DE4228770A1 - Vorrichtung zum Bereiten und Ausgeben von Erfrischungsgetränken - Google Patents
Vorrichtung zum Bereiten und Ausgeben von ErfrischungsgetränkenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Bereiten und Ausgeben von Erfrischungsgetränken, wobei
eines aus einer Mehrzahl von Getränkekonzentraten und ge
kühltes, mit CO2-Gas angereichertes Wasser zum jeweils ge
wünschten Getränk im vorgegebenen Mischungsverhältnis zusam
mengeführt werden und wobei das Wasser mit CO2-Gas in einem
über ein wasserbedarfsabhängig gesteuertes Ventil und eine
Druckpumpe mit Wasser nachfüllbar, gekühlten Vorratsbehälter
aufbereitet wird.
Es ist möglich und bekannt, Erfrischungsgetränke unmittelbar
vor dem Gebrauch auf Wunsch eines Interessenten zu bereiten
und auszugeben, und zwar beispielsweise durch Zumischen ei
nes aus einer Mehrzahl von Getränkekonzentraten ausgewählten
Getränkekonzentrats zu einer sogenannten Grundflüssigkeit,
wie Sodawasser. Dieses Sodawasser wird zweckmäßigerweise
auch an Ort und Stelle aus Wasser und CO2-Gas erstellt, und
zwar in einem gekühlten Vorratsbehälter, einem sogenannten
Karbonisator. Diesem Karbonisator wird normales Wasser in
Trinkqualität entweder aus der Leitung eines Wasserversor
gungssystems oder einem Vorratsbehälter unter ausreichendem
Druck zugeführt, wobei das zugeführte Wasser selbst unter
Druck stehen kann, oder aber durch eine Druckpumpe aus
schließlich oder zusätzlich in den Karbonisator gefördert
wird. Eine Rückschlagventilanordnung verhindert einen Gegen
fluß. Außerdem wird dem Karbonisator CO2-Gas zugeführt, und
zwar aus einem CO2-Gas-Vorratsbehälter über ein Druckminder-
Regelventil, so daß im Karbonisator ein Druck von beispiels
weise ca. 4 Bar aufgebaut ist. Durch verschiedene Maßnahmen
wird die Karbonisierung des Wassers im Karbonisator mit dem
zugeführten CO2-Gas durchgeführt bzw. unterstützt, wobei
sich der Einsatz von im Karbonisator angeordneten Umwälzpum
pen bewährt hat. Diese saugen aus dem mit CO2-Gas gefüllten
Kopfbereich des Karbonisators diese CO2-Gas an und führen
dieses in das in Bewegung, insbesondere in Drehung versetzte
Wasser ein. Die Kühlung des Karbonisators dient zum einen
der Verbesserung der Karbonisierung und zum anderen als Vor
aussetzung, daß das endgültig bereitete und ausgegebene Ge
tränk die gewünscht niedrige und im wesentlichen konstante
Temperatur aufweist. Die Kühlung des Karbonisators erfolgt
zweckmäßigerweise über ein Kühlsystem, das in der Lage ist,
im Bereich der Seitenwandungen des Karbonisators einen Eis
mantel aufzubauen, welcher sich durch das umgewälzte Wasser
sich einigermaßen gleich stark ausbildet. Dadurch kann "Käl
tekapazität" gespeichert werden und das Kühlsystem braucht
nicht extrem leistungsstark ausgelegt werden, wie dies bei
Durchflußkühlung notwendig wäre.
Wird die Ausgabe eines frisch bereiteten Erfrischungs
getränks gewünscht, so wird in einer an den Bodenbereich
des Karbonisators anschließenden Leitung ein Absperrventil
geöffnet und das gekühlte, karbonisierte Wasser über ein
Durchflußmengen-Regelventil dosiert einem Mischbereich
zugeführt, dem auch die entsprechend dosierte Menge eines
gewünschten Getränkekonzentrats zugeführt wird. Um eine Aus
wahlmöglichkeit zwischen mehreren Konzentraten zu eröffnen,
kann das karbonisierte Wasser an die Ausgabestelle für das
einzelne Konzentrat individuell herangeführt oder beispiels
weise über eine sogenannte Mischrinne an allen Ausgabestel
len nacheinander vorbeigeführt werden. Das Zusammenführen
unterschiedlicher Konzentrate an ein und dieselbe Mischstel
le ist etwas problematischer.
Es wäre nunmehr wünschenswert, neben Erfrischungsgetränken
mit CO2-Gehalt auch Erfrischungsgetränke ohne CO2-Gehalt be
reiten und ausgeben zu können. Damit das Erfrischungsgetränk
auch tatsächlich erfrischt und auch schmackhaft ist, sollte
dieses auch mit entsprechender Temperatur zur Verfügung
stehen. Als Voraussetzung dafür könnte neben dem gekühlten
Karbonisator ein gleichartiger Vorratsbehälter zur Verfügung
gestellt werden, welcher sich vom Karbonisator nur dadurch
unterscheidet, daß ihm kein CO2-Gas zugeführt wird. Um an
sonsten die Anforderungen an den Karbonisator zu erfüllen,
ist ein gleichartiges Kühlsystem und eine gleichartige Um
wälzpumpe notwendig, zumindest aber sehr wünschenswert.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ei
ne Vorrichtung zum Bereiten und Ausgeben von CO2-haltigen
Erfrischungsgetränken bezüglich ihres Anwendungsbereichs
zu erweitern, und zwar aufbautechnisch möglichst raum- und
aufwandsparend, aber funktionstechnisch ohne qualitative
Einbußen für die bereiteten und ausgegebenen Erfrischungs
getränke.
Eine Vorrichtung, die diesen Anforderungen entspricht, ist
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Zuführungs
leitung für das zur Befüllung des Vorratsbehälters unter
Druck zugeführte Wasser ein Abzweigsystem nachgeordnet ist,
über welches wahlweise alternierend Wasser über den Vorrats
behälter, in welchem das Wasser mit CO2-Gas angereichert
wird, ohne über eine durch den Vorratsbehälter hindurchge
führte und/oder an diesem von außen thermisch gut leitend
gekoppelt vorbeigeführte Bypaßleitung in den Bereich nahe
dem Mischbereich mit dem Getränkekonzentrat geführt wird.
Durch diese erfinderische Maßnahme wird eine Vorrichtung zum
Bereiten und Ausgeben von Erfrischungsgetränken, ein soge
nannter Getränkeautomat für Postmixgetränke, in seiner Nutz
barkeit dahingehend erweitert, daß bei gleichartiger, kom
pakter Bauweise und ohne besondere Bevorratung von Grund
flüssigkeit sowohl die Möglichkeit wie bisher erhalten
bleibt, CO2-haltige Erfrischungsgetränke auszugeben, als
auch die neue Möglichkeit eröffnet wird, CO2-Erfrischungsge
tränke zu bereiten.
Wird ein CO2-haltiges Erfrischungsgetränk gewünscht, so er
folgt die Ausgabe des karbonisierten Wassers entsprechend
gekühlt aus dem Karbonisator unmittelbar. Durch die Kühlung
des Karbonisators in bekannter Weise ist sichergestellt, daß
eine ausreichende Menge von Getränkeportionen die gewünsch
te, herabgesetzte Trinktemperatur aufweist. Wird ein
CO2-freies Erfrischungsgetränk gewünscht, so wird das dafür
benötigte Wasser in Umgebung des Karbonisators durch den By
paß zur Ausgabestelle im Mischbereich mit dem Getränkekonzen
trat geführt und die Kühlung dieses Wassers zur Bereitstel
lung eines ähnlich gekühlten Erfrischungsgetränks mit
CO2-Anreicherung wird dadurch sichergestellt, daß die Bypaß
leitung für dieses Wasser durch den Vorratsbehälter (Karbo
nisator) hindurchgeführt und/oder an diesem von außen ther
misch gut leitend gekoppelt vorbeigeführt wird. Sowohl die
dort herrschende Temperatur als auch die dort zur Verfügung
gestellte "Kältekapazität" wird dabei voll wirksam genutzt,
ohne daß es prinzipiell zusätzlicher individueller Kühlmaß
nahmen oder Regelmaßnahmen bedarf.
Um das richtige Mischungsverhältnis mit dem zugeordneten
Konzentrat auch bei CO2-freien Erfrischungsgetränken zu
gewährleisten, wird an der Ausgabestelle das durch die By
paßleitung zugeführte Wasser, ähnlich wie das karbonisierte
Wasser, durch einen Durchflußmengenregler zu beaufschlagen
sein. Prinzipiell könnte es dem Benutzer freigestellt sein,
ob zu einem bestimmten Getränkekonzentrat karbonisiertes
Wasser oder nicht karbonisiertes Wasser hinzugefügt werden
soll. Da sich aber die meisten Getränkekonzentrate zweck
mäßigerweise zur Mischung mit einer dieser beiden Formen
eignet, wird bevorzugt eine derartige Anordnung dahingehend
ausgestattet sein, daß bei Wahl eines bestimmten Erfri
schungsgetränks unter Verwendung eines entsprechenden Ge
tränkekonzentrats aus einer Mehrzahl von zur Verfügung ste
henden Getränkekonzentraten die Zuordnung im Gerät genauso
wie die Einstellung des richtigen Mischungsverhältnisses
durchgeführt wird.
Nach einer der möglichen Ausführungsformen ist die erfin
dungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die
durch den Vorratsbehälter geführte Bypaßleitung innerhalb
des Vorratsbehälters in dessen unteren Bereich um eine im
Vorratsbehälter angeordnete Umwälzpumpe angeordnet ist. An
dererseits ist es auch vorteilhaft die erfindungsgemäße Vor
richtung dahingehend auszustatten, daß die an den Vorratsbe
hälter von außen thermisch gut leitend gekoppelt vorbeige
führte Bypaßleitung im unteren Bereich des Vorratsbehälters
mit dessen Wandung thermisch kontaktierend angeordnet ist.
Aufgrund des besonderen Verhaltens von Wasser und auch von
karbonisiertem Wasser wird auf diese Art und Weise erreicht,
daß die Bypaßleitung in Bereichen des Vorratsbehälters ge
führt ist, die etwas über dem Gefrierpunkt liegen. Um Stö
rungen durch Vereisungsansätze jedoch völlig auszuschließen
kann es zweckmäßig sein, die von außen mit dem Vorratsbehäl
ter gut thermisch leitend gekoppelte Bypaßleitung mit einem
Vereisungssensor und mit einer von diesem steuerbaren Hei
zung auszustatten. Einer Vereisung innerhalb der Bypaßlei
tung wird auch dadurch wirksam begegnet, daß die für Kühlung
und vor Bildung eines Eismantels innerhalb der Wandung des
Vorratsbehälters dienenden Verdampferleitungen als Bestand
teil des Kühlsystems im oberen Bereich des Vorratsbehälters
abgesetzt vom Bereich der Bypaßleitung angeordnet sind.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung ist die erfindungsge
mäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Beginn und das Ende der durch den Vorratsbehälter hindurch
geführten und an diesen von außen thermisch gut leitend ge
koppelt vorbeigeführten Bypaßleitung ein den Bypaßleitungs
inhalt umwälzendes Pumpensystem angeordnet ist. Auch dadurch
kann einer evtl. gegebenen Vereisungsgefahr innerhalb der
Bypaßleitung vorgebeugt werden. Darüberhinaus aber wird auch
der außerhalb der eigentlichen Kühlzone liegende Inhalt der
Bypaßleitung im konstanten Kühlzustand gehalten, wobei diese
Erkenntnis dahingehend weitergebildet werden kann, daß die
ser außen liegende Bereich der Bypaßleitung vergrößert aus
gebildet und thermisch isoliert wird. Die Umwälzung kann ab
hängig gemacht sein von der Temperatur in der Bypaßleitung,
wozu ein Temperatursensor erforderlich ist, welcher direkt
oder indirekt auf das umwälzende Pumpensystem einwirkt.
In diesem zusätzlichen Bereich in der Bypaßleitung, welcher
sich zweckmäßigerweise erweitert, besteht die Gefahr, daß
sich Luft, welche ursprünglich im Wasser gelöst war, ab
setzt und diesen erweiterten Bereich ausfüllt. Um dies zu
verhindern, erscheint es geboten, in diesem Bereich einen
Luftabscheider anzuordnen. Es ist aber auch zweckmäßig, in
dem Abzweigsystem zum Bypaß hin einen für dieses abgezweigte
Wasser wirksamen Luftabscheider zum Einsatz zu bringen,
wobei dieser hin in die Leitung zum Karbonisator entlüftet
wird. Im Karbonisator wird dieser geringe Luftanteil nicht
angesammelt, sondern zusammen mit dem zugeführten CO2-Gas
wieder in das Wasser eingemischt und mit diesem abgeführt.
Aufbautechnisch ist es besonders zweckmäßig, das Abzweigsy
stem direkt als Umschalteventil auszugestalten. Es ist aber
auch möglich, vom Abzweigsystem zum Karbonisator und in der
Bypaßleitung je ein Absperrventil vorzusehen, wobei diese
beiden Ventile zweckmäßigerweise alternierend bei Bedarf
geöffnet werden und gleichzeitig bei erforderlicher und
üblicherweise eingesetzter Förderpumpe diese in Betrieb ge
setzt wird. Es wäre aber auch möglich, karbonisiertes Wasser
und nicht karbonisiertes Wasser in bestimmten Sonderfällen
gleichzeitig auszugeben und miteinander zu mischen.
Nach den Merkmalen der Erfindung ausgestaltete Ausführungs
beispiele sind anhand der Zeichnung im folgenden näher be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 stark schematisiert eine Anordnung zur Ausgabe
von wahlweise CO2-haltigen und CO2-freien Erfri
schungsgetränken mit einer Bypaßleitung zur Kar
bonisierungsmaßnahme,
Fig. 2 eine ebenfalls stark schematisierte Getränkeaus
gabevorrichtung bezüglich der Wasserführung,
Fig. 3 eine gegenüber der Anordnung gemäß Fig. 2 modi
fizierte Ausgestaltung und
Fig. 4 einen Vorratsbehälter zum Karbonisieren von
Wasser mit von außen angelegtem Bypaß.
Die Fig. 1 und 3 zeigen jeweils Anordnungen, bei welchen
im Bereich einer Mischrinne 1 durch Mischung von einem aus
gewählten Getränkekonzentrat mit gekühltem, nicht karboni
sierten oder karbonisierten Wasser ein Erfrischungsgetränk
erstellt und ausgegeben wird.
Wie Fig. 1 zeigt, sind oberhalb der Mischrinne 1 drei Kon
zentratsbehälter 2 mit je einem zugeordneten Ausgabeventil
system 3 angeordnet. Sobald eines dieser drei Ventilsysteme
3 durch eine nicht dargestellte Steuerschaltung angesteuert
wird, befördert dieses angesteuerte Ventilsystem 3 ein ent
sprechendes Getränkekonzentrat aus dem zugeordneten Vorrats
behälter 2 in die Mischrinne 1.
Soll ein CO2-haltiges Erfrischungsgetränk erstellt werden,
so wird zeitgleich bzw. zeitüberdeckend ein Absperrventil 4
geöffnet, so daß aus einem Vorratsbehälter 5 karbonisiertes
Wasser, welches dort aufbereitet und gekühlt wird, durch ei
nen Durchflußmengenregler 6 in die Mischrinne 1 unter Druck
geleitet wird. In dieser Mischrinne 1 treffen das ausgegebe
ne Getränkekonzentrat und das zugeführte karbonisierte Was
ser zusammen und gelangen gemeinsam und indem sie sich ver
mischen, in ein Glas oder einen Becher 7, mit welchem das
somit gebildete Erfrischungsgetränk entnommen werden kann.
Der Vorratsbehälter 5 dient als sogenannter Karbonisator. In
ihn wird Wasser über eine Zuführungsleitung 8 und CO2-Gas
über eine Zuführungsleitung 9 jeweils unter Druck von oben
zugeführt. Der Wasserdruck wird erzeugt durch eine Druckför
derpumpe 10, welche das Wasser im vorliegenden Fall aus ei
nem Wasservorratstank 11, wenn Wasser-Nachfüllbedarf im Vor
ratstank 5 herrscht, ansaugt und über ein dann geöffnetes
Absperrventil 12 in den Vorratstank 5 einsprüht. Der erfor
derliche Wasserstand innerhalb des Vorratsbehälters 5 wird
durch einen Wasserstandssensor 13 erfaßt und für die An
steuerung der Druckförderpumpe 10 und des Absperrventils 12
steuertechnisch ausgewertet. Die CO2-Gaszufuhr regelt sich
selbsttätig durch ein der Zuführungsleitung 9 vorgeschalte
tes, nicht dargestelltes Druckminder-/Druckregelventil, so
daß im Vorratsbehälter 5 beispielsweise ein Druck von 4 Bar
aufgebaut ist. Dieser Druck wird auch dafür herangezogen,
daß das karbonisierte Wasser aus dem Vorratsbehälter über
das bedarfsweise geöffnete Absperrventil 4 und durch den
Durchflußmengenregler 6 in die Mischrinne 1 gefördert wird.
Im Kopfbereich des Vorratsbehälters 5, oberhalb des darin
bevorrateten Wassers, ist ein CO2-Gaspolster ausgebildet.
Über eine Umwälzpumpe 14 wird aus diesem Gaspolster CO2-Gas
angesaugt und in das bevorratete Wasser im Bereich der Pumpe
14, die durch einen Elektromotor 15 angetrieben wird, einge
mischt. Dabei wird auch das Wasser umgewälzt und innerhalb
des Vorratsbehälters in Drehung um eine vertikal verlaufende
Achse um das Ansaugrohr 16 für das CO2-Gas gesetzt.
Das bevorratete, karbonisierte Wasser innerhalb des Vorrats
behälters 5 wird gekühlt, und zwar über außen am Vorratsbe
hälter 5 angeordnete Kühlschlangen 17 eines nicht darge
stellten Kühlsystems. Dabei bildet sich innerhalb des Vor
ratsbehälters an dessen Seitenwandungen im Bereich dieser
Kühlschlangen 17 auch ein Eismantel 18 aus, dessen Stärke
von einem Eissensor 19 erfaßt und für die Ansteuerung des
Kühlsystems ausgewertet wird.
Das karbonisierte Wasser innerhalb des Vorratsbehälters 5
ist somit auf eine Temperatur nahe dem Gefrierpunkt gekühlt,
wobei die etwas wärmeren Zonen wegen der besonderen physika
lischen Eigenart des Wassers nahe des Gefrierpunkts im Bo
denbereich des Vorratsbehälters 5 nahe der Ausgabeöffnung,
die durch das Gehäuse des Elektromotors 15 hindurchgeführt
ist, liegen. Eine Vereisungsgefahr in diesem Bereich ist al
so nicht gegeben. Der Eismantel 18 stellt auch Kältekapazi
tät für den Vorratsbehälter 5 dar, so daß kurzzeitig mehrere
Portionen von Getränken ausreichend gekühlt ausgegeben wer
den können, ohne daß das Kühlsystem die ansonsten dafür er
forderliche hohe Kühlleistung aufbringen müßte.
Soll nunmehr anstelle eines CO2-haltigen Erfrischungsge
tränks ein CO2-freies Erfrischungsgetränk ausgegeben werden,
so wird das entsprechende Ventilsystem 3 zur Zugabe des da
für geeigneten Getränkekonzentrats angesteuert. In diesem
Falle bleibt aber das Absperrventil 4 geschlossen, und an
stelle dessen wird ein Absperrventil 20 geöffnet. Da der
Wasserdruck aus dem Vorratsbehälter 5 fehlt, ist es erfor
derlich, daß zeitgleich mit dem Öffnen des Absperrventils 20
die Druckwasser-Förderpumpe 10 in Gang gesetzt ist. Da in
diesem Fall das Absperrventil 12 geschlossen ist, wird das
Wasser in einer Abzweigstelle 21 abgezweigt und durch das in
diesem Fall geöffnete Absperrventil 20 und einen Durchfluß
mengenregler 22 in die Mischrinne geleitet, wo es mit dem
ausgewählten Getränkekonzentrat zusammentrifft und unter Mi
schung in den Getränkebecher 7 gelangt.
Von der Abzweigstelle 21 zum Absperrventil 20 wird das zuge
führte Wasser erst durch Wasserführungskanäle 23, die im un
teren Bereich des Vorratsbehälters 5 an diesem thermisch gut
gekoppelt anliegen, und anschließend durch eine Rohrleitung
24 geführt, welche innerhalb des Vorratsbehälters 5 um die
Umwälzpumpe 14 gewendelt verläuft. Diese Maßnahme dient da
zu, um das nicht karbonisierte, für die Bereitung eines Ge
tränks benötigte Wasser ausreichend zu kühlen, ohne dafür
ein eigenes Kühlsystem bereitstellen zu müssen. Auch die
Kältekapazität des Eismantels wird auf diese Art und Weise
genutzt.
Durch die Anordnung der Wasserförderungskanäle 23 und der
Rohrleitung 24 in den im wesentlichen eisfreien Bereichen
des Vorratsbehälters 5 wird auch der Gefahr einer Vereisung
in diesen vorgebeugt. Dieser Gefahr kann durch weitere Maß
nahmen begegnet werden. Dazu gehört die Anordnung einer För
derpumpe 25, die parallel zur Wasserführung in dessen Kühl
bereichen 23 und 24 geschaltet ist, und zwar derart, daß
diese das Wasser vom Ausgang des Kühlbereichs zum Eingang
mit relativ geringer Förderleistung fördert, so daß das ge
kühlte Wasser entweder ständig, intermittierend, oder ge
steuert durch einen im Wasserkreislauf liegenden Kältesensor
umgewälzt wird. Die Anordnung dieser Förderpumpe 25 eröffnet
auch die Möglichkeit, außerhalb der Kühlstrecke 23, 24 für
das Wasser eine thermisch nach außen isolierte Wasserfüh
rung, einschließlich eines kleinen Vorratstanks, vorzusehen,
so daß die gekühlt bevorratete Wassermenge vergrößert wird.
Ein solcher kleiner Wassertank 26 ist bei der Darstellung
gemäß Fig. 2 angedeutet.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 2 und 3 findet le
diglich eine Kühlung des nicht karbonisierten Wassers inner
halb des Vorratsbehälters 5 statt. Die beiden Darstellungen
zeigen auch jeweils Maßnahmen, um aus dem nicht karbonisier
ten Wasser eingeschlossene Luft derart abzuscheiden, daß
keine Lufteinschlüsse innerhalb des Systems dessen Funk
tionstüchtigkeit beeinträchtigt. Die Luftabscheidung gemäß
Fig. 2 erfolgt durch einen ausschließlich in der Wasserfüh
rung für das nicht karbonisierte Wasser liegenden Luftab
scheider 27, mittels dem die ausgeschiedene Luft in die Um
gebungsatmosphäre austreten kann. Entsprechend wirkende Aus
laßventile, die bei Flüssigkeitsbenetzung schließen und bei
Austrocknung öffnen, sind bekannt. Dieser Luftabscheider 27
kann zu einem entsprechend vergrößerten Kühlwasserreservoir
ausgebildet sein. Der Luftabscheider 28 gemäß Fig. 3 ist
gleichzeitig die Abzweigstelle für das Wasser zum Karbonisa
tor sowie für das über den Bypaß direkt zur Ausgabestelle im
Bereich der Mischrinne 1 geführte Frischwasser. In diesem
Luftabscheider 28 wird sich die im Wasser gelöste und sich
daraus absetzende Luft im oberen Bereich ansammeln und bei
Öffnung des Absperrventils 12 zum Vorratsbehälter 5 mit dem
Wasser dort hintransportiert. Zusammen mit dem dort anwesen
den CO2-Gas ist diese Luft dann unproblematisch. Auf dem Bo
denbereich des Luftabscheiders 28 wird dagegen das nicht zu
karbonisierende Wasser abgeleitet. Zur Vergrößerung des Um
laufvolumens ist die über die Förderpumpe 25 geführte Lei
tung mit einer Erweiterung 31 ausgestattet.
Die Fig. 4 zeigt einen Vorratsbehälter 5 mit ausschließlich
außen im Bodenbereich an diesem thermisch gut angekoppelt
anliegendem Wasserführungskanal 23. Dieser ist in zwei Win
dungen um den Vorratsbehälter 5 gelegt und enthält einen
Sensor 30 zur Temperaturmessung des nicht karbonisierten
Wassers sowie ein Heizelement 29, z. B. ein Folien-Heizel
ement, welches von außen an die Windungen des Wasserfüh
rungskanals angelegt sind. Damit ist die Gefahr einer Verei
sung in diesen Kanälen zusätzlich zu begegnen.
Claims (19)
1. Vorrichtung zum Bereiten und Ausgeben von Erfrischungs
getränken, wobei eines aus einer Mehrzahl von Getränke
konzentraten und gekühltes, mit CO2-Gas angereichertes
Wasser zum jeweils gewünschten Getränk im vorgegebenen
Mischungsverhältnis zusammengeführt werden und wobei das
Wasser mit CO2-Gas in einem über ein wasserbedarfsab
hängig gesteuertes Ventil und eine Druckpumpe mit Was
ser nachfüllbarem, gekühlten Vorratsbehälter aufbe
reitet wird, dadurch gekennzeich
net, daß der Zuführungsleitung für das zur Befüllung
des Vorratsbehälters unter Druck zugeführte Wasser ein
Abzweigsystem nachgeordnet ist, über welches wahlweise
alternierend Wasser über den Vorratsbehälter, in welchem
das Wasser mit CO2-Gas angereichert wird, oder über eine
durch den Vorratsbehälter hindurchgeführte und/oder an
diesem von außen thermisch gut leitend gekoppelt vorbei
geführte Bypaßleitung in den Bereich nahe dem Mischbe
reich mit dem Getränkekonzentrat geführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die durch den Vorratsbehälter geführte Bypaßleitung
innerhalb des Vorratsbehälters in dessen unteren Bereich
um eine im Vorratsbehälter angeordnete Umwälzpumpe ange
ordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die an den Vorratsbehälter von außen
thermisch gut leitend gekoppelt vorbeigeführte Bypaßlei
tung im unteren Bereich des Vorratsbehälters mit dessen
Wandung thermisch kontaktierend angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die an den Vorratsbehälter von außen
thermisch gut leitend gekoppelt vorbeigeführte Bypaßlei
tung der Kontur der Vorratsbehälterwandung angepaßt aus
gebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die von außen mit dem Vorratsbehälter thermisch gut lei
tend gekoppelte Bypaßleitung mit einem Vereisungssensor
und mit einer von diesem steuerbaren Heizung ausgestat
tet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die den Vorratsbehälter thermisch gut leitend von außen
umgebende Bypaßleitung zumindest in zwei Windungen um
den Vorratsbehälter ausgeführt ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Heizung über den Gesamtbereich der am
Vorratsbehälter anliegenden Bypaßleitung anliegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Folienheizung verwendet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, mit Ver
dampferleitungen als Bestandteil eines Kühlsystems, die
zur Kühlung des Vorratsbehälters und zur Bildung eines
Eismantels an der Wandung innerhalb des Vorratsbehälters
dessen Wandungen von außen anliegend umgeben, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verdampferleitungen im oberen
Bereich den Vorratsbehälter abgesetzt vom Bereich der
Bypaßleitung umgeben.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Ausgangsleitung und der
Eingangsleitung der durch den Vorratsbehälter hindurch
geführten und/oder an diesen von außen thermisch gut
leitend gekoppelt vorbeigeführte Bypaßleitung ein den
Bypaßleitungsinhalt umwälzendes Pumpensystem angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Pumpensystem in Abhängigkeit von einem den Tem
peraturzustand der Bypaßleitung erfassenden Sensor ge
steuert ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Pumpensystem den Bypaßleitungs
inhalt in Richtung von der Ausgangsleitung zur Eingangs
leitung der durch den Vorratsbehälter hindurchgeführte
und/oder an diesem von außen thermisch gut leitend ge
koppelt vorbeigeführten Bypaßleitung fördert.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Pumpensystem ein in dessen Förderrichtung öff
nendes Rückschlagventil in Serie beigeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die über das Pumpensystem kurzge
schlossene, durch den Vorratsbehälter und/oder an die
sem von außen thermisch gut leitend, gekoppelt geführte
Bypaßleitung durch einen im wesentlichen thermisch iso
lierten Zusatzbereich erweitert ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß in diesem zusätzlichen Bereich ein Luftabscheider
angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abzweigsystem als Luftabscheider
ausgebildet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die im Abzweigsystem abgeschiedene Luft über die zum
Vorratsbehälter führende Leitung abgeleitet wird.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abzweigsystem ein Umschalteven
tilsystem beinhaltet.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Abzweigsystem und Vorrats
behälter ein erstes Absperrventil und in der Bypaßlei
tung, insbesondere nach der Kühlstrecke im Bereich des
Vorratsbehälters nahe der Ausgabeöffnung zum Mischbe
reich ein weiteres Absperrventil angeordnet sind und daß
je nach Bedarf eines dieser beiden Absperrventile alter
nativ bei Förderung durch die Druckpumpe geöffnet ist.
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