DE4208862A1 - Filterelement - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Filterelement
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Ver
fahren zu seiner Herstellung nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 10.
Derartige Filterelemente sind bekannt. Ihre Anwendungs
gebiete sind beispielsweise Luftfilter für Brennkraftma
schinen, Innenraumfilter für Fahrzeuge, Industrieentstau
bungsvorrichtungen oder Staubsauger, z. B. in der Asbest
entsorgung, wobei der Filter die Form eines Platten-
oder Rundfilters haben kann.
Üblicherweise werden derartige Filter durch eine auf die
zunächst noch langgestreckte Filterstoffbahn an den
Längsseiten aufgetragene Klebstoffraupe und anschließen
des Zusammenfalten hergestellt, wobei nach Aushärten der
Klebstoffraupe an den Stirnenden der Filterstoffalten
ein dichter Verschluß hergestellt ist. Bei Filterstoffen
mit einem mehrschichtigen Aufbau, z. B. aus einer Papier-
und einer Vlieslage, führt die beschriebene Art der Ver
klebung dazu, daß der Kleber zwar die eine Lage des Fil
terstoffs bindet, jedoch nicht bis zur zweiten Lage
durchdringt. Hierdurch kommt es an den Faltenstirnseiten
zu einem Ablösen der Filterstofflagen voneinander und
damit zur Entstehung von Bypas-Strömungswegen, die uner
wünscht sind.
Auch läßt sich dieses Herstellungsverfahren unabhängig
von der Art des Filterstoffes bei Filtern mit einem großen
Faltenabstand nicht mehr anwenden, da die Klebstoff
raupe nur begrenzte Faltenabstände überbrücken kann.
Aus der US-PS 47 98 575 sind ein Verfahren und eine Vor
richtung zur Durchführung des Verfahrens zur Herstellung
eines Filterelements aus einer gefalteten Filterbahn be
kannt, bei dem die Faltenstirnseiten durch je einen mit
Klebstoff versehenen Papierstreifen miteinander verbun
den und die Falten in ihrer Lage fixiert werden.
Als nachteilig wird bei dem letztgenannten Filterelement
angesehen, daß es an jeder Faltenstirnseite ein zusätz
liches Bauelement erfordert und daß die Herstellung rela
tiv kompliziert ist, da die Streifen bei einer kontinu
ierlichen Fertigung von jeweils einer Rolle abgewickelt,
mit Klebstoff beschichtet und auf die Faltenstirnseiten
aufgebracht werden.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gat
tungsgemäßes Filterelement derart weiterzuentwickeln,
daß es an den Stirnseiten der Falten eine dichte Verbin
dung aufweist und einfach herstellbar ist.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit einem gattungsgemäßen
Filterelement mit den kennzeichnenden Merkmalen des Pa
tentanspruchs 1, welches nach einem Verfahren gemäß den
Merkmalen des Patentanspruchs 10 hergestellt wird.
Die Unteransprüche 2 bis 9 stellen vorteilhafte Ausge
staltungen des erfinderischen Filterelements dar; die Un
teransprüche 11 bis 13 sind vorteilhafte Ausgestaltungen
des erfinderischen Herstellungsverfahrens.
Unteranspruch 14 beschreibt ein Verfahren zur Herstel
lung der vorteilhaften Ausgestaltung gemäß Unteranspruch
9, wobei Unteranspruch 15 eine bevorzugte Ausgestaltung
des Verfahrens nach Anspruch 14 darstellt.
Das erfinderische Filterelement weist Falten auf, die an
mindestens einer ihrer beiden Stirnseiten durch eine
stirnseitig aufgebrachte Schicht aus Klebstoff verbunden
sind. Dadurch wird eine sichere Verklebung und Fixierung
der Falten nach dem Aushärten des Klebers bewirkt, ohne
daß dazu ein seitlich angebrachter Streifen benötigt
wird.
Der Klebstoff ist bevorzugt ein Heißschmelzkleber, kann
aber auch ein Zweikomponentenklebstoff oder ein Einkom
ponentenklebstoff sein; als Materialbeispiele werden Po
lyamid- oder Polyurethan-Kleber genannt.
Vorteilhaft weist die Filterstoffbahn eine Lage Papier
auf, die zur Erhöhung der Festigkeit des Filterelements
beiträgt, und eine darauf angeordnete Lage Vlies, die
wesentlich zur Filterwirkung beiträgt.
Die Filterstoffbahn weist je nach Erfordernis eingepräg
te Erhebungen auf, die bei Faltung der Bahn zu einer
entsprechenden Beabstandung der Falten untereinander füh
ren.
Weiterhin wird die aufgetragene Klebstoffschicht vorteil
haft an einer oder beiden Längskanten umgelegt, um auf
einer oder auf beiden Flachseiten des Filterelements ei
nen relativ steifen Randstreifen zu bilden, der zur Dich
tung des Filters bei seiner späteren Anordnung in einem
Filtergehäuse genutzt wird.
Zweckmäßig hat das Filterelement allgemein Quaderform,
wobei das so hergestellte Filterelement noch mit einem
herkömmlichen Rahmen versehen werden kann, z. B. durch
ein bekanntes Schäumverfahren.
Das Filterelement ist auch als Rundfilter ausführbar.
Bei Rundfiltern, die die Form eines Hohlzylinders haben,
wird der Rundfilter gebildet und dann um seine Mittel
achse gedreht und dabei mit der Klebstoffschicht an sei
nen beiden Stirnenden versehen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
an mindestens einer Querseite des Filterelements eine
durchgehende Schicht aus Klebstoff aufgebracht ist. Die
se Klebstoffschicht versteift zusätzlich das Filterele
ment und erhöht damit dessen Stabilität.
In dem erfinderischen Verfahren wird auf die Faltenstirn
enden des fertig gefalteten Filterstoffs im wesentlichen
vollflächig eine Klebstoffschicht aufgetragen. Der Kleb
stoffauftrag erfolgt bevorzugt unmittelbar aus einer
Schlitzdüse, es kann in weiteren Ausgestaltungen der
Klebstoff über ein umlaufendes Band oder eine Walze zu
nächst von einer Schlitzdüse auf das Band oder die Walze
und hiervon auf den Filterstoff übertragen werden.
In einer Ausgestaltung des Verfahrens zur Herstellung
eines Filterelements mit einer Klebstoffschicht an min
destens einer Querseite ist bevorzugt vorgesehen, daß
man eine Bahn aus mindestens einer Lage Filterstoff fal
tet, daß man die Falten auf den gewünschten Abstand an
einanderschiebt, daß man mindestens auf einer Seite der
Bahn die aneinander geschobenen Stirnseiten im wesent
lichen vollflächig mit einer Klebstoffschicht bedeckt
und daß man in Querrichtung der Bahn etwa über die gesam
te Breite in wählbaren Abständen, die jeweils der Länge
eines Filterelementes entsprechen, in mindestens einen
Faltenzwischenraum Klebstoff einbringt, und daß man den
Klebstoff aushärten läßt, daß man im Bereich des
ausgehärteten Klebstoffes die Bahn abteilt.
Bevorzugt wird dabei vorgesehen, daß man das Band mit ei
ner wählbaren Vorschubgeschwindigkeit kontinuierlich be
wegt, wobei man den Klebstoff an der mindestens einen
Stirnseite aus einer ortsfesten Einrichtung aufträgt und
wobei man den Klebstoff in den Faltenraum aus einer mit
der Vorschubgeschwindigkeit bewegten Einrichtung ein
bringt und wobei man die Bahn mit einer in Vorschubrich
tung bewegbaren Vorrichtung abteilt.
Dabei ist zweckmäßig vorgesehen, daß neben dem kontinu
ierlichen Aufbringen des Klebstoffes auf die von den Fal
tenstirnenden gebildeten Längsseiten des Filters in wähl
baren Abständen durch eine mit der Vorschubgeschwindig
keit des gefalteten Filterstoffes mitfahrende Düse Kleb
stoff in mehrere Faltenzwischenräume über die Breite des
Filterstoffes in die Faltenzwischenräume eingespritzt
wird. Hierdurch wird die kontinuierlich erzeugte Falten
filterbahn in bestimmte Längenabschnitte unterteilt, wo
bei dann mittels eines geeigneten Trennwerkzeuges, z. B.
eines Messers, eines glühenden Drahtes oder eines Hoch
druckflüssigkeitsstrahls, im Bereich des zuvor in Quer
richtung eingebrachten Klebers eine Trennung in einzelne
Filterelemente erfolgt.
Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfinderischen Filter
elementes wird nun in einer Zeichnung näher erläutert.
Sie zeigt in einer einzigen Figur schematisch in Drauf
sicht und perspektivisch einen Ausschnitt eines Filter
elementes 10. Das Filterelement 10 weist eine mehrfach
gefaltete Lage Filterstoff 10′ mit Scheitelbereichen 11
und Sohlenbereichen 12 auf. Die Stirnseiten 13 der Fal
ten des Filterstoffes 10′ sind von einer Schicht 14 aus
Klebstoff bedeckt, wobei die Schicht 14 um den Rand he
rum in den Scheitelbereich 11 hineingezogen ist.
Eine Querseite 15 der Lage Filterstoff 10′ ist mit einer
Schicht 16 aus Klebstoff bedeckt, deren Rand ebenfalls
in den Scheitelbereich 11 hineingezogen ist.
Claims (15)
1. Filterelement (10) für ein Fluid, insbesondere Luft,
mit einer mehrfach gefalteten Bahn aus mindestens ei
ner Lage Filterstoff (10′), wobei die Falten der Bahn
jeweils im wesentlichen quer zu der Längsrichtung der
Bahn durchlaufende Scheitelbereiche (11) und Bohlenbe
reiche (12) aufweisen und etwa gleiche Abmessungen ha
ben, wobei das zu filternde Fluid in Richtung auf die
Scheitelbereiche einströmt und in Richtung von den
Sohlenbereichen abströmt, wobei die Falten in einem
vorgebbaren Abstand voneinander angeordnet und im
Bereich der Stirnseiten verklebt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Falten an mindestens einer ihrer beiden Stirn
seiten (13) durch eine stirnseitig aufgebrachte
Schicht (14) aus Klebstoff verbunden sind.
2. Filterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Klebstoff ein Heißschmelzkleber ist.
3. Filterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Klebstoff ein Zweikomponentenkleber ist.
4. Filterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Klebstoff ein Polyamid- oder Polyure
than-Kleber ist.
5. Filterelement nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterstoffbahn
eine Lage Papier und eine darauf angeordnete Lage
Vlies aufweist.
6. Filterelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Filterstoffbahn eine Vielzahl von rela
tiv kleinen Erhebungen aufweist, die so angeordnet
sind, daß die Falten der Bahn etwa mit der Höhe der
Erhebungen beabstandet aufeinander liegen.
7. Filterelement nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (14) den
Rand des Scheitelbereiches (11) und den Rand des Soh
lenbereiches (12) umfaßt.
8. Filterelement nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement
allgemein quaderförmig ist.
9. Filterelement nach einem der vorangegangenen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens einer
Querseite (15) des Filterelementes eine durchgehende
Schicht (16) aus Klebstoff aufgebracht ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Filterelementes nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, in dem
man eine Faltenbahn an den Stirnseiten der Falten
verklebt, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Bahn
aus mindestens einer Lage Filterstoff faltet, daß man
die Falten auf den gewünschten Abstand aufeinander
schiebt, und daß man mindestens auf einer Seite der
Bahn die aneinander geschobenen Stirnseiten im we
sentlichen vollflächig mit einer Klebstoffschicht
bedeckt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Klebstoff mit einer Schlitzdüse auf
trägt.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Klebstoff auf eine bewegbare Transferein
richtung aufträgt, und daß man mit dieser Transfer
einrichtung den Klebstoff auf die aneinander gescho
benen Stirnseiten der Falten überträgt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß man als bewegbare Transfereinrichtung eine Walze
oder ein über mindestens zwei Walzen geführtes umlau
fendes Band einsetzt.
14. Verfahren zur Herstellung eines Filterelementes nach
Anspruch 9, in dem man eine Faltenbahn an den Stirn
seiten der Falten verklebt, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Bahn aus mindestens einer Lage Filter
stoff faltet, daß man die Falten auf den gewünschten
Abstand aneinanderschiebt, daß man mindestens auf
einer Seite der Bahn die aneinander geschobenen
Stirnseiten im wesentlichen vollflächig mit einer
Klebstoffschicht bedeckt, und daß man in Querrich
tung der Bahn etwa über die gesamte Breite in wähl
baren Abständen, die jeweils der Länge eines Filter
elementes entsprechen, in mindestens einen Falten
zwischenraum Klebstoff einbringt, daß man den Kleb
stoff aushärten läßt, und daß man im Bereich des
ausgehärteten Klebstoffes die Bahn abteilt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Bahn mit einer wählbaren Vorschubge
schwindigkeit kontinuierlich bewegt, wobei man den
Klebstoff an der mindestens einen Stirnseite aus ei
ner ortsfesten Einrichtung aufträgt und wobei man
den Klebstoff in den Faltenraum aus einer mit der
Vorschubgeschwindigkeit bewegbaren Einrichtung ein
bringt und wobei man die Bahn mit einer in Vorschub
richtung bewegbaren Vorrichtung abteilt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924208862 DE4208862A1 (de) | 1992-03-19 | 1992-03-19 | Filterelement |
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|---|---|
| DE4208862A1 true DE4208862A1 (de) | 1993-09-23 |
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ID=6454485
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