DE4212183A1 - Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoffeinspritzpumpe für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung geht von einer Kraftstoffeinspritzpumpe gemäß der Gat
tung des Patentanspruchs 1 aus. Bei einer durch die
EP-B1 0 020 249 bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe dieser Art wird
die Kraftstoffeinspritzmenge während der Hochdruckförderung in eine
Vor- und eine Haupteinspritzmenge geteilt. Diese Maßnahme hat durch
die Verringerung der während des Zündverzuges in den Brennraum ein
gebrachten Kraftstoffmenge bei Zündung eine Verringerung der ent
stehenden Druckspitzen und damit eine Herabsetzung des Verbrennungs
geräusches zur Folge. Dazu ist bei der genannten Kraftstoffein
spritzpumpe, bei der ein Pumpenkolben in einer Zylinderbohrung einer
Zylinderbüchse axial bewegbar und zur Spritzmengenverstellung ver
drehbar geführt ist und der mit seiner Stirnfläche einen Pumpenar
beitsraum begrenzt, der über zwei Steueröffnungen in der Zylinder
büchse mit einem die Zylinderbüchse umgebenden, einen Saugraum bil
denden Niederdruckraum verbindbar ist, eine durch einen Steg in zwei
Teile getrennte Ringnut auf dem Pumpenkolben unterhalb der Steuer
ausnehmungen, mit einer weiteren Steueröffnung in der Zylinderbüchse
verbindbar, wobei über eine Ausnehmung am Steg ein Kraftstoffdurch
tritt zwischen beiden Teilen der Ringnut, und weiter über die
Steuerausnehmung zum Pumpenarbeitsraum möglich ist. Die obere Ring
nut ist dabei ständig mit dem Pumpenarbeitsraum verbunden und weist
zur Spritzmengensteuerung eine obere schräg verlaufende Steuerkante
auf, die mit den zwei Steueröffnungen zusammenwirkt. Der Steg
steuert somit während eines Teils des Förderhubs des Pumpenkolbens
über die untere Ringnut die Verbindung zwischen dem Pumpenarbeits
raum und der unteren Steueröffnung auf, wodurch es zu einer Druck
entlastung im Pumpenarbeitsraum und in Folge dessen zu einer Unter
brechung der Hochdruckförderung kommt.
Dabei ist mit der bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe nur eine be
grenzte Steuerung des Förderbeginns der Voreinspritzung möglich, die
gemäß Fig. 9 über einen mit dem Pumpenarbeitsraum verbundenen Aus
weichkolben erfolgt, der eine Entlastungsleitung des Pumpenarbeits
raumes verschließt. Dieser Ausweichkolben wird dabei vom komprimier
ten Kraftstoff entgegen der Kraft einer Rückstellfeder an einen An
schlag verschoben und verschließt in dieser Lage die Entlastungslei
tung. Der Förderbeginn der Voreinspritzung ist somit vom Druckaufbau
im Pumpenarbeitsraum abhängig, der wiederum von der Drehzahl der
Brennkraftmaschine bestimmt wird.
Für eine Optimierung des Verbrennungsverlaufes der Brennkraftmaschi
ne im gesamten Motorenkennfeld bezüglich des Verbrennungsgeräusches,
der Abgasemission und der Verwendbarkeit eines qualitativ breiteren
Kraftstoffspektrums ist jedoch eine last- und drehzahlabhängige
Steuerung der Voreinspritzmenge nötig, die die bekannte
Kraftstoffeinspritzpumpe nicht bietet.
Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzpumpe mit den kennzeichnen
den Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil,
daß der Förderbeginn und das Förderende der Vor- und Hauptein
spritzung durch die Auslegung der Kolbensteuerkanten in Form von
schrägen Kanten in Abhängigkeit von der Kolbenverdrehlage und damit
von der Last veränderbar sind. Durch diese Auslegung der Kolben
steuerkanten besteht somit neben der Möglichkeit der Steuerung von
Einspritzbeginn und Einspritzmenge auch die Möglichkeit, in bestimm
ten Bereichen des Motorenkennfeldes nur eine Haupteinspritzung ohne
Voreinspritzung zu realisieren.
Um einen mit den die Zwischenentlastung steuernden Steuerkanten am
Steg zusammenwirkenden definierten Öffnungsquerschnitt zu bilden,
der einen Kraftstoffdurchfluß von der mit dem Pumpenarbeitsraum ver
bundenen unter Hochdruck stehenden oberen Ringnut zur unteren mit
einer Entlastungsleitung verbundenen Ringnut ermöglicht, ist gemäß
Anspruch 3 in vorteilhafter Weise eine Sackbohrung in die Zylinder
wand eingebracht, die durch eine Schraube verschlossen wird. Die da
durch entstandene Ausnehmung hat somit neben ihrem geometrisch genau
definierten Steuerquerschnitt auch den Vorteil einer einfachen Her
stellung.
Einen weiteren Vorteil bringt die Anordnung einer schrägen Sackboh
rung gemäß Anspruch 4, durch die bei voller Funktionstüchtigkeit auf
eine weitere Bohrung zur Verbindung zwischen der unteren Ringnut und
dem Niederdruckraum verzichtet werden kann. Zudem entfällt durch
diese erfindungsgemäße Ausgestaltung der Ausnehmung das Verschließen
der ursprünglichen Sackbohrung, was sowohl den Fertigungs- als auch
den Materialaufwand senkt.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes
der Erfindung sind der Zeichnung, der Beschreibung und den Ansprü
chen entnehmbar.
Drei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es
zeigen die Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Teil eines ersten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzpumpe,
mit konstantem Förderbeginn und variablem Förderende von Vor- und
Haupteinspritzung, in der Pumpenkolbenstellung des Förderbeginns der
Voreinspritzung, die Fig. 2 eine Abwicklung des in der Fig. 1 dar
gestellten Pumpenkolbens, die Fig. 3 eine Abwicklung eines Pumpen
kolbens eines zweiten Ausführungsbeispiels bei dem alle Steuerkanten
als Schrägkanten zur Variation von Förderbeginn und Förderende aus
geführt sind und die Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel analog
zur Darstellung der Fig. 1, in der die Ausnehmung in der Zylinder
büchse durch eine schräge Sacklochbohrung gebildet wird.
Bei der in der Fig. 1 nur in ihrem erfindungswesentlichen Bereich
dargestellten Kraftstoffeinspritzpumpe sind in einem Pumpengehäuse 1
meist mehrere Zylinderbüchsen 3 in Reihe eingesetzt, die jeweils ei
ne Zylinderbohrung 5 aufweisen, in denen ein Pumpenkolben 7, der in
der Zylinderbohrung 5 mit seiner Stirnfläche 9 einen Pumpenarbeits
raum 11 begrenzt, durch einen nicht dargestellten Nockenantrieb
axial hin- und herbewegt und über eine ebenfalls nicht dargestellte
Regelstange zur Spritzverstellung verdreht wird. Der Pumpenarbeits
raum 11 ist seinerseits über eine Einspritzleitung 13 in der ein
symbolisch dargestelltes Gleichdruckentlastungsventil 15 angeordnet
ist mit einem in einen Brennraum der zu versorgenden Brennkraftma
schine ragenden nicht dargestellten Einspritzventil verbunden. Zur
Versorgung des Pumpenarbeitsraumes 11 mit Kraftstoff sind in der
Zylinderbüchse 3 einander diametral gegenüberliegend zwei Steueröff
nungen 17 angeordnet, die als radiale Durchgangsbohrungen ausgeführt
sind und in einen einen Saugraum bildenden Niederdruckraum 19 mün
den, der seinerseits von einer nicht dargestellten Kraftstofförder
pumpe mit Kraftstoff niederen Druckes versorgt wird. Die Begren
zungskanten der Steueröffnungen 17 bilden jeweils zwei Steuerkanten,
von denen eine obere Steuerkante 21 dem Pumpenarbeitsraum 11 näher,
eine untere Steuerkante 23 dem Pumpenarbeitsraum 11 weiter entfernt
ist.
In einem bestimmten Abstand zur Steueröffnung 17 ist in der vom Pum
penarbeitsraum 11 abgewandten Richtung eine radiale Sackbohrung 25
so in die Zylinderbüchse 3 eingebracht, daß sie die Wand der Zylin
derbohrung 5 vom Niederdruckraum 19 her durchdringt und in der ge
genüberliegenden Wand der Zylinderbohrung 5 endet, wobei sie in ei
nem Winkel, bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
von 90° versetzt zur Steueröffnung 17 verläuft. Der zum Niederdruck
raum 19 offene, eine Durchgangsbohrung bildende Teil 26 der Sackboh
rung 25 ist dabei mit einer Verschlußschraube 28 verschlossen, so
daß die verbleibenden Teile der Sackbohrung 25 nun lediglich Ausneh
mungen sind, die einen Überströmquerschnitt mit dem Pumpenkolben 7
bilden, wobei ihre untere Begrenzung eine untere Steuerkante 30 und
ihre dem Pumpenarbeitsraum 11 zugewandte obere Begrenzung eine obere
Steuerkante 32 an der Zylinderbohrung 5 bildet. An die Sackbohrung
25 schließt sich in der vom Pumpenarbeitsraum 11 abgewandten Rich
tung eine eine zusätzliche, die Zylinderbüchse 3 mit dem Nieder
druckraum 19 verbindende radiale Durchgangsbohrung 34 an, die analog
zur Steueröffnung 17 ausgerichtet ist.
Der Pumpenkolben 7 der mit seiner Stirnfläche 9 eine erste obere
Steuerkante 36 bildet, die mit der oberen Steuerkante 21 der Steuer
öffnungen 17 zusammenwirkt, weist zudem eine zweite untere schräge
Steuerkante 38 auf seiner Mantelfläche auf, die mit der unteren
Steuerkante 23 der Steueröffnungen 17 zusammenwirkt und die eine
obere Begrenzungskante einer mit dem Pumpenarbeitsraum 11 über eine
Längsnut 40 ständig verbundene erste Ringnut 42 auf dem Pumpenkolben
7 bildet. Diese erste Ringnut 42 ist durch einen Steg 44 von einer
zweiten Ringnut 46 auf der dem Pumpenarbeitsraum 11 abgewandten Sei
te des Pumpenkolbens 7 getrennt. Dabei bilden die Begrenzungen des
Steges 44 jeweils eine obere, dem Pumpenarbeitsraum 11 zugewandte
dritte Steuerkante 48 und eine untere, dem Pumpenarbeitsraum 11 ab
gewandte vierte Steuerkante 50, wobei die vierte untere Steuerkante
50 am Steg 44 Bereiche 52 mit einem schrägen Verlauf aufweist.
Der Steg 44 ist in der axialen Längsrichtung des Pumpenkolbens 7 so
ausgelegt, daß seine Erstreckung geringer als der Durchmesser der
Sackbohrung 25 ist, so daß während eines Teils des Pumpenkolbenhubs
ein Kraftstoffdurchfluß von der ersten Ringnut 42 über die Sackboh
rung 25 in die zweite Ringnut 46 möglich ist. Da die zweite Ringnut
46 während des Überfahrens des Steges 44 über die Sackbohrung 25
ständig über die Durchgangsbohrung 34 mit dem Niederdruckraum 19
verbunden ist, wird somit während des Überfahrens des Steges 44 über
die Sackbohrung 25 eine Verbindung zwischen der, mit dem unter Hoch
druck stehenden Pumpenarbeitsraum 11 verbundenen, ersten Ringnut und
der mit dem Niederdruckraum 19 verbundenen zweiten Ringnut 46 herge
stellt. Dabei wird diese Verbindung durch das Überfahren der unteren
Steuerkante 50 des Stegs 44 über die untere Steuerkante 30 der Sack
bohrung 25 aufgesteuert und durch das Überfahren der oberen Steuer
kante 48 des Stegs 44 über die obere Steuerkante 32 der Sackbohrung
25 wieder verschlossen.
Zur Verdeutlichung der Lage der Steuerkanten auf dem Pumpenkolben 7
der Fig. 1 ist der Pumpenkolben 7 in der Fig. 2 zusätzlich als Ab
wicklung entsprechend dem ersten, in der Fig. 1 dargestellten Aus
führungsbeispiel gezeigt.
Wie man sieht, ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Pumpenkolben 7
zweiflutig ausgeführt, d. h. er weist zueinander punktsymmetrisch
zwei schräge Steuerkanten 38, 52 auf, die mit entsprechend vorhande
nen Steueröffnungen 17, 25 und 34 in zweifacher Ausführung zusammen
wirken.
Zu dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich das in der Fig. 3 gezeigte zweite Ausführungs
beispiel lediglich in der Gestaltung der Steuerkanten auf dem Pum
penkolben 7, weshalb nur dieser in einer Abwicklung dargestellt ist.
Hier weisen für eine über die Drehlage des Pumpenkolbens veränderli
che Steuerung des Förderbeginns und des Förderendes der Vor- und
Haupteinspritzung alle Steuerkanten 36, 38, 48, 50 schräge Kanten
auf, die wie zu den Fig. 1 und 2 beschrieben, mit den Steuerkan
ten in der Zylinderbüchse 3 zusammenwirken.
In der Fig. 4 ist ein drittes Ausführungsbeispiel analog zur Dar
stellung der Fig. 1 gezeigt, das sich lediglich durch eine verein
fachte Herstellung der durch die Sackbohrung 25 entstandenen Ausneh
mung in der Zylinderbüchse 3 und der zusätzlichen Durchgangsbohrung
34 unterscheidet, indem diese durch eine schräge Sackbohrung 60 er
setzt werden. Die Spitze 62 dieser schrägen Sackbohrung 60 bildet
dabei die in Fig. 1 vorgesehene Ausnehmung in der Zylinderwand ana
log zur Sackbohrung 25 und ermöglicht somit ebenfalls während eines
Teils des Pumpenkolbenhubs einen Kraftstoffdurchtritt von der er
sten, oberen Ringnut 42 zur zweiten, unteren Ringnut 46. Auch hier
sind dabei die Begrenzungen mit der Wand der Zylinderbohrung 5 als
Steuerkanten ausgebildet, von denen die obere Steuerkante 32 mit der
oberen, dritten Steuerkante 48 am Steg 44 des Pumpenkolbens 7 und
die untere Steuerkante 30 mit der unteren vierten Steuerkante 50 des
Pumpenkolbens 7 zusammenwirkt. Der bis zur Zylinderbohrung 5 als
Durchgangsbohrung zwischen Niederdruckraum 19 und Zylinderbohrung 5
ausgeführte Teil 64 der schrägen Sackbohrung 60 ersetzt bei diesem
Ausführungsbeispiel die zusätzliche Durchgangsbohrung 34 aus der
Fig. 1 und übernimmt auch vollständig dessen Funktion.
Dabei ist der axiale Abstand der unteren Steuerkante 30 der Spitze
62 der Sackbohrung 60 von der oberen Steuerkante 66 des die Durch
gangsbohrung bildenden Teils 64 der Sackbohrung 60 kleiner als die
axiale Höhe des Steges 44.
Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzpumpe arbeitet folgenderma
ßen.
Während des Saughubs des Pumpenkolbens 7 in Richtung unterer Tot
punkt, strömt der Kraftstoff aus dem Niederdruckraum 19 über die
Steueröffnungen 17 in den Pumpenarbeitsraum 11, wobei über die
Längsnut 40 der Kraftstoff bis in die erste Ringnut 42 und die Sack
lochbohrung 25, 60 gelangt. Die untere Ringnut 46 wird währenddessen
über die Durchgangsbohrung 34, bzw. den Teil 64 der schrägen Sack
bohrung 60 mit Kraftstoff aus dem Niederdruckraum 19 versorgt.
Beim daran anschließenden Förderhub des Pumpenkolbens 7 in Richtung
oberer Totpunkt strömt zunächst der Kraftstoff aus dem Pumpenar
beitsraum 11 und dem damit verbundenen Volumen zurück in den Nieder
druckraum 19, während der in der zweiten Ringnut 46 befindliche
Kraftstoff, der den gleichen Druck wie im Niederdruckraum 19 auf
weist aufgrund seiner Trägheit mitbewegt wird.
Mit dem in der Fig. 1 dargestellten Überfahren der ersten oberen
Steuerkante 36 des Pumpenkolbens 7 über die obere Steuerkante 21 be
ginnt die Voreinspritzung bei durch den Steg 44 dicht voneinander
getrennten ersten und zweiten Ringnut, wobei bei unterbrochener Ver
bindung zwischen Pumpenarbeitsraum 11 und Niederdruckraum 19 der
Kraftstoff im Pumpenarbeitsraum 11 komprimiert wird, den Einspritz
druck erreicht, das Gleichdruckentlastungsventil 15 aufstößt und
über das Einspritzventil zur Einspritzung gelangt. Diese Vorein
spritzung einer geringen Kraftstoffmenge wird durch das Überfahren
der unteren Steuerkante 50 des Steges 44 über die untere Steuerkante
30 der Sackbohrung 25 beendet, da der unter hohem Druck stehende
Kraftstoff nun über die erste Ringnut 42, die Sackbohrung 25 und die
zweite Ringnut 46 in den Niederdruckraum 19 entspannt wird. Dabei
sinkt der Kraftstoffdruck im Pumpenarbeitsraum 11 unter den Ein
spritzdruck, das Gleichdruckentlastungsventil schließt und die Ein
spritzung wird unterbrochen. Im Verlauf des weiteren Förderhubs des
Pumpenkolbens 7 überfährt die obere Steuerkante 48 des Stegs 44 auf
dem Pumpenkolben 7 die obere Steuerkante 32 der Sackbohrung 25, so
daß die Verbindung zwischen beiden Ringnuten unterbrochen ist und
sich im Pumpenarbeitsraum erneut der erforderliche Kraftstoffein
spritzdruck aufbauen kann und die Einspritzung der Hauptkraftstoff
menge wie oben beschrieben fortgesetzt wird.
Das Ende der Haupteinspritzung wird in bekannter Weise durch das
Überfahren der schrägen Steuerkante 38 über die untere Steuerkante
23 der Steueröffnungen 17 bestimmt, über die erneut eine Verbindung
zwischen dem Pumpenarbeitsraum 11 und dem Niederdruckraum 19 aufge
steuert wird.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung aller Steuerkanten 36, 38, 48,
50 des Pumpenkolbens 7 als schräge Steuerkanten ist dabei eine
Steuerung des Zeitpunktes des Förderbeginns und des Förderendes der
Vor- und Haupteinspritzung in Abhängigkeit von der Verdrehlage des
Pumpenkolbens 7 möglich, womit neben einer zeitlichen Steuerung auch
die Kraftstoffmengen steuerbar sind. Durch ein Tieferlegen der Be
reiche 52 der unteren Steuerkante 50 ist es zudem möglich die Vor
einspritzung zu vermeiden, indem diese Bereiche so tief ausgeführt
sind, daß beim Verschließen der Steueröffnung 17 durch den Pumpen
kolben 7 die untere Steuerkante 50 bereits einen Öffnungsquerschnitt
zwischen der zweiten Ringnut 46 und der Sackbohrung 25, die mit der
ersten Ringnut 42 verbunden ist aufgesteuert hat, so daß sich im
Pumpenarbeitsraum 11 kein Hochdruck aufbauen kann.
Eine Nullfördermenge während der Haupteinspritzung wird dabei be
kanntermaßen durch das Übereinanderbringen der Längsnut 40 des Pum
penkolbens 7 und der Steueröffnung 17 erreicht.
Claims (7)
1. Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen mit mindestens
einem in einer Zylinderbohrung (5) axial- und drehbeweglich geführ
ten, hin- und hergehend angetriebenen, mit seiner einen Stirnfläche
(9) einen Pumpenarbeitsraum (11) begrenzenden Pumpenkolben (7), der
auf seiner Mantelfläche eine mit dem Pumpenarbeitsraum (11) verbun
dene Steuerausnehmung hat, die eine unter einem bestimmten Winkel
zur Achse des Pumpenkolbens (7) verlaufende schräge Steuerkante (38)
aufweist, die mit einer in der Wand der Zylinderbohrung (5) angeord
neten Steueröffnung (17), die mit einem Niederdruckraum (19) verbun
den ist, zusammenwirkt und in eine auf der Mantelfläche des Pumpen
kolbens (7) angeordnete, erste Ringnut (42) mündet, die ständig mit
dem Pumpenarbeitsraum (11) verbunden ist und die durch einen durch
einen Teil des Kolbens gebildeten Steg (44) von einer zweiten Ring
nut (46) abgegrenzt ist, die während eines Teils des Pumpenkolben
hubs mit einer mit dem Niederdruckraum (19) verbundenen Durchgangs
öffnung (34) in der Zylinderwand verbunden ist, dadurch gekennzeich
net, daß der Steg (44) umlaufende, an die Mantelfläche des Pumpen
kolbens (7) angrenzende Begrenzungskanten aufweist, die jeweils eine
Steuerkante bilden, von denen eine obere, dem Pumpenarbeitsraum (11)
zugewandte Steuerkante (48) mit einer oberen, dem Pumpenarbeitsraum
(11) zugewandten Steuerkante (32) einer Ausnehmung in der Zylinder
wand und eine untere Steuerkante (50) des Steges (44) mit der unte
ren Steuerkante (30) der Ausnehmung zusammenwirken, wobei die untere
Steuerkante (50) des Steges (44) Bereiche (52) mit schrägen Kanten
aufweist.
2. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Höhe der Ausnehmung größer als die axiale Höhe des
Steges (44) ist, wodurch der Steg (44) durch die Ausnehmung über ei
nen vorgegebenen Pumpenkolbenhub überbrückbar ist.
3. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung in der Zylinderwand als, die Zylinderbohrung (5)
radial durchdringende Sackbohrung (25) ausgeführt ist, deren zum
Niederdruckraum (19) hin offenes Ende (26) vorzugsweise durch eine
Verschlußschraube (28) verschließbar ist; daß der Pumpenkolben (7)
zwei punktsymmetrisch zueinander angeordnete schräge Steuerkanten
(38) aufweist, die mit zwei diametral einander gegenüberliegende
Steueröffnungen (17) zusammenwirken; und die untere Steuerkante (50)
des Steges (44) zwei punktsymmetrisch zugeordnete Schrägkanten-Be
reiche (52) aufweist, die mit zwei sich diametral gegenüberliegenden
Ausnehmungen (34) zusammenwirken (Fig. 1).
4. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine schräge, mit ihrer Achse die Achse der Zylinder
bohrung (5) schneidende Sackbohrung (60) derart vorgesehen ist, daß
sie eine eine Durchgangsöffnung bildende Durchgangsbohrung (64) zwi
schen Niederdruckraum (19) und Zylinderbüchse (3) bildet und die
Spitze (62) der Sackbohrung (60) zugleich die Ausnehmung in der
Zylinderwand ist, wobei die untere Steuerkante (30) der durch die
Spitze (62) der Sackbohrung (60) gebildeten Ausnehmung von der obe
ren Steuerkante (66) des Durchgangsbohrungsteils (64) der Sackboh
rung (60) einen axialen Abstand aufweist, der kleiner als die axiale
Höhe des Steges (44) ist (Fig. 4).
5. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die obere Steuerkante (48) des Steges (44) Bereiche
(52) mit schräge Kanten aufweist (Fig. 2).
6. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Durchgangsöffnung bildende Durchgangsbohrung (34) in der
Zylinderwand versetzt zur Sackbohrung (25) angeordnet ist (Fig. 1).
7. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stirnfläche (9) des Pumpenkolbens (7) als schräge
Steuerkante ausgeführt ist (Fig. 3).
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19924212183 DE4212183A1 (de) | 1992-04-10 | 1992-04-10 | Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen |
| GB9307275A GB2266349B (en) | 1992-04-10 | 1993-04-07 | Fuel-injection pump for internal combustion engines |
| JP5081827A JPH0626422A (ja) | 1992-04-10 | 1993-04-08 | 内燃機関用の燃料噴射ポンプ |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924212183 DE4212183A1 (de) | 1992-04-10 | 1992-04-10 | Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4212183A1 true DE4212183A1 (de) | 1993-10-14 |
Family
ID=6456613
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924212183 Withdrawn DE4212183A1 (de) | 1992-04-10 | 1992-04-10 | Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE4212183A1 (de) |
| GB (1) | GB2266349B (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB893621A (en) * | 1959-06-30 | 1962-04-11 | Ceskoslovenske Zd Y Naftovych | Improvements in and relating to fuel injection pumps |
| DE3731817A1 (de) * | 1987-09-22 | 1989-03-30 | Hatz Motoren | Kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen |
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1992
- 1992-04-10 DE DE19924212183 patent/DE4212183A1/de not_active Withdrawn
-
1993
- 1993-04-07 GB GB9307275A patent/GB2266349B/en not_active Expired - Fee Related
- 1993-04-08 JP JP5081827A patent/JPH0626422A/ja active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB2266349A (en) | 1993-10-27 |
| JPH0626422A (ja) | 1994-02-01 |
| GB9307275D0 (en) | 1993-06-02 |
| GB2266349B (en) | 1995-07-26 |
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