DE4228678A1 - Guertelschweissverfahren fuer ein rohr und mit hohem celluloseanteil beschichtete elektrode - Google Patents
Guertelschweissverfahren fuer ein rohr und mit hohem celluloseanteil beschichtete elektrodeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gürtelschweißverfahren für ein Rohr
und eine mit hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode, ge
eignet für Überzugs-Lichtbogenschweißen von Rohrleitungen,
welche CO2-enthaltendes Erdöl, CO2-enthaltendes Erdgas sowie
CO2-Gas transportieren. Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung eine Gürtelschweißtechnik, bei dem sich das Schmelz
gut hervorragend auszeichnet durch Widerstand gegen bevorzugte
Korrosion, Kaltbeständigkeit und Rißwiderstand.
Im Stand der Technik wurde folgende Literatur als Vorschlag
zur Verbesserung in Bezug auf bevorzugte Korrosion in der
Schmelzzone von schwachlegiertem Stahl veröffentlicht.
- 1) Die Differenz im Ni-Gehalt zwischen dem Grundwerkstoff und dem Schweißgut hat einen Einfluß auf die lokale Korrosion der geschweißten Verbindung im Eismeer (Takashi Abe und andere; "TETSU-TO-HAGANE" (Zeitschrift des "Iron and Steel Institute of Japan") Bd. 72, (1986), Seite 1266).
- 2) Die Differenzen der Ni- und Cu-Gehalte zwischen dem Grund werkstoff und dem Schweißgut haben einen Einfluß auf die lo kale Korrosion der Schweißzone des im Eismeer verwendeten Stahls, und das Ausmaß der bevorzugten Korrosion hängt von einem bestimmten Wert, nämlich 3,8 Cu + 1,1 Ni + 0,3, ab (Kitaro Ito und andere; "TETSU-TO-HAGANE" Bd. 72, (1986), Seite 1265).
- 3) Eine Verwendung eines schwachlegierten Schweißstabes, wel cher Cu und Ni enthält, ist wirksam zum Schutz einer Gürtel schweißzone eines Kohlestahlrohres gegen bevorzugte Korrosion (Hideaki Miyuki; "Zaiyro" (Zeitschrift der Gesellschaft für Materialwissenschaften, Japan), Bd. 38 (1989), Nr. 424, Seiten 62 bis 68).
- 4) Ni- und Mo-Zusätze sind wirksam zum Schutz einer longitu dinalen Schweißnahtzone eines geschweißten Stahlrohrs gegen bevorzugte Korrosion (Suga und andere; vorläufige japanische Veröffentlichung Nr. hei-3-1 70 641/1991).
D. h., zur Verbesserung des selektiven Korrosionsverhaltens
eines Schweißgutes in einer korrodierenden Umgebung, die
Sauerstoff enthält, wie im Eismeer usw., wird die Zugabe von
Ni und Cu zu dem Schweißgut als eine effektive Maßnahme
vorgeschlagen, und die Zugabe von Ni und Mo zu dem Metall wird
zur Verbesserung des selektiven Korrosionsverhaltens in
longitudinalen Schweißnahtzonen von geschweißten Stahlrohren
vorgestellt.
Es wurden jedoch bisher noch nicht ausreichend Untersuchungen
gemacht zur Verhinderung der bevorzugten Korrosion in der Gür
telschweißzone von Rohrleitungen, die in korrodierender, CO2
enthaltender Umgebung verwendet werden. D . h., wenn ein ge
schweißtes Stahlrohr oder ein nahtloses Stahlrohr für den
Transport von CO2-enthaltendem Erdöl, CO2-enthaltendem Erdgas
oder CO2-Gas verwendet wird, kann gelegentlich bevorzugte Kor
rosion in einer Schweißzone derart auftreten, daß ein Gürtel
schweißgut selektiv korrodiert wird. Der Grund dafür besteht
darin, daß ein Unterschied in der chemischen Zusammensetzung
und in der metallographischen Mikrostruktur zwischen dem
Schweißgut und dem Grundwerkstoff besteht, so daß der Schweiß
gutanteil elektrochemisch weniger edel ist und somit bevorzugt
korrodiert wird.
Beim Gürtelschweißen des Stands der Technik von Rohrleitungen,
welche in solcher korrodierender Umgebung verwendet werden,
wurden weder ein Verfahren zum Gürtelschweißen noch ein Hoch
cellulosetyp-Schweißstab unter Berücksichtigung von bevorzug
ter Korrosion, Schweißbarkeit und mechanischer Eigenschaften
vorgeschlagen. Mit anderen Worten ist es notwendig, wenn ein
verbesserter Schutz gegen bevorzugte Korrosion durch die
Zugabe von Cu und/oder Ni unter Verwendung einer mit hohem
Celluloseanteil beschichteten Elektrode erzielt werden soll,
Schweißfehlstellen und mechanische Eigenschaften des Schweiß
gutes zu berücksichtigen. Trotz dieser Situation ist noch
keine mit hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode unter
Berücksichtigung von Schweißfehlstellen und mechanischer
Eigenschaften des Schweißgutes vorgestellt worden. In diesem
Zusammenhang gibt die japanische vorläufige Veröffentlichung
Nr. sho-63-2 20 994/1988 an, daß die Zugabe von Mo die
mechanischen Eigenschaften verbessert, offenbart jedoch nicht
den praktikablen Zugabebereich oder den Einfluß der Mo-Zugabe
auf den Heißrißwiderstand und den Kaltrißwiderstand.
Es ist gefunden worden, daß die Zugabe von Mo und Ni wirksam
ist, um eine longitudinale Schweißnahtzone zu schützen, selek
tiv bzw. bevorzugt korrodiert zu werden, es wurde jedoch nicht
berücksichtigt, ob die Zugabe von Mo zur Verhinderung der
bevorzugten Korrosion um eine Gürtelschmelzzone herum wirksam
ist oder nicht. Und eine mit hohem Celluloseanteil
beschichtete Elektrode, der Mo beigemischt ist, ist nicht
entwickelt worden im Hinblick auf eine praktische Verwendung,
in der die Härte und der Rißwiderstand des Schweißgutes zu
berücksichtigen sind, entwickelt worden.
In der praktischen Umgebung, in der Rohrleitungen verwendet
werden, treten jedoch oft Probleme der bevorzugten Korrosion,
verursacht durch CO2, auf. Es ist demnach sehr erwünscht, ein
nützliches Gürtelschweißverfahren für ein Rohr und eine mit
hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode zu entwickeln,
um den Widerstand gegen bevorzugte Korrosion, die Schweißbar
keit, die mechanischen Eigenschaften usw. in der Gürtel
schweißzone zu verbessern.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Gürtelschweißverfahren
für ein Rohr und eine mit hohem Celluloseanteil beschichtete
Elektrode zur Verwendung in diesem Verfahren zur Verfügung zu
stellen, welches dem Gürtelschweißgut ausreichende Festigkeit,
Beständigkeit, Rißwiderstand mit verhinderter bevorzugter Kor
rosion gestattet.
Das Gürtelschweißverfahren für ein Rohr gemäß vorliegender Er
findung erzeugt eine Schweißzone, die zusammengesetzt ist aus
einem Schweißgut, welches, ausgedrückt in Gew.-%, 0,05 bis
0,20% C, 0,05 bis 0,45% Si, 0,50 bis 2,00% Mn und 0,03 bis
1,05% Mo und Fe und unvermeidbare Verunreinigungen als Rest
enthält. Die Gehalte der Verunreinigungen sind hier begrenzt
auf folgende, vorbestimmte Bereiche: 0,030% oder weniger P,
0,030% oder weniger S, 0,10% oder weniger Al, 0,050% oder
weniger N, 0,10% oder weniger Nb, 0,10% oder weniger V, 0,10%
oder weniger Ti, 1,00% oder weniger Cr, 0,0025% oder weni
ger Ca, 0,10% oder weniger 0 sowie 0,05% oder weniger Zr.
Das Schweißgut ist so eingestellt, daß die Differenz zwischen
dem Mo-Gehalt (Mo)1 im Schweißgut und dem Mo-Gehalt (Mo)2 im
Grundwerkstoff, d. h. ΔMo (=(Mo)1-(Mo)2), 0,03% oder mehr be
trägt, und PCM 0,30% oder weniger beträgt, wobei PCM durch
den folgenden Ausdruck definiert ist: PCM = (C) + (Si)/30 +
(Mn)/20 + (Cu)/20 + (Ni)/60 + (Cr)/20 + (Mo)/15 + (V)/10 +
5(B). (M) bedeutet hier einen Gehalt (Gew.-%) einer Komponente
M im Schweißgut. Das Schweißgut enthält zusätzlich 0,15 bis
2,00% Cu + Ni und/oder 0,0005 bis 0,0050% B.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt durch Metall-Lichtbogen
schweißen mit Überzugselektrode ein geschweißtes Rohr mit
einem Schweißgut aus der vorstehend genannten Zusammensetzung
her. Das Rohr wird hergestellt durch Schweißen eines Grund
werkstoffs, welches, ausgedrückt in Gew.-%, 0,03 bis 0,15% C,
0,05 bis 0,50% Si, 0,50 bis 2,00% Mn und 0,005 bis 0,10% Al
und Fe und unvermeidbare Verunreinigungen als Rest enthält,
unter Verwendung einer nachstehend beschriebenen mit hohem
Celluloseanteil beschichteten Elektrode bei der Schweißbedin
gung, daß der Kerndraht der Elektrode einen Durchmesser von
3,2 bis 4,8 mm hat, der verwendete Strom von der Art der DCEP
(Gleichstrom-Positivelektrode) ist, der Schweißstrom im Be
reich von 90 bis 240 A liegt, die Schweißgeschwindigkeit 100
bis 450 mm/min beträgt, und das Schweißen in allen Positionen
als Abwärtsschweißen bewerkstelligt wird.
Der obige Grundwerkstoff kann ferner mindestens eine Kompo
nente enthalten, die ausgewählt ist aus der Gruppe 0,05 bis
2,0% Cu, 0,05 bis 2,0% Ni, 0,05 bis 2,0% Cr, 0,05 bis 1,0%
Mo, 0,005 bis 0,20% Nb, 0,005 bis 0,20% V, 0,005 bis 0,20%
Ti, 0,0005 bis 0,0020% B und 0,0005 bis 0,0050% Ca.
Auf der anderen Seite umfaßt die mit hohem Celluloseanteil be
schichtete Schweißelektrode vorliegender Erfindung einen Kern
draht aus einem Weichstahl oder einem schwachlegierten Stahl
und ein Überzugsschmelzmittel, welches hergestellt wurde durch
Kneten eines Überzugsschmelzmittel-Ausgangsmaterials, welches
Cellulose mit einem Bindemittel enthält, und Auftragen auf die
Umfangsoberfläche des Kerndrahtes. Das obige Überzugsschmelz
mittel enthält, bezogen auf die Gesamtmenge des Überzugs
schmelzmittels, 0,1 bis 7,0% MgO, 7 bis 25% Eisenoxide (in
FeO-Äquivalenten), 8 bis 19% TiO2, 10 bis 30% SiO2 und 5 bis
27% Mn, und das Überzugsschmelzmittel und/oder der Kerndraht
beinhaltet bzw. beinhalten, bezogen auf die Gesamtmenge der
Schweißelektrode, 0,06 bis 1,10% Mo, mit einem Verhältnis
des Gewichts des Überzugsschmelzmittels zu dem Gewicht der
Schweißelektrode von 0,10 bis 0,19.
Der Kerndraht und/oder das Überzugsschmelzmittel in der mit
hohem Celluloseanteil beschichteten Elektrode kann bzw. können
zusätzlich 0,30 bis 2,00% Cu + Ni, bezogen auf die Gesamt
menge der Schweißelektrode, enthalten. Ebenso kann das Über
zugsschmelzmittel weiterhin 0,05 bis 0,5% B, bezogen auf die
Gesamtmenge des Überzugsschmelzmittels enthalten.
Fig. 1 ist ein Diagramm, welches die Beziehungen zwi
schen einer Differenz ΔMo = (Mo)1+(Mo)2 und einem selekti
ven Korrosionsstrom (µA) zwischen einem Grundwerkstoff und ei
nem Schweißgut zeigt, wobei (Mo)1 den Mo-Gehalt im Schweißgut
wiedergibt, während (Mo)2 den Mo-Gehalt im Grundwerkstoff wie
dergibt; und
Fig. 2 ist ein Diagramm, welches die Beziehungen zwi
schen einer Differenz ΔMo = (Mo)3-(Mo)2 und einem selekti
ven Korrosionsstrom (µA) zwischen einem Grundwerkstoff und
einem Schweißgut zeigt, wobei (Mo)3 den Mo-Gehalt in der
Schweißelektrode wiedergibt (den Gehalt in Bezug auf das
Gesamtgewicht der Schweißelektrode), während (Mo)2 den Mo-Ge
halt im Grundwerkstoff wiedergibt.
In der vorliegenden Erfindung sollten ein Schweißverfahren so
wie eine mit hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode zur
Verwendung in diesem Verfahren entwickelt werden zur Bildung
eines Gürtelschweißmetalls, das ausgezeichnet ist in Bezug auf
Widerstand gegen bevorzugte Korrosion und Rißwiderstand, und
welches eine hohe Festigkeit und eine hohe Beständigkeit
aufweist. Um dies zu erreichen, wurden eine Vielzahl verschie
dener Experimente durchgeführt. Diese Experimente umfassen die
Bestimmung der Schweißzone auf selektives Korrosionsverhalten
usw. unter Veränderung der Zusammensetzungen des Schweißgutes,
des Grundwerkstoffs und der Schweißelektrode sowie den
Schweißbedingungen. Die vorliegende Erfindung wurde basierend
auf diesen Experimenten und Studien erzielt.
Die vorliegende Erfindung wird nachstehend näher erläutert.
Zunächst werden die Gründe zur Spezifizierung der Komponenten
und Zusammensetzungen des erhaltenen Schweißgutes bzw.
-metalls beschrieben.
Der C-Gehalt dient zur Gewährleistung guter Verarbeitbarkeit
und mechanischer Eigenschaften des Schweißgutes und wird im
Schweißgut auf einen Bereich von 0,05 bis 0,20% spezifiziert.
Im Bereich des Cellulosegehalts in einer mit hohem Cellulose
anteil beschichteten Elektrode, mit welcher das Schweißen mit
guter Verarbeitbarkeit durchgeführt werden kann, enthält das
Schweißgut einen Kohlenstoffgehalt von 0,05% oder mehr. Auf
der anderen Seite ist, wenn der Kohlenstoffgehalt weniger als
0,05% beträgt, die Schweißverarbeitbarkeit merklich verrin
gert. Ein Kohlenstoffgehalt oberhalb von 0,20% erhöht die Fe
stigkeit und Härte eines Schweißgutes, wodurch das Schweißgut
dazu neigt, Kaltrisse zu verursachen.
Der Si-Gehalt dient zur Gewährleistung guter Verarbeitbarkeit
und mechanischer Eigenschaften eines Schweißgutes und wird im
Schweißgut auf einen Bereich von 0,05 bis 0,45% spezifiziert.
Ein Si-Gehalt von weniger als 0,05%, der einen Mangel an
Deoxidation verursacht, erhöht einen Sauerstoffgehalt im
Schweißgut, um zu schlechten mechanischen Eigenschaften zu
führen. Wenn Si in das Schweißgut zu mehr als 0,45% zugegeben
wird, entstehen eher Klumpen bzw. Schweißperlen, und dies
macht das Schweißen schwierig.
Der Mn-Gehalt dient ebenso zur Gewährleistung guter Verarbeit
barkeit und mechanischer Eigenschaften eines Schweißgutes und
ist im Schweißgut auf einen Bereich von 0,50 bis 2,00%
spezifiziert. Ein Mn-Gehalt von weniger als 0,5%, einen Man
gel an Deoxidation verursachend, resultiert in schwachen me
chanischen Eigenschaften. Zugabe von Mn in das Schweißgut
oberhalb von 2,00% führt dazu, daß Narben an der Wulst- bzw.
Schweißnahtoberfläche leicht entstehen.
Der Mo-Gehalt dient zum Schutz eines Schweißgutes gegen bevor
zugte Korrosion und wird zu dem Schweißgut im Bereich von 0,03
bis 1,05% zugegeben, so daß ΔMo gleich oder mehr als 0,03%
ist. Hierbei ist ΔMo = (Mo)1-(Mo)2, wobei (Mo)1 den Mo-Ge
halt im Schweißgut wiedergibt, und (Mo)2 den Mo-Gehalt im
Grundwerkstoff wiedergibt. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist es mög
lich, wenn die Differenz des Mo-Gehalts zwischen dem Schweiß
gut und dem Grundwerkstoff gleich oder mehr als 0,03% be
trägt, das Schweißgut in einer CO2-Korrosionsumgebung davor zu
schützen, bevorzugt korrodiert zu werden. Zugabe von Mo ober
halb von 1,05% macht das Schweißgut jedoch hart und Schweiß
risse (Kaltrisse) neigen dazu, aufzutreten. Die Fig. 1 ist
hier ein Diagramm, welches einen Einfluß von ΔMo auf die se
lektive Korrosionseigenschaft zeigt, und die Ordinate wird zur
Darstellung eines selektiven Korrosionsstroms (µA) herangezo
gen, welcher zwischen dem Grundwerkstoff und dem Schweißgut
fließt, während die Abszisse ΔMo (%) bedeutet. Bei einem po
sitiven selektiven Korrosionsstrom tritt keine bevorzugte Kor
rosion im Schweißgut auf. Wenn ΔMo gleich oder mehr als 0,03%
ist, wird der selektive Korrosionsstrom positiv.
Ein Schweißgut mit der oben angezeigten Zusammensetzung ent
hält zusätzlich Cu und Ni in einem Gesamtgehalt von 0,15 bis
2,00% und/oder 0,0005 bis 0,0050% B.
Der Cu- und Ni-Gehalt dient zur Verbesserung der Beständigkeit
und der selektiven Korrosionseigenschaft eines Schweißgutes.
Der Gehalt kann einzeln oder in Kombination zugegeben. Cu
und/oder Ni wird in einem Gesamtgehalt von 0,15 bis 2,00% zu
gegeben. Wenn der Gesamtmenge des Inhalts weniger als 0,15%
beträgt, wird die diesbezügliche Wirkung nicht beobachtet,
während die Zugabe des Inhalts oberhalb von 2,00% zu einer
Tendenz führt, daß Erstarrungsrisse im Schweißgut versacht
werden. Obgleich die Zugabe von Cu und Ni zum Schweißgut eben
falls eine Wirkung zum Schutz des Schweißgutes vor selektiver
Korrodierung aufweist, ist die Wirkung aufgrund dieser Ele
mente geringer als die des Mo. Demnach spielen sie eine zu
sätzliche Rolle, so daß ihre Zugabe wahlweise erfolgt. Wenn
jedoch Cu und Ni zum Grundwerkstoff zugegeben werden, so ist
es effektiv, diese zuzugeben, und zwar so viel, wie zu dem
Grundwerkstoff zugegeben wird.
In einem Fall, wo es erwünscht ist, daß ein Schweißgut Kaltbe
ständigkeit aufweist, kann B in das Schweißgut im Bereich von
0,0005 bis 0,0050% zugegeben werden. Ein B-Gehalt von weniger
als 0,0005% hat eine geringe Wirkung auf die Verbesserung der
Beständigkeit, während ein Gehalt oberhalb von 0,0050% die
Härte des Schweißgutes so hoch macht, daß Kaltrisse dazu nei
gen, leicht aufzutreten.
Der PCM des Schweißgutes oberhalb von 0,30% verursacht ein
Erhöhen der Härte und Festigkeit des Schweißgutes, so daß
Kaltrisse und Spannungsrißkorrosionen dazu neigen, leicht im
Schweißgut aufzutreten.
Wenn der Gehalt dieser Verunreinigungen den vorstehend genann
ten Bereich übersteigt, treten Defekte, wie Gaseinschluß (im
Fall von N), Heißrisse (im Fall von P und S) und Kaltrisse (im
Fall von Nb, V, Cr) im Schweißgut auf. Ebenso werden die me
chanischen Eigenschaften des Schweißgutes gemindert (im Fall
von P, Al, Nb, V, Ti, Ca, O, Zr).
Im folgenden werden die Gründe zur Spezifizierung der chemi
schen Zusammensetzungen des Stahl-Grundwerkstoffs beschrieben.
Zunächst werden die wesentlichen zugegebenen Elemente er
läutert.
Der Kohlenstoffgehalt in einem Stahl ist ein wirksames Element
zur Verbesserung der Festigkeit des Stahls, obgleich eine
übersteigerte Zugabe zur Zerstörung der Beständigkeit führen
kann. Demgemäß wird die Obergrenze des Kohlenstoffgehalts mit
0,15% definiert, um ein Stahlrohr herzustellen, das in Bezug
auf Festigkeit und Beständigkeit ausgezeichnet ist. Verringe
rung des Kohlenstoffgehalts verbessert die Beständigkeit, aber
ein Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,03% verringert die
Beständigkeit. Ferner benötigt, damit eine stabile und best
mögliche Aushärtungswirkung durch Nb, V, Ti usw. erhalten
wird, der Grundwirkstoff einen Kohlenstoffgehalt von minde
stens 0,03%. Somit ist die untere Grenze des Kohlenstoffge
halts zu 0,03% definiert.
Si wird zur Deoxidation benötigt, überzogene Zugabe zerstört
jedoch die Beständigkeit. Demgemäß sind die untere Grenze und
die obere Grenze zu 0,05% bzw. 0,50% definiert.
Mn wird zu 0,05% oder mehr zur Deoxidation benötigt, ein
Überschuß an Mn über 2,00% verringert jedoch die Schweißbar
keit, so daß die obere Grenze von Mn zu 2,00% definiert ist.
Al wird zur Deoxidation benötigt. Ein Al-Gehalt von weniger
als 0,005% zeigt eine schwache Deoxidation, so daß die untere
Grenze von Al zu 0,005% definiert ist. Auf der anderen Seite
verringert ein Überschuß an Al über 0,10% die Reinlichkeit
des Stahls und die Beständigkeit in der Hitzeeinwirkzone
(bezeichnet als HAZ), so daß die obere Grenze von Al zu 0,10%
definiert ist.
Im folgenden werden die wahlweise zu dem Grundwerkstoff zuge
gebenen Komponenten beschrieben.
Sowohl der Cu- als auch der Ni-Gehalt verbessert ein Grund
werkstoff im Bezug auf Festigkeit und Beständigkeit, ohne ir
gendeine nachteilige Wirkung auf die HAZ-Beständigkeit aus
zuüben. Die Verbesserung des Grundwerkstoffs in Bezug auf Fe
stigkeit und Beständigkeit durch diese Gehalte ist gering,
wenn jeder Gehalt weniger als 0,05% beträgt. Ein Überschuß
des jeweiligen Gehalts über 2,0% übt eine nachteilige Wirkung
auf die Härte und Beständigkeit in der HAZ aus, so daß die
Obergrenze zu 2,0% definiert ist.
Cr fungiert zur Stärkung der Festigkeit eines Grundwerkstoffs
und der Schweißzone. Ein überschüssiger Gehalt an Cr über 2,0%
jedoch erhöht die Härte und verringert die Beständigkeit in
der HAZ. Demnach ist die Obergrenze zu 2,0% definiert.
Mo verbessert einen Grundwerkstoff in Bezug auf Festigkeit und
Beständigkeit, ein überschüssiger Gehalt von Mo über 1,0%
verstärkt jedoch die Härte in der HAZ und zerstört somit die
Schweißbarkeit. Demgemäß ist die Obergrenze zu 1,0% defi
niert.
Die Untergrenze für den jeweiligen Gehalt dieser vorstehenden
Elemente ist zu 0,05% definiert, welches die benötigte Min
destmenge bedeutet, um einen entsprechenden Effekt zu erhal
ten.
Ti-Zugabe von 0,005% oder mehr hat die Wirkung, Austenitkör
ner davon abzuhalten, grob zu werden, so daß die Untergrenze
von Ti zu 0,005% definiert ist. Eine überzogene zugegebene
Menge von Ti verringert die Beständigkeit der Schweißzone, so
daß die Obergrenze von Ti zu 0,20% definiert ist.
Nb sowie V übt eine Wirkung auf die Festigkeit und Beständig
keit aus, ein überschüssiger Inhalt eines dieser Elemente über
0,20% verringert jedoch die Beständigkeit eines Grundwerk
stoffs und der Schweißzone, so daß die Obergrenze zu 0,20%
definiert ist. Die Untergrenze ist auf 0,005% festgelegt,
oberhalb derer die Verbesserung des Materials beobachtet wird.
B ist wirksam zur Verbesserung der Festigkeit eines Grundwerk
stoffs, eine überschüssige Zugabe führt jedoch zur Zerstörung
der Schweißbarkeit und Beständigkeit in der HAZ. Demgemäß ist
die Obergrenze zu 0,0020% definiert. Die Untergrenze ist auf
0,0005% festgelegt, oberhalb derer die Verbesserung der Fe
stigkeit beobachtet wird.
Zugabe von Ca verbessert den Widerstand gegenüber Wasserstoff
induzierter Rißbildung. Die Untergrenze ist zu 0,0005% defi
niert, oberhalb derer die Wirkung erkannt wird. Eine über
schüssige Zugabe von Ca ist schädlich infolge der Bildung von
Oxiden, so daß die Obergrenze zu 0,0050% definiert ist.
Es folgt nun eine Beschreibung der Gründe zur Einschränkung
der chemischen Zusammensetzungen und eines Überzugsverhältnis
ses für die erfindungsgemäße mit hohem Celluloseanteil be
schichtete Elektrode.
Die erfindungsgemäße mit hohem Celluloseanteil beschichtete
Elektrode umfaßt einen Kerndraht aus Weichstahl oder schwach
legiertem Stahl, der ein auf seiner Umfangsoberfläche aufge
brachtes Überzugsschmelzmittel aufweist, wobei das Überzugs
schmelzmittel erhalten wurde mittels Kneten eines Ausgangsma
terials für das Überzugsschmelzmittel mit einem Bindemittel.
MgO, Eisenoxid, TiO2, SiO2 und Mn sind in dem obigen Überzugs
schmelzmittel, welches ggf. B enthält, enthalten. Auf der an
deren Seite wird No zu dem obigen Überzugsschmelzmittel zuge
geben und/oder Mo ist in dem obigen Kerndraht als ein Bestand
teil davon enthalten. Ferner können sowohl Cu als auch Ni zu
dem obigen Überzugsschmelzmittel und/oder dem Kerndraht zuge
geben werden. Jede Menge der Zusatzstoffe, welche nur zu dem
Überzugsschmelzmittel zugegeben werden, wird bezogen auf das
Gesamtgewicht des durch Gew.-% ausgedrückt, während jede Menge
der Zusatzstoffe, die sowohl zu dem Überzugsschmelzmittel als
auch zu dem Kerndraht zugegeben werden kann, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Schweißelektrode durch Gew.-% ausgedrückt.
Die Gründe zur Beschränkung der Zusammensetzung wird nachste
hend beschrieben.
Der MgO-Gehalt verhindert das Abtropfen des Schweißgutes,
selbst wenn die Schweißgeschwindigkeit abrupt geändert wird,
und hat die Wirkung, den Widerstand zur Narbenbildung und das
Röntgenstrahlenverhalten in der Verbindung zu verbessern. Die
Wirkung wird jedoch nicht beobachtet, wenn der Gehalt weniger
als 0,1% beträgt, während im Überschuß von 7,0% dem Klumpen
eine zu große Fließfähigkeit gegeben wird, wodurch es schwie
rig wird, abwärts zu schweißen. Als Resultat wird die Menge
MgO auf 0,1 bis 7,0%, bezogen auf das Gesamtgewicht des
Überzugsschmelzmittels, festgelegt.
Eisenoxid dient dazu, den Klumpen porös zu machen, wodurch die
Möglichkeit des Entfernens des Klumpens verbessert wird, und
hat die Wirkung, das Auftreten von Narben aufgrund übermäßi
ger Deoxidation zu verhindern. Ein solcher Effekt kann jedoch
nicht erhalten werden, wenn der Eisengehalt weniger als 7%
beträgt. Auf der anderen Seite gibt ein Gehalt im Überschuß
von 25% dem Klumpen eine zu hohe Fließfähigkeit, wodurch es
schwierig wird, abwärts zu schweißen. Demgemäß wird die Menge
an Eisenoxid auf 7 bis 25% in FeO-Äquivalenten, bezogen auf
das Gesamtgewicht des Überzugsschmelzmittels, festgelegt.
Eisenoxid kann anstelle von FeO in Form von Fe2O3 zugegeben
werden. In diesem Fall wird die Menge Eisenoxid so in FeO-
Äquivalenten eingestellt, daß sie in den obigen Bereich hin
einfällt.
TiO2 hat die Wirkung, den Lichtbogen zu stabilisieren. Der
Lichtbogen kann nicht stabilisiert werden, wenn der TiO2-Ge
halt weniger als 8% beträgt. Der Gehalt im Überschuß von 19%
verringert die Lichtbogenstärke, so daß es schwierig wird, ab
wärts zu schweißen. Demgemäß wird die Menge an TiO2 auf 8 bis
19%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Überzugsschmelzmit
tels, festgelegt.
SiO2 ist eine wesentliche Komponente zur Verbesserung der
Stärke und Ausdehnung des Lichtbogens sowie der Gleichförmig
keit des Schweißgutes. Die Wirkung kann jedoch nicht erhalten
werden, wenn der Gehalt weniger als 10% beträgt, während ein
Gehalt im Überschuß von 30% die Menge des Klumpens groß macht
und dem Klumpen eine zu große Fließfähigkeit gibt, wodurch es
schwierig wird, abwärts zu schweißen. Demgemäß wird die Menge
SiO2 auf 10 bis 30%, bezogen auf das Gesamtgewicht des
Überzugsschmelzmittels, festgelegt. Es sollte bemerkt werden,
daß SiO2 in Form von Glas, Siliciumdioxidmineralien und der
gleichen zugegeben werden kann.
Mn ist eine wesentliche Komponente als ein Deoxidationsmittel
und zur Gewährleistung der Festigkeit und Beständigkeit. Wenn
der Gehalt weniger als 5% beträgt, ist es unmöglich, ein sau
beres Schweißgut zu erhalten aufgrund des Mangels an Deoxida
tion. Wenn der Gehalt mehr als 27% beträgt, tritt eine über
mäßige Deoxidation auf, weshalb sich leicht auf der Perlober
fläche Narben bilden. Demgemäß wird die Menge an Mn auf 5 bis
27%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Überzugsschmelz
mittels, festgelegt. Anstelle von Mn-Metall kann Mn in Form
einer Fe-Mn-Legierung oder von Mn-Oxiden zugegeben werden. Im
letzten Fall ist hier die Menge so in Mn-Äquivalenten einge
stellt, daß sie in den obigen Bereich fällt.
Mo wird mit der Absicht zugegeben, die Festigkeit des Schweiß
gutes einzustellen und die Resistenz gegenüber bevorzugter
Korrosion zu verbessern. Wenn der Gehalt weniger als 0,06%
beträgt, kann kein guter Widerstand gegenüber bevorzugter Kor
rosion erhalten werden. Auf der anderen Seite, wenn der Gehalt
1,10% übersteigt, wird das Schweißgut zu stark gehärtet, um
dadurch zum Verursachen von Kaltrissen (verzögerte Rißbildung
aufgrund von Wasserstoff) zu neigen. Demgemäß wird der Gehalt
von Mo auf 0,06 bis 1,10%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Schweißelektrode, festgelegt. Mo kann zu dem Überzugsmittel in
Form von Mo-Metall, Fe-Mo-Legierung usw. zugegeben werden. Es
ist ebenso möglich, Mo zu dem Kerndraht zuzugeben.
Um einen besseren Widerstand gegenüber bevorzugter Korrosion
in der Schweißzone zur Verfügung zu stellen, wird ferner das
Verhältnis von Mo zum Gesamtgewicht der Schweißelektrode vor
zugsweise auf mehr als den Mo-Gehalt (%) im Grundwerkstoff +
0,06% festgelegt. Fig. 2 ist ein Diagramm, welches die Bezie
hungen zwischen einer Differenz ΔMo = (Mo)3-(Mo)2 (d. h. die
Differenz zwischen dem Mo-Gehalt (Mo)3 in der Schweißelektrode
(bezogen auf das Gesamtgewicht der Schweißelektrode) und dem
Mo-Gehalt (Mo)2 im Grundwerkstoff) und einem selektiven Korro
sionsstrom (µA) zwischen dem Grundwerkstoff und dem Schweiß
gut. Wenn der selektive Korrosionsstrom positiv ist, tritt die
bevorzugte Korrosion des Schweißgutes nicht auf. Wenn A Mo
0,06% oder mehr beträgt, wird der selektive Korrosionsstrom
positiv.
Die Schweißelektrode enthält im wesentlichen die oben be
schriebenen Komponenten und kann ggf., falls erforderlich,
eine Cu + Ni-Komponente und/oder eine B-Komponente in geeigne
ten Mengen enthalten.
Cu und Ni kann zugegeben werden, um den Widerstand gegen be
vorzugte Korrosion des Schweißgutes zu verbessern. Um diese
Wirkung zu erhalten, ist der Gesamtgehalt von Cu und Ni auf
0,30 bis 2,00%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schweiß
elektrode festgelegt. Wenn der Gesamtgehalt von Cu und Ni we
niger als 0,30 % beträgt, kann die Wirkung auf den Widerstand
gegen bevorzugte Korrosion nicht erhalten werden. Wenn der Ge
halt mehr als 2,00% beträgt, neigen nachteilhafterweise Er
starrungsrisse dazu, im Schweißgut aufzutreten. Cu und Ni bzw.
können zu dem Überzugsschmelzmittel in Form von Cu-Metall oder
Kupferoxid bzw. Ni-Metall, Fe-Ni-Legierung oder Nickeloxid zu
gegeben werden. Cu und Ni kann bzw. können ebenso zu dem Kern
draht zugegeben werden.
B kann zugegeben werden, um die Mikrostruktur zu veredeln und
gute Beständigkeit zu erhalten. Wenn der Gehalt weniger als
0,05% beträgt, ist die Wirkung zur Verbesserung des Schlag
verhaltens gering. Der Gehalt über 0,5% macht das Schweißgut
hart, was leicht Kaltrisse verursacht. Demgemäß liegt der B-
Gehalt, bezogen auf das Gesamtgewicht des Überzugsschmelzmit
tels, im Bereich von 0,05 bis 0,5%,
Der restliche Teil des Überzugsschmelzmittels besteht haupt
sächlich aus Cellulose, welches ein Bindemittel enthält. Das
Überzugsschmelzmittel kann zusätzlich in geringen Mengen Me
tallkomponenten, wie Fe, Cr usw. enthalten, und andere Kompo
nenten, wie z. B. Na2O, Al2O3, ZrO2, K2O usw., welche üblicher
weise zu Überzugsschmelzmitteln von mit hohem Celluloseanteil
beschichteten Elektroden zugegeben werden.
Das Verhältnis (Überzugsverhältnis) des Gewichts des Überzugs
schmelzmittels zu dem der Schweißelektrode ist ein beachtli
cher Faktor zur Bewirkung eines Abwärtsschweißens, und um ein
Abwärtsschweißen zu erleichtern, sollte das Überzugsverhältnis
gleich 0,10 oder höher sein. Wenn das Überzugsverhältnis weni
ger als 0,10 beträgt, ist die Wirkung des Überzugs
schmelzmittels als Schutzhülle nicht ausreichend, um den
Lichtbogen zu stabilisieren, und ferner neigt die Elektrode
dazu, schnell verbrannt zu werden. Auf der anderen Seite ist,
wenn das Überzugsverhältnis mehr als 0,19 beträgt, die Ver
dichtung des Lichtbogens verringert, und dies macht es schwie
rig, Durchgangswülste bzw. -nähte zu bilden. Darüber hinaus
wird der Lichtbogen beim Schweißen der zweiten Schicht und da
nach geschwächt, und, was die Sache noch schlimmer macht, die
Menge an Klumpen wird erhöht. Demgemäß ist das Überzugsver
hältnis auf einen Bereich von 0,10 bis 0,19 festgelegt.
Was den Kerndraht betrifft, so kann ein Weichstahl-Kerndraht
oder ein Kerndraht aus schwachlegiertem Stahl verwendet wer
den. Es ist unnötig zu erwähnen, daß keine Limitierung hin
sichtlich der Komponenten und Zusammensetzung dieser Stähle
existiert.
Die mit hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode vorlie
gender Erfindung kann zum Schweißen verschiedener Arten von
Stählen angewandt werden. Die erfindungsgemäße Elektrode ist
insbesondere geeignet zum Gürtelschweißen von Stahlrohren und
kann eine bemerkenswerte Wirkung ausüben zum Schutz bevorzug
ter Korrosion auf eine Gürtelschweißzone von Stahlrohren, ent
haltend 2,00% oder weniger Cu, 2,00% oder weniger Ni, 1,00%
oder weniger Mo, 1,00% oder weniger von anderen Legierungs
elementen als Cu, Ni, Mo und Mn und einen aus Eisen und unver
meidbaren Verunreinigungen bestehenden Rest.
Die Schweißbedingungen der Erfindung sind wegen folgender
Gründe begrenzt.
Im Hinblick auf die Effizienz des Schweißens sowie Verarbeit
barkeit des Gürtelschweißens von Rohren ist der Elektroden
durchmesser auf einen Bereich von 3,2 bis 4,8 mm spezifiziert,
obgleich das Schweißen unter Verwendung einer Elektrode mit
einem anderen Durchmesser als in diesem Bereich angegeben
durchgeführt werden kann.
Die DCEP (Gleichstrom-Positivelektrode) ist zu verwenden, wie
sie üblicherweise verwendet wird, wenn eine Hochcellulosetyp-
Schweißelektrode angewandt wird.
Die im allgemeinen verwendeten Bedingungen hinsichtlich
Schweißstrom und Schweißgeschwindigkeit sollte in Übereinstim
mung mit einer Fugenform, der Schweißposition und dem Elektro
dendurchmesser angewandt werden.
Da ein Gürtelschweißen von Rohren erfolgen soll, ist das
Schweißen in allen Positionen auszuführen. Im Falle eines
Schrägschweißens ist ein Abwärtsschweißen auszuführen.
Beispiele vorliegender Erfindung werden nachfolgend im Ver
gleich zu Vergleichsbeispielen näher dargelegt.
Tabelle 1 zeigt chemische Zusammensetzungen (Gew.-%) von
Test-Grundwerkstoffen. Jeder der in Tabelle 1 gezeigten Stähle
A bis D wurde in ein geschweißtes Stahlrohr mit 96,52 cm Au
ßendurchmesser und 12 m Länge geformt. Alle geschweißten
Stahlrohre wurden durch manuelles Lichtbogenschweißen
gürtelgeschweißt, und die so hergestellten Rohre wurden Mes
sungen auf Festigkeit und Beständigkeit des Schweißgutes und
selektiver Korrosionsrate in Meerwasserumgebung (mit Durch
blasen von CO2) unterzogen.
Die Tabelle 2 zeigt die chemische Zusammensetzung und die
Schweißbedingungen, und Tabelle 4 zeigt die selektive Korro
sionsrate, die Festigkeit, die Beständigkeit und das Auftreten
von Rissen in Bezug auf jedes Schweißgut. In der Tabelle 2 ha
ben die Schweißelektroden E1 bis E13 entsprechende Zusammen
setzungen und Überzugsverhältnisse usw., die in Tabelle 3 ge
zeigt sind. Die Festigkeit YS wurde unter Verwendung einer ge
mäß JIS Z2201 Nr. 3 (6 mm Durchmesser) spezifizierten Probe
untersucht, während die Beständigkeit auf der Basis der Ab
sorptionsenergie bei 0°C unter Verwendung einer gemäß JIS
23128 Nr. 4 spezifizierten Probe untersucht wurde. Das Auftre
ten von Schweißrissen wurde untersucht durch das Beobachten
von fünf Querschnitten des Rohres nach dem Schweißen. Zur Mes
sung der selektiven Korrosionsrate wurde ein Stahlrohr von 50
cm Länge mit einer Gürtelschweißzone verwendet. D.h., das
Stahlrohr wurde mit synthetischem Meerwasser gefüllt, in wel
ches CO2-Gas geblasen wurde. Danach wurde die Differenz der
Wanddicke zwischen dem Grundwerkstoff- und dem Schweißgutteil
gemessen, um die selektive Korrosionsrate zu bestimmen.
Wie in den Tabellen 2 und 4 gezeigt, wurden im Bezug auf alle
Beispiele von Gürtelschweißzonen, in denen die chemische Zu
sammensetzung des Schweißgutes dem Umfang der Patentansprüche
genügt, die folgenden Tatsachen bestätigt. D.h., alle sind
ausgezeichnet im Bezug auf Streckfestigkeit (350 N/mm2 oder
mehr) und Beständigkeit (50 J oder mehr) und weisen ein ausge
zeichnetes selektives Korrosionsverhalten (erscheinend durch 0 mm/y
in der Spalte "selektive Korrosionsrate" der Tabelle 4,
welches anzeigt, daß kein Schweißgutanteil selektiv korrodiert
wird), geringe Härte (nicht höher als Hv 300) sowie ausge
zeichneten Rißwiderstand auf. Als Ergebnis wurde bestätigt,
daß diese Gürtelschweißzonen ausgezeichnet sind.
Wie oben näher erläutert, werden die chemischen Komponenten
des Schweißgutanteils gemäß vorliegender Erfindung durch den
Grundwerkstoff, das Schweißmaterial und das Schweißverfahren
eingestellt. Deshalb ist es, sogar in einem Fall, in dem die
Gürtelschweißzone einer korrodierenden Umgebung ausgesetzt
wird, welche bevorzugte Korrosion verursacht, wie eine CO2
enthaltende Meerwasserumgebung möglich, einen
Gürtelschweißgutanteil zur Verfügung zu stellen, welcher eine
geeignete Festigkeit und eine hohe Beständigkeit aufweist, und
welcher ausgezeichnet ist in Bezug auf Schweißrißwiderstand
und Widerstand gegen bevorzugte Korrosion, indem die Differenz
des Mo-Gehalts zwischen dem Grundwerkstoff- und dem Schweiß
gutanteil wie oben angezeigt spezifiziert wird.
Fünfzehn geschweißte Stahlrohre, von denen jedes einen Außen
durchmesser von 96,52 cm mit einer Länge von 12 m aufwiesen,
wurden aus einem Teststahl mit einer in Tabelle 5 gezeigten
Zusammensetzung hergestellt. Jedes Rohr wurde mit einer Hoch
cellulosetyp-Schweißelektrode mit einer Zusammensetzung gemäß
Tabelle 6 gürtelgeschweißt. Beim Schweißen wurden Schweißstäbe
von 4,0 mm (für die ersten beiden Schichten) und 4,8 mm (für
die dritte bis zur letzten Schicht) Durchmesser verwendet, und
das Schweißen wurde mit einem Schweißstrom im Bereich von 100
bis 240 A bewirkt. Nach dem Schweißen wurde jedes Schweißgut
der so hergestellten Rohre auf Festigkeit, Beständigkeit,
Schweißrisse und selektive Korrosionsrate in Meerwasserumge
bung (mit Durchblasen von CO2) untersucht. Das Ergebnis ist in
Tabelle 7 gezeigt.
Die Streckfestigkeit wurde unter Verwendung eines gemäß JIS
Z2201 Nr. 3 (6 mm Durchmesser) spezifizierten Probe unter
sucht, während die Beständigkeit auf der Basis der Absorp
tionsenergie bei 0°C unter Verwendung einer gemäß JIS Z3128
Nr. 4 spezifizierten Probe untersucht wurde. Das Auftreten von
Schweißrissen wurde durch Beobachtung von 5 Querschnitten des
Rohres nach dem Schweißen bestimmt. Zur Messung der selektiven
Korrosionsrate wurde ein Stahlrohr von 50 cm Länge mit einer
Gürtelschweißzone verwendet. D.h., das Stahlrohr wurde mit
synthetischem Meerwasser gefüllt, in welches CO2-Gas geblasen
wurde. Danach wurde die Differenz der Wanddicke zwischen dem
Grundwerkstoff- und dem Schweißgutteil gemessen, um die selek
tive Korrosionsrate zu bestimmen.
Ein Schweißgutteil, welches nicht selektiv korrodiert wurde,
wird durch 0,0 mm/y in der Spalte "selektive Korrosionsrate"
dargestellt.
Wie vorstehend im Detail beschrieben, ist es möglich, wenn ein
Schweißen mit einer erfindungsgemäßen Hochcellulosetyp-
Schweißelektrode ausgeführt wird, ein Schweißgutteil zu erhal
ten, welches eine geeignete Festigkeit und eine hohe Bestän
digkeit aufweist, und welches ausgezeichnet ist in Bezug auf
Schweißrißwiderstand und Widerstand gegen bevorzugte Korro
sion. Insbesondere ist es möglich, ein Gürtelschweißgutteil zu
erhalten, welches im Verhältnis zum Grundwerkstoff wider
standsfähig ist, selektiv korrodiert zu werden, und welches
deshalb zum Schweißen von Rohrleitungen für den Transport von
korrodierendem Erdöl und Erdgas geeignet ist.
Claims (7)
1. Gürtelschweißverfahren für ein Rohr, umfassend die
Schritte:
- - Schweißen eines Grundwerkstoffs, welcher, in Gew.-% 0,03 bis 0,15% C, 0,05 bis 0,50% Si, 0,50% bis 2,00% Mn und 0,005 bis 0,10 -% Al und Fe und unvermeidbare Verunreini gungen als Rest enthält,
- - Verwenden einer mit hohem Celluloseanteil beschichtete Lichtbogenschweißelektrode mit einem Kerndraht aus einem Weichstahl oder schwachlegiertem Stahl und einem Überzugs schmelzmittel, welches hergestellt wurde durch Kneten eines Überzugsschmelzmittel-Ausgangsmaterials, welches Cellulose mit einem Bindemittel enthält, und Auftragen auf die Umfangsober fläche des Kerndrahts, wobei das Überzugsschmelzmittel, bezo gen auf die Gesamtmenge des Überzugsschmelzmittels, 0,1 bis 7,0% MgO, 7 bis 25% Eisenoxide (in FeO-Äquivalenten), S bis 19% TiO2, 10 bis 30% SiO2 und 5 bis 27% Mn enthält, der Kerndraht und/oder das Überzugsschmelzmittel, bezogen auf die Gesamtmenge der Schweißelektrode 0,06 bis 1,10 -00 Mo, enthält bzw. enthalten, und das Verhältnis des Gewichts des Überzugs schmelzmittels zu dem Gewicht der Schweißelektrode 0,10 bis 0,19 beträgt,
unter der Schweißbedingung, daß der Kerndraht der Elek
trode einen Durchmesser von 3,2 bis 4,8 mm hat, der verwendete
Strom von der Art der DCEP (Gleichstrom-Positivelektrode) ist,
der Schweißstrom im Bereich von 90 bis 240 A liegt, die
Schweißgeschwindigkeit 100 bis 450 mm/min beträgt und das
Schweißen in allen Positionen als Abwärtsschweißen bewerkstel
ligt wird,
wodurch eine Schweißzone erzeugt wird, die zusammenge setzt ist aus einem Schweißgut, welches, in Gew.-% 0,05 bis 0,20% C, 0,05 bis 0,45% Si, 0,50 bis 2,00% Mn und 0,03 bis 1,05% Mo und Fe und unvermeidbare Verunreinigungen als Rest enthält, wobei das Schweißgut zusätzlich 0,15 bis 2,00% Cu + Ni und/oder 0,0005 bis 0,0050% B enthält,
wobei der Gehalt der Verunreinigungen begrenzt ist auf 0,030% oder weniger P, 0,030% oder weniger S, 0,10% oder weniger Al, 0,050% oder weniger N, 0,10% oder weniger Nb, 0,10% oder weniger V, 0,10% oder weniger Ti, 1,00% oder we niger Cr, 0,0025% oder weniger Ca, 0,10% oder weniger O und 0,05% oder weniger Zr,
und wobei das Schweißgut so eingestellt ist, daß die Dif ferenz zwischen dem Mo-Gehalt (Mo)1 im Schweißgut und dem Mo- Gehalt (Mo)2 im Grundwerkstoff, d. h. ΔMo (= (Mo)1-(Mo)2 0,03% oder mehr beträgt, und PCM 0,30% oder weniger beträgt, wobei PCM durch den folgenden Ausdruck definiert ist:
PCM =(C) + (Si)/30 + (Mn)/20 + (Cu)/20 + (Ni)/60 + (Cr)/20 + (Mo)/15 + (V)/10 + 5(B),
(hierbei bedeutet (M) einen Gehalt (in Gew.-%) einer Kom ponente M im Schweißgut).
wodurch eine Schweißzone erzeugt wird, die zusammenge setzt ist aus einem Schweißgut, welches, in Gew.-% 0,05 bis 0,20% C, 0,05 bis 0,45% Si, 0,50 bis 2,00% Mn und 0,03 bis 1,05% Mo und Fe und unvermeidbare Verunreinigungen als Rest enthält, wobei das Schweißgut zusätzlich 0,15 bis 2,00% Cu + Ni und/oder 0,0005 bis 0,0050% B enthält,
wobei der Gehalt der Verunreinigungen begrenzt ist auf 0,030% oder weniger P, 0,030% oder weniger S, 0,10% oder weniger Al, 0,050% oder weniger N, 0,10% oder weniger Nb, 0,10% oder weniger V, 0,10% oder weniger Ti, 1,00% oder we niger Cr, 0,0025% oder weniger Ca, 0,10% oder weniger O und 0,05% oder weniger Zr,
und wobei das Schweißgut so eingestellt ist, daß die Dif ferenz zwischen dem Mo-Gehalt (Mo)1 im Schweißgut und dem Mo- Gehalt (Mo)2 im Grundwerkstoff, d. h. ΔMo (= (Mo)1-(Mo)2 0,03% oder mehr beträgt, und PCM 0,30% oder weniger beträgt, wobei PCM durch den folgenden Ausdruck definiert ist:
PCM =(C) + (Si)/30 + (Mn)/20 + (Cu)/20 + (Ni)/60 + (Cr)/20 + (Mo)/15 + (V)/10 + 5(B),
(hierbei bedeutet (M) einen Gehalt (in Gew.-%) einer Kom ponente M im Schweißgut).
2. Gürtelschweißverfahren für ein Rohr gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Grundwerkstoff zusätzlich min
destens eine Komponente enthält, die aus der Gruppe 0,05 bis
2,0% Cu, 0,05 bis 2,0% Ni, 0,05 bis 2,0% Cr, 0,05 bis 1,0%
Mo, 0,005 bis 0,20% Nb, 0,005 bis 0,20% V, 0,005 bis 0,20%
Ti, 0,0005 bis 0,0020% B und 0,0005 bis 0,0050% Ca ausge
wählt ist.
3. Gürtelschweißverfahren für ein Rohr nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schweißgut zusätzlich 0,15
bis 2,00% Cu + Ni und/oder 0,0005 bis 0,0050% B enthält.
4. Mit hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode, um
fassend:
einen Kerndraht aus Weichstahl oder schwachlegiertem Stahl und ein Überzugsschmelzmittel, welches hergestellt wurde durch Kneten eines Überzugsschmelzmittel-Ausgangsmaterials, welches Cellulose mit einem Bindemittel enthält, und Auftra gen auf die Umfangsoberfläche des Kerndrahts, wobei das Über zugsschmelzmittel, bezogen auf die Gesamtmenge des Über zugsschmelzmittels 0,1 bis 7,0% MgO, 7 bis 25% Eisenoxide (in FeO-Äquivalenten), 8 bis 19% TiO2, 10 bis 30% SiO2 und 5 bis 27% Mn enthält, und der Kerndraht und/oder das Überzugs schmelzmittel, bezogen auf die Gesamtmenge der Schweißelek trode, 0,06 bis 1,10% Mo enthält, und das Verhältnis des Ge wichts des Überzugsschmelzmittels zu dem Gewicht der Schweiß elektrode 0,10 bis 0,19 beträgt.
einen Kerndraht aus Weichstahl oder schwachlegiertem Stahl und ein Überzugsschmelzmittel, welches hergestellt wurde durch Kneten eines Überzugsschmelzmittel-Ausgangsmaterials, welches Cellulose mit einem Bindemittel enthält, und Auftra gen auf die Umfangsoberfläche des Kerndrahts, wobei das Über zugsschmelzmittel, bezogen auf die Gesamtmenge des Über zugsschmelzmittels 0,1 bis 7,0% MgO, 7 bis 25% Eisenoxide (in FeO-Äquivalenten), 8 bis 19% TiO2, 10 bis 30% SiO2 und 5 bis 27% Mn enthält, und der Kerndraht und/oder das Überzugs schmelzmittel, bezogen auf die Gesamtmenge der Schweißelek trode, 0,06 bis 1,10% Mo enthält, und das Verhältnis des Ge wichts des Überzugsschmelzmittels zu dem Gewicht der Schweiß elektrode 0,10 bis 0,19 beträgt.
5. Mit hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode gemäß
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kerndraht und/oder
das Überzugsschmelzmittel zusätzlich, bezogen auf die Gesamt
menge der Schweißelektrode, 0,30 bis 2,00% Cu + Ni enthält
und/oder das Überzugsschmelzmittel zusätzlich, bezogen auf die
Gesamtmenge des Überzugsschmelzmittels, 0,05 bis 0,5% B ent
hält.
6. Mit hohem Celluloseanteil beschichtete Elektrode gemäß
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mo-Gehalt um 0,06%
oder mehr höher ist als der Mo-Gehalt des zu schweißenden
Grundwerkstoffs.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: B23K 35/30 |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |