DE4238130C2 - Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses mit einem Sichtschutzelement - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses mit einem SichtschutzelementInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Gehäuses für eine
Fahrzeugleuchte. Derartige Leuchten werden z. B. als Signalleuchten an
einem Kraftfahrzeugheck angebaut. Zumeist sind derartige Leuchten als
Mehrkammerleuchten gestaltet. Das Leuchtengehäuse besitzt mehrere
Kammern, in denen Lichtquellen angeordnet werden können. An der
Lichtaustrittsseite ist das Leuchtengehäuse mit einer Abdeckscheibe
abgeschlossen, die in den Bereichen der Leuchtenkammern eine der Funktion
der betreffenden Leuchtenkammer zugeordnete Farbe besitzt.
Die Fahrzeugleuchte wird mit ihrem Gehäuse an der Karosserie befestigt,
wobei sich konstruktionsbedingt ein Spalt zwischen der leuchte und dem
benachbarten Karosserieteil ergibt. Dieser Spalt wirkt unschön auf einen
Betrachter, weshalb er durch ein geeignetes Sichtschutzelement, z. B. in
Form einer Sichtschutzlippe, am Leuchtengehäuse optisch verdeckt wird.
Außerdem können konstruktionsbedingt bei angebauter Leuchte eine oder
mehrere Außenflächen des Leuchtengehäuses im Sichtbereich eines
Betrachters liegen und ebenfalls einen unschönen Anblick darstellen, der
nicht mit der übrigen Fahrzeugkarosserie, insbesondere mit deren
Farbgebung, harmoniert. Deshalb sind solche im Sichtbereich liegende
Außenflächen des Leuchtengehäuses mit einem farblich passenden Überzug
versehen.
Die Herstellung eines solchen Leuchtengehäuses, das aus Kunststoff
besteht, erfolgt bekanntermaßen durch Spritzgießen. Eine elastische
Dichtung bzw. ein Sichtschutzelement in Form einer elastischen
Sichtschutzlippe wird nachträglich durch Ankleben, Aufklipsen, Einklemmen
oder dergleichen an einem Rand des Leuchtengehäuses befestigt. Im
Sichtbereich liegende Außenflächen des Leuchtengehäuses werden
nachträglich lackiert. Diese Verfahrensweise ist sehr aufwendig. Deshalb
wurde bereits daran gedacht, ein Leuchtengehäuse mit im
Spritzgießverfahren angespritzten Sichtschutzelementen herzustellen und
dazu die Mehrkomponenten- bzw. Mehrfarben-Spritztechnik einzusetzen.
Aus "Anwendung und Verfahren mehrfarbiger Spritzgussteile",
Wilfried Bolay, Kunststofftechnik, 13 /1974) Nr. 1/2, S. 32,
linke und mittlere Spalte, Bild 11 ist es für die Herstellung
von KfZ-Leuchten bekannt, einen Zweikomponentenspritzguss
anzuwenden, wobei parallel rechte und linke Lichtfenster
gefertigt werden. Aus AT 362 570 und DE 15 54 997 A ist das
Hindurchspritzen von Kunststoff durch Bohrungen eines vorher
eingelegten bzw. gespritzten Bauteils bekannt. Von Vorteil
ist, dass eine ästhetisch einwandfreie Oberflächenstruktur
erzielt werden kann.
In "Hansjürgen Saechtling, Kunststoff-Taschenbuch, 21. Ausgabe, Carl
Hanser Verlag Müchen Wien 1979, Seite 104" ist unter Punkt 3.3.8.3.
bereits ein Mehrkomponenten-Spritzgießen beschrieben, wobei zwei oder
drei unabhängig voneinader steuerbare Spritzeinheiten auf eine
Schließeinheit, d. h. auf ein einziges Spritzgießwerkzeug, arbeiten. Dabei
ist das auswerferseitige Werkzeugteil drehbar oder verschiebbar
angeordnet. Durch Drehen oder Verschieben dieses Werkzeugteils wird der
Spritzling nach je einem Zyklus der folgenden Spritzeinheit zur
Komplettierung zugeführt, wobei das auswerferseitige Teil mit dem an der
Aufspannplatte befestigten Teil des Spritzgießwerkzeuges jeweils eine
neue Spritzgießform bildet. Nach Absolvieren aller Spritzvorgänge wird am
Ende das fertig gespritzte Formteil ausgestoßen.
Nachteilig an dieser Spritzgießtechnik ist, daß das Einspritzen der
Kunststoffmasse in die jeweilige Form des Spritzgießwerkzeuges immer nur von
der gleichen Seite des Spritzlings her erfolgen kann.
Ein Leuchtengehäuse der eingangs beschriebenen Art ist zumeist an der der
Lichtaustrittsseite gegenüberliegenden Seite, also an seiner Rückseite,
recht kompliziert und bizarr geformt. So existieren an dieser Rückseite
beispielsweise Anschraubdome, die nicht parallel zur Entformungsrichtung
verlaufen, und Stege oder andere Vorsprünge mit Hinterschneidungen.
Dadurch ist es nicht möglich, im Spritzgießwerkzeug an der Rückseite des
Gehäusekörpers Heißkanäle für das Einspritzen der Kunststoffmasse
vorzusehen. Das Einspritzen für die Herstellung des Gehäusekörpers kann
also nicht von dessen Rückseite her erfolgen. Andererseits wird aus
ästhetischen Gründen gefordert, daß die anzuspritzenden
Sichtschutzelemente auf der einem Betrachter zugewandten Fläche keinerlei
Anspritzmale aufweisen. Das heißt, das Anspritzen der Sichtschutzelemente
muß von der Rückseite des Gehäusekörpers her erfolgen. Mit der bekannten,
beschriebenen Mehrkomponenten-Spritzgießtechnik ist die Forderung, an
einen in einer ersten Form eines Spritzgießwerkzeuges hergestellten
Spritzling in einer zweiten Form des gleichen Spritzgießwerkzeuges aus
einer entgegengesetzten Richtung her ein Sichtschutzelement anzuspritzen,
nicht realisierbar.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Zweikomponenten-
Spritzgießverfahren so weiterzuentwickeln, daß ein Leuchtengehäuse mit
einem angespritzten Sichtschutzelement für eine Fahrzeugleuchte
herstellbar ist, wobei ein Anspritzpunkt für den Gehäusekörper an der
Lichtaustrittsseite liegt und das angespritzte Sichtschutzelement an der
einem Betrachter zugewandten Außenfläche keinen Anspritzpunkt besitzt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Verfahren mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruches 1 dadurch gelöst, daß nach dem Einspritzen der
ersten Kunststoffkomponente in eine erste Form des Spritzgießwerkzeuges
von der Lichtaustrittsseite der Fahrzeugleuchte her und nach ausreichendem
Erstarren der eingespritzten Kunststoffmasse der so hergestellte
Gehäusekörper in Entformungsrichtung aus der ersten Form entnommen wird.
Dann wird der Gehäusekörper um eine rechtwinklig zur Entformungsrichtung
verlaufende Achse gedreht, und zwar um 180°, und in dieser Stellung in
eine zweite Form des Spritzgießwerkzeuges eingelegt. Durch Einspritzen
einer zweiten Konststoffkomponente in die zweite Form, was mit einer
zugeordneten zweiten Spritzeinheit erfolgt, wird ein Sichtschutzelement an
den Gehäusekörper angespritzt. Dabei erfolgt das Anspritzen eines
Sichtschutzelementes von der der Lichtaustrittsseite der Fahrzeugleuchte
gegenüberliegenden Seite her, also von der Rückseite des Gehäusekörpers.
Für das Anspritzen einer elastischen Sichtschutzlippe an einen Rand des
Leuchtengehäuses ist der entsprechende Heißkanal im Spritzgießwerkzeug an die
Rückseite des Gehäusekörpers so herangeführt, daß die eingespritzte
Kunststoffmasse den Rand des Gehäusekörpers umfließen und dadurch an diesem
Rand die Sichtschutzlippe ausbilden kann.
Das Anspritzen eines Kunststoffüberzuges auf eine Außenfläche des
Gehäusekörpers erfolgt durch eine Durchspritzöffnung hindurch, die sich in der
betreffenden Wand des Gehäusekörpers befindet. Nach dem Passieren der
Durchspritzöffnung fließt die Kunststoffmasse auf die Außenseite des
Gehäusekörpers und verteilt sich auf dieser. Durch Vernetzung der beiden
Kunststoffkomponenten haftet das angespritzte Sichtschutzelement fest am
Gehäusekörper.
Auf diese Weise ist nunmehr im Zweikomponenten-Spritzgießverfahren ein
Leuchtengehäuse mit angespritztem Sichtschutzelement herstellbar, welches den
gestellten Anforderungen entspricht. Von besonderem Vorteil ist dieses
Verfahren, wenn gemäß Anspruch 2 gleichzeitig bzw. im gleichen Arbeitstakt in
der ersten Form des Spritzgießwerkzeuges ein Gehäusekörper hergestellt und in
der zweiten Form des Spritzgießwerkzeuges an einen zuvor hergestellten
Gehäusekörper ein Sichtschutzelement angespritzt wird. Das erlaubt die
Herstellung einer großen Anzahl Leuchtengehäuse in kurzer Zeit.
Ebenfalls vorteilhaft ist es, den in der ersten Form hergestellten
Gehäusekörper und das in der zweiten Form fertig gespritzte Leuchtengehäuse
gemäß Anspruch 3 gleichzeitig der entsprechenden Form zu entnehmen. Damit wird
die durchschnittliche Fertigungszeit pro Leuchtengehäuse gering gehalten, was
sich vorteilhaft auf die Fertigungskosten auswirkt.
Weitere Vorteile bekannter Art bringt die Verwendung eines Roboters,
insbesondere eines Handhaberoboters, gemäß Anspruch 4 für das Umsetzen des
Gehäusekörpers von der ersten in die zweite Form des Spritzgießwerkzeuges und
für die Entnahme des fertig gespritzten Leuchtengehäuses aus der zweiten Form
des Spritzgießwerkzeuges mit sich.
Fahrzeugleuchten werden häufig paarweise am Fahrzeug angebaut, wobei deren Form
dann zumeist spiegelsymmetrisch zueinander ist. Diesem Fakt wird in
kostengünstiger Weise durch die vorteilhaften Ausgestaltungen des
erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß den Ansprüchen 5 und 6 entsprochen. Demnach
werden gleichzeitig mehrere, insbesondere zwei, Gehäusekörper in mehreren
ersten Formen hergestellt und an eine entsprechende Anzahl zuvor herstellter
Gehäusekörper in zweiten Formen des Spritzgießwerkzeuges ein Sichtschutzelement
angespritzt. Man erhält also am Ende eines Spritz-Arbeitstaktes anstelle nur
eines Leuchtengehäuses mehrere Leuchtengehäuse, insbesondere ein Paar
Leuchtengehäuse.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, die sich auf das Durchspritzen durch eine
Durchspritzöffnung in einer Wand des Gehäusekörpers beziehen, sind in den
Ansprüchen 7 und 8 angegeben.
Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiels näher erläuert.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Leuchtengehäuse mit angespritzten Sichtschutzelementen für eine
Mehrkammerheckleuchte eines Personenkraftwagens mit Blickrichtung
auf die Lichtaustrittsseite,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Leuchtengehäuses von Fig. 1,
Fig. 3 die Rückseite des Leuchtengehäuses von Fig. 1 und
Fig. 4 ein Schema eines Verfahrens zur Herstellung eines Leuchtengehäuses
mit angespritzten Sichtschutzelementen nach einem Zweikomponenten-
Spritzgießverfahren.
Das herzustellende Leuchtengehäuse 1 ist für eine Mehrkammerheckleuchte eines
Personenkraftwagens vorgesehen, wobei dieses Leuchtengehäuse 1 an seiner
Lichtaustrittsseite 2 noch mit einem Abdeckglas zu versehen ist. Das Abdeckglas
weist in den Bereichen der einzelnen Leuchtenkammern 3 eine deren Funktion
entsprechende Transparenz und Färbung auf. Die Form dieses Leuchtengehäuses 1
ist der Karosserieform des Fahrzeuges und den dort gegebenen
konstruktionsbedingten Anbauverhältnissen angepaßt, woraus eine relativ
komplizierte Gestalt des Gehäusekörpers 4 resultiert. Das zeigt sich besonders
an der Rückseite 5 des Leuchtengehäuses. Dort herrscht eine recht bizarre
Gestalt vor, wobei zahlreiche Stege, Absätze, Rippen und andere Vorsprünge
vorhanden sind, die zum Teil mit Hinterschneidungen versehen sind. Zu den
Vorsprüngen gehören auch die Anschraubdome 6, die außerdem nicht parallel zur
Entformungsrichtung verlaufen.
Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Leuchtengehäuse 1 besteht aus einem
Gehäusekörper 4 aus ABS (Acrynitril-Butadien-Styrol) an welches
Sichtschutzelemente aus TPE (Thermoplastischer Elastomer) bzw. TPU
(Thermoplastischer Elastomer auf Urethanbasis) angespritzt sind.
Sichtschutzelemente sind dabei eine an einen äußeren Rand des Gehäusekörpers 4
angespritzte elastische Sichtschutzlippe 7 sowie ein Kunststoffüberzug auf den
Außenflächen 8 bis 12, die im Sichtbereich des Betrachters liegen können, wenn
die Fahrzeugleuchte am Fahrzeug angebaut ist.
Die Herstellung eines solchen Leuchtengehäuses 1 erfolgt nach einem
Zweikomponenten-Spritzgießverfahren mit Hilfe einer Zweikomponenten-
Spritzgießmaschine, wobei zwei unabhängig voneinander steuerbare
Spritzeinheiten auf eine Schließeinheit arbeiten. Die Schließeinheit beinhaltet
ein in einer Hauptrennfläche öffnendes bzw. schließendes Spritzgießwerkzeug. In
das Spritzwerkzeug sind zwei zueinander spiegelsymmetrische erste Formen für
das Herstellen eines rechten und eines linken Gehäusekörpers 4 sowie zwei
zueinander spiegelsymmetrische zweite Formen für das Anspritzen der
Sichtschutzelemente an einen rechten und einen linken Gehäusekörper 4
eingearbeitet.
In Fig. 4 ist ein Verfahrensschema für die Herstellung von Leuchtengehäusen 1
mit angespritzten Sichtschutzelementen angegeben, welches nunmehr näher
beschrieben wird.
Um den Prozeß zu starten, wird im Verfahrensschritt 1. in die zwei zweiten
Formen des Spritzgießwerkzeuges ein Paar zuvor hergestellter Gehäusekörper 4
eingelegt. Nach dem Schließen des Spritzgießwerkzeuges (Verfahrensschritt 2.)
laufen die Verfahrensschritte 3.1, und 3.2. zeitlich parallel zueinander ab.
Gemäß Verfahrensschritt 3.1. wird zur Herstellung eines Gehäusekörperpaares die
erste Kunststoffkomponente (ABS) in die zwei ersten Formen des
Spritzgießwerkzeuges eingespritzt. Der Anspritzpunkt 13 liegt dabei jeweils an
der Lichtaustrittsseite 2 eines Gehäusekörpers 4, d. h. das Einspritzen der
Kunststoffmasse erfolgt von der Lichtaustrittsseite 2 her.
Im Verfahrensschritt 3.2. werden die Sichtschutzelemente an die
Gehäusekörper 4 angespritzt. Dazu wird die zweite Kunststoffkomponente
(TPE) in die zwei zweiten Formen des Spritzgießwerkzeuges eingespritzt.
Die Anspritzpunkte 14 und 15 der Sichtschutzelemente liegen dabei an der
Rückseite 5 des Leuchtengehäuses 1, d. h. das Einspritzen der zweiten
Kunststoffkomponente (TPE) in die zweiten Formen erfolgt von der Rückseite
5 des Gehäusekörpers 4 her. Der jeweils eine Anspritzpunkt 15' für das
Anspritzen des Kunststoffüberzuges an die Außenflächen 8 bis 12 des
Gehäusekörpers 4 liegt im Bereich einer Durchspritzöffnung 15' in der
entsprechenden Wand des Gehäusekörpers 4. Die fließfähige Kunststoffmasse
gelangt also durch die Durchspritzöffnung 15 hindurch auf die Außenseiten
8 bis 12 des Gehäusekörpers 4 und bildet dort als Sichtschutzelement den
Kunststoffüberzug. Die Durchspritzöffnung 15 wird dabei durch den
Kunststoffüberzug verschlossen und wird somit für einen Betrachter
unsichtbar.
Nach ausreichendem Erstarren der in die ersten und zweiten Formen des
Spritzgießwerkzeuges eingespritzten Kunststoffmassen, wird gemäß
Verfahrensschritt 4. das Spritzgießwerkzeug in seiner Haupttrennfläche
geöffnet. Dann werden mittels eines entsprechend programmierten
Handhaberoboters die zwei gespritzten Gehäusekörper 4 aus den zwei ersten
Formen in Entformungsrichtung (Verfahrensschritt 5.1.) und gleichzeitig die
zwei fertig gespritzten Leuchtengehäuse 1 aus den zwei zweiten Formen des
Spritzgießwerkzeuges entnommen (Verfahrensschritt 5.2.). Die
Entformungsrichtung verläuft dabei bezogen auf Fig. 1 senkrecht aus der Ebene
des Zeichnungsblattes heraus.
Im nächsten Arbeitsschritt 6.1. werden die zwei Gehäusekörper 4 durch den
Handhaberoboter um eine senkrecht zur Entformungsrichtung verlaufende Achse
gedreht und zwar um 180°. In dieser Stellung werden diese zwei Gehäusekörper 4
in die zwei zweiten Formen des Spritzgießwerkzeuges zwecks Anspritzen der
Sichtschutzelemente eingelegt. Das entspricht bereits wieder dem
Verfahrensschritt 1., womit ein neuer Herstellungsprozeß gestartet wird.
Unmittelbar nach dem Einlegen der zwei Gehäusekörper 4 in die zweiten Formen
werden noch die zwei fertig gespritzten Leuchtengehäuse 1 entsprechend dem
Arbeitsschritt 6.2. in ein Zwischenlager abgelegt oder zur weiteren Bearbeitung
bzw. Komplettierung übergeben.
1
Leuchtengehäuse
2
Lichtaustrittsseite
3
Leuchtenkammer
4
Gehäusekörper
5
Rückseite
6
Anschraubdom
7
Sichtschutzlippe
8
Außenfläche
9
Außenfläche
10
Außenfläche
11
Außenfläche
12
Außenfläche
13
Anspritzpunkt
14
Anspritzpunkt
15
Anspritzpunkt
15
' Durchspritzöffnung
1. Verfahrensschritt
2. Verfahrensschritt
3.1. Verfahrensschritt
3.2. Verfahrensschritt
4. Verfahrensschritt
5.1. Verfahrensschritt
5.2. Verfahrensschritt
6.1. Verfahrensschritt
6.2. Verfahrensschritt
1. Verfahrensschritt
2. Verfahrensschritt
3.1. Verfahrensschritt
3.2. Verfahrensschritt
4. Verfahrensschritt
5.1. Verfahrensschritt
5.2. Verfahrensschritt
6.1. Verfahrensschritt
6.2. Verfahrensschritt
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses mit einem
Sichtschutzelement für eine Fahrzeugleuchte im
Zweikomponentenspritzgießverfahren, wobei durch Einspritzen einer ersten
Kunststoffkomponente in eine erste Form eines Spritzgießwerkzeuges ein
Gehäusekörper hergestellt wird, an den dann in einer zweiten Form des
Spritzgießwerkzeuges durch Einspritzen einer zweiten Kunststoffkomponente ein
Sichtschutzelement in Form einer elastischen Sichtschutzlippe an einen
Randbereich des Gehäusekörpers und/oder eines Kunststoffüberzuges auf einer im
späteren Sichtbereich liegenden Außenfläche des Gehäusekörpers angespritzt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Einspritzen der ersten
Kunststoffkomponente in eine erste Form des Spritzgießwerkzeuges von der
Lichtaustrittsseite (2) der Fahrzeugleuchte her erfolgt, daß nach ausreichendem
Erstarren der eingespritzten Kunststoffmasse der Gehäusekörper (4) in
Entformungsrichtung aus der ersten Form entnommen, um 180° um eine rechtwinklig
zur Entformungsrichtung verlaufende Achse gedreht und dann in eine zweite Form
des Spritzgießwerkzeuges eingelegt wird und daß das Einspritzen der zweiten
Kunststoffkomponente in die zweite Form zum Anspritzen eines
Sichtschutzelementes von der der Lichtaustrittsseite (2) der Fahrzeugleuchte
gegenüberliegenden Seite her erfolgt, wobei das Anspritzen eines
Kunststoffüberzuges an eine Außenfläche (8 bis 12) des Gehäusekörpers (4) durch
eine Durchspritzöffnung (15') in einer Wand des Gehäusekörpers (4) hindurch
erfolgt.
2. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß im gleichen Arbeitstakt in der ersten Form des
Spritzgießwerkzeuges ein Gehäusekörper (4) gespritzt und in der zweiten Form
des Spritzgießwerkzeuges an einen zuvor gespritzten Gehäusekörper (4) ein
Sichtschutzelement angespritzt wird.
3. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der in der ersten Form hergestellte Gehäusekörper
(4) und das in der zweiten Form fertig gespritzte Leuchtengehäuse (1)
gleichzeitig aus der entsprechenden Form entnommen werden.
4. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses nach einem der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für das Entnehmen des
Gehäusekörpers (4) aus der ersten Form, das Drehen des Gehäusekörpers (4) um
180° um eine rechtwinklig zur Entformungsrichtung verlaufende Achse, das
Einlegen des Gehäusekörpers (4) in die zweite Form sowie für das Entnehmen des
fertig gespritzten Leuchtengehäuses aus der zweiten Form ein Roboter,
vorzugsweise ein Handhaberoboter, verwendet wird, der entsprechend dem
Arbeitsregime der Zweikomponenten-Spritzgießmaschine programmiert bzw.
gesteuert ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig in mehreren,
vorzugsweise in zwei ersten Formen eines einzigen Spritzgießwerkzeuges
Gehäusekörper (4) gespritzt werden und in der entsprechenden Anzahl zweiter
Formen des gleichen Spritzgießwerkzeuges Sichtschutzelemente angespritzt
werden.
6. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem einzigen Spritzgießwerkzeug gleichzeitig
zwei spiegelsymmetrische Leuchtengehäuse hergestellt und an zwei
spiegelsymmetrische Gehäusekörper (4) Sichtschutzelemente angespritzt werden.
7. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Anspritzen eines Kunststoffüberzuges an zwei
oder mehrere benachbarte Außenflächen des Gehäusekörpers (4) durch eine einzige
Durchspritzöffnung (15') hindurch erfolgt.
8. Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Anspritzen eines Kunststoffüberzuges an eine
Außenfläche des Gehäusekörpers (4) durch mehrere Durchspritzöffnungen (15')
hindurch erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924238130 DE4238130C2 (de) | 1992-11-12 | 1992-11-12 | Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses mit einem Sichtschutzelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924238130 DE4238130C2 (de) | 1992-11-12 | 1992-11-12 | Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses mit einem Sichtschutzelement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4238130A1 DE4238130A1 (de) | 1994-05-19 |
| DE4238130C2 true DE4238130C2 (de) | 2001-05-10 |
Family
ID=6472664
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924238130 Expired - Fee Related DE4238130C2 (de) | 1992-11-12 | 1992-11-12 | Verfahren zur Herstellung eines Leuchtengehäuses mit einem Sichtschutzelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4238130C2 (de) |
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- 1992-11-12 DE DE19924238130 patent/DE4238130C2/de not_active Expired - Fee Related
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