DE4210577A1 - Programmgesteuerte Waschmaschine - Google Patents
Programmgesteuerte WaschmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine programmgesteuerte Waschmaschine nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei Trommelwaschmaschinen der in Rede stehenden Art wird das während der
Hauptwäsche in das Gewebe der Wäsche eingedrungene Waschmittel im
allgemeinen durch mehrere aufeinanderfolgende Spülgänge unter
gleichzeitiger Hin- und Herdrehung der Waschtrommel entfernt, wobei
durch die Programmsteuereinrichtung der Wasserzufluß und Wasserablaß
gesteuert wird. Auf diese Weise wird wohl ein zufriedenstellendes Spülen
der Wäsche erreicht, dabei muß jedoch in Kauf genommen werden, daß
hierzu ein erheblicher Wasserverbrauch zu Buche schlägt. Das Spülwasser
wird nämlich nach jedem Spülgang vollständig abgepumpt und Frischwasser
zugeführt, um das in der Wäsche noch zurückgehaltene Waschmittel weiter
zu verdünnen und laufend abzuführen.
Um eine Senkung des Wasserverbrauchs beim mehrgängigen Spülvorgang zu
erreichen, ist es bei Waschmaschinen bekannt (DE-OS 26 15 846), das
Spülwasser des letzten Spülganges in der Waschmaschine zu speichern und
für den ersten Spülgang des darauffolgenden Waschvorganges zu verwenden.
Aus der DE 40 23 024 A1 ist es bekannt, das Spülwasser des zweiten und
dritten Spülganges nach Filterung zu speichern und im darauffolgenden
Waschvorgang oder Spülvorgang zum Wiedereinsatz zu bringen. Bei diesen
bekannten Verfahren zur Senkung des Wasserverbrauchs in Waschmaschinen
ist jedoch das Vorhandensein eines zusätzlichen Behälters zum Speichern
des für eine Wiederverwendung vorgesehenen Spülwassers erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen anderen einfacheren Weg
aufzuzeigen, durch den neben einer Einsparung von Frischwasser beim
Spülvorgang auch eine höhere Wirksamkeit des Spülwassers erreicht werden
kann.
Die Lösung dieser Aufgabe gemäß der Erfindung ist dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 zu entnehmen.
Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Dadurch, daß die in einem Spülschleuderabschnitt eingesetzte
Spülflüssigkeit mehrmals hintereinander in das Waschgut eingebracht
(eingesprüht) und wieder abgeschleudert wird und dieses somit auch
mehrmals durchdringt bevor ein Abpumpen erfolgt, ergibt sich eine
wesentliche Erhöhung der Schmutzgradkonzentration in der
Spülflüssigkeitsmenge eines Spülschleuderabschnittes. Die Folge davon
ist eine Verbesserung der Spülwirkung bei minimierten
Frischwasserverbrauch.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird anhand dieser nachfolgend näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Spülschleuder-Arbeitsdiagramm für Waschmaschinen,
Fig. 2 bis 4 Waschmaschinen zur Durchführung eines
Spülschleuderprogramms gemäß dem Arbeitsdiagramm nach Fig. 1.
Das Arbeitsdiagramm nach Fig. 1 für programmgesteuerte
Trommelwaschmaschinen, wie sie in den Fig. 2 bis 4 dargestellt sind,
zeigt einen zeitlichen Verlauf der Waschtrommel-Drehzahl, den
Spülwasserzulauf während des Spülschleudervorganges, den
Einschaltzeitpunkt sowie die Einschaltdauer der Entleerungs- bzw.
Laugenpumpe und der Spülflüssigkeits-Umwälzpumpe. Bei den in Rede
stehenden programmgesteuerten Waschmaschinen wird die Arbeitsflüssigkeit
(Wasch- und Spülwasser) über eine Einsprühvorrichtung im Bereich der
Waschtrommel-Beschickungsöffnung gegen den am Innenmantel der
Wäschetrommel anliegenden Wäschering gesprüht.
Der Spülschleudervorgang bei solchen Waschmaschinen läuft nun wie folgt
ab:
Nach Beendigung des Programmabschnittes "Waschen" wird zunächst in einem
Programmabschnitt II bei einer Waschtrommel-Drehzahl von etwa 1000
Umdrehungen pro Minute und darüber zwischengeschleudert und die
ausgeschleuderte Waschflüssigkeit durch die während dieses
Programmabschnittes eingeschaltete Laugenpumpe (Entleerungspumpe) über
eine Entleerungsleitung abgepumpt. Nach diesem
Zwischenschleuder-Programmabschnitt 11 beginnt der eigentliche
Spülschleudervorgang. Dieser Spülschleudervorgang ist in aus mehreren
Schleuderstufen A, B, C. . . bestehende Schleuderabschnitte 1.1 bzw. 1.2
aufgeteilt. Zwischen den beiden Schleuderabschnitten 1.1 und 1.2 ist ein
Programmabschnitt 2 mit niederer Waschtrommel-Drehzahl zur Umverteilung
der Wäsche in der Waschtrommel zwischengeschaltet. Die Drehzahl zur
Wäscheumverteilung liegt etwa bei 50 Umdrehungen pro Minute.
Jeder der Schleuderabschnitte 1.1 bzw. 1.2 beginnt mit abgeschalteter
Laugenpumpe, geöffneten Wasserzulauf und damit Zuführen der
Spülflüssigkeit bei niederer Waschtrommel-Drehzahl. Diese liegt in
diesem Fall bei 100 Umdrehungen pro Minute. Bei dieser
Waschtrommel-Drehzahl wird eine beladungsabhängige Spülwassermenge,
vorzugsweise etwa 4 Liter, kontinuierlich in das Zentrum des am inneren
Waschtrommelmantel anhaftenden Wäscheringes gesprüht. Durch das
Betreiben der Waschtrommel mit einer, bei etwa 100 Umdrehungen pro
Minute liegenden Drehzahl wird ein gutes Anhaften der Wäschestücke in
Form eines Wäscheringes am inneren, perforierten Waschtrommelmantel
erreicht. Mit dem Einspritzen des Spülwassers auf den am Innenmantel der
Waschtrommel anhaftenden Wäschering werden die Wäschestücke mit einem
Minimum an Wasser vom Zentrum her nach außen hin gleichmäßig durchnäßt.
Dieses wird dadurch bewirkt, daß das eingespritzte Wasser, sobald es mit
den Wäschestücken in Berührung kommt, von den Fliehkräften der
angetriebenen Waschtrommel erfaßt wird und dann durch den Wäschering
hindurch nach außen hin wandert. Dabei wird die im Waschgut gebundene
Restwaschlauge entsprechend verdünnt. Durch das Antreiben der
Waschtrommel während des Wasser-Einspritzvorganges ist das
Wasseraufnahmevermögen der Wäsche geringer als bei einem Stillstand der
Waschtrommel. Nach Beendigung des Spülwasser-Einspritzvorganges ist eine
gewisse Zeitspanne als Einwirkdauer vorgesehen, die bis zu 3 Minuten
betragen kann. Während dieser Einwirkdauer dreht die Waschtrommel
weiterhin bei etwa 100 U/min. Danach wird die Waschtrommel von 100
Umdrehungen pro Minute auf eine Schleuderdrehzahl von etwa 800
Umdrehungen pro Minute oder darüber hinaus gebracht (Schleuderstufe A)
und über eine bestimmte Zeitdauer lang wird das Spülwasser
abgeschleudert. Während der darauffolgenden Drehzahlabsenkung auf 100
U/min. wird die Umwälzpumpe zugeschaltet. Damit beginnt auch der
Rückführungsvorgang der dabei erstmalig abgeschleuderten Spülflüssigkeit
über die Einsprühvorrichtung in die Waschtrommel. Bei Erreichen der
Zwischen-Schleuderdrehzahl von etwa 100 Umdrehungen pro Minute wird die
Umwälzpumpe zunächst wieder abgeschaltet und der
Spülwasser-Rückführungsvorgang zur Waschtrommel unterbrochen. Die
Waschtrommel-Drehzahl von 100 Umdrehungen pro Minute wird noch eine
gewisse Zeitdauer beibehalten. Dann wird wieder auf Schleuderdrehzahl
(Schleuderstufe B) umgeschaltet und nach Beendigung der Schleuderdauer
beginnt die Spülwasser-Rückführung nochmals in der vorbeschriebenen
Weise. Nach dem vorliegenden Arbeitsdiagramm wird dieser
Spülwasser-Rückführungsvorgang im Schleuderabschnitt 1.1 zweimal
durchgeführt. Dieser Vorgang könnte aber auch, wenn erforderlich und
zweckmäßig, mehrmals wiederholt werden. In der letzten Schleuderstufe c
eines jeden Schleuderabschnittes 1.1 bzw. 1.2 wird mit Umschalten auf
Schleuderdrehzahl die Laugenpumpe eingeschaltet und das abgeschleuderte
Spülwasser in bekannter Weise abgepumpt. In den auf den
Schleuderabschnitt 1.1 folgenden Programmabschnitt 2, während dem die
Waschtrommel-Drehzahl zwecks Wäscheumverteilung auf etwa 50 Umdrehungen
pro Minute abgesenkt wird, wird eine erhöhte beladungsabhängige
Spülwassermenge in die Waschtrommel eingesprüht. In diesem
Programmabschnitt 2 löst sich der Wäschering vom Trommelinnenmantel und
wird bis zum darauffolgenden Anheben der Trommeldrehzahl umverteilt. Der
Vorteil dieses Programmabschnittes liegt in einer gleichmäßigen
Spülwirkung aller in der Waschtrommel befindlichen Textilien. Nach
Abschleudern und Abpumpen dieser Spülwassermenge beginnt der
Schleuderabschnitt 1.2, der in der gleichen Weise wie der
Schleuderabschnitt 1.1 durchgeführt wird. Die Anzahl der Schleuderstufen
A, B. . . mit Spülwasser-Rückführungsvorgang kann je nach Erfordernis
beliebig variiert werden. Der beschriebene Spülschleuderprozeß wird in
bekannter Weise durch Endschleudern und Auflockern der Wäsche
abgeschlossen.
Es folgt nun die Beschreibung der in den Fig. 2 bis 4 dargestellten
programmgesteuerten Trommel-Waschmaschinen zur Durchführung des
beschriebenen Spülschleudervorganges mit mehrmaliger
Spülwasser-Rückführung in die Waschtrommel.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Waschmaschine ist in einem
Laugenbehälter 10 eine in wechselnder Richtung drehende Waschtrommel 11
gelagert. Der Frischwasserzulauf 13, der durch ein Magnetventil
gesteuert wird, ist an einer Waschmittel-Einspülwanne 14 angeschlossen,
die über einen Einspülwannenbalg 15 mit dem Laugenbehälter 10 verbunden
ist. Unterhalb des Laugenbehälters 10 befindet sich ein
Laugen-Ablaufsystem 16 mit einer Entleerungspumpe 17 (Laugenpumpe), von
der eine Entleerungsleitung 18 (Ablaufschlauch) abgeht. Im
faltenbalgartigen Ablaufsystem 16 ist eine Verschlußklappe 19
vorgesehen, so daß über die Einspülwanne 14 eingespültes Waschmittel
sich nur im Laugenbehälter 10 ansammeln kann. Am Ablaufsystem 16 ist
weiterhin eine Flüssigkeits-Rückführleitung 20 angeschlossen, die mit
einer Umwälzpumpe 21 zum Fördern der Arbeitsflüssigkeit, z. B.
Spülwasser, vom Laugenbehälter 10 zurück in die Waschtrommel 11
gekoppelt ist. Die Flüssigkeits-Rückführleitung 20 endet dabei, wie
bekannt, im Öffnungs-Beschickungsbereich der Waschtrommel 11. Der
austretende Sprühstrahl 22 ist auf den am Innenmantel der Waschtrommel
anliegenden Wäschering 23 gerichtet. Die Arbeitsweise der
Flüssigkeits-Rückführung in die Waschtrommel 11 wurde bereits in
Zusammenhang mit Fig. 1 ausführlich beschrieben.
Bei der Waschmaschine nach Fig. 3 ist die Flüssigkeits-Rückführleitung
20 an einer programmgesteuerten Mehrweg-Wasserweiche 24 angeschlossen,
von der eine zum Beschickungsbereich der Waschtrommel 11 führende
Sprühleitung 20′ abgeht.
Fig. 4 zeigt eine Waschmaschine, bei der die Entleerungs- bzw.
Laugenpumpe 17 gleichzeitig die Aufgabe einer Umwälzpumpe mit übernimmt.
Um dies zu ermöglichen, ist in der an der Laugenpumpe 17 angeschlossenen
Entleerungsleitung 18 eine Wasserweiche 25 (Zweiweg-Wasserweiche)
zwischengeschaltet, mit der die im Beschickungsbereich der Waschtrommel 11
endende Flüssigkeits-Rückführleitung gekoppelt ist.
Claims (8)
1. Programmgesteuerte Waschmaschine mit einer in einem Laugenbehälter
gelagerten Waschtrommel und einer Entleerungspumpe, bei der die
Spülflüssigkeit während des Spülschleudervorganges über eine
Einsprühvorrichtung in die Waschtrommel befördert und die
abgeschleuderte Flüssigkeit durch die Entleerungspumpe über eine
Entleerungsleitung abgepumpt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spülschleudervorgang in aus mehreren Schleuderstufen (A, B, C. . .)
bestehende Schleuderabschnitte (1.1 bzw. 1.2 . . .) aufgeteilt ist, wobei
in der letzten Schleuderstufe eines jeden Schleuderabschnittes (1.1 bzw.
1.2) die abgeschleuderte Spülflüssigkeit abgepumpt wird, während in den
übrigen Schleuderstufen (A, B . . .) eines Schleuderabschnittes (1.1 bzw.
1.2) die abgeschleuderte Spülflüssigkeit über die Einsprühvorrichtung
jeweils wieder in die Waschtrommel zurückgeführt wird.
2. Waschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der
Schleuderabschnitte (1.1 bzw. 1.2) mit abgeschalteter Entleerungspumpe
und Einführen der Spülflüssigkeit bei niederer Waschtrommel-Drehzahl
beginnt und daß nach Umschalten der Waschtrommel-Drehzahl auf
Schleuderdrehzahl und der entsprechenden Schleuderdauer beim
anschließenden Absenken der Schleuderdrehzahl der Rückführungsvorgang
der abgeschleuderten Spülflüssigkeit in die Waschtrommel eingeleitet
wird.
3. Waschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den beiden Schleuderabschnitten (1.1, 1.2 . . .) jeweils ein
Programmabschnitt (2) mit niederer Waschtrommel-Drehzahl zur
Umverteilung der Wäsche in der Waschtrommel und mit einer gegenüber der
in den Schleuderabschnitten (1.1 bzw. 1.2) höheren Spülflüssigkeitsmenge
geschaltet ist.
4. Waschmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im
Programmabschnitt (2) die Spülflüssigkeit bei der niederen
Waschtrommel-Drehzahl zugeführt wird und daß mit Umschalten auf
Schleuderdrehzahl die Entleerungspumpe in Betrieb gesetzt wird.
5. Waschtrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben der
Entleerungspumpe (17) eine weitere Pumpe (21) für das Fördern der
Spülflüssigkeit vom Laugenbehälter (10) in die Waschtrommel (11)
vorgesehen ist, die Teil einer am Ablaufsystem (16) des Laugenbehälters
(10) angeschlossenen Rückführleitung (20) ist (Fig. 2).
6. Waschmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückführleitung (20) im Beschickungsbereich der Waschtrommel (11) endet.
7. Waschmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückführleitung (20) an einer Mehrweg-Wasserweiche (24) angeschlossen
ist, von der eine zum Beschickungsbereich der Waschtrommel (11) führende
Sprühleitung (20′) abgeht (Fig. 3).
8. Waschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der an
der Entleerungspumpe (17) angeschlossenen Entleerungsleitung (18) eine
Wasserweiche (25) zwischengeschaltet ist, mit der eine im
Beschickungsbereich der Waschtrommel (11) endende Rückführleitung (20)
gekoppelt ist (Fig. 4).
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