DE4239577A1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen
eines Faservlieses mit einer Kardentrommel, einer kontinuierlich
bewegten, luftdurchlässigen Fangfläche für die von der Karden
trommel in einem Förderluftstrom abfliegenden Fasern, einem auf
der der Kardentrommel gegenüberliegenden Seite der Fangfläche an
diese angeschlossenen Saugkasten und mit einem Saugkanal zwischen
der Kardentrommel und der Fangfläche.
Zum Herstellen eines Faservlieses aus einem Vorvlies ist es be
kannt (US-A-36 41 628), das Vorvlies mit Hilfe einer Kardentrom
mel in Einzelfasern aufzulösen und den durch die Einzelfasern ge
bildeten Faserbelag mittels eines zur Kardentrommel tangentialen
Förderluftstromes unter Fliehkraftwirkung abzublasen, um die Ein
zelfasern zur Vliesbildung auf einer kontinuierlich bewegten, un
terhalb der Kardentrommel angeordneten Fangfläche abzulagern,
durch die hindurch der Förderluftstrom abgesaugt wird. Nachtei
lig bei diesen Vorrichtungen ist, daß die Einzelfasern nicht mit
der erforderlichen Gleichmäßigkeit auf die Fangfläche aufgebracht
werden können, insbesondere bei einem größeren Faserdurchsatz je
Zeiteinheit, weil die Fluglänge der Fasern zwischen dem Ablösebe
reich von der Kardentrommel und dem Auftreffbereich auf der Fang
fläche zwangsläufig vom Durchmesser der Kardentrommel abhängt, so
daß vor allem bei größeren Arbeitsbreiten mit einer erheblichen
Verklumpungsgefahr gerechnet werden muß, weil eben größere Ar
beitsbreiten größere Durchmesser der Kardentrommeln erfordern und
damit größere Flugstrecken für die Fasern bedingen.
Um ein gleichmäßiges Ablösen der Fasern von der Kardentrommel si
cherzustellen und die abgelösten Fasern störungsfrei auf die
Fangfläche aufzubringen, wurde bereits vorgeschlagen, zwischen
der Kardentrommel und der Fangfläche mehrere im wesentlichen ra
dial zur Kardentrommel ausgerichtete Saugkanäle in Umlaufrichtung
der Kardentrommel hintereinander vorzusehen, so daß das durch die
Kardentrommel in Einzelfasern aufgelöste Vorvlies in mehreren Fa
serteilströmen nacheinander auf die Fangfläche aufgebracht werden
kann. Innerhalb dieser einzelnen Faserteilströme tritt wegen der
entsprechend geringeren Fasermenge eine erheblich verringerte Nei
gung zur Klumpenbildung auf. Die schichtweise Ablösung der Fasern
von der Kardentrommel in mehreren Faserteilströmen ist allerdings
mit einem vergrößerten Aufwand verbunden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Herstellen eines Faservlieses der eingangs geschilderten Art
so auszugestalten, daß nicht nur vorteilhafte Ablösebedingungen
der Fasern von der Kardentrommel sichergestellt, sondern auch
Verklumpungen der Fasern vermieden werden können.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß der Saugka
nal in einem der Fangfläche unmittelbar gegenüberliegenden Um
fangsbereich an die Kardentrommel anschließt, daß im Anschlußbe
reich sowohl der bezüglich der Drehrichtung der Kardentrommel zu
laufseitigen als auch der ablaufseitigen Kanalwand an die Karden
trommel sich über die Arbeitsbreite der Kardentrommel erstreckende
Zuluftkanäle für den Saugkanal vorgesehen sind, die sich
zwischen der Kardentrommel einerseits und einer sich gegen die
Trommelumlaufrichtung an die zulaufseitige Kanalwand und einer
sich in Trommelumlaufrichtung an die ablaufseitige Kanalwand an
schließenden Trommelabdeckung andererseits ergibt.
Da der Saugkanal zwischen der Fangfläche und einem der Fangfläche
unmittelbar gegenüberliegenden Umfangsbereich der Kardentrommel
vorgesehen ist, kann die Länge dieses Saugkanales und damit die
Länge der Förderluftstrecke unabhängig vom Trommeldurchmesser den
jeweiligen Anforderungen entsprechend gewählt werden. Dadurch
wird es möglich, auch bei großen Trommeldurchmessern die durch
schnittliche Flugbahnlänge der Fasern auf ein Maß zu beschränken,
das eine Verklumpungsgefahr weitgehend ausschließt. Voraussetzung
für die Herstellung eines Vlieses mit einer Faserwirrlage ohne
Vorzugsrichtung ist, daß auf die Fasern während ihres Fluges von
der Kardentrommel zur Fangfläche keine die Faserwirrlage beein
trächtigenden Richtkräfte über den Förderluftstrom ausgeübt wer
den, was eine Beschleunigung des Förderluftstromes gegen die Fang
fläche hin ausschließt. Dieser Forderung kann mit Hilfe eines
Saugkanales vorteilhaft entsprochen werden, der sich in einem der
Fangfläche unmittelbar gegenüberliegenden Umfangsbereich an die
Kardentrommel anschließt, weil die Strömungsverhältnisse in die
sem Kanal konstruktiv festgelegt werden können, wenn durch seit
liche, sich über die Arbeitsbreite der Kardentrommel erstreckende
Zuluftkanäle für einen ausreichenden Förderluftstrom gesorgt wird,
der ausschließlich über den Saugkasten der Fangfläche angesaugt
wird. Wesentlich in diesem Zusammenhang ist vor allem der über
den Zuluftkanal im Bereich der ablaufseitigen Kanalwand ange
saugte Teilluftstrom, der einerseits die klumpenfreie Ablösung
der Fasern von der Kardentrommel unterstützt und anderseits für
eine Faserumlenkung in Richtung des Saugkanales sorgt. Zu diesem
Zweck wird der Zuluftkanal im Bereich der ablaufseitigen Kanal
wand zwischen der Kardentrommel und einer sich in Trommelumlauf
richtung an die ablaufseitige Kanalwand anschließenden Trommelab
deckung gebildet, so daß der Luftstrom innerhalb dieses Zuluftka
nales entgegen der Trommelumlaufrichtung strömt, was ein sicheres
Ablösen der allenfalls mit der Kardentrommel aus dem Bereich des
radialen Saugkanales ausgetragenen Fasern bewirkt, die dann mit
dem zur Trommelumlaufrichtung gegensinnigen Förderluftstrom in
den Saugkanal zurückgefördert werden.
Da auch der Zuluftkanal im Bereich der zulaufseitigen Kanalwand
zwischen einer Trommelabdeckung und der Kardentrommel angesaugt
wird, kann im Bereich dieses Zuluftkanales die Faserablösung be
reits frühzeitig erfolgen, so daß sich insgesamt besonders vor
teilhafte Ablösebedingungen einstellen, die es ohne weiteres er
lauben, die Zahnbrust der Zähne der Kardentrommel stärker zu nei
gen, wodurch die Kardierwirkung der Kardentrommel spürbar verbes
sert werden kann.
Damit die entgegen der Kardentrommelumlaufrichtung in den Saugka
nal strömende Zuluft, die sich mit der in Trommelumlaufrichtung
zuströmenden Zuluft mischt, keinen nachteiligen Einfluß auf die
Faserförderung innerhalb des Saugkanales nehmen kann, kann sich
in weiterer Ausbildung der Erfindung der Saugkanal ausgehend von
den Zuluftkanälen im Bereich der zu- und der ablaufseitigen Kanal
wand zunächst düsenartig verjüngen und dann zur Fangfläche hin
diffusorartig erweitern. Durch diese Maßnahme wird zunächst in
dem sich düsenartig verjüngenden Bereich des Saugkanales eine Mi
schung der beiden Zuluftströme unterstützt, so daß dann ein hin
sichtlich seiner Faserbeladung einheitlicher Förderluftstrom
durch den folgenden Kanalabschnitt geführt wird, der aufgrund
seiner diffusorartigen Erweiterung nicht nur eine weitgehend
wirbelfreie Faserförderung gewährleistet, sondern auch eine Be
ruhigung der Strömungsverhältnisse mit sich bringt, was für die
wirre Faserablage von erheblicher Bedeutung ist, weil hierfür alle
Richtwirkungen auf die Fasern tunlichst zu vermeiden sind. Solche
Richtwirkungen sind immer dann zu erwarten, wenn eine Beschleuni
gung des Förderluftstromes auftritt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dar
gestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Herstellen eines Fa
servlieses in einem schematischen Längsschnitt und
Fig. 2 diese Vorrichtung ausschnittsweise in einem Schnitt durch
den Saugkanal in einem größeren Maßstab.
Die dargestellte Vorrichtung zum Herstellen eines Faservlieses
besteht im wesentlichen aus einer eine Zahngarnitur aufweisenden
Kardentrommel 1, einer kontinuierlich bewegten, luftdurchlässigen
Fangfläche 2 und aus einem Saugkanal 3, der sich zwischen der
Fangfläche 2 und einem der Fangfläche 2 unmittelbar gegenüberlie
genden Umfangsbereich der Kardentrommel 1 erstreckt. Auf der der
Kardentrommel 1 gegenüberliegenden Seite der Fangfläche 2 ist ein
Saugkasten 4 vorgesehen, der für eine entsprechende Absaugung der
Förderluft aus dem Saugkanal 3 durch die Fangfläche 2 sorgt.
Das vorgelegte Vorvlies wird in üblicher Weise über ein Förder
band 5 einem aus einem Muldentisch 6 und einer Einlaßwalze 7 be
stehenden Muldeneinlaß 8 der Kardentrommel 1 zugeführt, wobei das
Vorvlies in Einzelfasern aufgelöst wird. Über in Umlaufrichtung
der Kardentrommel 1 an den Muldeneinlaß 8 anschließende Arbeiter-
Wenderwalzenpaare 9 wird eine zusätzliche Vergleichmäßigung des
Faserbelages erreicht, der in der Folge dem Saugkanal 3 zugeför
dert wird.
Die Förderluft für die Saugströmung durch den Saugkanal 3 wird
durch der zulaufseitigen Kanalwand 3a und der ablaufseitigen Ka
nalwand 3b zugeordnete Zuluftkanäle 10 und 11 angesaugt, die sich
zwischen der Kardentrommel 1 und einer Trommelabdeckung 12 bzw.
13 ergeben. Die Luftströme durch die Zuluftkanäle 10 und 11 be
bedingen im Zusammenwirken mit den auf die Fasern ausgeübten Zen
trifugalkräften ein Ablösen der Einzelfasern von der Kardentrom
mel 1 und in weiterer Folge eine Faserförderung zur Fangfläche 2.
Voraussetzung für eine gleichmäßige Faserablage auf der Fangflä
che 2 ist zunächst eine störungsfreie Faserablösung von der Kar
dentrommel 1 und dann eine ungestörte Faserförderung innerhalb
des Saugkanales 3. Die fliehkraftbedingte Ablösung der vereinzel
ten Fasern von der Kardentrommel 1 wird insbesondere durch den
Zuluftstrom durch den Zuluftkanal 10 unterstützt,und zwar be
reits vor dem Erreichen des Saugkanales 3.
Im Bereich der ablaufseitigen Kanalwand 3b strömt der durch den
Zuluftkanal 11 zugeführte Luftstrom entlang des Außenumfanges der
Kardentrommel 1 entgegen der Trommelumlaufrichtung zum Saugkanal
3, so daß mit Hilfe dieses gegensinnigen Luftstromes allenfalls
mit der Kardentrommel 1 aus dem Bereich des Saugkanales 3 auge
tragene Restfasern von der Kardentrommel abgelöst und wieder in
den Saugkanal 3 rückgeführt werden. Dieser durch den Zuluftkanal
11 angesaugte Zuluftstrom unterstützt außerdem die Faserumlenkung
in Richtung des Saugkanales 3.
Damit die im Förderluftstrom, der sich aus den Zuluftströmen
durch die Kanäle 10 und 11 zusammensetzt, der Fangfläche 2 zuge
förderten Fasern in einer gleichmäßigen Wirrlage ohne Vorzugs
richtung auf der Fangfläche 2 abgelagert werden können, verjüngt
sich der Saugkanal 3 zunächst im Mischungsbereich der beiden Zu
luftströme düsenartig, um sich im Anschluß an diese düsenartige
Verengung wieder diffusorartig gegen die Fangfläche 2 hin zu er
weitern, wie dies insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann,
in der der sich düsenartig verjüngende Kanalabschnitt mit 14 und
der sich diffusorartig erweiternde Kanalabschnitt mit 15 be
zeichnet ist. Diese Kanalausbildung bringt eine vorteilhafte
Mischung der beiden gegensinnigen Luftströmungen mit sich, bevor
der aus diesen Luftströmungen genbildete, gemeinsame Förderluft
strom durch die Fangfläche 2 abgesaugt wird. Dieser gemeinsame
Förderluftstrom erfährt aufgrund der diffusorartigen Kanalerwei
terung eine Beruhigung, die die Wirrrlage der abgelegten Fasern
unterstützt. Wegen der weitgehend laminaren Strömung bleibt auch
die Verklumpungsgefahr sehr gering.
Damit tatsächlich eine gleichmäßige Faserablage sichergestellt
werden kann, muß für eine entsprechende Absaugung des Förderluft
stromes durch die Fangfläche 2 gesorgt werden. Zu diesem Zweck
wird die Strömungsverteilung der Saugströmung eingestellt, und
zwar mit Hilfe einer Unterteilung des Saugkastens 4 in einzelne,
voneinander getrennte, in Bewegungsrichtung der Fangfläche aufein
anderfolgende Saugabschnitte 4a, die zumindest gruppenweise mit
unterschiedlichen Unterdrücken beaufschlagt werden können. Auf
grund der unterschiedlichen Saugleistungen im Bereich der einzel
nen Saugabschnitte 4a ergibt sich im Bereich der Saugzone durch
die Fangfläche 2 ein unterschiedlicher Durchgriff der Saugströmun
gen auf den Förderluftstrom im Saugkanal 3, so daß bei einer ent
sprechenden Strömungsverteilung eine weitgehend laminare Strömung
auch im Bereich der Fangfläche 2 erreicht werden kann.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Herstellen eines Faservlieses mit einer
Kardentrommel, einer kontinuierlich bewegten, luftdurchlässigen
Fangfläche für die von der Kardentrommel in einem Förderluftstrom
abfliegenden Fasern, einem auf der der Kardentrommel gegenüber
liegenden Seite der Fangfläche an diese angeschlossenen Saugka
sten und mit einem Saugkanal zwischen der Kardentrommel und der
Fangfläche, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkanal (3) in
einem der Fangfläche (2) unmittelbar gegenüberliegenden Umfangs
bereich an die Kardentrommel (1) anschließt, daß im Anschlußbe
reich sowohl der bezüglich der Drehrichtung der Kardentrommel (1)
zulaufseitigen als auch der ablaufseitigen Kanalwand (3a bzw.
3b) an die Kardentrommel (1) sich über die Arbeitsbreite der Kar
dentrommel (1) erstreckende Zuluftkanäle (10, 11) für den Saug
kanal (3) vorgesehen sind, die sich zwischen der Kardentrommel
(1) einerseits und einer sich gegen die Trommelumlaufrichtung an
die zulaufseitige Kanalwand (3a) und einer sich in Trommelumlauf
richtung an die ablaufseitige Kanalwand (3b) anschließenden Trom
melabdeckung (12 bzw. 13) anderseits ergibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Saugkanal (3) ausgehend von den Zuluftkanälen (10, 11)
im Bereich der zu- und der ablaufseitigen Kanalwand (3a, 3b) zu
nächst düsenartig verjüngt und dann zur Fangfläche (2) hin diffu
sorartig erweitert.
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| US3641628A (en) * | 1969-02-07 | 1972-02-15 | Ernst Fehrer | Apparatus for manufacturing webs from fiber material |
| GB1345061A (de) * | 1970-12-31 | 1974-01-30 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4418248A1 (de) * | 1993-06-18 | 1994-12-22 | Fehrer Ernst | Vorrichtung zum Herstellen eines Faservlieses |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB2262108A (en) | 1993-06-09 |
| GB2262108B (en) | 1996-01-17 |
| US5289618A (en) | 1994-03-01 |
| JPH05247820A (ja) | 1993-09-24 |
| IT1258681B (it) | 1996-02-27 |
| TW211048B (de) | 1993-08-11 |
| CH685713A5 (de) | 1995-09-15 |
| BE1006222A3 (fr) | 1994-06-14 |
| GB9225445D0 (en) | 1993-01-27 |
| FR2684693A1 (fr) | 1993-06-11 |
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