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DE421203C - Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Ausscheidung von Schwebekoerpern aus Gasen durch gleichzeitige Einwirkung von positiven und negativen Entladungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Ausscheidung von Schwebekoerpern aus Gasen durch gleichzeitige Einwirkung von positiven und negativen Entladungen

Info

Publication number
DE421203C
DE421203C DEM73090D DEM0073090D DE421203C DE 421203 C DE421203 C DE 421203C DE M73090 D DEM73090 D DE M73090D DE M0073090 D DEM0073090 D DE M0073090D DE 421203 C DE421203 C DE 421203C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrodes
positive
gas
gases
negative
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM73090D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Metallbank und Metallurgische Gesellschaft AG
Original Assignee
Metallbank und Metallurgische Gesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallbank und Metallurgische Gesellschaft AG filed Critical Metallbank und Metallurgische Gesellschaft AG
Application granted granted Critical
Publication of DE421203C publication Critical patent/DE421203C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
    • B03C3/34Constructional details or accessories or operation thereof
    • B03C3/40Electrode constructions
    • B03C3/45Collecting-electrodes
    • B03C3/51Catch- space electrodes, e.g. slotted-box form

Landscapes

  • Electrostatic Separation (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Ausscheidung von Schwebekörpern aus Gasen durch gleichzeitige Einwirkung von positiven und negativen Entladungen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 4 November igi8 beansprucht. Bei der elektrischen Gasreinigung ist es bekannt, die Sammelelektroden in Fangräumen oder Sackgassen anzuordnen, die gegen die Hauptströmung des Gases geschützt liegen, oder die auszuscheidenden Schwebekörper durch Durchbrechungen der Sammelelektroden hindurch in gegen die Gasströmung geschützte Fangräume unter Einwirkung des elektrischen Feldes seitlich hineinzuziehen. Voraussetzung ist bei allen diesen bekannten Einrichtungen die Ausbildung eines starken elektrischen Feldes zwischen der Innenwand des Fangraumes und der Ausströmerelektrode. Sobald dieses von einer Feldfläche am Fangraum ausgehende elektrische Feld fortfällt, fehlt die Anziehungskraft auf die geladenen Schwebeteilchen, die diesen erst die Möglichkeit gibt, aus der Gasströmung heraus in den Fangraum hineinzuwandern. Aus diesem Grunde erschien es ausgeschlossen, den Fangraum auch bei gleichzeitiger positiver und negativer Entladung anzuwenden, eben weil hier jene auf ;die Schwebekörper wirkende von einer Sammel-oder Ausscheideelektrode ausgehende elektrische Kraft in Fortfall kommt.
  • Bisher war es auch unmöglich, das mit gleichzeitiger positiver und negativer Entladung arbeitende Verfahren technisch auszubeuten, weil es keine Möglichkeit gab, die positiv und negativ geladenen Schwebekörper in der Ausscheidevorrichtung festzuhalten.
  • Hier greift nun die Erfindung ein, die grundlegende Abhilfe schaffen will. Die Erfindung geht davon aus, daß die Resultierende, einerseits aus der Bewegung jedes elektrisierten Teilchens in Richtung der Gasströmung und anderseits aus der Richtung, die dieses Teilchen auf Grund der Anziehungskraft des entgegengesetzt geladenen Raumteiles in der Umgebung der Ausströmelektrode annimmt, so gerichtet wird, daß die Teilchen in einen neutralen Fangraum, der keine Sammelelektrode enthält, hineingetrieben werden. Mit andern Worten: Die Erfindung besteht darin, daß vor und hinter den Elektroden senkrecht zur Gasströmung und symmetrisch oder annähernd symmetrisch zur Entladungsfläche der Elektroden angLordnete elektrisch neutrale Hemmkörper zum Auffangen der Schwebeteilchen verwendet werden.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i zeigt das Schema der Erfindung im wagerechten Schnitt.
  • Abb. z ist ein senkrechter Schnitt durch eine Ausführungsform und Abb.3 ein wagerechter Schnitt nach 3-3 der Abb. 2.
  • Der in Abb. i veranschaulichte Apparat enthält eine Mehrzahl von Ausströmelektroden, deren Gestalt beliebig sein kann, sofern sie nur sprühen. Zu diesem Zweck können sie, wie in Abb. i dargestellt, z. B. mit scharfen Kanten versehen sein. Die Gruppe i dieser Elektroden ist mit dem positiven Pol einer hochgespannten Stromquelle verbunden, während die andere Gruppe 2 der Ausströmelektroden entsprechend negativ geladen wird. Das zu reinigende Gas fließt innerhalb der Kammer oder des Kanals 3 an den Elektroden i, 2 vorbei, wie .durch Pfeile angedeutet, mit dem Ergebnis, daß die SchwebeteiIchen, z. B. Staub- oder Rauchteilchen, des Gasstromes elektrisch aufgeladen werden, und zwar teils positiv, teils negativ. Infolgedessen zielen sich die verschieden elektrisch geladenen Teilchen an und bilden auf diese Weise größere Klümpchen .oder Flocken. Die Ausfällung der Teilchen erfolgt in derselben Vorrichtung, die zur Zusammenballung der Teilchen dient. Demgemäß sind nach Abb. i im Strömungsweg der Gase eine oder mehrere Reihen oder Gruppen von Prallwänden o. dgl. q. vorgesehen, die entweder aus nichtleitendem Material bestehen oder aber bei Herstellung aus leitendem Material, wie bei 5 angegeben, geerdet sind.
  • Die Ausströmelektroden i und 2 bilden senkrecht hängende Streifen, .die flach quer zur Strömungsrichtung des Gases gestellt sind. Ebenso erstrecken sich die Prallplatten ¢ in senkrechter Verlängerung quer zur Gasrichtung in der aus Abb. i ersichtlichen, mit Bezug auf die Elektroden i und 2 versetzten Anordnung. Die Zonen oder Fangräume, in denen sich die positiv geladenen Teilchen mit den negativ geladenen Teilchen treffen, befinden sich neben den Elektroden i und 2 zwischen den Prallplattengruppen ¢.
  • Die Entladung der Ausströmergruppen i und 2, die gegen Erde isoliert sind, geht wegen der Gegensätzlichkeit ihrer Polarität nur zwischen ihnen vor sich und nicht etwa zwischen ihnen und den Körpern q.. Infolge der Isolierung der Ausströmerelektroden bleibt die aus Sicherheitsgründen wünschenswerte Erdung der Fangraumkörper ¢ für die beabsichtigte Wirkung unschädlich.
  • Betrachtet man das elektrische Feld, wie es nach Abb. i zwischen den Ausströmelektroden entgegengesetzter Elektrizität sich ausbildet, so ergibt sich, daß in der Nähe der positiven Sprühelektroden i die Schwebeteilchen positiv geladen werden und mit lebhafter Geschwindigkeit quer zur Stx.ömungsxichtung des Gases nach dem negativen Pol 2 hineilen. Das gleiche ist mit den negativ geladenen Teilchen von den Sprühelektroden 2 aus der Fall, die dem Pol i zustreben. Selbstverständlich tritt nicht allein eine Anziehung von Teilchen auf, sondern die in der Umgebung jedes Pols befindlichen Schwebeteilchen positiver bzw. negativer Aufladung und Gasionen wirken zusammen mit ihren Elektroden i bzw. 2 wie ein einheitlicher Körper großer Ausdehnung und entsprechender Ladung. Diese gegenpolig geladenen Körper übzn noch auf größere Entfernung eine kräftige gegenseitige Anziehung aus, die bewirkt, daß die Schwebekörper statt mit der Strömung des Gases quer dazu in den Fangraum hineingetrieben werden, und zwar resultierend aus den zwei zueinander senkrechten Komponenten. Die relative Geschwindigkeit ist groß .genug, um den bei nicht zu hoher Geschwindigkeit des Rohgases nur kurzen Querweg zu durchlaufen, welcher notwendig ist, um die Teilchen aus der Strömungsbahn des Gases zwischen den Fangkörpern hindurch in die Fangräume einzulenken.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 und 3 besteht die Vorrichtung aus einem Gehäuse oder einer Kammer 6, die an einem Ende mit dem Gaseinlaß i i und am andern mit dem Gasauslaß i i' versehen ist. Zwei Gruppen von Ausströmelektroden i und 2 sind im Innern dieser Kammer 6 an isolierten Trägern 7 und 8 hängend angeordnet. Die Träger 7 und 8 liegen auf Isolatoren 9, die in besonderen Nischen der Kammer 6 untergebracht sein können, auf. Die Stützen 7 und 8 können aus I-Trägern bestehen, über die Querstäbe 7' bzw. 8' gelegt sind, an welchen die Elektroden i bzw. 2 hängen. Diese Elektrodenanordnung kann selbstverständlich auch eine andere sein.
  • Die Prallkörper q. hängen vom Deckel des Kammerteiles io zwischen den Querstäben 7', 8' und den Ausströmelektroden i und 2 h erab. Dadurch wird der Gasstrom wirksam mit den Sprühelektroden in Berührung gebracht und erreicht, daß die zusammengeballten Teilchen oder Flocken zwischen den Prallplatten q. neutrale Fangräume vorfinden, in welchen sie sich unter dem Ein.fluß der Schwere aus dem Gasstrom abscheiden können.
  • Die Kammer 6 trägt am unteren Ende in der üblichen Weise den Sammeltrichter 12 für das abgeschiedene Material mit der verschließbaren Entleerungsöffnung 13.
  • Zur Ladung der positiven und negativen Elektroden sind die Stromschienen 7 und 8 durch Drähte 1q. bzw. 15 mit den Polschuhen eines Gleichrichters verbunden.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung nach Abb. 2 und 3 ist folgende: Das zu reinigende Gas, das die Kammer 6 durchströmt, wird durch die Hindernisse q. derart abgelenkt, daß der Hauptteil des Gases an den Ausströmelektroden i und 2 vorbeiströmcn muß. Die Potentialdifferenz zwischen diesen Ausströmelektroden ist so hoch, daß Koronaentladung eintritt, und zwar an den Elektroden i positiv und an den Elektroden 2 negativ. Für gewöhnlich reicht eine Potentialdifferenz von ioo ooo Volt oder darüber aus, wenn z. B. die Elektroden i positiv mit 5o ooo Volt und die Elektroden 2 negativ ebenfalls mit 5o ooo Volt gespeist werden. Gegebenenfalls kann eine der Ausströmergruppen geerdet sein und die andere Gruppe auf einem entsprechend hohen, entweder positiven oder negativen Potential gehalten werden, um die erforderliche Potentialdifferenz zu erzielen. Die Schwebeteilchen im Gas werden durch die Elektroden i und 2 positiv und negativ aufgeladen und ziehen sich infolgedessen gegenseitig an, wobei sie in die neutralen Fangräume b zwischen den Prallplatten 4. gelangen und aus dem Gasstrom abgesondert werden. Etwaige Ansätze an den Hemmkörpern q. können durch Schütteln, Klopfen, Schaben, Waschen o. dgl. entfernt werden.
  • Besonders vorteilhaft ist die Wirkung, wenn man für die Hemmkörper gemäß Abb.2 und 3 Kanal- oder I-Profil nimmt. Dieselbe Wirkung ergibt sich übrigens auch durch Kantenverstärkung der in Abb. i dargestellten Platten ¢, die zugleich eine Strahlwirkung und damit eine Schwächung des elektrischen Feldes verhindert. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Hemmkörper mit Bezug auf das elektrostatische Feld neutral zu halten, was man durch Verwendung von nichtleitendem Material :oder durch Erdung erreicht.

Claims (2)

  1. PATEN T-ANSPRÜcfiE: i. Verfahren zur elektrischen Ausscheidung von Schwebekörpern aus Gasen durch gleichzeitige Einwirkung von positiven und negativen Entladungen, gekennzeichnet durch die Verwendung von hinter den Elektroden senkrecht zur Gasströmung und symmetrisch :oder annähernd symmetrisch zur Entladungsfläche der Elektroden angeordneten elektrisch neutralen, zum Auffangen der Schwebeteilchen geeigneten Hemmkörpern.
  2. 2. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangräume die Gestalt von nach den voraufgeh-nden Ausströmerpaaren (i, 2) geöffneten Hohlräumen, insbesondere U- :oder 1-1- Profil haben. e. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausströmer (i,2) an zwei Sammelschien@nrosten (7, 8, 7', 8') befestigt sind, durch deren Rostöffnungen die Fangraumkörper (¢), durch mehr als den Funkenabs;and getrennt, hindurchtreten.
DEM73090D 1918-11-14 1921-03-13 Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Ausscheidung von Schwebekoerpern aus Gasen durch gleichzeitige Einwirkung von positiven und negativen Entladungen Expired DE421203C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US421203XA 1918-11-14 1918-11-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE421203C true DE421203C (de) 1925-11-07

Family

ID=21920152

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM73090D Expired DE421203C (de) 1918-11-14 1921-03-13 Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Ausscheidung von Schwebekoerpern aus Gasen durch gleichzeitige Einwirkung von positiven und negativen Entladungen

Country Status (1)

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DE (1) DE421203C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE855697C (de) * 1941-03-22 1952-11-17 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur elektrischen Abscheidung von nicht oder schlecht leitenden Schwebeteilchen aus Gasen oder Gasgemischen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE855697C (de) * 1941-03-22 1952-11-17 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur elektrischen Abscheidung von nicht oder schlecht leitenden Schwebeteilchen aus Gasen oder Gasgemischen

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