DE4238701A1 - Spann- und Teileinrichtung zum Schleifen der Zylinderringnuten von Kugelnaben - Google Patents
Spann- und Teileinrichtung zum Schleifen der Zylinderringnuten von KugelnabenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine an einer Schleifmaschine zu mon
tierende Spann- und Teileinrichtung für Kugelnaben o. dgl. z.
Schleifen ihrer Zylinderringnuten, bestehend aus einer rotie
rend antreibbaren Werkstückaufnahme, einem darin undrehbar,
aber axial verschieblich geführten und zusätzlich in einem
axial bewegbaren Werkstückgegenhalter undrehbar gelagerten
Werkstückhalter mit einem quer zur Drehachse gerichteten, in
die Werkstückbohrung einschiebbaren Stirnzapfen und einer in
dessen Achsrichtung gegen Kraft nachgiebigen, stirnseitigen
Werkstück-Anlagefläche, Spannbacken an der Werkstückaufnahme
und am Werkstückgegenhalter sowie Mitteln zum Drehschalten
des Werkstücks um den Teilungswinkel der Zylinderringnuten
bei zusammen mit dem Werkstück axial von der Werkstückauf
nahme zurückgefahrenem Werkstückgegenhalter.
Eine derartige Spann- und Teileinrichtung ist in der DE-PS
23 46 111 beschrieben und in dieser Form im wesentlichen un
verändert seit annähernd 20 Jahren bei Fahrzeugherstellern im
Einsatz. Die mit der genannten Einrichtung gefertigten Kugel
naben ersetzen die früher üblichen Kreuzgelenke als Gelenk
teile zwischen drehmomentübertragenden Wellen, die miteinan
der einen Winkel bilden.
Bei diesen Kugelnaben kommt es auf äußerste Präzision an. Sie
werden deshalb nicht auf dem Stirnzapfen, auf dem sie automa
tisch geladen werden, zentriert. Die Zentrierung erfolgt
vielmehr mittels dreier über den Umfang der Kugelnabe ver
teilter Paare von Spannbacken, die an der kugeligen Umfangs
fläche angreifen, sowie einer am Stirnzapfen angeordneten
stirnseitigen Anlagefläche. Nach dem Schleifen zweier am Um
fang gegenüberliegender Zylinderringnuten (Kugelbahnen) bei
rotierender Spann- und Teileinrichtung hält diese an, und der
den Werkstückgegenhalter tragende Reitstock fährt eine be
stimmte Strecke von der Werkstückaufnahme weg. Dadurch wird
die Spannung des Werkstücks zwischen den Spannbacken gelöst,
und da der Werkstückgegenhalter axial mit dem Werkstückhalter
verbunden ist, wird auch das Werkstück von der Werkstückauf
nahme entfernt. In diesem geöffneten Zustand der Spannein
richtung wird die Drehschaltbewegung ausgeführt, um an
schließend zwei weitere am Umfang gegenüberliegende Zylinder
ringnuten zu schleifen. Hierzu dient ein im Werkstückgegen
halter axial verschieblich geführter Schieber, der mit einem
äußeren Anschlag derart zusammenwirkt, daß er beim Zurückfah
ren des Reitstocks gegen den Anschlag stößt und dadurch sei
nerseits gegen das Werkstück vorgefahren wird, dort gegen ei
ne äußere Randkante einer Zylinderringnut stört und die Ku
gelnabe um einen bestimmten Winkel, der kleiner ist als der
Teilungswinkel, dreht. Wenn anschließend der Werkstückgegen
halter wieder zur Werkstückaufnahme hin zurückgefahren wird,
stößt eine in einer Drehrichtung federnd vorbelastete, be
grenzt drehbar an der Werkstückaufnahme gelagerte Klinke ge
gen eine Randkante einer anderen Zylinderringnut und vollen
det dadurch die Drehschaltbewegung. Schließlich dringt in der
letzten Phase der Spannbewegung der sehr genau geformte Kopf
eines an der Werkstückaufnahme gegen Federkraft verschieblich
gelagerten Raststifts in eine der Zylinderringnuten des Werk
stücks ein und positioniert dieses dadurch in Umfangsrichtung
ganz exakt.
Die vorstehend geschilderte, bekannte Spann- und Teileinrich
tung hat sich im Laufe der Zeit bewährt und erfüllt auch noch
die heutigen Genauigkeitsanforderungen. Der Erfindung liegt
deshalb die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung der präzisen
Spanneigenschaften den Drehschaltvorgang wesentlich zu be
schleunigen, und diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß das Werkstück wenigstens im ungespannten Zustand
durch einen steuerbaren Riegel auf dem Stirnzapfen axial ver
riegelbar ist.
Die vorgeschlagene Maßnahme stellt nur eine unwesentliche
Komplizierung und Verteuerung der Spann- und Teileinrichtung
dar, weil lediglich ein zusätzlicher Riegel hinzukommt, der
in bevorzugter Ausführung als ein einfacher Schieber ausge
bildet sein kann, der unmittelbar vor die äußere Stirnfläche
der auf dem Stirnzapfen sitzenden Kugelnabe fährt, bevor der
Werkstückgegenhalter die zur Durchführung der Drehschaltbewe
gung notwendige Hin- und Herbewegung macht. Grundsätzlich ist
jede Art von Verriegelung geeignet, welche das Werkstück axi
al auf den Stirnzapfen form- oder reibschlüssig festhält,
wann die Spannung mittels der Spannbacken an der Werkstück
aufnahme und dem Werkstückgegenhalter gelöst ist.
Die durch die Erfindung gewährleistete Fixierung des Werk
stücks auf den Stirnzapfen gestattet es nunmehr, die Dreh
schaltbewegungen bei fortlaufender Umdrehung der Spann- und
Teileinrichtung durchzuführen. Bisher mußte immer erst die
Drehung der Werkstückaufnahme angehalten werden, bevor zum
Indexieren die Spannung des Werkstücks aufgehoben werden
konnte, weil sonst infolge der Fliehkraft das Werkstück vom
Stirnzapfen geschleudert wurde. Da die Schleifzeiten verhält
nismäßig kurz sind, wirkt sich die Vermeidung der Brems- und
Beschleunigungsphasen als eine Produktivitätssteigerung von
bis zu etwa 40% aus.
Zur weiteren Verbesserung und Beschleunigung der Drehschalt
bewegung einer Spann- und Teileinrichtung mit festen Spann
backen am Werkstückgegenhalter wird vorgeschlagen, daß der
Werkstückhalter axial begrenzt beweglich am Werkstückgegen
halter gelagert und im ungespannten Zustand des Werkstücks
relativ zum Werkstückgegenhalter in Richtung zur Werkstück
aufnahme hin soweit vorschiebbar ist, daß das Werkstück außer
Berührung mit den festen Spannbacken kommt. Der Verschiebung
des Werkstückhalters relativ zum Werkstückgegenhalter kann
vorzugsweise durch eine zwischen diesen beiden Teilen aufge
spannte Feder erfolgen, die beim Spannen des Werkstücks wei
ter gespannt wird und sich beim Wegfahren des Werkstückgegen
halters von der Werkstückaufnahme wieder entspannt, so daß
keine besondere Steuerung notwendig ist. Die vorgeschlagene,
einfache Maßnahme gewährleistet, daß das Werkstück vor Ein
leitung der Drehschaltbewegung zuverlässig von den Spannbac
ken am Werkstückgegenhalter abhebt und nicht während seiner
Drehbewegung daran hängen bleibt, wie es bisher gelegentlich
vorgekommen ist. Wegen der zusätzlichen Reibung des Werk
stücks an dem erfindungsgemäß vorgesehenen Riegel wird die
genannte Einrichtung zum Abheben der Werkstücke von den
Spannbacken vorzugsweise in Kombination mit diesem einge
setzt. Sie kann aber auch bei den bisher gebräuchlichen
Spann- und Teileinrichtungen verwendet werden, bei denen die
Drehschaltbewegung im Stillstand der Werkstückaufnahme durch
geführt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1
und 2 zwei um 90° gegeneinander verdrehte Axi
alschnitte durch eine Spann- und Teilein
richtung für Kugelnaben;
Fig. 3 einen Querschnitt nach Schnittlinie A-A
in Fig. 1;
Fig. 4 einen Teil-Axialschnitt durch die rechte
Hälfte der Spann- und Teileinrichtung
nach Fig. 1 und 2, wobei die Schnittlinie
teilweise versetzt zu der in Fig. 2 ge
zeigten Ebene liegt;
Fig. 5 einen Querschnitt nach Schnittlinie B-B
in Fig. 1.
Das gezeigte Schleiffutter hat in Übereinstimmung mit der be
kannten Ausführung drei Hauptteile, nämlich eine Werkstück
aufnahme 10, welche mit einem Drehantrieb zu verbinden ist,
einen Werkstückgegenhalter 12, der drehbar an einem axial
verfahrbaren Reitstock gelagert ist, und einen Werkstückhal
ter 14, der zwischen den beiden zuerst genannten Vorrich
tungsteilen angeordnet und drehfest in diesen gelagert ist,
so daß er die Drehbewegung von der Werkstückaufnahme 10 auf
den Werkstückgegenhalter 12 überträgt. Die drehfeste Verbin
dung wird bei der gezeigten Ausführungsform dadurch erreicht,
daß der Werkstückhalter 14 einerseits mit zwei parallelen
Führungsbolzen 16, 18 (siehe Fig. 2 und 5) in der Werkstück
aufnahme 10 und andererseits mit zwei parallelen Führungsbol
zen 20, 22 (siehe Fig. 2 und 3) im Werkstückgegenhalter 12
axial geführt ist. Zwischen den beiden Führungsbolzen 20, 22
hat der Werkstückhalter 14 einen sich parallel zu diesen er
streckenden Befestigungsbolzen 24 (siehe Fig. 3 und 4), durch
welchen er bis auf ein geringes Bewegungsspiel axial am Werk
stückgegenhalter 12 festgelegt ist. Auf das von einer zwi
schen dem Werkstückhalter 14 und dem Werkstückgegenhalter 12
aufgespannten Druckfeder beeinflußte Bewegungsspiel wird spä
ter eingegangen werden. Auf seiten der Werkstückaufnahme 10
sind die mit dem Werkstückhalter 14 verbundenen Führungsbol
zen 16, 18 axial verschieblich geführt, so daß der Werkstück
gegenhalter 12 bei den steuerbaren Reitstockbewegungen den
Werkstückhalter 14 axial mitnimmt, ohne daß dabei die drehmo
mentübertragende Verbindung zwischen der Werkstückaufnahme 10
und dem Werkstückgegenhalter 12 über den Werkstückhalter 14
unterbrochen wird.
Ein zu schleifendes Werkstück in Form einer Kugelnabe 28 ist
in Fig. 1 und 2 punktgestrichelt angedeutet. Sie hat eine
mittlere Bohrung, mit welcher sie auf einen am Werkstückhal
ter 14 quer zur Drehachse angeordneten Stirnzapfen 30 aufzu
stecken ist, bis sie mit einer Stirnfläche an einer Anlage
fläche 32 am Werkstückhalter 14 zur Anlage kommt, sowie eine
kugelige Umfangsfläche, an der sie gespannt wird, um sechs
gleichmäßig über den Umfang verteilte, in Fig. 1 gezeigte,
vorgearbeitete Zylinderringnuten 34, von denen jeweils zwei
diametral gegenüberliegen, zu schleifen. Die Zylinderring
nuten 34 sind Kugelbahnen. Sie haben sowohl im Querschnitt
als auch im Längsschnitt die Form von Kreisbögen, wobei al
lerdings das Zentrum des Kreisbogens im Längsschnitt nicht
mit dem Zentrum der kugeligen Außenfläche zusammenfällt. In
folgedessen ist gemäß Fig. 2 im gespannten Zustand des Werk
stücks die Mitte der Kugelnabe 28, welche auch den Mittel
punkt der kugeligen Umfangsfläche darstellt, mit einer Exzen
trizität e zur Drehachse des Schleiffutters angeordnet.
Damit die nicht gezeigte, am Umfang entsprechend der Form der
Zylinderringnuten profilierte Schleifscheibe während der Ro
tation des Schleiffutters nicht gegen den Werkstückhalter 14
stößt, ist dieser auf der dem Stirnzapfen 30 gegenüberliegen
den Seite mit einer Aussparung 36 versehen, in welche die
Schleifscheibe bei jeder Umdrehung des Futters eindringt, oh
ne den Werkstückhalter 14 zu berühren.
Um die Werkstücke 28 automatisch laden und aus dem Schleif
futter entnehmen zu können, müssen sie mit soviel Spiel auf
dem Stirnzapfen 30 aufgenommen werden, daß sie darauf nicht
zentriert werden können. Für die genaue Zentrierung sind ein
Paar Spannbacken 38, 40 an der Werkstückaufnahme 10 und zwei
Paar Spannbacken 42, 44 und 46, 48 am Werkstückgegenhalter 12
angebracht. Sie bestehen aus Hartmetall und sind auf seiten
des Werkstückgegenhalters 12 an einem Einsatz 50 befestigt,
der gemäß Fig. 3 mit acht Schrauben 52 am Werkstückgegenhal
ter 12 fixiert ist.
Die Spannbacken 38, 40 sind axial verschieblich in der Werk
stückaufnahme 10 geführt und werden durch eine Feder nach
außen, zum Werkstück hin vorgespannt. Zwischen den Spannbac
ken 38, 40 ist ein Kontaktstift 56 angeordnet, welcher eben
falls axial verschieblich geführt ist und nur dann, wenn die
zu schleifende Kugelnabe richtig positioniert ist, von deren
kugeliger Umfangsfläche soweit zurückgedrückt wird, daß er
über eine Betätigungsstange 58 einen Schalter betätigt, der
den nächsten Schleifvorgang freigibt. Nach dem Schalten stößt
der Kontaktstift gegen einen festen Anschlag 57, wodurch die
Spannbewegung des hydraulisch vorgeschobenen Reitstocks be
grenzt wird.
Die Spannbackenpaare 38, 40 sowie 42, 44 und 46, 48 greifen
jeweils um 120° versetzt am Umfang der Kugelnabe an. Die
Spannbacken jedes Paares haben unter Berücksichtigung ihres
Abstands eine solche Form, daß sie in der Spannstellung exakt
auf der Umfangsfläche der Kugelnabe 28 liegen. Da es sich um
eine Kugelfläche handelt, sind die Spannbacken 38-48 jedoch
nicht in der Lage, einen Fluchtungsfehler der Bohrungsachse
des Werkstücks mit Bezug auf die Mittellängsachse des Stirn
zapfens 30 zu beseitigen. Zu diesem Zweck muß als weiteres
Zentrierelement die genau quer zur Mittellängsachse des
Stirnzapfens 30 liegende Anlagefläche 32 am Werkstückhalter
14 hinzutreten. Um sie wirksam werden zu lassen, wird sie im
ungespannten Zustand durch eine Feder 60 (siehe Fig. 5) wei
ter zu den Spannbacken 38-48 hin vorgedrückt, als es der
vorbestimmten Lage des Werkstücks 28 im gespannten Zustand
entspricht. Daher drücken die Spannbacken 38-48 bei ihrer
Spannbewegung die Kugelnabe 28 mit ihrer einen Stirnfläche
gegen die Kraft der Feder 60 an die Anlagefläche 32 an, wobei
sich die Kugelnabe mit ihrer Mittellängsachse normal zu die
ser Anlagefläche 32 ausrichtet.
Um nach einem Schleifvorgang zweier gegenüberliegender Zylin
derringnuten 34 eine Drehschaltbewegung des Werkstücks 28
auszuführen, wird der Reitstock mit dem Werkstückgegenhalter
12 mit Bezug auf Fig. 1 und 2 nach rechts zurückgefahren. Da
bei stößt ein im Werkstückgegenhalter 12 axial verschieblich
geführter Schieber 62 mit einem nach hinten herausragenden
Ende 64 gegen einen nicht gezeigten Festanschlag und wird da
durch relativ zum Werkstückgegenhalter 12 und dem von diesem
axial mitgenommenen Werkstück 28 gegen die Wirkung einer
Rückstellfeder 66 nach links verschoben. Dabei stößt er, wie
aus Fig. 1 ersichtlich, gegen die äußere Kante einer Zylin
derringnut 34 und dreht das Werkstück 28 um einen bestimmten
Winkel, der kleiner ist als der Teilungswinkel der Zylinder
ringnuten 34. Es bedarf also noch einer zusätzlichen Drehung
des Werkstücks, um das nächste Paar Zylinderringnuten 34 in
die richtige Bearbeitungsstellung zu bringen. Dazu dient eine
an der Werkstückaufnahme 10 gelagerte Klinke 68, welche mit
ihrem freien Ende durch eine Drehfeder 70 bis gegen einen An
schlag zum Werkstückgegenhalter 12 hin gedreht wird und bei
dessen Wiederannäherung an die Werkstückaufnahme 10 zum er
neuten Spannen des Werkstücks ebenfalls gegen die äußere Kan
te einer Zylinderringnut 34 stößt, bei nachgebender Feder 70
verschwenkt und dabei gleichzeitig durch Angriff am Werkstück
28 die Drehschaltbewegung vollendet.
Die ganz genaue Ausrichtung des Werkstücks in Umfangsrichtung
erfolgt dann noch durch einen Raststift 72, der elastisch
nachgiebig an der Werkstückaufnahme 10 gelagert ist und bei
der Wiederannäherung des Werkstückgegenhalters 12 zum Zwecke
des Spannens mit einem sehr genau dem Querschnitt der Zylin
derringnuten 34 angepaßten Kopfende in eine Zylinderringnut
34 eindringt. Zum Ausgleich von Toleranzen und zur Justierung
des wirksamen Kopfendes des Raststifts 72 sitzt dieses leicht
exzentrisch auf dem Schaft des Stiftes, der mittels eines
Schraubgetriebes drehbar ist.
Mit Ausnahme der speziellen Führung des Werkstückhalters 14
mittels zweier Führungsbolzen auf jeder Seite und der im Zu
sammenhang mit Fig. 4 erläuterten axialen Verbindung mit dem
Werkstückgegenhalter 12 ist die vorstehend beschriebene
Spann- und Teileinrichtung durch die DE-PS 23 46 111 und die
in der Praxis eingesetzten Schleiffutter bekannt. Letztere
leiden allerdings unter dem Mangel, daß die Drehschaltbewe
gung nur im Stillstand der Werkstückaufnahme 10 durchgeführt
werden kann, weil sonst bei der Öffnungsbewegung des Werk
stückgegenhalters 12 das frei auf dem Stirnzapfen 30 sitzende
Werkstück 28 abgeworfen würde. Um diesem Nachteil zu begeg
nen, hat das gezeigte Schleiffutter einen axial verschieblich
im Werkstückgegenhalter geführten Halteschieber 74, an dessen
vorderen Ende eine als Riegel 76 dienende Platte befestigt
ist. Der Halteschieber 74 ist durch eine Steuerstange 78 über
einen Verbindungsstift 80 gegen die Wirkung einer Rückstell
feder 82 zum Stirnzapfen 30 hin vorschiebbar, wobei sich die
Riegelplatte 76 unmittelbar vor die äußere Stirnfläche des
Werkstücks 28 schiebt. Dieses wird dadurch zuverlässig auf
dem Stirnzapfen 30 gehalten, wenn anschließend die Spannung
des Werkstücks gelöst und dieses indexiert wird. Es braucht
daher nicht die während des Schleifvorgangs der Zylinderring
nuten 34 stattfindende Drehbewegung des Schleiffutters unter
brochen zu werden.
Es versteht sich, daß die Verriegelung des Werkstücks 28 auf
dem Stirnzapfen 30 auch eine andere Form und/oder einen ande
ren Antrieb haben kann. So kommen z. B. für den Antrieb der
Steuerstange 78 alle verfügbaren linearen Antriebe in Frage.
Der Halteschieber 74 könnte auch z. B. mit einem doppelt wir
kenden Pneumatikzylinder verbunden sein. Schließlich bestünde
die Möglichkeit, steuerbare Verriegelungsglieder am freien
Ende des Stirnzapfens 30 anzubringen, welche nach dem Laden
eines Werkstücks in eine Verriegelungsstellung bewegbar sind,
in der sie die äußere Stirnfläche des Werkstücks übergreifen.
In diesem Fall könnte bei Verwendung federnd vorgespannter
Verriegelungsglieder die Entriegelung zur Entnahme eines
Werkstücks auch durch die Entladevorrichtung vorgenommen wer
den.
Wenn der Werkstückhalter 14, wie gemäß DE-PS 23 46 111, axial
fest mit dem Werkstückgegenhalter 12 verbunden ist, steht nur
das geringe Spiel, mit dem die Bohrung des Werkstücks 28 auf
dem Stirnzapfen 30 sitzt, für den Abstand zur Verfügung, mit
dem sich bei der Drehschaltbewegung die Umfangsfläche des
Werkstücks an den Spannbacken 42-48 vorbeibewegt. Dabei
kann es gelegentlich vorkommen, daß während der Drehschaltbe
wegung des Werkstücks 28 die radial äußere Kante einer Zylin
derringnut 34 gegen eine der Spannbacken stößt und daran hän
genbleibt. Um solche Störungen mit Sicherheit zu vermeiden,
ist der Werkstückhalter 14 gemäß Fig. 4 relativ zum Werk
stückgegenhalter 12 begrenzt axial verschieblich. Der maxima
le Verschiebeweg braucht nur etwa 5 bis 8 Zehntel Millimeter
zu betragen und kann z. B. mittels einer Stellmutter 84, die
auf dem Befestigungsbolzen 24 sitzt und von der Druckfeder 26
gegen eine Anschlagfläche 86 am Werkstückgegenhalter 12 gezo
gen wird, eingestellt werden.
Im gespannten Zustand drücken die Spannbacken 38, 40 das
Werkstück 28 gegen die Spannbacken 42, 44 und 46, 48, wobei
der Werkstückhalter 14 unter Spannung der Feder 26 relativ
zum Werkstückgegenhalter 12 ein wenig nach rechts verschoben
wird, so daß die Stellmutter 84 von der Anschlagfläche 86 ab
hebt. Sobald die Spannung des Werkstücks gelöst wird, um
nachfolgend einen Drehschaltvorgang auszuführen, schiebt die
Feder 26 selbstätig, und ohne daß es eines Steuerbefehls be
dürfte, den Werkstückhalter 14 mit Bezug auf Fig. 4 nach
links vom Werkstückgegenhalter fort, bis sich die Stellmutter
84 gegen die Anschlagfläche 86 legt. Durch diese Relativver
schiebung wird das Werkstück 28 entsprechend dem eingestell
ten Verschiebeweg von den Spannbacken 42-48 soweit abgeho
ben, daß eine einwandfreie Funktion der Drehschaltbewegung
gewährleistet ist.
Claims (6)
1. An einer Schleifmaschine zu montierende Spann- und Teil
einrichtung für Kugelnaben o. dgl. zum Schleifen ihrer
Zylinderringnuten, bestehend aus einer rotierend antreib
baren Werkstückaufnahme (10), einem darin undrehbar, aber
axial verschieblich geführten und zusätzlich in einem
axial bewegbaren Werkstückgegenhalter (12) undrehbar ge
lagerten Werkstückhalter (14) mit einem quer zur Drehach
se gerichteten, in die Werkstückbohrung einschiebbaren
Stirnzapfen (30) und einer in dessen Achsrichtung gegen
Kraft nachgiebigen stirnseitigen Werkstück-Anlagefläche
(32), Spannbacken (38-48) an der Werkstückaufnahme (10)
und am Werkstückgegenhalter (12) sowie Mitteln (62, 68)
zum Drehschalten des Werkstücks (28) um den Teilungswin
kel der Zylinderringnuten (34) bei zusammen mit dem Werk
stück (28) axial von der Werkstückaufnahme (10) zurückge
fahrenem Werkstückgegenhalter (12), dadurch gekennzeich
net, daß das Werkstück (28) wenigstens im ungespannten
Zustand durch einen steuerbaren Riegel (76) auf dem
Stirnzapfen (30) axial verriegelbar ist.
2. Spann- und Teileinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Riegel (76) am Werkstückgegenhalter
(12) gelagert und geführt ist.
3. Spann- und Teileinrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Riegel (76) unmittelbar vor die
äußere Stirnfläche des Werkstücks (28) bewegbar ist.
4. Spann- und Teileinrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Riegel (74, 76) ein aus einer zu
rückgeschobenen Stellung gegen Federkraft (82) in die
Verriegelungsstellung verfahrbarer Schieber ist.
5. Spann- und Teileinrichtung nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1 und mit festen Spannbacken (42-48) am Werk
stückgegenhalter (12), dadurch gekennzeichnet, daß der
Werkstückhalter (14) axial begrenzt beweglich am Werk
stückgegenhalter (12) gelagert und im ungespannten Zu
stand des Werkstücks (28) relativ zum Werkstückgegenhal
ter (12) in Richtung zur Werkstückaufnahme (10) hin so
weit verschiebbar ist, daß das Werkstück (28) außer Be
rührung mit dem Spannbacken (42-48) kommt.
6. Spann- und Teileinrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Werkstückhalter (14) durch eine
zwischen ihm und dem Werkstückgegenhalter (12) aufge
spannte Feder (26) zur Werkstückaufnahme (10) hin vor
schiebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4238701A DE4238701A1 (de) | 1992-11-17 | 1992-11-17 | Spann- und Teileinrichtung zum Schleifen der Zylinderringnuten von Kugelnaben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4238701A DE4238701A1 (de) | 1992-11-17 | 1992-11-17 | Spann- und Teileinrichtung zum Schleifen der Zylinderringnuten von Kugelnaben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4238701A1 true DE4238701A1 (de) | 1994-05-19 |
Family
ID=6473041
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4238701A Withdrawn DE4238701A1 (de) | 1992-11-17 | 1992-11-17 | Spann- und Teileinrichtung zum Schleifen der Zylinderringnuten von Kugelnaben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4238701A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113579877A (zh) * | 2021-06-25 | 2021-11-02 | 北京精密机电控制设备研究所 | 一种小直径法兰零件行星孔磨削工装及方法 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2346111B2 (de) * | 1973-09-13 | 1977-10-06 | Ditzel, Heinz, Ditzel, Werner, 6369 Schoneck | An einer schleifmaschine angeordnete aufspann- und teileinrichtung fuer kugelnaben oder dergleichen zum schleifen ihrer zylinderringnuten |
| DE3030704A1 (de) * | 1980-08-14 | 1982-02-18 | Maschinenfabrik Heid Ag, Wien | Spann- und teileinrichtung zum schleifen von ringnuten in kugelnaben |
-
1992
- 1992-11-17 DE DE4238701A patent/DE4238701A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2346111B2 (de) * | 1973-09-13 | 1977-10-06 | Ditzel, Heinz, Ditzel, Werner, 6369 Schoneck | An einer schleifmaschine angeordnete aufspann- und teileinrichtung fuer kugelnaben oder dergleichen zum schleifen ihrer zylinderringnuten |
| DE3030704A1 (de) * | 1980-08-14 | 1982-02-18 | Maschinenfabrik Heid Ag, Wien | Spann- und teileinrichtung zum schleifen von ringnuten in kugelnaben |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113579877A (zh) * | 2021-06-25 | 2021-11-02 | 北京精密机电控制设备研究所 | 一种小直径法兰零件行星孔磨削工装及方法 |
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