DE4205350A1 - Kamera mit blickpunktmesseinrichtung - Google Patents
Kamera mit blickpunktmesseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kamera mit einer Sehach
senmeßeinrichtung für das Erfassen einer Achse in Richtung
eines von einem Betrachter bzw. Fotografen fixierten Blick
punkts auf einer Betrachtungsebene (Brennebene), auf der
durch ein fotografisches System ein Objekt abgebildet ist,
nämlich einer sog. Sehachse.
Es wurden verschiedenerlei Einrichtungen zum Ermitteln der
Stelle an einer Betrachtungsebene, die von einem Betrachter
angesehen wird, nämlich zum Ermitteln der sog. Sehachse
vorgeschlagen.
Beispielsweise wird gemäß der JP-OS 61-1 72 552 ein Parallel
strahlenbündel aus einer Lichtquelle auf den vorderen Teil
des Augapfels des Betrachters projiziert und die Sehachse
durch Auswerten eines durch das auf der Hornhaut reflektier
te Licht erzeugten Hornhautreflexionsbilds und der Fokus
sierstelle einer Regenbogenhaut ermittelt. Fig. 9A und 9B
sind Darstellungen zur Erläuterung des Prinzips eines Seh
achsenmeßverfahrens. Fig. 9A ist eine schematische Darstel
lung eines optischen Systems zur Sehachsenmessung und Fig.
9B ist eine grafische Darstellung der Ausgangssignalamplitu
de einer fotoelektrischen Wandleranordnung 6.
Eine Lichtquelle 5 gemäß Fig. 9A ist beispielsweise eine
Leuchtdiode für die Abgabe von Infrarotlicht, das für den
Betrachter unsichtbar ist. Die Lichtquelle 5 ist auf der
Brennebene einer Projektionslinse 3 angeordnet. Durch die
Projektionslinse 3 wird das von der Lichtquelle 5 abgegebene
Infrarotlicht in ein Parallelstrahlenbündel umgeformt. Das
Parallelstrahlenbündel wird an einem Halbspiegel 2 reflek
tiert und auf eine Hornhaut 21 eines Augapfels gerichtet.
Dabei wird ein (virtuelles) Hornhautreflexionsbild d, das
durch bestimmte an der Oberfläche der Hornhaut 21 reflek
tierte Lichtkomponenten des Infrarotlichts entsteht,
durch den Halbspiegel 2 durchgelassen und durch eine Licht
aufnahmelinse 4 fokussiert. Das fokussierte Bild d wird auf
eine Stelle Zd′ an der fotoelektrischen Wandleranordnung 6
projiziert.
Die an Rändern a und b einer Regenbogenhaut 23 reflektierten
Lichtstrahlen ergeben über die Lichtaufnahmelinse 4 Bilder
der Ränder an Stellen Za′ und Zb′ an der fotoelektrischen
Wandleranordnung 6. Wenn ein Neigungswinkel R der optischen
Achse ii des Augapfels 22 in bezug auf die optische Achse i
der Lichtaufnahmelinse 4 klein ist und die Z-Koordinaten für
die Ränder a und b der Regenbogenhaut 23 jeweils durch Za
und Zb gegeben sind, ergibt sich eine Koordinate Zc einer
Mitte C einer Pupille 24 folgendermaßen:
Zc≅(Za+Zb)/2
Da die Z-Koordinate des Hornhautreflexionsbilds d mit der Z-Ko
ordinate der Krümmungsmitte O der Hornhaut 21 überein
stimmt, genügt der Neigungswinkel R der optischen Achse ii
des Augapfels dann, wenn die Z-Koordinate der Stelle d des
Hornhautreflexionsbilds durch Zd gegeben ist und der Abstand
zwischen der Krümmungsmitte O der Hornhaut 21 und der Mitte
C der Pupille 24 durch OC gegeben ist, im wesentlichen der
folgenden Gleichung:
OC sinR≅Zc-Zd (1)
Auf diese Weise kann gemäß der Darstellung in Fig. 9B ein
Rechenprozessor 9 die Lagen von auf die fotoempfindliche
Wandleranordnung 6 projizierten bestimmten Punkten (des
Hornhautreflexionsbilds d und der Ränder a und b der Regen
bogenhaut) ermitteln und daraus den Neigungswinkel R der
optischen Achse ii des Augapfels berechnen. Dabei wird die
Gleichung (1) umgeschrieben zu:
β OC sinR ≅ (Za′+Zb′)/2-Zd′ (2)
wobei β die durch die Lage des Augapfels in bezug auf die
Lichtaufnahmelinse 4 bestimmte Vergrößerung ist.
Wenn der Neigungswinkel R der optischen Achse des Augapfels
des Betrachters berechnet ist, wird eine Korrektur zwischen
der optischen Achse des Augapfels und der Sehachse vorgenom
men, um die Sehachse des Betrachters zu ermitteln.
Die Fig. 9A und 9B zeigen als Beispiel einen Fall, bei dem
der Augapfel des Betrachters in der Z-X-Ebene (beispielswei
se der horizontalen Ebene) gedreht ist. Das gleiche gilt
jedoch auch für den Fall, daß der Augapfel des Betrachters
in der X-Y-Ebene (beispielsweise der vertikalen Ebene)
geneigt ist.
Fig. 10 ist eine schematische Darstellung eines Hauptteils
bei der Anordnung der Sehachsenmeßeinrichtung in einer
einäugigen Spiegelreflexkamera. Das durch ein Aufnahmeobjek
tiv 101 durchgelassene Objektlicht wird durch einen Schwenk
spiegel 102 reflektiert und nahe der Brennebene einer Matt
scheibe 104 fokussiert. Weiterhin wird das von der Matt
scheibe 104 gestreute Objektlicht über eine Kondensorlinse
105, ein Pentagonaldachprisma 106 und ein Okular 1 zu einem
Augenpunkt X des Fotografen geleitet.
Ein optisches Sehachsenmeßsystem ist durch ein optisches
Beleuchtungssystem aus der Lichtquelle 5 wie einer für den
Fotografen bzw. Betrachter unsichtbaren Infrarot-Leuchtdiode
und aus der Projektionslinse 3 sowie durch ein optisches
Lichtempfangssystem aus der fotoelektrischen Wandleranord
nung 6 und der Lichtaufnahmelinse 4 gebildet. Das optische
Sehachsenmeßsystem ist oberhalb des Okulars 1 angeordnet,
welches auch als dichroitischer Spiegel dient. Das von der
Infrarot-Leuchtdiode 5 abgegebene Infrarotlicht wird an
einer dichroitischen Spiegelfläche 1a reflektiert und auf
den Augapfel des Fotografen gestrahlt. Im weiteren werden
einige an dem Augapfel reflektierte Komponenten des Infra
rotlichts an der dichroitischen Spiegelfläche 1a erneut
reflektiert und durch die Lichtaufnahmelinse 4 auf der
fotoelektrischen Wandleranordnung 6 fokussiert. Aus den an
der fotoelektrischen Wandleranordnung 6 erhaltenen Bildin
formationen (Fig. 9B) berechnet der Rechenprozessor 9 die
Richtung der Sehachse des Fotografen.
Auf diese Weise kann in der einäugigen Spiegelreflexkamera
an der Brennebene eine Stelle ermittelt werden, die der
Fotograf betrachtet. Falls die Kamera eine Scharfeinstel
lungsmeßeinrichtung zur Ermittlung der Scharfeinstellung auf
mehrere Stellen in einem Sucherbild enthält und der Fotograf
zum Einleiten einer automatischen Scharfeinstellung von den
Scharfeinstellungsmeßstellen eine Stelle wählen müßte, die
mit einem von dem Fotografen aufzunehmenden Hauptobjekt
übereinstimmt, erübrigt sich das Wählen und Eingeben der
Stelle, da die von dem Fotografen betrachtete Stelle als
Fokussierpunkt angesehen werden kann und automatisch die
betrachtete Stelle für das Einleiten der automatischen
Scharfeinstellung gewählt werden kann.
Wenn jedoch der Fotograf, der einen Aufnahmevorgang mit
automatischer Scharfeinstellung unter Nutzung der Sehachsen
informationen ausführt, für die Scharfeinstellung die Fokus
sierbetriebsart auf eine manuelle Fokussierbetriebsart oder
eine Motor-Fokussierbetriebsart umstellt, bei denen keine
Sehachseninformationen erforderlich sind, muß der Fotograf
einen Bedienungsvorgang für das Beenden der Sehachsenmessung
ausführen, was umständliche Bedienungsvorgänge der Kamera
ergibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera zu
schaffen, die eine Sehachsenmeßeinrichtung zum Messen der
Sehachse eines durch einen Sucher blickenden Betrachters
enthält und die eine Einrichtung bzw. Steuereinrichtung
aufweist, die dann, wenn ermittelt wird, wenn ein an der
Kamera angebrachtes Objektiv auf Scharfeinstellung von Hand
oder durch einen Motor eingestellt ist bzw. gerade von Hand
oder durch einen Motor scharf eingestellt wird, die Sehach
senmessung beendet, was dem Fotografen eine einfache Bedie
nung der Kamera ermöglicht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1A und 1B sind jeweils eine schematische
Darstellung und eine perspektivische Ansicht des Hauptteils
einer einäugigen Spiegelreflexkamera gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel.
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht des
Hauptteils einer Sehachsenmeßeinrichtung.
Fig. 3 ist ein Ablaufdiagramm der Sehachsen
messung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 4A und 4B sind jeweils eine schematische
Darstellung eines optischen Sehachsenmeßsystems bzw. eine
grafische Darstellung von Ausgangssignalamplituden.
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung
einer einäugigen Spiegelreflexkamera gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel.
Fig. 6 ist ein Ablaufdiagramm der Sehachsen
messung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung
einer einäugigen Spiegelreflexkamera gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel.
Fig. 8 ist ein Ablaufdiagramm der Sehachsen
messung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel.
Fig. 9A und 9B sind jeweils eine schematische
Darstellung eines optischen Sehachsenmeßsystems bzw. eine
grafische Darstellung von Ausgangssignalamplituden.
Fig. 10 ist eine schematische Darstellung
einer einäugigen Spiegelreflexkamera.
Die Fig. 1A bis 4B zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Die Fig. 1A ist eine schematische Darstellung
einer einäugigen Spiegelreflexkamera, die Fig. 1B ist eine
perspektivische Ansicht des Hauptteils einer Scharfeinstel
lungsmeßeinrichtung und die Fig. 2 ist eine perspektivische
Ansicht des Hauptteils einer Sehachsenmeßeinrichtung. Gemäß
Fig. 1A und 2 ist schräg in einem Okular 1 ein dichroiti
scher Spiegel 1a für das Durchlassen von sichtbarem Licht
und das Reflektieren von Infrarotlicht angeordnet. Das
Okular 1 dient auch als Strahlenteiler. Die Kamera enthält
eine Lichtaufnahmelinse 4, Infrarot-Leuchtdioden 5a, 5b und 5c
als Beleuchtungslichtquellen und einen Bildsensor 6, in
welchem fotoelektrische Wandler zweidimensional angeordnet
sind. Der Bildsensor 6 ist an einer Stelle angeordnet, die
in bezug auf die Lichtaufnahmelinse 4 und das Okular 1 zu
einer Stelle nahe der Pupille eines Auges in einer vorbe
stimmten Lage konjugiert ist. Die Kamera enthält auch einen
Rechenprozessor 9. Zwei der Infrarot-Leuchtdioden 5a, 5b und
5c gemäß Fig. 2 werden zur Beleuchtung für das Ermitteln des
Abstands zwischen der Kamera und dem Augapfel des Betrach
ters verwendet. Das Paar von Infrarot-Leuchtdioden wird
entsprechend der Stellung der Kamera gewählt (die Leucht
dioden 5a und 5b für die Querlage und die Leuchtdioden 5b
und 5c für die Hochlage). Eine Detektorvorrichtung für das
Ermitteln der Lage der Kamera ist zwar in der Zeichnung
weggelassen, jedoch ist beispielsweise eine Lagedetektorein
richtung wie ein Quecksilberschalter zweckdienlich. Weiter
hin enthält die Kamera ein Aufnahmeobjektiv 101 mit einer
Vielzahl von bewegbaren Linseneinheiten, die bei der Scharf
einstellung oder bei der Brennweitenverstellung bewegt
werden, einen Schwenkspiegel 102, ein Anzeigeelement 103,
eine Mattscheibe 104, eine Kondensorlinse 105, ein Pentago
naldachprisma 106, einen Hilfsspiegel 107, eine Mehrpunkte-Scharf
einstellungsmeßeinrichtung 108, eine Kamerasteuerein
heit 109, eine Objektivsteuereinheit 110, einen Sehachsen
meßschalter 111 und einen Fokussierart-Wählschalter 112, mit
dem die Scharfeinstellung zwischen automatischer Scharfein
stellung und manueller Scharfeinstellung umgeschaltet werden
kann. Die Kamerasteuereinheit 109 dient auch als Steuerein
richtung für das Beenden der Sehachsenmessung.
Die Gestaltung der Mehrpunkte-Scharfeinstellungsmeßeinrich
tung ist aus dem Stand der Technik bekannt und steht nicht
in direktem Zusammenhang mit der Erfindung. Daher wird die
Gestaltung der Einrichtung 108 nachstehend nur kurz be
schrieben. Gemäß Fig. 1A und 1B ist eine Feldmaske 120, die
nahe an einer vermutlichen Brennebene des Aufnahmeobjektivs
101 angeordnet ist und die eine Mehrzahl von Schlitzen für
das jeweilige Bestimmen von Scharfeinstellungsmeßbereichen
hat, nahe an einem Linsenelement 121 angeordnet, das als
Feldlinse für Bilder innerhalb dieser Schlitze dient. Wei
terhin sind nacheinander ein Satz von Nachfokussierlinsen
122 und ein Satz von fotoelektrischen Wandleranordnungen 123
entsprechend der Anzahl der Schlitze angeordnet. Die Schlit
ze, die Feldlinse, die Nachfokussierlinsensätze und die
Sätze der fotoelektrischen Wandleranordnungen bilden ein
bekanntes Scharfeinstellungsmeßsystem. In der Fig. 1B ist
ein Spiegel weggelassen, der in Fig. 1A in der Mehrpunkte-Scharf
einstellungsmeßeinrichtung 108 dargestellt ist. Einige
Anteile des durch das Aufnahmeobjektiv 101 durchgelassenen
Objektlichts werden an dem Schwenkspiegel 102 reflektiert
und nahe an der Mattscheibe 104 fokussiert. Das durch die
Streufläche der Mattscheibe 104 abgelenkte Objektlicht wird
über die Kondensorlinse 105, das Pentagonaldachprisma 106
und das Okular 101 zu einem Augenpunkt geleitet. Der Foto
graf führt die Bildsuche unter Betrachtung eines auf die
Mattscheibe 104 projizierten Objektbilds aus. Dabei bewegt
sich die Sehachse des Fotografen über ein aufzunehmendes
Objekt. Das Anzeigeelement 103 ist beispielsweise ein zwei
schichtiges Wirt-Gast-Flüssigkristallelement ohne Polari
sierplatte und zeigt im Sucherbild mehrere Scharfeinstel
lungsmeßbereiche an.
Einige Lichtkomponenten des durch das Aufnahmeobjektiv 101
durchgelassenen Objektlichts werden durch den Schwenkspiegel
102 durchgelassen und an dem Hilfsspiegel 107 reflektiert.
Das reflektierte Licht wird zu der Mehrpunkte-Scharf
einstellungsmeßeinrichtung 108 geleitet, die in dem
unteren Bereich des Kameragehäuses angeordnet ist. Entspre
chend einem Scharfeinstellungsmeßbereichssignal aus der
Kamerasteuereinheit 109 ermittelt die Mehrpunkte-Scharf
einstellungsmeßeinrichtung 108 den Scharfeinstellungs
zustand eines Bereichs, der dem Scharfeinstellungsmeßbe
reichssignal entspricht.
Die Sehachsenmeßeinrichtung bei diesem Ausführungsbeispiel
ist aus einem optischen Sehachsenmeßsystem mit den Elementen
1 und 4 bis 6 und dem Rechenprozessor 9 für das Berechnen
der Sehachse des Fotografen gebildet. Die von den
Infrarot-Leuchtdioden 5a und 5b abgegebenen Infrarotlichtstrahlen
fallen auf das Okular 1. Einige Lichtkomponenten des Infra
rotlichts werden an dem dichroitischen Spiegel 1a reflek
tiert und auf den nahe dem Augenpunkt liegenden Augapfel des
Betrachters gerichtet. Das von dem Augapfel reflektierte
Infrarotlicht wird an dem dichroitischen Spiegel 1a reflek
tiert und ergibt unter Bündelung durch die Lichtaufnahmelin
se 4 ein Bild an dem Bildsensor 6. Das Prinzip der Sehach
senmessung bei diesem Ausführungsbeispiel wird nachfolgend
beschrieben. Die Fig. 3 ist ein Ablaufdiagramm der Sehachsen
messung bei jeweiligen Scharfeinstellungsbetriebsarten der
Kamera mit der Sehachsenmeßeinrichtung gemäß diesem Ausfüh
rungsbeispiel. Wenn der an dem Kameragehäuse oder an dem
Aufnahmeobjektiv 101 angeordnete Sehachsenmeßschalter 111
eingeschaltet wird (Schritt #100), wird von der Kamerasteuer
einheit 109 über die Objektivsteuereinheit 110 die Stellung
des Fokussierartwählschalters 112 des Aufnahmeobjektivs 101
ermittelt und festgestellt, ob das Aufnahmeobjektiv 101 auf
die Scharfeinstellungsautomatik-Betriebsart eingestellt ist,
nämlich auf eine Betriebsart zur Scharfeinstellung des
Aufnahmeobjektivs gemäß einem Scharfeinstellungsmeßsignal
(Schritt #101). Falls ermittelt wird, daß der Fokussierart
wählschalter 112 des Aufnahmeobjektivs 101 auf die Scharf
einstellungsautomatik-Betriebsart eingestellt ist, führt die
Kamerasteuereinheit 109 dem Rechenprozessor 9 ein Startsig
nal zum Beginnen der Sehachsenmessung (für Daten s(i)) zu
(Schritt #102). Die ermittelten Sehachsendaten s(i) werden
in dem Rechenprozessor 9 gespeichert. Aus den gespeicherten
Sehachsendaten s(i) wird eine Lage P eines Hauptobjekts an
der Mattscheibe berechnet (Schritt #103). Die berechnete
Lageinformation für das Hauptobjekt wird aus dem Rechenpro
zessor 9 der Kamerasteuereinheit 109 zugeführt. Falls der
Fotograf während dieses Zeitraums einen Verschlußauslöse
knopf bis zu dessen erstem Anschlag drückt, ruft die Kame
rasteuereinheit 109 an dem Anzeigeelement 103 die Anzeige
des der Lage P des Hauptobjekts in dem Sucher entsprechenden
Scharfeinstellungsmeßbereichs hervor. Zugleich nimmt die
Kamerasteuereinheit 109 aus der Mehrpunkte-Scharfeinstel
lungsmeßeinrichtung 108 Aufnahmeobjektiv-Scharfeinstellungs
informationen für den entsprechenden Scharfeinstellungsmeß
bereich auf und gibt die Scharfeinstellungsinformationen an
die Objektivsteuereinheit 110 weiter. Die Objektivsteuerein
heit 110 verstellt mit einem Motor die Fokussierlinse des
Aufnahmeobjektivs 101 und führt damit die Scharfeinstellung
herbei. Wenn der Auslöseknopf weiter gedrückt wird, leitet
die Kamerasteuereinheit einen Verschlußauslösevorgang ein.
Weiterhin erfaßt die Kamerasteuereinheit 109 über die Objek
tivsteuereinheit 110 den Schaltzustand des Fokussierartwähl
schalters 112 des Aufnahmeobjektivs 101. Falls ermittelt
wird, daß der Fokussierartwählschalter 112 in der Stellung
für die automatische Scharfeinstellung belassen ist (Schritt
#104), setzt die Kamerasteuereinheit 109 die Sehachsenmes
sung fort (Schritt #102).
Falls jedoch ermittelt wird, daß der Fokussierartwählschal
ter 112 auf die Betriebsart zur manuellen Scharfeinstellung
geschaltet ist (Schritt #104), führt die Kamerasteuereinheit
109 dem Rechenprozessor 9 ein Sehachsenmessungsabschlußsig
nal zu, um auf diese Weise die Sehachsenmessung zu beenden
(Schritt #105). Das Beenden der Sehachsenmessung bei dem
Schritt #105 umfaßt sowohl ein Beenden des eigentlichen
Meßvorgangs als auch ein Verfahren, bei dem zumindest bei
der automatischen Scharfeinstellung die Meßinformationen
nicht verwendet werden, obgleich der Meßvorgang fortgesetzt
wird. Wenn der an dem Kameragehäuse oder dem Aufnahmeobjek
tiv 101 angebrachte Sehachsenmeßschalter 111 eingeschaltet
wird (Schritt #100), wird von der Kamerasteuereinheit 109
über die Objektivsteuereinheit 110 der Schaltzustand des
Fokussierartwählschalters 112 des Aufnahmeobjektivs 101
erfaßt und ermittelt, ob das Aufnahmeobjektiv 101 auf die
Betriebsart zur automatischen Scharfeinstellung eingestellt
ist. Falls ermittelt wird, daß der Fokussierartwählschalter
112 des Aufnahmeobjektivs 101 nicht auf die Betriebsart zur
automatischen Scharfeinstellung, nämlich auf die Betriebsart
zur manuellen Scharfeinsteilung eingestellt ist (Schritt
#101), führt die Kamerasteuereinheit 109 keine Sehachsenmes
sung herbei (Schritt #105), da bei der manuellen Scharfein
stellung keine Sehachseninformationen erforderlich sind.
Die Fig. 4A und 4B sind Darstellungen zur Erläuterung des
Prinzips eines Sehachsenmeßverfahrens. Die Fig. 4A ist eine
schematische Darstellung des optischen Systems zur Sehach
senmessung, während die Fig. 4B eine grafische Darstellung
der Ausgangssignalamplituden des Bildsensors 6 ist. Gemäß
Fig. 4A sind die Leuchtdioden 5a und 5b Lichtquellen für die
Abgabe von Infrarotlicht, das für den Betrachter unsichtbar
ist. Die Lichtquellen sind in Z-Richtung in bezug auf eine
optische Achse i im wesentlichen symmetrisch angeordnet und
beleuchten den Augapfel des Betrachters mit divergierendem
Licht.
Das von der Lichtquelle 5b abgegebene Infrarotlicht beleuch
tet eine Hornhaut 21 des Augapfels. Dabei wird ein durch
Komponenten des an der Oberfläche der Hornhaut 21 reflek
tierten Infrarotlichts entstehendes Hornhautreflexionsbild d
durch die Lichtaufnahmelinse 4 fokussiert und an einer
Stelle d′ an dem Bildsensor 6 scharf abgebildet.
Das von der Lichtquelle 5a abgegebene Infrarotlicht beleuch
tet gleichermaßen die Hornhaut 21 des Augapfels. Dabei
entsteht durch an der Oberfläche der Hornhaut 21 reflektier
te Komponenten des Infrarotlichts ein Hornhautreflexionsbild
e, das durch die Lichtaufnahmelinse 4 fokussiert und an
einer Stelle e′ an dem Bildsensor 6 scharf abgebildet wird.
Durch an Rändern a und b einer Regenbogenhaut 23 reflektier
te Lichtkomponenten entstehen über die Lichtaufnahmelinse 4
Bilder der Ränder an Stellen a′ und b′ an dem Bildsensor 6.
Wenn die Z-Koordinaten der Ränder a und b der Regenbogenhaut
23 jeweils durch Za und Zb gegeben sind und ein Neigungswin
kel 8 der optischen Achse ii des Augapfels in bezug auf die
optische Achse i der Lichtaufnahmelinse 4 klein ist, ergibt
sich eine Koordinate Zc einer Mitte G einer Pupille 24 zu
Zc≅(Za+Zb)/2.
Die Z-Koordinaten der Mittelpunkte der Hornhautreflexions
bilder d und e stimmen mit einer Z-Koordinate Zo einer
Krümmungsmitte O der Hornhaut 21 überein; wenn die
Z-Koordinaten der Stellen d und e der Hornhautreflexionsbilder
jeweils durch Zd und Ze gegeben sind und der Abstand zwi
schen der Krümmungsmitte O der Hornhaut 21 und der Mitte G
der Pupille 24 durch OC gegeben ist, entspricht der Nei
gungswinkel R der optischen Achse ii des Augapfels im we
sentlichen der Gleichung:
OC sinR≅Zc-(Zd+Ze)/2 (3)
Daher kann der Rechenprozessor 9 gemäß der Darstellung in
Fig. 4B die Stellen der auf die fotoelektrische Wandleran
ordnung 6 projizierten bestimmten Punkte (der Hornhaut
reflexionsbilder d und e und der Bilder der Ränder a und b
der Regenbogenhaut) erfassen und daraus den Neigungswinkel R
der optischen Achse ii des Augapfels berechnen. Dabei wird
die Gleichung (3) umgeschrieben zu:
β OC sinR ≅ (Za′+Zb′)/2-(Zd′+Ze′)/2 (4)
wobei β die durch die Lage des Augapfels in bezug auf die
Lichtaufnahmelinse 4 bestimmte Verstärkung ist, die im
wesentlichen als eine Funktion eines Abstands |Zd′-Ze′|
der Hornhautreflexionsbilder gegeben ist.
Wenn der Neigungswinkel R des Augapfels des Betrachters
berechnet ist, wird eine Korrektur zwischen der optischen
Achse des Augapfels und der Sehachse vorgenommen, um dadurch
die Sehachse des Betrachters zu ermitteln. Eine Berechnung
für das Erhalten der Sehachse des Betrachters gemäß der
vorangehenden Beschreibung wird durch ein Programm mittels
eines Mikrocomputers in dem Rechenprozessor 9 gemäß der
Gleichung (4) ausgeführt. Die Fig. 4A und 4B zeigen als
Beispiel einen Fall, bei dem der Augapfel des Betrachters in
der Z-X-Ebene (beispielsweise der horizontalen Ebene) ge
dreht ist. Das gleiche gilt jedoch auch für den Fall, daß
der Augapfel des Betrachters in der X-Y-Ebene (beispielswei
se der vertikalen Ebene) gedreht ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird der Fokussierartwähl
schalter 112 zwischen der automatischen und der manuellen
Scharfeinstellung umgeschaltet. Das gleiche gilt jedoch auch
für den Fall, daß der Fokussierartwählschalter 112 zwischen
der automatischen Scharfeinstellung und einer Motor-Scharf
einstellung umgeschaltet wird (bei der der Fotograf die
Scharfeinstellung durch Verstellen des Aufnahmeobjektivs
mittels eines Motors unter Beobachtung der Mattscheibe
vornimmt). D.h., wenn der Fokussierartwählschalter auf die
Motorscharfeinstellung eingestellt wird, kann die Sehachsen
messung beendet werden.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Fokussierartwähl
schalter an dem Aufnahmeobjektiv angeordnet, er kann aber
auch an dem Kameragehäuse angeordnet sein.
Die Fig. 5 und 6 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Fig. 5 ist eine schematische Darstellung einer
einäugigen Spiegelreflexkamera und Fig. 6 ist ein Ablaufdia
gramm der Sehachsenmessung. Gleiche Teile wie in Fig. 1 sind
in Fig. 5 mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die
Kamera gemäß diesem zweiten Ausführungsbeispiel enthält
einen Codierer 113 für das Ermitteln, daß eine Fokussierlin
se in dem Aufnahmeobjektiv gerade verstellt wird. Das zweite
Ausführungsbeispiel wird nachstehend unter Bezugnahme auf
die Fig. 5 und 6 beschrieben.
Wenn ein an dem Kameragehäuse oder an einem Aufnahmeobjektiv
101 angebrachter Sehachsenmeßschalter 111 eingeschaltet wird
(Schritt #200), ermittelt eine Kamerasteuereinheit 109 die
eingestellte Fokussierbetriebsart der Kamera (Schritt #201).
Falls ermittelt wird, daß das Aufnahmeobjektiv 101 auf die
automatische Scharfeinstellung geschaltet ist, gibt die
Kamerasteuereinheit 109 an einen Rechenprozessor 9 ein
Startsignal für die Sehachsenmessung bzw. die Ermittlung von
Daten s(i) ab (Schritt #202). Zugleich werden die ermittel
ten Sehachsendaten s(i) in dem Rechenprozessor 9 gespei
chert. Aus den gespeicherten Sehachsendaten s(i) wird eine
Lage P eines Hauptobjekts berechnet. Die berechneten Lagein
formationen für das Hauptobjekt werden aus dem Rechenprozes
sor 9 der Kamerasteuereinheit 109 zugeführt. Wenn während
dieser Zeit der Fotograf einen Verschlußauslöseknopf bis zu
dessen erstem Anschlag drückt, bewirkt die Kamerasteuerein
heit 109 an einem Anzeigeelement 103 die Anzeige eines der
ermittelten Lage P des Hauptobjekts entsprechenden Scharf
einstellungsmeßbereichs in dem Sucher. Außerdem nimmt die
Kamerasteuereinheit 109 aus einer Mehrpunkte-Scharfeinstel
lungsmeßeinrichtung 108 für den entsprechenden Scharfein
stellungsmeßbereich Scharfeinstellungsinformationen auf, die
einer Objektivsteuereinheit 110 zugeführt werden, um eine
automatische Scharfeinstellung des Aufnahmeobjektivs 101 zu
beginnen. Da es bei manchen Kameras möglich ist, daß der
Fotograf nach Abschluß der automatischen Scharfeinstellung
des Aufnahmeobjektivs 101 eine Scharfeinstellung von Hand
vornimmt, nimmt die Kamerasteuereinheit 109 über die Objek
tivsteuereinheit 110 ein Signal aus dem an dem Aufnahmeob
jektiv 101 angebrachten Codierer 113 auf. Wenn aus dem
Signal des Codierers bzw. Drehmelders 113 ermittelt wird,
daß das Aufnahmeobjektiv 101 nicht manuell verstellt wird
(Schritt #204), setzt die Kamerasteuereinheit die Sehachsen
messung fort (Schritt #202).
Falls jedoch aus dem Signal des Codierers 113 ermittelt
wird, daß das Aufnahmeobjektiv 101 gerade von Hand verstellt
wird (Schritt #204), gibt die Kamerasteuereinheit 109 ein
Sehachsenmessung-Endsignal ab, wodurch die Sehachsenmessung
beendet wird (Schritt #205). Nach dem Ablauf einer vorbe
stimmten Zeitdauer von dem Beenden der Sehachsenmessung an
oder dann, wenn der Fotograf den Auslöseknopf bis zu dessen
zweitem Anschlag drückt, wird von der Kamerasteuereinheit
109 wieder die Scharfeinstellungs-Betriebsart der Kamera
ermittelt (Schritt #201). Falls ermittelt wird, daß die
Scharfeinstellungs-Betriebsart die automatische Scharfein
stellung ist, gibt die Kamerasteuereinheit 109 an den Re
chenprozessor 9 ein Startsignal für das Beginnen der Sehach
senmessung ab (Schritt #202).
Wenn der an dem Kameragehäuse oder dem Aufnahmeobjektiv 101
angebrachte Sehachsenmeßschalter 111 eingeschaltet wird
(Schritt #200), ermittelt die Kamerasteuereinheit 109 die
Scharfeinstellungs-Betriebsart der Kamera. Falls ermittelt
wird, daß die Scharfeinstellungs-Betriebsart des Aufnahmeob
jektivs 101 nicht auf die automatische Scharfeinstellung,
sondern auf die manuelle Scharfeinstellung eingestellt ist
(Schritt #201), bei welcher keine Sehachseninformationen
erforderlich sind, wird von der Kamerasteuereinheit 109
keine Sehachsenmessung herbeigeführt und ein Ausschaltzu
stand für die Sehachsenmessung eingestellt (Schritt #206).
Im einzelnen wird von der Kamerasteuereinheit 109 ein Zu
stand herbeigeführt, der dem Ausschaltzustand des Sehachsen
meßschalters 111 entspricht.
Die Fig. 7 und 8 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Die Fig. 7 ist eine schematische Darstellung
einer einäugigen Spiegelreflexkamera und die Fig. 8 ist ein
Ablaufdiagramm einer Sehachsenmessung. Gleiche Teile wie in
Fig. 1 sind in Fig. 7 mit den gleichen Bezugszeichen be
zeichnet. Die Kamera gemäß diesem dritten Ausführungsbei
spiel weist einen Motor-Scharfeinstellungsschalter 114 auf.
Das dritte Ausführungsbeispiel wird nachstehend unter Bezug
nahme auf die Fig. 7 und 8 beschrieben.
Wenn ein an dem Kameragehäuse oder an einem Aufnahmeobjektiv
101 angebrachter Sehachsenmeßschalter 111 eingeschaltet wird
(Schritt #300), ermittelt eine Kamerasteuereinheit 109 die
Einstellung einer Scharfeinstellungsbetriebsart der Kamera
(Schritt #301). Falls ermittelt wird, daß die Scharfeinstel
lungsbetriebsart des Aufnahmeobjektivs 101 auf eine automa
tische Scharfeinstellung eingestellt ist, gibt die Kamerasteu
ereinheit 109 an einen Rechenprozessor 9 ein Startsignal
für eine Sehachsenmessung zur Erfassung von Daten s(i) ab
(Schritt #302). Zugleich werden die erfaßten Sehachsendaten
s(i) in dem Rechenprozessor 9 gespeichert. Aus den gespei
cherten Sehachsendaten s(i) wird eine Lage P eines Hauptob
jekts berechnet (Schritt #303). Die berechnete Lageinforma
tion über das Hauptobjekt wird aus dem Rechenprozessor 9 der
Kamerasteuereinheit 109 zugeführt. Falls während dieser Zeit
der Fotograf einen Verschlußauslöseknopf bis zu dessen
erstem Anschlag drückt, bewirkt die Kamerasteuereinheit 109
an einem Anzeigeelement 103 eine Anzeige eines der ermittel
ten Lage P des Hauptobjekts entsprechenden Scharfeinstel
lungsmeßbereichs in dem Sucher. Außerdem nimmt die Kamera
steuereinheit aus einer Mehrpunkte-Scharfeinstellungsmeß
einrichtung 108 für den entsprechenden Scharfeinstellungs
meßbereich Scharfeinstellungsinformationen auf, die sie
einer Objektivsteuereinheit 110 zuführt, um eine automati
sche Scharfeinstellung des Aufnahmeobjektivs 101 zu begin
nen. In manchen Fällen schaltet jedoch der Fotograf während
oder nach der automatischen Scharfeinstellung den
Motor-Scharfeinstellungsschalter 114 ein, um das Aufnahmeobjektiv
101 zu verstellen. Aus diesem Grund ermittelt die Kamera
steuereinheit 109 ständig den Schaltzustand des
Motor-Scharfeinstellungsschalters 114. Falls ermittelt wird, daß
der Motor-Scharfeinstellungsschalter nicht eingeschaltet ist
(Schritt #304), setzt die Kamerasteuereinheit die Sehachsen
messung fort (Schritt #302). Falls jedoch ermittelt wird,
daß der Motor-Scharfeinstellungsschalter 114 eingeschaltet
ist und das Aufnahmeobjektiv mittels eines Motors verstellt
wird, gibt die Kamerasteuereinheit 109 an den Rechenprozes
sor 9 ein Sehachsenmessungs-Abschlußsignal ab, um auf diese
Weise die Sehachsenmessung zu beenden (Schritt #305). Nach
Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer vom Beenden der
Sehachsenmessung an oder dann, wenn der Fotograf den Auslö
seknopf zu dessen zweitem Anschlag drückt, wird von der
Kamerasteuereinheit 109 wieder die Scharfeinstellungsbe
triebsart der Kamera ermittelt (Schritt #301). Falls die
Betriebsart die automatische Scharfeinstellung ist, gibt die
Kamerasteuereinheit an den Rechenprozessor 9 das Startsignal
für das Beginnen der Sehachsenmessung ab (Schritt #302).
Wenn der an dem Kameragehäuse oder an dem Aufnahmeobjektiv
101 angebrachte Sehachsenmeßschalter 111 eingeschaltet ist
(Schritt #300), ermittelt die Kamerasteuereinheit 109 die
Scharfeinstellungsbetriebsart der Kamera. Falls in diesem
Fall ermittelt wird, daß die Scharfeinstellungsbetriebsart
des Aufnahmeobjektivs 101 nicht auf die automatische
Scharfeinstellung, sondern auf die manuelle Scharfeinstel
lung oder die Scharfeinstellung mittels eines Motors einge
stellt ist (Schritt #301), führt die Kamerasteuereinheit 109
keine Sehachsenmessung herbei (Schritt #305), da bei der
Scharfeinstellung von Hand oder mittels des Motors keine
Sehachseninformationen erforderlich sind.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Motor-Scharfeinstel
lungsschalter 114 an dem Kameragehäuse angeordnet, kann aber
an dem Aufnahmeobjektiv 101 angeordnet sein.
Gemäß der vorstehenden Beschreibung weist eine erfindungsge
mäße Kamera mit einer Sehachsenmeßeinrichtung für das Ermit
teln der Sehachse eines durch einen Sucher blickenden Be
trachters eine Einrichtung auf, die dann, wenn ermittelt
wird, daß ein an die Kamera angesetztes Objektiv auf eine
Scharfeinstellung von Hand oder mittels eines Motors einge
stellt ist oder gerade von Hand oder mittels eines Motors
scharf eingestellt wird, die Sehachsenmessung beendet,
wodurch dem Fotografen leichte Bedienungsvorgänge der Kamera
ermöglicht sind.
Es wird eine Kamera beschrieben, die zwischen einer Automa
tikbetriebsart zur automatischen Scharfeinstellung eines
Aufnahmeobjektivs gemäß einem Meßsignal aus einer Scharfein
stellungsmeßeinrichtung und einer manuellen Betriebsart für
eine manuelle Scharfeinstellung umschaltbar ist und die eine
Sehachsenmeßeinrichtung für das Ermitteln eines von einem
Fotografen betrachteten Blickfeldbereichs oder Blickpunktes
sowie eine Steuereinrichtung enthält, die bei der Automatik
betriebsart die automatische Scharfeinstellung auf den
mittels der Sehachsenmeßeinrichtung erfaßten Blickfeldbe
reich des Betrachters ausführt und bei der manuellen Be
triebsart die Meßfunktion der Sehachsenmeßeinrichtung
sperrt.
Claims (6)
1. Kamera mit einem Aufnahmeobjektiv, gekennzeichnet durch
eine Informationsableiteinrichtung (1 bis 9) zum Erzeu gen von Informationen bezüglich eines Blickpunktes eines Betrachters,
eine Scharfeinstellungsmeßeinrichtung (108) zum Ermit teln eines Scharfeinstellungszustands des Aufnahmeobjektivs (101) bezüglich eines den Informationen entsprechenden Blickfeldbereichs,
eine Scharfeinstellungseinrichtung (110) zur Scharfein stellung des Aufnahmeobjektivs gemäß dem Scharfeinstellungs zustand und
eine Steuereinrichtung (109), die dann, wenn eine Scharfeinstellungsbetriebsart für das Aufnahmeobjektiv auf eine manuelle Scharfeinstellung eingestellt ist, das Beenden der Informationserzeugung der Informationsableiteinrichtung steuert.
eine Informationsableiteinrichtung (1 bis 9) zum Erzeu gen von Informationen bezüglich eines Blickpunktes eines Betrachters,
eine Scharfeinstellungsmeßeinrichtung (108) zum Ermit teln eines Scharfeinstellungszustands des Aufnahmeobjektivs (101) bezüglich eines den Informationen entsprechenden Blickfeldbereichs,
eine Scharfeinstellungseinrichtung (110) zur Scharfein stellung des Aufnahmeobjektivs gemäß dem Scharfeinstellungs zustand und
eine Steuereinrichtung (109), die dann, wenn eine Scharfeinstellungsbetriebsart für das Aufnahmeobjektiv auf eine manuelle Scharfeinstellung eingestellt ist, das Beenden der Informationserzeugung der Informationsableiteinrichtung steuert.
2. Kamera nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Scharf
einstellungsbetriebsart-Schaltvorrichtung (112) zum Umschal
ten der Scharfeinstellungsbetriebsart zwischen einer Scharf
einstellung durch die Scharfeinstellungseinrichtung (110)
und einer manuellen Scharfeinstellung, wobei die Steuerein
richtung (109) die Informationserzeugung beendet, wenn die
Scharfeinstellungsbetriebsart-Schaltvorrichtung auf die
manuelle Scharfeinstellung geschaltet ist.
3. Kamera nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Ermitt
lungseinrichtung (113) für das Ermitteln, ob das Aufnahmeob
jektiv (101) manuell scharf eingestellt wird, wobei die
Steuereinrichtung (109) die Informationserzeugung beendet,
wenn das Aufnahmeobjektiv manuell scharf eingestellt wird.
4. Kamera nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
Motor-Scharfeinstellungsschalter (114) für die Scharfeinstellung
des Aufnahmeobjektivs mittels eines Motors, wobei die Steu
ereinrichtung (109) die Informationserzeugung beendet, wenn
das Aufnahmeobjektiv mittels des Motor-Scharfeinstellungs
schalters einstellbar ist.
5. Kamera mit einem Wechselobjektiv, gekennzeichnet durch
eine Informationsableiteinrichtung (1 bis 9) zum Erzeu gen von Informationen bezüglich eines Blickpunktes eines Betrachters,
eine Scharfeinstellungsmeßeinrichtung (108) zum Ermit teln eines Scharfeinstellungszustands des Wechselobjektivs (101) bezüglich eines den Informationen entsprechenden Blickfeldbereichs,
eine Ausgabeeinrichtung (109) für die Ausgabe eines Einschaltsignals für eine Scharfeinstellung des Wechselob jektivs gemäß dem Scharfeinstellungszustand und
eine Steuereinrichtung (109), die dann, wenn das Wech selobjektiv auf eine manuelle Scharfeinstellung eingestellt ist, die Informationserzeugung der Informationsableitein richtung beendet.
eine Informationsableiteinrichtung (1 bis 9) zum Erzeu gen von Informationen bezüglich eines Blickpunktes eines Betrachters,
eine Scharfeinstellungsmeßeinrichtung (108) zum Ermit teln eines Scharfeinstellungszustands des Wechselobjektivs (101) bezüglich eines den Informationen entsprechenden Blickfeldbereichs,
eine Ausgabeeinrichtung (109) für die Ausgabe eines Einschaltsignals für eine Scharfeinstellung des Wechselob jektivs gemäß dem Scharfeinstellungszustand und
eine Steuereinrichtung (109), die dann, wenn das Wech selobjektiv auf eine manuelle Scharfeinstellung eingestellt ist, die Informationserzeugung der Informationsableitein richtung beendet.
6. Kamera, die zwischen einer Automatikbetriebsart für eine
automatische Scharfeinstellung eines Aufnahmeobjektivs gemäß
einem Meßsignal aus einer Scharfeinstellungsmeßeinrichtung
und einer manuellen Betriebsart für eine manuelle Scharfein
stellung umschaltbar ist, gekennzeichnet durch
eine Meßeinrichtung (1 bis 9) zum Ermitteln eines von einem Betrachter fixierten Blickfeldbereichs und
eine Steuereinrichtung (109, 110), die bei der Automa tikbetriebsart die Scharfeinstellung des Aufnahmeobjektivs (101) gemäß dem Meßsignal ausführt und bei der manuellen Betriebsart die Ermittlungsfunktion der Meßeinrichtung (1 bis 9) sperrt.
eine Meßeinrichtung (1 bis 9) zum Ermitteln eines von einem Betrachter fixierten Blickfeldbereichs und
eine Steuereinrichtung (109, 110), die bei der Automa tikbetriebsart die Scharfeinstellung des Aufnahmeobjektivs (101) gemäß dem Meßsignal ausführt und bei der manuellen Betriebsart die Ermittlungsfunktion der Meßeinrichtung (1 bis 9) sperrt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2863391A JPH04267230A (ja) | 1991-02-22 | 1991-02-22 | 視線検出装置を有するカメラ |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4205350A1 true DE4205350A1 (de) | 1992-08-27 |
| DE4205350C2 DE4205350C2 (de) | 1995-09-28 |
Family
ID=12253949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924205350 Expired - Fee Related DE4205350C2 (de) | 1991-02-22 | 1992-02-21 | Kamera mit Blickpunktmeßeinrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPH04267230A (de) |
| DE (1) | DE4205350C2 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4205350C2 (de) | 1995-09-28 |
| JPH04267230A (ja) | 1992-09-22 |
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