DE4239170A1 - Signalgeber zur berührungslosen Messung der Rotationsgeschwindigkeit - Google Patents
Signalgeber zur berührungslosen Messung der RotationsgeschwindigkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Signalgeber zur berührungslosen
Messung der Rotationsgeschwindigkeit nach dem Oberbegriff von
Anspruch 1, wie er beispielsweise aus der DE 34 43 522 A1 als
bekannt hervorgeht.
Dort wird ein Signalgeber zur induktiven Messung der Rotations
geschwindigkeit eines Körpers beschrieben, der aus einem magne
tisch nicht leitfähigen Material besteht, in den magnetisch
leitende Drahtsegmente als Impulsgeber eingebracht sind.
Dieser Signalgeber muß aber als zusätzliches Teil in der Monta
ge an den rotierenden Körper befestigt werden. Dabei sind enge
Lagetoleranzen bezüglich der relativen Lage zwischen Impuls
geber und Drehzahlsensor zu beachten. Es folgen daraus hohe
Kosten zur Herstellung und Montage.
Aus der FR 2 590 989 A1 ist es bekannt, ferromagnetische oder
permanentmagnetische Metallstreifen auf einem Bauteil aus einer
nicht magnetischen Legierung erhaben anzuordnen und als Impuls
geber zur Messung der Rotationsgeschwindigkeit zu nutzen. Die
Anbringung der ferromagnetischen Metallstreifen an das Bauteil
erfolgt beim Gießen.
Bei diesem Signalgeber sind die Impulsgeber zwar direkt auf dem
Bauteil angeordnet. Die Anordnung erfolgt aber ebenfalls in
einem Gießvorgang. Somit ist es nicht möglich, ein nicht gegos
senes Bauteil nach diesem Verfahren mit solchen Impulsgebern
auszustatten. Ferner bedingt dieses Verfahren gegenüber den
ursprünglichen Gießformen des Körpers kompliziertere Gießfor
men. Soll nur ein Teil der Körper mit den Impulsgebern versehen
werden, so müssen zwei Gießformen bereitgestellt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, den gattungsgemäß zugrundegeleg
ten Signalgeber dahingehend zu verbessern, daß der Impulsgeber
in einem von der Herstellung des Körpers unabhängigen Ferti
gungsprozeß direkt an dem rotierenden Körper anbringbar ist.
Diese Aufgabe wird bei Zugrundelegung des gattungsgemäßen Sig
nalgebers erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
von Anspruch 1 gelöst.
Die Impulsgeber sind aus mit dem Bauteil verschweißten Draht
segmenten aus Schutzgas-Schweißdraht gebildet. Sie sind erhaben
auf dem Bauteil angeordnet. Durch die erhabene Anordnung ist es
möglich, bei der Messung die von dem Impulsgeber übermittelte
Eingangsgröße von der des Bauteiles zu unterscheiden. Ein aus
reichender Kontrast ist normalerweise gewährleistet. Zur Verbesserung
der Qualität des vom Sensor erzeugten Meßsignales
ist zu beachten, daß sowohl Anzahl als auch Lagetoleranz der
auf dem Bauteil angebrachten Impulsgeber die Meßgenauigkeit
direkt beeinflussende Größen sind. Die Lagetoleranz hat deshalb
direkten Einfluß auf die gemessene Frequenz, weil je gleich
mäßiger, also mit geringerer Lagetoleranz versehen, die Draht
segmente am Bauteil angeordnet sind, desto größer der Frequenz
gleichgang des Meßsignales ist. Die Anzahl der Impulsgeber er
höht die erzeugte Signalfrequenz. Dadurch erhöht sich die An
zahl der gemessenen Signale je Zeiteinheit und somit die Meß
genauigkeit und auch die Auflösung der Messung. Zu beachten ist
dabei aber der Umfang des Bauteiles, an dem die Drahtsegmente
angeordnet sind, da ein Mindestabstand zwischen den Drahtseg
menten gegeben sein muß, um eine scharfe Trennung der einzelnen
Signale zu erhalten. Durch diese Grenze ist die maximale Anzahl
der Impulsgeber also begrenzt. Es ist daher von Vorteil, die
Rotationsgeschwindigkeitsmessung an einem Bauteil mit möglichst
großem Umfang anzuordnen. Des weiteren ist es insbesondere bei
schnell rotierenden Körpern wie beispielsweise Nockenwellen
wichtig zu beachten, daß die Meßelektronik ausreichend schnell
für die Auswertung sämtlicher ankommender Meßsignale ist.
Andererseits ist es gemäß dem Unteranspruch 2 möglich, zur Ver
besserung der Qualität des Meßsignales den Drahtsegmenten eine
etwa rechteckige Querschnittsform zu geben.
Üblicherweise wird die Frequenz der durch die Impulsgeber in
dem Sensor erzeugten magnetischen Induktion als Meßgröße heran
gezogen. Dazu ist es notwendig, daß die Impulsgeber ferromag
netisch sind. Dies ist bei üblichem Schutzgas-Schweißdraht ge
geben. Der Sensor ist dabei in geringem Abstand zu den Impuls
gebern feststehend angeordnet, so daß die Impulsgeber nahe an
dem Sensor vorbeigeführt werden.
Derartige Signalgeber finden vor allem in Fahrzeugen Verwendung,
bei denen für elektronische Steuereinheiten wie ABS, ASR und
ASD die Rotationsgeschwindigkeit der einzelnen Fahrzeugräder
erfaßt werden muß. Mit solchen Signalgebern kann aber auch die
Rotationsgeschwindigkeit beliebiger anderer rotierender Körper
erfaßt werden. Im Fahrzeugbereich gilt das zum Beispiel für den
Anlasserzahnkranz, Getriebeabtriebswelle, Nocken- und Kurbel
welle.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteransprü
chen entnommen werden; im übrigen ist die Erfindung anhand des
in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles nachfol
gend noch erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1 eine Darstellung des Körpers im Bereich des Bauteiles
mit am Umfang angeschweißten, geprägten Drahtsegmenten
und dem feststehend angeordneten Sensor und
Fig. 2 eine Prinzipskizze der Verschweißung von Drahtsegmenten
aus Schutzgas-Schweißdraht mit dem Bauteil.
Die Fig. 1 zeigt eine Darstellung eines Signalgebers für die
berührungslose Messung der Rotationsgeschwindigkeit eines Kör
pers 10. Am Umfang des um die Rotationsachse 12 achsensymmetri
schen Bauteiles 11 sind ferromagnetische, gerade Drahtsegmente
13 als Impulsgeber gleichmäßig beabstandet angeordnet. Die
Drahtsegmente 13 sind parallel zur Rotationsachse ausgerichtet.
Durch die Rotationsbewegung des Bauteiles werden die Drahtseg
mente 13 an dem mit einer Auswerteschaltung verbundenen Sensor
14 vorbeigeführt. Die Drahtsegmente 13 sind aus mit dem Bauteil
11 verschweißtem Schutzgas-Schweißdraht gebildet. In einem zwei
ten Arbeitsschritt wurden die Drahtsegmente 13 geprägt und wei
sen daher einen rechteckigen Querschnitt auf. Günstig kann auch
ein trapezförmiger Drahtquerschnitt sein, wobei die Basisseite
des Trapezes an dem Bauteil 11 anliegt. Gegenüber der Orthogo
nalen sind die Seitenkanten des Trapezes um vorzugsweise fünf
bis zehn Grad geneigt. Die Querschnittsform des Drahtes ist
dahingehend ausgewählt, in dem Sensor einen möglichst guten
Signalkontrast zwischen Drahtsegment 13 und Bauteil 11 zu er
zielen.
Die Fig. 2 zeigt eine Prinzipskizze der Verschweißung eines
Drahtsegmentes 13 mit dem Bauteil 11. Die geraden Drahtsegmente
13 aus Schutzgas-Schweißdraht werden an das Bauteil 11 angelegt.
Die Schweißelektrode 15 erstreckt sich in Längsrichtung über
die Länge des Drahtsegmentes 13. In der Mitte der Schweißelek
trode 15 ist eine Nut zur teilweisen Aufnahme des Drahtsegmen
tes 13 angebracht. Das von der Schweißelektrode 15 gegen das
Bauteil gepreßte Drahtsegment wird auf seiner gesamten Länge
mit dem Bauteil 11 verschweißt.
In einer weiteren Ausgestaltung ist es möglich die Drahtseg
mente 13 in Gruppen von zwei bis zwölf Drahtsegmenten 13
gleichzeitig an dem Bauteil 11 anzuschweißen. Dies ist deshalb
von Vorteil, weil dann die relative Lage der Drahtsegmente 13
innerhalb einer Gruppe besser definiert und die zur Anbringung
der Drahtsegmente benötigte Fertigungszeit entsprechend ver
ringert ist. Es empfiehlt sich der Prozeßsicherheit wegen jedoch
nicht, eine größere Anzahl von Drahtsegmenten gleichzeitig
anzuschweißen.
Besonders einfach ist es, die Drahtsegmente 13 von einer Spule
abzuwickeln und in Form eines Endlosdrahtes den Elektroden 15
zuzuführen. Erst nach dem Verschweißen werden die Drahtsegmente
13 von dem Endlosdraht abgetrennt.
Die Formgebung der Drahtquerschnitte kann außer durch direkte
Zuführung eines entsprechend profilierten Drahtes auch noch nach
dem Anschweißen durch Prägen erfolgen. Dies ist insbesondere
deshalb von Vorteil, weil durch das Prägen in eine geeignete
Querschnittsform geringe Lageabweichungen der Drahtsegmente 13
bezüglich ihrer Ausrichtung und ihrer Lage am Bauteil 11
korrigiert werden.
Claims (8)
1. Signalgeber für die berührungslose Messung der Rotationsge
schwindigkeit eines Körpers (10) mit einem um die Rotations
achse (12) achsensymmetrischen Bauteil (11), an dem ferromagne
tische, gerade Drahtsegmente (13) als Impulsgeber gleichmäßig
beabstandet angeordnet sind, die durch die Rotationsbewegung
des Bauteiles (11) an einem Sensor (14) vorbeigeführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtsegmente (13) aus mit dem Bauteil (11) verschweiß
tem Schutzgas-Schweißdraht gebildet und erhaben auf demselben
angeordnet sind.
2. Signalgeber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtsegmente (13) einen etwa rechteckigen Querschnitt
aufweisen.
3. Signalgeber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtsegmente (13) am Umfang des Bauteiles (11)
angeordnet sind.
4. Signalgeber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtsegmente (13) stirnseitig und radial gerichtet am
Bauteil (11) angeordnet sind.
5. Verfahren zur Herstellung eines Signalgebers nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die geraden Drahtsegmente (13) aus Schutzgas-Schweißdraht
an dem Bauteil (11) durch Widerstandsschweißen mit sich in
Längsrichtung über die Länge des anzuschweißenden Drahtseg
mentes (13) erstreckenden Schweißelektroden (15) verschweißt
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtsegmente (13) in Gruppen von zwei bis zwölf Draht
segmenten (13) gleichzeitig an dem Bauteil (11) angeschweißt
werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtsegmente (13) von einer Spule abgewickelt, der
Schweißelektrode (15) zugeführt, an das Bauteil (11)
angeschweißt und anschließend geschnitten werden.
8. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Anschweißen die runden Drahtquerschnitte der
Drahtsegmente (13) durch Prägen in eine rechteckige Quer
schnittsform verformt und Lageabweichungen der Drahtsegmente
(13) bezüglich ihrer Ausrichtung und ihrer Lage am Bauteil (11)
korrigiert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924239170 DE4239170C2 (de) | 1992-11-21 | 1992-11-21 | Verfahren zur Herstellung eines Signalgebers zur berührungslosen Messung der Rotationsgeschwindigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924239170 DE4239170C2 (de) | 1992-11-21 | 1992-11-21 | Verfahren zur Herstellung eines Signalgebers zur berührungslosen Messung der Rotationsgeschwindigkeit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4239170A1 true DE4239170A1 (de) | 1994-05-26 |
| DE4239170C2 DE4239170C2 (de) | 1995-07-27 |
Family
ID=6473336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924239170 Expired - Fee Related DE4239170C2 (de) | 1992-11-21 | 1992-11-21 | Verfahren zur Herstellung eines Signalgebers zur berührungslosen Messung der Rotationsgeschwindigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4239170C2 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2431962A1 (de) * | 1974-07-03 | 1976-01-22 | Teves Gmbh Alfred | Rotor fuer einen induktiven messfuehler |
| DE3443522A1 (de) * | 1984-11-29 | 1986-06-05 | Alfred Teves Gmbh, 6000 Frankfurt | Anordnung zur drehzahlerfassung |
| FR2590989A1 (fr) * | 1985-08-02 | 1987-06-05 | Cotep Sa | Dispositif de detection de vitesse auto-generateur de proximite |
| DE4133709A1 (de) * | 1991-10-11 | 1993-04-15 | Schaeffler Waelzlager Kg | Impulsrad fuer eine einrichtung zum messen einer drehzahl |
-
1992
- 1992-11-21 DE DE19924239170 patent/DE4239170C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4239170C2 (de) | 1995-07-27 |
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