DE4340885A1 - V-förmig ausgebildete Brennkraftmaschine - Google Patents
V-förmig ausgebildete BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine luftverdichtende Brennkraftmaschine mit einem Kur
belgehäuse, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest
zwei je einen Kolben tragende Pleuel angelenkt sind, wobei die Kolben in V-
förmig zueinander ausgerichteten Zylindern bewegbar sind, die von Zylinder
köpfen abgedeckt sind, in denen je zugeordnetem Zylinder zumindest ein Ein
spritzventil für Kraftstoff angeordnet ist, das über eine Einspritzleitung mit
einem von einer Nockenwelle angetriebenen Pumpenelement verbunden ist.
Eine derartige Brennkraftmaschine ist aus der DE-OS 40 30 947 bekannt. Bei
der in diesem Dokument beschriebenen Brennkraftmaschine sind die Pum
penelemente in ein Trägergehäuse eingebaut, das in dem V-Raum zwischen
den beiden Zylinderreihen befestigt ist. Dieses Trägergehäuse umfaßt eine
Nockenwelle für den Antrieb der einzelnen Pumpenelemente. Damit ist diese
Einspritzeinrichtung nichts anderes als eine modifizierte Reiheneinspritzpum
pe, die über die gesamte Länge der Brennkraftmaschine gestreckt ist. Nachtei
lig an dieser gestreckten Reiheneinspritzpumpe ist der hohe Bauaufwand und
die geringe Flexibilität zu speziellen Einspritzerfordernissen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einspritzeinrichtung anzuge
ben, die diese Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe wird in einer ersten Ausbildung dadurch gelöst, daß die Pum
penelemente direkt in das Kurbelgehäuse eingesetzt sind und daß die
Nockenwelle zur Betätigung der Pumpenelemente in dem Kurbelgehäuse gela
gert ist. In einer zweiten Ausbildung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Pumpenelemente unter Einfügung einer Hülse in das Kurbelgehäuse einge
setzt sind und daß die Nockenwelle in dem Kurbelgehäuse gelagert ist. Durch
beide Ausbildungen wird der Bauaufwand gegenüber dem Stand der Technik
erheblich vereinfacht und eine flexible Anpassung an spezielle Einspritzerfor
dernisse ermöglicht. Die Lagerung der Nockenwelle in dem Kurbelgehäuse
bedarf zwar einer Umkonstruktion des bisherigen Kurbelgehäuses in diesem
Bereich, diese stellt aber eine einmalige Maßnahme dar. Dadurch kann aber
während der Bearbeitung des Kurbelgehäuses durch eine Ergänzung der Be
arbeitungsmaschinen die Fertigung der Lagerflächen für die Nockenwelle, die
im übrigen vorteilhaft als sogenannte Tunnelwelle ausgebildet ist, mit über
nommen werden. Die Ausbildung der Nockenwelle als sogenannte Tunnelwelle
bedeutet, daß die Lagerflächen einen größeren Durchmesser aufweisen, als
die Höhen der einzelnen Nocken. Dadurch kann die derart ausgebildete
Nockenwelle ohne eine Teilung der Lager von einer Seite der Brennkraftma
schine in das Kurbelgehäuse eingeschoben werden. Selbstverständlich ist es
im Rahmen der Erfindung auch möglich, die Nockenwelle konventionell aus
zubilden und sie über teilbare Lager in dem Kurbelgehäuse zu befestigen. Da
bei muß dann diese Montageöffnung in dem V-Raum zwischen den Zylinder
reihen durch einen einfachen Deckel verschlossen werden. Dadurch, daß wei
terhin die Pumpenelemente entweder direkt oder unter Einfügung einer Hülse
direkt in das Kurbelgehäuse eingesetzt werden, entfällt das bisher notwendige
Zwischengehäuse. Die Herstellung der Zwischenhülsen stellt dagegen keinen
hohen Bauaufwand dar, da diese Hülsen konstruktiv einfach gestaltet sind und
darüber hinaus auch für alle Zylinder der Brennkraftmaschine gleich ausgebil
det sein können. Andererseits ergibt sich dadurch auch die Möglichkeit, durch
Änderungen an der Zwischenhülse den Einsatz von unterschiedlichen Pum
penelementen an der Brennkraftmaschine zu ermöglichen. Auch können durch
beispielsweise eine Änderung der Baulänge der Hülsen unterschiedliche Bau
formen der Brennkraftmaschine berücksichtigt werden, so beispielsweise wenn
die Brennkraftmaschine zusätzlich zu einer Normalhubversion als Langhub
version ausgebildet werden soll. So kann in diesem Fall durch den Einsatz
einer längeren Hülse und den Austausch der Stößelstange des Pumpenele
mentes das Einspritzpumpenelement mit einfachen Mitteln verlängert werden,
so daß der Hochdruckauslaß des Pumpenelementes möglichst nahe an dem
Einspritzleitungsanschluß des Einspritzventils in dem Zylinderkopf endet. Somit
kann die Einspritzleitung so kurz wie möglich ausgeführt sein und die Ein
spritzeinrichung mit einer höchstmöglichen Steifigkeit ausgebildet sein. Diese
Steifigkeit ist für ein gutes Einspritzverhalten insbesondere bei der heute
praktizierten Hochdruckeinspritzung wichtig und durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung leicht möglich. Dabei ist es im Rahmen der Erfindung auch vor
gesehen und möglich, die Hülsen einstückig mit dem Kurbelgehäuse zu ferti
gen beziehungsweise zu gießen. Diese Lösung bietet sich insbesondere dann
an, wenn keine unterschiedlichen Hülsenlängen oder Hülsenformen für die
Brennkraftmaschinenbaureihe benötigt werden. Als Einspritzpumpenelemente
werden im übrigen bevorzugt magnetventilgesteuerte Pumpenelemente ver
wendet, es ist aber auch möglich konventionelle Pumpenelemente, die über
eine Regelstange gesteuert werden zu verwenden.
In Weiterbildung der Erfindung sind die den Zylinderreihen zugeordneten
Pumpenelemente unter einer Winkellage von 45° bis 90° zueinander ausge
richtet. Dadurch kann der Einspritzleitungsanschluß des Pumpenelementes
nahe an den zugehörigen Zylinderkopf gelegt werden. Weiterhin ist es dadurch
möglich, bei bestimmten Winkellageverhältnissen zwei Pumpenelemente von
einem Nocken der Nockenwelle anzutreiben. Dies ist beispielsweise bei einer
die Winkellage von 90° der Zylinderreihen halbierenden Winkellage von 45°
der Pumpenelemente für eine Achtzylinderversion einer Brennkraftmaschine
der Fall.
In Weiterbildung der Erfindung ist das Einspritzventil angenähert mittig in dem
einen Zylinder zugeordneten Zylinderkopfbereich angeordnet und ein Verbin
dungsstück vorgesehen ist, das als Druckstück ausgeführt ist und seitig aus
dem Zylinderkopf herausgeführt ist und den Kraftstoffleitungsanschluß des
Einspritzventils bildet. Diese Ausbildung ermöglicht eine möglichst nahe Zu
ordnung von den beiden Einspritzleitungsanschlüssen des Einspritzventils und
des Pumpenelementes.
Dabei ist in Weiterbildung der Erfindung ein Anschraubstutzen an das den Ein
spritzleitungsanschluß bildende Ende des Druckstückes angeformt. Mit diesem
Anschraubstutzen wird das Druckstück in den Zylinderkopf eingeschraubt.
Weiterhin ist in den Anschraubstutzen eine Ringnut zur Aufnahme eines Dicht
ringes eingelassen. Damit wird die nachfolgend beschriebene Abdichtung des
Ringraumes zur Umgebung erreicht.
In Weiterbildung der Erfindung ist das Verbindungsstück unter Bildung eines
Ringspaltes in eine Ausnehmung des Zylinderkopfs eingesetzt, wobei durch
den Ringspalt aus dem Einspritzventil austretendes Lecköl zu einer entlang der
Zylinderreihe angeordneten Sammelleitung geleitet wird. Damit wird mit einfa
chen Mitteln eine zuverlässig funktionierende Ableitung von Lecköl von den
Einspritzventilen erreicht, die durch die zuvor beschriebene Abdichtung, die
insbesondere durch einen O-Ring erfolgt, gegenüber dem Äußeren des Zylin
derkopfs abgedichtet ist.
In Weiterbildung der Erfindung sind der Einspritzleitungsanschluß des Ein
spritzventils und der Einspritzleitungsanschluß des Pumpenelementes eines
zugeordneten Zylinders in Bezug auf die Brennkraftmaschinenlängsachse ver
setzt zueinander angeordnet. Diese Ausbildung ermöglicht eine Montageer
leichterung für die Einspritzleitung, da diese nunmehr durch den seitlichen Ver
satz der Anschlüsse problemlos montiert werden kann. Weiterhin können durch
diese Ausbildung auch kleinere Fluchtungsfehler ausgeglichen werden, und
insbesondere kann die Einspritzleitung steifer ausgebildet werden, da sie bei
der Montage nicht mehr gebogen werden muß. Damit wird aber insgesamt eine
höhere Steifigkeit des Einspritzsystems erreicht.
In Weiterbildung der Erfindung sind die Einspritzleitungsanschlüsse von Ein
spritzventilen und Pumpenelementen gegenüberliegender Zylinderreihen ent
gegengesetzt versetzt zueinander angeordnet. Dadurch ist es möglich, die Ein
spritzleitungen aller Zylinder der Brennkraftmaschine einheitlich auszubilden
und damit die Teilevielfalt zu verringern. Ist diese Anordnung nicht möglich, so
werden für eine Brennkraftmaschine aber auch nur zwei verschiedene Ein
spritzleitungen benötigt, was gegenüber einer Reiheneinspritzpumpe, bei der
für jeden Zylinder eine eigens gefertigte Einspritzleitung erforderlich ist, eine
deutliche Verringerung der Teilevielfalt darstellt.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Hülse einen Fortsatz auf, der in das
Kurbelgehäuse eingesetzt ist und die Führung des Rollenstößels des Pum
penelementes bildet. Durch diese Ausbildung können die Pumpenelemente
und die Hülsen genau aufeinander abgestimmt werden, was insbesondere bei
unterschiedlich zum Einsatz kommenden Pumpenelementen vorteilhaft ist, da
dann das Kurbelgehäuse immer mit der gleichen Öffnung gefertigt werden
kann, in die der Fortsatz, der bei allen Variationen einen gleichen Außen
durchmesser aufweist, eingesteckt werden kann. Dabei können im übrigen die
Durchmesser der Hülse und der Öffnung in dem Kurbelgehäuse so aufeinander
abgestimmt sein, daß die Hülse mit dem Fortsatz geringfügig gegenüber dem
Kurbelgehäuse verschoben werden kann, um geringe Fluchtfehler auszuglei
chen. Ist die Hülse ohne einen Fortsatz gefertigt,wird die Führung des Rollen
stößels von dem Kurbelgehäuse beziehungsweise der Öffnungswandung ge
bildet.
In Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Schmierölzufuhr zu dem Pumpen
element und/oder dem Rollenstößel von dem Kurbelgehäuse aus. Damit wer
den externe Leitungen und Verbindungsanschlüsse überflüssig. Statt dessen
wird das benötigte Schmieröl durch einen Verteilkanal in eine Bohrung, einen
Kanal oder gegebenenfalls auch eine Nut in der Hülse beziehungsweise dem
Fortsatz direkt zu dem Pumpenelement beziehungsweise dem Rollenstößel
geführt.
In Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Kraftstoffzufuhr und Kraftstoffrück
fuhr durch seitlich an der Hülse angeordnete Anschlußöffnungen. An diese An
schlußöffnungen können dann geeignete Leitungsstränge einfach ange
schraubt werden. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß zu einem Wechsel
oder Austausch der Pumpenelemente die Leitungsstränge nicht demontiert und
montiert werden müssen. Trotzdem ist es im Rahmen der Erfindung auch vor
gesehen, die Leitungsstränge direkt an den Pumpenelementen zu befestigen.
Sind die Anschlußöffnungen jedoch an den Hülsen angebracht, sind diese
vorteilhaft übereinanderliegend angeordnet. Dadurch können die Verbindungs
leitungen zwischen den einzelnen Hülsen beziehungsweise Pumpenelementen
geradlinig ausgebildet werden.
In Weiterbildung der Erfindung sind die Leitungen für die Kraftstoffzufuhr und
Kraftstoffabfuhr in einen Balken eingelassen. Dabei ist in den Balken gegebe
nenfalls noch ein Kanal zur Aufnahme einer Regelstange eingelassen und der
Balken darüberhinaus einstückig mit den Hülsen zumindest einer Zylinderreihe
gefertigt. Durch diese Ausbildung wird der Fertigungsaufwand nur unwesentlich
erhöht, aber der Montageaufwand gleichzeitig deutlich verringert, da keine
Leitungen mit den entsprechenden Anschlußschrauben montiert werden
müssen. Gleichzeitig ist die Gefahr des Entstehens von Undichtigkeiten, die
bei einer Montage immer besteht, ausgeschlossen. Eine Regelstange wird
selbstverständlich nur dann in dem Kanal montiert, wenn konventionelle Pum
penelemente eingebaut werden sollen. Dabei ist es vorgesehen, entweder für
jede Zylinderreihe eine eigene Regelstange einzubauen, oder aber eine ein
zige Regelstange für beide Zylinderreihen vorzusehen , wobei bei dieser Lö
sung der Balken die Hülsen beider Zylinderreihen verbindet und gegebenen
falls geeignete Umlenkhebel zur Verstellung der Pumpenelemente vorgesehen
sind.
In Weiterbildung der Erfindung sind das Pumpenelement und die Hülse vor
montierbar. Dies ermöglicht weiterhin eine Montageerleichterung, da während
dieser Vormontage insbesondere die in Weiterbildung vorgesehene Einstellung
des Kraftstoffeinspritzbeginns möglich ist. Dieser kann dadurch eingestellt wer
den, daß Zwischenscheiben zwischen dem Pumpenelement und der Hülse ein
gefügt werden können. Diese Arbeit kann dann beispielsweise während der
Vormontage geschehen und braucht nicht während der Endmontage der
Brennkraftmaschine an einem Fließband vorgenommen zu werden.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Nockenwelle oberhalb einer Gaswech
selnockenwelle in dem Kurbelgehäuse angeordnet und die Gaswechsel
nockenwelle direkt von der Kurbelwelle sowie die Nockenwelle direkt von der
Gaswellennockenwelle angetrieben. Dieser Antrieb kann beispielsweise in der
Form erfolgen, daß auf der Kurbelwelle ein Zahnrad angeordnet ist, das zu
sammenwirkend mit einem Zahnrad auf der Gaswechselnockenwelle die Dreh
zahl dieser auf die halbe Kurbelwellendrehzahl reduziert. Von dieser Gas
wechselnockenwelle kann dann die Nockenwelle für die Pumpenelemente im
Drehzahlverhältnis von 1 : 1 ebenfalls durch Zahnräder angetrieben werden, die
hinter den die Gaswechselnockenwelle antreibenden Zahnrädern angeordnet
sind.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung
zu entnehmen, in der ein in der Figuren dargestelltes Ausführungsbeispiel der
Erfindung näher beschrieben ist.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine und
Fig. 2 eine Detailansicht einer Hülse mit einem eingesetzten Pumpenelement.
Die erfindungsgemäße Brennkraftmaschine ist eine luftverdichtende und di
rekteinspritzende Brennkraftmaschine mit V-förmig angeordneten Zylindern 1a,
1b, die einen Winkel von 90° einschließen. In den Zylindern 1a, 1b sind Zylin
derlaufbuchsen 2a, 2b eingesetzt, in denen Kolben 3a, 3b bewegbar sind. Die
Zylinder 1a, 1b werden von Zylinderköpfen 4a, 4b abgedeckt, in die Gaswech
selventile 5 eingebaut sind, die über Kipphebel 6 und Stößelstangen 7 von
einer zentralen Gaswechselnockenwelle 8 betätigt werden.
In den Zylinderköpfen 4a, 4b ist je zugeordnetem Zylinder 1a, 1b ein Einspritz
ventil 9 eingesetzt. Die Einspritzventile 9 sind mittig in dem jeweiligen Zylinder
bereich eingebaut und spritzen den Brennstoff in eine in die Kolben 3a, 3b ein
gelassene Brennraummulde 10. Die Einspritzventile 9 weisen einen konisch
ausgebildeten seitlichen Einlaß 11 auf, in die ein Druckstück 12 eingreift. Das
Druckstück 12 ist unter Bildung eines Ringspaltes 13 in eine Ausnehmung des
Zylinderkopfes 4a, 4b eingesetzt und seitlich an dem Zylinderkopf 4a, 4b in der
Form befestigt, daß an das Druckstück 12 auf der dem Einlaß 11 gegenüber
liegenden Seite ein Anschraubstutzen 14 angeformt ist, der in den Zylinderkopf
4a, 4b eingeschraubt wird. Der Ringspalt 13 wird gegenüber der Umgebung
durch einen O-Ring abgedichtet, der in eine in den Anschraubstutzen 14 einge
lassene Ringnut 14a eingelegt ist. Das aus dem Einspritzventil 9 austretende
Lecköl wird durch den Ringspalt 13 zu der Zylinderkopfseite geführt und von
dort in eine entlang der Zylinderreihe angeordnete Sammelleitung geführt.
Der Anschraubstutzen 14 bildet somit den Einspritzleitungsanschluß 29b des
Einspritzventils 9, an dem ein Ende einer Einspritzleitung 15 befestigt ist,
dessen zweites Ende an den Einspritzleitungsanschluß 29a eines Pumpenele
mentes 16 befestigt ist. Das Pumpenelement 16 ist ein magnetgesteuertes Ein
spritzpumpenelement, das von einem auf einer Nockenwelle 17 ablaufenden
Rollenstößel 18 betätigt beziehungsweise angetrieben wird. Der Rollenstößel
18 überträgt die von den Nocken der Nockenwelle 17 verursachte Hubbewe
gung über eine Stößelstange entgegen der Kraft einer Druckfeder 18 auf einen
Pumpenkolben, der den geförderten Kraftstoff in die Einspritzleitung 15 fördert.
Der Einspritzbeginn, die Einspritzdauer und das Einspritzende werden durch
das Magnetventil gesteuert.
Um den Einspritzleitungsanschluß 29a des Pumpenelementes 16 möglichst
nahe an den Einspritzleitungsanschluß 29b des Einspritzventils 9 zu legen und
somit eine möglichst kurze Einspritzleitung 15 zu realisieren, ist zwischen dem
Pumpenelement 16 und dem Kurbelgehäuse 20 eine Hülse 21 angeordnet.
Diese ist selbstverständlich auf die Länge der Stößelstange des Pumpenele
mentes 16 abgestimmt beziehungsweise umgekehrt. Die Hülse 21 ist ihrerseits
mit Schrauben 22 an dem Kurbelgehäuse 20 befestigt, während das Pumpen
element 16 mit Befestigungsschrauben 23 in der Hülse 21 festgelegt ist. Die
Hülse 21 weist einen Fortsatz 24 auf, der in das Kurbelgehäuse 20 hineinragt.
Dieser Fortsatz 24 bildet die Führung für den Rollenstößel 18, wobei diese
Bauteile von einer zentralen Schmierölleitung 25 über eine Bohrung und/oder
Nut mit Schmieröl versorgt werden.
In einem abgewandelten Ausführungsbeispiel (Fig. 2) ist an die Hülsen 21a
einer Zylinderreihe ein Balken 26 einstückig angeformt, in dem eine Leitung
27a für die Kraftstoffzufuhr und eine Leitung 27b für die Kraftstoffabfuhr einge
lassen sind. Diese Leitungen 27a, 27b, sind in dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel entweder an dem Pumpenelement 16 oder der Hülse 21
durch entsprechende Befestigungsschrauben angebracht. Bei Bedarf ist in dem
Balken 26 weiter ein Führungskanal 28 zur Aufnahme einer Regelstange
eingelassen. Eine Regelstange wird dann benötigt, wenn die Pumpenelemente
16 konventionell ausgeführt sind und dementsprechend die den Einspritz
ventilen 9 zugeführte Kraftstoffmenge über eine konventionelle Schrägkanten
steuerung bestimmt wird.
Claims (22)
1. Luftverdichtende Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem
eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest zwei je einen Kolben
tragende Pleuel angelenkt sind, wobei die Kolben in V-förmig zueinander aus
gerichteten Zylindern bewegbar sind, die von Zylinderköpfen abgedeckt sind, in
denen je zugeordnetem Zylinder zumindest ein Einspritzventil für Kraftstoff an
geordnet ist, das über eine Einspritzleitung mit einem von einer Nockenwelle
angetriebenen Pumpenelement verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenelemente (16) direkt in das Kurbel
gehäuse (20) eingesetzt sind und daß die Nockenwelle (17) in dem Kurbelge
häuse (20) gelagert ist.
2. Luftverdichtende Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem
eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest zwei je einen Kolben
tragende Pleuel angelenkt sind, wobei die Kolben in V-förmig zueinander aus
gerichteten Zylindern bewegbar sind, die von Zylinderköpfen abgedeckt sind, in
denen je zugeordnetem Zylinder zumindest ein Einspritzventil für Kraftstoff an
geordnet ist, das über eine Einspritzleitung mit einem von einer Nockenwelle
angetriebenen Pumpenelement verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenelemente (16) unter Einfügung einer
Hülse (21, 21a) in das Kurbelgehäuse (20) eingesetzt sind und daß die
Nockenwelle (17) in dem Kurbelgehäuse (20) gelagert ist.
3. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Zylinderreihen zugeordneten Pumpen
elemente (16) unter einen Winkellage von 45° bis 90° zueinander ausgerichtet
sind.
4. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (21, 21a) eine derartige Höhe aufweist,
daß der Einspritzleitungsanschluß (29a) des Pumpenelementes (16) möglichst
nahe dem Einspritzleitungsanschluß (29b) des Einspritzventils (9) angeordnet
ist.
5. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Einspritzventil (9) angenähert mittig in dem
Zylinderkopfbereich angeordnet ist und ein Verbindungsstück vorgesehen ist,
das als Druckstück (12) ausgeführt seitlich aus dem Zylinderkopf (4a, 4b)
herausgeführt ist und den Einspritzleitungsanschluß (29b) des Einspritzventils
(9) bildet.
6. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (12) unter Bildung eines Ring
spaltes (13) in eine Ausnehmung des Zylinderkopfs (4a, 4b) eingesetzt ist und
daß durch den Ringspalt (13) aus dem Einspritzventil (9) austretendes Lecköl
zu einer entlang der Zylinderreihe angeordneten Sammelleitung geleitet wird.
7. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an das Druckstück (12) auf der Einspritzlei
tungsanschlußseite (29b) ein Anschraubstutzen (14) angeformt ist.
8. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Anschraubstutzen (14) eine Ringnut (14a)
eingelassen ist.
9. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Einspritzleitungsanschluß (29b) des Ein
spritzventils (9) und der Einspritzleitungsanschluß (29a) des Pumpenelementes
(16) im Bezug auf die Brennkraftmaschinenlängsachse versetzt zueinander
angeordnet sind.
10. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzleitungsanschlüsse (29a, 29b) der
Einspritzventile (9) und der Pumpenelemente (16) gegenüberliegender Zylin
derreihen einer Brennkraftmaschine entgegengesetzt versetzt zueinander an
geordnet sind.
11. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (21, 21a) einen Fortsatz (24) aufweist,
der in das Kurbelgehäuse (20) hineinragt und der die Führung des Rollenstö
ßels (18) des Pumpenelementes (16) bildet.
12. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schmierölzufuhr zu dem Pumpenelement
(16) und/oder dem Rollenstößel (18) von dem Kurbelgehäuse (20) aus erfolgt.
13. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Hülse (21, 21a) seitlich Anschlußöff
nungen für die Kraftstoffzufuhr und Kraftstoffrückfuhr zu dem Pumpenelement
(16) angeordnet sind.
14. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußöffnungen übereinanderliegend an
geordnet sind.
15. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (27a, 27b) für die Kraftstoffzufuhr
und Kraftstoffabfuhr in einem Balken (26) eingelassen sind.
16. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Balken (26) ein Führungskanal (28) zur
Aufnahme einer Regelstange eingelassen ist.
17. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Balken (26) einstückig mit den Hülsen (21a)
zumindest einer Zylinderreihe gefertigt ist.
18. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Pumpenelementen (16) seitliche An
schlußöffnungen für die Kraftstoffzufuhr und Kraftstoffrückfuhr angeordnet sind.
19. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftstoffpumpenelement (16) und die Hülse
(21, 21a) vormontierbar sind.
20. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß durch Einfügen von Zwischenscheiben zwischen
Pumpenelement (16) und Hülse (21, 21a) oder zwischen Hülse (21, 21a) und
Kurbelgehäuse (20) der Kraftstoffeinspritzbeginn des Pumpenelementes (16)
einstellbar sind.
21. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle (17) oberhalb einer Gaswech
selnockenwelle (8) in dem Kurbelgehäuse (20) angeordnet ist und die Gas
wechselnockenwelle (8) von der Kurbelwelle angetrieben ist und die Nocken
welle (17) von der Gaswechselnockenwelle (8) angetrieben ist.
22. Luftverdichtende Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe der Gaswechselnockenwelle (8) und
der Nockenwelle (17) hintereinanderliegend angeordnet sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4340885A DE4340885B4 (de) | 1993-12-01 | 1993-12-01 | V-förmig ausgebildete Brennkraftmaschine |
| US08/347,557 US5564395A (en) | 1993-12-01 | 1994-11-29 | Internal combustion engine with V-shaped block |
| GB9424289A GB2284447B (en) | 1993-12-01 | 1994-12-01 | A v-type internal combustion engine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4340885A DE4340885B4 (de) | 1993-12-01 | 1993-12-01 | V-förmig ausgebildete Brennkraftmaschine |
Publications (2)
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