DE4211650A1 - Verfahren zur Variantencodierung bei mehreren miteinander vernetzten Steuergeräten und ein Steuergerät zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Variantencodierung bei mehreren miteinander vernetzten Steuergeräten und ein Steuergerät zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Variantencodierung bei
mehreren miteinander vernetzten Steuergeräten nach der Gattung des
Hauptanspruchs und ein Steuergerät zur Durchführung des Verfahrens.
Aus der DE-OS 36 16 455 sind Steuergeräte für Verbrennungsmotoren
bekannt, die einen Speicher aufweisen, in denen motorspezifische
Daten für unterschiedliche Motoren eingespeichert sind. In Abhängig
keit vom jeweils verwendeten Motor werden die zu diesem Motor ge
hörenden Daten vom Prozessor ausgewählt und für die Steuerung des
Motors verwendet. Dabei wird dem Prozessor der jeweilige Motortyp
über ein Codierelement mitgeteilt. Als Codierelement können Schal
ter, Widerstände oder Brücken zwischen Leitungen eingesetzt werden.
Das Codierelement kann im Steuergerät oder außerhalb des Steuer
geräts angebracht sein.
Weiterhin ist es aus der DE-PS 35 06 118 bekannt, Steuergeräte die
unterschiedliche Vorgänge in einem
Kraftfahrzeug wie Zündungs-, Einspritzungs-, Bremsungs- und Schal
tungsvorgänge auslösen, jeweils mit einer Schnittstelle zu versehen
und mit Hilfe von Datenleitungen miteinander zu vernetzen.
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß bei vielen Steuer
geräten, die später z. B. in einem Kraftfahrzeug miteinander vernetzt
werden, eine getrennte Codierung entfallen kann. Damit sind alle
Vorteile des geringeren Produktionsaufwandes, der geringeren Fehler
anfälligkeit und der Einsparung von Herstellungskosten verbunden.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich beim Kundendienst, da dort beim
Austausch einzelner Steuergeräte die Einstellarbeiten auf eine be
stimmte Variante des Steuergerätes entfallen können.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch
angegebenen Verfahrens möglich. Besonders vorteilhaft ist zur Ein
gabe von Variantenkennungen an ein bestimmtes Gerät des Steuer
geräteverbundes ein externes Programmiergerät anzuschließen und die
Variantenkennungen von dem externen Programmiergerät an das Steuer
gerät zu übertragen. Dies kann dann in vorteilhafter Weise am Band
ende der Produktion des speziellen Steuergerätes oder am Bandende
der Produktion eines Kraftfahrzeuges, in welches das Steuergerät mit
weiteren Steuergeräten eingebaut wird, geschehen.
Somit kann dieser Vorgang automatisiert stattfinden und es entsteht
kein Aufwand bezüglich der Lagerhaltung beim Kraftfahrzeug
hersteller. Weiterhin vorteilhaft ist es, bei Inbetriebnahme des
Steuergeräteverbundes die Übertragung der Variantenkennungen vom
speziellen Steuergerät zu den weiteren Steuergeräten durchzuführen.
Dort ist meist sowieso eine Initialisierungsphase bei den einzelnen
Steuergeräten vorgesehen, in die die notwendigen Programmschritte
einfach eingebaut werden können.
Für ein Steuergerät, welches eine Variantenkennung über ein externes
Bussystem von einem weiteren Steuergerät empfängt, ist es vorteil
haft, daß der Mikroprozessor die abgespeicherte Variantenkennung
einliest, und ihr Adreßdaten zuordnet, die wie ein Zeiger auf die
jenigen Speicherbereiche wirken, in denen die Programm- und/oder Be
triebsdaten der entsprechenden Variante abgelegt sind. Bei jedem
Zugriff zu diesen Daten kann dann eine einfache Adreßrechnung unter
Verwendung der zuvor zugeordneten Daten durchgeführt werden.
Zur Übertragung der Variantenkennungen ist es vorteilhaft, als ex
ternes Programmiergerät ein Diagnosegerät zu verwenden und dieses an
eine Diagnoseschnittstelle des Steuergerätes anzuschließen. Damit
kann die Übertragung der Variantenkennungen dann von dem externen
Diagnosegerät einfach während eines sowieso erforderlichen Diagnose
vorgangs durchgeführt werden.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar
gestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen Fig. 1 ein erstes Beispiel für einen Steuergeräteverbund
mit einem über Diagnoseschnittstellen an ein Steuergerät anschließ
baren externen Programmiergerät; Fig. 2 ein zweites Beispiel für
einen Steuergeräteverbund mit einem über Busschnittstellen an ein
Steuergerät anschließbaren externen Programmiergerät; Fig. 3 eine
mögliche Speichereinteilung eines Motorsteuergerätes; Fig. 4 ein
Struktogramm für ein Programm zur Abarbeitung von einem externen
Programmiergerät; Fig. 5 ein Struktogramm für ein Programm zur Ab
arbeitung von einem Steuergerät, das die Variantenkennungen von dem
externen Programmiergerät empfängt; Fig. 6 ein Struktogramm für ein
Programm zur Abarbeitung von einem Steuergerät, das die Varianten
kennungen an die weiteren Steuergeräte absendet und Fig. 7 ein
Struktogramm für ein Programm zur Abarbeitung von einem Steuergerät,
welches die abgesendeten Variantenkennungen empfängt.
Der Steuergeräteverbund nach Fig. 1 besteht aus einem Motorsteuer
gerät 10, einem Getriebesteuergerät 11, einem Klimasteuergerät 12
und einem Kombinationssteuergerät 13. Alle Steuergeräte besitzen je
einen Mikroprozessor 20, einen RAM-Baustein 23 und eine Busschnitt
stelle 24. Alle Steuergerate sind mit Datenleitungen 25 miteinander
vernetzt. Alle Steuergeräte enthalten jeweils einen ROM-Baustein 15,
16, 17, 18, in dem die steuergerätespezifischen Daten und Programme
abgespeichert sind. Die ROM-Bausteine sind vorzugsweise als EPROM
ausgeführt. Das Steuergerät 13 enthält zusätzlich einen ROM-Baustein
19. In diesen sind Daten wie z. B. der Kilometerstand während des
Betriebes des Steuergerätes 13 einschreibbar. Der ROM-Baustein 19
ist daher vorzugsweise als EEPROM ausgeführt. Das Steuergerät 13 ist
zusätzlich mit einer Diagnoseschnittstelle 26 ausgestattet. An diese
ist vorzugsweise zu Testzwecken beim Kundendienst oder am Bandende
bei der Produktion des Kraftfahrzeuges ein externes Diagnosegerät 14
mit Hilfe von Leitungen anschließbar. Das Diagnosegerät 14 besitzt
eine Eingabemöglichkeit über eine Tastatur 27, einen Mikroprozessor
28, einen Speicher 29 und ebenfalls eine Diagnoseschnittstelle 26.
In dem ROM-Baustein 15 des Motorsteuergerätes 10 sind sämtliche
motorspezifischen Daten und/oder Programme gespeichert. Für unter
schiedliche gesetzliche Bestimmungen in verschiedenen Ländern wie
z. B. bei der Abgasregelung oder unterschiedliche Benzinqualitäten
oder unterschiedliche Motortypen mit verschiedenen Motorleistungen,
etc. sind in dem ROM-Baustein 15 einige Datensätze und/oder
Programmteile in verschiedenen Varianten abgelegt. In dem ROM-Bau
stein 16 des Getriebesteuergerätes 11 sind die getriebespezifischen
Daten und/oder Programme abgespeichert. Auch für diesen Speicher
baustein gilt, daß in ihm Datensätze und/oder Programmteile für ver
schiedene Getriebetypen abgelegt sind. In dem ROM-Baustein 17 des
Klimasteuergerätes 12 sind ebenfalls die Daten und/oder Programme
für Klimaanlagen in unterschiedlichen Varianten abgelegt. Ein
wichtiges Unterscheidungsmerkmal für ein Klimasteuergerät 12 ist
z. B. die Kompressorleistung der zu steuernden Klimaanlage. In dem
ROM-Baustein 18 des Kombinationssteuergerätes 13 sind ebenfalls
Varianten von fahrzeug- und/oder gerätetypischen Daten und/oder Pro
grammen abgelegt. Da das Kombinationssteuergerät 13 auch eine An
zeige für Fahrerinformationen steuern kann, sind hier z. B. unter
schiedliche Datensätze für die Geschwindigkeitsanzeige in km/h oder
mph, für die Drehzahlanzeige U/min oder rpm, etc. erforderlich.
Die Steuergeräte 10 bis 13 können Daten untereinander austauschen.
Dies geschieht mit Hilfe der Schnittstellen 24 und den Daten
leitungen 25. Durch die Schnittstellen 24 und die Datenleitungen 25
wird ein Bussystem definiert. Ein übliches Bussystem zur Vernetzung
von Steuergeräten in Kraftfahrzeugen ist z. B. das CAN-Bussystem. Bei
diesem werden in den jeweiligen Steuergeräten Kommunikationsobjekte
für bestimmte Daten im Speicher eingerichtet. Jedes Kommunikations
objekt ist in die drei Abschnitte Identifizier-, Kontroll- und
Datensegment untergliedert. In das Identifiziersegment wird eine
Information eingespeichert, die den Inhalt einer Botschaft (z. B.
Motordrehzahl) kennzeichnet und beim Senden die Dringlichkeit der
Botschaft bestimmt. In dem Kontrollsegment werden protokollabhängige
und botschaftsspezifische Informationen (wie Anzahl der zu über
tragenden Daten, Datenrichtung, etc.) eingespeichert. In dem Daten
segment werden dann die zu sendenden oder empfangenen Daten ge
speichert. Empfangt ein Steuergerät eine Botschaft vom Bus, so ver
gleicht das Steuergerät den Identifizierer der empfangenen Botschaft
mit den Informationen in den Identifiziersegmenten der im Speicher
vorhandenen Kommunikationsobjekte. Liegt mit einem Kommunikations
objekt eine Übereinstimmung vor, so werden die mit der Botschaft
übertragenen Daten vom Steuergerät übernommen.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß das Kombinationssteuergerät
13 Variantenkennungen an die übrigen Steuergeräte 10, 11, 12 ab
sendet. Dazu ist in jedem der übrigen Steuergeräte 10, 11, 12 ein
Kommunikationsobjekt für eine Variantenkennung eingerichtet. In dem
Kombinationssteuergerät 13 sind dann mehrere Kommunikationsobjekte
für die einzelnen Variantenkennungen der Steuergeräte eingerichtet.
In Fig. 2 ist der gleiche Steuergeräteverbund wie in Fig. 1 dar
gestellt. Im Unterschied zu Fig. 1 ist das externe Diagnosegerät 14
aber nicht über eine Diagnoseschnittstelle 26 mit dem Steuergerät 13
verbindbar, sondern über die Busschnittstelle 24 im Diagnosegerät 14
und den Datenleitungen 25. Die Diagnoseschnittstelle 26 kann dann
sowohl beim Steuergerät 13 als auch beim Diagnosegerät 14 entfallen.
Die Fig. 3 zeigt beispielhaft eine mögliche Speicheraufteilung für
den ROM-Baustein 15 des Motorsteuergerätes 10. Dabei ist für den
ROM-Baustein 15 der Adreßbereich $0000 bis $A000 vorgesehen. In dem
Adreßbereich von $000 bis $FFF sind die Programmdaten für den
Motortyp 1 abgespeichert. In dem Adreßbereich von $1000 bis $1FFF
sind die Betriebsdaten für den Motortyp 1 sprich Kenn
linien/Kennfelder abgespeichert. Im Adreßbereich von $2000 bis
$2FFF sind die Programmdaten und von $3000 bis $3FFF die Betriebs
daten für den Motortyp 2 abgespeichert. Die Programmdaten für den
Motortyp 3 sind im Adreßbereich von $4000 bis $4FFF und die
Betriebsdaten von $5000 bis $5FFF abgespeichert. Der restliche
Speicherbereich von $6000 bis $9FFF kann z. B. mit Daten für weitere
Motortypen oder mit Daten für verschiedene Benzinqualitäten etc.
belegt sein. Die Speicheraufteilung in dieser Form ist keineswegs
zwingend, es können z. B. die Programmdaten für alle Motortypen
gleich sein und nur die Betriebsdaten unterschiedlich abgespeichert
sein. Ebenfalls ist es möglich, äquivalente Daten oder Datensätze
jeweils hintereinander für alle verschiedenen Varianten im Speicher
abzulegen und die Speicheraufteilung nicht in unterschiedliche
Blöcke einzuteilen. Die Speicheraufteilung ist beispielhaft nur für
das Motorsteuergerät 10 dargestellt, sie kann in ähnlicher Form auch
für die weiteren Steuergeräte 11, 12, 13 gelten.
Das Struktogramm in Fig. 4 soll die Übertragung der Varianten
kennungen an das Kombinationssteuergerät 13 durch das externe Pro
grammiergerät 14 verdeutlichen. Nach der Verbindung des externen
Programmiergerätes 14 mit dem Steuergerät 13 wie in den Fig. 1
und 2 dargestellt, wird das Programm in dem Programmschritt 30 ge
startet. Nach ersten Initialisierungs- und Testroutinen gelangt das
Programm in einen Eingabemodus, in dem das Gerät eine Bedienperson
dazu auffordert, die Variantenkennungen für die Steuergeräte 10 bis
13 einzugeben. Im Programmschritt 31 wird die Variantenkennung für
das Kombinationssteuergerät 13 eingegeben. In den Programmschritten
32 bis 34 werden dann die Variantenkennungen für das Klima
steuergerät 12, das Getriebesteuergerät 11 und das Motorsteuergerät
10 eingegeben. Diese Variantenkennungen werden dann in den Programm
schritten 35 bis 38 an die Steuergeräte 10 bis 13 abgesendet. An
schließend können weitere Testroutinen wie z. B. die Überprüfung der
Speicherinhalte durch Ausgabe der entsprechenden Daten von dem ange
schlossenen Steuergerät 13 abgearbeitet werden. Das Programm endet
mit dem Programmschritt 39.
Das Struktogramm nach Fig. 5 zeigt den Ablauf der Datenübertragung
vom externen Programmiergerät 14 zum Kombinationssteuergerät 13
seitens des Steuergerätes 13. Nach dem Aufruf des Programms im Pro
grammschritt 40 wird abgefragt, ob eine Kennung VKOSG für das
Kombinationssteuergerät 13 empfangen wurde. Falls ja, wird diese
Kennung im Programmschritt 42 in den EEPROM-Baustein 19 des Steuer
gerätes 13 eingeschrieben. Falls nein, wartet das Programm so lange,
bis die Kennung VKOSG empfangen wurde. In analoger Form werden im
Steuergerät 13 diese Abfragen und Abspeicherungen für die Varianten
kennungen VKLSG, VGSG und VMSG der weiteren Steuergeräte 12, 11 und
10 durchgeführt. Nach Beendigung des Programms in Programmschritt 49
sind alle Variantenkennungen dauerhaft im EEPROM-Baustein 19 ge
speichert.
Die Fig. 6 betrifft ein erfindungsgemäßes Struktogramm für einen
Programmteil des Steuergerätes 13, der für die Initialisierungsphase
des Steuergeräteverbundes, die durch Drehen des Zündschlüssels in
Stellung "Ein" eingeleitet wird, vorgesehen ist. Nach dem Aufruf
dieses Programmschrittes wird im Programmschritt 51 die Varianten
kennung VKOSG für das Kombinationssteuergerät 13 aus dem EEPROM-Bau
stein 19 gelesen und im Programmschritt 52 im RAM-Baustein 23 abge
speichert. Im Programmschritt 53 wird die Variantenkennung VKLSG aus
dem EEPROM-Baustein 19 gelesen und im Programmschritt 54 an das
Klimasteuergerät 12 gesendet. In gleicher Weise werden die
Varianteninformationen des Getriebesteuergerätes 11 und des Motor
steuergerätes 10 in den Programmschritten 55 und 57 gelesen und in
den Programmschritten 56 und 58 an die jeweiligen Steuergeräte ge
sendet. Der Programmteil endet mit dem Programmschritt 59.
Das Struktogramm von Fig. 7 ist für einen Programmteil zur Ab
arbeitung vom Mikroprozessor 20 des Motorsteuergerätes 10 vorge
sehen. Nach dem Programmstart 68 wird im Programmschritt 69 geprüft,
ob die Variantenkennung VMSG für das Steuergerät 10 schon empfangen
wurde. Ist dies nicht der Fall, wird die Abfrage wiederholt. Wurde
die Variantenkennung VMSG schon empfangen, so wird sie im Programm
schritt 70 im RAM-Baustein 23 abgespeichert. Dieser Programmschritt
kann auch entfallen, sofern die Schnittstelle 24 beim Empfang der
Variantenkennung diese sowieso schon im RAM-Baustein 23 abspeichert.
Im Programmschritt 71 liest der Mikroprozessor 20 die Varianten
kennung aus dem RAM-Speicher 23. Nachfolgend findet eine erste Ab
frage 72 statt. Darin wird verglichen, ob die Variantenkennung VMSG
mit der Variantenkennung für den Motortyp 1 übereinstimmt. Ist dies
der Fall, so wird im Programmschritt 74 die Datensegmentadresse des
Steuergerätes 10 auf den Wert $1000 gesetzt und im Programmschritt
77 das für diesen Motortyp vorgesehene Programm ab Adresse $0000
gestartet.
In entsprechender Form wird bei Ungleichheit der Variantenkennung
mit der Variantenkennung für den Motortyp 1 in Abfrage 73 überprüft,
ob die Variantenkennung VMSG mit der Variantenkennung für den Motor
typ 2 übereinstimmt. Ist dies der Fall, so wird im Programmschritt
75 die Datensegmentadresse des Steuergerätes 10 auf den Wert $3000
gesetzt und im Programmschritt 78 das für diesen Motortyp vorge
sehene Programm ab Adresse $2000 gestartet. Andernfalls wird im Pro
grammschritt 76 die Datensegmentadresse auf den Wert $5000 gesetzt
und im Programmschritt 79 das für diesen Motortyp vorgesehene Pro
gramm ab Adresse $4000 gestartet.
Die Abfragen in diesem Programmteil sind nur beispielhaft für drei
verschiedene Motortypen dargestellt. Sind mehrere Motortypen für das
Steuergerät 10 vorgesehen, so können die Abfragen beliebig erweitert
sein. Der Programmteil muß auch nicht nur während der Initiali
sierungsphase abgearbeitet werden, sondern es ist z. B. auch möglich,
wenn die Speicheraufteilung derart ist, daß nur ein Programm für
alle verschiedenen Motortypen vorgesehen ist und lediglich die Daten
für die verschiedenen Motortypen unterschiedlich sind, das Programm
nach der Initialisierungsphase zu starten und die Abfragen vor jedem
Zugriff zu den Daten des Speichers durchzuführen.
Die im Ausführungsbeispiel beschriebene Möglichkeit der Einstellung
einer Variante eines Steuergerätes mit Hilfe einer einzigen
Variantenkennung pro Steuergerät ist ebenfalls nicht die einzig mög
liche. Es können genausogut mehrere Variantenkennungen für ein
Steuergerät vorgesehen sein. Diese müßten dann hintereinander über
tragen werden. Andererseits ist es aber auch möglich, daß das Kom
binationssteuergerät 13 eine Variantenkennung an alle ange
schlossenen Steuergeräte absendet. Diese kann dann z. B. eine fahr
zeugspezifische Information enthalten und für alle Steuergeräte gül
tig sein. Ebenfalls ist es möglich, daß aus Sicherheitsgründen die
Variantenkennungen nicht nur einfach sondern mehrfach hintereinander
zu den Steuergeräten übertragen werden. In einer Ausgestaltung der
Erfindung ist es ebenfalls möglich, von dem Steuergerät 13 ganze
Kennlinien/Kennfelder in gleicher Weise an verschiedene Steuergeräte
zu übertragen. Die Datenübertragung über ein CAN-Bussystem ist nicht
zwingend erforderlich, es kann auch ein anderes für die Datenüber
tragung im KfZ geeignetes Bussystem verwendet werden. Außerdem ist
der Einsatz des Verfahrens nicht nur auf Steuergerätverbundnetzwerke
in Kraftfahrzeugen beschränkt, sondern das Verfahren kann auch bei
anderen Steuergeräteverbundnetzwerken wie z. B. bei der Prozeß
steuerung
eingesetzt werden. Eine weitere Abwandlung des Verfahrens ist, daß
die Variantenkennungen nicht von einem externen Programmiergerät an
das zentrale Steuergerät 13 übertragen werden, sondern dem Steuer
gerät 13 mittels Schaltereinheiten oder Codierwiderständen diese
Variantenkennungen in herkömmlicher Form zuzuführen. Von dort aus
können dann die Varianten wieder wie im erfindungsgemäßen Verfahren
an die einzelnen Steuergeräte übertragen werden. Außerdem ist es
möglich, die Übertragung der Variantenkennungen zu den Steuergeräten
nicht jedesmal bei Inbetriebnahme der Steuergeräte durchzuführen,
sondern einmalig bei der ersten Inbetriebnahme der Steuergeräte
durchzuführen und die Variantenkennungen in den Speicherbaustein der
jeweiligen Steuergeräte abzuspeichern, wobei die Informationen
dauerhaft abgespeichert werden. Dazu ist z. B. der Einsatz eines
EEPROM-Bausteins in jedem der Steuergeräte erforderlich.
Claims (15)
1. Verfahren zur Variantencodierung bei mehreren miteinander ver
netzten Steuergeräten, insbesondere bei Steuergeräten in Kraftfahr
zeugen, die Gebersignale erfassen und Steuervorgänge auslösen, die
mindestens einen Mikroprozessor, mindestens einen Speicher sowie
eine Schnittstelle für ein externes Bussystem enthalten, wobei im
Speicher jeweils Programm- und/oder Betriebsdaten für verschiedene
Varianten des jeweiligen Steuergerätes abgespeichert sind, und wobei
der Mikroprozessor die Programm- und/oder Betriebsdaten derjenigen
Variante auswählt und/oder verarbeitet, die durch mindestens eine
Variantenkennung eingestellt ist, die in eines der Steuergeräte ein
gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Variantenkennung von
diesem einen Steuergerät (13) ausgelesen wird, daß die Varianten
kennung von dem Steuergerät (13) an die weiteren Steuergeräte (10,
11, 12) übertragen wird, daß die Variantenkennung jeweils von dem
mindestens einen ihr zugeordneten weiteren Steuergerät (10, 11, 12)
in dessen Speicher (23) abgespeichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Eingabe
der Variantenkennung an das eine Steuergerät (13) ein externes Pro
grammiergerät (14) angeschlossen wird und daß die Variantenkennung
von dem externen Programmiergerät (14) an das Steuergerät (13) über
tragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß, die
Variantenkennung am Bandende einer Fertigung an das eine Steuergerät
(13) übertragen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Variantenkennung in einen nichtflüchtigen Teil
(19) im Speicher des einen Steuergerätes (13) eingeschrieben wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Übertragungen der Variantenkennung von dem
einen Steuergerät (13) zu den weiteren Steuergeräten (10, 11, 12)
bei Inbetriebnahme der Steuergeräte (10, 11, 12 ,13) durchgeführt
werden.
6. Steuergerät für ein Verfahren nach einem der vorhergehenden An
sprüche, mit mindestens einem Mikroprozessor, einer Schnittstelle an
die ein externes Bussystem für einen Datenaustausch mit weiteren
Steuergeräten anschließbar ist, mit Mitteln zur Erfassung von Geber
signalen, und zur Abgabe von Signalen an angeschlossene Bauteile,
mit einem Speicher in dem Programm- und/oder Betriebsdaten für ver
schiedene Varianten des Steuergerätes abgespeichert sind, wobei der
Mikroprozessor die Programm- und/oder Betriebsdaten
derjenigen Variante auswählt und/oder verarbeitet, die durch min
destens eine Variantenkennung eingestellt ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schnittstelle (24) Mittel zum Empfang mindestens
einer Variantenkennung aufweist, daß das Steuergerät (10, 11, 12)
die mindestens eine Variantenkennung in einem Speicher (23) des
Steuergerätes abspeichert und daß die Programm- und/oder Betriebs
daten aufgrund der abgelegten Variantenkennung ausgewählt sind.
7. Steuergerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß, die
Schnittstelle (24) die Variantenkennung bei Inbetriebnahme des
Steuergerätes (10, 11, 12) empfängt.
8. Steuergerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Steuergerät (10, 11, 12) die Variantenkennung im flüchtigen Teil
(23) des Speichers abspeichert.
9. Steuergerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Mikroprozessor (20) die Variantenkennung einliest
und ihr Adreßdaten zuordnet, wobei die Adreßdaten diejenigen
Speicherbereiche im nichtflüchtigen Teil (23) des Speichers aus
wählen, in denen die Programm- und /oder Betriebsdaten der durch die
Variantenkennung eingestellten Variante abgespeichert sind.
10. Steuergerät für ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
mit mindestens einem Mikroprozessor, einer Schnittstelle an die ein
externes Bussystem für einen Datenaustausch mit weiteren
Steuergeräten anschließbar ist, mit Mitteln zur Erfassung von Geber
signalen, und zur Abgabe von Signalen an angeschlossene Bauteile,
mit einem Speicher in dem Programm- und/oder Betriebsdaten für ver
schiedene Varianten des Steuergerätes abgespeichert sind, wobei der
Mikroprozessor die Programm- und/oder Betriebsdaten derjenigen
Variante auswählt und/oder verarbeitet, die durch mindestens eine
Variantenkennung eingestellt ist, wobei an das Steuergerät (13) min
destens eine Variantenkennung zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuergerät (13) über die Schnittstelle (24) die Varianten
kennung für weitere Steuergeräte (10, 11, 12) auf das Bussystem
überträgt.
11. Steuergerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schnittstelle (24) die Variantenkennung bei Inbetriebnahme des
Steuergerätes (13) absendet.
12. Steuergerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuergerät (13) die Variantenkennung von einem externen
Programmiergerät (14) empfängt.
13. Steuergerät nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Steuergerät (13) die Variantenkennung in einem
nichtflüchtigen Teil (19) des Speichers abspeichert.
14. Steuergerät nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das externe Programmiergerät (14) über das externe Bussystem an
die Schnittstelle (24) des Steuergerätes (13) anschließbar ist.
15. Steuergerät nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das externe Programmiergerät (14) an eine Diagnoseschnittstelle
(26) anschließbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924211650 DE4211650A1 (de) | 1992-04-07 | 1992-04-07 | Verfahren zur Variantencodierung bei mehreren miteinander vernetzten Steuergeräten und ein Steuergerät zur Durchführung des Verfahrens |
| PCT/DE1993/000258 WO1993020490A1 (de) | 1992-04-07 | 1993-03-20 | Verfahren zur variantencodierung bei mehreren miteinander vernetzten steuergeräten und ein steuergerät zur durchführung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924211650 DE4211650A1 (de) | 1992-04-07 | 1992-04-07 | Verfahren zur Variantencodierung bei mehreren miteinander vernetzten Steuergeräten und ein Steuergerät zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4211650A1 true DE4211650A1 (de) | 1993-10-14 |
Family
ID=6456295
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924211650 Withdrawn DE4211650A1 (de) | 1992-04-07 | 1992-04-07 | Verfahren zur Variantencodierung bei mehreren miteinander vernetzten Steuergeräten und ein Steuergerät zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4211650A1 (de) |
| WO (1) | WO1993020490A1 (de) |
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