DE4219552A1 - Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil mit einstellbarer, druckunabhängiger Schließzeit - Google Patents
Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil mit einstellbarer, druckunabhängiger SchließzeitInfo
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- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- F15B13/02—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors
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Description
Die Erfindung betrifft ein vorgesteuertes Zwei-Wegeventil mit
einem vom Druck in der zu überwachenden Druckleitung in Öff
nungrichtung beaufschlagten Hauptventilkolben der in Schließ
richtung von der Kraft einer Feder und von dem Druck in einem
rückwärtigen Steuerraum belastet wird, mit einem 3/2-Wege-Vor
steuerventil, dem ein Steuerdruck von einer ersten Steuerleitung
über eine Blende zugeführt wird und das über eine zweite Steuer
leitung den Druck im Steuerraum steuert.
Dabei wird die Schließzeit des Hauptventilkolbens im wesentli
chen durch den Durchmesser der Blende, die Kraft der Feder und
die Größe des Volumens des Entlastungsraumes beeinflußt. Eine
Veränderung der Schließzeit ist durch eine Veränderung dieser
Größen möglich. In allen Fällen ist die Schließzeit aber von der
Größe des Steuerdrucks abhängig, der ein von außen zugeführter
oder ein aus der zu überwachenden Druckleitung abgezweigter
Druck sein kann.
Nach der DE-AS 17 75 178 wird eine Veränderung der Öffnungs- und
Schließzeit durch zwei zum Entlastungsraum führende, mit je ei
ner Drossel versehene Verbindungsleitungen angestrebt. Auch hier
besteht die Abhängigkeit vom Steuerdruck.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein solches
Druckbegrenzungsventil zu verwirklichen, bei dem die Einstellung
der Schließzeit vom Steuerdruck unabhängig ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß in die
erste Steuerleitung vor der Blende und in die zweite Steuer
leitung eine in der Ausgangsstellung geschlossene hydraulische
Druckwaage eingeschaltet ist.
Die Druckwaage bildet so zusammen mit der Blende einen 2-Wege-
Stromregler, so daß der dem Steuerraum zugeführte Volumenstrom
in der Zeiteinheit und die Schließzeit des Hauptventilkolbens
bei einem bestimmten Durchmesser der Blende und des Kolbens der
Druckwaage und einer bestimmten Vorspannkraft der den Kolben der
Druckwaagebeaufschlagenden Feder konstant und unabhängig von
der Höhe des Steuerdrucks bleibt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen.
An Hand der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
und ein vorausgesetzter Stand der Technik beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer
externen Steuerung,
Fig. 2 dasselbe Ausführungsbeispiel mit interner Steuerung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 1,
Fig. 4 eine schematische Darstellung des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 2,
Fig. 5 ein gegenüber der Fig. 1 abgeändertes Ausführungsbei
spiel,
Fig. 6 ein in gleicher Weise gegenüber der Fig. 2 abgeändertes
Ausführungsbeipiel,
Fig. 7 ein vorgesteuertes 2-Wege-Einbauventil gemäß dem Stand
der Technik mit externer Steuerung,
Fig. 8 ein vorgesteuertes 2-Wege-Einbauventil gemäß dem Stand
der Technik, wie Fig. 7, mit interner Steuerung.
Zum Verständnis der Erfindung wird zunächst der Stand der Tech
nik nach den Fig. 7 und 8 erläutert.
In den beiden Fällen der Fig. 7 und 8 ist in einer Hauptleitung
A, ein 2-Wege-Einbauventil 100 angeordnet, bestehend aus einem
Einbau- oder Hauptventilkolben 1, der mit einer Dichtung 5 in
einem Gehäuse 2 angeordnet ist und ferner aufweisend einen an
den Einbauventilkolben 1 anschließenden Federraum 3 und eine den
Ventilkolben 1 in Schließrichtung beaufschlagende Feder 4. Der
Ventilkolben 1 weist an seiner der Hauptleitung A zugewandten
Stirnseite eine Druckfläche 6a auf, die in der geschlossenen
Stellung dem Druck pA ausgesetzt ist, und daran anschließend
eine ringförmige Druckfläche (Ringfläche) 6b, die in der
Schließstellung dem Druck pB in der Hauptleitung B ausgesetzt
ist. Je nach Anwendungsfall können die Hauptleitungen A und B
des Zwei-Wegeventils 100 von A nach B oder B nach A durchströmt
werden.
Eine Steuerleitung 7 führt vom Federraum 3 zu einem Vorsteuer
ventil 21, das vorzugsweise als 3/2-Wege-Sitzventil ausgebildet
ist und die Anschlüsse A zur Steuerleitung 7 und P zur Steuer
leitung 11 mit der Blende 12 besitzt. Diese führt bei externer
Steuerung (Fig. 7) das Steuerdruckmittel von einer äußeren
Druckquelle oder bei interner Steuerung (Fig. 8) jeweils von der
zu überwachenden Druckleitung A oder B zu. Der zugeführte Druck
hat den Wert px, der im Fall der internen Steuerung gleich pA
oder pB ist und im Falle der externen Steuerung px größer als pA
bzw. pB ist. Eine Rückleitung 9 führt vom Vorsteuerventil zum
Tank T.
Die Wirkungsweise dieser bekannten Anordnungen ist folgende:
In Ausgangsstellung ist der federseitige Raum 3 des Einbau
ventilkolbens 1 über die geöffnete Verbindung A-T des Vorsteu
erventils 21 mit dem drucklosen Anschluß Y (T) verbunden. Der
Kolben 1 wird durch den in der Hauptleitung A anstehenden Druck
gegen die Feder 4 in Öffnungsrichtung verschoben, die Verbindung
A-B des 2-Wege-Einbauventils 100 ist geöffnet.
Durch Schalten des Wege-Sitzventiles 21 werden dessen Anschlüsse
A-T gesperrt und A-P geöffnet. Über die geöffnete Verbindung
A-P ist die Steuerleitung 7 mit Steuerleitung 11 verbunden,
der Steuerraum 3 des Einbauventilkolbens 1 wird mit Volumenstrom
versorgt (bei Fremdversorgung ist px < pA, bei Eigenversorgung
px = pA.
Wenn der Druckausgleich zwischen den beiden einander gegenüber
liegenden Stirnseiten des Kolbens 1 abgeschlossen ist, beginnt
die Feder 4 den Kolben 1 in Schließrichtung zu verschieben. Bei
externer Steuerung unterstützt der Druck px < pA zusätzlich die
Schließbewegung.
Bei interner Steuerung und einem Einbauventil 100 mit Flächen
differenz zwischen Sitz- und Kolbenfläche erfolgt die Schließbe
wegung mit konstanter Geschwindigkeit, bis die Fläche mit klei
nerem Durchmesser 6a die Verbindung A-B zu drosseln beginnt
und der auf die Stirnfläche wirkende Druck in A größer wird als
der auf die Ringfläche 6b wirkende Druck in B. Ab diesem Zeit
punkt wird der Kolben 1 durch die der Differenzfläche entspre
chende hydraulische Zusatzkraft beschleunigt in Schließrichtung
bewegt.
Bei Kolben ohne Flächendifferenz erfolgt die Schließbewegung im
gesamten Verlauf des Schließvorganges mit konstanter Geschwin
digkeit, da der Volumenstrom über die Düse 12 konstant bleibt:
Das Druckgefälle an der Düse 12 ist im Verlauf der Schließbe
wegung gleich der Federkraft der Feder 4 bezogen auf die druck
beauschlagte Kolbenfläche.
Je kleiner der Durchmesser der Düse 12 und je niedriger die Dif
ferenz px-pA (bei interner Steuerung je niedriger pA) desto
größer ist die Schließzeit, wobei ihr oberer Grenzwert durch den
kleinsten zulässigen Durchmesser der Blende 12 (Verstopfungsge
fahr) eingeschränkt wird.
Für einen gegebenen Durchmesser der Düse 12 wird die Schließzeit
zusätzlich durch die Vorspannkraft der Einbauventilfeder 4 und
die Größe des federseitigen Volumens beeinflußt. Größere
Schließzeiten können durch Vergrößern des Steuerraum-Volumens 3
(Anordnung eines Speichers in Leitung 7) erreicht werden. Da
durch wird jedoch im wesentlichen nur die Ausgleichszeit der
Drücke zwischen den beiden Kolbenstirnflächen vergrößert, die
eigentliche Schließzeit, gemessen vom Beginn bis Ende der
Schließbewegung des Kolbens 1 wird aufgrund der geringen Kompres
sibilität des Hydrauliköles nur unwesentlich beeinflußt.
Bei all diesen Maßnahmen zur Beinflußung der Schließzeit bleibt
eine Abhängigkeit vom Druckniveau erhalten:
- - bei externer Steuerung von der Druckhöhe des Steuerdruckes und der Druckdifferenz <px-pA).
- - Bei interner Steuerung von der Druckhöhe des Eingangsdruckes pA.
DE-AS 17 75 178 beschreibt die Festlegung der Schließzeit eines
Hauptventil-Kolbens analog zum 2-Wege-Einbauventilkolben 1 durch
die Anordnung einer einstellbaren Drossel an einer Stelle der
Verbindungsleitung zwischen der Zulaufleitung zum Hauptventil
kolben und dessen federseitigem Steuerraum.
Auch hier besteht eine grundsätzliche Abhängigkeit der Schließ
zeit von der Druckhöhe in der Zulaufleitung.
In Fig. 1 und 2 wird ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfin
dung dargestellt. Dabei entsprechen die Bezugsziffern überein
stimmender Teile denen in den Fig. 7 und 8.
Das Wesen der Erfindung besteht in der Anordnung einer Druck
waage 22. Dadurch kann die Versorgung des Federraums 3 mit Steu
erdruckmittel im gesamten Verlauf der Schließbewegung über die
Druckwaage 22 und die nachgeschaltete austauschbare oder ein
stellbare Blende 12 erfolgen, wobei die Druckwaage 22 in Aus
gangsstellung geschlossen ist. Die Druckwaage 22 bildet zusammen
mit der Blende 12 einen 2-Wege-Stromregler, der den dem Entla
stungraum 3 zugeführten Steuer-Volumenstrom während der gesamten
Schließbewegung des Hauptventilkolbens 1 des Einbauventils dar
stellt, konstant hält. Die Schließzeit ist gegeben durch einen
bestimmten Durchmesser der Blende 12, den Kolbendurchmesser 13
und die Vorspannkraft der Feder 14 und ist unabhängig von der
Höhe des Steuerdrucks px. Dabei ist, wie die Fig. 1 und 2 zei
gen, diese Anordnung und Wirkungsweise sowohl bei externer (Fig.
1) als auch bei interner Steueng (Fig. 2) verwendbar.
Die Druckwaage 22 ist wie folgt aufgebaut: In dem Gehäuse 23 be
findet sich der Kolben 13, der in der Öffnungsrichtung (in der
Zeichnung nach links) unter dem Druck einer Feder 14 und unter
dem von dem Vorsteuerventil 21 gesteuerten Druck in der Feder
kammer 15 steht. Das Vorsteuerventil 21 ist über die Steuerlei
tung 8 und den Anschluß A1 an die Federkammer 15 angeschlossen,
die andererseits über den Anschluß A2 und die Steuerleitung 7
mit dem Steuerraum 3 in Verbindung steht.
In der Gegenrichtung steht der Kolben 13 unter dem Druck an der
gegenüberliegenden Stirnseite, der von der Steuerleitung 11
über den Anschluß P2 kommend über eine Ringkammer 24 im Gehäuse
23, gesteuert durch Steuerkanten 16 am Kolben 13 und 17 an der
Ringkammer 24, über die Ringkammer 25 am Kolben, eine Quer
bohrung 18 und eine Längsbohrung 19 mit Dämpfungsblende 20 im
Kolben 13 an diese Stirnseite gelangt. Ein Anschluß P1 führt
über die Steuerleitung 10 und die Blende 12 zum Vorsteuerventil
21. Zwei Anschlüsse T1 und T2 stellen die Verbindung der Rück
leitung 9 mit dem Tank T her.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Anordnung nach Fig. 1
und 2 ist wie folgt:
In Ausgangsstellung (Schaltmagnet des 3/2-Wege-Sitzventiles 21
nichtbetätigt) ist dessen Verbindung P-A gesperrt und die Ver
bindung A-T geöffnet.
Der federseitige Steuerraum 3 des Einbauventiles ist über Steu
erleitung 7, Federraum 15 des Druckwaagekolbens 13, Steuerlei
tung 8 und die geöffnete Verbindung A-T des 3/2-Wege-Sitzven
tiles 21 mit der drucklosen Tankleitung 9 verbunden.
Der Druck in der Zulaufleitung A des Einbauventiles verschiebt
dessen Kolben 1 gegen die Feder 4 in Öffnungsrichtung, die Ver
bindung A-B des 2-Wege-Einbauventils ist geöffnet.
Der Steuerdruck wird über Steuerleitung 11 und den Anschluß
P2 dem Ringkanal 24 im Druckwaage-Gehäuse 23 zugeführt und ge
langt über den zwischen Steuerkante 17 des Druckwaage-Gehäuses
und Steuerkante 16 des Druckwaage-Kolbens gebildeten Steuer
querschnitt in den zwischen Gehäusebohrung und Kolbenhals gebil
deten Ringkanal 25 und von hier über den Anschluß P1 sowie Steu
erleitung 10 mit Blende 12 zum gesperrten Anschluß P des Vor
steuer-Wege-Sitzventiles 21.
Der Druck aus Ringkanal 25 wirkt gleichzeitig über die Quer
bohrung 18 im Kolbenhals des Kolbens 13 und dessen Axialbohrung
19 mit Blende 20 auf die dem Federraum 15 gegenüberliegende
Stirnseite des Kolbens 13.
Da der Federraum 15 des Kolbens 13 über Steuerleitung 8 und die
geöffnete Verbindung A-T des Wegesitzventiles 21 mit der
drucklosen Leitung 9 verbunden ist, und der Anschluß P am Vor
steuerventil 21 gesperrt ist, wird der Kolben 13 durch den auf
seine dem Federraum 15 gegenüberliegende Stirnseite wirkenden
Druck px in Schließrichtung gegen die Feder 14 verschoben, der
zwischen den Steuerkanten 16 und 17 gebildete Steuerquerschnitt
und somit die Verbindung P2-P1 wird gesperrt.
Die Druckwaage 22 ist somit in Ausgangsstellung bei geöffneter
Hauptverbindung A-B des 2-Wege-Einbauventiles geschlossen.
Beim Schalten des 3/2-Wege-Sitzventiles 21 durch Betätigen des
Magneten werden dessen Anschlüsse P-A verbunden und somit der
Anschluß P1 der Druckwaage 22 über die Steuerleitungen 10 u. 8
mit dem bei Beginn des Schaltvorganges noch drucklosen Federraum
15 des Kolbens 13 und über die Steuerleitung 7 mit dem Steuer
raum 3 des 2-Wege-Einbauventiles verbunden.
Die dem Federraum 15 gegenüberliegende Stirnseite des Druck
waage-Kolbens 13 wird über die axiale Kolbenbohrung 19 mit Dämp
fungsblende 20, die Querbohrung 18 und Ringkanal 25 zum Anschluß
P1 und von hier weiter über Blende 12, die geöffnete Verbindung
P-A des 3/2-Wege-Sitzventiles 21, Steuerleitung 8, Steuerraum
15 und von hier über Steuerleitung 7 zum Federraum 3 des Einbau
ventiles druckentlastet. Die Feder 14 verschiebt den Kolben 13
in Öffnungsrichtung, der Steuerquerschnitt zwischen den Steuer
kanten 16 und 17 wird geöffnet und der Steuer-Volumenstrom be
ginnt zum Federraum 3 des Einbauventil-Kolbens 1 zu fließen.
Das Druckgefälle an der jetzt durchströmten Blende 12 wird durch
die Druckwaage 22 entsprechend dem Verhältnis aus Kraft der Fe
der 14 zu der druckbeaufschlagten Querschnittsfläche des Kolbens
13 im gesamten Verlauf des Druckausgleiches zwischen den beiden
einander gegenüberliegenden Stirnflächen des Einbauventil-Kol
bens 1 und der unmittelbar darauffolgenden Schließbewegung des
Einbauventil-Kolbens 1 konstant gehalten.
Bei Beendigung des Schließvorganges wird der Einbauventilkolben
1 durch den Steuerdruck px auf seinem Sitz in Buchse 2 gehalten,
die Verbindung A-B des 2-Wege-Einbauventiles ist gesperrt.
Wenn der Einbauventil-Kolben 1 seine Endlage (Schließstellung)
erreicht hat, kann kein Steuer-Volumenstrom mehr fließen, und
der Druckwaage-Kolben 13 wird durch die Kraft der Feder 14 bis
zu seinem Anschlag in Öffnungsrichtung verschoben
(Steuerquerschnitt 16-17 voll geöffnet).
Die Schließzeit des Einbauventil-Kolbens 1 wird somit durch den
in der Zeiteinheit konstanten Volumenstrom über Blende 12, der
für das Auffüllen des Steuerraumes 3 im Verlauf der Schließbewe
gung des Einbauventil-Kolbens 1 notwendig ist, bestimmt.
Das Druckgefälle an Blende 12 wird unabhängig von der Druckhöhe
des Steuerdruckes px in Leitung 11 (bei externer Steuerung) bzw.
von der Druckhöhe in den Hauptleitungen A und B des 2-Wege-Ein
bauventils (bei interner Steuerung) weitgehend konstant gehal
ten. Geringfügige Abweichungen bei veränderlichem Steuerdruck
px oder veränderlichem Lastdruck in A bzw. B ergeben sich auf
grund der Regelabweichung des Stromreglers 22, der Viskosität
und Kompressibilität des Hydraulikmediums sowie der mit dem
Druck veränderlichen Reibkräfte an Kolben 1 und 13.
Für die leckölfreie Abdichtung des Anschlusses B bzw. des Steu
erraumes 3 wird am Außendurchmesser des Einbauventil-Kolbens 1
eine Dichtung 5 vorgesehen. Der Einfluß der Dichtung 5
(Glydring) auf die Schließzeit ist vernachlässigbar gering.
Bei Kenntnis der für die Schließbewegung des Einbauventil-Kol
bens 1 notwendigen Zunahme des Ölvolumens im Steuerraum 3 und
dem kostanten Druckgefälle an Blende 12 kann die Schließzeit
durch Auswahl des Blendendurchmessers mit guter Annäherung vor
ausbestimmt werden.
Die Blende 12 kann auch als einstellbare, variable Drossel aus
geführt werden. Gleichermaßen kann die Vorspannkraft der Druck
waage-Feder 14 durch eine geeignete Vorrichtung einstellbar vor
gesehen werden.
Mit der einstellbaren neuen Ausführung (durch Veränderung der
Blende 12 oder der Vorspannkraft der Feder 14) kann die Schließ
zeit des 2-Wege-Einbauventiles direkt an der Hydraulik-Anlage
optimal eingestellt werden.
In den Fig. 3 und 4 sind die Ausführungsbeispiele nach Fig. 1
und 2 dargestellt, wobei anstatt der Schnittdarstellung der
Druckwaage 22 ein entsprechendes Symbol gesetzt wurde.
Die Ausführungsbeispiele nach Fig. 5 (externe Steuerung) und 6
(interne Steuerung) unterscheiden sich von denen nach Fig. 1 und
2 insbesondere dadurch, daß in der Steuerleitung 11 eine Blende
28 vorgesehen ist und daß aus Steuerleitung 10 vor der Blende 12
eine Steuerleitung 26 zu einem direktgesteuerten Druckbegren
zungsventil 27 abgezweigt ist.
Diese weitere Anwendungsmöglichkeit der erläuterten Schaltung
bietet sich im Bereich der vorgesteuerten Druckbegrenzungs
ventile mit Wegeventil-Entlastung (DBW) an, bzw. bei 2-Wege-Ein
bauventilen mit Druckbegrenzungs- und -entlastungsfunktion.
Am Ausgang P1 der Druckwaage 22 zweigt aus Steuerleitung 10 vor
der Blende 12 die Steuerleitung 26 zum direktgesteuerten Vor
steuer-Druckbegrenzungsventil 27 ab. In der Steuerleitung 11 muß
zusätzlich eine Blende 28 zur Begrenzung des Steuer-Volumen
stromes vorgesehen werden. Zur Dämpfung des Entlastungsschlages
beim plötzlichen Öffnen des Einbauventil-Kolbens 1 (Wegeventil
21 in gezeichneter Stellung, A-T geöffnet, P gesperrt) kann in
Leitung 9 ebenfalls eine Blende 29 vorgesehen werden. Beim Betä
tigen des Wegeventiles 21 (P-A geöffnet, T gesperrt) wird die
Schließzeit des Einbauventil-Kolbens 1 (Hauptventil) durch das
von der Druckwaage 22 geregelte konstante Druckgefälle an Blende
12 bestimmt.
In bestimmten Anwendungsfällen, wo größere Schließzeiten er
wünscht sind, können diese durch Anpassen des Durchmessers der
Blende 12 oder der Vorspannkraft der Feder 14 realisiert werden.
Zusammenfassend kann man folgendes sagen:
In herkömmlicher Weise wird die Schließzeit von vorgesteuerten
2-Wege-Enbauventilen durch eine oder beide der folgenden Maßnah
men beeinflußt:
- - Drosseln des dem Steuerraum (federseitiger Kolbenraum) zuge führten Volumenstromes durch eine Düse
- - Vergrößern des Volumens des Steuerraumes durch ein zusätzli ches Totvolumen oder einen Speicher.
Bei beiden Maßnahmen bleibt die Schließzeit abhängig von der
Höhe des Steuerdruckes und dem Druck am Ventileingang und -aus
gang.
Dieser Nachteil- wird durch die Anordnung eines 2-Wege-Strom-Reg
lers mit geschlossener Ausgangsstellung in die Steuerleitungen
des Einbauventiles beseitigt.
Durch eine entsprechende Auswahl, bzw. Einstellung des Drossel
querschnittes der Blende oder der Vorspannkraft der Feder des
Stromreglerkolbens (Druckwaage) kann die gewünschte Schließzeit
eingestellt werden. Die eingestellte Schließzeit bleibt weitge
hend unabhängig von der Höhe des Steuerdruckes und der Druckhöhe
am Ein- und Ausgang des Einbauventiles, unter der Voraussetzung
eines konstanten Volumenstromes in den Hauptleitungen des Ein
bauventils.
Von besonderer Bedeutung für eine gute Funktion ist die ge
schlossene Ausgangsstellung des Druckwaagekolbens, dadurch wer
den "Anfahrsprünge" in der Stromregelfunktion vermieden und so
mit eine konstante Schließgeschwindigkeit des Einbauventil
kolbens gewährleistet.
Der Stromregler in der Steuerleitung kann sowohl bei externer
Vorsteuerung (Fremdversorgung) als auch bei interner Vor
steuerung (Eigenversorgung) angewendet werden.
Während in Fig. 1 und 2 die ausführlichen Schaltbilder des 2-
Wege-Einbauventiles mit einstellbarer, druckunabhängiger
Schließzeit bei externer und interner Steuerung dargestellt
sind, zeigen die Fig. 3 und 4 die vereinfachten Schaltbilder.
Im wesentlichen besteht die Schaltung aus einem 2/2-Wege-Einbau
ventil-Einsatz (Kolben 1, Buchse 2 und Feder 4), dem Vorsteuer-
Wegeventil oder Wege-Sitzventil 21 mit austauschbarer Einsteck
blende 12 und Druckwaage 22 (Kolben 13, Feder 14, Gehäuse 23).
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Versorgung mit Steuer-
Volumenstrom des federseitigen Steuerraumes 3 des Einbauventiles
im gesamten Verlauf der Schließbewegung des Einbauventilkolbens
1 über die Druckwaage 22, gebildet aus Kolben 13, Feder 14 und
Gehäuse 23 und die der Druckwaage 22 nachgeschaltete austausch
bare oder einstellbare Blende 12 erfolgt, und daß die Druckwaage
22 in Ausgangsstellung geschlossen ist.
Die Druckwaage 22 mit Blende 12 bildet einen 2-Wege-Stromregler,
somit bleibt der dem federseitigen Steuerraum des Kolbens 1 zu
geführte Steuer-Volumenstrom in der Zeiteinheit konstant im ge
samten Verlauf der Schließbewegung des Einbauventilkolbens 1.
Die Schließzeit des Einbauventilkolbens 1 ist für einen be
stimmten Durchmesser der Blende 12, Kolbendurchmesser 13 und
Vorspannkraft der Feder 14 konstant und unabhängig von der Höhe
des Steuerdruckes px unter der Voraussetzung eines konstanten
Volumenstromes über die Hauptleitungen des Einbauventils 100.
Durch Verändern des Durchmessers der Blende 12 oder der Vor
spannkraft der Feder 14 kann die Schließzeit des Einbauventil
kolbens 1 verändert bzw. den Erfordernissen angepaßt werden.
Die Schließzeit-Einstellung durch die Steuer-Volumensstrom
regelung an Blende 12 durch Druckwaage 22 kann sowohl bei exter
ner als auch bei interner Steuerung des 2-Wege-Einbauventiles
angewendet werden.
Claims (11)
1. Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil mit einer offenen und einer
geschlossenen Schaltstellung, mit einem vom Druck (pA) in der zu
überwachenden Druckleitung (A) in Öffnungsrichtung beaufschlag
ten Hauptventilkolben (1), der in Schließrichtung von der Kraft
einer Feder (4) und dem Druck in einem rückwärtigen Steuerraum
(3) belastet wird, mit einem Vorsteuerventil (21), dem Steuer
flüssigkeit mit einem Steuerdruck (px) von einer ersten Steuer
leitung (11) über eine Blende (12) zugeführt wird und das über
eine zweite Steuerleitung (7) mit dem Steuerraum (3) verbunden
ist, wobei in einer ersten Schaltstellung des Vorsteuerventils
(21) die Steuerleitung (11), in Stromrichtung gesehen hinter der
Blende (12), mit der zum Steuerraum (3) des Hauptventilkolbens
(1) führenden Steuerleitung (7) zur dosierten Zuführung der
Steuerflüssigkeit zum Steuerraum (3) verbunden ist, und in einer
zweiten Schaltstellung des Vorsteuerventils (21) die Verbindung
der Steuerleitung (11) mit der Steuerleitung (7) unterbrochen
ist, und die Steuerleitung (7) in dieser zweiten Schaltstellung
drucklos mit dem Tank verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
in die erste Steuerleitung (11) vor der Blende (12) und in die
zweite Steuerleitung (7) eine in der Ausgangsstellung geschlos
sene hydraulische Druckwaage (22) eingeschaltet ist.
2. Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die hydraulische Druckwaage (22) aus einem in
einer Bohrung eines Gehäuses (23) verschieblichen Kolben (13)
besteht, der in der zweiten Schaltstellung des Vorsteuerventils
(21) in Schließrichtung unter dem Steuerdruck (px) in der ersten
Steuerleitung (11) und in Öffnungsrichtung unter der Kraft einer
Feder (14) und unter dem in der Federkammer (15) herrschenden
Tankdruck der zweiten Steuerleitung (7, 8) steht.
3. Wegeventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuse (23) einen Anschluß (P2) für die ankommende erste Steu
erleitung (11) und eine erste Ringkammer (24) zur Aufnahme des
Steuerdrucks (px) aufweist, daß am Kolben (13) eine zweite Ring
kammer (25) vorgesehen ist, daß die Ringkammer (24) eine Steuer
kante (17) und die Ringkammer (25) eine Steuerkante (16) bildet,
und daß die beiden Steuerkanten (16, 17) beim Öffnen und Schlie
ßen zusammenwirken.
4. Wegeventil nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Kolben (13) in der Ringkammer (25) eine Quer
bohrung (18) und davon abgehend eine zu einer in Schließrichtung
druckbeaufschlagten Stirnfläche des Kolbens (13) führende Längs
bohrung (19) mit einer Dämpfungsblende (20) vorgesehen ist.
5. Wegeventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im
Gehäuse (23) ein Anschluß (P1) für den zur Blende (12) und zum
Vorsteuerventil (21) führenden Zweig (10) der ersten Steuerlei
tung (10, 11) vorgesehen ist.
6. Wegeventil nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Gehäuse (23) je ein Anschluß (A1) für einen er
sten Zweig (8) und ein Anschluß (A2) für einen zweiten Zweig (7)
der zweiten Steuerleitung (7, 8) vorgesehen ist.
7. Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blende (12) austauschbar oder einstellbar ist.
8. Wegeventil nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Feder (14) des Kolbens (13) einstellbar ist.
9. Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis
7 dadurch gekennzeichnet, daß von der ersten Steuerleitung (10)
zwischen Blende (12) und Druckwaage (22) eine zu einem direktge
steuerten Vorsteuer-Druckbegrenzungsventil (27) führende Steuer
leitung (26) abgezweigt ist (Fig. 5, 6) und in der Steuerleitung
(11) in Stromrichtung gesehen vor der Druckwaage (22) eine Dros
sel (28) vorgesehen ist.
10. Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekenn
zeichnet, daß in eine vom Vorsteuerventil (21) zu einem Tank (T)
führende Rückleitung (9) eine Blende (29) eingeschaltet ist
(Fig. 5, 6).
11. Wegeventil nach Anspruch 9 und/oder 10 dadurch gekennzeich
net, daß eine oder beide Blenden (28, 29) austauschbar oder ein
stellbar sind.
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|---|---|---|---|
| DE4219552A DE4219552C2 (de) | 1992-06-15 | 1992-06-15 | Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil mit einstellbarer, druckunabhängiger Schließzeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4219552A DE4219552C2 (de) | 1992-06-15 | 1992-06-15 | Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil mit einstellbarer, druckunabhängiger Schließzeit |
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| DE4219552C2 DE4219552C2 (de) | 1996-03-07 |
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ID=6461049
Family Applications (1)
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| DE4219552A Expired - Fee Related DE4219552C2 (de) | 1992-06-15 | 1992-06-15 | Vorgesteuertes Zwei-Wegeventil mit einstellbarer, druckunabhängiger Schließzeit |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19948973A1 (de) * | 1999-10-11 | 2001-04-12 | Mannesmann Rexroth Ag | Druckabschaltventil |
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-
1992
- 1992-06-15 DE DE4219552A patent/DE4219552C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4219552C2 (de) | 1996-03-07 |
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