DE4234262A1 - In einer Wand befestigter Verbinder mit selbsthaltendem Verbinderteil - Google Patents
In einer Wand befestigter Verbinder mit selbsthaltendem VerbinderteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine in einer Wand gehaltene Lei
tungsverbindung für eine durch die Wand laufende Leitung.
Derartige Verbindungen werden beispielsweise für Bremslei
tungen benötigt, die von der am Rad angeordneten Bremse zu
einem im Motorraum angeordneten Hauptzylinder laufen. Hier
bei müssen die Leitungen durch das Blech der Karosserie ge
führt werden, wobei die Durchtrittsstelle gleichzeitig als
Haltepunkt dient. In diesem Falle ist gleichzeitig dafür zu
sorgen, daß der Bremsschlauch an der Durchtrittsstelle der
Karosserie durch Relativbewegungen nicht beschädigt werden
kann. Dabei ist es üblich, Verbinder aus Stahl vorzusehen,
deren äußere Enden die Enden zweier Leitungsabschnitte auf
nehmen. Der Verbinder selbst besteht im wesentlichen aus
zwei Teilen, die mittels ihrer Verschraubung an der Wand be
festigt sind. Dabei wird vielfach ein zusätzliches federndes
Element verwendet, welches für eine Abstützung des Verbin
ders an der Wand sorgt. Einzelheiten sind hierzu im Zusam
menhang mit Fig. 1 geschildert.
Nachteilig bei dieser bekannten Anschlußform ist es, daß ein
erstes Verbindungsteil durch die Wand bzw. das Karosserie
blech gesteckt wird und gleichzeitig von der anderen Seite
ein zweites Verbinderteil dagegen geschraubt werden muß.
Durch die Verschraubung wird der Verbinder in dem Blech ge
halten. Da in der Regel die Verbinderteile nicht durch eine
einzige Montageperson wegen der dazwischen liegenden Wand
miteinander verschraubt werden können, müssen gleichzeitig
zwei Monteure tätig sein, um den Verbinder zu montieren. Ei
ne derartige Montage ist nicht nur für sich allein genommen
recht aufwendig. Sie birgt auch organisatorische Probleme,
da es oft Vorteile bringt, wenn erst ein erster bis zum
Karosserieblech reichender Leitungsabschnitt montiert wird
und erst zu einer ggf. sehr viel späteren Zeit der zweite
Leitungsabschnitt mit dem zweiten Verbinderteil an das erste
Verbinderteil angeschlossen wird.
Die Erfindung geht daher aus von einer Leitungsverbindung
der sich aus dem Oberbegriff des Anspruches 1 ergebenden
Gattung und hat sich zur Aufgabe gestellt, das Montagever
fahren zu vereinfachen und eine zeitlich versetzte Montage
der einzelnen Leitungsabschnitte zu ermöglichen.
Die Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Leitungsverbindung
durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 auf ge
führte Merkmalskombination gelöst. Die Erfindung besteht im
Prinzip darin, eine Möglichkeit vorzusehen, das erste Ver
binderteil in die zugeordnete Wandöffnung einzurasten und so
diesen Verbinderteil in der Wand zu halten. Unabhängig davon
wird zu einem möglicherweise erst sehr viel späteren Zeit
punkt das zweite Verbinderteil gegen das erste Verbinderteil
geschraubt. Und auf diese Weise kann die Leitung beispiels
weise von der Bremse bis zum Hauptzylinder durch zwei zeit
lich erheblich versetzte Montagevorgänge durch die Karosse
riewand geführt und gegenüber dieser arretiert werden. Ein
weiterer Vorteil ist, daß durch diese zeitlich versetzte
Montage auch eine einzige Bedienungsperson die Bremsleitung
montieren kann.
Ein recht einfacher Aufbau des Halteelements ergibt sich
durch die in Anspruch 2 aufgeführte Merkmalskombination. Die
widerhakenartige Wirkung des Halteelements wird dadurch er
reicht, daß das auf dem Abschnitt des ersten Verbindungs
teils befestigte Halteelement beim Durchführen des Abschnit
tes durch die Öffnung federnd nachgibt und nach dem Durch
führen sich federnd spreizt und damit die Haltewand hinter
greift. Dabei kann entweder nur ein Ansatz oder mehrere An
sätze vorgesehen sein, die sich gleichmäßig über den Umfang
des Abschnittes verteilen.
Eine weitere Vereinfachung läßt sich durch Anwendung der
Merkmale nach Anspruch 3 erreichen. Hierdurch wird auch si
cher erreicht, daß das erste Verbinderteil zuverlässig in
der Wand gehalten ist.
Um eine federelastische Verbindung des Verbinders mit der
Wand zu erreichen, empfiehlt sich in Weiterbildung der Er
findung die Anwendung der Merkmalskombination nach Anspruch
4.
Eine einfache Ausführungsform des Halteelements ist durch
die Merkmalskombination nach Anspruch 5 gegeben. Der elasti
sche Ansatz ist hier durch einen konischen Hohlzylinder ge
geben, der sich sehr einfach und preiswert herstellen läßt.
Das Halteelement kann vorzugsweise aus Gummi, einem elasto
meren Kunststoff oder aber auch aus Stahl geformt sein. Eine
besonders preiswerte Herstellung ergibt sich durch die An
wendung der Merkmalskombination nach Anspruch 6. Um das Hal
teteil gegenüber dem zweiten Verbindungsteil zu arretieren,
hat sich die Verwendung der Merkmale nach Anspruch 7 be
währt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 eine dem Stand der Technik erläuternde bekannte
Leitungsverbindung und
Fig. 2 eine Leitungsverbesserung mit dem erfindungsgemäßen
Halteelement,
Fig. 3. in vergrößerter geschnittener Darstellung ein Hal
teelement nach Fig. 2.
Fig. 1 zeigt einen Verbinder 1, der als erstes Verbindungs
teil 2 eine Stahlarmatur und als zweites Verbindungsteil 3
eine Überwurfschraube besitzt. In das erste Verbindungsteil
2 mündet ein Leitungsschlauch 4 als erster Leitungsabschnitt
und ist dort in einer an sich bekannten Weise befestigt. In
der Überwurfmutter 3 ist als zweiter Leitungsabschnitt ein
Leitungsrohr 5 in an sich bekannter Weise gehalten. An sei
nem in Fig. 1 rechten Ende trägt das erste Verbindungsteil 2
ein nicht dargestelltes Innengewinde, welches mit einem
nicht gezeigten Außengewinde des zweiten Verbindungsteils 2
verschraubt ist. Auf diese Weise wird die Verbindung von dem
als Leitungsrohr ausgestalteten, von dem Hauptzylinder kom
menden ersten Leitungsabschnittes mit dem als Schlauch aus
gestalteten zur Bremse am Rad führenden zweiten Leitungsab
schnitt 4 durch die als Karosserieblech ausgebildete Wand 6
ermöglicht.
Um eine federnde Abstützung des Verbinders 1 in einer Öff
nung 7 der Wand 6 zu erreichen, ragt ein Abschnitt 8 durch
die Wand 6, der in Richtung zu dem Schlauch 4 durch eine
Konsole 9 begrenzt ist. Die Konsole 9 hat eine sechskantige
Außenfläche, wodurch mit einem Schraubenschlüssel an dem er
sten Verbindungsteil angegriffen werden kann. In entspre
chender Weise besitzt die Überwurfmutter als zweites Verbin
dungsteil einen Schraubansatz 10, an dessen Seitenfläche
sich ein Federelement 11 abstützt, welches die Konsole als
Anschlag gegen die Wand 6 zieht und damit den Verbinder 1 in
der Öffnung 7 hält und somit gegenüber der Wand 6 fixiert.
Bei der Montage des bekannten Verbinders 1 wird der Ab
schnitt 8 durch die Öffnung 7 geschoben und gleichzeitig das
zweite Verbindungsteil 3 mit dem ersten Verbindungsteil 2
verschraubt. Da die beiden Verbindungsteile wegen des Karos
seriebleches von einer Bedienungsperson nicht gleichzeitig
ergriffen werden können, ist es notwendig, daß zwei Bedie
nungspersonen gleichzeitig die Befestigung des Verbinders 1
in der Wand 6 vornehmen.
Die Erfindung ist in Fig. 2 gezeigt. Dabei werden die ein
zelne Elemente nur insoweit erläutert, als sie von Fig. 1
abweichen. Der wesentliche Unterschied zwischen Fig. 1 und
Fig. 2 besteht darin, daß in dem Abschnitt 8 eine Nut 12
eingefügt ist, an deren in Fig. 2 rechter Seitenfläche sich
die Stirnfläche eines im wesentlichen ringförmigen Halteele
ments (13) abstützt. Das in Fig. 3 im nicht eingebauten Zu
stand gezeigte Halteelement 13 besteht im wesentlichen aus
einem Zylinderring 14 und einem Ringkonus 15, die einstöckig
miteinander verbunden sind. Das Halteelement ist vorzugswei
se aus einem gespritzten Kunststoff hergestellt und ist ei
nerseits steif genug, um eine Bewegung des ersten Verbin
dungsteil in Fig. 1 bzw. 2 nach links zu verhindern, ande
rerseits aber elastisch genug, um beim Durchführen des Ab
schnittes 8 durch die Öffnung 7 hinreichend nachzugeben und
so die Bewegung des ersten Verbindungsteils 2 in Fig. 1 nach
rechts bis zum Anschlag der Konsole 9 an der Wand 6 nicht zu
behindern. Als geeignetes Material hat sich eine Mischung
aus Polypropylen und EPDM erwiesen. Das Halteelement dient
damit sozusagen als Rasteelement, welches nach Durchführen
des Abschnittes 8 durch die Öffnung 7 sich mit seinem freien
Ende des Ringkonus 15 ausdehnt und somit die Wand 6 an der
Öffnung 7 hintergreift.
Es zeigt sich somit, daß das erste Verbindungsteil 2 durch
die Öffnung 7 in der Wand 6 in einem ersten Schritt einge
führt und durch das Halteelement 13 gehalten und in einem
ggf. zeitlich stark versetzten zweiten Schritt die Überwurf
schraube 3 mit dem Verbindungsteil 2 verschraubt wird, wo
durch das Rohr 5 mit dem Schlauch 4 verbunden wird.
Claims (7)
1. An einer Wand gehaltene Leitungsverbindung einer durch
die Wand (6) laufenden Leitung (4, 5), insbesondere einer
Bremsleitung durch ein KFZ-Karosserieblech, bei der die
beiden bis zu der Wand geführten Leitungsabschnitte (4, 5)
in einen in der Wand (6) gehaltenen Verbinder (1) münden,
dessen erstes Verbindungsteil (2) mit einem Abschnitt
durch eine Wandöffnung (7) ragt und dessen, auf der ge
genüberliegenden Wandseite befindliches zweites Verbin
dungsteil (3) mit dem ersten Verbindungsteil (2) verbun
den ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
durch die Wand (6) ragende Abschnitt (8) mit einem Halte
element (13) versehen ist, welches ein Hindurchführen des
Abschnittes durch die Öffnung (7) gestattet und ein Zu
rückziehen des Abschnittes (8) durch die Öffnung (7)
blockiert.
2. Leitungsverbindung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Halteelement (13) mit
mindestens einem im Winkel zur Längsachse des Verbinders
(1) verlaufenden elastischen Ansatz (13) versehen ist,
dessen federndes freies Ende vom ersten Verbindungsteil
(2) absteht und im montierten Zustand des ersten Verbin
dungsteils ausgehend von dem Abschnitt (8) sich an der
Wand (6) abstützt.
3. Leitungsverbindung nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das er
ste Verbindungsteil (2) mit einem Anschlag (9) versehen
ist, der die Lage des Abschnittes (8) gegenüber der Wand
(6) in Montagerichtung begrenzt und das das federnde Ende
(15) des Halteteils (13) im montierten Zustand den An
schlag (9) gegen die Wand (6) zieht.
4. Leitungsverbindung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zweite Verbindungsteil
(3) mit dem ersten Verbindungsteil (2) verschraubbar ist
und im montierten Zustand über ein Federelement (11) sich
an der Wand (6) abstützt und dabei den Anschlag (9) gegen
die Wand (6) zieht.
5. Leitungsverbindung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Halteele
ment (13) eine ringförmige Gummimanschette (13) ist, wel
che einstückig aus einem Zylinderring (14) und einen
Ringkonus (15) geformt ist, wobei der Ringkonus (15) den
elastischen Ansatz bildet.
6. Leitungsverbindung nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Hal
teelement (13) aus gespritztem Kunststoff, insbesondere
aus Polypropylen+EPDM oder aus Federstahl ist.
7. Leitungsverbindung nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
ersten Verbindungsteil eine Nut (12) vorgesehen ist, an
deren einer Seitenwand sich das Halteelement (13) entge
gen der Montagerichtung des ersten Verbindungsteils (2)
abstützt.
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