DE4225113C2 - Vorrichtung zur Überwachung einer laufenden Warenbahn - Google Patents
Vorrichtung zur Überwachung einer laufenden WarenbahnInfo
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Description
Gegenstand des Patents ist eine Vorrichtung zur
Überwachung einer laufenden Warenbahn, bestehend aus einem
die zu überwachenden Eigenschaften der Warenbahn
detektierenden und ein analoges elektrisches
Detektionssignal liefernden Sensor, aus einer dem Sensor
nachgeschalteten Schaltungsanordnung zur Verarbeitung des
Detektionssignals, ferner aus einem zwischen dem
Signalausgang des Sensors und dem Signaleingang eines
Analog/Digital-Signalwandlers als Tiefpaßfilter
eingeschalteten, durch eine Kondensatorumschaltfrequenz
schaltergesteuerten Kondensatorfilter (Switched Capacitor
Filter), wobei die Kondensatorumschaltfrequenz (f0) die
obere Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters bestimmt und so auf
die Abtastfrequenz (f1) des Analog/Digital-Signalwandlers
abgestimmt ist, daß die obere Grenzfrequenz des
Tiefpaßfilters in einem festen Verhältnis zur
Abtastfrequenz steht und höchstens gleich der Hälfte der
Abtastfrequenz ist, und aus einem mit der laufenden
Warenbahn gekoppelten Inkrementalgeber, dessen von der
Geschwindigkeit der Warenbahn abhängiges Ausgangssignal
sowohl die Abtastfrequenz (f1) des
Analog/Digital-Signalwandlers als auch die
Kondensatorumschaltfrequenz (f0) des Tiefpaßfilters in
Abhängigkeit von der Warenbahngeschwindigkeit steuert.
Aus der EP 0 448 988 A1 ist es bekannt, mit einem Sensor
die zu überwachenden Eigenschaften einer laufenden
Warenbahn zu detektieren. Dieser Sensor liefert ein
analoges elektrisches Detektionssignal, das in einer dem
Sensor nachgeschalteten Schaltungsanordnung ebenfalls
analog verarbeitet wird.
Soll statt dessen die Signalverarbeitung digital
stattfinden, bedarf es eines
Analog/Digital-Signalwandlers, in dem das Analogsignal zu
aufeinander folgenden Zeitpunkten abgetastet und der
jeweils abgetastete Signalwert digitalisiert wird. Aus der
US-Patentschrift 5 134 401 ist eine dafür geeignete
Schaltungsanordnung bekannt, bei der ein analoges Signal
durch einen Switched Capacitor Filter mit einer variablen
Abtastrate in ein digitales Signal umgewandelt wird. Die
so nach Maßgabe der Abtastfrequenz erhaltene Folge von
Digitalwerten wird dann der weiteren Signalverarbeitung
unterworfen.
Bei einer Analog/Digital-Signalwandlung muß die
Abtastfrequenz mindestens doppelt so hoch sein wie die im
Analogsignal enthaltenen höchsten Signalfrequenzen, damit
keine gravierenden Signalverfälschungen durch die
Signalwandlung auftreten können. Diese Bedingung wird mit
Hilfe eines sog. anti-aliasing-Filter erreicht, der einen
Tiefpaßfilter mit einer solchen oberen Grenzfrequenz
bildet, daß alle Signalfrequenzen höher als die halbe
Abtastfrequenz ausgefiltert und unterdrückt werden. Eine
derartige Filteranordnung ist beispielsweise aus der EP 0
178 057 B1 für ein Speicheroszilloskop bekannt. Die
Kippfrequenz des Oszilloskops kann in fest vorgegebenen
Frequenzstufen umgeschaltet werden. Dabei wird
entsprechend auch die Abtastfrequenz umgeschaltet, so daß
unabhängig von der Kippfrequenz immer dieselbe Anzahl von
Abtastpunkten über die Breite des Bildschirms erhalten
wird. Die Filteranordnung umfaßt außer mehreren analogen
Tiefpaßfiltern mit jeweils fester oberer Grenzfrequenz
auch einen digitalen Tiefpaßfilter mit elektrisch
steuerbarer Bandbreite. Gleichzeitig mit der Kippfrequenz
und der Abtastfrequenz werden auch diese Filter
umgeschaltet, wobei die Grenzfrequenz des jeweils
eingeschalteten Filters gleich der Hälfte der jeweils
eingeschalteten Abtastfrequenz ist. - Eine solche
Filteranordnung ist offensichtlich ungeeignet für Fälle,
in denen sich die Abtastfrequenz kontinuierlich ändern
kann.
Ausgehend von diesem Stand der Technik löst der eingangs
beschriebene Gegenstand des Patents die der Erfindung
zugrunde liegende Aufgabe, bei einer Vorrichtung zur
Überwachung einer laufenden Warenbahn die
Schaltungsanordnung zur Verarbeitung des Detektionssignals
so auszubilden, daß die für eine digitale
Signalverarbeitung erforderliche Analog/Digital-Wandlung
des Detektionssignals derart in Abhängigkeit von der
Geschwindigkeit der laufenden Warenbahn erfolgt, daß der
Zeitpunkt der Signalabtastung mit dem jeweils von der
Warenbahn zurückgelegten Weg gekoppelt ist.
Durch die Erfindung wird der Vorteil erreicht, daß über
den Inkrementalgeber die Abtastfrequenz direkt mit der
Warenbahngeschwindigkeit gekoppelt, also um so größer ist,
je schneller die Warenbahn läuft. Verfälschungen der
Signalwandlung können dabei aber nicht auftreten, weil die
obere Grenzfrequenz des als anti-aliasing-Filter dienenden
Tiefpaßfilters in gleicher Weise wie die Abtastfrequenz
durch den Inkrementalgeber nachgestellt wird. Der dazu-im
Rahmen der Erfindung zum Einsatz kommende
schaltergesteuerte Kondensatorfilter (Switched Capacitor
Filter) ist in verschiedenen geeigneten Ausführungsformen
an sich bekannt und z. B. in der Firmendruckschrift der
National Semiconductor Corporation "MF4 4th Order
Switched Capacitor Butterworth Lowpass Filter", Seiten
1-13 bis 1-25 ausführlich beschrieben, so daß sich dazu
hier weitere Ausführungen erübrigen. Bei diesen Filtern
ist die obere Grenzfrequenz (Cutt-Off-Frequency) von der
Kondensatorumschaltfrequenz abhängig, was nach der
Erfindung dazu genutzt wird, die
Kondensatorumschaltfrequenz aus dem Ausgangssignal des
Inkrementalgebers abzuleiten und dadurch auf überraschend
einfache Weise eine kontinuierliche Nachstellung der
Filtergrenzfrequenz in Abhängigkeit von der
Bahngeschwindigkeit und Abtastfrequenz zu verwirklichen.
Eine wegen ihrer Einfachheit besonders bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangssignal des Inkrementalgebers aus einer
Impuls folge mit von der Warenbahngeschwindigkeit
abhängiger Impulsfrequenz besteht und diese Impulsfrequenz
über einen Frequenz/Frequenz-Wandler zur
Kondensatorumschaltfrequenz des Tiefpaßfilters aufbereitet
wird. Die Impulsfrequenz der vom Inkrementalgeber als
Ausgangssignal gelieferten Impuls folge ist dann
zweckmäßigerweise gleich der Abtastfrequenz des
Analog/Digital-Signalwandlers.
Im folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert; die
einzige Figur zeigt ein Schemaschaltbild einer
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung.
Die in der Zeichnung dargestellte Schaltungsanordnung
dient bei einer ihrerseits nicht gezeichneten Vorrichtung
zur Überwachung einer laufenden Warenbahn der
Signalverarbeitung eines Detektionssignals, das ein die zu
überwachenden Eigenschaften der Warenbahn detektierender
Sensor 1 liefert. Das Ausgangssignal des Sensors ist ein
elektrisches Analogsignal. Um das Detektionssignal auf
digitalem Wege weiter verarbeiten zu können, ist ein
Analog/Digital-Signalwandler 2 und zwischen dessen
Signaleingang 2′ und dem Signalausgang 1′ des Sensors 1
ein anti-aliasing-Filter 3 eingeschaltet. Dieser
anti-aliasing-Filter 3 ist ein Tiefpaßfilter, dessen obere
Grenzfrequenz höchstens gleich der halben Abtastfrequenz
des Analog/Digital-Signalwandlers 2 ist. Der
Tiefpaßfilter 3 besteht aus einem schaltergesteuerten
Kondensatorfilter (Switched Capacitor Filter), der durch
eine Kondensatorumschaltfrequenz f0 gesteuert wird, die
mit ihrem Frequenzwert die obere Grenzfrequenz des
Filters 3 bestimmt und im übrigen so auf die
Abtastfrequenz f1 des Analog/Digital-Signalwandlers 2
abgestimmt ist, daß die obere Grenzfrequenz des
Tiefpaßfilters 3 in einem festen Verhältnis zur
Abtastfrequenz f1 steht, nämlich höchstens gleich der
Hälfte der Abtastfrequenz ist. Außerdem ist ein mit der
laufenden Warenbahn gekoppelter Inkrementalgeber 4
vorgesehen, der nach jedem von der Warenbahn
durchlaufenen, in seiner Größe vorgebbaren Wegabschnitt am
Signalausgang 4′ einen Ausgangsimpuls erzeugt, so daß das
Ausgangssignal des Inkrementalgebers 4 aus einer Folge von
Signalimpulsen besteht, deren Impulsfrequenz unmittelbar
von der Geschwindigkeit der Warenbahn abhängt. Diese
Impulsfrequenz wird einerseits über einen
Frequenz/Frequenz-Wandler 5 zur
Kondensatorumschaltfrequenz f0 des Tiefpaßfilters 3
aufbereitet und bildet andererseits die Abtastfrequenz f1
des Analog/Digital-Signalwandlers 2, so daß sich in
gleicher Weise wie die Impulsfrequenz des
Inkrementalgebers auch die Kondensatorumschaltfrequenz f0
des Tiefpaßfilters 3 und die Abtastfrequenz f1 des
Analog/Digital-Signalwandlers 2 ändern. Im Ergebnis
beträgt die obere Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters 3 immer
höchstens die Hälfte der Abtastfrequenz f1, unabhängig
davon, wie schnell die Warenbahn läuft und wie hoch in
Abhängigkeit von der Bahngeschwindigkeit die
Abtastfrequenz f1 ist. Fehler in der
Analog/Digital-Signalwandlung sind daher mit Sicherheit
ausgeschlossen.
Im einzelnen kann die Vorrichtung zur Überwachung der
Warenbahn beispielsweise zum Lesen von Codierungen auf der
Warenbahn dienen und im wesentlichen der in der älteren
Patentanmeldung P 41 25 462.7 beschriebenen Vorrichtung
entsprechen. Dabei kann der Sensor 1 eine handelsübliche
Differentialfeldplatte sein, die einen vorbeilaufenden
metallischen Signalfaden detektiert, der sich auf der
Warenbahn befindet. Selbstverständlich können im Rahmen
der Erfindung aber auch alle anderen, für die
Lageerkennung von Kanten, Linien oder Codierungen an
laufenden Warenbahnen geeigneten Sensoren zur Anwendung
kommen, insbesondere optische, kapazitive, induktive oder
Ultraschall-Sensoren. Der Inkrementalgeber 4 ist
üblicherweise ein in vielfachen Ausführungen bekannter
Drehgeber. Er tastet mit einem Laufrad die
Warenbahnbewegung ab und gibt ein Rechtecksignal
proportional dem zurückgelegten Weg. In einem praktischen
Fall ergaben die Maße einer als Sensor 1 benutzten
Differentialfeldplatte bei linienförmigem Signalfaden eine
Periodenlänge von 2,65 mm. Bei Warenbahngeschwindigkeiten
v zwischen 0 und 200 m/min = 3333 mm/s ergibt dies einen
Bereich der Signalfrequenz zwischen f = 0 und f = (3333
mm/sec)/(2.65 mm) = 1 257.7 Hz. Bei einer auf den
Warenbahnweg nominierten Abtastung von 1 mal pro 1 mm
ergibt sich eine Abtastfrequenz zwischen f1 = 0 und f1 =
3333 Hz. Daher muß die Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters 3
zwischen 0 und (3333 Hz)/2 = 1 666.5 Hz verändert werden.
Als Tiefpaßfilter 4 dient ein Switched Capacitor Lowpass
Filter des Types MF4-100 der National Semiconductor
Corporation, bei dem die Kondensatorumschaltfrequenz
(Clockfrequenz) f0 um den Faktor 100 höher liegen muß als
die gewünschte Grenzfrequenz (Cut-off Frequenz), also
zwischen f0 = 0 und 166.6 kHz. Der
Frequenz/Frequenz-Wandler 5 muß somit die Impulsfrequenz
des Inkrementalgebers 4 proportional mit dem
Proportionalitätsfaktor 200, nämlich (166.6 kHz)/3333 Hz),
in die Kondensatorumschaltfrequenz Umsetzen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Überwachung einer laufenden Warenbahn,
bestehend aus einem die zu überwachenden Eigenschaften
der Warenbahn detektierenden und ein analoges
elektrisches Detektionssignal liefernden Sensor (1),
aus einer dem Sensor nachgeschalteten
Schaltungsanordnung zur Verarbeitung des
Detektionssignals, ferner aus einem zwischen dem
Signalausgang (1′) des Sensors (1) und dem
Signaleingang′ (2′) eines
Analog/Digital-Signalwandlers (2) als
Tiefpaßfilter (3) eingeschalteten, durch eine
Kondensatorumschaltfrequenz (f0) schaltergesteuerten
Kondensatorfilter (Switched Capacitor Filter), wobei
die Kondensatorumschaltfrequenz (f0) die obere
Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters (3) bestimmt und so
auf die Abtastfrequenz (f1) des
Analog/Digital-Signalwandlers (2) abgestimmt ist, daß
die obere Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters (3) in
einem festen Verhältnis zur Abtastfrequenz (f1) steht
und höchstens gleich der Hälfte der Abtastfrequenz
ist, und aus einem mit der laufenden Warenbahn
gekoppelten Inkrementalgeber (4), dessen von der
Geschwindigkeit der Warenbahn abhängiges
Ausgangssignal sowohl die Abtastfrequenz (f1) des
Analog/Digital-Signalwandlers (2) als auch die
Kondensatorumschaltfrequenz (f0) des
Tiefpaßfilters (3) in Abhängigkeit von der
Warenbahngeschwindigkeit steuert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangssignal des Inkrementalgebers (4) aus
einer Impulsfolge mit von der Warenbahngeschwindigkeit
abhängiger Impulsfrequenz besteht und diese
Impulsfrequenz über einen Frequenz/Frequenz-Wandler
zur Kondensatorumschaltfrequenz des Tiefpaßfilters
aufbereitet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Impulsfrequenz der vom Inkrementalgeber (4)
als Ausgangssignal gelieferten Impuls folge gleich der
Abtastfrequenz (f1) des
Analog/Digital-Signalwandlers (2) ist.
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-
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