattenzylinders 10
52 zylindrische Kammer
54 Durchgänge
60 äußeres Endteil der Spannschiene 26
62 inneres Endteil der Spannschiene 26
64 Zwischenteil der Spannschiene 26
66 Außenfläche der Spannschiene 26
68 obere Nut
70 untere Nut
71 innere Endfläche der Spannschiene 26
72 Anschlagfläche des inneren Endteils 62
74 Schlitze des inneren Endteils 62
75 Anschlagfläche eines Schlitzes 74
76 Spannfeder
78 Sicherungsfeder
80 Halter
82 Hohlraum
90 erste Bohrungen
92 zweite Bohrungen
94 Innenfläche der Bohrungen 90 und 92
96 Gewindeteil der Bohrungen 90
98 Spiralfeder
100 Verbindungsbolzen
102 Köpfe der Bolzen 100
104 Körper der Bolzen 100
106 Gewindeteil der Bolzen 100
120 Druckluftquelle
122 axiale Luftdurchflußöffnung
124 radiale Luftdurchflußöffnung
126 ringförmige Luftdurchflußöffnung
130 Dichtungsring
132 zweiter Dichtungsring
150 Druckplatte
152 Vorderkantenteil der Druckplatte 150
154 Hinterkantenteil der Druckplatte 150
170 Demontagestab
200 Plattenzylinder
201 Körper des Plattenzylinders 200
202 Mantelfläche des Körpers 201
203 Querachse
204 offener Kanal
206 Zuleitung
207 Druckquelle
208 Spannschiene
210 äußeres Endteil der Spannschiene 208
212 inneres Endteil der Spannschiene 208
214 Zwischenteil der Spannschiene 208
216 Außenfläche der Spannschiene 208
220 vertiefte hintere Fläche des inneren Endteils 212
221 Freiraum
222 obere Nut
224 untere Nut
226 Dichtungsring
230 Spannfeder
232 Sicherungsfeder
234 Halter
250 Ausgleichteil
252 Schwenkteil
254 Längsachse
256 diametrale Linie
258 Kontaktfläche des Schwenkteils 252
270 Bohrungen
272 Spiralfeder
274 Federkolben
276 Kolbenstück
Claims (20)
1. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) als Träger einer
Druckplatte (150), der die folgenden Merkmale umfaßt:
einen Körper (14) mit einer zylindrischen Mantelfläche (16);
eine Spanneinrichtung zum Befestigen der Druckplatte (150) auf dem Plattenzylinder (10),
wobei die genannte Spanneinrichtung Elemente aufweist, die einen Kanal (34) in dem genannten Plattenzylinder (10) bestimmen und der genannte Kanal (34) mit einer sich in den genannten Plattenzylinder (10) hinein erstreckende Öffnung (36) auf der genannten Mantelfläche (16) versehen ist;
wobei die genannte Spanneinrichtung ferner eine Spannschiene (26) aufweist, die in dem genannten Kanal (34) zwischen einer geschlossenen Position und einer geöffneten Position bewegbar angebracht ist und die die Druckplatte (150) auf dem genannten Plattenzylinder (10) befestigt, wenn sie sich in der geschlossenen Position befindet, und die die Druckplatte (150) von dem genannten Plattenzylinder (10) löst, wenn sie sich in der geöffneten Position befindet, und die aus dem Kanal (34) heraus von der genannten geschlossenen Position in die genannte geöffnete Position bewegbar ist;
wobei während der Rotation des genannten Plattenzylinders (10) die genannte Spannschiene (26) durch ihre Masse einer ersten Zentrifugalkraft unterworfen ist, die sie zwingt, sich aus dem genannten Kanal (34) heraus von der genannten geschlossenen Position in die genannte geöffnete Position zu bewegen;
eine Ausgleichschiene (28), die durch ihre Masse während der Rotation des genannten Plattenzylinders (10) einer zweiten Zentrifugalkraft unterworfen ist; und
eine Kraftausgleicheinrichtung (100), durch welche die genannte zweite Zentrifugalkraft auf die genannte Spannschiene (26) entgegen der genannten ersten Zentrifugalkraft in einem Maß gerichtet wird, das ausreicht, um zu verhindern, daß die genannte erste Zentrifugalkraft die genannte Spannschiene (26) aus dem genannten Kanal (34) heraus von der genannten geschlossenen Position in die genannte geöffnete Position bewegt.
einen Körper (14) mit einer zylindrischen Mantelfläche (16);
eine Spanneinrichtung zum Befestigen der Druckplatte (150) auf dem Plattenzylinder (10),
wobei die genannte Spanneinrichtung Elemente aufweist, die einen Kanal (34) in dem genannten Plattenzylinder (10) bestimmen und der genannte Kanal (34) mit einer sich in den genannten Plattenzylinder (10) hinein erstreckende Öffnung (36) auf der genannten Mantelfläche (16) versehen ist;
wobei die genannte Spanneinrichtung ferner eine Spannschiene (26) aufweist, die in dem genannten Kanal (34) zwischen einer geschlossenen Position und einer geöffneten Position bewegbar angebracht ist und die die Druckplatte (150) auf dem genannten Plattenzylinder (10) befestigt, wenn sie sich in der geschlossenen Position befindet, und die die Druckplatte (150) von dem genannten Plattenzylinder (10) löst, wenn sie sich in der geöffneten Position befindet, und die aus dem Kanal (34) heraus von der genannten geschlossenen Position in die genannte geöffnete Position bewegbar ist;
wobei während der Rotation des genannten Plattenzylinders (10) die genannte Spannschiene (26) durch ihre Masse einer ersten Zentrifugalkraft unterworfen ist, die sie zwingt, sich aus dem genannten Kanal (34) heraus von der genannten geschlossenen Position in die genannte geöffnete Position zu bewegen;
eine Ausgleichschiene (28), die durch ihre Masse während der Rotation des genannten Plattenzylinders (10) einer zweiten Zentrifugalkraft unterworfen ist; und
eine Kraftausgleicheinrichtung (100), durch welche die genannte zweite Zentrifugalkraft auf die genannte Spannschiene (26) entgegen der genannten ersten Zentrifugalkraft in einem Maß gerichtet wird, das ausreicht, um zu verhindern, daß die genannte erste Zentrifugalkraft die genannte Spannschiene (26) aus dem genannten Kanal (34) heraus von der genannten geschlossenen Position in die genannte geöffnete Position bewegt.
2. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 1,
mit Federn (98) zur Beaufschlagung der Spannschiene (26)
in ihrer geschlossenen Position innerhalb des
Kanals (34) mit einer Federkraft, wobei die Federn (98)
die genannte Federkraft auf die genannte
Spannschiene (26) entgegen der genannten ersten
Zentrifugalkraft richten.
3. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftausgleicheinrichtung (100) die zweite
Zentrifugalkraft in einem Maß auf die Spannschiene (26)
richtet, das größer ist als die erste Zentrifugalkraft,
wobei die genannte erste Zentrifugalkraft die genannte
Spannschiene (26) nicht entgegen der genannten zweiten
Zentrifugalkraft aus dem Kanal (34) heraus von der
geschlossenen Position in die geöffnete Position bewegen
kann.
4. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 2,
mit einer pneumatischen Einrichtung (120-126) zur
Bewegung der Spannschiene (26) entgegen der genannten
Federkraft aus dem Kanal (34) heraus von der
geschlossenen Position in die geöffnete Position.
5. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch die genannte Kraftausgleicheinrichtung (100)
die Federkraft von der genannten Ausgleichschiene (28)
auf die genannte Spannschiene (26) gerichtet wird.
6. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannschiene (26) quer zu einer den Durchmesser
der zylindrischen Mantelfläche (16) bestimmenden
diametralen Linie (32) aus dem genannten Kanal (34)
heraus von der geschlossenen Position in die geöffnete
Position bewegt wird, und daß die Kanalöffnung (36) sich
an der einen Seite der genannten diametralen Linie (32)
und die Ausgleichschiene (28) sich an der anderen Seite
der genannten diametralen Linie (32) befindet.
7. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte Spanneinrichtung eine Spannschiene (26)
umfaßt, die sich entlang der Länge des
Plattenzylinders (10) erstreckt, daß die genannte
Ausgleicheinrichtung eine Ausgleichschiene (28) umfaßt,
die sich entlang der Länge des genannten
Plattenzylinders (10) erstreckt, und daß die genannte
Ausgleicheinrichtung sich von der genannten
Spannschiene (26) quer in die genannte
Ausgleichschiene (28) erstreckende
Verbindungselemente (100) umfaßt.
8. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte Querrichtung senkrecht zu der
genannten diametralen Linie (32) verläuft.
9. Ein rotierbarer Plattenzylinder (200) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Kraftausgleicheinrichtung (252) ein
Ausgleichteil (250) um eine Achse (254) schwenkbar
gelagert ist, wobei die erste Zentrifugalkraft das
genannte Ausgleichteil (250) zwingt, um die genannte
Achse (254) in eine erste Richtung zu schwenken und die
zweite Zentrifugalkraft das genannte Ausgleichteil (250)
zwingt, um die genannte Achse (254) in eine zweite
Richtung zu schwenken.
10. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannschiene (26) von der geöffneten Position in
den Kanal (34) hinein in die geschlossene Position
bewegbar ist, und zwar in eine Richtung, die sich in
einem Winkel zu einem von der zentralen Längsachse (12)
zu der Kanalöffnung (36) verlaufenden Radius des
genannten Zylinders (10) erstreckt, wobei durch die
Bewegung der genannten Spannschiene (26) in die
geschlossene Position der lockere Zustand der
Druckplatte (150) aufgehoben und diese befestigt wird.
11. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der genannte Winkel ca. 45° beträgt.
12. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 1,
mit einem sich in dem Kanal (34) befindlichen
Sicherungsblock (42), der eine Bewegung der
Spannschiene (26) aus dem genannten Kanal (34) heraus
blockiert.
13. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spanneinrichtung ferner eine erste Feder (78)
umfaßt, die sich auf der Spannschiene (26) befindet und
sich mit dieser in dem Kanal (34) bewegt, und die
genannte erste Feder (78) eine erste Fläche für den
Kontakt mit einem ersten Kantenteil (152) der
Druckplatte (150) aufweist.
14. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannvorrichtung ferner eine zweite Feder (76)
umfaßt, die sich auf der Spannschiene (26) befindet und
sich mit dieser in dem Kanal (34) bewegt, und die
genannte zweite Feder (76) eine zweite Fläche für den
Kontakt mit einem zweiten Kantenteil (154) der
Druckplatte (150) aufweist.
15. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftausgleicheinrichtung (100) die
Ausgleichschiene (28) für deren Bewegung in dem
genannten Plattenzylinder (10) stützt, indem die
genannte Kraftausgleicheinrichtung (100)
Verbindungselemente (102) aufweist, die mit der
genannten Ausgleichschiene (28) verbunden sind und sich
mit dieser bewegen, daß die genannten
Verbindungselemente (102) in eine erste Richtung gegen
eine Fläche (75) der Spannschiene (26) bewegbar sind, um
die genannte Spannschiene (26) mit der genannten
Ausgleichschiene (28) in die genannte erste Richtung zu
bewegen, und die genannten Verbindungselemente (102) in
eine zweite Richtung weg von der genannten Fläche (75)
der genannten Spannschiene (26) bewegbar sind, um die
genannte Spannschiene (26) von der genannten
Ausgleichschiene (28) zu lösen, und daß der genannte
rotierbare Plattenzylinder (10) ferner ein
Instrument (170) umfaßt, womit die
Verbindungselemente (102) in einem Abstand von der
genannten Fläche (75) gehalten werden.
16. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder (98) mit einem Demontagestab (170)
verbunden ist.
17. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fläche (75) sich in einem Schlitz (74) in der
Spannschiene (26) befindet.
18. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (34) einen inneren Endteil (38) aufweist
und ferner ein Dichtungselement (132) umfaßt, wodurch
das Eindringen von Schmutz von der Öffnung (36) in den
inneren Teil (38) des Kanals blockiert wird.
19. Ein rotierbarer Plattenzylinder gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (34) eine Innenfläche (39) aufweist, daß
die Spannschiene (26) eine Innenfläche (71) aufweist,
mit welcher sie in Kontakt mit der genannten
Innenfläche (39) des genannten Kanals (34) ist, wenn
sich die genannte Spannschiene (26) in der geschlossenen
Position befindet, daß die genannten Innenflächen (39,
71) einen Freiraum zwischen sich bestimmen, wenn die
genannte Spannschiene (26) sich in der genannten
geschlossenen Position befindet, und daß eine
pneumatische Einrichtung erst Druckluft in den genannten
Freiraum richtet, wenn Druckluft auf die genannte
Spannschiene (26) gerichtet wird.
20. Ein rotierbarer Plattenzylinder (10) gemäß Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Freiraum mindestens zum Teil durch einen
vertieften Teil der genannten Innenfläche (71) der
genannten Spannschiene (26) bestimmt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/024,391 US5284093A (en) | 1993-02-24 | 1993-02-24 | Plate cylinder with semi-automatic plate lock up |
Publications (1)
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| DE4341242A1 true DE4341242A1 (de) | 1994-08-25 |
Family
ID=21820347
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE4341242A Withdrawn DE4341242A1 (de) | 1993-02-24 | 1993-12-03 | Plattenzylinder mit halbautomatischer Plattenspanneinrichtung |
| DE59305963T Expired - Lifetime DE59305963D1 (de) | 1993-02-24 | 1993-12-09 | Plattenzylinder mit halbautomatischer Plattenspanneinrichtung |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59305963T Expired - Lifetime DE59305963D1 (de) | 1993-02-24 | 1993-12-09 | Plattenzylinder mit halbautomatischer Plattenspanneinrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5284093A (de) |
| EP (1) | EP0612616B1 (de) |
| DE (2) | DE4341242A1 (de) |
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