DE4230999A1 - Sensor für Kraftfahrzeuge zum Erkennen einer nicht ausreichenden Umgebungshelligkeit - Google Patents
Sensor für Kraftfahrzeuge zum Erkennen einer nicht ausreichenden UmgebungshelligkeitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sensor nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ziel eines derartigen Sensors ist es, bei nicht ausrei
chender Umgebungshelligkeit auf die Notwendigkeit auf
merksam zu machen, das Fahrlicht einzuschalten bzw.
selbsttätig diese Einschaltung vorzunehmen. Dabei besteht
die Schwierigkeit der richtigen Wahl des maßgeblichen Be
leuchtungsstärkewerts. Es hat sich gezeigt, daß bei einer
Einstellung des Schwellwertschalters auf einen Beleuch
tungsstärkewert, der bei bewölktem Himmel richtig ist,
bei wolkenlosem Himmel eine zu frühe Einschaltung des
Fahrlichts und umgekehrt erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sensor
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem das Fahr
licht gerade dann eingeschaltet wird, wenn dies aufgrund
der verringerten Umgebungshelligkeit erforderlich ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnen
den Merkmale des Patentanspruchs 1.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß das subjek
tive Empfinden bei bedecktem und bei wolkenlosem Himmel
bei unterschiedlichen Beleuchtungsstärken das Einschalten
des Fahrlichts für erforderlich hält. Dies führt dazu,
daß der Bewölkungsgrad des Himmels ergänzend zu dem als
Grundwert vorgegebenen Wert der Beleuchtungsstärke be
rücksichtigt wird. Die erfindungsgemäße Maßnahme, den Be
leuchtungsstärkewert entsprechend dem Bewölkungsgrad zu
bewerten, kann auf verschiedene Art realisiert werden.
Zum einen ist es möglich, den Beleuchtungsstärkewert
selbst in der erforderlichen Weise zu bewerten. Gleichbe
deutend damit aber ist es auch, den Beleuchtungsstärke
wert unverändert in den Schwellwertschalter einzugeben
und dessen Schaltschwelle entsprechend der Umgebungshel
ligkeit im erforderlichen Maße zu verändern. In beiden
Fällen ist das Ergebnis das selbe. Bei starker Bewölkung
erfolgt die Änderung des Schaltzustands für den Schwell
wertschalter früher, d. h. bei einer größeren Beleuch
tungsstärke als dies für wolkenlosen Himmel der Fall ist.
Die Bestimmung des Bewölkungsgrades kann auf unterschied
liche Weise erfolgen. So kann beispielsweise im Rahmen
von Verkehrsleitsystemen auch eine Information über den
Bewölkungsgrad ausgegeben werden und diese dazu verwandt
werden, das Detektorsignal in der erforderlichen Weise zu
bewerten bzw. den Schwellwertschalter hinsichtlich seiner
Schaltschwelle zu verändern. Demgegenüber ergibt sich
eine autarke Bestimmung des Bewölkungsgrads mit Hilfe
einer Bestimmung der Polarisation des Umgebungslichts.
Diese Maßnahme beruht auf der Erkenntnis, daß bei wolken
losem Himmel das Licht, das natürlicherweise in der Umge
bung vorhanden ist, eine starke Polarisation besitzt,
während bei bedecktem Himmel eine Polarisation praktisch
nicht mehr meßbar ist.
Diese Erkenntnis kann im Rahmen der Erfindung auf ver
schiedene Weise umgesetzt werden. So ist es beispiels
weise möglich, mit Hilfe eines einzigen Polfilters die
Bewertung vorzunehmen. Das Polfilter wiederum ist dem Be
leuchtungsstärkemesser vorgelagert. Dabei sind verschie
dene Möglichkeiten gegeben. So kann das Polfilter gegen
über der Horizontalen und Vertikalen geneigt sein. Die
Neigung kann vorzugsweise parallel zur Neigung der Front
scheibe des Kraftfahrzeugs sein. Das Polfilter selbst ist
mit seiner Hauptachse lotrecht ausgerichtet. Dabei wird
bei klarem Wetter das einfallende stark lotrecht polari
sierte Sonnenlicht kaum geschwächt. Bei bewölktem Himmel,
bei dem keine Polarisationsvorzugsrichtung existiert,
wird der horizontal polarisierte Lichtanteil absorbiert,
so daß wiederum nur der lotrecht polarisierte Anteil auf
den Detektor gelangt. Dadurch wird der Beleuchtungsstär
kewert reduziert und bei entsprechender Wahl des Polfil
ters dem des unbewölkten Himmels angepaßt.
Alternativ dazu kann das Polfilter auch um eine horizon
tale Achse drehbar sein. Bei klarem Himmel, d. h. stark
polarisiertem natürlichen Licht, ergeben sich für den De
tektor eine starke Schwankung des eintretenden Lichts.
Das Ausgangssignal des Detektors wird ebenfalls starken
Schwankungen unterworfen sein und ermöglicht es, in die
sem Fall die Stärke der Polarisierung des Umgebungslichts
zu erkennen.
Eine weitere Möglichkeit, den Polarisationsgrad des Umge
bungslichts zu bestimmen, besteht in der Verwendung
zweier vorzugsweise stationärer Polfilter, die zueinander
senkrecht orientiert sind. Jeder dieser Polfilter ist
einem Teildetektor vorgelagert, deren Ausgangssignale zu
dem gewünschten Detektorsignal verrechnet sind. Auch hier
ergibt sich aufgrund des Detektorsignals bzw. in Verbin
dung mit zwei weiteren Teildetektoren, denen senkrecht
zueinander orientierte und gegenüber den zuerst genannten
Polfiltern um jeweils 45° verdrehte Polfilter vorgelagert
sind, für bedeckten und unbedeckten Himmel ein unter
schiedliches Ausgangssignal, mit dessen Hilfe der
Schwellwertschalter die geeignete Aussage für die Notwen
digkeit, das Fahrlicht einzuschalten, liefert.
Anhand der Zeichnung ist die Erfindung weiter erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Sensor gemäß der Erfindung in prinzi
pieller Anordnung,
Fig. 2 eine Alternative zum Sensor von Fig. 1,
Fig. 3 ein Diagramm zur Erläuterung der Wirkungs
weise des Sensors von Fig. 2,
Fig. 4 einen weiteren Sensor gemäß der Erfindung,
Fig. 5a, b je ein Schaltbild für die lineare bzw. log
arithmische Signalverarbeitung des Sensors
von Fig. 4.
Der in Fig. 1 gezeigte Sensor enthält einen Detektor 1
für den auftretenden Lichtstrom. Der Detektor 1 kann bei
spielsweise als Photozelle ausgebildet sein. In Strahl
richtung vorgelagert ist dem Detektor 1 ein Diffusor zur
Öffnungswinkelkorrektur sowie als wesentliches Element
ein Polfilter 3 mit lotrecht ausgerichteter Hauptachse.
Der Polfilter 3 ist gegen die Horizontale und Vertikale
etwa wie die nicht dargestellte Frontscheibe des Kraft
fahrzeugs geneigt.
Das durch Pfeile angedeutete einfallende Licht wird bei
klarem Wetter, d. h. nicht bedecktem Himmel, durch den
Polfilter 3 kaum geschwächt und gelangt über den Diffusor
2 vollständig auf den Detektor 1. Bei bewölktem Himmel
existiert keine Polarisationsvorzugsrichtung. Durch das
Polfilter 3 wird der horizontal polarisierte Lichtanteil
absorbiert. Der auf den Detektor 1 gelangende lotrecht
polarisierte Anteil ist etwa die Hälfte des gesamten
Lichtstroms. Ein dem Detektor 1 nachgeschalteter, nicht
dargestellter Schwellwertschalter mit konstanter Schalt
schwelle schaltet somit bei wolkenfreiem Himmel bei einer
in das Polfilter 3 gelangenden Lichtmenge, die etwa halb
so groß wie die Lichtmenge ist, die bei bedecktem Himmel
vorliegt. Dadurch ergibt sich, daß bei klarem Himmel der
Schwellwertschalter bei einer deutlich geringeren Be
leuchtungsstärke anspricht als bei bedecktem Himmel.
Beim Ausführungsbeispiel von Fig. 2 ist wiederum ein De
tektor 1 analog zur Fig. 1 sowie ein Polfilter 3′ vor
gesehen. Dieses ist mit seiner Vorzugsrichtung senkrecht
zur Horizontalen ausgerichtet und um eine Achse drehbar,
die parallel zur Horizontalen ist. Das einfallende Licht
liefert ein Ausgangssignal i1 des Detektors 1, das bei
wolkenfreiem Himmel entsprechend der dann vorliegenden
Polarisation einer Sinusfunktion (Darstellung in Fig. 3)
in Abhängigkeit des Drehwinkels a entspricht. Bei bedeck
tem Himmel hingegen ist das Ausgangssignal i1 des Detek
tors 1 praktisch konstant und unabhängig vom Dreh
winkel α. Aus dem Verhalten des Ausgangssignals i1 des
Detektors 1 läßt sich somit eindeutig erkennen, ob das
Umgebungslicht polarisiert ist und gegebenenfalls der für
den Schwellwertschalter maßgebliche Ansprechwert angeho
ben bzw. verringert werden muß.
Die Einstellung dieses Ansprechwertes erfolgt dabei wie
anhand von Fig. 1 beschrieben derart, daß bei bedecktem
Himmel das - konstante - Ausgangssignal i1 etwa doppelt
so groß wie der Maximalwert m ist, der sich bei wolken
freiem Himmel bei der Drehung des Polfilters 3′ ergibt.
Dieser Ansprechwert für den bedeckten Himmel ist in Fig.
3 strichpunktiert eingezeichnet.
Beim Ausführungsbeispiel von Fig. 4 besteht der Detektor
aus vier Teildetektoren, die jeweils aus einem Detektor
analog dem Detektor 1 in Fig. 1 und 2 bestehen. Jedem
dieser Detektoren 4 1 bis 44 ist ein Polfilter 5 1 bis 5 4
vorgelagert, das in der dargestellten Weise orientiert
ist. Die Polfilter 4 1 und 4 2 bzw. 5 3 und 5 4 sind jeweils
senkrecht zueinander orientiert. Die Orientierung der
Polfilter 5 1 und 5 2 einerseits und 5 3 und 5 4 andererseits
unterscheiden sich um jeweils 45°.
Die Ausgangssignale der Detektoren 4 1 und 4 2 einerseits
und 4 3 und 4 4 andererseits sind wie in Fig. 5a bzw.
Fig. 5b gezeigt über Strom-Spannungswandler I/U bzw.
log(I)/U auf nachgeschaltete Rechenglieder geschaltet,
über die die Differenzen bzw. die Differenz und der Mit
telwert sowie der Quotient daraus gebildet wird. Die Aus
gangssignale der so gebildeten Differenzen bzw. Quotien
ten sind wiederum auf einen Mittelwert-Bilder (c + f)/2
bzw. (e + k)/2 geführt, dessen Ausgangssignal ein Maß für
den Polarisationsgrad des Umgebungslichts liefert. Ent
sprechend diesem Polarisationsgrad ist der maßgebliche
Schwellwert des nicht dargestellten Schwellwertschalters
angehoben (bei bedecktem Himmel) bzw. abgesenkt (bei
klarem Himmel). Damit ergibt sich durch die dargestellte
Anordnung von vier gegeneinander orientierten Polfiltern
eine Aussage über die Polarisation und damit über den Be
deckungsgrad des Himmels und damit für den richtigen
Zeitpunkt, zu dem das Fahrlicht des Kraftfahrzeugs ein
zuschalten ist.
Claims (6)
1. Sensor für Kraftfahrzeuge zum Erkennen einer nicht
ausreichenden Umgebungshelligkeit mit einem Detektor
für die Beleuchtungsstärke und einem nachgeschalte
ten Schwellwertschalter, der bei nicht ausreichender
Umgebungshelligkeit seinen Schaltzustand ändert,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssignal des
Detektors entsprechend dem Bewölkungsgrad des Him
mels in der Weise bewertet ist, daß bei starker Be
wölkung der für den Schwellwertschalter maßgebliche
Beleuchtungsstärkewert gegenüber fehlender oder ge
ringer Bewölkung erhöht ist.
2. Sensor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bewölkungsgrad mit
tels der Polarisation des Umgebungslichts bestimmt
ist.
3. Sensor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Polarisationsgrad
mittels eines Polfilters bestimmt ist, der dem De
tektor vorgeschaltet ist.
4. Sensor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Polfilter vertikal
justiert und gegen die Horizontale entsprechend der
Neigung der Frontscheibe des Kraftfahrzeugs geneigt
ist.
5. Sensor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Polfilter um eine
horizontale Achse drehbar ist und daß aus der Verän
derung des Detektorausgangssignals der Polarisations
grad erkennbar ist.
6. Sensor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor aus minde
stens zwei Teildetektoren besteht, denen senkrecht
zueinander orientierte Polfilter vorgeschaltet sind,
und deren Ausgangssignale miteinander verrechnet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924230999 DE4230999A1 (de) | 1992-09-16 | 1992-09-16 | Sensor für Kraftfahrzeuge zum Erkennen einer nicht ausreichenden Umgebungshelligkeit |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19924230999 DE4230999A1 (de) | 1992-09-16 | 1992-09-16 | Sensor für Kraftfahrzeuge zum Erkennen einer nicht ausreichenden Umgebungshelligkeit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4230999A1 true DE4230999A1 (de) | 1994-03-17 |
Family
ID=6468107
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924230999 Withdrawn DE4230999A1 (de) | 1992-09-16 | 1992-09-16 | Sensor für Kraftfahrzeuge zum Erkennen einer nicht ausreichenden Umgebungshelligkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
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