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DE423005C - Vorrichtung zur Feststellung von Schwingungsgroesse und -richtung schwingender Massen - Google Patents

Vorrichtung zur Feststellung von Schwingungsgroesse und -richtung schwingender Massen

Info

Publication number
DE423005C
DE423005C DER59067D DER0059067D DE423005C DE 423005 C DE423005 C DE 423005C DE R59067 D DER59067 D DE R59067D DE R0059067 D DER0059067 D DE R0059067D DE 423005 C DE423005 C DE 423005C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
housing
inertial mass
measuring mechanism
vibrations
oscillation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER59067D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER59067D priority Critical patent/DE423005C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE423005C publication Critical patent/DE423005C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01HMEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
    • G01H1/00Measuring characteristics of vibrations in solids by using direct conduction to the detector

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Feststellung von Schwingungsgröße und -richtung schwingender Massen. Mit der Entwicklung der meisten Maschinenarten in der Richtung immer größer werden-der Umlaufzahlen gewinnt - vornehmlich aus Betriebssicherheitsgründen - die Untersuchungs- und Meßmöglichkeit auftretender Schwingungen von Maschinenteilen, Unterbauten usw. erhöhte Bedeutung. Es fehlt nun keineswegs an Versuchen, Vorrichtungen zum Messen von Größe und Richtung solcher Schwingungen zit schaffen. Sie beruhen meist auf der Anwendung einer trägen Masse nach Art der bekannten Seismographen. Diese bekanntenVorrichtungen kranken jedoch durchweg an zu großer Umständlichkeit ihres Zusammenbaues und ihrer mechanischen Einrichtung, teils an ungenügender Empfindlichkeit und zu geringer Genauigkeit, teils an überempfindlichkeit, die sie für den praktischen Gebrauch untauglich machen. Sie besitzen auch ein für die gedachten vielseitigen Meßzwecke zu großes Gewicht, unhandliche Formen und sind obendrein meist nur nach umst; ändlichen Vorbereitungen Überhaupt verwendbar.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht nun darin, einen möglichst handlichen und möglichst einfachen Schwingungsgrößen- und -richtungsmesser genügend großer Empfindlichkeit und Genauigkeit zu schaffen, der ein tatsächlich brauchbares, handliches, in sich geschlossenes NIeßgerät darstellt und dessen Handhabung auch Ungeübten anvertraut werden kann. Dabei soll namentlich auch die Erkenntnis verwertet werden, daß die Apparatteile, flie die zu messenden Schwingungen aufnehmen und an die eigentlichen Meßvorrichtungen weiterzuleiten hahen, möglichst massearm sein müssen, um die Empfindlichkeit auf den erforderlichen Grad zu steigern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß auf einfache Weise dadurch gelöst, daß der die zu messenden Schwingungen aufnehmende Vorrichtungsteil als ' dosenartiges Gehäuse für die ganzeVorrichtung ausgebildet wird, in dessen Innern die träge Masse frei schwingend abgefedert ist und unmittelbar als Träger des zweckmäßig nach Art einer Meßuhr ausgebildeten Meßwerks dient, das die Schwingungen des Gehäuses gegen die träge Masse a.nzeigt.
  • Diese neue Meßvorrichtung läßt sich leicht so einrichten, daß mit ihr in ein und derselben Stellung Schwingungen verschiedener Schwingungsebenen - z. B. wagerechte und senkrechte Schwingungen - nacheinander festgestellt und gemessen werden können. Es läßt sich das dadurch erreichen, daß man das zwischen Gehäuse und träge Masse geschaltete Meßwerk auf mehrere Organe umschaltbar macht, die die zu messenden Schwingungen verschiedener Schwingungsebenea übertragen.
  • Die neue Meßvorrichtung besitzt den Vorteil, daß bei dei vorstehend angegebenen Einrichtung die Teile, die die Schwingungen der zu untersuchenden Maschinenteile z. B. aufzunehmen und auf das eigentliche Meßwerk zu übertragen haben, unter Verwendung einfachster Formen, dünnwandig und aus massearmen Stoffen, z. B. Leichtmetall, zweckmäßig mittels Pressens hergestellt werden können. Es wird hierdurch ermöglicht, daß diese Teile auchverhältnismäßig geringfügigen und hochzahligen Schwingungen genau folgen, womit die Empfindlichkeit und Meßgenauigkeit der Vorrichtung günstig beeinflußt werden.
  • Dadurch, daß man die Vorrichtungsteile, die die zu messenden Schwingungen auf das eigentliche Meßwerk übertragen, möglichst entlastet und anderseits das Meßwerk selbst einen Teil der trägen Masse bilden läßt, wird das Gewicht der trägen Masse in günstiger Weise vergrößert, ohne daß das tote Gewicht des ganzen Apparates zunimmt; oder aber man kann die tote Masse des trägen Körpers wegen dieser Beschwerung durch das Meßwerk entsprechend kleiner halten. Es wird hierdurch also eine entsprechende Gesamtgewichtsverminderung der ganzen Vorrichtung zustande gebracht.
  • Die Verbindung zwischen Meßuhr und schwingendem Gehäuse wird zweckmäßig durch Taststifte hergestellt, die das Gehäuse spiellos berühren. Dabei können Schwingungen anderer Richtungen als der Richtung der Taststiftachsen mittels auf die Taststifte umschaltbarer, an der trägen Masse angelenkter Hebel auf das Meßwerk übertragen werden. Eine besonders vielseitigeVerwendharkeit des neuen Meßwerkzeugs läßt sich dadurch erreichen, daß man das eigentliche Meßwerkals eine auch für andere Zwecke brauchbare Meßuhr ausbildet und in der Vorrichtung leicht auswechselbar anbringt. Bei dieser Einrichtung ist es z. B. möglich, ohnehin vorhandene Meßuhren durch einfaches Einlegen in die meßwerklos hergestellte Vorrichtung als Schwingungsmesser der eingangs erwähnten Art zu gebrauchen. Fernerkann man ein und dieselbe Vorrichtung durch Einlegen verscbieden empfindlicher Ivießtihren verschieden empfindlich machen. Ein weiterer Vorzug, der Anordnung des eigentlichen Meßwerks an der trägen Masse besteht darin, daß es hierbei erschütterungsfrei gelagert ist, somit geschont wird und gleichzeitig auch Fehler, die durch Eigenschwingungen der Meßwerkteile entstehen könnten, vermieden werden. Auch wird durch die erschütterungsfreie Lage de-; Meßwerks das Ablesen der Zeigerausschläge erleichtert und zuverlässiger.
  • Die Urnschaltung der Meßuhr auf verschiedene Schwingungsebenen läßt sich bei der vorbeschriebenen Anordnung in einfacher Weise auch z. B. dadurch erreichen, daß inan die Meßuhr gegen die träge Masse verstellbar macht, also z. B. die Möglichkeit bietet, sie zur Aufnahme wagerechter Schwingungen wagerecht, zurAufnahme senkrechterSchwingungen senkrecht an der trägen Masse zu befestigen. Dabei ist lediglich dafür zu sorgen, daß in beiden Lagen die Taststifte der Meßuhr möglichst spiellos mit dem die Erschütterungen übertragenden Gehäuse in Verbindung stehen.
  • Zweckmäßig erfolgt bei der neuen Meßvorrichtung die Abfederung zwischen träger Masse und schwingendem Gehäuse durch mehrereGruppen von in verschiedenen Ebenen wirksamen Federn, die als Zug- oder Druckfedern ausgebildet sein können. Es läßt sieh dann durch Regelung der Spannung dieser Federn die Einpfin-Ilichkeit der Meßvorricbtun- je nach den Erfordernissen des Einzelfalles leicht regeln. Diese Regelbarkeit läßt sich auch z. B. in sehr einfacher Weise -linlich wie be; Indikatoren z. B. - dadurch zuEtande bringen, daß man die Federn leicht austauschbar anordnet. Diese Regelung der Federspannung ermöglicht auch die Verweiidung der Meßvorrichtung in außergewöhnlicher Lage, wenn man der durch Belastungsänderungen seitens der trägen Masse bewirkten Zusammenpressung einzelner Federn entgegenwirkt. Diese Aufgabe können auch besondere, zusätzlich wirkende Federn- übernehmen, die in der meistens üblichen Gebrauchslage der Meßvorrichtung ausgeschaltet sind oder nach Bedarf ein- und ausaeschaltet werden können, Auf der Z2ichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Schwingungsmessers veranschaulicht. In einem dünnwandigen Gehätise a ist mittels zarter Spiralfedern b in Zug- oder Dr,.#.eizanor(Intin# ein große Masse besitzender Körper c gegen Boden und Seitenwände des Gehäuses abgestützt. Dieser schwere Körper c bildet die sogenannte »trige Masse« d2r Vorrichtung und trägt auf der Ober-,eite eine Meßtilir d, deren beide Taststifte e gehärtete und geschliffene Paßstücke f der Gehäusewandungen spielfrei berühren. Zur Vergrößerung der trägen Masse kann der Körper c noch einen Bleiausguß -z# erhalten. Währelid nun das leichte Gehäuse a mit seinen Paßstücken f den Schwingungen der Unterlage (Maschine, Fundament usw.), auf die es aufgesetzt worden ist, folgt, verharrt der Körper c als träge, frei beweglich schwebende Masse in Ruhe, (la die Schwingungen des Gehäuses durch die zarten Spiralfedern b auf ihn nicht übertragen werden. Durch die Bewegungen, die nun zwischen dem Gehäusea mit den Paßstückenf einerseits und dem trägen Körper c mit der Meßuhr d anderseits entstehen, kann die Größe der vom Gehäuse aufgenommenen Schwingungen in einem bestimmten Maßstab abgelesen werden. Die Richtung der Schwingungen kann man dadurch ermitteln, daß man die Meßvorrichtung solange um ihre senkrechte Achse -v--r dreht, bis der Zeiger des Meßwerks die größten Ausschläge zeigt. Diese Erscheinung wird eintreten, wenn die in der Uhr d einander gegenüber angeordneten Taststifte in der Schwingungsrichtung liegen. Die Lage der Taststifte e im Gehause a, die zweckmäßig an der Außenseite des Gehäuses gekennzeichnet ist, gibt dann die Schwingungsrichtung an.
  • Der so eingerichtete Schwingungsmesser läßt eine gewisse Schräglage zu, ohne daß der Genauigkeitsgrad leidet. Es ist daher nicht erforderlich, ihn stets mit Hilfe besonderer Waagen genau wagerecht einzustellen. Bei der weiter oben bereits beschriebenen Anordnung einstellbarer Federn oder bei Anwendung von Zusatzfedern iit läßt sich der hier beispielsweise beschriebene Schwingungsmesser auch unmittelbar an senkrechte oder schräge Flächen ansetzen oder anbauen, deren Schwingungen gemessen werden sollen. Gegebenenfalls kann auch das Gehäusea mit verschiedenen in bestimmten Winkeln zueinander liegenden Paßflächen versehen werden.
  • Im _Nichtgebrauchsfalle, namentlich beim Transport, wird der tr#'ge Körperc mittels Schrauben h zwecks Entlastung der Federn b festgespannt. Das Gehäuse a kann zum Schutz mit einem Deckeli mit Glaseinsatzk abgeschlossen sein.
  • Es ist selbstverständlich, daß auch die Umkehrungen der hier beschriebenen EinrichtunIgsmöglichkeiten der Meßvorrichtung in den Bereich der Erfin#dung fallen.
  • Der neue Schwingungsmesser läßt sich auf einfache Weise auch als Schwingungsschreiher ausbilden, wobei zweckmäßig die hierzu erforderlichen Apparatteile gleichfalls als Teile der trägen Masse angeordnet werden.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Meßvorrichtung zur Feststellung von Schwinuungsgröße und -richtung schwingender Massen unter Zuhilfenahme einer federnd unterstützten oder aufgehängten trägen Masse, dadurch gekennzeichnet, daß die im Innern eines dosenartigen Gehäuses (a) gegen dieses frei schwingend abgefederte träge Masse (g) unmittelbar als Träger des zweckmäßig nach Art einer Meßuhr ausgebildeten Meßwerks (d) dient, das die Schwingun-CY ge "en des Gehäuses (a) gegen die trä" Masse (g) anzeigt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, da durch gekennzeichnet, daß das Meßwerk (d) auf mehrere Organe umschaltbar ist, die die zu messenden Gehäuseschwingungen verschiedener Schwingungsebenen übertragen. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, ZD dadurch gekennzeichnet, daß als Meßwerk eine lösbar mit der trägen Masse (g) verbundene Meßuhr (d) üblicher Bauart dient, deren Taststifte das Gehäuse (a) oder geeignete Paßflächen desselben spiellos berühren. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu messende Schwingungen anderer Richtungen als der Taststiftachsenrichtung mittels auf die Taststifte (e) umschaltbarer, an der trägen Masse angelenkter Hebel (1) auf die Meßuhr (d) übertragen werden können. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. daß zwecks Umschaltung auf andere Schwingungscbenen das Meßwerk (d) gegen die träge Masse oder letztere mit dem Meßwerk zusammen gegen das Gehäuse verstellbar ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwischen Gehäuse und träger Masse angeordnete Federn (m), die in Ausnahmestellungen (z. B. Schräglagen) zusätzlich wirken.
DER59067D 1923-08-01 1923-08-01 Vorrichtung zur Feststellung von Schwingungsgroesse und -richtung schwingender Massen Expired DE423005C (de)

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DER59067D DE423005C (de) 1923-08-01 1923-08-01 Vorrichtung zur Feststellung von Schwingungsgroesse und -richtung schwingender Massen

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DE423005C true DE423005C (de) 1926-07-14

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DE (1) DE423005C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0756100A1 (de) 1995-07-27 1997-01-29 KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GmbH Bremsbelagträger, insbesondere für Nutzfahrzeug-Scheibenbremsen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0756100A1 (de) 1995-07-27 1997-01-29 KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GmbH Bremsbelagträger, insbesondere für Nutzfahrzeug-Scheibenbremsen

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